Bücher!

Wenn es nicht um Spiele und / oder den Podcast geht, dann stehen die Chancen gut, dass dein Thema hier richtig ist.
WARNUNG: Gerade bei Politik & Co. geht's gerne hoch her. Auch hier gelten die Benimmregeln. Behandelt andere Foren-User immer mit Respekt, selbst wenn ihr deren Meinung nicht respektieren könnt!
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Wade_the_Great
Beiträge: 3
Registriert: 22. Aug 2017, 16:54
Wohnort: NRW

Re: Bücher!

Beitrag von Wade_the_Great »

Ich habe gerade mit Begeisterung Ready Player One von Ernest Cline gelesen, ja förmlich verschlungen wie schon lange kein Buch mehr. Für alle die es nicht kennen, es geht um einen Jungen, welcher wie der Rest der Menschheit den Großteil seiner Zeit in einer virtuellen Welt namens OASIS verbringt. Diese ist wie das ganze Buch ist vollgestopft mit Anspielungen auf diverse Filme, Songs und Videospiele der 80er. Als eines Tages der Erschaffer dieser Welt stirbt, verspricht dieser dem Finder eines von ihm versteckten Easter Eggs sein Erbe, und damit die Kontrolle über die OASIS.
Es mag sicher seine Schwächen haben, so scheinen mir einige Aspekte dieser Welt die er beschreibt nicht ganz Sinn zu machen. Aber für jemanden wie mich, der popkulturelle Anspielungen jeder Art einfach liebt, ist es einfach der perfekte Lesestoff. Als direkt am Ende des Prologs erwähnt wurde, dass das erste Easter Egg an einem 11.Februar gefunden wurde, wusste ich schon, das Buch und ich sind auf derselben Wellenlänge. Ich muss zwar gestehen viele der genannten Filme und gerade Arcade-Spiele nicht zu kennen, aber der Autor schafft es so wunderbar diese kindliche Freude daran zu teilen. Ich bin auch gerade mega gehyped auf die Verfilmung nächstes Jahr. Mit Steven Spielberg als Regisseur kann ja nichts schiefgehen, ich hoffe aber, dass sie die Monthy Python-Szene einfach eins-zu-eins übernehmen. :pray:
Ich empfehle diese Buch jedem, der auch kindliche Freude an Anspielungen quer durch die Popkultur hat. Und kann mir hier jemand ein Buch empfehlen, was in eine ähnliche Richtung geht? Würde mich sehr freuen.

Benutzeravatar
Haferbrei
Beiträge: 354
Registriert: 19. Mär 2017, 07:06

Re: Bücher!

Beitrag von Haferbrei »

Lese derzeit 'Blood, Sweat And Pixels' von Jason Schreier (Kotaku). Der Autor gibt auf Basis von Interviews mit Entwicklern, Designern, Producern etc. bekannter Spieleschmieden einen Einblick in die Entwicklung von Spielen (von Stardew Valley bis Dragon Age: Inquisition oder The Witcher 3).
Einiges an Infos kennt man sicherlich aus Pressemeldungen oder man konnte es zumindest vermuten, aber in dieser Tiefe war mir der größte Teil noch nicht bekannt. Gepaart mit dem unterhaltsamen Schreibstil möchte ich eine Empfehlung aussprechen.

tralow
Beiträge: 20
Registriert: 4. Sep 2017, 07:48

Re: Bücher!

Beitrag von tralow »

Ich hatte jetzt bei Amazon nach dem neuen Ken Follet geschaut. Die normale deutsche Ausgabe kostet 36 € und dafür die englische Kindle-Version nur 9,99 €. Bei 26 € Unterschied muss ich noch einmal ganz tief in mich gehen :D

Benutzeravatar
LegendaryAndre
Beiträge: 689
Registriert: 19. Feb 2017, 09:06
Wohnort: Graz

Re: Bücher!

