COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Danke für die Info, kannte die Falsch-Negativ-Quote nicht.
Dachte mir aber, dass sie niedrig sein müsste, weil sonst die Tests sinnlos wären.

Aber in dem Fall, ist das doch nicht relevant, oder? Die Person will ja in den Flieger zurück in die Heimat. D.h. sie braucht einen negativen Test. Dafür ist es egal, ob dieser korrekt Negativ oder Falsch-Negativ ist.

Für die Gesellschaft ist natürlich beides schlecht. Gesundheitlich sind die Falsch-Negativen sogar noch schlimmer.
Zuletzt geändert von Inkognito am 31. Mär 2021, 20:34, insgesamt 1-mal geändert.

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XfrogX
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von XfrogX »

Nur das selbst 2% locker reichen um ein Drama auszulösen. Bei 1mio Leute sind das 20 tausend Fälle. Klar nicht jeder holt sich corona aber schon je nach Mutante reichen ja locker schon 3-5. und zu den 2% kommen sicher noch eine Zahl von Tests die einfach durch die heltik, die Routine usw. falsch durch geführt werden.
Dazu dann eine trügerische Sicherheit. Diese Leute kommen in Deutschland an mit dem Gefühl sicher zu sein, das sie sich vorher wohl wenig Gedanken drum gemacht haben zeigt ja der Urlaub selber in vielen Fällen.

Somit hat man dann schnell einen neuen Ausbruch und dann ist das Geheule wieder groß.

Deswegen hätte ich es lieber es gäbe für jeden eine Quarantäne und dann nochmal einen pcr Test bevor man wieder in den Alltag kann.

Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Definitiv. Das was hier passiert ist eine Katastrophe.
Die 2. Welle wurde durch die Reiserückkehrer ausgelöst.
Die 3. Welle wird wie ein Brandbeschleuniger durch die Osterreisen befeuert. Und damit werden die Mutanten quer durch die Welt getragen.

Boris Palmers Vorschlag, jeder kann hinreisen wo und wie lange er will, bei Rückkehr 5 Tage Quarantäne im (Airport) Hotel, danach PCR Test, und zurück zur Normalität, wäre da schon viel sinnvoller.

Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Inkognito hat geschrieben:
27. Mär 2021, 15:48
Ja, einerseits ist die Mehrheit der Mitbürger sehr vernünftig, keine Frage.
Andererseits möchte man sich nicht schlechter als seine Mitmenschen stellen. Das heißt, man befürwortet härtere Maßnahmen, aber ans Ferienhaus an die Nordsee und zum Shopping in die Stadt möchte man trotzdem - und wenn es nicht gesetzlich unterbunden wird, dann macht man das.

Anders sind die vollen Innenstädte und die sehr hohe Mobilität nicht zu erklären.
Um darauf zurückzukommen:
Ex1AX9RWEAwcc9P.jpeg
Ex1AX9RWEAwcc9P.jpeg (81 KiB) 1247 mal betrachtet
Die Menschen können und/wollen nach einen Jahr einfach nicht mehr.
Vor allem auch wegen des staatlichen Missmanagements der letzten Monate.

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DickHorner
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von DickHorner »

Inkognito hat geschrieben:
31. Mär 2021, 20:55
Vor allem auch wegen des staatlichen Missmanagements der letzten Monate.
Quelle?

Ansonsten, anderes Thema:

Unser fünfjähriger Sohn muss jetzt über Ostern 14 Tage in Quarantäne, weil sich eine Erzieherin in der Nachbargruppe seiner KiTa infiziert hat.
Wir haben uns alle getestet (leck mich am Arsch ist dieser Nasen-Rachen-Test eine unangenehme Scheiße), sind alle negativ, aber die Quarantäne beenden dürfen wir trotzdem nicht, weil - man weiß ja nie, ob der Test auch alle Mutanten erkennt. Der Hersteller sagt ja, aber das ist dem Gesundheitsamt erst mal egal.
Was heißt Quarantäne? Unser Sohn darf die Wohnung nicht verlassen. 14.Tage.lang. Draußen sind gerade die ersten schönen Tage, machen wir das Fenster auf, hören wir spielende Kinder. Darf ich raus mit meiner Freundin spielen, Papa? Nein, ab in Dein Zimmer! Das ist die Hölle.
Natürlich ist nur er Kontaktperson Kategorie I, und eigentlich müssten wir ihn zu Hause auch so weit wie nur irgend möglich isolieren. Also kein Körperkontakt, kein kuscheln, kein toben, nix. Und am besten auch in seinem Zimmer isolieren, getrennte Mahlzeiten, keine gemeinsamen Aktivitäten...
Ich meine, da stellen sich so viele Fragen: bei einem fünfjährigen Kind, und dem entsprechend engen Kontakt zum Rest der Familie, warum sind wir nicht alle in Quarantäne? Und, wenn ich die Regeln so durchsetze, verpfeift mich das Gesundheitsamt gleich beim Jugendamt wegen Kindeswohlgefährdung? Sind die Eltern von dem, der dieses Regelwerk entworfen hat, Geschwister? Fragen über Fragen.
Ich werde diese Quarantäneanordnung sehr flexibel handhaben.

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lipt00n
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von lipt00n »

Was hat die Kita für ein Hygienekonzept wenn dein Sohn K1 einer Erzieherin aus der anderen Gruppe ist?
Das frage ich, so als Erzieher.
Bild
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Johpir
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Johpir »

War bei meiner Schwester im Saarland auch so. Da interessiert das Hygienekonzept niemanden. Während bei uns in RLP an den Schulen möglichst alles durchgewunken wird, um Quarantänen und Unterrichtsausfall zu vermeiden. Und gerade tragen zwei Dutzend (plus Anhang) Kontaktpersonen der Kategorie 1 ein Länderspiel gegen Nordmazedonien aus, nachden sie die Woche vorher durch halb Europa gereist sind.
Es ist und bleibt eine Farce...

Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

DickHorner hat geschrieben:
31. Mär 2021, 21:25
Inkognito hat geschrieben:
31. Mär 2021, 20:55
Vor allem auch wegen des staatlichen Missmanagements der letzten Monate.
Quelle?
Ernstgemeinte Frage?!? :D

Ätzend, wünsche Euch, dass Ihr die Tage Quarantäne gut übersteht.

biaaas
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von biaaas »

Ist es nicht eher so das immer mehr Menschen härtere Maßnahmen wollen:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ ... n-100.html

@Dickhorner:
Bei uns ist gerade genau so, unser dreijähriger muss bis Ostermontag drinnen bleiben. Die wahren so glorreich die Erzieher nicht Montag morgen zu testen, sondern erst zur Mittagspause..... :angry-banghead:
Das ist jetzt schon die zweite Quarantäne, bei der ersten waren wir alle betroffen, weil meine Frau Covid hatte. Da ist das besser auszuhalten, aber so müssen wir noch arbeiten gehen. Wir sind übrigens alle negativ, laut Schnelltests.

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Drei Nachrichten auf Spiegel heute:
Intensivstationen könnten in vier Wochen überfüllt sein
Noch 1500 Betten – dann sind die deutschen Intensivstationen voll. Und das könnte laut den verantwortlichen Ärzten schnell gehen. Um vorzubeugen, verlangen sie harte Einschnitte.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... c09fa3ac26
Mehr als 24.000 Neuinfektionen, Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 134,2
https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... 9cf9c2ab23

Derweil Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW, CDU Vorsitzender, Verlierer von Klausuren und potenzieller Kanzlerkandidat:
CDU-Chef Armin Laschet will über die Ostertage darüber nachdenken, welche Maßnahmen die dritte Welle der Corona-Pandemie wirkungsvoll eindämmen könnten. Die gemeinsam beschlossene Osterruhe habe nicht funktioniert, sagte Laschet am Mittwochabend im ZDF-»heute journal«. »Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam über die Ostertage nachdenken, was ist denn eine Ersatzmöglichkeit, wo können wir weitere Schutzmechanismen einführen, wo können wir das Leben herunterführen, darüber muss gesprochen werden. Es gibt nur noch nicht die Lösung, wenn sie mich fragen.«
Lieber Armin, die Antwort ist ein Lockdown. Den werdet ihr eh umsetzen, es wird euch überhaupt nichts anderes übrig bleiben. Es ist nicht nötig dafür noch mehr Leute sterben zu lassen.
Zuletzt geändert von Rince81 am 1. Apr 2021, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Alienloeffel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Alienloeffel »

