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KingSirus
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Re: Bücher!

Beitrag von KingSirus »

An dieser Stelle kann ich mir den Spaß nicht nehmen lassen und explizit Andre einen ganz besonderen Buchtipp mit auf den Weg geben :D
Als Buchhändler kommen mir - vor allem seit Zeiten von Shades of Grey - immer mal wieder skurrile Werke unter die Fittiche. Doch das hat mich kalt erwischt:

K. Elly de Wulf
Blickwinkel - Point of View
(erscheint im Mai 2016)

Es handelt sich dabei um eine MMA Romance. Mehr will ich an dieser Stelle nicht weiter sagen ;)
„Was für eine deprimierend dämmliche Maschine!“ – Marvin

* * * * *

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* * * * *

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lipt00n
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Re: Bücher!

Beitrag von lipt00n »

KingSirus hat geschrieben:Als Buchhändler kommen mir - vor allem seit Zeiten von Shades of Grey - immer mal wieder skurrile Werke unter die Fittiche.
Einer Freundin von mir sind bei ihrer Lektorentätigkeit in einem großen deutschen Verlagshaus (Fantasy) seitdem auch sehr seltsame Dinge in die Hände gefallen; würde Bioware sowas in ihre Spiele einbauen könnten sie direkt die Tür zunageln und den Freitod als sinnvollen Ausweg in Erwägung ziehen ;)

---------------------------------------------

Mir sind vor über 10 Jahren die Werke von Dan Simmons in die Hände gefallen. Eher zufällig habe ich mir "Endymion" (Doppelband) als Lektüre für eine Zugreise zugelegt. Bin mit relativ niedrigen Erwartungen an das Buch herangegangen, da ich zwar Fantasy sehr mag/mochte, mich für SciFi abseits von StarWars aber nie begeistern konnte.
Ich wurde von diesem Buch in den Bann gezogen, wie noch niemals zuvor. Das war für lange Zeit das letzte Buch, bei dem ich mich stundenlang in eine Ecke setzen und einfach lesen konnte, ohne die Welt um mich herum noch wahrzunehmen. Simmons erzählt sehr plastisch, man fühlt sich direkt in seine Welt hineinversetzt. Eine weitere Besonderheit ist die Verknüpfung von Alltagstechnologie, so wie wir sie heute kennen, mit dem Zukunftsszenario, gepaart mit ein bisschen orwellscher Kritik auf der Metaebene. Dazu kommt ein generell sehr hohes Maß an Intertextualität. Diese Verbindung lässt seine Geschichten und seinen erschaffenen Kosmos so unglaublich glaubwürdig und real erscheinen. Ich bin bis heute außerdem von seinem Konzept einer Art planetenumspannenden Wissensdatenbank (ne Art WiFi-Wiki) "begeistert", welches den Menschen der Fähigkeit, eigenes Wissen anzuhäufen, beraubt. Eine Abschaltung hätte eine Art Gehirn-Genozid zur Folge, weil schlagartig sämtliches Wissen verschwunden wäre/nicht mehr von einem zentralen Server abgerufen werden kann. Das hat der Typ 1996/97 veröfffentlicht, ich finde das auf Generation Smartphone zutreffender als jemals zuvor. Dazu kommen wundervolle Charaktere, ein sehr spannender und mitreißender Plot und, noch einmal, eine Erzählkunst die einen richtig daran teilhaben lässt.

Im Anschluss habe ich mich dem Vorgängerwerk gewidmet, welches in Endymion oft als eine Art "alttestamentarische Wahrheit" zitiert wird. Auch wenn sich bei einer chronologisch korrekten Reihenfolge vieles einfacher erschlossen hätte, das umgekehrte Lesen hatte auch seinen ganz eigenen Reiz.
Ich empfehle euch also, in chronologischer Reihenfolge:

1. Hyperion
2. The Fall of Hyperion
3. Endymion
4. The Rise of Endymion

Ich habe alles auf Deutsch gelesen, kann zur Originalausgabe also nicht viel sagen. Die Übersetzung ist aber super.

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass ich mich auch an seinem Nachfolgeepos versuche (Ilium/Olympos), was durch die sehr starken Referenzen zu Homers Ilias und Shakespeare aber stellenweise ziemlich anstrengend ist.

Ich empfehle nicht oft Bücher und finde eigentlich immer irgendwas zum nicht-gefallen, aber dieses Ding ist für mich ein unglaubliches Meisterwerk.
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Mal wieder unterwegs: dorfkartoffel.com

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SEBO
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Re: Bücher!

Beitrag von SEBO »

John dies at the end.

Lesen. Auf Englisch. Gut!

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Yometheus
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Re: Bücher!