Beitrag von LegendaryAndre »

Ready Player One von Ernest Cline habe ich vor einigen Tagen gelesen. Derzeit beschäftigt mich das Thema VR und Künstliche Intelligenz / Roboter und so habe ich mir einige Bücher zu diesen Themen zugelegt. Ready Player One ist definitiv für Gamer geeignet die mit den Spielen der 80-er aufgewachsen sind (oder diese kennen) und Cyberpunk mögen. Nächstes Jahr folgt eine Verfilmung von Steven Spielberg. Das Buch habe ich ebenfalls förmlich verschlungen. Am liebsten würde ich mir selbst sofort eine Virtual Reality-Brille aufsetzen und in die Weiten der OASIS eintauchen. Im Buch bekommt man einen guten Eindruck wie VR-Brillen der Zukunft funktionieren könnten (mit haptischen Anzügen oder Handschuhen, noch bevor wir uns in die Matrix einstöpseln oder ein Holodeck starten). ;) Es finden sich auch einige Anspielungen auf die Popkultur der 80er-Jahre. Mir persönlich hat es gut gefallen, auch wenn die Geschichte und die Schreibweise selbst nicht ganz so herausragend sind, wie die innovativen Denkanstöße die man beim Lesen fortwährend erhält. Es ist auch keine intellektuelle Herausforderung wie Neuromancer, aber das werden einige sicher begrüßen. Kann ich jedenfalls wärmstens empfehlen!

Stuttgarter
Beiträge: 1634
Registriert: 31. Dez 2016, 22:39

Re: Bücher!

Beitrag von Stuttgarter »

@LegendaryAndre, hast Du die "Otherland"-Romane von Tad Williams schon gelesen? Man braucht echt Ausdauer (3500 Seiten), aber es dürfte etwas vom faszinierensten sein, was zu VR bislang geschrieben wurde.

Benutzeravatar
LegendaryAndre
Beiträge: 689
Registriert: 19. Feb 2017, 09:06
Wohnort: Graz

Re: Bücher!

Beitrag von LegendaryAndre »

Stuttgarter hat geschrieben:@LegendaryAndre, hast Du die "Otherland"-Romane von Tad Williams schon gelesen? Man braucht echt Ausdauer (3500 Seiten), aber es dürfte etwas vom faszinierensten sein, was zu VR bislang geschrieben wurde.
Hallo! Danke für den Tipp! Bis vor kurzem wusste ich nicht, dass Otherland überhaupt etwas mit VR zu tun hat. Dachte es sei eine typische Fantasy-Reihe und war in der Buchhandlung entsprechend überrascht. Ich war mir nur nicht sicher ob ich mir das Buch kaufen soll oder nicht. Werde mir mal den ersten Band bestellen. Bin gespannt!

Benutzeravatar
Naitomea
Beiträge: 187
Registriert: 30. Jul 2016, 09:43

Re: Bücher!

Beitrag von Naitomea »

The Girls von Emma Cline.

Hier geht es um eine ausgedachte Geschichte, die offensichtlich an die Geschehnisse um Charles Manson angelehnt ist und im Speziellen um die Mädchen und Frauen, die er um sich gescharrt und dazu gebracht hat, Menschen zu ermorden.
Ich fand das Buch ziemlich enttäuschend. Die Figuren haben mich nicht mitgerissen, die Story an sich wird nicht sehr spannend erzählt und auch eine übergeordnete Message muss mir entgangen sein. Was bleibt ist wahrscheinlich eine recht brauchbare Vermittlung eines verlorenen Lebensgefühls von Teenagern in den 50ern oder 60ern.

Allerdings ist das Buch ja allgemein ziemlich beliebt, also vielleicht solltet ihr euch von meiner Einschätzung nicht abschrecken lassen ^^

Benutzeravatar
SebastianStange
Administrator
Beiträge: 742
Registriert: 7. Dez 2016, 21:05

Re: Bücher!

Beitrag von SebastianStange »

Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest. Meins war sehr schön und abgerundet wurde es durch den besten Lesespaß des Jahres: Mortal Engines. Es ist keine große Kunst, aber einfach nur ein sehr kurzweiliger, temporeicher Abenteuer-Roman mit einer tollen Welt. Habe den Einstieg gelesen und war hooked. Hier mal als kleiner Anreiz:
"It was a dark, blustery afternoon in spring, and the city of London was chasing a small mining town across the dried-out bed of the old North Sea.

