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derFuchsi
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Re: Bücher!

Beitrag von derFuchsi »

Erstmal, gehört der Thread nicht eigentlich in den Off-Topic Bereich?

Dann mal eine allgemeine Frage an die gebildeteren Menschen unter uns. Wir wissen ja alle wie es um die Schulbildung steht was Allgemeinwissen betrifft und dass dies in verschiedenen Bundesländern auch noch erhebliche Qualitätsunterschiede gibt. (Ich sag nur Hessen vs Bayern). Für die etwas ungebildeteren unter uns die ihren Horizont und Wissensschatz etwas erweitern möchten, gibt es hier Empfehlungen für Literatur die man unbedingt gelesen haben muss (Die man evtl auch schon in der Schule durchgenommen hat)?

Also was muss man denn mal gelesen haben und welches Buch konkret?
Goethe, Schiller, Kafka, Marx, Freud, Shakespeare ("kann man das Trinken?" (zlatko)), Tolstoi ("Schwere Kost" (Klitschko)), Dostojewski... nur um ein paar bekannte Namen in den Raum zu werfen die man immer mal wieder hört die aber die Wenigsten heute selbst gelesen haben (behaupte ich mal so).
Zuletzt geändert von derFuchsi am 22. Jun 2016, 12:07, insgesamt 1-mal geändert.
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cptCaps
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Re: Bücher!

Beitrag von cptCaps »

derFuchsi hat geschrieben:Empfehlungen für Literatur die man unbedingt gelesen haben muss (Die man evtl auch schon in der Schule durchgenommen hat)?
Meiner Meinung nach muss man erst einmal gar nichts gelesen haben. Dieser Fokus auf "kulturell wertvolle Künstler" macht immer den Eindruck einen gewissen Minderwertigkeitskomplex kompensieren zu müssen (Wie man sich als Mitglied des Bürgertums im vorletzten(?)Jahrhundert Bücher ins Regal gestellt hat die man nie gelesen hat, nur um zu zeigen, dass man nicht zur Arbeiterschaft gehört).

Aber gerne mache ich mit beim Thema "Zu welcher Schullektüre wurdet ihr gezwungen und wie fandet ihr sie":

Überraschend gut:
"Der Schimmelreiter" - Theodor Storm
"Die Physiker" - Friedrich Dürrenmatt

Schlimmste Lektüre:
Da ich generell viel gelesen habe, hatte ich eigentlich auch kein Problem mit Lektüre, einzige Ausnahme:
"Die Leiden des jungen Werthers" - J.W. v. Goethe

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tobias
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Re: Bücher!

Beitrag von tobias »

derFuchsi hat geschrieben:Marx
Will man ein einzelnes Werk von Marx (und Engels) lesen in welchem man am meisten Über seine Theorien und Denkweise erfährt, so lese man das Manifest der Kommunistischen Partei. Gibt es fast überall online und eine absolut ausreichende Ausgabe von Reclam für 5€.

Stilistisch ein hervorragendes Werk und es vermittelt die Grundzüge des Marxismus perfekt. Der kritische Leser sollte auch schnell die großen Lücken in der gesamten Idee entdecken.

Ob es aber nun das wichtigste Buch ist, welches man im Bereich der Politik oder Ökonomie gelesen haben sollte ist aber zumindest fraglich.
derFuchsi hat geschrieben:gibt es hier Empfehlungen für Literatur die man unbedingt gelesen haben muss (Die man evtl auch schon in der Schule durchgenommen hat)?
Kommt immer auf das Gebiet an auf dem man sich bilden möchte. Ob das Buch in der Schule gelesen wird sollte dabei recht unwichtig sein.

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ClassicBlue
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Re: Bücher!

Beitrag von ClassicBlue »

Wer ist dieses DMA Design und was hat sie mit Kafka zu tun:
"Jacked: The Unauthorized Behind-the-scenes Story of Grand Theft Auto"
Für alle, die schon immer mal behaupten wollten, bereits vor dem offiziellen 5. Teil ein GTA gespielt zu haben.

Und warum seitdem ein Schizophrener mein bester Freund ist:
"Irre! - Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen"
"Analogieverbot" für unbequeme Aussagen. Die bräunliche Hintergrundfarbe ist Zufall.

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boller
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Re: Bücher!

