COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 6e8a63eef0

Spiegel berichtet, dass es ab dem 1. April bis zum 5. oder 6. Einen richtigen lockdown geben soll und sogar Supermärkte schließen. Da hat man in der Politik mal so richtig mitgedacht, da freuen sich die Rentner und ALG2 Empfänger, die am 1. April erst ihr Geld auf dem Konto haben...
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Dober
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Dober »

Geld gibt es für Rentner zumindest immer am monatsletzten Werktag, also in diesem Monat am 31.03. ALGII sollte in der Regel auch immer so überwiesen werden, dass es am monatsletzten auf den Konten ist, auch wenn es erst am 01. drauf sein muss. Aber ich stimme zu, ist bescheuert - auch für Geringverdiener die am Ende des Monats kein Geld mehr übrig haben und so gezwungen werden am 31.03. alles zu erledigen wenn der Lohn kommt.

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DickHorner
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von DickHorner »

Also, die Grundversorgung muss gewährleistet sein, dass Supermärkte schließen halte ich für ausgeschlossen.

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Textsortenlinguistik
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Textsortenlinguistik »

Selbst wenn, das ist doch einfach nur Bullshit.

Ohne Not und vor allem ohne Teststrategie werden die Schüler wieder in die Schulen gespült, für Unternehmen sollen die "Formulierungen der Appelle verschärft" werden und nun wird der dritte intergalaktische Klopapier-Konflikt angestoßen und ganz Deutschland sammelt sich vor Ostern in den Supermärkten, um nach Ende der 5-tätigen "Inkubation" alles weiter zu verteilen?

Das kann doch nach einem Jahr Pandemie nicht der Höhepunkt politischen Handelns sein?
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lipt00n
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von lipt00n »

Ich hätte gerne Politikergehälter nach TvöD und den Verbot sämtlicher Nebeneinkünfte über 500 EUR im Monat -vielleicht setzt sich dann wieder Kompetenz durch statt Geklüngel, Karrieregeilheit und Gier.

Unfassbar, was Deutschlands finest sich da nach 11 Stunden aus dem Rachen gezogen haben.
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Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Eine stundenlange Unterbrechung bis mitten in die Nacht, weil ein paar Landesfürsten und eine Fürstin der Meinung waren, dass Urlaub auf dem Campingplatz jetzt eine lebenswichtige Frage ist und offensichtlich wichtiger, als eine abgestimmte Teststrategie und Impfungen. Das nach mehr als einem Jahr mit dem Scheiß. Selbst wenn man mittlerweile wirklich wenig erwartet ist man doch immer wieder überrascht...
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Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Derweil in den USA. AstraZeneca hat gestern in den USA eine Studie zur Wirksamkeit veröffentlicht.
Das National Institutes of Health beklagt veraltete Daten und damit eventuell falsche Ergebnisse...
https://www.nih.gov/news-events/news-re ... ca-vaccine
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Andre Peschke
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andre Peschke »

lipt00n hat geschrieben:
23. Mär 2021, 07:56
Ich hätte gerne Politikergehälter nach TvöD und den Verbot sämtlicher Nebeneinkünfte über 500 EUR im Monat -vielleicht setzt sich dann wieder Kompetenz durch statt Geklüngel, Karrieregeilheit und Gier.
Ich weiß nicht, ob wir bessere Politiker bekommen, indem wir finanzielle Anreize kürzen. ^^

Das Problem ist natürlich eher, dass das System sich im Grunde nur selbst reformieren kann und der Weg dorthin auch noch die Kooperation von zB Medien brauchen würde und natürlich auch den der Bevölkerung, die eben wirklich Zeit auf ihre Aufgabe als Souverän verwenden müsste, um dann eine informierte Entscheidung abzugeben und nicht auf Marktschreier reinzufallen. Damit sie dafür die Energie und die Zeit haben, müsste man dann wiederum vermutlich vorher deren Existenz entsprechend absichern, was wiederum... und so weiter. :D