Beitrag von Yometheus »

lipt00n hat geschrieben:Im Anschluss habe ich mich dem Vorgängerwerk gewidmet, welches in Endymion oft als eine Art "alttestamentarische Wahrheit" zitiert wird. Auch wenn sich bei einer chronologisch korrekten Reihenfolge vieles einfacher erschlossen hätte, das umgekehrte Lesen hatte auch seinen ganz eigenen Reiz.
Ich habe nur Hyperion gelesen und fand Simmons Schreibstil ebenfalls sehr anschaulich und seine SciFi-Vorstellungen mal richtig abgefahren. Das ist so mit der krasseste SciFi-Kram, der mir je untergekommen ist: Zeitreisen, KIs, Cyberspace, Androiden, Raumschiffe (und Baumschiffe!!!), intergalaktische Reisen, Planetenkollektive, Stargates, Prophezeiungen, Religion, Erlösung, künstliche Planeten und und und - an einigen Stellen war es mir persönlich auch fast schon zu abgedreht. Hyperion allein ist auch schon ein riesiger Wälzer und darin sind genug Ideen für mindestens 5 eigenständige Hard-SciFi-Bücher. Für jeden SciFi-Fan daher eine Empfehlung wert, auch wenn sicher nicht jeder etwas mit diesem bizarren Kosmos und den vielen Verweisen auf die englische Literatur etwas anfangen kann.
Vielleicht schaue ich mir Endymion auch nochmal an, aber nach Hyperion war ich SciFi-mäßig erst mal auf Jahre abgesättigt. ;)
Rhetorik-Tipp: Diskussionen gewinnt man leichter, indem man ruhig und sachlich bleibt und eine Pistole vor sich auf den Tisch legt.

Marius
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Re: Bücher!

Beitrag von Marius »

"Rumo & Die Wunder im Dunkeln" und "Die Stadt der Träumenden Bücher" haben mir beide sehr gut gefallen, letzteres noch mehr. Den "Schrecksenmeister" fand ich nicht so gut, aber immer noch ganz nett. Zum Rest kann ich nichts sagen.

Nathan
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Re: Bücher!

Beitrag von Nathan »

Was ich noch sehr empfelehen kann sind die Eddie Dickens Bücher von Philip Ardagh. Es werden keine großartigen Geschichten erzählt aber das Personal in den Romanen ist einfach herlich absurd! Ich meine einen Großonkel der Der Wahnsinige Onkel Jack heist und in einem Baumhaus aus Trockenwisch ist sagt doch alles.
Übersetzt wurden sie von Harry Rowohlt welcher sie auch in den Hörbüchern leist. Sehr zu empfeheln.

Marius
Beiträge: 283
Registriert: 12. Feb 2016, 22:10

Re: Bücher!

Beitrag von Marius »

Ich habe jetzt von Stephen King The Shining gelesen.

Teilweise hat es mir ganz gut gefallen: Die Alkoholikerproblematik, die Schuldgefühle, das Thema "Geister der Vergangenheit" im übertragenen und wortwörtlichen Sinne, teilweise die Beziehungen der Personen. Auch die Atmosphäre der Verlassenheit und Abgeschiedenheit war schön beschrieben. Es liest sich einfach und flüssig. Manchmal war es auch halbwegs gruselig, und das Finale war spannend.

Insgesamt war es aber trotzdem absolut nichts für mich. Ich fand es sehr schwafelig, es gab mir zu viele Wiederholungen, die Motive wurden mir zu oft und zu unsubtil wiederholt, dass von jeder handelnden Figur gefühlt die komplette Biographie und gleich noch die der Eltern erzählt wurde, fand ich auch nicht elegant - ich verstehe den Zweck, aber ich frage mich, ob das in dieser Ausführlichkeit sinnvoll war. Da diesem ausschweifenden Erzählen habe ich den Eindruck, dass das ein Nachteil von Kings Produktivität ist. Da hätte Kürzen durch einen guten Lektor gut getan. Auch fand ich die Horrorelemente sehr albern und oft auch nicht sehr gruselig. Die rumlaufenden Hecken sind da nur die Spitze des Eisbergs. Auch ein herunterfallender Feuerlöscherschlauch hat mich mehr genervt als in Atem gehalten. Ich kann aber grundsätzlich mit Übernatürlichem nicht viel anfangen (außer es ist sehr gut geschrieben, E.A. Poe z.B. finde ich toll).

Also, nach zwei Büchern weiß ich, dass Stephen King nicht mein Lieblingsautor wird. Ich habe vor längerer Zeit mal eine Kurzgeschichte von ihm gelesen, an die ich kaum mehr Erinnerungen habe. Ich glaube aber, ich fand sie in Ordnung, aber mehr auch nicht. Das Hörbuch von "Der Anschlag" werde ich trotzdem weiter hören - erstens gibt es da wohl abgesehen von der Prämisse nichts Übernatürliches und vor allem keine Geister, Vampire oder ähnliches. Und das ausschweifende Erzählen stört mich als Hörbuch vielleicht weniger.

