COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

schneeland hat geschrieben: 8. Jun 2021, 15:15 In Related News: die Impfzentren in Hessen werden Ende September abgebaut (Quelle: Hessenschau). Bin mal gespannt, wie viele Leute bis dahin wirklich geimpft sind.
Jo, mittlerweile sind sich die meisten Experten sicher, dass ab Herbst Booster Impfungen beginnen müssten, gerade gegen Delta und wir stellen zum Herbst die Impfzentren ein... Irre. Wir brauchen für die neue Räumlichkeiten aber doch kein ersatzloses Streichen - es ist offenkundig, dass die Ärzte mittlerweile gemerkt haben, dass Impfen doch etwas aufwändiger ist, als sie anscheinend vermutet hatten.
Zuletzt geändert von Rince81 am 8. Jun 2021, 15:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Peninsula
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Peninsula »

Andre Peschke hat geschrieben: 7. Jun 2021, 16:21 Nu klingt es aber doch schon so, als wären die Masken 100% einsetzbar, außer in bestimmten Arbeitsbereichen mit hoher Außentemperatur (also, Gießerei oder sowas). Das ist für die Nutzung in der Pandemie aber unerheblich.
Es wunderte die ganze Zeit schon, dass der Spiegel zwar die Masken als "unbrauchbar" etc bezeichnet, aber nie einen Beleg dafür geliefert hat, warum sie denn unbrauchbar sein sollen. Wenn es wirklich nur um mangelnde Konformität zu EU Normen o.ä. geht, finde ich das einen semantischen Trick, der das ganze unlauter zu etwas aufbläht - gerade mit Blick auf die von dir erwähnte Problematik - was der Realität nicht gerecht wird.
Das sehe ich tatsächlich komplett anders. Sollte das BMG unbrauchbare "Schrottmasken" unters Volk gebracht haben, ist das natürlich ein Skandal - und darauf gibt es durchaus Hinweise. Bspw. diesen Artikel (leider hinter Paywall) auf Zeit Online aus der letzten Woche mit dem Titel "Die vom Bund waren besonders beschissen". Das Zitat im Titel stammt von einer für den Arbeitsschutz in ihrer Region zuständigen Mitarbeiterin des Arbeiter-Samariter-Bundes, die vom Bund "geschenkte" Masken hat nachprüfen lassen und sie erwiesen sich als... nunja, beschisschen. Das haben wohl auch im Auftrag der Zeit durchgeführte Tests bestätigt.
Völlig unabhängig von der tatsächlichen Qualität der Masken halte ich aber auch die Denkweise für skandalös, dass man Masken gezielt an besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen verteilt, die "bloß irgendwelche" EU-Normen nicht erfüllen. Entweder sind die EU-Normen für den Einsatz in der Pandemie tatsächlich irrelevant, dann können und sollen die Masken so eingesetzt werden, wie ursprünglich beabsichtigt und dann sollten diese Normen aber auch bei den Regelungen für die Pandemie seitens der Bundesregierung ganz offiziell als nicht relevant betrachtet werden. Da gab es ja laut Spiegel zumindest zwischen dem (zuständigen) Arbeits- und dem Gesundheitsministerium erheblichen Dissenz.
Wenn die Masken nur eingeschränkt nutzbar sind, dann sollte man das eben entsprechend klar kennzeichnen und ggf. den Einsatzbereich definieren (bspw ließen sich ja Masken speziell für besonders "kurze" Nutzung, wie "einmal Einkaufen im Supermarkt" o.ä. verteilen - eventuell auch direkt am entsprechenden Nutzungsort), aber da kann man imo nicht einfach Personengruppen von allgemeinen Sicherheitsnormen ausnehmen. Ein Bundesministerium darf doch nicht sagen: "Wir haben als Regierung zwar unsere Sicherheitsstandards und wollen uns auch daran halten, aber die gelten jetzt mal nicht für Behinderte, Obdachlose und sozial Schwache. Wir haben nämlich zu viel eingekauft und da wäre es doch sonst schade drum!"
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Peninsula hat geschrieben: 8. Jun 2021, 15:25 Wenn die Masken nur eingeschränkt nutzbar sind, dann sollte man das eben entsprechend klar kennzeichnen und ggf. den Einsatzbereich definieren (bspw ließen sich ja Masken speziell für besonders "kurze" Nutzung, wie "einmal Einkaufen im Supermarkt" o.ä. verteilen - eventuell auch direkt am entsprechenden Nutzungsort), aber da kann man imo nicht einfach Personengruppen von allgemeinen Sicherheitsnormen ausnehmen.
Das ist selbstverständlich! Es wäre keinesfalls gegangen zu sagen: "Hier, wir haben für euch diese schicken tollen FFP2 Masken", wenn es sich nicht um FFP2 Masken handelt. Da hätte klar kommuniziert werden müssen, was das für Masken sind. Wirksam für den Infektionsschutz im "Haushaltsgebrauch" und deutlich besser als diese merkwürdigen OP-Masken die ja allseits akzeptiert werden.
Ein Bundesministerium darf doch nicht sagen: "Wir haben als Regierung zwar unsere Sicherheitsstandards und wollen uns auch daran halten, aber die gelten jetzt mal nicht für Behinderte, Obdachlose und sozial Schwache. Wir haben nämlich zu viel eingekauft und da wäre es doch sonst schade drum!"
Das ist imho nicht passiert. Hier wurde geschaut, wo diese Masken am besten helfen und wo Mangel besteht - und das war - bei der Preissituation im vergangenen Jahr - dort. Der Rest ist aktuell reininterpretiert.
Das sehe ich tatsächlich komplett anders. Sollte das BMG unbrauchbare "Schrottmasken" unters Volk gebracht haben, ist das natürlich ein Skandal - und darauf gibt es durchaus Hinweise. Bspw. diesen Artikel (leider hinter Paywall) auf Zeit Online aus der letzten Woche mit dem Titel "Die vom Bund waren besonders beschissen". Das Zitat im Titel stammt von einer für den Arbeitsschutz in ihrer Region zuständigen Mitarbeiterin des Arbeiter-Samariter-Bundes, die vom Bund "geschenkte" Masken hat nachprüfen lassen und sie erwiesen sich als... nunja, beschisschen. Das haben wohl auch im Auftrag der Zeit durchgeführte Tests bestätigt.
Dann hier die Frage, was für Masken waren es? Pauschal welche "vom Bund" reicht nicht. Waren es Masken aus diesem Bereich mit einer CPI-Prüfung oder waren es andere FFP2-Masken. Hier in MV wurden im Winter an jeden Haushalt 6 vernünftig geprüfte FFP2 Masken durch die Landesregierung verteilt und zumindest die, die ich im Briefkasten hatte, waren völliger Schrott. Bei der Ersten Riss beim aufsetzen das Ohrbändchen, die Zweite Riss wenige Minuten nach dem aufsetzen an der Vorderseite und die Dritte passte miserabel und meine Brille ist sofort beschlagen - die übrigen habe ich dann entsorgt... Keine CPI Masken, sondern echte FFP2 mit Prüfzertifikat und allem... Schade drum ich hatte davon volle 12 Stück im Briefkasten...
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Peninsula »