In happier times, London would never have bothered with such feeble prey. The great Traction City had once spent its days hunting far bigger towns than this, ranging north as far as the edges of the Ice Waste and south to the shores of the Mediterranean. But lately prey of any kind had started to grow scarce, and some of the larger cities had begun to look hungrily at London. For ten years now it had been hiding from them, skulking in a damp, mountainous, western district which the Guild of Historians said had once been the island of Britain. For ten years it had eaten nothing but tiny farming towns and static settlements in those wet hills. Now, at last, the Lord Mayor had decided that the time was right to take his city back over the land- bridge into the Great Hunting Ground.

It was barely halfway across when the look-outs on the high watch-towers spied the mining town, gnawing at the salt-flats twenty miles ahead. To the people of London it seemed like a sign from the gods, and even the Lord Mayor (who didn't believe in gods or signs) thought it was a good beginning to the journey east, and issued the order to give chase.

The mining town saw the danger and turned tail, but already the huge caterpillar tracks under London were starting to roll faster and faster. Soon the city was lumbering in hot pursuit, a moving mountain of metal which rose in seven tiers like the layers of a wedding cake, the lower levels wreathed in engine-smoke, the villas of the rich gleaming white on the higher decks, and above it all the cross on top of St Paul's Cathedral glinting gold, two thousand feet above the ruined earth."
Teil zwei von 4 lese ich bereits und hab immer noch Spaß. Geht zwar bissl in das Young Adult Genre a la Mazerunner und Co., aber das ändert nix dran, dass das Buch einfach gut unterhält. Ich liebe die Ideen dahinter, etwa den "Municipal Darwinism" und ich musste laut lachen, als "Panzerstadt Bayreuth" am Horizont auftauchte. Dringende Empfehlung.

MarkusEiffel
Beiträge: 25
Registriert: 25. Dez 2017, 14:04

Re: Bücher!

Beitrag von MarkusEiffel »

Ich bin ein großer Ken Follett Fan - gerade Die Säulen der Erde empfand ich als ein überragendes Buch. Er holt die Welt des Mittelalters in die Realität, wenn man dieses Buch liest. Einfach toll.

Benutzeravatar
mausdoadschmatza
Beiträge: 80
Registriert: 20. Mai 2016, 12:48

Re: Bücher!

Beitrag von mausdoadschmatza »

Wenn ich auf das Jahr zurückblicke habe ich vor allem Star Wars Bücher gelesen und dabei auch einige ältere nachgeholt. Zunächst aber meine Gedanken zu zwei Sachbüchern

Football Leaks: Die schmutzigen Geschäfte im Profifußball von Rafael Buschmann und Michael Wulzinger

Ein Buch auch für nicht Nichtfans über die Entstehung der Spiegel-Geschichte zu Football Leaks. Das Buch behandelt einzelne Akteure innerhalb der Szene und enthüllt ihre skrupellosen Machenschaften. Angesichts des sowieso schon überhitzen Marktes trifft das den Interessierten
nicht zwangsläufig immer aus heiteren Himmel, die Dreistigkeit einzelner Fälle ist aber durchaus verstörend. Persönlich fand ich die Making-of-Kapitel der Veröffentlichung aber interessanter. Der Aufwand, den Verlag und die Autoren hier knapp ein Jahr lang investiert haben ist bemerkenswert. Von aberwitzigen Treffen mit dem Whistleblower in Osteuropa über Reisen zu Briefkastenfirmen in die Karibik bis hin zu teils absurden Sicherheitsvorkehrungen vor Ort, ist das Buch ein spannendes Plädoyer für unabhängigen Journalismus und ein guter Einstieg in die Materie.

Blood, Sweat, and Pixels von Jason Schreier

Über das Buch wurde ja schon viel gesagt. Es erklärt vieles über die (nicht vorhandenen) Strukturen innerhalb mancher Studios und hat sich mit dem Kapitel zu Star Wars 1313 auch ein echtes Schmankerl für den Schluss aufgehoben. Insgesamt ein kurzweiliges Vergnügen, für mein Empfinden vielleicht einen Tick zu repetitiv von den angesprochenen Themen her. Man sieht doch recht bald, dass Crunch ein allgegenwärtiges Problem in der Branche ist. Nichtsdestotrotz sind die einzelnen Kapitel spannend erzählt und arbeiten mit vielen Zitaten von aktiv Beteiligten, dass macht vieles plastisch greifbar. Das Buch soll ja anscheinend ein kleines Denkmal für die Entwickler sein und als solches funktioniert es auch, ich hätte mir vielleicht noch das ein oder andere Studio eines großen Publishers wie Ubisoft oder Nintendo zum Vergleich gewünscht aber das kann ja noch kommen.

