Welche Filme habt ihr zuletzt geschaut?

Wenn es nicht um Spiele und / oder den Podcast geht, dann stehen die Chancen gut, dass dein Thema hier richtig ist.
WARNUNG: Gerade bei Politik & Co. geht's gerne hoch her. Auch hier gelten die Benimmregeln. Behandelt andere Foren-User immer mit respekt, selbst wenn ihr deren Meinung nicht respektieren könnt!
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Benutzeravatar
Yometheus
Beiträge: 149
Registriert: 18. Jan 2016, 13:41

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Yometheus »

Komme gerade ausm Kino und habe "Deadpool" gesehen. Und ich habe ein verspanntes Gesicht vom Lachen! Eine große Empfehlung von mir, wenn ihr ...

- mit Comics was anzufangen wisst
- mit den bisherigen Comicverfilmungen aus den verschiedensten Gründen nicht 100%ig warm geworden seid
- mit übertriebener, zugespitzter Gewalt keine Probleme habt (übrigens weit unterhalb vom "The Hateful 8"-Level)
- Fans von Eastereggs seid
- Fans von Filmen (oder Inhalten i.A.) seid, die sich mal vollkommen nicht ernst oder auf die Schippe nehmen

Um mal ein Thema rauszugreifen (spoilerfrei!): Alleine zum Thema Sexismus hatte der Film so viele goldene Momente: Wade Wilsons Gesichtsausdruck zum "Internationalen Frauentag" ... oder schon alleine der Kommentar ob es nun sexistisch ist eine Frau zu erschießen - oder eben sexistisch die Frau nicht zu erschießen ... oder die vermeintliche Damsel in Distress am Ende ...

Und im übrigen war die Synchro fantastisch! Ich werde mir den Film auch nochmal in der OV ansehen, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass irgendwas an Wortwitz verloren gegangen wäre ("Nicht in die Luke!").

Und ich hasse Wham ... man, wie ich diesen Shice nicht hören kann ...
Rhetorik-Tipp: Diskussionen gewinnt man leichter, indem man ruhig und sachlich bleibt und eine Pistole vor sich auf den Tisch legt.

Benutzeravatar
derFuchsi
Beiträge: 2572
Registriert: 11. Nov 2015, 10:00
Wohnort: Hessen

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von derFuchsi »

Obwohl ich mit Superheldencomics des sogenannten bronzenen Zeitalters aufgewachsen bin und ich auch die Filme alle gerne sehe bin ich mir nicht sicher ob ich den Film gucken möchte oder nicht.
Erstens war mir Deadpool bisher seltsamerweise überhaupt kein Begriff bis das PC Spiel rauskam (Bin aber seit 20 Jahren raus aus dem Thema Comics) und zweitens kamen mir die Witze in den Trailern ziemlich zotig vor so von der Marke "Mit Kumpels und ein paar Bier angucken". Ist eher nicht so mein Humor. Ich konnte auch z.B. damals über den "Leg dich nicht mit Zohan an" überhaupt nicht lachen, der mir als voll lustig empfohlen wurde.
Aber vermutlich werde ich ihn mir trotzdem irgendwann von DVD anschauen. Bin jetzt schon gespannt was meine Frau dazu sagt :oops:
BildBild Bild
Gamer since ~1987 (C64 C)

Benutzeravatar
Andre Peschke
Beiträge: 4692
Registriert: 9. Jan 2016, 16:16
Kontaktdaten:

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Andre Peschke »

Gestern Deadpool gesehen. Der Film hat einige wirklich coole Gags und allein das Intro macht ihn sofort sympathisch. Die einleitende Action-Sequenz ist auch klasse. Aber der ungebrochene Fluss an Profanität ging mir echt irgendwann auf den Senkel, weil es einfach zu stumpf und zu flach war. Auf jeden halbwegs netten Penis/Arsch/Sex-Spruch kamen zehn, die einfach nur vulgär waren und sonst nix. Das machte den Film insgesamt recht unausgewogen für mich - teils nervte er mich, dann fand ich ihn wieder sehr unterhaltsam.

Ist natürlich so ein Film, wo sich Fans dauernd auf die Schulter klopfen können, weil sie die vielen Anspielungen verstehen und die Selbstironie macht schon auch Spaß. Ist so ein Fall, wo ich mir auch vorstellen kann, dass die deutsche Version sogar besser ist, wenn sie kreative Übersetzer hatte. Hach, ich weiß nicht. War nicht schlecht, macht vieles, was ich an Actionfilmen mag, aber immer wieder einfach zu dumm. Wie Transformers, nur ohne die geilen Effekte, also. ^^

Andre

Benutzeravatar
Yometheus
Beiträge: 149
Registriert: 18. Jan 2016, 13:41

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Yometheus »

Andre Peschke hat geschrieben:Hach, ich weiß nicht. War nicht schlecht, macht vieles, was ich an Actionfilmen mag, aber immer wieder einfach zu dumm. Wie Transformers, nur ohne die geilen Effekte, also. ^^
Ah nee, den Vergleich zu Transformers kannste nicht bringen :shock:

Michael Bays "The Rock" ist einer der Action-Klassiker meiner Kindheit und den kann ich heute schon kaum noch ohne Perma-Facepalm anschauen. Was der Typ aber mit dem Transformers-Franchise angerichtet hat, ist einfach nur noch Bullshit. Transformers habe ich als Kind geliebt und wo ich beim ersten Film noch dachte "Ok, denk nicht drüber nach, dümmer gehts zwar kaum, aber genieß den Film und das Actiongewitter, such gar nicht erst nach der Story, vergiss nur nicht dein Hirn nach der Vorstellung an der Kinokasse wieder abzuholen". Mit dieser Einstellung konnte ich den ersten Transformers-Film genießen, beim 2. wurde das schon verdammt, verdammt schwer. Und ab dem dritten wurde es mir dann aber zu langweilig und monoton, vom letzten Film will ich gar nicht reden, den hab ich auch nicht mehr im Kino gesehen und irgendwann kurz nach dem zweiten Drittel abgebrochenn, allein weil mir die sinnlosen Explosionsorgien irgendwann nur noch auf den Saque gingen.
Was mich im Nachhinein bei allen Transformers-Filmen (und bei dem letzten Film Age of Extiction besonders) aber wirklich stört, sind die extrem platten Stereotypen und Klischess, die Bay in seinen Filmen abfeuert und sich dabei ernst nimmt. Ich will einfach nur nen coolen Actionfilm mit den coolen verwandlungsfähigen Robotern sehen, aber stattdessen serviert mir das Franchise Sexismus, Rassismus, Militarismus, amerikanischen Patriotismus und hochpeinliche Klischees aus den untersten Schubladen ohne Atempause, so dass mir beim Schauen echt die Lust vergeht. Die Filme beschäftigen sich mit so viel Müll abseits den eigentlichen Hauptfiguren, die der Film im Titel trägt, dass diese selbst zu Nebenfiguren werden. Um mal 2 Beispiele zu nennen: Für gerade mal 2 min geiles Popcornkino wo sich Optimus Prime im 2. Teil mit dem alten Decepticon "fusioniert" (YEAH!) muss ich mir endlosen Quatsch über College-Dating-Geschichten, lächerliche Agenten und die dümmsten Eltern der Welt anschauen. Die Dinobots im 4. Teil verdienen ihren Namen nicht und kommen kurz vorm Ende des Film für paar Minuten vor während der einzige erkennbare rote Faden im Film die lächerlichen Diskussionen sind, ob ein 18jähriger mit ner 17jährigen rummachen darf.
Bays "Ninja Turtels" ersetzt die Transformers lediglich durch die bekannten Schildkröten und auch sein neustes "Werk" namens "13 hours the secret soldiers of benghazi" setzt diesen schrecklichen Stil weiter fort, da sehe ich schon im Trailer das immer wieder derselbe reationäre Müll durchgekaut wird. Quasi Transformers ohne Transformers. Mir ist klar, dass nicht nur Bay platte Stereotypen in seinen Filmen bedient und auch andere Filme, die ich gut oder super finde, sich einige Punkte dieser Kritik anhören könnten, aber er treibt es dermaßen auf die Spitze, dass es für mich nicht mehr anzuschauen ist.

Deadpool hingegen inszeniert sich selbst soooo ironisch, dass er quasi als Action-Satire durchgehen könnte. Wade Wilson ist auf der einen Seite der typische Abzieh-Actionheld: Söldner, Arschloch, immer nen Spruch auf den Lippen, nimmt nix ernst, hat ne heiße Freundin und befördert im ganzen Film ständig Leute brutalst ins Jenseits. Auf der anderen Seite ist er potthässlich, infantil, steht auf Einhörner (samt "stylischen" Einhorn-Munitionstaschen, die er ständig vergisst), kommt beim Sex zu früh und lässt sich von seiner Freundin zum "internationalen Frauentag" ... na weißt schon, will hier nicht spoilern :)
Bei allem wo ich bei Bays Transfomer-Franchise die Augen rolle, weil es dumm und klischeehaft ist, macht Deadpool das Gegenteil oder zieht sich selbstironisch durch den Kakao. Deadpool ist rein vom Erzählerischen durch die Rückblenden viel spannender, die Inszenierung steht im Vordergrund und die eigentliche Story ist natürlich Quark und nebensächlich. Transformers kann da nix bieten außer Explosionen, die sich mit den oben angesprochenen -ismen abwechseln. Selbst die Liebesgeschichte in Deadpool ist glaubwürdiger dargestellt als alles zusammengenommen was ich bei Transformers in dieser Hinsicht gesehen habe. Schaust du dir Deadpool ohne die Sprachausgabe an, ergibt der Film keinen Sinn mehr und ist nicht mal mehr halb so spannend und lustig. Schaust du dir hingegen Transformers ohne Sprachausgabe an, tust du dir und deinem Großhirn einen riesen Gefallen, und die Filme ergeben nicht weniger Sinn als vorher. Das ist nicht dieselbe Liga von "dumm".
Rhetorik-Tipp: Diskussionen gewinnt man leichter, indem man ruhig und sachlich bleibt und eine Pistole vor sich auf den Tisch legt.

Benutzeravatar
Gristo
Beiträge: 20
Registriert: 10. Feb 2016, 14:54

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Gristo »

Ich habe letzte Woche The Blues Brother reingeschmissen. Ich hatte vorher keine Ahnung was mich erwartet. Und dann sieht man diese beiden absolut coolen Typen auf dem Fernseher. :)
Der Film ist echt witzig. Man darf ihn nur nicht zu ernst nehmen, denn es ist gewissermaßen eine Parodie. Es sind einige Musicaleinlagen dabei, aber die gehen sofort ins Ohr, dass ich mir einige 2-3 angeschaut habe.