Rince81 hat geschrieben: 8. Jun 2021, 15:48 Das ist imho nicht passiert. Hier wurde geschaut, wo diese Masken am besten helfen und wo Mangel besteht - und das war - bei der Preissituation im vergangenen Jahr - dort. Der Rest ist aktuell reininterpretiert.
Mag sein, dass ich Dinge "reininterpretiere" - die von dir geschilderte Interpretation gibt die Berichterstattung (so sie denn inhaltlich nicht gänzlich falsch ist) aber schlicht nicht her. SPON (leider wieder hinter der Paywall) schreibt im Artikel So will Jens Spahn unbrauchbare Masken im Wert von einer Milliarde Euro verschwinden lassen
Zeitweise setzte sich Spahns Haus durch. Ende Januar wurde die Corona-Arbeitsschutzverordnung so ergänzt, dass Arbeitgeber auch Spahns quickiegetestete Masken Mitarbeitern zur Verfügung stellen durften. Zwei Wochen später wurde diese Regelung auf Druck des Arbeitsministeriums rückgängig gemacht.

Aber Spahns Leute hatten da schon die nächste Vertriebsidee. Gerade jetzt, als sich die zweite Welle der Pandemie abschwächte, könnten Menschen mit Behinderungen damit versorgt werden. Oder Obdachlose. Sogar gratis. Und Hartz-IV-Empfänger. Die könnten die Masken doch auch gut gebrauchen.