Von Star Wars:

Darth Bane Trilogie von Drew Karpyshyn

Die Trilogie spielt etwas 1000 Jahren vor den Filmen und erzählt den Aufstieg von Darth Bane vom einfachen Minenarbeiter zum Erneuerer des Sith-Ordens, der das Fundament für die spätere Rolle in den Filmen schafft. Für mich einer der einprägsamsten Charaktere im Star Wars Universum.
Die Reihe leidet für mich ein wenig am Spannungsbogen. Während der erste Band noch klar auf eine wichtige Klimax hinsteuert kommt es in den Folgebänden zu einem Spannungsabfall. Ab da steht der grundsätzliche Fortgang der Geschichte ausgehend von den vorangegangen Äußerungen bereits fest. Es fehlt ein greifbares übergeordnetes Ziel. Zum Ende hin schafft es die Geschichte wieder Fahrt aufzunehmen und greift auf Handlungsstränge zurück, die während der gesamten Reihe angerissen wurden. Allerdings wirken manche Entwicklungen selbst für einen SciFi-Roman teils arg konstruiert. Das stört aber nicht zwangsläufig beim Lesen, das World Buildung funktioniert hervorragend und auch die Lore wird ausreichend bedient. Wer sich für die dunkle Seite interessiert bekommt hier sicherlich eine der stärksten Buchreihen.

Darth Plagueis von James Luceno

Die Geschichte von Plagueis, dem Meister von Palpatine, der im Hintergrund als einflussreicher Geschäftsmann und Anführer des Banken Clans die Machtübernahme vorbereitet hat und die Geschichte vom Aufstieg Palpatines. Ein Blick auf Macht, Ränkespielchen und Strippenzieher in den Hinterzimmern der Republik. Wer sich für diese Verflechtungen interessiert wird viele Zusammenhänge hinter den Entwicklungen in den ersten Episoden besser verstehen. Leider nimmt sich das Buch erst viel Zeit um die beiden Protagonisten zu etablieren, springt dann aber teils um Jahrzehnte in die Zukunft und gegen Ende befindet sich die Handlung teilweise parallel zu Episode 1. Dabei wird viel mit Auslassungen gearbeitet und nicht etwa die Geschehnisse aus einer anderen Perspektive dargeboten. Das wirkt auf mich sprunghaft und abgehakt. Hier hätte ich mir einen runderen Abschluss gewünscht.

Star Wars: Afthermath/Nachspiel Trilogie von Chuck Wendig

Die Geschichte, wie das Imperium in den zwei Jahren nach Episode 6 von der Bildfläche verschwindet und wie der abgestürzte Sternenzerstörer am Anfang von Episode 7 auf Jakku gelandet ist. Eine unscheinbare Gruppe aus Rebellen, Deserteuren und Händler findet sich unverhofft im Kampf gegen die Reste des Imperiums zusammen. Für das Verständnis der neuen Filme und von Battlefront 2 sicherlich das wichtigste Buch. Eine schöne Reise über mehrere Planeten und trotz der vielen Protagonisten immer noch übersichtlich gehalten. Bekannte Figuren haben längere Auftritte und die Motivation wird hinreichend dargelegt. Da das Buch auch den Umbruch in der Galaxie zeigen möchte, gibt es zwischen den Kapiteln regelmäßig kurze Einschübe über zufällige lokale Ereignisse irgendwo in der Galaxie. Das mag eine nette Idee sein ist aber zumeist völlig belanglos und wird auch nicht wieder aufgegriffen, es stört eher den Erzählfluss der Haupthandlung.