Übrigens habe ich von Stephen Kings Sohn Joe Hill den Comic "Locke & Key" gelesen. Den fand ich zwar sehr spannend, er war mir aber viel zu absurd.

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Enlagom
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Re: Bücher!

Beitrag von Enlagom »

Möcht hier (auch weil ich will, daß der Bücherthread nicht in Vergessenheit gerät ;)) eine Empfehlung für Anneliese Mackintosh' Roman "Any other Mouth",
auf Deutsch "So bin ich nicht" geben. Bin über eine Radiorezension darauf aufmerksam geworden.
Hier ein Youtube Link: https://www.youtube.com/watch?v=N29h2oLsDWU
Mackintosh schreibt eine (Auto?)biografie über Greta, die ihren Vater zu früh verloren hat, an ihrer Familie und an Borderline leidet, die Alkoholikerin ist, die klug ist, aber diese Klugheit nicht
zu nutzen weiß und die all diese Unzulänglichkeiten mit schnellem Sex und in Alkohol ertränkt.
Das klang für mich erst hart, auch mit dem Hintergrund, daß scheinbar vieles vom Erzählten der Autorin auch so passiert ist, und solche "ich schreibe, um meine Vergangenheit aufzuarbeiten" Themen eher nicht meines sind. Dazu kommt, daß die Erzählung nur lose aneinander gereiht ist, damit handelt es sich auch eher um eine Ansammlung von Kurzgeschichten.
Trotzdem: Dank ihres Humors, einer zwar harten, aber voll von Sarkasmus und Ironie gespickten Sprache und ihrer direkten und ehrlichen Art fand ich es sehr kurzweilig, spannend und definitiv
bereichernd zu lesen.Vielleicht nicht für jedermann, vor allem kaum etwas für Zartbeseitete..
Übrigens ist das ihr (abgesehen von Poetry Slam Erzählungen) erstes Werk. Dafür Hut ab.

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Dostoyesque
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Re: Bücher!

Beitrag von Dostoyesque »

Gerade The World of Ice and Fire per Post erhalten. Was eine schöne Ausgabe, bin auch sehr begeistert von den Illustrationen.
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qwrtzp
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Re: Bücher!

Beitrag von qwrtzp »

Ich hoffe mal, dass dieser Thread meine ewige Leseliste auf goodreads nicht noch länger macht. Ich hab vor kurzem wieder angefangen regelmäßig zu lesen.

The Waves (Virginia Woolf)
Ich glaube mancher würde sagen, es passiere rein gar nichts in dem Buch. Man folgt einfach dem Leben von sechs Freunden aus einer ziemlich speziellen Erzählweise, als lausche man den Gedanken eben dieser Menschen. Für mich war es aber eines der Bücher, die meinen Horizont erweitert haben und mich dazu gebracht haben, über mein Leben nachzudenken. Wenn man der Sprache mächtig ist (ich kann die deutsche Übersetzung nicht beurteilen) ensteht ein wunderbarerer Lesesog der mit dem Inhalt Hand in Hand geht.

A Good Man is Hard to Find (Flannery O'Connor)
Ich muss gestehen, ich habe das nicht gelesen, sondern gehört, das ist auf dem Weg zur Arbeit praktischer. Dafür habe ich dann aber auch schön viel Dialekt zu hören bekommen. Ich kannte vorher das Southern Gothic Genre nicht namentlich. Jetzt ist es für mich eines der besten Dinge, die amerikanische Literatur hervorgebracht hat (abgesehen von etwas New England Horror wie Lovecraft). Die Geschichten spielen im amerikanischen Süden mit seinen exzentrischen, seltsamen und manchmal schrecklichen Charakteren. Themen sind weltlicher und moralischer Verfall und Wandel, jedoch ist es kein Horror und kann auch mal komisch sein. Man muss nur mit den starken religiösen (in O'Connors Fall: katholischen) Motiven umgehen können.

