Fremden- und Ausländerhass

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Jochen

Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Jochen »

Puh. Das ist etliche Jahre her und die Arbeit liegt irgendwo auf dem Dachboden verschüttet. Selbst wenn ich sie finde: Das Literaturverzeichnis ist garantiert vollständig "analog". Vielleicht googelst du stattdessen mal nach dem "Official English Movement" (eine immer mal wieder aufköchelnde Bewegung, die Englisch als offizielle Sprache der USA verankern will) - Linguisten schießen diese Idee und ihre unterschwelligen rassistischen Motive mit solchen Studien und Nachweisen alle paar Jahre ab. Das war damals auch mein Aufhänger für das Paper.

Stammbräu
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Stammbräu »

Jochen hat geschrieben:Zur Integration von Migranten: Ich habe mich vor einigen Jahren im Rahmen einer sprachwissenschaftlichen Arbeit recht intensiv damit auseinandergesetzt. Da gibt's viele spannende (und nicht ideologisch vorbelastete) Studien, die ziemlich einhellig zu dem Ergebnis kommen, dass Sprache zwar tatsächlich der Schlüssel zur gesellschaftlichen Integration ist, dieser Prozess aber nahezu immer drei oder vier Generation benötigt.

Die erste Generation erhält zu großen Teilen ihre Herkunftssprache und damit quasi zwangsläufig einen erheblichen Teil ihrer kulturellen Identität, die zweite und dritte Generation wechselt dann in die Bilingualität und erst ab der vierten Generation beobachtet man, dass die ursprüngliche Herkunftssprache verschwindet, die Kinder also in der Regel nur noch die Sprache des Einwanderungslandes beherrschen.

Wenn man diesen Prozess seinen natürlichen Lauf nehmen lässt und nicht restriktiv eingreift, erledigen sich viele Integrationsprobleme im Laufe der Zeit von alleine. Ein (gut gemeintes) staatliches bzw. gesellschaftliches Eingreifen in Spracherwerb und Sprachentwicklung führt oft zu genau den entgegengesetzen Folgen, nämlich Isolation und Parallelgesellschaften.
Ich denke das hat folgende Voraussetzung: Es muss sich um Migration handeln und nicht um eine Form der Wanderung. Eine Frage der Quantität?

Es muss einen Anreiz/Vorteil geben, die Sprache eines Standorts zu lernen. (Sprachbarriere)
Wenn ich aber an jeder Ecke Menschen habe, die sowieso meine "alte" Muttersprache sprechen... Vom Frisör, über den Supermarkt, bis zum Behördenweg. Wozu dann?
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sid zung
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von sid zung »

Stammbräu hat geschrieben:Es muss einen Anreiz/Vorteil geben, die Sprache eines Standorts zu lernen. (Sprachbarriere)
Das wäre so ein Modell der positiven Verstärkung, was sicherlich unterstützen kann.
Ich würde mir die Ergebnisse von Jochens Studie aber so erklären, dass die Bindung an (ursprüngliche) Heimat und Sprache von Generation zu Generation ganz automatisch abnimmt.

Etwaige Familienzweige leben sich über 75 Jahre eben auseinander, Ressentiments der Geflüchteten gegenüber der neuen Heimat ebenso (wird ja nicht immer die Wahlheimat sein, wo man hinflieht).
Die erste Generation ist vermutlich eher noch gebrandmarkt aus ihrer eigenen Vergangenheit, möglicherweise auch traumatisiert. Sie ist sicherlich ein Stück misstrauisch gegenüber Staat und Gesellschaft, und will auch in der neuen Heimat vor allem den eigenen kleinen Mikrokosmos bewahren. Die zweite und dritte sieht das schon lockerer, lebt sich ein. Und die vierte denkt gar nicht mehr drüber nach. Wenn man jetzt Generation 1 und 2 zur Integration zwingen würde, könnte das Widerstand hervorrufen und diesen natürlichen Prozess verlangsamen.

Weil du die Quantität ansprichst - würde ich das eher auf gleichmässige Verteilung weiterdenken. Vermutlich geht es tatsächlich schneller mit der Integration wenn man an Großstädte nicht einfach in sich weitgehend geschlossene Monokulturen ranklatscht. Die soziale Gruppe wäre dann groß genug sich selbst zu versorgen (Friseur, Bäcker, Werkstatt), und damit wäre auch der tägliche Anreiz weg sich mit den "Ureinwohnern" zu verständigen, und an ihrer Welt teilzuhaben. Sicher ein weiterer Hemmschuh erfolgreicher Integration, dem man durch homogene Verteilung der Flüchtlinge begegnen könnte. Herausforderung: das Recht auf Freizügigkeit - inwiefern dürfen wir das vorschreiben, wo jemand leben soll..

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sid zung
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von sid zung »

Axel hat geschrieben:Würde man die Gentrifizierung abschaffen, den Wohnraum wieder in staatliche Hände legen, dann könnte man monokulturelle Viertel sehr stark entgegenwirken.
Klingt einleuchtend, aber kann man vom Status Quo aus dieses Problem noch lösen?

kagrra

Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von kagrra »

Moin,
Abgesehn von den Ausnahmen und obwohl ich natürlich nicht jeden AFDler kenne, unterstelle ich diesen Leuten, eben keine rechte Gesinnung zu haben. Ich lese, ja sogar hier auf hohem Niveau, immer nur Hetze hier Hetze da. Hinter dieser vermeintlichen Hetze steckt Angst. Und zwar Angst, und zwar nicht vor Fremden, sondern Moslems, oder moslemisch aussehenden Menschen und dem Islam. Also Menschen, die aus dieser Ecke der Landkarte kommen.

