COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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Felidae
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Felidae »

Inkognito hat geschrieben:
10. Mai 2021, 09:19

Falsch gedacht, weil den gelben Impfpass aus Papier hat man ja auch, der Test würde so oder so nicht mehr anfallen.
Da der Papierpass derzeit schon lustig gefälscht wird - doch, würde der Test mit ziemlicher Sicherheit weiterhin.

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Inkognito hat geschrieben:
10. Mai 2021, 09:19
Falsch gedacht, weil den gelben Impfpass aus Papier hat man ja auch, der Test würde so oder so nicht mehr anfallen.
Willst du ernsthaft immer deinen Impfpass mitnehmen? Wie wird der nach wenigen Wochen in der Tasche aussehen? Der ist zu groß um ihn ins Portmonee zu schieben, es gibt das Risiko ihn zu verlieren und da steht ja nicht nur die Covid Impfung drin sondern teils noch deutlich mehr.

Wer keinen Impfpass hat, hat einen einfachen Zettel als Nachweis bekommen, wenn die weg sind, ist der einzige sichere Nachweis der eigenen Impfung verschwunden. Viel Spaß dabei dafür dann ein Ersatzzertifikat zu bekommen. Gerade wenn man seinen Arzt gewechselt hat oder von unterschiedlichen Ärzten geimpft wurde wird das ein Heidenspaß...
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Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Felidae hat geschrieben:
10. Mai 2021, 10:22
Da der Papierpass derzeit schon lustig gefälscht wird - doch, würde der Test mit ziemlicher Sicherheit weiterhin.
Ich bin mir nicht sicher ob das Problem wirklich SO akut und relevant ist oder ob die Medien da nicht eine Mücke zum Elefanten machen.
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Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... 7137b7bed0
Amtsärzte warnen vor Druck auf Impfsystem ab dem Sommer
9.50 Uhr: Wegen der vielen nötigen Auffrischungsimpfungen befürchten die Amtsärzte, dass das Impfsystem in Deutschland im Sommer mächtig unter Druck geraten könnte. Die Chefin des Bundesverbands der Amtsärzte, Ute Teichert, sagte der »Rheinischen Post«, ab Ende Juni oder Anfang Juli müsse in Deutschland nachgeimpft werden – zusätzlich zu den laufenden Erst- und Zweitimpfungen. »Vonseiten der Politik höre ich diesbezüglich aber keinerlei Vorschläge, wie das organisiert werden sollte. Es scheint vielmehr, als liefe sie planlos in eine solche Situation hinein.« Teichert verwies darauf, dass Studien davon ausgehen, dass Nachimpfungen nach sechs Monaten fällig werden. Andere Länder wie England seien schon dabei, sich darauf vorzubereiten.
Bitte was?
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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Ja, das habe ich auch schon kommen sehen @Nachimpfungen. Ist wieder das übliche, was bei unseren Politikern leider komplett unter dem Radar läuft: Deduktion aufgrund vorhandener Fakten mit Anwendung in die Zukunft. Unmöglich. F***.

Und parallel aber darüber nachdenken, Impfzentren zu schließen, was? ;)

Langsam werde ich auch unruhig ob des eigenen Termins, obwohl mich hier höchstwahrscheinlich mein AG versorgen wird. Aber meine privatversicherte Freelance-Frau hat leider nur einen Frauenarzt, der nicht viel von Impfungen hält. Idiot. Wird noch spannend, hier für sie in Berlin einen Termin zu bekommen. Und parallel entwickelt sich langsam die Zweiklassengeschichte mit denen die was dürfen, und denen die in die Röhre schauen.

Voigt
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Voigt »

Morgen habe ich ja meine Erstimpfung. Ding ist, ich finde meinen Gelben Impfpass nicht mehr... ^^
Dabei hatte ich mich erst letztes Jahr so Februar rum gegen Tetanus geimpft, das auffrischen lassen. Irgendwo muss es ja liegen, ist glaube nur wegen Umzug verschüttet.
Habe aber mal gegoogelt, ist nicht soo schlimm, kriege eh erstmal den ausgefüllten Ausdruck, muss bloß schaun entweder Impfpass zu finden oder neuen zu beantragen bis zur Zweitimpfung damit dass dann da nachgetragen werden kann.
Aber dazu brauche ich anscheinend Perso.. der im April ausgelaufen ist, also muss ich den erstmal neu beantragen.. dafür brauche ich aber auch erstmal Passbild.. ach ach

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

bluttrinker13 hat geschrieben:
10. Mai 2021, 11:20
Ja, das habe ich auch schon kommen sehen @Nachimpfungen. Ist wieder das übliche, was bei unseren Politikern leider komplett unter dem Radar läuft: Deduktion aufgrund vorhandener Fakten mit Anwendung in die Zukunft. Unmöglich. F***.