Beitrag von boller »

Historisches Japan: ( für Fans von J. Clavells großartigen Shogun)

Yoshikawa Eiji - Musashi
Romantisierte Lebensgeschichte des legendären Schwertkämpfers Musashi

Yoshikawa Eiji - Taiko
Lebensgeschichte des Generals Hideyoshi und seinen Weg zur Einigung des feudalen Samurai Japans zusammen mit Nobunaga

Historisches Europa:

Bernhard Cornwell - The last Kingdom
(Saxon - Saga)
Historisches England des 9. und 10. Jahrhunderts, also der Zeit der Wikinger Einfälle, der institutionellen Christianisierung und der Kampf der Angelsachen um ein gemeinsames Königreich

Fantasy:
Terry Pratchet - Quasi alle Bücher empfehlenswert wobei man vorher die verschiedenen Reihenfolgen der thematischen Reihen recherchieren sollte um die Handlungsstränge besser nachzuvollziehen. Ist aber nicht unbedingt nötig da auch Bücher einzeln sehr unterhaltend sind.... Besonders empfehlenswert Hexen/Oma Wetterwachs Storyline und Kommandeur Mumm/Ank Morpok Reihe...

Reimond Feist - Der Lehrling des Magiers (Midkemia Saga, Krondor Saga, Kelewan Saga usw)
Sehr gute klassische Fantasy Romanreihe mit großartiger Welt. Ich finde mit einer sehr guter Charakter und Story Entwicklung.

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tobias
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Re: Bücher!

Beitrag von tobias »

Was haltet ihr denn von so 'experimentellen' Sachen wie etwa House of Leaves von Danielewski oder S. von 'Straka' (also Dorst und Abrahams)?

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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Bücher!

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

tobias hat geschrieben:Was haltet ihr denn von so 'experimentellen' Sachen wie etwa House of Leaves von Danielewski oder S. von 'Straka' (also Dorst und Abrahams)?
Ich habe S vor 2 Jahren mal bis zur Hälfte oder so gelesen, aber nicht durchgelesen. Ich finde die Idee total genial, fand es aber recht mühselig zu lesen, da man durch die Randnotizen irgendwie ständig im Lesefluss unterbrochen wird. Irgendwann werde ich es aber nochmal angehen und dann evtl. erstmal ohne die Randnotizen durchlesen und dann mit Randnotizen. Übrigens ganz wichtig: Auf jeden Fall nicht als Ebook kaufen. Das gedruckte Buch ist fantastisch. Es sieht aus, wie ein altes, gebrauchtes Bibliotheksbuch und es sind massig weitere Zettel & co beigelegt

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Textsortenlinguistik
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Re: Bücher!

Beitrag von Textsortenlinguistik »

Kann jemand Romane empfehlen, deren Narration auf einem intermedialen Ansatz beruht?

So zum Beispiel wie Das Schiff des Theseus. Sozusagen ein Medium im Medium. Muss auch kein Roman im Roman sein.

Edit: Sehe gerade, dass das ja oben angesprochen wurde. Für mehr Empfehlungen bin ich trotzdem dankbar!
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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Bücher!

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Textsortenlinguistik hat geschrieben:Kann jemand Romane empfehlen, deren Narration auf einem intermedialen Ansatz beruht?

So zum Beispiel wie Das Schiff des Theseus. Sozusagen ein Medium im Medium. Muss auch kein Roman im Roman sein.
Labyrinth der Spiegel und Der falsche Spiegel von Sergej Lukianenko gehen in die Richtung. Dort geht es um eine VR-Welt. Ist zwar nicht mit S zu vergleichen (das ist ja schon recht einmalig).

Ansonsten fielen mir noch die folgenden Titel ein, die in gewisser Weise wohl auch reinfallen
- Per Anhalter durch die Galaxis :mrgreen:
- Dan Brown - Inferno
- Oscar Wilde - Das Bildnis des Dorian Gray

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Ironic Maiden
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Re: Bücher!

Beitrag von Ironic Maiden »

Textsortenlinguistik hat geschrieben:Kann jemand Romane empfehlen, deren Narration auf einem intermedialen Ansatz beruht?

So zum Beispiel wie Das Schiff des Theseus. Sozusagen ein Medium im Medium. Muss auch kein Roman im Roman sein.

Edit: Sehe gerade, dass das ja oben angesprochen wurde. Für mehr Empfehlungen bin ich trotzdem dankbar!
"Die amerikanische Nacht" ("Nightfilm") von Marisha Pessl. Eine Art Krimi um den Tod einer jungen Frau, die die Tochter eines berühmten Regisseurs ist, der gewisse Ähnlichkeiten mit David Lynch hat. Der Text wird immer wieder durch Fotos, Ausschnitte aus Foren usw. unterbrochen. Fand ich sehr spannend.