Letztlich ist es ja mal nicht ganz verkehrt, dass sie sich endlich zu einschneidenderen Maßnahmen durchgerungen haben. Es wirkt natürlich wieder, wie der inzwischen übliche und in unserem System vielleicht unumgängliche kleinste gemeinsame Nenner und man darf zweifeln, ob hier der Weg nicht doch wieder nur halb gegangen wird (14 Tage erschien mir auch immer der Richtwert für eine solche Aktion, jetzt ist es scheinbar nichtmal eine ganze Woche...). Auch die Kommunikation ist wieder scheiße, weil erstmal in den Medien irgendwas durchsickert, was dann nicht so ganz stimmt und am Ende keiner klar aufschlüsselt "Das wurde beschlossen. Darum wurde es beschlossen. Das ist das Ziel. Anhand dieser Faktoren werden wir Zielerreichung kontrollieren". Aber naja.

Ich finde es gut, dass es mal eine recht einschneidende Maßnahme gibt und übe mich mal in Optimismus, dass es uns allen was bringt.

Andre

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Boris
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Boris »

Andre Peschke hat geschrieben:
23. Mär 2021, 09:49
Ich finde es gut, dass es mal eine recht einschneidende Maßnahme gibt und übe mich mal in Optimismus, dass es uns allen was bringt.
Zumindest ist es wieder ein Signal, dass es wirklich ernst ist. Die Vergangenheit hat ja gezeigt, dass die Zahlen oft schon vor den Lockdowns gesunken sind weil die meisten eben doch vernuenftig sein wollen und solche Massnahmen dann im Schnitt doch eine groessere Wirkung haben als man von nem verlaengertem Wochenende mit Ausnahmen und erwartbaren Hamsterkaeufen erwarten wuerde. Kann man zumindest drauf hoffen.

Aber erstmal muss man wie immer nach einer MPK warten bis alle Bundeslaender bekannt gegeben haben an welche Beschluesse sie sich (nicht) halten werden. Alleine dass sie jetzt beschlossen haben sich wirklich an die Notbremse die sie beim letzten Mal beschlossen haben, halten wollen... :roll:

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Leonard Zelig
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Leonard Zelig »

Also bekommen wir jetzt einen Mini-Lockdown mit überfüllten Supermärkten am Samstag? Und wer über Ostern in Miami oder sonstwo feiert braucht keine Quarantäne fürchten? Nur wer illegal Urlaub in der eigenen Ferienwohnung macht bekommt Probleme?

Die Konferenzen mit den Ministerpräsidenten waren von Anfang an ein Fehler. Für diese Pandemie hätte man einfach mehr Kompetenzen an den Bund abgeben müssen. Dann hätte das Kabinett ein paar Stunden getagt und die Länder hätten die Beschlüsse umsetzen müssen. Diese halbgaren Kompromisse bringen nichts und führen nur dazu, dass die aktuellen Beschränkungen so lange verlängert werden müssen bis genug Menschen geimpft worden sind.
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Zoiglbier
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Zoiglbier »

Finde diesen "Mini-Lockdown" jetzt erstmal auch ganz gut. Auch wenn man sich mal anschaut, dass wir bisher eigentlich noch keinen "richtigen" Lockdown hatten, verglichen mit anderen Ländern. Allerdings verstehe ich nicht, wieso man nicht gleich sagt: zwei Wochen rund um Ostern ist jetzt mal alles dicht. Die Schulen haben sowieso Ferien, also kann man doch da mal grundsätzlich ansetzen.

Anfangs war ich auch noch zufrieden mit der Form, dass Bund und Länder gemeinsam entscheiden. Inzwischen wünsche ich mir aber ebenfalls, dass einfach mal vom Bund durchgegriffen werden kann, anstatt dass wieder nur der kleinste gemeinsame Nenner herbeigeführt wird. Wobei so eine Forderung halt auch nur "gut" ist, wenn eine entsprechende proaktive Regierung in Berlin sitzt. Angesichts der Äußerungen die z.B. von der FDP kommen möchte ich nicht wissen, was los wäre wenn die über die bundesweiten Regeln entscheiden würden.

Voigt
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Voigt »

Ich habe den letzten Monaten bei ALG II am
29.12, 28.01, 25.02 bekommen. Daher nicht erst am 01. des Monats.

