COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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HerrReineke
Archduke of Banhammer
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von HerrReineke »

Rince81 hat geschrieben: 31. Mai 2021, 20:29 SH bekommt doch wieder knapp 60.000 Dosen Astra von Dänemark und sucht gerade Ärzte, die das verimpfen. Ich würde mich jetzt ans Telefon klemmen... Das muss alles weg, da nur noch bis Ende Juni haltbar...
Astra (und J&J) ist bei ihr leider nicht möglich, da sie auch so schon ein erhöhtes Thrombosenrisiko hat. Muss also "trotz" des Alters auf ärztliches Anraten auf einen mRNA-Impfstoff warten (und würde auch selbst deswegen nichts anderes nehmen wollen). Aber davon wiederum gibt es hier scheinbar nicht genug. Hausarzt hatte zuletzt noch über 400 Leute auf der Warteliste, teilweise sogar Prio2 :?
Quis leget haec?
Crenshaw
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Crenshaw »

Santiago Garcia hat geschrieben: 31. Mai 2021, 19:35 Ich werde am Freitag geimpft. :dance:
Glückwunsch

hab vorhin mit meiner Schwester telefoniert, sie (sie ist verheiratet) haben jetzt auch ihre Termine gekriegt (hat erst alle möglichen Impfzentren im Netz probiert und dann die Hotline und da hatte sie etwas Glück, es gab zwar keine Termine, aber die info das 12Uhr 20000 Termine freigeschaltet werden und da hats dann geklappt), d.h. meine direkte Familie ist geimpft bzw. hat ihre Termine und Miite/Ende Juli sind auch die Zweitimpfungen durch
ZiggyStardust
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von ZiggyStardust »

Mein Hausarzt meint, auf seiner Warteliste stehen aktuell 1400 Leute bei ca. 50 Impfstoffdosen, die der Praxis pro Woche zur Verfügung stehen. In meinem Landkreis (über 500.000 Menschen) gibt es genau ein Impfzentrum, und selbst das musste unserem Landrat erstmal aufgeschwatzt werden. Am liebsten hätte der uns wohl in die benachbarten Landkreise geschickt, weil Impfzentren ja teuer sind und so. :roll: Besagtes Impfzentrum hat laut Zeitung eine Warteliste mit 10.000 Personen und der Landkreis bekommt neuerdings nur noch 4000 Dosen Impfstoff pro Woche anstatt der eigentlich zugesicherten 6500. Der 7. Juni kann also kommen. ;)
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Alienloeffel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Alienloeffel »

HerrReineke hat geschrieben: 31. Mai 2021, 21:10
Rince81 hat geschrieben: 31. Mai 2021, 20:29 SH bekommt doch wieder knapp 60.000 Dosen Astra von Dänemark und sucht gerade Ärzte, die das verimpfen. Ich würde mich jetzt ans Telefon klemmen... Das muss alles weg, da nur noch bis Ende Juni haltbar...
Astra (und J&J) ist bei ihr leider nicht möglich, da sie auch so schon ein erhöhtes Thrombosenrisiko hat. Muss also "trotz" des Alters auf ärztliches Anraten auf einen mRNA-Impfstoff warten (und würde auch selbst deswegen nichts anderes nehmen wollen). Aber davon wiederum gibt es hier scheinbar nicht genug. Hausarzt hatte zuletzt noch über 400 Leute auf der Warteliste, teilweise sogar Prio2 :?
Mir wurde dazu gesagt, dass die herkömmlichen Risiko Gruppen für Thrombosen keinerlei begünstigende Eigenschaften für Sinusvenenthrombosen hätten.
Ich bin aber kein Mediziner, kann das jemand hier bestätigen?
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Axel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Axel »

Persönliches Corona-Update:

Ist schon ein 3/4 Jahr als ich hier das letzte Mal geschrieben habe. *Mir selbst* geht es ganz gut. Wieder. Die letzten Monate waren die Hölle. Der ganze Scheiß hat die Beziehung zu meiner damaligen Freundin zerstört. Die Frau, die mich in den letzten Jahren immer wieder stabilisierte. Andre weiß, was die Frau mir bedeutet. Aber was vorher diverse Depressionen und Suizidversuche meinerseits nicht geschafft haben, diese verdammten Maßnahmen haben es. Es hat vor allem sie psychisch extrem mitgenommen. Soweit, dass sie mich selbst runtergezogen hat. Daher war unsere gemeinsame Entscheidung im Dezember die Trennung. Wir hätten uns gegenseitig nur noch mehr geschadet statt geholfen. Ich selbst musste darauf umziehen, einfach mal neue Umgebung.

Ansonsten? Trennungen gab es etliche im gemeinsamen Freundeskreis. Gute Freunde sind pleite gegangen. Meine Lieblings-Szenekneipe wird nie wieder öffnen können, da die Betreiberin durch die fehlenden "Hilfen" des Staates pleite gegangen ist. Vor zwei Jahren noch ein geiles Lokal mit tollen Stammgästen, geile Live-Musik und jahrzehntelang Erfüllung ihres Lebenstraumes. Heute Hartz IV, frustriert, verzweifelt, resigniert.

Am meisten macht mich aber die Entsolidarisierung in der Gesellschaft zu schaffen.
Letzte Woche war ich mit einer guten Kumpeline und meiner Ex-Freundin beim Non-WGT in Leipzig. Die Moritzbastei hatte ein tollen Open Air Programm, es gab das viktorianische Picknick, ein abgespeckte Heidnisches Dorf und natürlich der obligatorische Spaziergang übern Südfriedhof. Abends dann kleine Tanzveranstaltungen unterm freien Himmel. Alles streng nach dem Motto von Gerhard Scheuch Open Air statt Ausgangssperre.
Jedenfalls: Besagte Kumpeline hat sich in den letzten Monaten (!) den Arsch aufgerissen - sie arbeitet als Pflegerin auf der Intensivstation. Wir haben dort etliche Leute kennengelernt, die aus dem medizinischen Bereich kamen. Alle einte das eine Ziel: Für 2-3 Tage mal die ganze Scheiße vergessen. Das C-Wort und auch das I-Wort nicht in den Mund nehmen. Komplettes Medienverbot inklusive. Einfach mal abschalten. Ja, ohne Masken und Abstand. Denn es sollte an diesem Wochenende mal wieder normal sein. Zumal alle Beteiligten entweder geimpft, genesen oder getestet waren. Und es war Open Air. Mehr Schutz geht nicht. Und es war ein wirklich tollen Wochenende. Wir haben sehr viel Kraft und Hoffnung getankt.
Doch dann hat besagte Kumpeline Fotos davon auf Facebook geteilt. Und urplötzlich bekam sie nen Shitstorm. Von denselben Leuten, die sie vorher noch "bejubelt" hatten, weil sie ja auf der Intensiv arbeitet. Aber mal ein Wochenende alles vergessen und die Seele baumeln lassen? Diese Maske als Trigger zu ihrer Arbeit mal verbannen? Das geht natürlich nicht. "Ihr seid schuld, wenn die Inzidenzen in Leipzig wieder explodieren" und all das übliche Geschrei. Das lustige dabei ist: Die Kumpeline und ich hatten auch schon teils heftige Meinungsverschiedenheiten, weil ich die Gesellschaft nur noch für hysterisch finde. Nach dem Shitstorm konnte sie das zumindest nachvollziehen, was ich damit meine. Da ist jemand seit Anfang des Jahres geimpft, hat ein scheiß Jahr hinter sich und muss sich dann noch beschimpfen lassen, weil sie mal 3 Tage Normalität haben will...

Das ist es, was mich mittlerweile eher fertig macht. Nicht mal mehr die Maßnahmen selbst. Daran konnte ich mich sogar gewöhnen. Aber diese Spaltung in der Gesellschaft, die ist heftig.

