COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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lolaldanee
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von lolaldanee »

Ist auch keine wirklich zielführende Diskussion, wer jetzt Platz 7 und wer Platz 8 auf der Total-Verschissen-Skala belegt. Der Vergleich ist aber natürlich viel weniger schmerzvoll, als der mit denen, die auf der (zugegeben kurzen) Nicht-Total-Verschissen-Liste stehen
Im Vergleich zu Ländern wie Südkorea können sich die meisten Regierungen Europas gemeinsam in die Schäm-Ecke stellen, wer da jetzt ein bisschen mehr verschissen hat als der andere macht den Braten echt nicht fett.
Die "oh, dann sterben wohl die Alten, naja" Haltung der Schweden ist am Ende auch nicht SO weit entfernt von der "beten und hoffen, beten und hoffen, ach komm, der virus geht bestimmt von allein weg" Haltung die hier praktiziert wird

Zoiglbier
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Zoiglbier »

Hier ist ein sehr guter Artikel von zeit.de, welcher darlegt wieso AstraZeneca kein Impfstoff zweiter Klasse ist:

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2 ... ch-moderna

Ich weiß nicht was da kommunikativ alles schief gelaufen ist, aber ich frag mich schon wie so eine komische Abneigung zustande kommt. Laut Spiegel sind aktuell über eine Million Dosen AstraZeneca unverimpft. 60 Prozent Wirksamkeit heißt nicht, dass 40% trotzdem schwer erkranken können. Man ist bei allen Imfpstoffen vor schweren Verläufen nahezu vollständig geschützt. Die 40% trotzdem Infizierten werden einen viel milderen Verlauf haben als ohne Impfung, sofern sie überhaupt merken dass sie infiziert sind.

lolaldanee
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von lolaldanee »

Das ist wie mit den 90% Trefferwahrscheinlichkeit von X-Com, kapiert auch nie einer :P Wahrscheinlichkeiten sind den Leuten irgendwie nicht beizubringen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist wohl aber langsam echt die Wirksamkeit gegen die Mutanten das wichtigere Kriterium, es wird spannend zu sehen, was die Daten da zeigen werden, in den nächsten Wochen

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LegendaryAndre
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von LegendaryAndre »

Ines hat geschrieben:
23. Feb 2021, 12:23
Das mit den Masken belastet mich auch total. Wir müssen oft stundenlang FFP2-Masken tragen und ich habe seitdem vermehrt Migräne. Die Ohrschlaufen haben auf Dauer heftige Schmerzen ausgelöst (aber dafür gibt es ja diese Plastkteile, die den Zug von den Ohren nehmen, das hilft schon sehr). Dann Verdachtsfälle und Tests und die Frage ob die Leute, die mir da eine Stunde gegenüber sitzen, wirklich gesund sind.
ÖPNV vermeide ich völlig, hatte zum Glück die Möglichkeit, mir ein Auto zu kaufen, obwohl ich das nie wollte.
Die Gesprächstherapien telefonisch anzubieten, wird vermutlich keine Option sein, nehme ich an.

Ich hatte ein Auto, aber ich habe es eigentlich kaum gebraucht. Spare mir das Geld vorerst lieber und tue mir und der Umwelt einen Gefallen. Irgendwann vielleicht mal ein Tesla-Modell, wenn es bei mir auch wieder finanziell besser aussieht.

Bei mir ist heute übrigens im Bus das Gummiband der Maske auf einer Seite gerissen, aber ich konnte es bei meiner Brille befestigen. Die Maske hat sich beim Atmen immer noch zusammengezogen, also denke ich dass das in Ordnung war. Viele Menschen waren heute nicht unterwegs, sodass der Abstand sehr groß war.

Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Bezüglich Impfstoffe mache ich mir etwas Sorgen, ob wir die Herdenimmunität überhaupt schaffen. Und nicht mehr wann wir sie schaffen.

Beim originalen Stamm schätzte man die Immunisierungsquote auf 60-75%. Gehen wir von 66% aus.
D.h. bei 90% Biontech Wirksamkeit brauchen wir 74% Geimpfte. Nur leider dürfen die 13 Millionen Kinder aktuell nicht geimpft werden. Wird also nicht erreicht werden.