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Gut zu wissen. Danke. Rechtlich muss es erst am ersten gutgeschrieben sein und ich erinnere mich daran, dass es vor Jahren bei mir auch so war.
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Haferbrei
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Haferbrei »

Sind Gottesdienste denn erlaubt?
Präsenz-Gottesdienste soll es nicht geben. In dem Beschluss heißt es, dass Bund und Länder auf die Religionsgemeinschaften mit der Bitte zugehen wollen, "religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen."

Welche Änderungen gibt es für Schulen und Kitas?
Wenn nicht sichergestellt ist, dass Erziehungs- und Lehrkräfte zwei Mal in der Woche getestet werden können, dann sollen Schulen und Kitas wieder schließen - so hieß es in einem ersten Entwurf. Doch dieser Abschnitt wurde entschärft. Am Ende wurde in dem Beschluss nur mehr darauf hingewiesen, dass die Tests weiter ausgebaut werden - und baldmöglichst zwei Testungen pro Woche angestrebt werden.

Zitat von der tagesschau
Wenn ich das schon wieder lese...Wir wollten ja irgendwie, aber dann doch nicht so und überhaupt...

Die Tage kam erst die Meldung, dass mal wieder eine Gemeinde hier in der Nähe zu einem Hotspot wurde nach Präsenzgottesdiensten, 90 bestätigt positive Fälle, 1100 Menschen in Quarantäne, Großteil der Tests ausstehend.

Und Teststrategie für Schulen, naja...

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Problem bei den Kirchen ist, dass bei einem klaren generellen Verbot von Gottesdiensten zu Ostern sofort entsprechende Klagen bei den Gerichten landen und das Verbot dort mit nahezu sicherer Wahrscheinlichkeit sofort kassiert wird. Also versucht man so "Druck" aufzubauen das von sich aus abzusagen...
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Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Zoiglbier hat geschrieben:
23. Mär 2021, 10:54
Finde diesen "Mini-Lockdown" jetzt erstmal auch ganz gut. Auch wenn man sich mal anschaut, dass wir bisher eigentlich noch keinen "richtigen" Lockdown hatten, verglichen mit anderen Ländern. Allerdings verstehe ich nicht, wieso man nicht gleich sagt: zwei Wochen rund um Ostern ist jetzt mal alles dicht. Die Schulen haben sowieso Ferien, also kann man doch da mal grundsätzlich ansetzen.
Jo, besser wie erwartet.
Ist und wird aber von allen Seiten so aufgeweicht, dass es nur wieder das Bare Minimum bringen wird.
Arbeitgeber müssen - wie immer - nichts beitragen.

-> Faktisch gibt es einen Ruhetag mehr. Das ist immer noch Welten von einem harten und wirksamen Lockdown entfernt.

Bezüglich Motivation:
Im April 2020 war die Zufriedenheit mit der Krisenpolitik bei 67%.
Heute bei nur noch 30%. Und nur 4% sehr zufrieden, 26% eher zufrieden.

Da die brasilianische Variante P1 (gegen die wohl alle Impfstoffe aktuell wirkungslos sind) in Mallorca eingeschleppt wurde, freut sie sich darauf jetzt nach ganz Europa exportiert zu werden.

Die Kurven habt ihr gesehen:
Bei der jetzt beschlossenen Rückkehr sind wir am 1. Mai bei Inzidenzen von 300!
Wenn weiter so, wären es 500 gewesen.

Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Jon Zen hat geschrieben:
22. Mär 2021, 23:45
Ich saß zufällig im gleichen Flugzeug (geschäftlich), aber nicht im vorderen Bereich, wo sie in der Business Class saß.
Super interessante Beobachtungen Danke.

Was soll man sagen, wenn es sich Bundestagsabgeordnete mitten während der Sitzungswochen (und mitten in einer Pandemie) auf Cuba so richtig gut gehen lassen?
Und mit 4 Mio an Korruptionsgeldnern kann man sich auch gut Business leisten. Wobei bei zusätzlich 15.000 Euro im Monat in ihrem Minijob als Bundestagsabgeordnete (den sie die letzten 2 Jahre offenbar nur auf dem Papier ausgeübt hat) würde das sicher auch so gehen.