Die Wenigsten sind ausländerfeindlich. Die gibt es bestimmt, aber das sind die Ausnahmen die der Regel widersprechen.

Ich zB habe nichts gegen Franzosen, Polen (bin selbst einer), Spanier, Portugiesen, Italiener, Russen Brasilianer, Australier, Briten, Skandinavier usw...und vor allem nichts gegen die Amis.

Ich habe aber Angst, vor den Moslems. Sicherlich nicht vor dem Einzelnen und ganz Gewiss sind nicht 1 Mrd Moslems brutale Terroristen. Es geht aber um die ganz einfachen Leute.

Sicher kann ich nicht meine Lebenserfahrung auf alle Moslems übertragen, aber ich komme viel rum in Deutschland, und es ist in jedem Kaff, genau so wie in jeder normalen genau so wie in jeder Großstadt immer das Selbe. Die größten Proleten, sind die Südländer. Früher in der Schule, kam fast sämtlicher Ärger immer von den Südländern. Mein damaliger bester Kumpel, der Yasin, auch Türke, war auch so ein Kandidat. Geht man in die Kneipe oder Disko, geht der Stress fast immer von den Südländern aus.
Auch hier: Sicher ist nicht jeder Türke oder Araber ein Stressfaktor. Aber wenn, dann sind es immer dieser Leute. Das zieht sich so durch das gesamte Land hier. Es geht nicht um Leute aus anderen Ländern, es geht nur um diese Gruppe von Leuten, und dann eben um den nicht christlichen Teil.

Und mit den Flüchtlingen, verbinden eben viele Leute das was sie aus Kindertagen kennen. Noch viiiiel mehr Moslems! Diese Leute denken nicht in rechten Strukturen, diese Leute haben schlicht weg Angst!

Und dass der Islam nicht hier her passt, dass die Flüchtlingspolitik falscher nicht sein kann sagen zB Hamed Abdel Selam, Wolfgang Bosbach, Heinz Buschkowsky und einige mehr.

Die Dinge laufen hier richtig falsch. Man macht mit diesen Flüchtlingen genau das, was man mit diesen sogenannten Gastarbeitern gemacht hat. Man pfercht diese Leute schon wieder auf einen Haufen zusammen. Anstatt diese Menschen im Land zu verteilen, baut man wieder Ghettos. Genau wie damals. Diese Leute bekommen nichts von der humaneren westlichen Kultur mit, sondern Leben weiter wie zu Hause, nur eben hier. Yasins Vater, kann bis kaum Deutsch, und der lebt ihr schon bald 50 Jahre.
Und selbst Moslems sagen, dass sie ein Gewaltproblem haben. Das sagen diese Leute selbst! Ja, auch hier gilt. Ich kenne nicht jeden, aber alle die ich kenne, bestätigen es. Es ist eine tempramentvolle Kultur wo eben der Mann das Sagen hat. Das kann niemand wiederlegen.

Bin ich jetzt ein Rechter, wenn ich sagen, dass ich solche Leute hier nicht haben will? Natürlich nicht, egal was -und jetzt muss ich es sagen - die ganzen Gutmenschen einem unterstellen wollen.

Selbst Merkel rudert zurück, und sagt man muss die Einwandungerung kontrollieren, genau das was sie seit Beginn an eben nicht getan hat. Sie wiederholt nur das was die AFD von Anfang an sagte.

Problem ist an den AFD Gegnern, dass ich jedesmal denke, dass die Leute CDU SPD LINKE GRÜNE wählen. Und falls dies tatsächlich zutrifft, muss ich den Leuten Unzurechnungsfähigkeit prognostizieren.

Jochen hält zB die Pegida Aufmärsche auch für eine Versammlung von Idioten. Wie kann bitte, so ein intelligenter Mensch (Nach rund 30 Podcasts kann ich das wohl so sagen) so etwas sagen?

gruß
jan

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Heretic
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Heretic »

kagrra hat geschrieben:Ich habe aber Angst, vor den Moslems.
Warum? Vor Moslems muss man keine Angst haben. Genauswenig vor Hindus, Buddhisten, Christen, Juden usw. Angst haben muss man vor Fanatikern. Und die gibt's in jeder Religion, jeder Hautfarbe und in jedem nur denkbaren Bereich. Leute, die anderen Leuten ihre eigenen Ansichten aufdrücken wollen, notfalls mit Gewalt. Und Leute, die vortäuschen, etwas aus hehrem Ziel zu tun, in Wahrheit aber nur soviel Macht wie möglich erlangen wollen.

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Max
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Max »

kagrra hat geschrieben:Diese Leute denken nicht in rechten Strukturen, diese Leute haben schlicht weg Angst!
Und wo soll sich das nun gegenseitig ausschließen? Angst hatte man vor 80 Jahren vor dem Juden ebenfalls. Der war angeblich Schuld an allem. An der Inflation, an dem Versailler Vertrag, an der Arbeitslosigkeit. Die damaligen gewählten Politiker wurden als Verbrecher bezeichnet. Die NSDAP-Rhetorik von damals ist der heutigen AfD-Rhetorik in vielen Punkten schockierend ähnlich, wie Axel auch schon korrekt festgestellt hat.

