COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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DickHorner
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von DickHorner »

Bei uns geht's morgen los. Juhu!

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Textsortenlinguistik
Beiträge: 352
Registriert: 28. Jan 2016, 15:41

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Textsortenlinguistik »

Inzidenz bei Altersgruppe U15 steigt rasant: check
B.1.1.7-Inzidenz wächst seit Januar exponentiell: check
Kinder halten keinen Abstand, weil es eben Kinder sind: check

Ich bin gespannt. :)
Bild

meieiro
Beiträge: 621
Registriert: 12. Jan 2018, 07:48
Wohnort: Niederbayern

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von meieiro »

Nächste "schöne" Corona-Story aus einer Gemeinde in der Nähe
Angeblich hat der Sohn des 2.Bürgermeister seinen 30. Geburtstag gefeiert, was insgesamt ca. 60 Corona-Infektionen zur Folge hatte. Da sich aber die Gäste relativ unkooperativ zeigen, ist es sehr schwierig das ganze alles nachzuvollziehen. Und irgendwelche Infektionsketten zu Verfolgen.

Da braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn die Zahlen nach wie vor am steigen sind.
Ich bin den Lockdown, wie die Meisten wahrscheinlich, so was von satt. Ich würde mir im Moment wenig mehr wünschen als wieder auf Feste, Konzerte, usw. zu gehen. Aber solche Idioten schieben den Zeitpunkt, ab wann das wieder möglich ist, immer weiter nach hinten

Rince81
Beiträge: 3514
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Und wir stoppen nun auch die Astra-Zeneca Impfungen. Das ist echt nicht mehr lustig...
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... c76d99c967

Ich hoffe Spahn verkündet morgen konsequenterweise auch das Ende der Pille... :roll: /s
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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Hysterie wohin man schaut, @Rince. Statt in Daten oder auf Expertenmeinungen zu schauen, wird man einfach von der Angst getragen, die aus der Beobachtung der Medien und dessen "was die andern machen" entsteht.

Edit: @Pille, das sähe dem gar nicht so unähnlich, ist er doch schon durch frauenverachtende Äußerungen aufgefallen früher. Lol. Wo ist mein Wahlschein???

Santiago Garcia
Master of Fantasy
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Santiago Garcia »

Ja dann muss man aber auch die Impfungen mit Biontech / Pfizer aussetzen, die sind nämlich noch viel gefährlicher!!1! /s https://twitter.com/Martin_Moder/status ... 2046166025

Ich fall echt vom Glauben ab langsam.

Johpir
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Johpir »

Super, und ich hab mir den Müll am Mittwoch noch in den Körper hauen lassen...

Santiago Garcia
Master of Fantasy
Beiträge: 232
Registriert: 13. Feb 2016, 15:56

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Santiago Garcia »

Dann herzlichen Glückwunsch, ich wäre jetzt gern an deiner Stelle.

Johpir
Beiträge: 111
Registriert: 12. Mär 2020, 15:01

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Johpir »

Ah, ich bin da ein gebranntes Kind. Ich hab nach zig Jahren immer
noch an den Nebenwirkungen einer Fluorchinolon-Therapie zu leiden. Da hat mir jahrelang auch immer jeder Arzt erzählen wollen, dass das nicht sein kann, die wären total harmlos. Bis der Müll auf der roten Liste landete (worauf er in anderen Ländern schon ewig war).
Aber ja, abwarten - mal schauen, was sich in den nächsten Wochen so entwickelt. Der Pharmaindustrie und ihren Aufsichtsbehörden traue ich allerdings keinen Fingerbreit mehr über den Weg.

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bluttrinker13
Beiträge: 2749
Registriert: 4. Jun 2016, 22:44

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Johpir hat geschrieben:
15. Mär 2021, 16:28
Super, und ich hab mir den Müll am Mittwoch noch in den Körper hauen lassen...
Ham wir früher in unserer (Kleinstadt-)Jugend och so gemacht. Alles was wir in die Griffel gekriegt haben, ham we uns reingehauen. :lol:

Ein Wunder quasi, dass ich noch geradeaus denken kan.
;) ;)

(Seriously, gz dass die Impfung geklappt hat!)