Armin Laschet wirkt seit Beginn der Pandemie zu jeder Gelegenheit so als würde er die Situation einfach nicht verstehen. Ich finde das eigentlich schwer zu glauben aber warum verhält man sich sonst so?
Da gibt es ja auch wenig Spielraum, Deutschland hat keine Strukturen oder Konzepte in den ruhigeren Monaten aufgebaut.
Man kann nichts anderes tun als ALLES (also alles, nicht nur alles-Wirtschaft) zu schließen. Klar, man sieht weniger dumm aus wenn man so tut als wisse man ja noch zu wenig bla bla. Das glaubt aber keiner mehr.

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Andre Peschke
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andre Peschke »

Alienloeffel hat geschrieben:
1. Apr 2021, 09:02
Armin Laschet wirkt seit Beginn der Pandemie zu jeder Gelegenheit so als würde er die Situation einfach nicht verstehen. Ich finde das eigentlich schwer zu glauben aber warum verhält man sich sonst so?
Wie im 10er-Goodie auch gesagt: Ich glaube, bei ihm ist "Wahltaktik" im weitesten Sinne Prio #1. Was auch für Söder und andere zu einem gewissen Grad gelten mag. Bei Laschet kommt aber halt noch hinzu, dass er nicht als Leader funktioniert, sondern eher als Schmeichler und Populist. Er reitet gut existierende Strömungen, tut sich aber schwer Leute hinter sich und einer Sache zu versammeln. Deswegen kriegt er gerade keinen klaren Kurs hin, denn während die Marschrichtung wissenschaftlich feststehen mag, ist die Stimmung in der medialen Öffentlichkeit (die sich ja nochmal vom Stimmungsbild unterscheidet, wie es Umfragen nachzeichnen) alles andere als eindeutig. Nochmal mehr wenn man einbezieht, ob er sich zB für Corona-Gegner viel eher unwählbar macht, wenn er klar für Lockdowns eintritt, als im umgekehrten Falle bei den Befürwortern.

Der ist für diese Krise einfach falsch gebaut. Damit natürlich auch als möglicher Kanzler ein untragbares Risiko, aber das wusste man IMO auch vorher schon. ^^

Andre

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Alienloeffel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Alienloeffel »

Eben, Laschet macht Wahlkampf. Aber der Irrglaube Wahlkampf>Pandemiemanagenent lässt ja den Schluss zu, dass der tatsächliche Vorgang nicht verstanden ist. Das oder es wird geglaubt auf Kosten der Gesellschaft eventuell politisch gut weg zu kommen. Aber auch da sieht das wieder nach "Problem nicht verstanden" aus.
Die Haltung, etwas kann nicht sein weil es nicht sein darf, mag da ein Grund sein, das begegnet einem ja auch im Alltag.

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Andre Peschke
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andre Peschke »

Alienloeffel hat geschrieben:
1. Apr 2021, 10:00
Eben, Laschet macht Wahlkampf. Aber der Irrglaube Wahlkampf>Pandemiemanagenent lässt ja den Schluss zu, dass der tatsächliche Vorgang nicht verstanden ist.
Es wird sich, wie immer, nicht simpel auf irgendeinen konkreten Faktor runterbrechen lassen. Da wird vieles eine Rolle spielen. Eben zB die Persönlichkeit als Politiker - da wird das halt sein, als wolle man eine sehr schüchterne Person dazu zwingen, eine Rede vor Publikum zu halten. Das macht er erst, wenn er quasi mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen wird.

Dann ist es eine diffuse Gefahrensituation in der es viel widerstreitenden Input gibt. Da müssen oft risikobehaftete Entscheidungen mit unklarem Ausgang getroffen werden, in die sehr viele Variablen reinspielen. Das ist grundsätzlich schwierig.