Du machst etwas, was nunmal eine typisch rechte Denkweise ist: Du schreibst von "den Moslems" und "diesen Leuten" und lässt dabei die Individualität des Menschen völlig außer Acht.
kagrra hat geschrieben:Problem ist an den AFD Gegnern, dass ich jedesmal denke, dass die Leute CDU SPD LINKE GRÜNE wählen. Und falls dies tatsächlich zutrifft, muss ich den Leuten Unzurechnungsfähigkeit prognostizieren.
Das trifft zu, ich wähle eine dieser Parteien.
kagrra hat geschrieben:Jochen hält zB die Pegida Aufmärsche auch für eine Versammlung von Idioten. Wie kann bitte, so ein intelligenter Mensch (Nach rund 30 Podcasts kann ich das wohl so sagen) so etwas sagen?
Er sagt das, weil er so ein intelligenter Mensch ist. Es stimmt nämlich.
Heretic hat geschrieben:Warum? Vor Moslems muss man keine Angst haben. Genauswenig vor Hindus, Buddhisten, Christen, Juden usw. Angst haben muss man vor Fanatikern. Und die gibt's in jeder Religion, jeder Hautfarbe und in jedem nur denkbaren Bereich. Leute, die anderen Leuten ihre eigenen Ansichten aufdrücken wollen, notfalls mit Gewalt. Und Leute, die vortäuschen, etwas aus hehrem Ziel zu tun, in Wahrheit aber nur soviel Macht wie möglich erlangen wollen.
Ganz genau.

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Vinter
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Vinter »

kagrra hat geschrieben: Und mit den Flüchtlingen, verbinden eben viele Leute das was sie aus Kindertagen kennen. Noch viiiiel mehr Moslems! Diese Leute denken nicht in rechten Strukturen, diese Leute haben schlicht weg Angst!
Das glaube ich sogar. Eine Menge Leute haben ehrlich Angst.

Nur: Wessen verdienst ist das denn? Wer hetzt denn seit 2 - 3 Jahren gegen Moslems und seit letzten Jahr explizit gegen Flüchtlinge? Wer ist es denn, der jeden Tag, jede Stunde in den sozialen Netzwerken Angst verbreitet vor Leuten anderer Herkunft? Wer schreit denn ständig, dass jetzt auf jedenfall der Terror kommt? Wer instrumentalisiert denn die Taten Einzelner? Ich hab es weiter oben schon erwähnt: Bei einer Koinzidenzrate von 2 "Anschlägen" auf über eine Millionen Flüchtlinge, musst du hierzulande JEDEN unter Generalverdacht stellen für ALLES.

Aber das ist Pegida/AfD und Co. natürlich gut gelungen: Erst jahrelang schreien und Angst verbreiten, dann sich selbst Bestätigen mit dem Hinweis darauf, dass die Leute mittlerweile ja Angst hätten und am Ende, wenn wirklich mal was passiert, behaupten, man habe es ja schon immer gesagt. Dabei war das eine Prognose, die IMMER eintrifft: Solange schreien, bis was passiert - Niederlage ausgeschlossen.

Und dann die besondere Ironie: Ein Hitlerfan, Breivik-Verehrer und AfD-Wähler erschießt quasi zeitgleich zu Ansbach/Würzburg in München 10 Ausländer und übertrifft damit mal eben im vorbeigehen alle Islamisten, die die AfD hier versucht in Deutschland herbei zu reden - und du hast weiter Angst vor Moslems?

Und um mal von AfD/Pegida weg zu gehen:
Seit 15 Jahren machen uns auch die Medien Angst. Guck dir doch an, was am Kiosk liegt:

Bild

Ich war 9/11 16 Jahre alt und damit gottseidank etwas älter. Wer damals 6 war, ist heute 21 und hat seine ganze Jugend, die prägenste Zeit seines Lebens damit verbracht, am Kiosk Titelbilder wie die da zu sehen - und sie nicht zu verstehen. Wer damals Kind war, ist heute erwachsen und schreibt in soziale Netzwerke, er hätte nun Angst vor Moslems. Und dazu kann ich nur sagen: Kein Wunder. Wir haben uns ja auch nach kräften bemüht, den Leuten Angst zu machen. Und das beste ist: Es funktioniert ja sogar in beide Richtungen: Die Deutschen haben Angst vor Muslimen und die Muslime, die den selben blöden Spiegeltitel am Kiosk sehen fühlen sich in dieser Gesellschaft nicht willkommen und kapseln sich ab. Und dann wundern wir uns, dass Integration nicht gelingt. Hinweis: Integration läuft BEIDERSEITS ab. Man kann sich integrieren, man WIRD aber auch integriert. Aber letzteres wollen wir nicht. Wir wollen, dass der Ali in der Masse verschwindet und bloß nicht auffällt, dass er "anders" ist. Das nennt man übrigens Assimilation und nicht Integration. Aber auch das haben viele Besorgte immer noch nicht verstanden.