Bei AZ mit 60% Wirksamkeit bräuchten wir dann schon 110% Geimpfte. Ist rechnerisch nicht möglich, d.h. in der 3. Welt wird der Virus schön weiter zirkulieren und mutieren.

Und bezüglich Mutation:
Gibt es da schon Schätzungen zum Herd Immunity Threshold für britische und südafrikanische Variante?
Bei 80% würde wir schon 89% Biontech Geimpfte brauchen. Völlig unrealistisch.

Was denkt ihr, geht es nur noch darum, den Krankheitsverlauf abzumildern? Und werden wir in Zukunft 1-2x im Jahr an Covid erkranken wie wir an Influenza erkranken?

Oder können wir weitere Impftechnologiefortschritte erzielen?

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Forsta
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Forsta »

Andre Peschke hat geschrieben:
23. Feb 2021, 11:56
...
Umgekehrt wird gefühlt in der Presse die Impfreaktion zu sehr hochgespielt (die bei Biontech wohl bei der 2. Dosis dafür oft auch stärker ausfällt) und die 60% Wirksamkeit werden erst jetzt langsam mal vernünftig erklärt, wo das Kind schon im Brunnen liegt. :/

Andre
Kann ich so bestätigen, gemessen nach den Krankenständen auf meiner Abteilung. Wobei ich aber kein Muster erkennen konnte, es traf die "jungen" genauso wie sie "alten".

Interessanter Artikel zum Thema Astra:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... en-123902/

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Rince81 hat geschrieben:
22. Feb 2021, 15:03
Leonard Zelig hat geschrieben:
22. Feb 2021, 08:33
In einem Impfzentrum in Brandenburg wurden letzten Mittwoch von 280 möglichen Terminen nur 20 gebucht und von denen sind nur 10 erschienen. So wird das nichts mit der Herdenimmunität durch Impfung.
Betrifft vermutlich nur den AstraZeneca. Mit dem dürfen aktuell nur Jüngere in der Priorität 1 geimpft werden. Nun ist Kyritz in der brandenburgischen Pampa - gut möglich, dass es da gar nicht so viele mögliche Empfänger gibt die aktuell Impfberechtigt sind und noch nicht zumindest eine Dose des Biontech Stoffs bekommen haben....
https://twitter.com/c_endt/status/13642 ... 24516?s=20

Laut Reporter der Süddeutschen tatsächlich oft das Problem bei solchen Berichten. Das medizinische Personal in der u65 Gruppe hat oft schon biontech bekommen und man hat versäumt rechtzeitig den Empfängerkreis zu erweitern...
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Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Ach ja, warum ist es eigentlich so ruhig darum, dass Spahn gerade mit Karacho die großspurig angekündigte Schnellteststrategie in den Sand setzt?
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Crenshaw
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Crenshaw »

ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, das das umgesetzt wird
werde jetzt mal zum impfen fahren

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Ines
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Ines »

LegendaryAndre hat geschrieben:
23. Feb 2021, 18:36

Die Gesprächstherapien telefonisch anzubieten, wird vermutlich keine Option sein, nehme ich an.
Mal so, mal so. Ich arbeite ja in einer Akutambulanz, deshalb sind relativ viele PatientInnen so krank, dass sie wegen Suizidalität oder Wahnhaftigkeit direkt gesehen werden müssen. Es gibt therapeutische Techniken (Exposition, vor allem wenn jemand zu Dissoziation neigt, bestimte Formen von Biografiearbeit, Techniken aus dem Psychodrama etc.), für die man in einem Raum sitzen muss. Für ein paar Wochen kann man auf vieles verzichten, aber auf Dauer schränkt das die Möglichkeiten schon sehr ein. Therapeutische Möglichkeiten sind jetzt schon eingeschränkt, weil viele Angebote zur Tagesstrukturierung nicht möglich sind oder positive Aktivitäten wegfallen. Das ist sicher nicht für alle so, mit einigen mache ich sinnvoll Videosprechstunden. Telefonisch kann man fast nur ein bisschen stabilisieren, auf Dauer. Viele müssen einfach zu mir kommen, damit ich noch eine sinnvolle Therapie anbieten kann. Und manchmal bringe ich es auch einfach nicht über's Herz, den Leuten zu sagen, dass sie nicht in die Ambulanz kommen dürfen, wenn da einfach jemand mit der kleinen Rente in der kleinen Wohnung sitzt, krankheitsbedingt quasi keine sozialen Kontakte hat und über Wochen und Monate nur noch mit mir redet, weil die Ergotherapiegruppe und die Rückensportgruppe auch nicht mehr stattfinden. Im Frühjahr, als es nur ein oaar Wochen waren und der Frühling kam, war das alles noch tragbar, aber jetzt, nach all der Zeit, habe ich schon die Befürchtung, dass bestimmte Leute einfach eingehen. Man sieht am Telefon dann ja auch nicht, ob die älteren leute noch genug essen und trinken oder so.
So ist das.
"Se faire objet, se faire passive, c'est tout autre chose q'être un objet passif" (S. de Beauvoir)