Ein Film, der seinen Kultstatus verdient hat und jeder sollte den beiden Brüdern mal eine Chance geben. Es ist ganz anderes Filmerlebnis. Nur ist leider Schauspieler John Belushi schon früh verstorben. :|

Benutzeravatar
derFuchsi
Beiträge: 2572
Registriert: 11. Nov 2015, 10:00
Wohnort: Hessen

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von derFuchsi »

Ach die Blues Brothers, einer der legendären Kult-Filme die man mal gesehen haben muss.
Schlagt mich ruhig aber ich konnte an dem Ding nichts kultiges finden als ich ihn mal irgendwann gesehen hatte (Ist allerdings lange her). Fand ihn nicht mal besonders lustig. Klar kennt man die Musik weil man sie schon einemillion mal gehört hat aber ich kann mich nicht mal mehr wirklich erinnern worum es ging so "kultig" fand ich den. Irgendwie habe ich den Schlüssel zu dem Film noch nicht gefunden.
In eine ähnliche Kerbe schlägt dieses kultige Rocky Horror Picture Show (Transvestiten, Reis werfen und so). Der entlockte mir nur ein "WTF did i just see ?" !? Muss man wohl damals live miterlebt haben die Zeit.
BildBild Bild
Gamer since ~1987 (C64 C)

Benutzeravatar
Dostoyesque
The Half-Banned
Beiträge: 1147
Registriert: 26. Nov 2015, 13:09
Wohnort: Franklin Terrace, West Baltimore

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Dostoyesque »

Hab kürzlich David Cronenbergs "eXistenZ" gesehen. Hat mich sehr gut unterhalten, muss ich sagen. Erinnert sehr stark an Inception, wobei es stilistisch sehr anders ist. Ich find zwar die Prämisse *etwas* eigentümlich, weil der Plot im wesentlichen ist, dass ein Videospieldesigner und ein trainee in ein virtual reality Videospiel eindringen müssen, um festzustellen, ob es beschädigt ist, obwohl sich der Film relativ wenig mit dieser Fehlerfindung selbst beschäftigt. Der Film ist wendungsreich, kann sehr gut sein, dass ich da etwas verpasst habe. Ist sicherlich interessant, da noch ein zweites Mal reinzusehen.

Generell beweg ich mich momentan gern im Feld des cerebral SciFi, d.h. Brazil, eXistenZ, Contact, Solaris (Tarkovsky, nicht Soderberg), Eternal Sunshine of the Spotless Mind, etc.
Lo-lo-look at you, poster-r: a pa-pa-pathetic creature of meat and bone, panting and sweating as you r-read through my post. H-how can you challenge a perfect, fat machine? - asfm
Good night, sweet prince, And flights of angels sing thee to thy rest!

Benutzeravatar
Gristo
Beiträge: 20
Registriert: 10. Feb 2016, 14:54

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Gristo »

derFuchsi hat geschrieben:Ach die Blues Brothers, einer der legendären Kult-Filme die man mal gesehen haben muss.
Schlagt mich ruhig aber ich konnte an dem Ding nichts kultiges finden als ich ihn mal irgendwann gesehen hatte (Ist allerdings lange her). Fand ihn nicht mal besonders lustig. Klar kennt man die Musik weil man sie schon einemillion mal gehört hat aber ich kann mich nicht mal mehr wirklich erinnern worum es ging so "kultig" fand ich den. Irgendwie habe ich den Schlüssel zu dem Film noch nicht gefunden.
In eine ähnliche Kerbe schlägt dieses kultige Rocky Horror Picture Show (Transvestiten, Reis werfen und so). Der entlockte mir nur ein "WTF did i just see ?" !? Muss man wohl damals live miterlebt haben die Zeit.

Naja, dass nicht jeder einen Kultfilm gut findet ist ja auch klar. Ich fand ihn halt sehr erfrischend und Dan Aykroyd und John Belushi in ihren Rollen sind halt verdammt cool und stilvoll.
Ich bin sonst auch kein Musical-Fan, aber diese Tanz-und Gesangseinlagen waren stimmig und lustig.

Benutzeravatar
krillfred
Beiträge: 53
Registriert: 20. Dez 2015, 17:08

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von krillfred »

Batman v Superman.
Fand den Film nicht so gut.

Was Marvel in ca 4-5 Filme macht, um ihr Universum aufzubauen.Versucht Warner(DC) alles in einen Film unterzubringen.
Darunter leidet die Story und die Charakterentwicklung.
Es wäre aber besser gewesen sich nur auf Batman und Superman zu konzentrieren, statt schnell und mit aller macht ein Franchise einzuführen.

Positiv fand ich wiederum den Anfang,Ben Affleck als Batman/Bruce Wayne,die Musik und die Kämpfe.


P.S.:Batman v Superman ist aber immer noch viel besser als Superman Returns und Fantastic Four(2015).
Zuletzt geändert von krillfred am 30. Mär 2016, 18:41, insgesamt 1-mal geändert.
Zeitreisen machen alles besser!

Benutzeravatar
Brutos08
Beiträge: 52
Registriert: 11. Feb 2016, 20:11
Wohnort: NRW

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Brutos08 »

Ich habe mir zuletzt mal wieder alle Teile von Lethal Weapon, diesmal jedoch in HD angesehen und bin nach wie vor von allen begeistert insbesondere dank dem großartigen Zusammenspiel von Mel Gibson und Danny Glover, Joe Pesci macht das ganze nur noch besser.

Aber okay, okay, wenn ich jetzt über neuere Filme sprechen will, dann empfehle ich hier mal jedem der etwas für Action und etwas absurde Komödie übrig hat den Film Kingsman: The Secret Service anzuschauen insbesondere Samuel L. Jackson ist hier besonders sehenswert.