Heils Beamte sollten zustimmen, doch das ging ihnen endgültig zu weit. "Sicherheit und Gesundheit müssen an erster Stelle stehen", schrieb Staatssekretär Böhning an Steffen, "insbesondere mit Blick auf die vulnerablen Personengruppen." Bevor solche Masken verteilt würden, müssten die fehlenden Prüfschritte nachgeholt werden. "Unerlässlich" sei das.
Die Masken mögen also Hals über Kopf in einer extrem schwierigen Marktsituation im vergangenen Jahr angeschafft worden sein. Der "wohltätige Zweck" ist aber lt. Spiegel eine Idee aus diesem Jahr. Eine Idee am Ende einer ganzen Reihe von Versuchen, die Masken irgendwie loszuwerden, ohne sie als Verlust verbuchen zu müssen. Wenn das Bundesgesundheitsministerium 2021 (im Februar?) Bedürftige mit Masken hätte versorgen wollen, hätte es das auch anders gekonnt. Da gab es diesen Mangel nicht mehr.
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Peninsula hat geschrieben: 8. Jun 2021, 16:16 SPON (leider wieder hinter der Paywall) schreibt im Artikel
Ich habe bei der Thematik ein Problem mit SPON als Quelle, die sind mittlerweile direkt da involviert. Die waren diejenigen, die in der vergangenen Woche noch knallhart von "unbrauchbaren " bzw. von "Schrottmasken" geschrieben haben und mittlerweile auf das Wording "angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken" und auf die grandiose Wortschöpfung "quickiegetestete Masken" gewechselt sind. Denen fliegt ihre Berichterstattung derart um die Ohren, dass ich da lieber Informationen aus anderen Redaktionen hätte.

Dazu versuchen sie mittlerweile völlig unschuldig, dies als Streit zwischen CDU und SPD darzustellen...
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von schneeland »

Rince81 hat geschrieben: 8. Jun 2021, 15:25 Jo, mittlerweile sind sich die meisten Experten sicher, dass ab Herbst Booster Impfungen beginnen müssten, gerade gegen Delta und wir stellen zum Herbst die Impfzentren ein... Irre. Wir brauchen für die neue Räumlichkeiten aber doch kein ersatzloses Streichen - es ist offenkundig, dass die Ärzte mittlerweile gemerkt haben, dass Impfen doch etwas aufwändiger ist, als sie anscheinend vermutet hatten.
Das ist der Teil, der mich mittlerweile wirklich extrem ankäst: wir wissen seit mindestens einem Jahr, dass es für diese Pandemie konsequentes Handeln und vorausschauendes Handeln braucht, aber gefühlt werden immer noch alle Entscheidungen aus tagespolitischen Erwägungen gezogen. Dass man in den ersten paar Monaten keinen Plan hatte, sehe ich jedem nach - aber immer wieder den gleichen Fehler zu machen grenzt schon an Vorsatz.
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Dennis Diel »

Ich hatte heute meine zweite Impfung und stelle (wenig überrascht) fest: Angststörungen und ein bisschen Hypochondrie vertragen sich eher geht so mit Biontech. Mir ist übel, mein Arm tut weh und die Gedanken kreisen, ob das alles normal ist und ob’s ggf schlimmer wird. Diese Pandemie ist eineinhalb Jahre purer emotionaler Stress.
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andre Peschke »

Dennis Diel hat geschrieben: 8. Jun 2021, 17:51 Ich hatte heute meine zweite Impfung und stelle (wenig überrascht) fest: Angststörungen und ein bisschen Hypochondrie vertragen sich eher geht so mit Biontech. Mir ist übel, mein Arm tut weh und die Gedanken kreisen, ob das alles normal ist und ob’s ggf schlimmer wird. Diese Pandemie ist eineinhalb Jahre purer emotionaler Stress.
Ja, das ist bestimmt Scheiße. Aber bald isses rum und dann kannst du dich mit Impfung hoffentlich etwas entspannen!

Alles Gute!
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Wudan
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Wudan »

Dennis Diel hat geschrieben: 8. Jun 2021, 17:51 Ich hatte heute meine zweite Impfung und stelle (wenig überrascht) fest: Angststörungen und ein bisschen Hypochondrie vertragen sich eher geht so mit Biontech. Mir ist übel, mein Arm tut weh und die Gedanken kreisen, ob das alles normal ist und ob’s ggf schlimmer wird. Diese Pandemie ist eineinhalb Jahre purer emotionaler Stress.
Ja alles normal und im grünen Bereich, keine Sorge! Mein Arm hat nach Biontech auch die erste nacht höllisch weh getan (wirklich einiges heftiger als gedacht^^ autsch hat das gezwiebelt) und alles andere was an leichten Immunreaktionen kommen kann ist spätestens in paar Tagen wieder vorbei. Chill :)
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Peninsula »