Und parallel aber darüber nachdenken, Impfzentren zu schließen, was? ;)
Das Nachimpfungen nach nur 6 Monaten nötig sein sollen ist aber imho eine völlig neue Information und Aussage.
Bislang hieß es immer, die Impfung hält mindestens 6 Monate was auch daran lag, dass niemand länger als 6 Monate geimpft wurde. Drosten hat im April von Auffrischungsimpfungen ab dem Winter gesprochen. Jetzt kommen die Amtsärzte mit Juni und Juli um die Ecke? Das ist für mich völlig neu.
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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Rince81 hat geschrieben:
10. Mai 2021, 11:35
Das Nachimpfungen nach nur 6 Monaten nötig sein sollen ist aber imho eine völlig neue Information und Aussage.
Bislang hieß es immer, die Impfung hält mindestens 6 Monate was auch daran lag, dass niemand länger als 6 Monate geimpft wurde. Drosten hat im April von Auffrischungsimpfungen ab dem Winter gesprochen. Jetzt kommen die Amtsärzte mit Juni und Juli um die Ecke? Das ist für mich völlig neu.
Das stimmt, meine Info aus der Forschung war - hält mindestens 9 Monate, analog zur Genesung. Ich glaube die machen jetzt einfach schon mal präventiv Pferde scheu, denn wir wissen ja, wie die Situation bzgl Nachimpfungen sehr wahrscheinlich im Winter aussehen wird, wenn man parallel schon Zentrenschließungen in den Raum stellt: nix, nix wird gemacht sein. ;)
Deshalb interpretiere ich das als Warnschuss. Und natürlich müssen und werden Erstimpfungen und Zweitimpfungen weiterhin Prio haben. Nur parallel schon 1 Jahr weiter zu denken, u know, das überfordert.

Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

bluttrinker13 hat geschrieben:
10. Mai 2021, 11:38
Deshalb interpretiere ich das als Warnschuss. Und natürlich müssen und werden Erstimpfungen und Zweitimpfungen weiterhin Prio haben. Nur parallel schon 1 Jahr weiter zu denken, u know, das überfordert.
Ne, die Aussage von ihr ist, zumindest in dem Artikel klar. Auffrischungen ab spätestens Juli nötig. Das sorgt dann (völlig unnötig) für massive Verunsicherung bei den Gruppen, die bereits Dezember und Januar geimpft wurden.

Es kann imho auch nicht darum gehen, die Impfzentren über den September hinaus offen zu halten, sondern um sinnvolle Alternativen einzurichten. Wenn wir einmal "durchgeimpft" sind, brauchen wir Alternativen dazu. Wenn wir irgendwann im Sommer/Frühherbst die Restriktionen wieder aufheben können, werden die Sport- und Veranstaltungshallen wieder für anderes gebraucht.
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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Rince81 hat geschrieben:
10. Mai 2021, 12:02
Es kann imho auch nicht darum gehen, die Impfzentren über den September hinaus offen zu halten, sondern um sinnvolle Alternativen einzurichten. Wenn wir einmal "durchgeimpft" sind, brauchen wir Alternativen dazu. Wenn wir irgendwann im Sommer/Frühherbst die Restriktionen wieder aufheben können, werden die Sport- und Veranstaltungshallen wieder für anderes gebraucht.
Guter Punkt!

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Feamorn
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Feamorn »

Rince81 hat geschrieben:
10. Mai 2021, 11:35
bluttrinker13 hat geschrieben:
10. Mai 2021, 11:20
Ja, das habe ich auch schon kommen sehen @Nachimpfungen. Ist wieder das übliche, was bei unseren Politikern leider komplett unter dem Radar läuft: Deduktion aufgrund vorhandener Fakten mit Anwendung in die Zukunft. Unmöglich. F***.