Zudem habe ich auch Let's be Cops und Herz aus Stahl (Fury) gesehen, der erste gehört wohl zu den etwas absurderen Kömodien und wie es in solchen Komödien üblich ist, sind auch da 1, 2 Szenen bei die nun wirklich zu viel sind, im allgemeinen ist der Film durch seine schräge Art jedoch sehr unterhaltsam. Fury ist für mich leider eher ein Reinfall und das nicht etwa weil es an Schauspielerischer Leistung gemangelt hat, im Gegenteil besonders Jon Bernthal konnte mich mal wieder von seine Rolle überzeugen. Es lag leider an der üblichen, ich möchte sagen miserablen Darstellung der Wehrmacht-/SS-Streitkräfte aber ich möchte hier im Forum nicht ins Detail gehen, damit ich hier niemanden spoilere.

Zu guter letzt, bevor ich es vergesse, möchte hier noch allen, die ebenfalls mit Woody Allen Filmen noch nie zuvor viel anfangen konnten den Film Magic in the Moonlight mit Colin Firth und Emma Stone empfehlen. Der Film hat zwar ein paar Längen, gewinnt aber wiederum stark durch seine charmant komödiantische Art sehr viel, möglicherweise gefällt mir der Film aber auch nur wegen Colin Firth - mit Sicherheit kann ich es allerdings nicht sagen.
"Hirseküchlein!" - Wat

Benutzeravatar
Yometheus
Beiträge: 149
Registriert: 18. Jan 2016, 13:41

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Yometheus »

krillfred hat geschrieben:Batman v Superman.
Fand den Film nicht so gut.
Ja, ich brauchte auch erstmal nen Bier nach dem Film ... *kotz-smilie such*

Da sich aber gefühlt das halbe Internet bereits viel besser zu dem Thema ausgelassen hat als ich es je könnte, hier 2 gute Links, warum der Film alles andere als geil ist:
http://www.dorkly.com/post/77655/20-thi ... v-superman
https://www.youtube.com/watch?v=AlR7lgazzHc

Meine Empfehlung: Holt euch den kostenlosen Probemonat bei Netflix, schaut euch Daredevil an (am besten im Original, geht auch mit Untertiteln), dann habt ihr über 24 h grandioseste Unterhaltung auf einem bombastischen Niveau! Danach überlegt ihr euch nochmal ganz genau und in Ruhe ob ihr wirklich noch ins Kino zu BvS wollt ...
Rhetorik-Tipp: Diskussionen gewinnt man leichter, indem man ruhig und sachlich bleibt und eine Pistole vor sich auf den Tisch legt.

Marius
Beiträge: 283
Registriert: 12. Feb 2016, 22:10

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Marius »

Batman v Superman, und ich fands absolut fantastisch. Dabei finde ich eigentlich sehr viele "Popcorn-Filme" mies, Avatar, Avengers 1 & 2, Cap'n Murka, X-Men, Star Trek, alle Star-Wars-Filme, Transformers etc. sind für mich absolute Grütze, aber Batman v Superman hat mich begeistert. Ich fand aber auch schon 300 und Man of Steel gut und Watchmen fantastisch.

Benutzeravatar
Yometheus
Beiträge: 149
Registriert: 18. Jan 2016, 13:41

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Yometheus »

Marius hat geschrieben:Batman v Superman, und ich fands absolut fantastisch. Dabei finde ich eigentlich sehr viele "Popcorn-Filme" mies, Avatar, Avengers 1 & 2, Cap'n Murka, X-Men, Star Trek, alle Star-Wars-Filme, Transformers etc. sind für mich absolute Grütze, aber Batman v Superman hat mich begeistert. Ich fand aber auch schon 300 und Man of Steel gut und Watchmen fantastisch.
Marco Risch hat auf seinem YT-Nerdkultur-Kanal ein tolles Review zum Film verfasst und das ganze mit "Eine brillante Katastrophe" betitelt. Treffender kann man es meiner Meinung nach nicht formulieren. Denn der Film ist keine totale Vollkatastrophe wie z.B. der letzte Transformers und hat definitv seine starken Momente. Aber er ist vom Erzählerischen her total beknackt zusammen konstruiert, das Erzähltempo/Pacing passt überhaupt nicht und die Logiklöcher sind unübersehbar groß. Die Action sieht fantastisch aus, aber wie es zu dieser Action kommt ist soooo dumm erzählt, dass es mir beim Anschauen doch ein bissl weh tat, wie dämlich hier diese ikonischen Charaktere agieren müssen um dem Titel "Batman vs. Superman" gerecht zu werden - und mit "ein bissl" meine ich "ganz schön".

Comics und Superhelden mögen für viele Leute kindische Themen sein mit denen sich noch 5jährige beschäftigen oder begeistern können - und für einen Teil der Comics und Superhelden trifft das auch zu. Aber man kann diesen Medien und Stereotypen auch mit einem gewissen Anspruch begegnen. Und da es in der jahrzehntelangen Geschichte von Batman und Superman soooo viele gute Geschichten gibt, die auch noch fantastisch illustriert sind, hätte man nur die Skripte verfilmen müssen. Aber nee, stattdessen bekommen die Leute, die dieses Drehbuch verbrochen haben, wahrscheinlich noch Millionen Gagen ohne sich mit der Materie als solches zu beschäftigen. Batman und Superman waren total schlechte Abziehbilder der Comicvorlagen: Weder tötet Batman, noch ist Superman eine ineffiziente Supernull. Alles was wir im Film sehen konnten, gabs schon mal besser und inhaltsvoller in den Comics: Angefangen bei den Ideologien der Protagonisten bis zum völlig versauten Doomsday-Plot. Und die Aktionen der Protagonisten - und vor allem Antagonisten! - machen keinen Sinn, ergeben sich nicht organisch aus einer runden Erzählung, sondern haben nur einen Zweck: Das sich 2 sonst dicke Buddys der DC-Welt doch mal aufs Maul hauen! Narf!