Inkognito
Beiträge: 449
Registriert: 1. Aug 2020, 14:03

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Ich denke, dass es richtig ist, die Impfstoffe sehr eng zu monitoren.
Wie oben festgestellt, sieht es aber so aus, als sei das alles im natürlichen Rahmen.

Was ich bei AZ sehr interessant finde:
Die USA hat dessen Erforschung massivst unterstützt mit 1.2 Milliarden USD. Und das bei einem relativ billigen Impfstoff pro Dose.
Jetzt hat AZ an die USA auch schon viele Millionen Dosen (ca. 30-50 Millionen) geliefert.

Nur gibt es keine Freigabe!!! :shock:
Angeblich hat AZ wohl viele Fehler bei den Studien gemacht. Kommt irgendwie bekannt vor. Und auch noch keine Notfall-Zupassung bei der FDA (Food & Drug Administration) beantragt.
Gleichzeitig sagen hochrangige FDA Mitglieder, dass andere Länder AZ schon zugelassen haben, weil "Circumstances suggest they are willing to accept a somewhat lower standard."

Irgendwie üble Situation.
Weil die USA jedes Incentive hätte den Impfstoff zuzulassen.

Vor allem, da die Hersteller in den USA keine Verantwortung bei Gesundheitsschäden übernehmen müssen.
Obwohl vielleicht ist es genau andersrum: Da sie keine Verantwortung übernehmen müssen, schaut die FDA besonders genau hin.

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Leonard Zelig
Beiträge: 2090
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Leonard Zelig »

Rince81 hat geschrieben:
15. Mär 2021, 16:16
Und wir stoppen nun auch die Astra-Zeneca Impfungen. Das ist echt nicht mehr lustig...
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... c76d99c967

Ich hoffe Spahn verkündet morgen konsequenterweise auch das Ende der Pille... :roll: /s
Zu Ehrenrettung von Spahn muss man allerdings sagen, dass halb Europa ähnlich entschieden hat. Wenn die Politik gegen den Rat der Wissenschaft die Impfung nicht ausgesetzt hätte, hätte dies das Vertrauen der Bürger auch nicht erhöht. Über die Antibabypille kann die CDU zum Glück nicht entscheiden und Medikamente werden ausführlich getestet bevor sie auf den Markt kommen.

Warum hat man die Produktionskapazitäten für die Impfstoffe nicht letzten Sommer ausgebaut? Hoffentlich werden jetzt zügig mehr Impfstoffe zugelassen, die dann hoffentlich auch lieferbar sind.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

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Jochen Gebauer
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Jochen Gebauer »

Leonard Zelig hat geschrieben:
15. Mär 2021, 22:00
Zu Ehrenrettung von Spahn muss man allerdings sagen, dass halb Europa ähnlich entschieden hat
Ich bin mir nicht sicher, ob es die Ehre von Jens Spahn rettet, dass einige Amtskollegen genau so dumm entschieden haben wie er :mrgreen:
Wenn die Politik gegen den Rat der Wissenschaft die Impfung nicht ausgesetzt hätte, hätte dies das Vertrauen der Bürger auch nicht erhöht
Nun war das aber nicht der Rat DER Wissenschaft, sondern der Rat eines Bundesinstituts. Das spricht von einer "Häufung einer speziellen Form von sehr seltenen Hirnvenenthrombosen (Sinusvenenthrombosen) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca [in Deutschland]" Wie viele Fälle das sind? Sagt es nicht. Wie viele Fälle es in Relation zu den verabreichten Impfdosen sind? Sagt es nicht. Warum es in Großbritannien scheinbar keine derlei Probleme gibt? Sagt es nicht.

Mal unabhängig davon, dass das Paul-Ehrlich-Institut womöglich alles richtig macht - dass sich Spahn in dieser Situation einfach hinter die Empfehlung zurückzieht und jede hinreichende Erklärung schuldig bleibt, ist nicht nur ein weiterer Baustein in der verheerenden Krisenkommunikation dieser Regierung, sondern auch einfach unverschämt jedem bereits Geimpften oder jetzt nicht mehr Geimpften gegenüber. Da will einer seinen Arsch absichern, nicht mehr, nicht weniger.