Der Unbesiegbare (Stanislaw Lem)
Ich habe es gerne zum zweiten mal gelesen. Lem ist mein liebster Science-Fiction Autor (gefolgt von den Strugatski Brüdern). Er schreibt von trocken philosophisch bis satirisch und lustig. Als Hauptmotiv würde ich den Kontakt mit außerirdischen Leben sehen und die Frage nach dem, was Menschen und Bewusstsein ausmacht. In "Der Unbesiegbare" geht es um die Suche nach einem verschollenen Raumschiff und die Untersuchung eben des Planeten, auf dem es verschollen ist. Dahinter verbergen sich ein paar interessante Fragen. Gehört aber eher in die Kategorie trocken, was den Trivialliteratur-Leser abschrecken kann.
Axel hat geschrieben:Kennt sich jemand mit Walter Moers aus und kann mir was empfehlen? Ständig höre ich immer nur Lobeshymnen auf ihn...
Ist jetzt etwas länger her, dass ich was von ihm gelesen habe. Es sind ja auch quasi Jugendbücher, nur eben nicht auf dumm gemacht, teilweise nur als Erwachsener zu verstehen und was Gewalt angeht nicht zensiert. Am ehesten kannst du ihn mit Douglas Adams vergleichen. Der Empfehlung von Marius kann ich mich anschließen. Außerdem hat mir auch Die "13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" gefallen und "Ensel and Krete". Letzteres ist eine Märchen-Parodie und daher sehr kurz und schön bebildert, vielleicht ein guter Einstieg, um zu sehen ob du's total kacke findest.

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TNousy
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Re: Bücher!

Beitrag von TNousy »

Ich mag Romane eingebettet in ein historisches Setting. Ich verfolge gerne persönliche Schicksale während denkwürdigen Zeiten. Zwei super Beispiele sind hier:
1. Der Cellist von Sarajevo
Bosnien, Anfang der 90er Jahre: Tag und Nacht wird das belagerte Sarajevo aus den Bergen ringsum beschossen. Die Bürger der Stadt leben in Angst, Nahrung und Wasser werden knapp. Doch immer wieder gibt es Menschen, die dem Irrsinn des Bürgerkriegs trotzen. Allen voran ein couragierter Musiker, der sich zum Zeichen des Protests gegen den sinnlosen Tod von 22 Menschen bei einem Granatenangriff jeden Tag um vier Uhr nachmittags im Frack mit seinem Cello inmitten der Ruinen auf die Straße setzt und das Adagio von Albinoni spielt, 22 Tage lang.

2. Der Junge im gestreiften Pyjama
Ist glaube ich selbsterklärend. Sehr ergreifend und erschütternd.

Wenn jemand Vorschläge für solche historisch eingebettete Romane hat, immer her damit!

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tobias
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Re: Bücher!

Beitrag von tobias »

Jochen hat geschrieben:- God Is Not Great: How Religion Poisons Everything (Christopher Hitchins)

Ich schätze Christopher Hitchins wahnsinnig (man kann ihn bestimmt auch schrecklich überheblich und affektiert finden - und zutiefst beleidigend, sofern man religiös ist), aber dieses ... nun ja ... Pamphlet war ermüdend und zumindest latent selbstgefällig. Memo an selbst: In Zukunft lieber seine Essays und Kolumnen lesen, die sind erheblich besser. Wer Hitchins noch nicht kennt und einigermaßen interessiert an Religionskritik ist, guckt übrigens hier eine unbedingt sehenswerte Debatte zu diesem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=dBSH2oWVGEs (quasi als Bonus diskutiert der von mir ebenfalls sehr geschätzte Stephen Fry mit).
Mit der Religionskritik ist das so eine Sache wie mit jeder Kritik. Es gibt Kritik als analytisches Hinterfragen und Bewerten und es gibt Kritik die letztlich nur ein Mantel für bloße Polemik ist.

Ich habe das Buch von Hitchins nicht gelesen, aber das von Dawkins. Ehrlich gesagt konnte ich danach nicht mehr nachvollziehen warum der Mann als so großer Denker eingestuft wird. Ich kann aus dem gesellschaftlichen Kontext der USA, wo ja bestimmte religiöse und rechte Gruppen einen Machtblock gebildet haben, verstehen warum es Intellektuelle gibt die so reagieren und warum es zigtausende Liberale gibt die ihnen zulaufen. Aus dem europäischen Kontext oder meiner Lebensrealität erscheint es mir aber eher absurd. Das sieht man übrigens auch recht gut, wenn Dawkins mal in Deutschland war und zum Teil überhaupt gar keinen Halt zum Abarbeiten bei seinen Diskussionspartnern fand.

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Blaight
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Re: Bücher!

Beitrag von Blaight »

Ich habe gerade wieder die Codex Alera Reihe von Jim Butcher durch. Diese Buchreihe ist aus der Wette entstanden man könne auf der Basis jeder dummen Idee trotzdem ein gutes Buch schreiben - wenn man eben schreiben kann.
Butcher schreibt auf der Basis von Pokemon und dem römischen Reich ein sehr unterhaltsame Geschichte, mit liebenswerten und - noch besser - hassenswerten Figuren. Kei Meilenstein der Literatur aber sehr unterhaltsam.

Ich habe von Butcher bereits mehrfach die Dresden Files gelesen und auch seine neue Reihe beginnt unterhaltsam (Aeronauts irgendwas).