Dem einen oder anderen reicht der Plot als simpler Actionstreifen, aber für mich wurden hier schlicht die populärsten Comicfiguren überhaupt ganz ganz billig verheizt. Da grenzt es fast schon an wahnsinnigem Mut oder mutigem Wahnsinn auf diesem Boden ein ganzes DCU aufzubauen ...
Übrigens fand ich Watchmen ganz stark, 300 ein tolles Action-Fest (ja, habe auch das Comic gelesen) und Man of Steel den besten Superman-Film mit Abstand! Und habe zu den wirklich herben Story-Sachen von BvS aus Spoilergründen noch gar nix geschrieben! Da kannste mal sehen wie tief der Stachel bei mir sitzt ....
Rhetorik-Tipp: Diskussionen gewinnt man leichter, indem man ruhig und sachlich bleibt und eine Pistole vor sich auf den Tisch legt.

Benutzeravatar
SEBO
Beiträge: 179
Registriert: 27. Feb 2016, 14:17

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von SEBO »

The Raid 2:

Ganz fantastischer Actionfilm. Nicht unbedingt besser als der ebenfalls großartige erste, da er ganz anders funktioniert, aber für sich gesehen so ziemlich das beste, was ich seit langem im Actiongenre gesehen habe. Die Story setzt die Geschichte des ersten Teils fort und verkompliziert das Ganze, indem sie diverse Gangsterbanden und deren Verhältnis zueinander einführt. Im Groben gehts und einen Undercover Cop der einen korrupten Polizisten überführen muss und sich dafür in eine der Gangsterbanden einschleichen soll. Die Story ist ok, aber das Hauptaugenmerk liegt hier auf der Inszenierung. Die Action findet größtenteils in Form von Prügeleien statt, Schießereien und eine extrem gute Autoverfolgungsjagd gibts aber auch. Alle Actionszenen sind fantastisch in Szerne gesetzt. Das liegt hier an der wirklich guten Kamera, die immer am Geschehen bleibt und dabei eine heute fast untypische Übersichtlichkeit bietet. Ruckelkameraction gibts hier nicht. Dabei ist die Kamera aber auch sehr dynamisch und fängt gerade die Kämpfe gut ein. Die letzte Prügelei geht ca. 10 Minuten und ist dabei zu keiner Sekunde unübersichtlich. Das Ganze ist allerdings extrem blutig. Wer mit sowas nichts anfangen kann sollte sich The Raid 2 lieber nicht ansehen. Von mir gibts ne dicke Empfehlung und

9/10 Punkten.


Bridge of Spies:

Tom Hanks spielt einen Anwalt, der in de 60ern in einen Spionagefall hineingezogen wird und probiert alle Betroffenen unbeschadet davonkommen zu lassen. Das ganze ist Spielberg-typisch toll umgesetzt, gerne aber auch mal kitschig und rührselig. Gut unterhalten hat mich der Film trotzdem.

7/10


What we do in the Shadwos / 5 Zimmer, Küche, Sarg

Komödie von einem der beiden Flight of the Conchords Jungs. Es geht um eine Vampir WG in Neuseeland die von einem Kamerateam begleitet die deren Alltag dokumentieren. Herrlich schräg. Wer den Conchords Humor mag, macht hier nichts falsch. Besonders die Einführung der Vampire ist extrem lustig ("And it was Peter!").

8/10


Deadpool

Nett. Aber irgendwie hat man das Gefühl hier eher die erste Folge einer Serie als einen wirklichen Film gesehen zu haben. Lustig war das Ganze für mich leider eher nicht (ich habe 2x gelächelt), dabei hatte mir der Trailer wirklich ganz gut gefallen. Der Vorspann ist angenehm unorthodox, aber der Rest des Films sehr vorhersehbar. Dazu gibts dann insgesamt zwei Actonszenen, die beide nicht wirklich außergewöhnlich sind. Das R-rating unddaraus resultierende Gefluche ist nett, aber nichts was den Film rettet. Dafür waren die Charaktere zu flach und uninteressant.

5/10


OSS 117 - Kairo, Nest of Spies / Der Spion, der sich liebte

Neben Black Dynamite meine Lieblingskomöde. Und einer der Filme, die tatsächilich in der deutschen Synchro auch hervorragend funktionieren. Wobei ich zugeben muss, dass ich nicht beurteilen kann ob das Original besser ist. Ich hab dummerweise in der Schule Latein statt Französisch gewählt. Egal.
Es geht um OSS 117, Frankreichs bester Spion. Sein Kumpel Jack ist verschwunden und er wird nach Kairo geschickt um der Sache auf den Grund zu gehen. Das ganze spielt ca. 1960.Der Film ist mit Jean Dujardin genial besetzt. Er verkörpert den arroganten, chauvinistischen, selbstverliebten und weltpolitisch komplett desinteressierten Top-Agenten perfekt. Der Charakter funktioniert so gut, da er im Gegensatz zu dem Trottel-Agenten/Polizist aus normalen Komödien zwar ein ignorantes Arschloch ist, aber in dem was er tut doch relativ kompetent. Ganz dicker Tip, auch der zweite Teil ist super. Ich würde jetzt mehr schreiben, aber bei der Sichtung am Freitag hatte ich 5 Weizenbiere getrunken und wir haben nur den halebn Film geschafft. Da das jetzt allerdings die 5. Sichtung war kann ich trotzdem die volle Punktzahl vergeben.