---------------------------------------

Und dann will ich noch was zum diskutieren da lassen:

Kinderarmut während der Pandemie stärker zugenommen:
https://www.swr.de/swr2/wissen/kinderar ... 8-100.html

In den OECD Ländern haben sich Depressionen und Angststörungen unter Kinder und Jugendlichen verdoppelt, teilweise verdreifacht:
https://www.tagesspiegel.de/politik/oec ... 09702.html

Übrigens, eine Zahl aus dem heutigen Corona-Ticker vom MDR: 2020 gingen allein ein Dresden rund 2400 Anzeigen wegen Kindeswohlgefährdung ein. Ganze 38% mehr als 2019. Allein in Dresden wohlgemerkt. Wäre interessant zu wissen, wie viele es bundesweit waren.

Und jetzt die Pointe:
https://www.berliner-zeitung.de/gesundh ... 9?pid=true

Jens Spahn plant, dass man Psychotherapien einfach so zeitlich begrenzen könnte. Wer dann nach einer bestimmten Stundenzahl immer noch nicht auf sen Beinen ist: Pech gehabt. Statt also an der Versorgungslage allgemein zu arbeiten, plant man harte Einschnitte.
„Kein Wunder also, dass wir uns den Debatten der Allgemeinheit anschließen und lieber darüber nachdenken, wer zu uns gehört und nicht, als gemeinsam über Lösungen zu streiten. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“
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Felidae
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Felidae »

Axel hat geschrieben: 1. Jun 2021, 12:09 Aber mal ein Wochenende alles vergessen und die Seele baumeln lassen? Diese Maske als Trigger zu ihrer Arbeit mal verbannen?
Irgendwie würde ich ja vermuten, dass es 99 % der Bevölkerung so geht, mit diesem Wunsch. Blöderweise ist das dem Virus halt herzlich egal. Bzw. es freut sich dann sogar eher noch.

Ernsthaft - den Wunsch haben, okay. Für sich selbst entscheiden, dass das Risiko minimal ist und deshalb ausnahmsweise auf Schutzmaßnahmen verzichten - auch noch okay. Aber davon dann Fotos ins Netz stellen - zumindest mal sehr naiv.
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Golmo
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Golmo »

Felidae hat geschrieben: 1. Jun 2021, 12:32
Axel hat geschrieben: 1. Jun 2021, 12:09 Aber mal ein Wochenende alles vergessen und die Seele baumeln lassen? Diese Maske als Trigger zu ihrer Arbeit mal verbannen?
Blöderweise ist das dem Virus halt herzlich egal.

Hast du seinen Beitrag komplett gelesen???
Die waren alle geimpft, getestet, genesen UND AN DER LUFT!
Es wäre absolut lächerlich & peinlich da ne Maske aufzuziehen.

Wenn die Leute so extrem weitermachen, dann kannste dir die Maske bald am Gesicht fest tackern. Die werden wir dann nie mehr los.
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Felidae
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Felidae »

Golmo hat geschrieben: 1. Jun 2021, 12:45

Hast du seinen Beitrag komplett gelesen???
Die waren alle geimpft, getestet, genesen UND AN DER LUFT!
Es wäre absolut lächerlich & peinlich da ne Maske aufzuziehen.

Wenn die Leute so extrem weitermachen, dann kannste dir die Maske bald am Gesicht fest tackern. Die werden wir dann nie mehr los.
Ja hab ich. Und dazu auch die ganzen Artikel, nach denen eine Ansteckung im freien unwahrscheinlicher, aber nicht unmöglich ist. Und jene, dass die Masken auch für Geimpfte weiterhin notwendig sind. Und was liest Du so?
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Golmo
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Golmo »