Und nochwas will ich dir verraten: Auch ich habe irrationale Angst. Wenn ich im Zug bin und sehe Menschen mit Takke auf dem Kopf, wird mir unwohl und mit schießen die Bilder aus 15 Jahren Panikmache durch den Medien in den Kopf. Warum wohl? Dem kann sich niemand entziehen. Jedoch: Relevant ist am Ende was anderes: Wie man mit dieser Angst umgeht. Ob man sich ihr hingibt und in Panik verfällt, oder ob man versucht, diese Angst durch Rationalisierung Herr zu werden. Und deswegen habe ich oben erwähnt, dass ich 9/11 gottseidank bereits 16 Jahre alt war und anfing selber zu denken, bevor die Panikmache hierzulande überhand genommen hat. Und deswegen ist mir, trotz aller irrationaler Angst folgendes völlig klar: Über die Straße gehen ist bei weitem gefährlicher als eine Millionen Flüchtlinge in diesem Land.
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Max
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Max »

goschi hat geschrieben:Doch, gerade auch darüber MUSS man diskutieren.
Eine derartige Generalisierung hilft keinem weiter und ist auch schlicht nicht der Wahrheit entsprechend.
Nicht jeder Rassist ist ein Nazi, auch wenn gewisse Kreise das Wort "Nazi" als kampfbegriff für alles und jeden nutzen, der nicht mit ihnen übereinstimmt, was auch nicht wirklich besser ist als die verurteilte Gegenseite. Du entwertest damit aber auch den Begriff "Nazi" und stellst im Grunde jede rassistische Äusserung mit einem industrialisierten Genozid gleich.


Man muss darüber diskutieren, dass die Tonalität, die verwendeten propagandistischen (Stil-)Mittel, gewisse Forderungen, usw. einer PEGIDA aber auch manch eines (aber nicht jedes) Angehörigen der AfD hochgradig bedenklich, ja zuweilen offen rassistisch und fremdenfeinlich sind, das muss man auch offen kritisieren.

Man muss aber auch darüber diskutieren, wieso so viele Menschen solchen Vehikeln zu folgen bereit sind, wieso diese Ängste vorhanden sind, sie einfach abzutun löst das Problem nicht, man muss auch irrationale Ängste ernstnehmen, denn es bleiben Ängste.
Abgesehen davon ist die vereinfachte Formel "Alles von der AfD = rassistische Kackescheisse" auch falsch, denn ein demokratisches System muss auch extremere Positionen aufnehmen und abfedern, diese kräfte einbinden und damit langfristig egalisieren, mit strikter Ablehnung aber erreicht man nur eine Radikalisierung eben dieser bewegung, eben weil man ihnen quasi eine Selbsterfüllende Prophezeihung liefert ("die da oben sind gegen uns, die da oben wollen alles verheimlichen, blablabla")
Da stimme ich dir größtenteils zu. Beide Seiten sehen ihre Ansichten jeweils als Selbstverständlichkeiten an, weshalb bei diesen Diskussionen oftmals nicht auf Basis von Argumenten diskutiert wird, sondern auf Basis grundlegender Ideologien.

Was du eingangs erwähnst, ist eine Definitionsfrage. Der Begriff Nazi beschreibt erstmal nur Anhänger des Nationalsozialismus, einer antisemitischen, rassistischen, demokratiefeindlichen Ideologie. Organisierter Genozid ist meines Erachtens keine Voraussetzung für die Anwendung des Begriffs. Aber es stimmt definitiv, dass der Begriff durch seine sehr rege Anwendung als Kampfbegriff in letzter Zeit sehr viel an Schlagkraft verloren hat.

Erschreckend finde ich, dass es durchaus ja Live-Beispiele rechter Parteien in Aktion gibt. In Polen wurde die Pressefreiheit dramatisch eingeschränkt, das Verfassungsgericht soll in seinen Befugnissen beschnitten werden. Und es scheint aber den Umfragewerten anderer rechter Parteien in Europa nichts anhaben zu können. Grundsätzlich muss man ja nur in die deutsche Geschichte schauen, aber ich habe leider den Eindruck, dass das Geschichtsbewusstsein in weiten Teilen der Bevölkerung nicht sonderlich ausgeprägt ist. Man weiß zwar, dass es mal so ein NS-Regime gab und dass Juden verfolgt und ermordet wurden, aber was genau hinter der nationalsozialistischen Ideologie steckt, ist vielen glaube ich nicht im Geringsten klar.

Nun glaube ich nicht, dass Axel Angst haben muss, dass Nazi Germany zurückkehrt. ;) Aber ich glaube schon, dass die AfD sich dauerhaft als kleine bis mittelgroße Bundestagsfraktion, je nach Stimmungslage, etablieren könnte.

kagrra

Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von kagrra »

Axel hat geschrieben:Weil Pegidisten nunmal Nazis sind! Punkt, aus, da gibt es nichts zu diskutieren! Ich lebe hier mein ganzes Leben lang und kann deswegen sagen: Sachsen hat ein verdammtes Naziproblem. In der Politik, in der Polizei, überall!
Puh, ich musste die letzten zwei Jahre zu je drei Monate nach Dresden und Zwickau. Mir ging es richtig schlecht bei dem Gedanken, meinem Chef gesagt, habe ich das aber nicht. Warum? Ich hatte Angst, dass ich bei meinen abendlichen Ausgängen Stress mit den Rechten kriegen würde.
Nun ja, Glatzen gibt es überall, aber auffällig waren leider die Anderen.
Neulich war ich längere Zeit in Gelsenkirchen. Die angebliche Nazi Hochburg. Die einzigen Glatzen sah ich, als Schalke gespielt hat. Auffällig waren wieder die Anderen. Also ist deine Argumentation nichtig.

