COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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HerrReineke
Archduke of Banhammer
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von HerrReineke »

bluttrinker13 hat geschrieben:
11. Dez 2020, 15:49
Lol, wie realitätsfern kann man denn sein? Klausuren in Präsenz, ok, aber für alles andere sollte man doch e-teaching-Konzepte am Start haben, mittlerweile. Und die Publikationen und Daten des bisherigen Epidemieverlaufes stehen doch offen allen zur Verfügung.
Der "Vorreiter" dieser Forderung ist ein Herr, der scheinbar der Ansicht ist, es wäre für Studierende essenziell wichtig ihn mindestens in einer Vorlesung mal persönlich kennengelernt zu haben. Er liest ja immerhin ein mega wichtiges (lol, nein :ugly: ) Grundlagenfach und so. Man könne den armen Erstis so digitale Sachen halt nicht zumuten, weil die gute Lehre und der Kontakt zu ihm dadurch voll kaputt gingen...

Glücklicherweise ist unser neuer Dekan da anderer Ansicht. Der wollte das kommende Sommersemester zu 100% digital planen und hatte sich dann (noch bevor diese Einwände kamen) dazu überreden lassen, dass man einen Teil der AGs in Kleingruppen in Präsenz stattfinden lassen könnte (war bis November hier schon so gelaufen - da sitzen dann 30 Leute in nem 300-Personen-Hörsaal um die Abstände hinzukriegen, samt Kontaktnachverfolgung etc. pp), damit Studierende zumindest ein ganz klein wenig die Uni usw. kennenlernen könnten. Das finde ich zwar auch nicht unbedingt sinnvoll, aber noch in einem vertretbaren Maß, weil es dort für Studierende und AG-Leiter_innen die das nicht wollen oder sollten auch immer digitale AGs gibt.

Bin aber trotzdem gespannt wie sich das entwickelt. Kriege es ja hautnah mit, weil meine Frau das einerseits plant und ich selbst ab dem SoSe auch als AG-Leiter mit betroffen bin.
Quis leget haec?

Grumbledook
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Grumbledook »

Meine Frau arbeitet im Bereich der Semesterplanung hier an der Universität. Sie hat auch feststellen dürfen, dass die oberen Entscheidungsträger die Beschlüsse erst kennengelernt haben, als sie sie darauf hingewiesen hat, dass es da ja schon was gibt. Trotzdem streiten sich aktuell bei uns Professoren darum, dass die Planung für das kommende Sommersemester (also mit erster Veranstaltung am 12.04.21) ja unbedingt Präsenz aller Studierenden und Lehrenden vor Ort vorsehen sollte... :roll:
Das bestätigt meinen Eindruck, dass man gerade auch in Schulen und Behörden mit Klauen und Zähnen gegen jede Einschränkung ankämpft - teilweise mit freundlicher Unterstützung der zuständigen Gesundheitsämter. Die wirklich gefährlichen Corona-Leugner sitzen bei uns leider zum Teil in den Rathäusern. Kürzlich von einem Vorgesetzten gehört, dass es dieses Jahr besonders wichtig wäre, auch mit leichten Erkältungssymptomen zum Dienst zu erscheinen, um die vielen Ausfälle aufzufangen. Öffentlicher Dienst.

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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Da ist man tlw wirklich sprachlos, ja...

Edit: @Fouriety, ja die Response auf e-Lehre sollte wirklich mal untersucht werden, einige profitieren merkbar stark davon, genauso ist es aber plausibel das andere benachteiligt werden. Hier müsste man dringend mal die Moderatorvariablen abklären.

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Terranigma
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Terranigma »

So, ich habe mir jetzt erstmal ein Weizen aufgemacht. Verdammt, echt... da steigt selbst mir der Blutdruck, und eigentlich rühmen ich mich meines inneren Friedens.

Man entwickelt Konzepte, digitalisiert den Unterricht soweit es geht, darf aber die Konzepte nicht umsetzen. Weil wegen darum. Und jetzt kommt die Entscheidung wieder nach Schulschluss, sodass man die Kiddies nicht für die nächste und letzte Woche instruieren kann. Als hätte man das nicht schon gestern oder vor Tagen oder gar Wochen absehen können.