10/10


Die Unbestechlichen/All the Presidents Men:

Robert Redford und Dustin Hoffmann kommen dem Watergate Skandal auf die Spur. Klassiker. Gucke ich ca. alle zwei, drei Jahre wieder.

10/10


Das waren so die Filme der letzten Woche. Bestimmt hab ich was vergessen, aber es ist jetzt 2 und ich muss um 6 raus. Ich denk die Tage nochmal nach was ich vergessen haben könnte.


Edit:

Zum dritten oder vierten Mal

Kings Man

Sauguter Geheimagentenactionfilm. Alleine wegen der Kirchenszene schon sehenswert. Macht aber sonst auch alles richtig, besonders die Charaktere sind wirklich sympathisch.

9 / 10


Oculus:

Gruselfilm mit Spiegel, der die Wahrnehmung beeinflusst und einem Geschwisterpärchen die den Spiegel zerstören wollen, da er ihnen vor 12 Jahren die Eltern genommen hat. Wenig gruselig, aber sehr frisch für einen Gruselfilm. Hat viele Ideen, die mir neu waren. Ließ bei der Drittsichtung aber leider etwas nach. Trotzdem

7,5 /10

Marius
Beiträge: 283
Registriert: 12. Feb 2016, 22:10

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Marius »

Yometheus hat geschrieben:
Marius hat geschrieben:Batman v Superman, und ich fands absolut fantastisch. Dabei finde ich eigentlich sehr viele "Popcorn-Filme" mies, Avatar, Avengers 1 & 2, Cap'n Murka, X-Men, Star Trek, alle Star-Wars-Filme, Transformers etc. sind für mich absolute Grütze, aber Batman v Superman hat mich begeistert. Ich fand aber auch schon 300 und Man of Steel gut und Watchmen fantastisch.
Marco Risch hat auf seinem YT-Nerdkultur-Kanal ein tolles Review zum Film verfasst und das ganze mit "Eine brillante Katastrophe" betitelt. Treffender kann man es meiner Meinung nach nicht formulieren. Denn der Film ist keine totale Vollkatastrophe wie z.B. der letzte Transformers und hat definitv seine starken Momente. Aber er ist vom Erzählerischen her total beknackt zusammen konstruiert, das Erzähltempo/Pacing passt überhaupt nicht und die Logiklöcher sind unübersehbar groß. Die Action sieht fantastisch aus, aber wie es zu dieser Action kommt ist soooo dumm erzählt, dass es mir beim Anschauen doch ein bissl weh tat, wie dämlich hier diese ikonischen Charaktere agieren müssen um dem Titel "Batman vs. Superman" gerecht zu werden - und mit "ein bissl" meine ich "ganz schön".

Comics und Superhelden mögen für viele Leute kindische Themen sein mit denen sich noch 5jährige beschäftigen oder begeistern können - und für einen Teil der Comics und Superhelden trifft das auch zu. Aber man kann diesen Medien und Stereotypen auch mit einem gewissen Anspruch begegnen. Und da es in der jahrzehntelangen Geschichte von Batman und Superman soooo viele gute Geschichten gibt, die auch noch fantastisch illustriert sind, hätte man nur die Skripte verfilmen müssen. Aber nee, stattdessen bekommen die Leute, die dieses Drehbuch verbrochen haben, wahrscheinlich noch Millionen Gagen ohne sich mit der Materie als solches zu beschäftigen. Batman und Superman waren total schlechte Abziehbilder der Comicvorlagen: Weder tötet Batman, noch ist Superman eine ineffiziente Supernull. Alles was wir im Film sehen konnten, gabs schon mal besser und inhaltsvoller in den Comics: Angefangen bei den Ideologien der Protagonisten bis zum völlig versauten Doomsday-Plot. Und die Aktionen der Protagonisten - und vor allem Antagonisten! - machen keinen Sinn, ergeben sich nicht organisch aus einer runden Erzählung, sondern haben nur einen Zweck: Das sich 2 sonst dicke Buddys der DC-Welt doch mal aufs Maul hauen! Narf!

Dem einen oder anderen reicht der Plot als simpler Actionstreifen, aber für mich wurden hier schlicht die populärsten Comicfiguren überhaupt ganz ganz billig verheizt. Da grenzt es fast schon an wahnsinnigem Mut oder mutigem Wahnsinn auf diesem Boden ein ganzes DCU aufzubauen ...
Übrigens fand ich Watchmen ganz stark, 300 ein tolles Action-Fest (ja, habe auch das Comic gelesen) und Man of Steel den besten Superman-Film mit Abstand! Und habe zu den wirklich herben Story-Sachen von BvS aus Spoilergründen noch gar nix geschrieben! Da kannste mal sehen wie tief der Stachel bei mir sitzt ....
Du hast ja zuvor schon geschrieben, dass Du den Film nicht gut findest. Ich bin da anderer Ansicht. Soll doch jeder seine Meinung haben.

Benutzeravatar
derFuchsi
Beiträge: 2572
Registriert: 11. Nov 2015, 10:00
Wohnort: Hessen

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von derFuchsi »

Yometheus hat geschrieben: Comics und Superhelden mögen für viele Leute kindische Themen sein mit denen sich noch 5jährige beschäftigen oder begeistern können - und für einen Teil der Comics und Superhelden trifft das auch zu.
....
Seltsamerweise geht mir das mit den Comics heute auch so.

Ich habe in meinen Zeiten als Teenager / junger Erwachsener Ende der 80er / Anfang 90er gerne Superheldencomics gelesen und habe die Meisten auch noch, war halt schöner Trash damals. Ich mag die Filme daher auch sehr gerne. Ich konnte sogar dem Reboot von Spiderman was abgewinnen, war auch recht interessant die gleiche Geschichte etwas anders interpretiert zu sehen.