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Crenshaw hat geschrieben:
24. Feb 2021, 08:08
ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, das das umgesetzt wird
Ich ehrlich gesagt auch nicht. Seit Sommer 2020 sind Schnelltests der Heilsbringer schlechthin und existieren(!) und wir haben sie im Februar 2021 immer noch nicht, dafür nach wie vor geschlossene Schulen. Und dann sollten wir ab dem 1. März auf einmal im Schnelltestwunderland sein mit kostenlosen Schnelltests für alle in Apotheken? :ugly:
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Tsuran
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Tsuran »

Zoiglbier hat geschrieben:
23. Feb 2021, 16:23
Ich weiß nicht was da kommunikativ alles schief gelaufen ist, aber ich frag mich schon wie so eine komische Abneigung zustande kommt. Laut Spiegel sind aktuell über eine Million Dosen AstraZeneca unverimpft. 60 Prozent Wirksamkeit heißt nicht, dass 40% trotzdem schwer erkranken können. Man ist bei allen Imfpstoffen vor schweren Verläufen nahezu vollständig geschützt. Die 40% trotzdem Infizierten werden einen viel milderen Verlauf haben als ohne Impfung, sofern sie überhaupt merken dass sie infiziert sind.
Der wichtigste Absatz in dem Artikel ist eigentlich:
Alle Impfstoffe und Kandidaten, die bisher in großen Studien getestet wurden, scheinen sehr gut vor schweren Komplikationen zu schützen. Das betrifft BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson, Novavax sowie den russischen Impfstoff Sputnik V und die Vakzine von Sinovac aus China. In den Studien musste nicht eine vollständig geimpfte Person wegen Covid-19 ins Krankenhaus, keine einzige starb.
Und um das geht es ja letztendlich. Wenn ich Astra verimpft bekäme, und damit ein schwerer Verlauf verhindert wird, nehme ich auch normale Infektbeschwerden in Kauf die dann bei einer COVID-19 Infektion immer noch auftreten können. Das muss den Leuten halt in den Kopf.

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Tsuran hat geschrieben:
24. Feb 2021, 11:39
Das muss den Leuten halt in den Kopf.
Es wäre schön, wenn die Medien hier wirklich einen Gang runterschalten würden...

Mein Opa hatte gestern seinen ersten Termin und im Gegensatz zur Terminvergabe war die eigentliche Impfung im Impfzentrum hervorragend organisiert und strukturiert und er 10 Minuten vor seinem eigentlichen Impftermin wieder raus. :ugly:
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Voigt
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Voigt »

Gesellschaftlich wäre es halt gut dass man für Herdenimmunität höher als 60% vollständige Immunisierung hätte genauso ob man geimpft auch nich bloß Symptomloser Spreader wird (gibt es da Infos wie sich Astra da verhält?), aber persönlich klar, paar Tage beschwerden ist ja erstmal nix, wenn man dafür vor tödlicher odee zumindest Krankenhausreife Seuche selbst geschützt ist.

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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Rince81 hat geschrieben:
24. Feb 2021, 11:43
Es wäre schön, wenn die Medien hier wirklich einen Gang runterschalten würden...