Es kann nicht wahr sein, wie kopflos die Landesregierung(en) sich durch diese Pandemie wurschteln. Es benötigt nach dem Lockdown im Januar endlich klare Richtlinien, was ab einem Indize von x auf 100.000 zu tun ist. Und dann muss das auch getan werden, konsequent.
Wenn unser Geist leer ist, ist er für alles bereit. Im Anfänger-Geist liegen viele Möglichkeiten, in dem des Experten wenige.
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XfrogX
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von XfrogX »

Geil ist auch das alle mit den selben Erklärungen kommen.
Vor dem light lockdown, Kultur und Sportstätten sind keine Treiber des lockdown also bitte nicht zu machen. Hat trotzdem kurz das expondenzielle Wachstum runter gefahren.
War klar nicht genug, aber hätte man als Zeichen sehen sollen weiter in diese Richtung zu arbeiten.
Nun kommen heute der Handel und die Schulen mit genau der selben Erklärung.

Alle verstehen nicht das wir schon lange weg sind von es gibt den einen Ort oder die eine Sache die man abstellen kann und damit kommt alles zum Erliegen.

Man muss nun alles runter fahren und da hätte man Weihnachten mit einplanen können. Die einzige Zeit wo die Wirtschaft sowieso 1,5 Wochen schon spürbar runter fährt. Aber man macht nichts und ist nun überrascht von Rekord zahlen.

Wir sollten doch alle im Frühjahr gelernt haben, alles was wir machen wird erst ca. 14 Tage später Wirkung zeigen.

Aber so wird nun noch bei vielen Schule weiter laufen dann weihnachten irgendwie aus trotz durch gezogen und dann gewundert das auch diese Stufe vom lockdown nicht ausreicht. Und dann müsste man zusätzlich Wirtschaft und Freiheit extrem einschränken. Was sehr teuer wird und gleichzeitig den falschen Leuten weitere Zuhörer bringt.

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HerrReineke
Archduke of Banhammer
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von HerrReineke »

Grumbledook hat geschrieben:
11. Dez 2020, 16:19
Das bestätigt meinen Eindruck, dass man gerade auch in Schulen und Behörden mit Klauen und Zähnen gegen jede Einschränkung ankämpft - teilweise mit freundlicher Unterstützung der zuständigen Gesundheitsämter. Die wirklich gefährlichen Corona-Leugner sitzen bei uns leider zum Teil in den Rathäusern. Kürzlich von einem Vorgesetzten gehört, dass es dieses Jahr besonders wichtig wäre, auch mit leichten Erkältungssymptomen zum Dienst zu erscheinen, um die vielen Ausfälle aufzufangen. Öffentlicher Dienst.
Diesem Eindruck möchte ich insofern widersprechen, dass es hier um Einzelpersonen ging, die auch im Ergebnis nicht viel zu melden haben und das aus meiner Wahrnehmung nur aus einem zu großen Ego heraus versuchen. Das Rektorat und Dekanat bei uns sind die glücklicherweise, ebenso wie Studienkoordinatorin und Fachbereichsleiterin, ziemlich strikt was diese Sachen angeht. Die würden überwiegend gern einfach alles digital machen und das bis mindestens zum WiSe 2021/22.
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Leonard Zelig
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Leonard Zelig »

Zuallererst muss die Wirtschaft gerettet werden, das Gedöns mit der Gesundheit kann auch noch bis Weihnachten warten. :roll:

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"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

Konsolengaming in den 2010er-Jahren - Eine Dekade in Zahlen und Worten

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Ich musste gerade wirklich schauen ob das echt ist. Das ist doch irre....
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Textsortenlinguistik
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Textsortenlinguistik »

Story von meiner Schule: Ein Elternpaar ist positiv getestet worden, beide Kinder zeigen in der Schule Corona-Symptome. Das Gesundheitsamt _weigert_ sich, die Kinder zu testen.