Sachsen ist ein Naziloch ja, aber du kannst auch sagen, dass die Sonne wärmt. Das ist nichts Neues.
In Sachen gibts zu viele Rechte, und jede andere Stadt ob groß oder klein, hat Straßen, wo man nachts lieber nicht hin sollte. In unserer Stadt ist es der Stadtteil Schinkel, wo das übelste Gesocks rum läuft. Und Schinkel gibt es überall, ich weiß es weil ichs gesehen habe. Aber Hauptsache, in Sachsen gibts Nazis.
Axel hat geschrieben: Was denkst Du denn, warum hier der NSU so viele Jahre "unentdeckt" blieb? Was denkst Du, warum hier Straftaten von Nazis nicht verfolgt werden?
Dein Ernst? Den NSU Morden sind glaube ich acht Leute zum Opfer gefallen. Bei Charly Hebdo waren es glaube ich 12, bei dem Eagles of Death KOnzert 130, so weit ich mich erinnern kann. Aber natürlich relativieren die Terroranschläge die NSU Morde nicht. Ich wollte nur aufzeigen, wie hier typischerweise argumentiert wird. Immer aus einer Richtung. Unparteiisch sieht anders aus.
Axel hat geschrieben: Ich sag Dir mal was. Die Leute, die immer noch Asylbewerberhäuser anzünden (auch wenn es aus den großen Medien verschwunden ist, es passiert immer noch!), das sind dieselben Leute, die zu Pegida gehen.
Und Asylbewerber zünden ihre Heime selbst an, schmieren Hakenkreuze an die Wände um den Verdacht von sich zu nehmen. Wie du selbst siehst an deinen Beiträgen, gehört das Verallgemeinern wohl zum Menschsein dazu. Meine Behauptungen sind aber wahr, zumindest gibt es leicht ergooglebare Quellen.
Axel hat geschrieben:
Angst? Ha, mit Angst brauchst Du mir nicht zu kommen. Wer Häuser in Brand steckt hat keine Angst, sondern ist einfach nur ein gemeingefährliches Arschloch, was lebenslänglich weggesperrt gehört.
Und wer anderen Spaziergängern bei Dämmerung droht, dass man deren Territorium nicht zu betreten hat, weil es sonst Dresche gibt, gehört ebenfalls weggesperrt, aber bei sich zu Hause. Das ist diese typische Argumentation; gegen Rechte Gewalt sein, aber andere Gewalt tollerieren. Wenn du schon dein ganzes Leben lang in Sachsen wohnst, kannst du ausserdem gar nicht wissen wie es im übrigen Land ist. Oder weißt du bescheid? Weil wenn doch, dann verstehe ich nicht, wieso du dich so vehement dagegen wehrst du akzeptieren, dass die südländische Gewalt bei weitem Höher ist.
Axel hat geschrieben: Da sind mir ein paar temperamentvolle Südländer wirklich lieber. Ich habe einige Türken, Griechen und Italiener im Freundeskreis. Natürlich haben die eine andere Mentalität, aber das gehört nunmal dazu.
Griechen und Italiener würde ich außen vor lassen, die Mentalität der Türken ist auf den Glauben zurückzuführen.
Aber du scheinst es ja zu akzeptieren. Weil es ja nun mal so ist. Na gut. Kein weiter Kommentar dazu.
Axel hat geschrieben: Sie sind etwas lauter, fangen gerne mal etwas Stunk an, ja mein Gott. Es wird aber nie so krass, dass die auf andere Menschen losgehen um diese "wegzuklatschen".
Nie so Krass? Ok, langsam sehe wie du denkst. Der Ausländeranteil im Osten ist um ein zigfaches geringer. Du solltest wirklich mal, zB in den Ruhrpott.
Axel hat geschrieben:Und viele Türken die ich kenne sind respektvoller zu ihren Frauen als so mancher deutscher Stubenhocker.
Und viele Moslems die ich gesehen habe lassen die Alditüten von ihrer Frau hinter sich her schleppen und zwingen die im Hochsommer eine Nikab zu tragen.
Wie argumentierst du überhaupt? Ich kann das auch wie du siehst. Ja, sicher gibt es Asideutsche.
Außerdem kenne ich Türken, welche sogar Schweinefleisch essen und eine Verachtrung gegenüber Hilal Fleisch hegen. Das nenne ich mal integriert.
Axel hat geschrieben: Ich habe dagegen Angst! Angst davor, dass wir hier in 10-20 Jahren wieder eine Nazidiktatur haben.
Weißt du was die Länder spaltet? Der Verlust des christlichen Glaubens! Wie kriegt man sowas hin? Im Gegensatz zu den Christen, stehen die Moslems hinter ihrer Religion. Alles geht vom Glauben aus. Geht dieser hier verloren, und wird vom Islam übernommen, in deinen genannten 10 bis 20 Jahren, dann wirst du dich wundern, wie tolerant die Kolonialisten zu uns Ungläubigen sind. Vor einem neuen dritten Reich brauchst du keine Angst zu haben.
Axel hat geschrieben:Das sich die europäischen Länder immer mehr verfeinden und es wieder Krieg geben könnte.
Sind die europäischen Länder in irgendeiner Weise verbündet? Die politischen Differenzen sind so riesig. Ja, hier gibt es keine bewaffneten Patrouillen. Schau dir einfach dir einfach an, was in Hannover, Köln, Dänemark, schweden, und vor allem in London passiert. Regelmäsig demonstrieren die Moslems. In den genannten Nachbarländenr schwenken die sogar die IS Flagge. Aber hey. Hauptsache du hast Angst vor den Nazis.
Axel hat geschrieben: Ehre, Blut und Boden! Wer sowas fordert ist nunmal ein Nazi.
Bist du ein Terrorkämpfer? Weil dieses erhabene Ehregeschrubbel höre ich nur von bestimmten Leuten.