Mein Opa hatte gestern seinen ersten Termin und im Gegensatz zur Terminvergabe war die eigentliche Impfung im Impfzentrum hervorragend organisiert und strukturiert und er 10 Minuten vor seinem eigentlichen Impftermin wieder raus. :ugly:
Freut mich für deinen Opa! :clap:
Mein Vadder in Stralsund is immer noch nicht eingeladen worden aber immerhin kommen sie im Alphabet dichter und steady progress.

@Medien: Wait for it! :lol: Mal ehrlich, eigentlich hat diese Krise noch mal für mich gezeigt, wie sehr sich Medienberichterstattung mittlerweile von jeglicher Verantwortlichkeit über die kritische Reflektion der eigenen Wirkung entkoppelt hat, also systemisch (mag einzelne, gut aufgestellte Autoren geben, definitiv, aber die gehen im allg. Infobombardement als Rauschen unter).

Nur als Beispiel: ständig und sofort wurde in Bezug auf Impfstoffe mit einfachen Zahlen um sich geschmissen, die kaum unterfüttert oder in einen einfach (!) nachvollziehbaren kritischen Kontext gestellt wurden. Da verfestigt sich dann ein "Biontech = 90 - 95, Astrazeneca = 60-70" und zack hast du beim sparsam verarbeitenden Menschen (also probably der Mehrheit) einen einfachen Kontrasteffekt welcher dich überzeugt "Biontech >> Astrazeneca, ergo ich will Biontech = Präferenz". Da fehlt in der Darstellung mindestens noch die dritte Option "keine Impfung = x" oder eine andere Darstellung welche die konsenten Minimalziele (= Verhinderung von x, y, z ... bei allen) in den Fokus rückt. Aber nee, es wird mit einfachen Zahlen geschmissen, die keiner versteht, und dann wird sich über die Präferenzverteilung gewundert, obwohl das Sozialpsychologie erstes Semester ist (Kontrasteffekte).

Und ja, ich bin der Meinung, dass Medien hier mehr Wissen sensu dieser eigenen Wirksamkeit aufbauen und anwenden sollten, da ihre gesellschaftlichen Effekte nun mal unübersehbar groß sind. Moderne Medien entziehen sich teilweise einfach ihrer gewachsenen Verantwortung in den ganzen Sachen, denn sie sind (schon lange?) keine neutralen Beobachter mehr, sondern eben demokratische und soziologische Akteure.
Auch eine Abstimmung und Leitlinien wären andenkenswert, wenn es um das Bevölkerungswohl geht, und da reicht mir "Pressefreiheit" als vorgeschobenes Argument um die eigene, teilweise total verwirrte Heterogenität in der Darstellung von Sachverhalten (nicht: Meinungen und Bewertungen, Sachverhalte!) zu rechtfertigen, nicht aus.
Allein das Muster, das bei neuen Entwicklungen immer erst mal oberflächliche und fehlerhafte Berichte rausgepusht werden, die dann später durchaus durch sachlich gut aufbereitete , tiefgründigere Analysen ergänzt werden, macht mich sauer. Es geht auch mit mehr Geduld und ohne das erste. Ginge. Wenn man bspw. auf die Clickzahlen scheisst. Geht aber anscheinend nicht. Die Dichte von "Kommentaren" als Artikel hat ebenfalls extrem zugenommen und ist eine weitere Evidenz, imo, für das was ich meine. :roll:
Zuletzt geändert von bluttrinker13 am 24. Feb 2021, 13:40, insgesamt 3-mal geändert.

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Haferbrei
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Haferbrei »

Rince81 hat geschrieben:
24. Feb 2021, 11:43
Tsuran hat geschrieben:
24. Feb 2021, 11:39
Das muss den Leuten halt in den Kopf.
Es wäre schön, wenn die Medien hier wirklich einen Gang runterschalten würden...

Mein Opa hatte gestern seinen ersten Termin und im Gegensatz zur Terminvergabe war die eigentliche Impfung im Impfzentrum hervorragend organisiert und strukturiert und er 10 Minuten vor seinem eigentlichen Impftermin wieder raus. :ugly:
Kann ich so auch bestätigen. Katastrophale Terminvergabe, hervorragende Abläufe im Impfzentrum selbst, als meine Großeltern ihre Termine hatten.