Daher schickt unsere Schulleitung eigenmächtig 125 Kinder und ca. 7 Lehrkräfte ins Distanzlernen.

Offizielle Quarantänezahl unserer Schule: 0.

Kultusminister: "Schulen sind pandemiefest!"
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nachtgiger
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Registriert: 25. Jan 2019, 08:42

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von nachtgiger »

Textsortenlinguistik hat geschrieben:
11. Dez 2020, 19:41
Story von meiner Schule: Ein Elternpaar ist positiv getestet worden, beide Kinder zeigen in der Schule Corona-Symptome. Das Gesundheitsamt _weigert_ sich, die Kinder zu testen.
Die sind hoffnungslos überfordert aufgrund der Masse an neuen Fällen. Hatte Dienstag noch eine mündliche Prüfung in einem kleinen Büro an der Uni (1,5m gerade so eingehalten), Donnerstag wurde ich positiv getestet (auf Arbeit, nicht bei Prüfung angesteckt). Am Telefon meinte die Dame vom Gesundheitsamt heute, die beiden Prüfer seien nur Kontaktperson Kategorie 2 und müssten nicht getestet werden. Sie klang regelrecht erleichtert, dass der Fall somit für sie abgeschlossen sei. Dabei habe ich in dem kleinen Raum quasi ne halbe Stunde lang fast ununterbrochen geredet. Nachdem sie den Erstprüfer telefonisch zunächst nicht erreicht hat, rief sie mich zurück mit der Bitte, ich solle mich darum kümmern und den Prüfer informieren :clap:

Das komplette Gesundheitssystem macht es einfach nicht mehr lange mit. Heute einen Kumpel, der Pfleger ist, angerufen: in der Stadt Nürnberg z.B. gab es Stand heute Vormittag noch 4 (!) Intensivkapazitäten.

BigBB
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von BigBB »

Die Schule meines Sohnes stellt den Schülern jetzt frei selbst zu entscheiden, ob sie denn nächste Woche in die Schule gehen.

So ein Unfug. Dann sollen Sie die Schule dicht machen, aber sowas.

Natürlich wird unser Sohn nicht da hin gehn, was soll das auch. Auf die paar Tage kommt es nu auch nicht mehr an.

Dober
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Registriert: 11. Feb 2016, 04:48

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Dober »

BigBB hat geschrieben:
12. Dez 2020, 09:37
Die Schule meines Sohnes stellt den Schülern jetzt frei selbst zu entscheiden, ob sie denn nächste Woche in die Schule gehen.

So ein Unfug. Dann sollen Sie die Schule dicht machen, aber sowas.

Natürlich wird unser Sohn nicht da hin gehn, was soll das auch. Auf die paar Tage kommt es nu auch nicht mehr an.
Bei uns auch. Die Schule regelt das wohl so wegen berufstätiger Eltern, die keine Möglichkeit haben ihr Kind beaufsichtigen zu lassen.

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Terranigma
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Terranigma »

BigBB hat geschrieben:
12. Dez 2020, 09:37
Die Schule meines Sohnes stellt den Schülern jetzt frei selbst zu entscheiden, ob sie denn nächste Woche in die Schule gehen.