Felidae hat geschrieben: 1. Jun 2021, 12:49
Ja hab ich. Und dazu auch die ganzen Artikel, nach denen eine Ansteckung im freien unwahrscheinlicher, aber nicht unmöglich ist. Und jene, dass die Masken auch für Geimpfte weiterhin notwendig sind. Und was liest Du so?
Neid.
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Felidae
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Felidae »

Golmo hat geschrieben: 1. Jun 2021, 12:53
Felidae hat geschrieben: 1. Jun 2021, 12:49
Ja hab ich. Und dazu auch die ganzen Artikel, nach denen eine Ansteckung im freien unwahrscheinlicher, aber nicht unmöglich ist. Und jene, dass die Masken auch für Geimpfte weiterhin notwendig sind. Und was liest Du so?
Neid.
Dann solltest Du nochmal in die Buchstabierschule.

Und damit beende ich die Unterhaltung, bevor es hässlich wird.
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Golmo
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Golmo »

Der Klassiker in drei Akten: Unsinn posten, Drohen, Unterhaltung beenden.
Hoffe dein Nachbar kauft sich nie einen Sportwagen.
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Andre Peschke
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andre Peschke »

Golmo hat geschrieben: 1. Jun 2021, 14:02 Der Klassiker in drei Akten: Unsinn posten, Drohen, Unterhaltung beenden.
Hoffe dein Nachbar kauft sich nie einen Sportwagen.
Gesperrt. Ihr kennt die Regeln.
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exx
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von exx »

Alienloeffel hat geschrieben: 31. Mai 2021, 23:40 Mir wurde dazu gesagt, dass die herkömmlichen Risiko Gruppen für Thrombosen keinerlei begünstigende Eigenschaften für Sinusvenenthrombosen hätten.
Ich bin aber kein Mediziner, kann das jemand hier bestätigen?
Genau das hat man mir beim Hausarzt auch gesagt. Selbst wenn man Thrombosen mal hatte oder in der Familie soll das nicht das Risiko der Sinusvenenthrombosen erhöhen.
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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

OK, in Berlin kann ich jetzt ab Freitag sogar ohne Test draußen mein Bier genießen. Drinnen dann mit Test.

Ja spinn ick, oda wat?

Nicht dass ich mich nicht freuen würde. Aber geht jetzt doch etwas (zu?) schnell, imo. Mamamia! Zumal das mit der Schnelltestorga super geklappt hat bisher.
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

bluttrinker13 hat geschrieben: 1. Jun 2021, 16:15 Nicht dass ich mich nicht freuen würde. Aber geht jetzt doch etwas (zu?) schnell, imo. Mamamia! Zumal das mit der Schnelltestorga super geklappt hat bisher.
Ja... Es ist zum Mäusemelken, im Kultursektor ist nach wie vor fast alles zu, in Gastronomie und Hotellerie wird dafür immer schneller gelockert, als ob es kein Corona mehr gibt oder man erstmal ein paar Tage abwartet, welche Auswirkungen die bisherigen Lockerungen haben. Da entsteht gerade eine enorme Schieflage.
Beispiel: Hier in MV gilt seit dem Herbst eine Einreisesperre, egal ob für Touristen oder Besucher, nur zum Besuch des engsten Familienkreises (Eltern, Großeltern, Ehepartner, Lebensgefährten, Kinder) durfte man ins Land einreisen. Jetzt dürften ab dem 04.06. auch auswärtige Touristen wieder rein, sofern sie eine Unterkunft buchen. Wer hingegen privat Freunde oder Familie (Geschwister, etc.) besuchen will muss noch bis zum 11.06. draußen bleiben. Klare Prioritätensetzung hier im Land. Touristen vor dem Familienbesuch!
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TheDarkShadow
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von TheDarkShadow »

Puh, ja, hier in München merkt man die Lockerungen und das gute Wetter auch gleich. Auf den Weg von der Arbeit nach Hause war der ÖPNV so dermaßen voll, dass man in den U-Bahnen schon quasi keine Luft mehr bekommen hat, so ist das nur ne Frage bis es hier wieder implodiert. Das hat mir heute fast schon Angst gemacht (unglaublich eigentlich wie sehr sich die Wahrnehmung so verändert, früher war das quasi normal...).
lolaldanee
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von lolaldanee »