Und parallel aber darüber nachdenken, Impfzentren zu schließen, was? ;)
Das Nachimpfungen nach nur 6 Monaten nötig sein sollen ist aber imho eine völlig neue Information und Aussage.
Bislang hieß es immer, die Impfung hält mindestens 6 Monate was auch daran lag, dass niemand länger als 6 Monate geimpft wurde. Drosten hat im April von Auffrischungsimpfungen ab dem Winter gesprochen. Jetzt kommen die Amtsärzte mit Juni und Juli um die Ecke? Das ist für mich völlig neu.
Drosten hat das letzte oder vorletzte Woche im Podcast schon angesprochen, dass er findet, dass das Thema Auffrischung nicht öffentlichkeitswirksam genug kommuniziert wird. Er sprach da von 6-12 Monaten, da fehlten noch die Untersuchungen.
Hatte das daher schon auf dem Schirm und fand das mit den Schließungen der Impfzentren, die ja vom Vorsitzenden des Gesundheitsausschuss der Union schon ins Spiel gebracht wurde, da einigermaßen fahrlässig.
Klar geht das auf Dauer nicht mit den Zentren, aber die jetzt einfach dicht zu machen, wäre halt echt fatal.

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Heretic
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Heretic »

Voigt hat geschrieben:
10. Mai 2021, 11:31
Aber dazu brauche ich anscheinend Perso.. der im April ausgelaufen ist, also muss ich den erstmal neu beantragen.. dafür brauche ich aber auch erstmal Passbild.. ach ach
Willkommen im Club. :mrgreen:

Meinen Impfpass hab' ich nach längerer Suche wiedergefunden, mein Perso ist ebenfalls im April abgelaufen. Biometrische Passbilder hab' ich immerhin schon machen lassen. Der ganze Spaß kostet wieder ca. 50 €. :roll:

Aber da mir am Mittwoch am Arm herumgeschnippelt wird, ist die Impfung erstmal auf unbestimmte Zeit vertagt. Ich habe eh noch keinen Termin. Und nach 'ner Arm-OP kann ich auf Nebenwirkungen durch die Corona-Impfung gut verzichten. Eins nach dem anderen...

Voigt
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Voigt »

Ding ist, eigentlich will ich vorm Passbild machen ja auch noch zum Friseur.. mhmpf.. ^^

Inkognito
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Inkognito »

Digitaler Impfpass ist zu bevorzugen weil praktischer und sicherer.
Fälschungen halte ich aber auch für kein Problem. Wer fälscht den schon? Jetzt jemand, der noch keine Impfung hatte, aber Vorteile will, mittelfristig wohl nur Impfgegner, die sich nicht benachteiligten lassen wollen.
Der digitale sollte ja sowieso eingeführt werden, jetzt ist das Thema halt deutlich präsenter wegen Corona.

Es wurde halt wieder mal der teuerste und umständlichste Weg gegangen. Da müsste es doch x-Möglichkeiten geben, das in eine App zu bekommen, entweder zentral oder wenn nicht gewünscht über Self-Service z.B. über Scan des gelben Impfpasses. Einfache Regel: Wenn das die anderen Länder schaffen, dann ist es nicht so schwer.

Am schlimmsten ist aber natürlich Spahn, der non-chalant einfach so das Geld verpulvert, sich gleichzeitig hinstellt und feststellt, dass Deutschland ganz vorne in der Spitzengruppe der Pandemiebekämpfung ist und das Ganze abschließt, dass man bisher ja 14 Monate super durch die Pandemie gekommen sei, jetzt schaffe man den Rest auch noch.
In welcher Welt lebt der eigentlich?
Ach ja, in einer in der man einfach so 7 Millionen für seine Villa bekommt und in der andere 9.999 Euro dafür zahlen mit einem zu Abend zu Essen.