So ein Unfug. Dann sollen Sie die Schule dicht machen, aber sowas.
Sofern du in NRW wohnst: dieser Unfug ist Vorgabe des Schulministeriums, da die zuständige Ministerin sagte, dass die Schulpflicht nicht aufgehoben wird (d.h. es keine vorgezogenen Ferien) gibt, aber die Schüler/innen bis zur einschließlich 7. Jahrgangsstufe schriftlich von der Präsenzpflicht seitens der Eltern befreit werden können. Die Schule setzt insofern wohl nur das um, was sie gemäß Vorgabe umsetzen muss. Die Schulleitung darf nicht eigenständig per se die Präsenzpflicht aussetzen. Bei uns ist's dasselbe: von heute bis morgen 12 Uhr müssen die Eltern nun schriftlich per Mail mitteilen, ob ihr Kind am Tag darauf zur Schule kommt oder nicht - d.h. heute und morgen gehen ein paar hundert Mails ein und es müssen bis Sonntagabend entsprechende Listen erstellt werden. Dass das nun alles übers Wochenende passiert liegt daran, dass die entsprechende Vorgabe seitens des Ministeriums erst am Freitag nach Schulunterricht rauskam.
Ich meine, es ist die letzte Woche vor Weihnachten: außer den letzten Klassenarbeiten läuft da eh nichts mehr. Die Bildungsbiographien werden es überleben, hätte man den Unterricht für diese Zeit einfach ausgesetzt, ein Betreuungsangebot geschaffen falls die Kinder zuhause nicht betreut werden können, und damit dieses miese Jahr beendet. Ich werde meinen Kursen Links zu Dokus auf Youtube, o.Ä. schicken und ihnen dann schöne Ferien wünschen ...


Mich regt dieses Theater seitens der Landesregierung in Düsseldorf nur noch auf. Das ist ein einziges Chaos, und ich habe dieses leise Gefühl, dass dieser Wahnsinn im Januar genau so weitergehen wird, d.h. ab Januar wird man wieder ohne einen Plan B auf vollständigen Präsenzunterricht in vollen Klassen drängen, weil ... ja, keine Ahnung. Weil wegen darum halt.
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Heretic
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Heretic »

Hier im Main-Kinzig-Kreis sollten schon gestern die Schüler in die vorzeitigen Ferien geschickt werden, aber das wurde vom Land wegen "Nicht-Zuständigkeit" gecancelt. Ohne Worte. :doh:

BigBB
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von BigBB »

Ja, komme aus NRW. Wir müssen das dann auch kurz bestätigen, dass unser Kind halt nicht zur Schule kommt.
(naja, er freut sich natürlich wie ein Ast. ^^)

Dennis Diel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Dennis Diel »

Ich habe mal eben, während des Wartens im Auto, die ersten Seiten des Threads hier gelesen. Man. Das fühlt sich extrem surreal an. Hätte man damals, vor gerade einmal 9 Monaten, getippt, dass wir zwei Wochen vor Heiligabend, 30.000 Infizierte und 500 Tote pro Tag haben, weiß ich nicht, wie ich reagiert hätte. Heute ist das traurige Realität und Alltag. Ist das sick. Alles.

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LegendaryAndre
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von LegendaryAndre »

Dennis Diel hat geschrieben:
12. Dez 2020, 14:02
Ich habe mal eben, während des Wartens im Auto, die ersten Seiten des Threads hier gelesen. Man. Das fühlt sich extrem surreal an. Hätte man damals, vor gerade einmal 9 Monaten, getippt, dass wir zwei Wochen vor Heiligabend, 30.000 Infizierte und 500 Tote pro Tag haben, weiß ich nicht, wie ich reagiert hätte. Heute ist das traurige Realität und Alltag. Ist das sick. Alles.
Was zuerst zu abstrakt und theoretisch war, ist mittlerweile leider auch im Alltag vieler Menschen angekommen. In meinem Bekanntenkreis gibt es schon einige Leute die sich mit Covid-19 infiziert haben. Glücklicherweise war der Verlauf bei den meisten von ihnen mild. Eine Freundin von mir hat aber auch Wochen danach noch nicht ihren Geruchssinn wiedererlangt.
Der Kreis wird immer kleiner. Gestern wurde auch meine Schwester positiv getestet und sie klingt leider gar nicht gut (kurzatmig). Auch psychisch hat es sie offensichtlich mitgenommen, denn sie hat geweint. Wir alle waren aber ultra-vorsichtig im Umgang mit anderen. Es kann trotzdem passieren, da nicht alle das Privileg haben Home Office machen zu dürfen (und selbst dann kann immer noch etwas passieren). Umso schlimmer finde ich es, dass immer noch unvorsichtige Menschen herumlaufen, die keinen Sinn darin erkennen, dass man daheimbleiben sollte, wenn man krank ist. Ich schreibe das zwar alles weitgehend angstfrei, aber doch etwas besorgt, denn es ist dennoch eine unangenehme Situation! Mehr als gut aufzupassen und selbst seinen Teil beizutragen kann man ohnehin nicht. Mir hilft dann auch ein bisschen Realitätsflucht (Videospiele, Serien), aber gelegentlich fühle ich dann trotzdem den Ernst der Lage, denn es könnten Menschen sterben die ich sehr mag. Vor allem wenn jemand erkrankt der sehr vorsichtig war, sieht man dann wieder dass es doch nicht ganz so ohne ist!