Star Wars: Battlefront 2: Inferno Squad von Christie Golden

Die Origin-Story des Inferno Squads und seiner Leiterin Iden Versio ist ein netter Agententhriller für zwischendurch, aber auch schnell wieder vergessen. Die meisten Charaktere, insbesondere Iden, sind relativ unsympathisch. Eine Eliteinheit als interne Ermittlungsgruppe und schnelle Eingreiftruppe wächst erst zusammen, muss kleinere Rückschläge hinnehmen und schließlich den großen Gegner infiltrieren. So kurzweilig die Handlung auch ist, es handelt sich um eine Einheit, die aus den Besten in ihrem Bereich bestehen. Der Erfolg ist fast schon vorprogrammiert, dabei wird auch nicht besonders cool gehandelt oder anderweitig auffällig agiert. Die suggerierte Bedrohung wird am Ende sogar ad absurdum geführt. Wenigsten bleibt man hier konsequent auf der "bösen" Seite und handelt auch entsprechend.

Phasma von Delilah S. Dawson

Wie es auch anders geht zeigt Phasma, die Hintergrundgeschichte des Captains der ersten Ordung mit der Chrom Rüstung. Das Buch verwendet den Kniff die Geschichte aus zweiter Hand im Rahmen eines Verhörs zu erzählen. So kann anhand von einzelnen Episoden aus Phasmas früheren Leben ihre Persönlichkeit Stück für Stück enthüllt werden. Im Kern geht es darum, wie sie als eine Anführerin eines steinzeitlichen Stammes von dem Plateau eines verwüsteten, rauen Planeten, diesen verlassen kann und zur gefürchteten Ausbildungsleiterin der ersten Ordnung wird. Als hervorragende Kämpfer aber vom Wissen rückständige Akteure werden die Protagonisten auf ihrer Reise ständig mit völlig neuen Situationen konfrontiert. Die Charaktere wirken so deutlich sympathischer und die Einzelschicksale berühren mehr. Dazu werden regelmäßig Twists eingebaut, die einige vorangegangen Situationen in einem anderen Licht erscheinen lassen, in ihrer Logik für den Charakter Phasma aber auch Sinn ergeben. Gleichwohl sind es mehr die Nebenfiguren, welche in Erinnerung bleiben und sich weiterentwickeln.

Tarkin von James Luceno

Eine weitere Origin Story. Tarkin jagt mit Vader zusammen die Diebe seiner gestohlenen Raumschiffyacht und erinnert sich dabei an seine harte Ausbildung während der Jugend zurück. Insgesamt spielt die Vergangenheit von Tarkin eine eher zurückgenommene Rolle im Buch, die meiste Zeit wird das aktuelle Geschehen in den Mitteljahren des Imperiums behandelt. Die Flashbacks zeigen, wodurch sich sein Handeln in der Gegenwart beeinflusst hat und verdeutlichen, wie er zu einem der Architekten des Imperiums wurde. Seine Philosophie durch Härte und Furcht zu herrschen wird verständlich etabliert, seine Stringenz nachvollziehbar. Die übergreifende Handlung beginnt stark lässt dann immer mehr nach und wird etwas konfus, findet aber dennoch einen logischen Abschluss. Tatsächlich fasziniert Tarkins Werdegang mehr als sein gegenwärtiges Handeln.

Thrawn von Timothy Zahn

Timothy Zahn kehrt zu seiner legendären Figur Thrawn zurück und erzählt, wie sollte es anders sein, dessen Origin Story, wie er zum Imperium kam und gegen die Widerstände des Establishments in kürzester Zeit zum Grandadmiral aufgestiegen ist. Das Buch dient auch dazu die Brücke zur Animationsserie Star Wars Rebels zu schlagen und führt einige dort vorkommende Charaktere ein und verpasst ihnen eine eigene Hintergrundgeschichte, inklusive eines spannenden Einblicks in die Machtkämpfe innerhalb der korrupten Elite des Imperiums. Im Gegensatz zu anderen Star Wars Büchern steht aber weniger die Lore im Vordergrund, sondern viel mehr die Charaktere. Im Grunde ist Thrawn Sherlock Holmes. Sein Watson heißt und Eli und hatte eigentlich das Lebensziel Logistikoffizier zu werden. Er wird aber als Übersetzer für Thrawn gebraucht, der ihn dann unter seine Fitiche nimmt und unbemerkt ausbildet. Eli ist dabei die Identifikationsfigur für den Leser, man fühlt mit ihm. Da Thrawn unter dem direkten Schutz des Imperators steht versucht der rassistische Apparat alles Eli abzustrafen und gering zu halten um ihn so gegen Thrawn aufzuwiegeln. Währenddessen jagt Thrawn seine Nemesis, die ihn die ganze Zeit über verfolgt und immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
Für mich ist Thrawn klar der stärkste Star Wars Roman der letzten Jahre, er es schafft glaubhafte Charakteren mit verständlichen Motivationen zu etablieren, die nachvollziehbar handeln und das ganze in eine spannende Schnitzeljagd mit einem unerwarteten Ende verpackt.