Wegen Auffrischungen:
Es war mal zu lesen, dass 20x mehr Antikörper durch die Impfung wie durch die durchschnittliche Infektion gebildet werden. Das mit den Impfauffrischungen ist ein oft gut begründetes typisch deutsches Vorsichtsdenken. Hep. A+B sollten wir ja alle 10 Jahre machen, während andere (auch hochentwickelte) Länder sagen, eine Dose reicht ein Leben lang. So wird es auch hier sein, der Mittelwert wird Schutz für mindestens 1-2 Jahre geben, aber es kann halt sein, dass ein paar vielleicht nach 6 Minaten nicht mehr zu 100% vor schweren Verläufen geschützt sind, sondern nur noch zu 95%.
-> gesellschaftlich ist es aber deutlich vorteilhafter erst mal alle zu Impfen, und erst danach wieder von vorne anzufangen. Aus ethischen Gründen sowieso.
Zuletzt geändert von Inkognito am 10. Mai 2021, 13:59, insgesamt 2-mal geändert.

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Heretic
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Heretic »

Voigt hat geschrieben:
10. Mai 2021, 13:48
Ding ist, eigentlich will ich vorm Passbild machen ja auch noch zum Friseur.. mhmpf.. ^^
Als Träger einer gepflegten Headbanger-Matte ist mir zumindest dieses Problem erspart geblieben. :D

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Feamorn
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Feamorn »

Inkognito hat geschrieben:
10. Mai 2021, 13:49

Wegen Auffrischungen:
Es war mal zu lesen, dass 20x mehr Antikörper durch die Impfung wie durch die durchschnittliche Infektion gebildet werden. Das mit den Impfauffrischungen ist ein oft gut begründetes typisch deutsches Vorsichtsdenken. Hep. A+B sollten wir ja alle 10 Jahre machen, während andere (auch hochentwickelte) Länder sagen, eine Dose reicht ein Leben lang. So wird es auch hier sein, der Mittelwert wird Schutz für mindestens 1-2 Jahre geben, aber es kann halt sein, dass ein paar vielleicht nach 6 Minaten nicht mehr zu 100% vor schweren Verläufen geschützt sind, sondern nur noch zu 95%.
-> gesellschaftlich ist es aber deutlich vorteilhafter erst mal alle zu Impfen, und erst danach wieder von vorne anzufangen. Aus ethischen Gründen sowieso.
Hm, Drosten begründete das im Podcast mit den besonderen Eigenschaften von Schleimhaut-Viren, also dass der Schutz da deutlich kürzer hält.

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Leonard Zelig
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Leonard Zelig »

Rince81 hat geschrieben:
10. Mai 2021, 11:04
https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... 7137b7bed0
Amtsärzte warnen vor Druck auf Impfsystem ab dem Sommer
9.50 Uhr: Wegen der vielen nötigen Auffrischungsimpfungen befürchten die Amtsärzte, dass das Impfsystem in Deutschland im Sommer mächtig unter Druck geraten könnte. Die Chefin des Bundesverbands der Amtsärzte, Ute Teichert, sagte der »Rheinischen Post«, ab Ende Juni oder Anfang Juli müsse in Deutschland nachgeimpft werden – zusätzlich zu den laufenden Erst- und Zweitimpfungen. »Vonseiten der Politik höre ich diesbezüglich aber keinerlei Vorschläge, wie das organisiert werden sollte. Es scheint vielmehr, als liefe sie planlos in eine solche Situation hinein.« Teichert verwies darauf, dass Studien davon ausgehen, dass Nachimpfungen nach sechs Monaten fällig werden. Andere Länder wie England seien schon dabei, sich darauf vorzubereiten.
Bitte was?
Ob ich als in den 80er-Jahren geborener und in NRW lebender Mensch mich noch vor der Bundestagswahl impfen lassen kann? Aktuell sind wir in den Impfzentren bei Jahrgang 1951. :(
Inkognito hat geschrieben:
10. Mai 2021, 13:49
Wegen Auffrischungen:
Es war mal zu lesen, dass 20x mehr Antikörper durch die Impfung wie durch die durchschnittliche Infektion gebildet werden. Das mit den Impfauffrischungen ist ein oft gut begründetes typisch deutsches Vorsichtsdenken. Hep. A+B sollten wir ja alle 10 Jahre machen, während andere (auch hochentwickelte) Länder sagen, eine Dose reicht ein Leben lang. So wird es auch hier sein, der Mittelwert wird Schutz für mindestens 1-2 Jahre geben, aber es kann halt sein, dass ein paar vielleicht nach 6 Minaten nicht mehr zu 100% vor schweren Verläufen geschützt sind, sondern nur noch zu 95%.
-> gesellschaftlich ist es aber deutlich vorteilhafter erst mal alle zu Impfen, und erst danach wieder von vorne anzufangen. Aus ethischen Gründen sowieso.
Das Problem mit den Auffrischungen ist, dass sie notwendig sind damit die Geimpften nicht wieder infektiös werden, aber diese immer noch sehr gut vor schweren Verläufen geschützt sind. Nach der zweiten Biontech-Dosis ist man ja zu 97% vor schweren Verläufen geschützt, das ändert sich nicht innerhalb von ein paar Monaten.
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DickHorner
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von DickHorner »