Trotzdem muss ich beim Shock2 Podcast regelmäßig abschalten wenn die anfangen über die neuesten Comics zu reden, das ertrage ich einfach nicht. Erwachsene Männer die sich über die neuesten Superheldencomics unterhalten wie zwei Literatur- und Kunstkritiker über die neuesten Werke von ichweißnichtwen (hier bitte ihren Lieblingsschriftsteller einfügen).
Den Sprung der Superheldencomics zur Kunstform muss ich irgendwie verpasst haben. Früher Supermarktware in der Zeitschriftenecke für drei Mark fünfzig oder so. Heute muss es ein Hardcover sein für 40 Euro in limitierter Ausgabe. Das gehts mir tatsächlich dann auch so dass ich denke total überteuerter Kinderkram.
BildBild Bild
Gamer since ~1987 (C64 C)

Marius
Beiträge: 283
Registriert: 12. Feb 2016, 22:10

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Marius »

Naja, fairerweise muss man sagen, dass sich der Fuchsi jedenfalls meiner Lesart nach nicht auf Comics im Allgemeinen, sondern auf Superheldencomics bezogen hat.

Ich hoffe, das Fortschreiten auf dem vom Thema wegführenden Weg sei gestattet, weil ich das sehr interessant finde:

Ich stimme dem Fuchsi nämlich zu. Ich habe in den Nullerjahren eine große Superheldencomics-Phase gehabt und habe mir in den letzten Jahren in vielen Comixology-Sales wieder sehr viele Superheldencomics gekauft und lese diese natürlich auch ab und zu ganz gerne. Und trotzdem stimme ich der Kritik zu. Ich denke auch, dass es sich bei Superheldencomics (und -filmen) zu 90% um albernen "Kinderkram" handelt. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber auch die würde ich in der Regel nur als ganz nett ansehen, nicht als "hohe Kunst".

Ich lese Superheldencomics natürlich trotzdem gern, aber es ist ein bisschen wie Fast Food: Danach frage ich mich schon, ob ich nicht etwas Gehaltvolleres hätte konsumieren sollen, aber manchmal habe ich halt Lust auf den Schrott. Man kann Dinge ja auch mögen, ohne sie gleich intellektuell zu überhöhen.

Abseits von Superheldencomics gibt es natürlich ein breites qualitatives und thematisches Spektrum (auch wenn es breiter sein könnte) und es gibt Comics, die an gute Literatur herankommen und keineswegs Kinderkram sind. Ich bin mir wie erwähnt jedoch sicher, dass der Fuchsi das auch nicht auf diese Art von Comics bezogen hat.

P.S.: Der Fuchsi: Allerdings sind die Superheldencomics der letzten 15 Jahre wohl im Durchschnitt schon besser als sie es in den 80er- und frühen 90er-Jahren waren, als Du sie gelesen hast.

Benutzeravatar
derFuchsi
Beiträge: 2572
Registriert: 11. Nov 2015, 10:00
Wohnort: Hessen

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von derFuchsi »

Marius hat geschrieben: P.S.: Der Fuchsi: Allerdings sind die Superheldencomics der letzten 15 Jahre wohl im Durchschnitt schon besser als sie es in den 80er- und frühen 90er-Jahren waren, als Du sie gelesen hast.
Nun jemand der zuletzt auf dem Amiga ein Computerspiel gespielt hätte denkt über Videospiele heute sicher ähnlich wie ich über Superheldecomics.
BildBild Bild
Gamer since ~1987 (C64 C)

Benutzeravatar
derFuchsi
Beiträge: 2572
Registriert: 11. Nov 2015, 10:00
Wohnort: Hessen

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von derFuchsi »

The Crow kenne ich nur den ersten Film, der war hervorragend.
Womit wir wieder On-Topic wären ;)
BildBild Bild
Gamer since ~1987 (C64 C)

Benutzeravatar
Yometheus
Beiträge: 149
Registriert: 18. Jan 2016, 13:41

Re: Welche Filme, habt ihr zuletzt geschaut?

Beitrag von Yometheus »

Uiuiui, viele viele neue Posts ... mal der Reihe nach.

@SEBO:

The Raid 2 fand ich auch gut, vor allem die Küchenkampfszene ist grandios umgesetzt. Beim Film selbst kann ich mich an einige Längen und Stirnrunzler erinnern, aber die Intensität und die Dramaturgie der einzelnen Kämpfe ist echt atemberaubend, wenn auch blutig, das stimmt.
OSS 117 ist DIE JamesBond-Satire überhaupt. Ich habe ganze Eimer mit meinen Lachtränen gefüllt als ich diesen Film sah, wobei der 1. wesentlich lustiger ist als der 2. - "das mag ja sein, aber das kann ja keiner ahnen!" :D
Kings Man kann ich auch jedem empfehlen, der weiß worauf er sich hier einlässt. Ähnlich wie bei Deadpool funktioniert der Film nur, wenn man übers Genre auch selbst lachen kann. Ich fand einige Ideen im Film ganz stark, vor allem vom Visuellen her. Am besten fand ich dennoch Samuel L. Jacksons Antagonist, der war sooo herrlich doof (inkl. starker Weltuntergangsrede).