Sehr schade, seit 2015 hat sie gesagt, dass sie sich "bald" zu den Kurruptionsvorwürfen erklären wollte. Wird jetzt leider nicht mehr dazu kommen. RIP.

Andreas29
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andreas29 »

Inkognito hat geschrieben:
23. Mär 2021, 13:33
-> Faktisch gibt es einen Ruhetag mehr. Das ist immer noch Welten von einem harten und wirksamen Lockdown entfernt.
Dass auch die Lebensmittelläden auf Verordnung komplett schließen sollen, finde ich einen Dammbruch.

Das ist weder praktisch noch als Zeichen an die Bevölkerung sinnvoll.

1. werden dann einfach am Samstag alle in die Läden strömen und man hat die Ansammlungen, die man nicht will und 2. werden die Hamsterkäufe wieder anziehen, weil man jetzt die Linie überschritten hat, dass die Lebensmittelversorgung unumstößlich offen bleibt.

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HerrReineke
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von HerrReineke »

Ich bin auch ziemlich ratlos, was dieser Ruhetag soll. Die für mich allein sinnvolle Erklärung ist folgende: Eigentlich wollten die einen Weg finden, die Kontakte auf der Arbeit und im Berufsverkehr zu reduzieren. Das geht durch einen Ruhetag aus rechtlicher Perspektive sehr viel einfacher, als durch irgendwelche Verordnungen, die den Betrieben für normale Werktage Einschränkungen vorschreiben würden. Zugleich sind auch die nicht für die Grundversorgung notwendigen Geschäfte etc. direkt wieder mit geschlossen, was die Verbreitung ebenfalls eindämmen würde. Möglicherweise ist es sogar etwas, was der Bund an der Stelle recht einseitig durchziehen kann und daher hier nicht darauf angewiesen ist, dass alle Länder gleichermaßen mitziehen. Das würde durchaus dafür sprechen.

Aber dass damit zugleich auch die Supermärkte etc. mit schließen ist halt eine Begleiterscheinung, die die erhofften Effekte mutmaßlich konterkarieren könnte (weil sich das Einkaufsverhalten mehr bündelt und damit mehr Menschen wieder gleichzeitig zusammen in und vor den Läden stehen) und auch nicht sonderlich "verbraucherfreundlich" daherkommt. Zumindest für mich ist die Abwägung da klar negativ im Ergebnis. Ich sehe noch nicht, dass diese zeitlich extrem beschränkte Maßnhame etwas bringen wird, wenn man danach wieder "nur" mit den bisherigen, bereits ein wenig gelockerten Maßnahmen wieder weitermacht (und sich dann auch ganz bestimmt an die vereinbarten Rücknahmen der Lockerungen hält).

Dass in dieser Pandemie noch irgendwann mal etwas anderes geschieht als ein halbherziges Hin und Her kann ich mir inzwischen nicht mehr vorstellen. Nicht komplett katastrophal, aber doch insgesamt eher ein maues Ergebnis. Einzige Hoffnung für mich wäre, dass damit dann auch erhebliche Diversifizierungen in den Landes- und der Bundestagswahl im September einhergehen, die mittelfristig für die nächste Pandemie vielleicht irgendein Umdenken bewirken könnten. Für diese halte ich den Zug für abgefahren.
Quis leget haec?

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

HerrReineke hat geschrieben:
23. Mär 2021, 16:32
Ich bin auch ziemlich ratlos, was dieser Ruhetag soll. Die für mich allein sinnvolle Erklärung ist folgende: Eigentlich wollten die einen Weg finden, die Kontakte auf der Arbeit und im Berufsverkehr zu reduzieren.
Für EINEN Tag. Ein wunderbares Symbol für die deutsche Konsenspolitik gegen die Pandemie. Ich beschwere mich als Arbeitnehmer sicher nicht, für Pandemiegeschehen ist dieser eine Tag ein Witz.

PS: Ich habe mir heute drei der Länderpressekonferenzen angesehen. Nach Ostern wird nach Möglichkeit gleich wieder gelockert, es ist einfach nur noch völlig absurd. Helfen werden nur noch die Impfungen, die Politik bekommt es nicht mehr gebacken.
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