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Heretic hat geschrieben: Warum? Vor Moslems muss man keine Angst haben. Genauswenig vor Hindus, Buddhisten, Christen, Juden usw. Angst haben muss man vor Fanatikern. Und die gibt's in jeder Religion, jeder Hautfarbe und in jedem nur denkbaren Bereich. Leute, die anderen Leuten ihre eigenen Ansichten aufdrücken wollen, notfalls mit Gewalt. Und Leute, die vortäuschen, etwas aus hehrem Ziel zu tun, in Wahrheit aber nur soviel Macht wie möglich erlangen wollen.
Der Islam ist radikal. Die Kultur ist fremdartiger, dass der Buddhismus -übrigens die einzig Wahre Religion- unserer Kultur wesentlich näher ist. Das kann einfach niemand abstreiten, weil das sogar die Türken selber sagen.

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Max hat geschrieben:
Und wo soll sich das nun gegenseitig ausschließen? Angst hatte man vor 80 Jahren vor dem Juden ebenfalls.
Wo kommt eig der Judenhass her? Habe da nie nachgeforscht. In Polen gibts so einen Spruch. Wenn einer einem etwas nicht gegeben möchte dann sagt man: " Sei mal kein Jude" Das soll den Geiz, die Gewieftheit (gibts das Wort?) der Juden verdeutlichen. Warum die aber millionenfach sterben mussten, weiß ich gar nicht. Hat man uns in der Schule nie beigebracht.
Max hat geschrieben: Die NSDAP-Rhetorik von damals ist der heutigen AfD-Rhetorik in vielen Punkten schockierend ähnlich, wie Axel auch schon korrekt festgestellt hat.
Ja, dann gibt es Überschneidungen. Die gibt es mit vielen Partein, aber man guckt immer nur zu den AFD Rechten.
Welche Meinst du denn? Dass Petry sagte, man soll auf Flüchtlinge schießen? Das ist völlig aus dem Kontext gerissen. Jeder Zoll Beamte, jeder Geldtransporter Typ trägt ne Waffe, die er auch im Notfall benutzen darf . Um nichts anderes geht es wenn Grenzschützer eine Waffe tragen sollen.
Max hat geschrieben: Du machst etwas, was nunmal eine typisch rechte Denkweise ist: Du schreibst von "den Moslems" und "diesen Leuten" und lässt dabei die Individualität des Menschen völlig außer Acht.
Und wieso wird ein Schlagwort aus dem Zusammenhang gerissen. Ich spreche nicht einfach nur von Moslems. Es sind nicht "die Moslems". Es geht explizit um den Glauben, und dass dieser von den Moslems auch nun mal gelebt wird. Und das ist die Gefahr. Garantiert. Die Menschen selber sind ja nicht das Problem. Aber wenn man Kindern an Puppen das Enthaupten beibringt, dann muss ich schon etwas Schlucken. Aber wichtig ist doch, dass du über die NSDAP Schergen sprichst.
Max hat geschrieben: Das trifft zu, ich wähle eine dieser Parteien.
Warum? reicht es dir nicht langsam? Hoffe, dass du wenigstens die Linke wählst, denke aber eher die SPD. Und das lässt mich kopfschüttelnd die Augen verdrehen.

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Andre Peschke
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Andre Peschke »

Eine Ermahnung von oben: Bitte denkt in diesem Thread daran, dass wir hier eine niveauvolle und respektvolle Unterhaltung pflegen wollen. Ich sag das nur mal, weil mir die Tonalität im Thread teilweise ein wenig Unbehagen verursacht. Lasst uns die Sache mit dem Off Topic nicht bereuen. :D

Und falls hier etwas entgleist, bitte scheut euch nicht, das zu melden (feedback@gamespodcast.de).

Andre

kagrra

Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von kagrra »

Vinter hat geschrieben: Das glaube ich sogar. Eine Menge Leute haben ehrlich Angst.