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Creeg0r
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Re: Bücher!

Beitrag von Creeg0r »

Ich habe kürzlich Ready Player One von Ernest Cline gelesen. Ging in einem Rutsch durch... Tolle Geschichte, deren Rahmen die Popkultur und Videospielgeschichte der 80er Jahre bildet, deren Haupthandlung ein dystopischer SciFi-Thriller ist und auf der Metaebene Themen wie Realitätsflucht und Computerspielesucht (gehört übrigens zu den nicht stoffgebundenen Süchten :mrgreen: ) behandelt.

Kann ich sehr empfehlen...

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Faselwesen
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Re: Bücher!

Beitrag von Faselwesen »

Vorneweg: tolles Thema! Mit interessanten Beiträgen; ich sehe schon, ich werde künftig wieder mehr Zeit zum Lesen einplanen...

Auch betreffend die zuvor aufgekommene Frage, welche Bücher man gelesen haben "muss" (ich halte es hier mit dem Grundsatz, dass es Unsinn ist, sich mit sogenannten Klassikern abzumühen, wenn man ihnen doch nichts abgewinnen kann; denn letztendlich bringt einem das Lesen ja nur dann etwas, wenn man dabei Freude, Denkanstöße, Erkenntnisse, andere Blickwinkel und/oder eine Horizonterweiterung erfährt):
Im Westen nicht Neues von E.M.Remarque. Stand bei mir damals in der Schule auf dem Programm und ist für mich persönlich zum Lieblingsbuch geworden. So greifbar, als sei man mittendrin, so unverblümt und direkt und einfach, und dabei doch nicht plump geschrieben. Und es bringt einem den Schrecken der Geschichte näher, als es jedes Geschichtsbuch vermag. Wenn man so will, würde ich es neben bzw. sogar noch vor dem historischen Aspekt als "emotional wertvoll" einstufen, und damit zu den Büchern zählen, die man gelesen haben sollte.

Ein radikaler Sprung zur U-Literatur: Metro 2033 von D.Glukhovski. (Das Werk wurde ja auch von den hohen Herren Peschke und Gebauer schon, äh, angepflückt, bzw. mal erwähnt und ordentlich zerpflückt ...) Mein erster Gedanke war: Woah, ein Computerspiel zum Lesen! - ja, ich weiß, dass das Buch die Vorlage war; ich habe das Spiel nicht einmal gespielt. Aber das Buch liest sich tatsächlich wie ein Spiel (vielleicht ist das auch ein Punkt, weswegen André den Verlauf so wenig ansprechend zu lesen fand?). Und es hat mich ebenso unterhalten und gefesselt, wie die Fortsetzung mich erst enttäuscht und schließlich kalt gelassen hat. An die zahlreinen Spin-Offs von anderen Autoren habe ich mich bisher dementsprechend noch nicht gewagt, hat da vielleicht jemand aus dieser doch offenbar sehr belesenen Community schon irgendwo reingeschnuppert? :?:
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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Bücher!

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Faselwesen hat geschrieben:Ein radikaler Sprung zur U-Literatur: Metro 2033 von D.Glukhovski. (Das Werk wurde ja auch von den hohen Herren Peschke und Gebauer schon, äh, angepflückt, bzw. mal erwähnt und ordentlich zerpflückt ...) Mein erster Gedanke war: Woah, ein Computerspiel zum Lesen! - ja, ich weiß, dass das Buch die Vorlage war; ich habe das Spiel nicht einmal gespielt. Aber das Buch liest sich tatsächlich wie ein Spiel (vielleicht ist das auch ein Punkt, weswegen André den Verlauf so wenig ansprechend zu lesen fand?). Und es hat mich ebenso unterhalten und gefesselt, wie die Fortsetzung mich erst enttäuscht und schließlich kalt gelassen hat. An die zahlreinen Spin-Offs von anderen Autoren habe ich mich bisher dementsprechend noch nicht gewagt, hat da vielleicht jemand aus dieser doch offenbar sehr belesenen Community schon irgendwo reingeschnuppert? :?:
Ich fand Metro 2034 auch eher so meh, was glaube ich auch daran lag, dass es so komplett anders als 2033 war. Metro 2035 war dann aber wieder ganz cool, ehrlich gesagt. Unter anderem, weil es 2034 und 2035 zusammenführt und auch sehr stark in menschliche Abgründe schaut.