@Comics/Comicverfilmungen/SuperheldenKram:

Ich würde da mal ganz entspannt rangehen: Comics sind in erster Linie eine Form der Literatur, und als solche auch kritisierbar. Und handeln wiederum von den unterschiedlichsten Themen, womit sie ganz unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Superheldencomics mögen seit jeher die populärsten sein, aber Comics schränken sich mitnichten auf dieses Thema ein. Und am Ende ist der Superheldencomic auch nichts weiter als eine weitere Iteration der Heldenreise, eine ganz alte und ganz klassische Geschichte, die sich die Leute seit Jahrhunderten erzählen. Insofern interessiert mich, wenn sich 2 Erwachsene bei nem Bierchen über Comics unterhalten, auf welchem Niveau sie sich darüber unterhalten und über welches Comic im Speziellen. Warum das jetzt soooo besonders sein soll, noch dazu weil wir uns alle hier wöchentlich diesen Podcast zu Metathemen des Computer-Spielens reinziehen, versteh ich nicht so recht. Axels Analogie zu den "Videospielen" finde ich da ebenfalls sehr treffend. Und wenn jemand zu Amiga-Zeiten sein letztes PC-Spiel gespielt hat und sich dann über die heutige Spielekultur auslässt oder diese pauschal eine geringe künstlerische Substanz unterstellt, dann bewegt er sich argumentativ auf sehr dünnem Eis, ums mal sehr diplomatisch auszudrücken. Es macht auch keinen Sinn mit jemanden über die heutige Verkehrssituation in Großstädten zu diskutieren, der 1965 das letzte Mal in einer deutschen Großstadt Auto gefahren ist. Und ich kann nicht nachvollziehen, dass sich jemand dafür begeistern kann, wenn zur Bundesliga angepfiffen wird. Aber warum sollen die Leute bitte nicht ernsthaft über Fußball reden können? Leben und leben lassen.

Comicverfilmungen erleben deshalb gerade eine Hochzeit, weil die technischen Möglichkeiten so günstig und vielfältig sind wie nie zuvor. Ich denke, deswegen wird BvS bei aller Kritik auch ein ordentlicher BoxOffice-Erfolg werden, denn auf der "audiovisuellen Ebene" zeigt der Film krasse Bilder, Sequenzen und lässt den Zuschauer schon mal staunend zurück. Aber dafür hätte es nicht 2 Ikonen der DC-Comics gebraucht, ich hätte wesentlich weniger Probleme mit BvS wenn sich da eben nicht die Abziehbilder von Batman und Superman dumm kloppen würden.
Ich habe den Eindruck, dass Netflix mit seinen 13-Folgen-Marvel-Serien ein profitables und richtungsweisendes Experiment unternimmt. Die Kritiken zu Daredevil Season 2 sind fantastisch und das liegt natürlich an dem viel besseren Skript, aber auch an der längeren Spielzeit. Wäre BvS ein "13-stündiger Netflixfilm" hätte es sehr wohl Zeit und Raum gegeben für die vielen Träume/Visionen und den "Knightmare", aber in dem 2-1/2-stündigen Kinofilm ging so was total unter oder wirkte überflüssig und deplatziert. Daher denke ich, dass die Zukunft von Comicverfilmungen nicht im Kino liegt, sondern in Kanälen wie Netflix. Die qualitativen Unterschiede sind jedenfalls unglaublich!
Axel hat geschrieben:Allgemein gibt es derzeit kaum schöne Comic-Verfilmungen.
Arrow: Wird seit Staffel 3 von der großen und nervigen Felicity-Show zerstört.
The Flash: Die erste Staffel war grandios, die Zweite verliert sich dagegen in unlogische Plotholes.
Gotham: Von der Prämisse eigentlich nett, ich finde nur die Ausführung extrem langweilig.
Legend of Tomorrow: Tatsächlich nette Popcorn-Unterhaltung, wenn auch mit extrem wenig Substanz.
Ja, da stimme ich dir zu, es gibt viel Mist und wenig Sonnenschein. Das liegt aber auch daran, dass die Serien sehr stark auf die Zielgruppen der Sender zugeschnitten sind. Deshalb hast du bei allen CW-Serien einen hohen Soap-Anteil, der mich überhaupt nicht begeistern kann. Alle diese Serien sind mir auch zu "procedural", also zu episodenhaft und verlieren den roten Faden als ganzes.
Arrow hat zudem ein Identitätsproblem: CW verfilmt hier nicht Green Arrow, sondern einen Batman-Verschnitt, was sie aus Urheberrechtsgründen aber nicht so nennen dürfen. Damit tun sie weder Green Arrow noch Batman einen Gefallen, die Verfilmung wird dem Comic nicht gerecht. Und die 1. Staffel Flash fand ich ebenfalls sehr spannend, weil auch ich mitgerätselt habe, wer der Reverse Flash ist, aber das war auch das einzige was mich bei der Stange gehalten hat, sonst war mir Flash zu cheesy. Und weil LoT die schlimmsten Plotholes aus Arrow mit dem Cheesy-Faktor von Flash verbindet, hab ich darum mal vorsichtshalber einen Bogen gemacht. Und zu Gotham sag ich nur soviel, dass es Müll ist: So einen shice habe ich selten gesehen. Auch wenn die Prämisse in der Tat ganz nett ist, hat FOX das ganze so dermaßen shice umgesetzt, dass ich es keinem empfehlen würde.

Daher mein Tipp zum x-ten Mal auch nochmal an dieser Stelle: Guck dir unbedingt Daredevil und Jessica Jones an! Viele Leute, die ich kenne, finden beide Serien geil obwohl es Comicverfilmungen sind! :mrgreen:
Rhetorik-Tipp: Diskussionen gewinnt man leichter, indem man ruhig und sachlich bleibt und eine Pistole vor sich auf den Tisch legt.

Antworten