Butchers Stärke ist neben wirklich guter Beschreibungen von jeder Art Monster auch die Fähigkeit seine Figuren so darzustellen, dass man ihre Motive und Intentionen versteht. Figuren, die einem Ihr Weltbild schlüssig vermitteln sind für mich literarisch wertvoller, als Figuren, die aus unergründlichen Motiven Dinge tun.

Deswegen an dieser Stelle auch eine kleine Buchwarnung: Wer es noch nicht getan hat sollte es auch in Zukunft bleiben lassen den Medicus zu lesen. Selten so uninteressante Figuren gelesen. Die einzige interessante Figur, ein ein bisschen liebenswerter Hedonist, stirbt früh und danach ist es alles belanglos.

Das jedenfall macht Jim Butcher viel besser, denn dadurch lässt sich die entbehrungsreiche Obsession , mit der einige seiner Figuren ihre Ziele verfolgen besser nachvollziehen.

Was ich sonst noch jedem ans Herz lege, und da teile ich meine Meinung mit Gunnar Lott, ist das man ohne Schande jedes Werk von Brandon Sanderson lesen kann und sollte. Ja zur Zeit mehr Fantasy als sonst. :)

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Frostkaktus
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Re: Bücher!

Beitrag von Frostkaktus »

Von Stephen King habe ich neulich "Revival" als Hörbuch gehört. Kein schlechtes Buch, aber ich mag die alten Sachen immer noch am liebsten. IT war im Grunde das Buch meiner Kindheit, weshalb King auch immer einen Platz in meinem kleinen, vernknöcherten Herzen behalten wird. Zudem ist er supersympathisch. Habe ihn bei seiner Lesung im Hamburg gesehen und das war wirklich großartig. :)

Aber hier geht es ja um "richtige" Bücher. Da ich beruflich ziemlich viel lesen muss, fallen mir abends beim Lesen schnell die Augen zu, weshalb ich so richtig nur auf der Fähre oder am Wochenende zum Lesen komme.

Sachbuch:
Als letztes gelesen:
Laurie Penny "Unsagbare Dinge - Sex, Lügen und Revolution". In dem Buch geht es vom Label her um Feminismus, aber was nun bestimmt viele abschreckt. Aber Penny zeigt in dem Buch gut auf, dass die Geschlechterrollen derzeit fast alle Menschen benachteiligen (Ausnahme: die wenigen, die ganz oben an der Spitze der Nahrungskette landen). Liest sich insgesamt recht flüssig und ist humorvoll geschrieben. Zudem ist Laurie Penny ein Nerd. :)

Jetzt am lesen:
Von Roger Willemsen "Das hohe Haus - Ein Jahr im Parlament". Willemsen beschreibt die Sitzungen des Parlaments und "beschreiben" ist hier wirklich das wichtige Wort. Es geht hier weniger um eine Auseinandersetzung mit einzelnen politischen Themen als vielmehr um die Beobachtung der Mechanismen und Taktiken, die dort vorherrschen. Mag auf den ersten Blick trocken erscheinen, ist aber mit spitzer Feder und einem sehr literarischen Stil geschrieben. Macht Freude!

Romane:

Vor kurzem:
Daniel Suarez "Daemon" und "Darknet", dazwischen von Cory Doctorow "Little Brother" (gemeinfrei: sprich, im Netz legal auffindbar für kostenlos, aber nicht umsonst). Die Bücher von Suarez bauen aufeinander auf (in der englischen Version ist es glaube ich auch nur ein Buch) und es geht - sehr grob vereinfacht - um ein Netzwerk, das die Welt verändert. Das Buch von Doctorow spielt in einer nahen Zukunft in einem mit Überwachungstechnik durchzogenen Amerika, in dem ein Schüler zum Terrorverdächtigen wird. Alle drei Bücher spielen mit dem Thema der immer stärkeren Überwachung und deren Folgen.

Clive Barker "The Damnation Game". Kannte ich schon. Las ich aber nochmal, da von Barker geschrieben und ich "Das scharlachrote Evangelium" geschenkt bekommen habe. Bevor ich das lese, "muss" ich noch einmal alles lesen will, was auch nur ansatzweise als Vorgänger angesehen werden kann. Und das sind eine Menge Bücher, da im "Evangelium" Pinhead (bekannt aus Hellraiser, der mit den ganzen Nägeln im Kopf ;) ) auf Harry D'Amour trifft (der in anderen Barker-Büchern und -Kurzgeschichten auftaucht).