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Cthalin hat geschrieben:
14. Feb 2021, 23:49
Eine interessante Aufarbeitung und ein Beispiel dafür, dass Talkshow-Runden bei denen es nur auf starke Gegensätze ankommt und Wissenschaftskommunikation nicht zusammenpassen:

"Der Mann, der dauernd falsch liegt, aber immer wieder als Corona-Experte gebucht wird" (ganzer Artikel hinter Paywall) https://uebermedien.de/57343/hendrik-st ... ucht-wird/

Podcast dazu (frei): https://uebermedien.de/57425/was-ist-da ... -aussagen/
Der Artikel ist nicht mehr hinter der Paywall und lesenswert.
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Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Bezüglich Medien:

Am Wochenende wurde ja groß über diesen Screenshot berichtet:
https://pbs.twimg.com/media/EuwWXi8WYAQ ... name=large

Einige haben daraus die richtigen Schlüsse gezogen (Lauterbach), andere haben das grob verfälscht (Springer-Medien), indem behauptet wurde, Biontech-Geimpfte können zu 90% niemanden mehr anstecken.
Die meisten lagen irgendwo dazwischen.

Die Zeit hat sich in ihrer 2. Meldung hierzu korrigiert und präzisiert und ist tiefer eingestiegen:
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2 ... n#comments

Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

bluttrinker13 hat geschrieben:
24. Feb 2021, 12:00

Da verfestigt sich dann ein "Biontech = 90 - 95, Astrazeneca = 60-70" und zack hast du beim sparsam verarbeitenden Menschen (also probably der Mehrheit) einen einfachen Kontrasteffekt welcher dich überzeugt "Biontech >> Astrazeneca, ergo ich will Biontech = Präferenz".
AZ ist besser als nix, stimmt.

Aber rein in der Dimension Infektionswahrscheinlichkeit ist er nunmal deutlich schlechter.

Und ja, er soll auch vor schweren Erkrankungen schützen.
Aber wie viele der U65 (und nur die können in der EU damit geimpft werden aktuell) haben denn einen potentiell schweren Erkrankungsverlauf?

Kann man also verstehen, wenn man lieber Biontech hätte.

Und gesamtgesellschaftlich, wie oben dargestellt, führt AZ zu einer vollständigen Infektion aller, während Biontech zur Impfherdenimmunität führen kann.

Aber alle die Vektorimpfstoffe präferieren, für die ist das der beste verfügbare, weil einziger?!

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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Inkognito hat geschrieben:
24. Feb 2021, 14:01
AZ ist besser als nix, stimmt.

Aber rein in der Dimension Infektionswahrscheinlichkeit ist er nunmal deutlich schlechter.

Und ja, er soll auch vor schweren Erkrankungen schützen.
Aber wie viele der U65 (und nur die können in der EU damit geimpft werden aktuell) haben denn einen potentiell schweren Erkrankungsverlauf?

Kann man also verstehen, wenn man lieber Biontech hätte.

Und gesamtgesellschaftlich, wie oben dargestellt, führt AZ zu einer vollständigen Infektion aller, während Biontech zur Impfherdenimmunität führen kann.

Aber alle die Vektorimpfstoffe präferieren, für die ist das der beste verfügbare, weil einziger?!
Klar ist der in der Summe schlechter, sag ich doch garnichts gegen. (und da ist das Gebaren des Herstellers ja noch nicht mal drin, das bekommen die Leute aber auch mit)
Ich habe das nur als Bsp genommen wie ein einfaches und völlig unverantwortliches Framing dazu führt das die ebenfalls vorhandene Komponente seiner Vorteile (zusammengefasst Astrazeneca >> keine Impfung) bei den Leuten kognitiv unter den Tisch fällt. Wer jetzt sofort gern Schutz haben will, darf Astra rational gesehen eigentlich nicht ablehnen, da er eben viel besser ist als nichts.
Und dann räumt bspw Berlin Wahlfreiheit ein, wundert sich über klar dominante Präferenzen, und bestraft die Leute die Astra abgelehnt haben dafür (zumindest würde OB Müller das gern), dass sie von ihrer Wahlfreiheit Gebrauch gemacht haben. Da fehlen einem doch die Worte... Dysfunktionale Interaktionseffekte zwischen Berichterstattung und Politik galore. :doh:

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