Benutzeravatar
Haferbrei
Beiträge: 354
Registriert: 19. Mär 2017, 07:06

Re: Bücher!

Beitrag von Haferbrei »

Ich bin heute über das CRPG Book Project von Felipe Pepe gestolpert. Dabei handelt es sich um ein über 500 Seiten umfassendes Werk über die Geschichte der Computerrollenspiele, das von über 115 freiwilligen Helfern zusammengetragen und reviewed wurde. Macht auf den ersten Blick einen fantastischen Eindruck mit vielen schönen Screenshots.

Hier der Direktlink zur PDF:
https://crpgbook.files.wordpress.com/20 ... _1-0-1.pdf

meisterlampe1989

Re: Bücher!

Beitrag von meisterlampe1989 »

Ich werde jetzt den ersten Band von Harry Pottrr lesen.

Benutzeravatar
Chiller
Beiträge: 69
Registriert: 25. Mai 2016, 16:14
Wohnort: Bonn
Kontaktdaten:

Re: Bücher!

Beitrag von Chiller »

Hab mir gerade den Thrawn-Roman besorgt...jetzt bin ich natürlich besonders gespannt, der Amfang ist schonmal vielversprechend

Benutzeravatar
bluttrinker13
Beiträge: 2409
Registriert: 4. Jun 2016, 22:44

Re: Bücher!

Beitrag von bluttrinker13 »

Wenn ich fragen darf, wie lang ist dieser neue Thrawn-Roman?
(bin ein alter Fan der alten Thrawn-Trilogie und hoffe auf ähnliche Länge)

Persönlich lese ich jetzt, nach Jochens ursprünglicher Empfehlung, schon die zweite Trilogie über Fitz and the Fool (v. Robin Hobb) mit großem Genuß.

Benutzeravatar
SebastianStange
Administrator
Beiträge: 742
Registriert: 7. Dez 2016, 21:05

Re: Bücher!

Beitrag von SebastianStange »

Soeben eine Empfehlung von Jochen beendet: The Knife of never letting go von Patrick Ness. In Deutschland "New World - die Flucht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man den Stil des Buchs gut ins Deutsche übertragen kann, da der Hauptcharakter in nem wunderbaren Redneck-Englisch sprcht und denkt.

Das Buch selbst geht eher in die Richtung "Young Adult", aber imho ist es für reife Leser sogar noch besser goutierbar, als Mortal Engines. Die Prämisse ist ebenfalls cool: Ein Junge, der in einer Frontier-Siedlung auf einem Fremden Planeten groß geworden ist und der in einem Ort Lebt, in dem nur die Männer eine Krankheit mit krassen Nebenwirkungen überlebt haben, muss fliehen. Was folgt, ist ein grandios erzählter Gewaltmarsch. Dass mir ein Buch in der Ich-Perspektive so gut gefallen würde. Dass ein Autor so wunderbar mit einem eher simplen Englisch so viel ausdrücken kann und wie er die sehr eigenwillige Besonderheit seines Universums nutzt, um Konflikte und Erkenntnisse zu schaffen. Wunderbar! Das hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es stellenweise ein echt stressiges Buch ist. Es passiert dem Hauptcharakter schon sehr viel übles Zeug, da musste ich teils das Buch mal kurz weglegen. Hahaha.