Von den Spin-Offs habe ich nur Die Reise ins Licht gelesen. War ganz nett. Hat sich flüssig gelesen, war aber halt nichts besonderes. Kann man mal lesen, wenn man ein Wochenende Zeit und Lust für fluffige Literatur hat. Offenbar gibt es zu dem Buch übrigens auch bereits 2 Nachfolger, die alle 3 zusammen die St. Petersburg Trilogie ergeben

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Faselwesen
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Re: Bücher!

Beitrag von Faselwesen »

Ah, dass es noch ein Metro 2035 gab, ist tatsächlich völlig an mir vorbeigegangen, danke für die Information! :) Dann landet das doch gleich mal auf der Liste - und die St. Petersburg Trilogie behalte ich mir auch als "kann man lesen" im Hinterkopf. Sehr fein.

Und weil's mir gerade einfällt, hier noch ein Beispiel für eines meiner (wenigen) absoluten Negativ-Erlebnisse mit dem geschriebenen Wort:
Salzwasser von Charles Simmons. War ebenfalls eine Schullektüre, die Frau Lehrerin (Deutsch und kath. Religion) wollte wohl besonders tolerant und weltoffen wirken mit dieser Auswahl. Der erste Satz ist kurz - und es steht alles drin, was in dem Buch passiert. Und selbst da hätte es noch gut werden können, immerhin gab es Sex und Gewalt zuhauf, aber alles war so unendlich langweilig ge- und beschrieben (und das kann nicht allein der Übersetzung geschuldet sein; der dramaturgische Aufbau hat mich auch damals schon mehrfach den Kopf schütteln lassen), dass ich am Ende einfach nur unsagbar froh war, dass das Fräulein Lehrkraft vor einer ausgiebigen Nachbesprechung mit einer pubertierenden neunten Klasse abgesehen hat. :mrgreen:
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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Bücher!

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Faselwesen hat geschrieben:Ah, dass es noch ein Metro 2035 gab, ist tatsächlich völlig an mir vorbeigegangen, danke für die Information! :) Dann landet das doch gleich mal auf der Liste - und die St. Petersburg Trilogie behalte ich mir auch als "kann man lesen" im Hinterkopf. Sehr fein.
Angeblich ist Metro 2035 die Handlung vom Spiel Metro: Last Light. Kann ich gerade weder bestätigen, da das Spiel bei mir zu lange her ist und ich es auch nicht zu Ende gespielt habe

Der Spieler
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Re: Bücher!

Beitrag von Der Spieler »

Lily King: Euphoria
Dreiecksgeschichte um drei Anthropologen in den 1930er-Jahren in Papua-Neuguinea, hat mir sehr gut gefallen.

Stephen King: Der Anschlag
ganz nett, hat aber Längen, und das Ende schien mir etwas undurchdacht und war mir etwas zu absurd

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Faselwesen
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Re: Bücher!

Beitrag von Faselwesen »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben: Angeblich ist Metro 2035 die Handlung vom Spiel Metro: Last Light. Kann ich gerade weder bestätigen, da das Spiel bei mir zu lange her ist und ich es auch nicht zu Ende gespielt habe
Ach, das macht nichts, da ich keines der Metro-Spiele bisher gespielt habe, ist das für mich nicht relevant.

Kurze Empfehlung noch, gerade zum wiederholten Male gelesen:
Geschenkt von Daniel Glattauer. Sehr kurzweilige Geschichte um einen dezent zerstörten Journalisten, der - mehr oder weniger unfreiwillig - seinen 14jährigen Sohn kennenlernt und aufgrund einer mysteriösen Spendenserie nicht einmal mehr im Büro seine geliebte Ruhe hat. :mrgreen: Mir gefällt besonders der ironisch-trockene Schreibstil und der entstehende Blick auf die heutige (Medien-)Gesellschaft. Unterhaltsam und klug!
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Naitomea
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Re: Bücher!

Beitrag von Naitomea »

So, kommen wir mal zu einer kleinen Science Fiction Ecke:

Charles Stross - mein Lieblingsautor. Zu Beginn werde ich mal 2 Bücher vorstellen.