Leonard Zelig hat geschrieben:
10. Mai 2021, 18:51
Rince81 hat geschrieben:
10. Mai 2021, 11:04
https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... 7137b7bed0
Amtsärzte warnen vor Druck auf Impfsystem ab dem Sommer
9.50 Uhr: Wegen der vielen nötigen Auffrischungsimpfungen befürchten die Amtsärzte, dass das Impfsystem in Deutschland im Sommer mächtig unter Druck geraten könnte. Die Chefin des Bundesverbands der Amtsärzte, Ute Teichert, sagte der »Rheinischen Post«, ab Ende Juni oder Anfang Juli müsse in Deutschland nachgeimpft werden – zusätzlich zu den laufenden Erst- und Zweitimpfungen. »Vonseiten der Politik höre ich diesbezüglich aber keinerlei Vorschläge, wie das organisiert werden sollte. Es scheint vielmehr, als liefe sie planlos in eine solche Situation hinein.« Teichert verwies darauf, dass Studien davon ausgehen, dass Nachimpfungen nach sechs Monaten fällig werden. Andere Länder wie England seien schon dabei, sich darauf vorzubereiten.
Bitte was?
Ob ich als in den 80er-Jahren geborener und in NRW lebender Mensch mich noch vor der Bundestagswahl impfen lassen kann? Aktuell sind wir in den Impfzentren bei Jahrgang 1951. :(
Vielleicht ist es ja Zeit für eine berufliche Neuausrichtung? Alles neu macht der Mai!

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Leonard Zelig
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Leonard Zelig »

DickHorner hat geschrieben:
10. Mai 2021, 19:09
Leonard Zelig hat geschrieben:
10. Mai 2021, 18:51
Rince81 hat geschrieben:
10. Mai 2021, 11:04
https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... 7137b7bed0



Bitte was?
Ob ich als in den 80er-Jahren geborener und in NRW lebender Mensch mich noch vor der Bundestagswahl impfen lassen kann? Aktuell sind wir in den Impfzentren bei Jahrgang 1951. :(
Vielleicht ist es ja Zeit für eine berufliche Neuausrichtung? Alles neu macht der Mai!
Seit letzten Monat bin ich Beamter auf Widerruf. Jetzt schon wieder die berufliche Ausrichtung zu wechseln wäre selbst mir zu schnell. ;)
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ragdel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von ragdel »

Feamorn hat geschrieben:
10. Mai 2021, 12:29
Drosten hat das letzte oder vorletzte Woche im Podcast schon angesprochen, dass er findet, dass das Thema Auffrischung nicht öffentlichkeitswirksam genug kommuniziert wird. Er sprach da von 6-12 Monaten, da fehlten noch die Untersuchungen.
Hatte das daher schon auf dem Schirm und fand das mit den Schließungen der Impfzentren, die ja vom Vorsitzenden des Gesundheitsausschuss der Union schon ins Spiel gebracht wurde, da einigermaßen fahrlässig.
Klar geht das auf Dauer nicht mit den Zentren, aber die jetzt einfach dicht zu machen, wäre halt echt fatal.
Sehe ich auch so.
Die Regierung würde unser IZ auch gerne bald zumachen, da die Impfzentren recht teuer im Betrieb sind und viel Personal binden was halt an anderen Stellen dann fehlt.
Meine eigentliche Stelle ist auch seit Dezember unbesetzt und die Arbeit bleibt liegen.

Gerade mit den Nachimpfungen denke ich aber, dass es die Impfzentren mindestens noch das ganze Jahr benötigt werden.
Falls irgendwann mal mehr Impfstoff kommt. Der ist leider immer noch totale Mangelware.

Wir haben ende Dezember mit den ersten Impfungen angefangen, da muss man langsam über die Auffrischung nachdenken.

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