Jetzt am lesen:
Barker leitet auch prima über zu dem, was ich nun lese:
Clive Barker "Jenseits des Bösen". wie gesagt, ich "muss" nochmal alle Vorgänger lesen. Allerdings handelt es sich auch hier nicht um klassische Reihen, wie Sherlock Holmes, wo ein Mensch immer wieder in neue Abenteuer gerät. Vielmehr sind es eher solche Wiedersehen wie bei King (Derry, Bangor, Sheriff Bannerman...).

Ich bin ja eh ein kleiner Horrorfreak. Als ich damals mit Horror anfing waren Stephen King, Dean Koontz und Peter Straub populär. "Es" war mit 11 mein "Einstieg" ins Horrorgenre. King war für mich immer der liebe nette Märchenonkel, der einen auf den Schoß nimmt, tröstet und dann jagt er dir einen gehörigen Schrecken ein, aber am Ende ist alles wieder gut. Peter Straub hingegen war eher der Interlektuelle, mit einem oft eher subtilen Stil. Koontz hingegen war der Wissenschaftler. Irgendwas Schreckliches passiert und am Ende ist irgendein fürchterliches Experiment daran Schuld.

Und relativ frisch - zumindest in meiner damaligen Wahrnehmung - erschien Clive Barker mit seinen Büchern des Blutes und Cabal, Hellraiser, Damnation Game, Weaveworld... Barker war der Verführer unter den Horrorschreibern. Was komisch klingt, da er damals einer DER Splatterautoren war. Bei ihm geht es aber oft um Sehnsüchte und darum wozu sie einen Menschen bringen. Und nebenbei entfesselt er Welten, die meilenweit kreativer sind als das meiste, was allgemein unter Fantasy läuft.
Btw: Fantasy ist ein reichlich bescheuerter Name für ein Genre, dass sich vor allem dadurch auszeichnet immer wieder die gleiche Geschichte zu erzählen. Gehen ein Elf, ein Zwerg und ein Mensch in eine Bar...äh... auf Reisen und am Ende stirbt der böse Feind. :roll:
Was nicht bedeutet, dass ich gar keine Fantasy mag (Markus Heitz' Zwerge sind zB großartig!), nur ist die meiste halt leider nach Schema F gestrickt.

Barker erschafft aber nicht nur Welten (zum Beispiel in einem Teppich), er hat auch eine Charakterzeichnung, die ihresgleichen sucht. Barker führt in einem Buch anfangs eine Person ein und man denkt zunächst: "Aha, dies ist also der Held!" und man beginnt mitzufühlen. Und dann entpuppt sich dieser Mensch letztlich als Totalkatastrophe. Trotzdem bleibt die Figur nachvollziehbar, in sich stimmig und nachfühlbar. Genauso wie die "Helden", niemals die typischen shiny Gestalten sind, die ohne Fehl und Tadel sind und die man einfach nur toll findet. Kurz: er hat neben einer überschäumenden Fantasie die Fähigkeit eine tolle, glaubwürdige Charakterzeichnung abzuliefern.
Und das Chaos sprach zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen."
Ich lächelte und war froh. Und es kam schlimmer.

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Dostoyesque
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Re: Bücher!

Beitrag von Dostoyesque »

tobias hat geschrieben:
Jochen hat geschrieben:- God Is Not Great: How Religion Poisons Everything (Christopher Hitchins)

Ich schätze Christopher Hitchins wahnsinnig (man kann ihn bestimmt auch schrecklich überheblich und affektiert finden - und zutiefst beleidigend, sofern man religiös ist), aber dieses ... nun ja ... Pamphlet war ermüdend und zumindest latent selbstgefällig. Memo an selbst: In Zukunft lieber seine Essays und Kolumnen lesen, die sind erheblich besser. Wer Hitchins noch nicht kennt und einigermaßen interessiert an Religionskritik ist, guckt übrigens hier eine unbedingt sehenswerte Debatte zu diesem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=dBSH2oWVGEs (quasi als Bonus diskutiert der von mir ebenfalls sehr geschätzte Stephen Fry mit).
Mit der Religionskritik ist das so eine Sache wie mit jeder Kritik. Es gibt Kritik als analytisches Hinterfragen und Bewerten und es gibt Kritik die letztlich nur ein Mantel für bloße Polemik ist.