Glashaus spielt in einer weit entfernten Zukunft, in der Persönlichkeiten in beliebige Körper geladen werden können, wodurch man eigentlich nicht mehr sterben kann. Das führt zu einer Welt, die komplett anders als unsere jetzige ist, denn niemand muss mehr Angst haben zu sterben (sofern es frische Backups gibt) und noch viel wichtiger, die uns bekannten Rollenbilder existieren nicht mehr, denn man kann seine Rolle ja mit jedem neuen Körper komplett wechseln.
Das Interessante daran ist, wie Stross seine Persönlichkeiten darstellt, die aus quasi reinem Individualismus bestehen und die Frage, was eine Person ausmacht, wenn man die uns bekannten Pflichten und Rollen wegrechnet.
Nun heisst das Buch aber Glashaus, weil es auch in der Zukunft ForscherInnen gibt und diese konstruieren ein Experiment, welches eine Zivilisation aus unserer Gegenwart imitieren soll. Also befinden sich die TeilnehmerInnen in einer nachgebauten Stadt und leben so, wie wir es jetzt tun. Das Problem ist, dass sie unsere Realität ja nur aus Dokumenten kennen und diese sehr wörtlich nehmen. So werden die kirchlichen Hierarchien absolut konsequent umgesetzt, auch die familiären Rollenverteilungen müssen ohne Kompromisse eingehalten werden.
So legt das Buch einerseits die Missstände unserer Gesellschaften offen, indem es sie wie mit einer Lupe verstärkt, und stellt andererseits spannende Fragen - was passiert mit Menschen, die nur die absolute Freiheit kennen und plötzlich die Möglichkeit haben, durch Hierarchien Macht über Andere auszuüben? - Wieviel Induviduelle Persönlichkeit bleibt übrig, wenn man immer mehr in feste Rollen gezwängt wird?

Das zweite Buch besteht eigentlich aus 3 Büchern, nämlich die Merchant Princes Reihe, welche mit The Bloodline Feud beginnt. Hier geht es um eine Frau, die durch Zufall rausfindet, wie sie in eine parallele Welt reisen kann. Hier möchte ich aus Spoilergründen eigentlich nicht viel erzählen, außer dass es einfach wieder total sympathische Figuren hat und sehr spannend und mitreißend erzählt ist. Das Besondere an dieser Reihe ist, dass es meine Lieblingsstelle an den meisten Büchern besonders ausschweifend behandelt, nämlich den Epilog. In diesem Fall ist die Haupthandlung eigentlich schon zur Hälfte des 3. Buches vorbei und ich nur so 'Yay, noch ein paar 100 Seiten mit den liebgewonnen Figuren, ganz ohne Stress und Konflikte, sondern endlich mal Spaß...da hat sich der Kampf doch gelohnt!'

Beim nächsten Mal geht es weiter mit Charles Stross und Linda Nagata und Vampiren und Aliens von Goerge R. R. Martin...

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Brutos08
Beiträge: 52
Registriert: 11. Feb 2016, 20:11
Wohnort: NRW

Re: Bücher!

Beitrag von Brutos08 »

Da ich nicht allzu gerne Bücher lese, dafür aber umso lieber Bücher höre, empfehle ich einfach ganz dreist 2 Bücher, die ich zuletzt sehr gerne gehört habe.

Der Zombie Survival Guide von Max Brooks, gelesen von David Nathan.

Das Buch ist wie ein Kompendium zum Thema Zombies, sie werden als selbstverständlicher Teil unseres Lebens dargestellt. Die diversen "wissenschaftlichen" Ausführungen ziehen das ganze ins absurd komische - die Tatsache, dass David Nathan dieses Buch liest, sorgt für eine noch amüsantere Wirkung.

Global Hack von Marc Goodman, gelesen von Frank Arnold.

In diesem Buch berichtet Goodman über seine Erfahrungen in der IT-Verbrechensbekämpfung. Eine sehr nette Zusammenfassung von wissenswertem und Anekdoten zum Thema Sicherheit in der IT und Technologie.

Hat hier schon jemand die Shannara Bücher von Terry Brooks gelesen und kann eine Empfehlung abgeben?
"Hirseküchlein!" - Wat

Zankyou
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Re: Bücher!

Beitrag von Zankyou »

Ich lese momentan "Ich oder ich" von Mathias Illigen.
Ein sehr interessanter Einblick in die Psyche eines Täters, der, an paranoider Schizophrenie erkannt, seinen eigenen Vater erschlägt.
Man merkt schon am Anfang des Buches, dass er im Studium meint Muster und an ihn gerichtete Andeutungen in den Vorlesungen zu erkennen. Wobei mich hier wiederum wundert, warum man den Namen des Profs nicht abgeändert hat. Ist das nicht eigentlich Standard, dass man bei sowas die Personennamen Dritter ändert? Hm

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