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bluttrinker13
Beiträge: 2749
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Jup, kann man nicht anders sagen. Traurig, wie wenig die Politiker von Mathe verstehen heutzutage. Oder von utilitaristischer Nutzenabwägung.

Auf Tagesspiegel wurde heute, von Spahn aus, mit einem 0.00044% Risiko für (Hirn-)Thrombosen argumentiert. Man rechne das mal gegen das Risiko eines schweren Covid-Verlaufs (ohne Impfung) oder Long Covid. Seufz. Nee, ZÜRN!

Pinoccio134
Beiträge: 48
Registriert: 1. Apr 2020, 00:22

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Pinoccio134 »

Man kann sich die ganze Schmierenkomödie einfach nicht mehr anhören und ansehen, was da in Berlin so entschieden wird...

Auf unseren Grabsteinen wird stehen: "Verstorben wegen Bürokratie und Politikern, die sich nicht entscheiden konnten."

Zum "Glück" ist es sehr traurig und ein Armutszeugnis für das "Krisenmanagement", falls man es denn so bezeichnen möchte, ansonsten würde man vor Lachen nicht mehr in den Schlaf finden.

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Leonard Zelig
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Registriert: 5. Jan 2016, 19:56

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Leonard Zelig »

Jochen Gebauer hat geschrieben:
15. Mär 2021, 22:17
Leonard Zelig hat geschrieben:
15. Mär 2021, 22:00
Zu Ehrenrettung von Spahn muss man allerdings sagen, dass halb Europa ähnlich entschieden hat
Ich bin mir nicht sicher, ob es die Ehre von Jens Spahn rettet, dass einige Amtskollegen genau so dumm entschieden haben wie er :mrgreen:
Ob es eine dumme Entscheidung war, können wir nicht seriös beurteilen. Gibt Wissenschaftler, die diese befürworten und welche, die diese kritisieren. Da hat sich Herr Spahn in der Vergangenheit ganz andere Klöpse geleistet, wo es kein Pro & Contra gab.

Die entscheidenden Fehler wurden letzten Sommer/Herbst begangen, als man den Virologen nicht zugehört hat und bei der Bestellung des Impfstoffes zu zögerlich bzw. knauserig war.
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Jochen Gebauer
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Jochen Gebauer »

Leonard Zelig hat geschrieben:
15. Mär 2021, 23:31
Ob es eine dumme Entscheidung war, können wir nicht seriös beurteilen.
Doch, das können wir. Wenn die Wahrscheinlichkeit der befürchteten (und bislang nicht einmal wirklich nachgewiesenen) Nebenwirkungen signifikant kleiner ist als die (sehr wohl nachgewiesene) Wahrscheinlichkeit eines schweren Covid- oder Long-Covid-Verlaufs, dann war es eine dumme Entscheidung. Und genau danach sieht es angesichts aller momentan zur Verfügung stehender Daten aus.

Sollte Spahn andere Daten vorliegen, hätte er sie nicht nur vorlegen können, sondern auch müssen.

Rince81
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Registriert: 21. Dez 2015, 04:30

Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Jochen Gebauer hat geschrieben:
15. Mär 2021, 22:17
Da will einer seinen Arsch absichern, nicht mehr, nicht weniger.
Das erinnert mich an Claus Ruhe Madsen. Wer ihn nicht kennt, der ist Rostocker Oberbürgermeister und der erste Ausländer, er ist Däne, an Spitze einer deutschen Großstadt. Er ist erfolgreicher Unternehmer und ist als Quereinsteiger ohne Verwaltungserfahrung in den Wahlkampf gezogen, mit so mancher Flause im Kopf aber einen grundsympathischen Wahlkampf - seit September 2019 ist er Oberbürgermeister.
Nun ist er seit einem Jahr als Krisenmanager im Einsatz und macht das verdammt gut. Bisher ist jede Coronawelle an der Stadtgrenze(!) von Rostock abgeprallt, der aktuelle Inzidenzwert in der Stadt ist 22, der im umliegenden Landkreis 69 und das ist kein Zufall. Er hat von Anfang an gehandelt - und dafür 2020 regelmäßig Dresche aus Schwerin und Berlin bekommen, weil man sich in Rostock nicht an RKI Empfehlungen gehalten hat und auch auf dem kurzen Dienstweg mit einem in Rostock ansässigen Biotech-Unternehmen (Centogene) zusammengearbeitet hat. Bereits April 2020(!) hat man in der Stadt Ärzte, Krankenschwestern, Pflegekräfte, Polizisten und Co. zu Tausenden getestet um zu verhindern, dass sich Risikogruppen bei diesen Anstecken.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... s1098.html
Experten lehnen Massentests ab: Binden zu viele Ressourcen
Experten an den Unikliniken des Landes und vom Verband der Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst M-V stehen der in Rostock geübten Praxis kritisch gegenüber. In einer gemeinsamen Stellungnahme, die dem Nordmagazin und NDR 1 Radio MV vorliegt, heißt es unter anderem, dass in der aktuellen Situation ein Kohorten-Screening, also "Massentests", aus fachlicher Sicht abzulehnen seien. Die Argumente: Dieses Verfahren orientiere sich eben nicht an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Es würden knappe Ressourcen gebunden. Damit sind unter anderem Schutzausrüstung, Laborkapazitäten und Abstrichröhrchen gemeint, so der Verband auf Nachfrage. Und zusammengefasst: Wer heute nach einem negativen Befund wieder an die Arbeit gehe, der könne morgen schon positiv getestet werden. Massentests brächten nur eine scheinbare Sicherheit - oder müssten permanent wiederholt werden.
Das Landesgesundheitsministerium sowie das Robert-Koch-Institut haben in der Debatte noch keine Stellung bezogen. Aber das Innenministerium in Schwerin hat reagiert - und zwar rigoros. Allen Beschäftigten der Landespolizei wurde untersagt, privat oder dienstlich an diesen Tests teilzunehmen. So könnte die Teilnahme an dem kostenlosen Test ein nicht erlaubter materieller Vorteil sein. Außerdem sei die Verwendung der Daten sei nicht vertrauenswürdig, heißt es unter anderem in einem internen Schreiben. Oberbürgermeister Madsen hatte zuvor behauptet, die Einführung dieser Massentests sei mit der Landesregierung und den Gesundheitsbehörden abgestimmt gewesen.
Da kam man in Rostock April 2020 drauf. Im Rest des Bundesgebiets fing man sich an zu wundern als im Herbst das Sterben in den Pflegeeinrichtungen began.

Apropos Centogene, die wollten ihre Coronatest im Mai 2020(!) auf Schulen ausdehnen - und sind auf Desinteresse gestoßen.
https://www.tagesspiegel.de/wissen/labo ... 29234.html
Die Firma Centogene ist der Ansicht, Schüler sollten bundesweit auf das Coronavirus getestet werden. Labormediziner lehnen dies als „industrielle Angebote“ ab.
Anfang der Woche hat das Rostocker Biotech-Unternehmen Centogene angekündigt, am Neustrelitzer Gymnasium Carolinum Schüler und Lehrer bis zu zweimal pro Woche auf eine Coronavirus-Infektion zu testen – und ist nach eigenen Angaben nun mit mindestens vier Bundesländern sowie Schulen in München, Berlin und vier weiteren in Mecklenburg-Vorpommern im Gespräch, die Tests dort auszuweiten.

Centogene-Geschäftsführer Arndt Rolfs zeigt sich im Gespräch mit Tagesspiegel Background überzeugt, dass in den kommenden Wochen und Monaten solche Tests deutschlandweit ausgerollt werden und nach den Sommerferien in der ganzen Republik Standard werden könnten.
Bei den von Rolfs angesprochenen Ministerien gibt man sich auf Anfrage zurückhaltend, geht es um landesweite Testungen in Bildungseinrichtungen. So erklärt ein Sprecher des Bayrischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, dass „Corona-Tests in regelmäßigen Abständen“ an den Schulen des Landes nicht vorgesehen seien und dass „die für den öffentlichen Dienst getroffenen Infektionsschutzmaßnahmen, zum Beispiel die Abstandsregelung, für den Schutz der Gesundheit angemessen sind“.