Dann gibt es systemische Verflechtungen. Sowohl innerhalb der politischen Verantwortlichkeiten und Abhängigkeiten (auf Bundes- und Landesebene), als auch in Richtung Wirtschaft (von legitimen Abwägungen bis hin zu Seilschaften). Auf der Ebene, verstehen zB bestimmt wir auch nicht alle, welchen Limitierungen (legitime wie illegitime) ein Laschet zu berücksichtigen hat.

Und am Ende auch die kommunikative Ebene. Ich hab mir gestern Laschet bei Lanz mal in Gänze angeschaut und fand ihn dort dann doch eigentlich auf andere Art und Weise schlecht, als es die Social-Media-Ausrisse nahelegten. Dort wurde mit dem feinen Kamm seine Reaktion auf die Merkel-Maßregelung durchgepeitscht, als wäre da von ihm irgenwas anderes als Abwigelung zu erwarten oder als hätte das überhaupt eine große Relevanz für einen Talk über die Pandemie. Die Politanalysten können da natürlich glänzen, indem sie die Nuancen des Machtspielchens Merkel v Laschet dechiffrieren und (über)interpretieren. Aber ich fand es letztlich wertlos Laschet damit zu "stellen", auch wenn ihn Lanz da natürlich amüsant ins Schwitzen gebracht hat. Schlimmer fand ich aber, dass er selbst vertretbare Punkte so jovial dahinkumpelt, dass er damit keine Traktion entwickelt. Ich hatte danach den Eindruck, dass die Realität seiner Positionen vielleicht weniger schlimm ist, wenn man sie in Gänze kennen würde. Aber er ist da kein guter Vermittler (und die Presse, siehe meinen Beitrag weiter oben, ist zunehmend weniger daran interessiert, dabei zu helfen differenzierte Bilder zu vermitteln).

Andre

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lipt00n
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von lipt00n »

Ich empfinde Laschet als profillos, langweilig und traue ihm keinerlei Führung zu, weil er auf mich eher wie ein opportunistischer Mitläufer wirkt. Und das ist meine emotionale Meinung dazu, mein Bauchgefühl. Ich kann das nicht rational begründen. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass es nur mir so geht.

Diese Wahlkampfhaltung, die hier seit Monaten vorherrscht, quer durch alle Parteien, ist so lähmend und gleichzeitig auch so beschämend.
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Alienloeffel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Alienloeffel »

Sicher gibt es da Aspekte die wir nicht kennen oder berücksichtigen. Wenn die aber solches Verhalten rechtfertigen muss man das kommunizieren und dann auch kommunizieren können. Ich würde erwarten, dass es in der Union genug Strukturen für sowas gibt.
Aber dann fällt mir wieder Philipp amthor ein ("ja lol ey!") als er ein kewles Video für die unter 80 jährigen machen wollte.

Ich glaube nicht das die Aspekte die wir nicht vor Augen haben da zur sinnvollen Erklärung reichen. Zugegeben, ich bin persönlich sehr der wissenschaftlichen Ansicht verhaftet und verstehe oft nicht wie man da nicht Daten bezogen an Pandemie Politik rangehen kann.
Allerdings haben die Experten bisher sehr zuverlässig skizziert was passiert wenn nicht X. Da X dann nie kam, traf das errechnete meist ein.Ich habe nicht den eindruck das laschet, neben vielen anderen in ähnlicher Position, zur Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse in seiner Politik willens oder fähig ist.
Meine geglaubte Wahrheit verbindet das, wie das generelle Strukturproblem in Deutschland, mit der Union und der realitätsverweigerung die insbesondere in dieser Partei umgeht.

Santiago Garcia
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Santiago Garcia »

Wenn ich so sehe und lese, dass Politiker ja noch wer weiß wie viele Interessen und Ziele hätten und die Pandemiebekämpfung erst an dritter on vierter Stelle komme - vielleicht sollte man den Job an Leute geben, die das hauptberuflich machen? Die Fachverstand mitbringen und nicht auf Umfragen schielen oder sich über ihre Kanzlerkandidatur Gedanken machen müssen?