Ich habe das Buch von Hitchins nicht gelesen, aber das von Dawkins. Ehrlich gesagt konnte ich danach nicht mehr nachvollziehen warum der Mann als so großer Denker eingestuft wird. Ich kann aus dem gesellschaftlichen Kontext der USA, wo ja bestimmte religiöse und rechte Gruppen einen Machtblock gebildet haben, verstehen warum es Intellektuelle gibt die so reagieren und warum es zigtausende Liberale gibt die ihnen zulaufen. Aus dem europäischen Kontext oder meiner Lebensrealität erscheint es mir aber eher absurd. Das sieht man übrigens auch recht gut, wenn Dawkins mal in Deutschland war und zum Teil überhaupt gar keinen Halt zum Abarbeiten bei seinen Diskussionspartnern fand.
Ach Christopher Hitchens... Mit dem guten Dawkins und Bill Maher wohl der herablassendste Autor zum Thema Religion der letzten Jahrzehnte. Finde, dass sie sehr wenig zum Verständnis zwischen den Fronten beitragen, sondern sich eher darauf konzentrieren, sich über den Gegenüber lustig zu machen. Bin alles andere als religiös, aber mit diesen Selbstdarstellern kann ich wenig anfangen, auch wenn sie durchaus kompetent sein können.

Stephen Fry gehört natürlich nicht in diese Kategorie, THE FLANDERS PIGEON MURDERER. Der gute Mann ist ja leider manisch depressiv seit vielen, vielen Jahren. Erst kürzlich hat er wieder einen Selbstmord versucht. Wen die Thematik interessiert, soll sich unbedingt die von Stephen Fry moderierte und geschrieben Dokumentation zur manisch depressiven Störung ansehen: The Secret Life of the Manic Depressive
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Dostoyesque
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Re: Bücher!

Beitrag von Dostoyesque »

TNousy hat geschrieben:Ich mag Romane eingebettet in ein historisches Setting. Ich verfolge gerne persönliche Schicksale während denkwürdigen Zeiten. Zwei super Beispiele sind hier:
1. Der Cellist von Sarajevo
Bosnien, Anfang der 90er Jahre: Tag und Nacht wird das belagerte Sarajevo aus den Bergen ringsum beschossen. Die Bürger der Stadt leben in Angst, Nahrung und Wasser werden knapp. Doch immer wieder gibt es Menschen, die dem Irrsinn des Bürgerkriegs trotzen. Allen voran ein couragierter Musiker, der sich zum Zeichen des Protests gegen den sinnlosen Tod von 22 Menschen bei einem Granatenangriff jeden Tag um vier Uhr nachmittags im Frack mit seinem Cello inmitten der Ruinen auf die Straße setzt und das Adagio von Albinoni spielt, 22 Tage lang.

2. Der Junge im gestreiften Pyjama
Ist glaube ich selbsterklärend. Sehr ergreifend und erschütternd.

Wenn jemand Vorschläge für solche historisch eingebettete Romane hat, immer her damit!
Ist nicht unbedingt dramatisch, sondern sehr humoristisch, aber falls dich jugoslawische Geschichte nach dem Cellisten von Sarajevo intessiert, kann ich dir "The Yugo: The Rise and Fall of the Worst Car in History" wärmstens empfehlen. Hier wird jugoslawische Geschichte mit Hilfe der Geschichte des Yugos (dem yugoslawischen Trabbi, wenn man so will) aufgearbeitet. Sehr unterhaltsam und man lernt im Vorbeigehen sogar noch was ;)
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cptCaps
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Re: Bücher!

Beitrag von cptCaps »

"Blackout – Morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg
Wenn man zwischendurch mal kurz den Aluhut aufsetzen möchte, dass unsere Welt komplett abhängig ist von Software.
Hacker haben das europäische Stromnetz infiltriert und lahmgelegt. Für mich war es ein "kann man lesen"-Katastrophen-Roman aber andere Leser fühlten sich direkt sehr zum Nachdenken angeregt.

Raven's Shadow Trilogie - Anthony Ryan
Blood Song
Tower Lord
Queen of Fire
Eine mittelalterliche Welt mit Magie (allerdings eher im verborgenen, die "gifted/cursed" werden verfolgt). Hauptperson ist Vaelin, der Spross eines Adeligen der quasi den Templern übergeben wird (Verteidiger des Glaubens und des Reiches). Während seiner Ausbildung entdeckt er, dass auch er eine Gabe hat, den Titelgebenden "Blood Song" - er "hört" die Absichten seines Gegenübers, was ihn auch zu einem überragenden Schwertkämpfer macht.

Demon Zyklus von Peter V. Brett:
Eine Welt wird jede Nacht von Dämonen heimgesucht, vor denen man sich hinter Schutzsiegeln verstecken muss, austausch zwischen einzelnen Siedlungen erfolgt über Kuriere (erinnert an Postman :D).
Hauptperson des ersten Bandes ist ein Junge der seine Mutter an die Dämonen verliert und desshalb Kurier wird um den Kampf aufzunehmen. In den späteren Werken gibt es 3 bzw 4 Handlungsträger die mir alle unsympathisch waren, aber irgendwie hab ich die Bücher trotzdem gerne gelesen. Achtung: die ersten 2/3 Kapitel machten auf mich den Eindruck als hätte der Autor sie in seiner Jugend geschrieben und später nicht mehr überarbeitet. Ich kann nicht genau sagen was mich gestört hat, aber wenn ich nciht die ersten 3 Bücher mit den Worten übergeben bekommen hätte "die musst du lesen" hätte ich nach dem ersten Kapitel aufgehört, der Stil wird aber besser.