Rince81 hat geschrieben: 8. Jun 2021, 16:38 Ich habe bei der Thematik ein Problem mit SPON als Quelle, die sind mittlerweile direkt da involviert.
Die aktuell diskutierten Vorwürfe stammen halt aus dem Spiegel. Und erstmal wurde hier im Thread ja bloß gefragt, woher die aktuelle Aufregung über Spahn kommt. Man muss SPON/Spiegel (ist ja mittlerweile eh alles "der Spiegel", oder?) weder mögen noch Glauben schenken, aber der von mir zitierte Artikel hat die Diskussion ausgelöst. Und der besonders kontrovers diskutierte Vorschlag zur Verteilung der Masken an die genannten Gruppen soll laut Artikel aus diesem Jahr stammen, daher ist der Verweis auf die Marktsituation im letzten Jahr als Einwand imho nicht relevant.
Rince81 hat geschrieben: 8. Jun 2021, 16:38 Die waren diejenigen, die in der vergangenen Woche noch knallhart von "unbrauchbaren " bzw. von "Schrottmasken" geschrieben haben und mittlerweile auf das Wording "angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken" und auf die grandiose Wortschöpfung "quickiegetestete Masken" gewechselt sind. Denen fliegt ihre Berichterstattung derart um die Ohren, dass ich da lieber Informationen aus anderen Redaktionen hätte.
Dazu versuchen sie mittlerweile völlig unschuldig, dies als Streit zwischen CDU und SPD darzustellen...
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 01ffc00d19
Das ist jetzt wirklich eine stark verzerrende Darstellung. Ich habe lediglich einen Ausschnitt aus dem Text zitiert, da stand dann an dieser einen Stelle "quickiegetestete Masken" - nachdem der Artikel lang und breit deutlich macht, was damit gemeint ist. Übrigens ist im Artikel auch weiterhin "knallhart" die Rede von "unbrauchbaren Masken". Und unter dem Artikel findet sich die Anmerkung, dass "auf externen Plattformen wie Google" der Begriff "Schrottmasken" in der Überschrift stand, was aber mittlerweile korrigiert worden sei. Das ist schon transparent. Und auch der Streit zwischen dem unionsgeführten BMG und dem SPD-geführten Arbeitsministerium ist bereits im Artikel Thema und kein nachträglich übergestülpter Spin. Zu "angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken" finde ich Einträge auf anderen Portalen. Ich nehme an, dass die damit zum Ausdruck bringen wollen, dass sie Spiegel zitieren. Dass der Spiegel sich in dieser Weise vom eigenen Artikel distanziert, sehe ich nirgends.
Natürlich ist es wünschenswert, dass weitere Redaktionen diese Vorwürfe überprüfen. Wenn sie sich als falsch oder überzogen erweisen, kann man gerne den Spiegel schelten. Kann man auch jetzt schon zu allen möglichen Themen.
Aber es ist für die Diskussion auch nicht sonderlich erhellend, hier so vehement gegen Form und Inhalt eines Artikels anzuschreiben, den man anscheinend nicht gelesen hat, wenn die Diskussion sich um Vorwürfe aus ebendiesem Artikel dreht.
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von lipt00n »

schneeland hat geschrieben: 8. Jun 2021, 15:15 In Related News: die Impfzentren in Hessen werden Ende September abgebaut (Quelle: Hessenschau). Bin mal gespannt, wie viele Leute bis dahin wirklich geimpft sind.
Wir brauchen die Festhalle und die Stadthalle in OF ja auch für Konzerte, wenn es im Herbst wieder zu schmuddelig für OpenAir wird... :lol:
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Leonard Zelig »

schneeland hat geschrieben: 8. Jun 2021, 15:15 In Related News: die Impfzentren in Hessen werden Ende September abgebaut (Quelle: Hessenschau). Bin mal gespannt, wie viele Leute bis dahin wirklich geimpft sind.
Das kann noch getoppt werden. Hier im Rhein-Erft-Kreis soll das Impfzentrum schon Anfang August langsam abgebaut werden und nur noch Zweitimpfungen durchgeführt werden. Dafür dürfen wir Ende August drei Wochen vor den Prüfungen zurück an die Hochschule. :ugly:
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schneeland
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von schneeland »

Leonard Zelig hat geschrieben: 9. Jun 2021, 08:20 Dafür dürfen wir Ende August drei Wochen vor den Prüfungen zurück an die Hochschule. :ugly:
Zumindest in der Hinsicht kann ich nicht meckern - sowohl mein AG als auch meine Uni machen 'nen ordentlichen Job, was Remotearbeit und -prüfungen angeht.
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Kesselflicken »