Und nein, ich wünsche mir keine "Gesundheitsdiktatur". Aber auch Institutionen wie die Bundesbank sind nicht gewählt und trotzdem unabhängig gegenüber der Politik. Und es käme auch niemand auf die Idee, Michael Kretschmer nach den möglichen Nebenwirkungen von Impfstoffen zu fragen, dafür gibt's Fachleute von der STIKO und dem Paul-Ehrlich-Institut.

Man wird die Politik nicht raushalten können, wenn's um Kontaktbeschränkungen, Betriebsschließungen oder Ausgangssperren geht, das ist mir klar. Aber für die nächste Pandemie wünsche ich mir, dass politische Erwägungen eine sehr viel kleinere Rolle spielen. Und wissenschaftliche Überlegungen dafür eine sehr viel größere.

Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Für wie viele Jahre wandert ein Alfred Sauter eigentlich in den Knast?

300k für die Vermittlung von Schnelltests... für die er hart als CSU-Politiker und Landtagsabgeordneter lobbierte, dass sie in Bayern zugelassen werden. Sogar persönlich bei Söder! Also lobbiert nachdem er das Geld bekommen hat, versteht sich von selbst. Nicht das jemand denkt, er mache dies, weil es das Beste für die Bürger ist... ;)
https://www.sueddeutsche.de/bayern/saut ... duced=true

Man kann wohl davon ausgehen, dass er sein gesamtes Politikerleben Dutzende bis Hunderte solcher "Nebentätigkeiten als Bundes- und Landtagsabgeordneter" bestitten hat.
Ich meine, er bestreitet dies ja nicht mal, sondern im Gegenteil findet das alles absolut in Ordnung.
Klar, hört sich ganz alltäglich an, Gelder über Liechtenstein und die Karibik verschleiern, und dann wieder über die eigenen Kinder und lebenslange Freunde nach Deutschland zurückführen und reinwaschen. Wer macht das nicht???

"Von 2014 bis März 2021 war Sauter Mitglied des CSU-Präsidiums, Mitglied des CSU-Parteivorstands und Vorsitzender der Finanzkommission der CSU."
-> derselbe unbedeutende Einzelfall eines Hinterbänklers ... Wie bei den Dutzenden bekannten(!) anderen unbedeutenden Einzelfällen von Hinterbänklern der Union, nehme ich an.

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Textsortenlinguistik
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Textsortenlinguistik »

Es wird ja immer wieder von der Gefahr des exponentiellen Wachstums gesprochen und insbesondere in den letzten Wochen waren Szenarien bzw. Modellberechnungen mit 1000er-Indizien im Gespräch.

Wieso erreicht das exponentielle Wachstum ohne wesentliche(!) erweiterte oder veränderte Maßnahmen trotzdem immer plötzlich ein Plateau bzw. fängt an zu sinken? Greift dann die gestiegene Sensibilisierung der Bevölkerung?
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XfrogX
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von XfrogX »

Also meiner Meinung nach sollte man das jetzt nicht überbewerten, gerade sind ja wohl zu einem großen Teil Leute weg in Urlaub die wohl in der Masse eher zu denen gehören die wohl weniger Rücksicht nehmen.
Dann muss man aber auch sehen Wochenende macht in Deutschland auch die Pandemie langsamer und nun haben wir halt sehr langes Wochenende.
Auch gibts überall Regionen wo man die Bremse benutzt weil die Zahlen über der inzidenz von 100 liegt. Wird natürlich nicht so berichtet wie darüber wo man das nicht macht.
Auch sind nun Osterferien und zumindest ich kenne einige die ihre Kinder halt schon ein paar Tage früher raus genommen haben. Offiziell natürlich weil sie krank sind.

Das alles führt wohl schon dazu das die zahlen runter gehen, fraglich ob das aber wirklich mehr kann als das steigen verlangsamen. Schon ein Stoppen auf Dauer wäre wohl eher überraschend. Und eigentlich müssten wir ja die zahlen wieder runter bringen.
Auch weil nun zwar weniger sterben, dafür aber die Kämpfe auf den Intensivstationen wohl länger dauern und daher trotzdem langsam voll werden.

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