Und zu guter Letzt das Lieblingsfantasy meiner Familie:
The Kingkiller Chronicle - Patrick Rothfuss
Kurzgesagt geht es in den bisher erschienenen Bänden um einen Magieschüler (mit den typischen Ausprägungen - Mobbing aufgrund fehlenden Geldes etc).
Die Besonderheit ist, dass die Erzählung durch die Hauptperson als Rückblick erfolgt. Man erfährt nicht viel über Kvothe, der sich als Gastwirt zu Ruhe gesetzt hat. Aber er muss sehr mächtig (gewesen) sein (wie auch der Titel der Reihe nahelegt). Ein Chronist bittet ihn um seine Lebensgeschichte und diese bildet dann den Hauptinhalt der bisher erschienenen Werke.
Wie eingangs erwähnt gefällt es sowohl meinen Eltern als auch meiner eigentlich nciht an Fantasy interessierten Schwester; und auch bei Reddit habe ich die Reihe jetzt in fast jeder "Fantasy i like" / "Books you MUST read" Liste gesehen.

Siel
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Re: Bücher!

Beitrag von Siel »

Hallo Jochen,

da ich derzeit ziemlich Lesefaul bin, hab ich seit einiger Zeit kein Roman angefasst!
Aber ich Zähl mal gerne mal meine Highlights auf, eventuell kennst du sie ja schon ^^

Autor Trudi Canavan:

Magie, Gilde der schwarzen Magier und Sonea (7 Bände insgesamt)


Autor Markus Heitz:

Die Zwerge (5 Bände glaub ich) und Legenden der Albae (müssten 4 oder 5 gewesen sein)


Man weiß ja mittlerweile das du fast Ausschließlich im Englischen Original liest, aber Markus Heitz kann ich empfehlen ^^

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Chiller
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Re: Bücher!

Beitrag von Chiller »

Moinsen,

ich bin seit ich denken kann (also seit gestern, ha, ha...sorry) ein riesengroßer Star Wars-Fan, und zwar vor allem des Universums, wie es in den Büchern, die seit den Filmen erschienen sind, weitererzählt wird. Die Filme werden nach dem x-ten Gucken irgendwann halt nicht mehr spannender. Aber in den Büchern wird der Konflikt zwischen Jedi und Sith auf einer ideologischen Basis sehr viel tiefer behandelt, als das in den Filmen aufgrund der zeitlichen Begrenzung möglich war.

Vor allem die "philosophischen" Fragen, die mit der "Macht" zusammenhängen werden in vielen Büchern äußerst interessant dargestellt und regen, wie ich finde, sehr zum Nachdenken an. Gibt es überhaupt eine "dunkle" und eine "helle" Seite, also klar abgegrenztes "Gut" und "Böse"? Ist das nur eine Definitionsfrage, bzw. eine der Betrachtungsweise? Ist die Macht nicht vielmehr ein Ganzes und nicht so einfach in zwei Hälften zu kategorisieren?

Empfehlenswert finde ich hier vor allem die Darth Bane-Trilogie die sich damit beschäftigt, was es mit Yodas letztem Satz aus Episode I auf sich hat, etwa "always two there are, a master and an apprentice" , sowie die Romane, die sich mit dem Jedi/Sith Revan beschäftigen, der uns ja aus KotoR bereits bekannt ist.

Für eine weitaus würdigere Fortsetzung der "alten" Trilogieals Episode VII halte ich Timothy Zahn's Trawn Trilogie, die sich damit beschäftigt, wie die Rebellion sich nach dem Sieg über das Imperium in "Neue Republik" umbenennt und versucht, eben diese wieder aufzubauen, während Luke sich mit der Aufgabe herumschlägt, den Jedi-Orden wieder aufzubauen, ohne wirkliche jemals umfassend darüber unterrichtet worden zu sein, was zum Jedi-Dasein alles dazugehört/gehören sollte.

Natürlich sind bei den Star Wars-Büchern auch immer mal wieder Nieten dabei, solltet ihr also noch Empfehlungen haben, welche Bücher man unbedingt in seine Sammlung aufnehmen sollte, immer her damit ;)

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tobias
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Re: Bücher!

Beitrag von tobias »

Siel hat geschrieben:Autor Markus Heitz:

Die Zwerge (5 Bände glaub ich) und Legenden der Albae (müssten 4 oder 5 gewesen sein)
Zu den Zwergen kommt ja bald auch ein PC-Spiel.

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