Die Gelegenheit, mal als Ossi mit der fortschrittlichen Weitsicht meines Bundeslandes zu prahlen kann ich mir dann natürlich nicht entgehen lassen. :ugly: Der Landkreis Stendal im beschaulichen Sachsen-Anhalt versucht gerade, unser Impfzentrum um eine, perspektivisch sogar zwei Außenstellen zu erweitern!
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Hier gibt es in einem Einkaufszentrum ein Testcenter. Die verteilen bei bei jedem Schnelltest als Bonus einen 5€ Einkaufsgutschein für das gesamte Center. Ich war jetzt die letzten zwei Tage in der Mittagspause da... :ugly:

Gleichzeitig bewirbt DM im Radio Selbsttests für zu Hause für 95 Cent die Packung.
https://www.dm.de/hotgen-corona-schnell ... 34073.html
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von ragdel »

Varus hat geschrieben: 9. Jun 2021, 12:57 Die Gelegenheit, mal als Ossi mit der fortschrittlichen Weitsicht meines Bundeslandes zu prahlen kann ich mir dann natürlich nicht entgehen lassen. :ugly: Der Landkreis Stendal im beschaulichen Sachsen-Anhalt versucht gerade, unser Impfzentrum um eine, perspektivisch sogar zwei Außenstellen zu erweitern!
Aber auch euer Impfzentrum wird bis ende September abgebaut. Es sei denn ihr übernehmt die Finanzierung davon komplett alleine :D
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Kesselflicken »

Wenn ich mir die Prioritäten unseres Landrats seit seinem kleinen "Impfskandal" im Januar anschaue, wäre ich nicht überrascht, wenn er das wirklich so macht. :ugly:

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen- ... 0~amp.html
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... ss126.html
Was passiert mit meinem Impfnachweis, wenn ich mein Smartphone verliere oder ein neues kaufe?
Das ist noch unklar. Der nach dem Impfen erzeugte QR-Code kann bislang nur einmal und nur in ein Smartphone eingelesen werden, so das Gesundheitsministerium.
Das ist nicht deren Ernst...
Sinnvoll ist der digitale Impfpass ohnehin NUR in Kombination mit einem Lichtbildausweis. Warum ist es dann nicht möglich, sich den QR-Code zuhause wegzulegen und mehrfach zu verwenden? :shock:
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

Etwas Sarkasmus zum Morgen:
https://www.tagesschau.de/investigativ/ ... k-105.html

Fast alle Testcenter rechnen nach Recherchen von WDR, NDR und SZ beim Bund den Höchstbetrag von knapp sechs Euro für einen Schnelltest ab. Das Seltsame ist: Selbst im Supermarkt waren die Tests billiger. Wie kann das sein?
Das erforderte investigative Recherchen von WDR, NDR und SZ? :lol: Wenn der Bund ohne Nachweise bis zu 6€ für das Testmaterial akzeptiert werden die selbstverständlich abgerechnet. Da hat doch bitte niemand ernsthaft etwas anderes erwartet?
Wenn das die Journalisten wirklich ernstlich überrascht, würde ich gerne mal deren Steuererklärung sehen. Die haben da bestimmt nie mit den Pauschalbeträgen gearbeitet, die das Finanzamt ohne weitere Nachweise akzeptiert...
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Boris »

Rince81 hat geschrieben: 10. Jun 2021, 09:03 Sinnvoll ist der digitale Impfpass ohnehin NUR in Kombination mit einem Lichtbildausweis. Warum ist es dann nicht möglich, sich den QR-Code zuhause wegzulegen und mehrfach zu verwenden? :shock:
Es waere nicht das erste mal dass nicht das getan wird was sinnvoll ist. :-/ Sehe es genau wie du, aber es wundert mich kein bisschen. Aber wieder ein gutes Geschaeft fuer die Apotheken, wenn sie bei nem Smartphone-Wechsel nochmal 18€ fuer nen neuen QR-Code bekommen (Quelle für die 18€)

Wie ist denn das eigentlich mit diesen ganzen Aktivitaeten fuer die man jetzt nen Test braucht, werden da gross Ausweise kontrolliert oder wedelt man da normalerweise kurz mit irgendeinem PDF auf dem Smartphone und alle sind gluecklich? Hab das selber noch nie genutzt - also Test schon, aber privat nicht als “Eintrittskarte” fuer irgendwas.
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