Nur: Wessen verdienst ist das denn? Wer hetzt denn seit 2 - 3 Jahren gegen Moslems und seit letzten Jahr explizit gegen Flüchtlinge? Wer ist es denn, der jeden Tag, jede Stunde in den sozialen Netzwerken Angst verbreitet vor Leuten anderer Herkunft? Wer schreit denn ständig, dass jetzt auf jedenfall der Terror kommt? Wer instrumentalisiert denn die Taten Einzelner? Ich hab es weiter oben schon erwähnt: Bei einer Koinzidenzrate von 2 "Anschlägen" auf über eine Millionen Flüchtlinge, musst du hierzulande JEDEN unter Generalverdacht stellen für ALLES.
Erst ist so, dass du genau so wie jeder andere auch nur Medien konsumierst. Das heißt, du bildest dir eine Meinung aus einem bunten Straus von Zeitungen zusammen. Guckst zudem noch Talkshows. Oder auch nicht. Jedenfalls, rechechierst du bestimmt nicht selbst, sondern konsumierst und lässt dir eine Überzeugung aufschwatzen. Wie die meisten.
Es geht auch nicht sofort um das Extrem. Es gibt zwischen Normalo und Terrorist auch noch Zwischenstufen.
Zwei Anschläge schreiben, und den Begriff auch noch in Gänsefüsschen setzen ist eigentlich schon hart.
Es ist noch ein Tabuthema, deshalb trennt man den Terror und den Islam. Aber selbst Wendehals Merkel rudert ja zurück. Man muss auf einfach die Zuwanderung ja doch kontrollieren. Aha?!
Vinter hat geschrieben: Aber das ist Pegida/AfD und Co. natürlich gut gelungen: Erst jahrelang schreien und Angst verbreiten, dann sich selbst Bestätigen mit dem Hinweis darauf, dass die Leute mittlerweile ja Angst hätten und am Ende, wenn wirklich mal was passiert, behaupten, man habe es ja schon immer gesagt. Dabei war das eine Prognose, die IMMER eintrifft: Solange schreien, bis was passiert - Niederlage ausgeschlossen.
Ich muss mich eig wiederholen. Es geht letzendlich nicht um die AFD. Schon vor der AFD gab es ein Problem mit Leuten mit MIgrationshintergrund. Wer das leugnet, der leugnet auch den Holocaust. Und ich denke, hier im Forum finden sich eher Leute mit Schulabschluss. Es gibt nun mal diese Viertel, überall im westen Europas, die einfach in der Hand von Gästen sind. Schuld ist die Politik. Das hab ich schon im ersten Post geschrieben. UNd genau diese Ghettos werden wieder gebaut. Bei uns in Osnabrück gibt es schon drei Flüchtlingsheime, umzäunt! Wieso? Wieso gibt mand enen keine normale Wohnung? Wenn so viele Menschen auf einem Haufen wohnen, ist Stress vorprogrammiert. Das kriegen auch Deutsche nicht gewaltfrei hin.
Die Politik macht die selben Fehler, die sie einsieht, dieser aber wieder wiederholt. Top!
Vinter hat geschrieben: Und dann die besondere Ironie: Ein Hitlerfan, Breivik-Verehrer und AfD-Wähler erschießt quasi zeitgleich zu Ansbach/Würzburg in München 10 Ausländer und übertrifft damit mal eben im vorbeigehen alle Islamisten, die die AfD hier versucht in Deutschland herbei zu reden - und du hast weiter Angst vor Moslems?
Breivik ist erst mal ein Islamhasser. Und ja, mir macht der Islam sehr große Angst.
ZB deshalb:
https://www.youtube.com/watch?v=UKqdc8CYOis" onclick="window.open(this.href);return false;
Und es gibt viele weitere Videos. Aber das weißt du bestimmt selbst.
Vinter hat geschrieben: Und um mal von AfD/Pegida weg zu gehen:
Seit 15 Jahren machen uns auch die Medien Angst. Guck dir doch an, was am Kiosk liegt:

Bild

Ich war 9/11 16 Jahre alt und damit gottseidank etwas älter. Wer damals 6 war, ist heute 21 und hat seine ganze Jugend, die prägenste Zeit seines Lebens damit verbracht, am Kiosk Titelbilder wie die da zu sehen - und sie nicht zu verstehen. Wer damals Kind war, ist heute erwachsen und schreibt in soziale Netzwerke, er hätte nun Angst vor Moslems. Und dazu kann ich nur sagen: Kein Wunder. Wir haben uns ja auch nach kräften bemüht, den Leuten Angst zu machen. Und das beste ist: .
Medien und Politik gehören auf den Müllhaufen der Geschichte. Um mal so eine Phrase rauszuhauen.
9/11 - Ja, also die ganzen US Hasser in diesem Land sind sowieso Putin Fanboys und behaupten, die Amis hätten den Anschlag selbst inszeniert. Die selben Leute sind übrigens der Meinung, die MOndlandung wäre gefaket. (War sie nicht, denn wäre sie es, würden es die Russen mitbekommen und diesen Skandal aufdecken. Der Beweis für die Mondlandung ist also politisch zu begründen und nicht dass die Flagge weht oder die Schatten nicht parrallel laufen)
Vinter hat geschrieben: Es funktioniert ja sogar in beide Richtungen: Die Deutschen haben Angst vor Muslimen und die Muslime, die den selben blöden Spiegeltitel am Kiosk sehen fühlen sich in dieser Gesellschaft nicht willkommen und kapseln sich ab. Und dann wundern wir uns, dass Integration nicht gelingt. Hinweis: Integration läuft BEIDERSEITS ab. Man kann sich integrieren, man WIRD aber auch integriert. Aber letzteres wollen wir nicht. Wir wollen, dass der Ali in der Masse verschwindet und bloß nicht auffällt, dass er "anders" ist. Das nennt man übrigens Assimilation und nicht Integration. Aber auch das haben viele Besorgte immer noch nicht verstanden.
Warum spricht man aber immer nur von Muslimen? Wieso sind nie Asiaten ein Thema? Am meisten haben wir hier Vietnamesen.
Aber die ganzen U Bahn Schläger, haben nicht wirklich diese markanten Augen. Es geht nicht um Terror. Es geht um das tägliche Leben. Bin aktuell in Köln unterwegs. Das Hotel ist im Stadtteil Kalk glaube ich. Die Dönerbude ist in so einen schwierigen Viertel. Dieses übermotivierten Hinterhofgangster waren mir nicht wirkich geheuer, als ich dort war. Ich mag keine Proleten.
Deshalb, kannst du noch mehr Titelblätter posten, das ändert nix an dem Faktum dass es ein PRoblem mit den Moslems geht. Asiaten unterscheiden sich noch viel mehr von uns. Stress gibts da aber nie mit.