Also - dringende Empfehlung für die englische Version. Und nicht vom Setting irritieren lassen. Es ist kein Science-Fiction-Roman, sondern eher eine Survival-Story und eine über das Erwachsenwerden und die menschliche Natur. Ahja - und es ist Teil 1 von drei oder vier. Am Ende gibt es also einen ärgerlichen Sequel-Hook. :-(

Benutzeravatar
Leonard Zelig
Beiträge: 1952
Registriert: 5. Jan 2016, 19:56

Re: Bücher!

Beitrag von Leonard Zelig »

Lese aktuell Born a crime (gibts auch auf Deutsch) von Trevor Noah. Bin ca. zu zwei Dritteln durch. Er hat in den USA die Daily Show von Jon Stewart übernommen. Eine Sendung, die unter anderem der heute show als Vorbild diente. Das Buch geht aber um seine Kindheit und Jugend im Südafrika vor und nach der Apartheid. Als Kind einer Schwarzen und eines Weißen passte er nirgendwo so richtig rein und musste sich immer seiner Umgebung anpassen. Dadurch lernte er viele verschiedene Sprachen und sowohl die Welt der Weißen als auch der Schwarzen kennen. Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben und man lernt eine Menge über das Leben in Südafrika.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

www.gamersglobal.de

Benutzeravatar
mausdoadschmatza
Beiträge: 80
Registriert: 20. Mai 2016, 12:48

Re: Bücher!

Beitrag von mausdoadschmatza »

bluttrinker13 hat geschrieben:Wenn ich fragen darf, wie lang ist dieser neue Thrawn-Roman?
(bin ein alter Fan der alten Thrawn-Trilogie und hoffe auf ähnliche Länge)
Die englische Version hat etwa 450 Seiten, die gerade erschienene deutsche knapp 600. Das ist also eine ähnliche Länge wie bei der alten Thrawn Trilogie. Im Sommer kommt auch schon eine Fortsetzung.

Benutzeravatar
bluttrinker13
Beiträge: 2409
Registriert: 4. Jun 2016, 22:44

Re: Bücher!

Beitrag von bluttrinker13 »

mausdoadschmatza hat geschrieben: Die englische Version hat etwa 450 Seiten, die gerade erschienene deutsche knapp 600. Das ist also eine ähnliche Länge wie bei der alten Thrawn Trilogie. Im Sommer kommt auch schon eine Fortsetzung.
Ok, das klingt wahrhaftig überraschend gut! Thx!

Benutzeravatar
bluttrinker13
Beiträge: 2409
Registriert: 4. Jun 2016, 22:44

Re: Bücher!

Beitrag von bluttrinker13 »

Wollte gestern noch schnell Fool's Errand, den vierten Band von Fitz and the Fool (Robin Hobb) durchlesen.

Achtung, Spoiler.
SpoilerShow
Hab aufgrund des Todes von Nighteyes abbrechen müssen. Schon lange nicht mehr so mitgenommen worden vom Tod eines fiktiven Charakters. Und das zum Wochenstart. Meh... :(
Hut ab vor Robin Hobb, dass sie es überhaupt geschafft hat einem die Figur so nahe zu bringen, ist eine Glanzleistung! :pray:
Aber Mann, bin ich down jetzt... :shock:

Benutzeravatar
Veldrin
Beiträge: 71
Registriert: 7. Mär 2018, 18:34

Re: Bücher!

Beitrag von Veldrin »

Ich habe zuletzt ein Buch über zwei schottische Feen gelesen. Nein, nicht wie im Märchen. Es war in der Gegenwart angesiedelt. Die Feen flüchteten aus Schottland und waren ständig besoffen und haben sich bei Menschen eingenistet. Die eine bei einem Misanthropen der gar kein Bock auf das flatternde Wesen hat und nur seine Ruhe möchte und die andere bei einer sterbenskranken jungen Frau die herzensgut ist und die Gesellschaft der Fee genießt. Mehr verrat ich nicht. Das Buch ist jedenfalls mit viel Humor gespickt.
Achso das Buch heißt: „Die Elfen von New York“ von Martin Millar – es heißt zwar Elfen im Titel, aber es sind Feen und im Buch war, so weit ich mich erinnere, auch immer die Sprache von Feen.

Antworten