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Angesichts der aktuellen Presseberichterstattung für den Lockdown ab Mittwoch bin ich mir nicht sicher ob man die Politik beglückwünschen sollte endlich das richtige zu tun oder ob man sie so richtig dafür anzählen sollte dass ihr Zögern und hadern im November letztlich zu genau der Situation über Weihnachten geführt hat die man unbedingt verhindern wollte...
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HerrReineke
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von HerrReineke »

Hab gerade die aktuelle Beschlussvorlage von heute morgen, kurz vor 8 Uhr, lesen können (Die Leute, die sowas die komplette Nacht durch formulieren dürfen, tun mir auch ein wenig leid). Am spannendsten finde ich dabei, dass der komplette Verkauf von Silvesterfeuerwerk darin verboten werden soll - und zusätzlich Versammlungsverbote durch die Kommunen über Silvester/Neujahr an vielbesuchten Plätzen angedacht werden. Bin ja mal sehr gespannt, ob das so auch durchgeht und umgesetzt wird.

Über Weihnachten zuvor die Option für die Länder, die Besuchseinschränkungen erheblich zu lockern. Das finde ich persönlich ja weiterhin eher mäh, aber nunja. Mich juckt Weihnachten halt auch nicht :whistle:

Ansonsten relativ altbekanntes. Es sind primär wieder größere Schließungen von nicht-essenziellen Geschäften drin, aber keine richtigen Ausgangsbeschränkungen für die Menschen an und für sich. Es wird aber betont, dass ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 pro 100k Einwohner_innen dringend gesonderte lokale Maßnahmen erwogen werden sollten. Wenn ich das richtig überblicke, dürfte das aktuell knapp über 50 Landkreise betreffen. :?

Für alle Lehrer_innen hier: Betreuung der SuS soll vom 16.12. - 10.01. möglichst von daheim erfolgen. Schulen würden grundsätzlich geschlossen oder jedenfalls die Präsenzpflicht aufgehoben. Notfallbetreuung und Distanzlernen; Sonderregelungen für Abschlussklassen. Alles recht vage gehalten bisher und über das akute Geschehen hinaus ist zumindest diesem Entwurf kein Konzept zu entnehmen. Tut mir leid :|

Edit: Sehe gerade, dass mein Entwurf scheinbar schon das Verhandlungsergebnis wiederzuspiegeln scheint, da gerade schon Pressekonferenz ist. Nunja, mal gucken, ob ich wenigstens nen echten Entwurf erhalten habe :ugly:
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Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

HerrReineke hat geschrieben:
13. Dez 2020, 10:56
Hab gerade die aktuelle Beschlussvorlage von heute morgen, kurz vor 8 Uhr, lesen können (Die Leute, die sowas die komplette Nacht durch formulieren dürfen, tun mir auch ein wenig leid).
Mir nicht mehr. Wir sind mittlerweile fast ein gesamtes Jahr mit Covid unterwegs und wenn es im Dezember immer noch so läuft, dass Kultusministerien neue Regelungen für Schulen ab Montag am Freitag nach Schulschluss veröffentlichen oder grundsätzlich jede Entscheidung auf den letzten Drücker in durchgemachten Nächten getroffen werden muss scheinen mir die Beteiligten da irgendwie drauf zu stehen... :ugly:
Zuletzt geändert von Rince81 am 13. Dez 2020, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.
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