Jo, nachdem die Menschen alle an die Isar rennen etc. ist es gar nicht mal so schlimm, aber die Tram und U-Bahnen sind echt ein Problem
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Axel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Axel »

Felidae hat geschrieben: 1. Jun 2021, 12:32 Ernsthaft - den Wunsch haben, okay. Für sich selbst entscheiden, dass das Risiko minimal ist und deshalb ausnahmsweise auf Schutzmaßnahmen verzichten - auch noch okay. Aber davon dann Fotos ins Netz stellen - zumindest mal sehr naiv.
Also wenn man mal 2-3 schöne Tage hatte, darf man das dann nicht teilen? Darum geht es doch. Da muss sie sich nach zig Monaten härtester Arbeit (körperlich wie psychisch) auf der Intensiv als Coronaleugnerin und AfD Wählerin beschimpfen lassen, weil sie mal ein paar Fotos mit ausgelassenen Menschen postet, die zusammen lachen und sich unterhalten?
Das ist halt das Problem was ich habe: Pflegekräfte werden gerne instrumentalisiert, etwa wenn es gegen #allesdichtmachen geht. Aber wenn eine Pflegekraft nach Monaten härtester Arbeit mal wieder Kraft tanken will und man sich mit Freunden trifft, die man seit 2 Jahren und länger nicht mehr gesehen hat, dann muss man sich als Querdenkerin beschimpfen lassen, weil man bewusst auf die Maske verzichtet und man auf andere Schutzmaßnahmen baut (Testen, Impfen, Open Air)?

Ach ja: Wo war eigentlich der riesige Shitstorm, der sich bei #allesdichtmachen entlud, als die Kirchen nur ein paar Wochen vorher Tarifverträge für die Altenpflege verhinderten? Das ist es, was ich einfach nur noch, auf Deutsch gesagt, zum kotzen finde. Solchen Videos, egal wie man sie nun findet (ja, die kann man auch doof finden!), wird eine riesige Aufmerksamkeit geschenkt. Aber wenn die zwei Kirchen in diesem Land Tarifverträge in der Altenpflege verhindern, dann interessiert das niemanden. Dann ist das kein Dauerthema in den Medien, in den Talkshows, auf Plattformen wie Facebook oder Twitter.
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XfrogX
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von XfrogX »

Ist doch ganz klar was sowas an andere vermittelt. Und ich würde mal sagen das die Kraft nicht durch hinterher das offene Teilen der Fotos geschieht.

Und jeder versteht doch das wenn man sowas offen zur Schaustellt es genau die Leute animiert es nachzumachen die sich eher weniger um geimpft getestet … kümmern. Zumal ja genauso wie man gelernt hat draußen ist selbst mit Abstand nicht 100% sicher, so ist auch getestet nicht 100% sicher und geimpfte sind zumindest immernoch nicht garantiert sicher gegen anstecken von anderen.

Das sowas dann bei Leuten denen man eine solch wichtige Aufgabe nachgehen und denen man vorher noch sein Vertrauen ausgesprochen hat schlecht ankommen ist doch irgendwie auch nachvollziehbar.

Jeder kann ja für sich privat selber sagen welches Risiko man bereit ist zu tragen aber wenn man es offen anderen vor Augen hält muss man auch mit der Kritik leben.
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lipt00n
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von lipt00n »

Axel hat geschrieben: 1. Jun 2021, 12:09 Am meisten macht mich aber die Entsolidarisierung in der Gesellschaft zu schaffen.
Man kann auch behaupten, die 2-3 Tage ohne Maske und pipapo, also die gezielte Missachtung von geltenden Verordnungen, sei ein Paradebeispiel für Entsolidarisierung.
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