Bei der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz heißt es knapp, „Reihentestungen in Schulen und Kitas sind in Hamburg bislang nicht geplant“. Und bei der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wird erklärt, dass man derzeit keine Auskunft geben könne, da der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der Senat „sich am kommenden Dienstag von der Charité zu einer Ausweitung der Teststrategie beraten lassen wollen – unter anderem auch für Kitas und Schulen“. Eine Anfrage beim Bundesgesundheitsministerium, ob die Regierung nach den Sommerferien auf breite und regelmäßige Testungen in Schulen und Kitas setze, blieb unbeantwortet.
Das war im Mai 2020 - wir sind jetzt Mitte März 2021 und fangen endlich damit an. Wir erleben gerade das größte Versagen des Staats in der Geschichte der Bundesrepublik, ein Versagen, welches tausende Menschenleben gekostet hat und noch kosten wird - nur damit niemand irgendwo in die Situation kommt einen Fehler einzugestehen... Schuld daran ist aber nicht nur die Politik, sondern auch die Medien und wir als Gesellschaft.
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Leonard Zelig
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Leonard Zelig »

Jochen Gebauer hat geschrieben:
15. Mär 2021, 23:38
Leonard Zelig hat geschrieben:
15. Mär 2021, 23:31
Ob es eine dumme Entscheidung war, können wir nicht seriös beurteilen.
Doch, das können wir. Wenn die Wahrscheinlichkeit der befürchteten (und bislang nicht einmal wirklich nachgewiesenen) Nebenwirkungen signifikant kleiner ist als die (sehr wohl nachgewiesene) Wahrscheinlichkeit eines schweren Covid- oder Long-Covid-Verlaufs, dann war es eine dumme Entscheidung. Und genau danach sieht es angesichts aller momentan zur Verfügung stehender Daten aus.

Sollte Spahn andere Daten vorliegen, hätte er sie nicht nur vorlegen können, sondern auch müssen.
Wir haben noch zu wenige öffentliche Informationen, was zwischen den Zeilen der internationalen Bulletins durchklingt ist, dass alle betroffenen Impfungen aus einer Charge einer Auftragsfertigung stammen. Diese soll auch zukünftig Novavax und CureVac herstellen. Es fehlt generell an Transparenz.

Überraschend ist die 180-Grad-Wende von Spahn in jedem Fall. Besonders übervorsichtig war er bisher nicht in dieser Pandemie und für ihn persönlich hätte es Sinn ergeben gegen den Impfstopp zu sein, weil die geringe Anzahl Geimpfter in Deutschland auch auf ihn zurückfällt. Kann mir nicht vorstellen, dass er wegen 7 Thrombose-Fällen seine politische Zukunft aufs Spiel setzt nachdem er bei den Lockerungen der letzten Wochen auch nicht Alarm geschlagen hat. Jetzt steht er als Buhmann dar, während ohne Veto hauptsächlich das Image von AstaZeneca ramponiert wäre. Die Impfung ist ja freiwillig.
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Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Rince81 hat geschrieben:
15. Mär 2021, 23:59
Jochen Gebauer hat geschrieben:
15. Mär 2021, 22:17
Da will einer seinen Arsch absichern, nicht mehr, nicht weniger.
Das erinnert mich an Claus Ruhe Madsen. Wer ihn nicht kennt, der ist Rostocker Oberbürgermeister und der erste Ausländer, er ist Däne, an Spitze einer deutschen Großstadt. Er ist erfolgreicher Unternehmer und ist als Quereinsteiger ...
Den kennt man.
Davon gibt es 10 in Deutschland. Mit Glück 100.

Dem gegenüber stehen aber 10.000 - 100.000 von der Leyens.
Was sollen die auch anderes machen, gehen ihnen doch die Kompetenzen ab? Und erfolgreicher sind viele davon auch noch.
Logisch also, dass sie sich so verhalten, wie sie es machen.

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