Ja, irgendwo schrieb hier jemand, die Russen wären auch ein PRoblem, die Polen auch. Ja. mein Cousin ist zB so ein Pole, der eig für immer eingesperrt gehört. Sein Freundeskreis besteht übrigens nur aus Türken und Arabern.
Vinter hat geschrieben: Und nochwas will ich dir verraten: Auch ich habe irrationale Angst. Wenn ich im Zug bin und sehe Menschen mit Takke auf dem Kopf, wird mir unwohl und mit schießen die Bilder aus 15 Jahren Panikmache durch den Medien in den Kopf. Warum wohl? Dem kann sich niemand entziehen. Jedoch: Relevant ist am Ende was anderes: Wie man mit dieser Angst umgeht. Ob man sich ihr hingibt und in Panik verfällt, oder ob man versucht, diese Angst durch Rationalisierung Herr zu werden. Und deswegen habe ich oben erwähnt, dass ich 9/11 gottseidank bereits 16 Jahre alt war und anfing selber zu denken, bevor die Panikmache hierzulande überhand genommen hat. Und deswegen ist mir, trotz aller irrationaler Angst folgendes völlig klar: Über die Straße gehen ist bei weitem gefährlicher als eine Millionen Flüchtlinge in diesem Land.
Das ist keine irrationale Angst. Neulich im MediaMarkt waren da zwei vollbärtige Jungs mit dieser weißen Mütze. Sachen aus wie IS Kämpfer. HAben die abgeschlachtet? Nein.
UNd nur weil die Medien die Panik fördern, wäre es bestimmt nicht minder gefährlich würden sie es nicht tun. Auch ohne Internet hat Sadam gemordet. Nur wir haben es nicht mitbekommen. Heute kannst du dir ne Nahaufnahme von einer Enthauptung angucken. Es gibt auch ne Livekreuzigung zu sehen. Guck dir doch mal an. Seit Jahrzehnten werden in den Nahostländern Menschen abgeschlachtet. Nur heutzutage kann man sich das schön angucken. Wem da nicht mulmig wird, der ist wirklich der härteste Hund unter der Sonne.

Ich hasse Gewalt, jeglicher Art.
Sieht nicht geil aus.

kagrra

Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von kagrra »

Max hat geschrieben: Erschreckend finde ich, dass es durchaus ja Live-Beispiele rechter Parteien in Aktion gibt. In Polen wurde die Pressefreiheit dramatisch eingeschränkt, das Verfassungsgericht soll in seinen Befugnissen beschnitten werden. Und es scheint aber den Umfragewerten anderer rechter Parteien in Europa nichts anhaben zu können. Grundsätzlich muss man ja nur in die deutsche Geschichte schauen, aber ich habe leider den Eindruck, dass das Geschichtsbewusstsein in weiten Teilen der Bevölkerung nicht sonderlich ausgeprägt ist. Man weiß zwar, dass es mal so ein NS-Regime gab und dass Juden verfolgt und ermordet wurden, aber was genau hinter der nationalsozialistischen Ideologie steckt, ist vielen glaube ich nicht im Geringsten klar.
Die PiS Partei ist das beste, was Polen passieren konnt. Und es ist auch hier, keine rechte Partei. Tusk hat sein Land verraten und verkauft, als Dankeschön bekam er einen Posten im Eu Parlament und verdient nun 10k mehr als Merkel.

Ich kann diese Behauptung auch mit Fakten untermauern, aber das nur wenn gewünscht.

gruß
jan

kagrra

Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von kagrra »

Vinter hat geschrieben:Bravo. Da haste ja wundervoll die gesamte Melange an gefühlten Wahrheiten aufgezählt, die aus dem rechten Lager so kommen. Ein paar Einzelfälle ohne statistische Koinzidenz zum Regelfall aufgebauscht, ein paar Suggestivfragen gestellt, wilde Andeutungen und Geraune abgesondert.

Leider disqualifizierst du dich schon ganz zu Anfang, indem du behauptest, in islamischen Ländern wäre es legal, seine Ehefrau zu erstechen. Und in diesem Licht ist dann auch der ganze Rest deines Manifests. Allein auch die Andeutung, hier gäbe es ohne Muslime keine "ekelhaften sexuellen Übergriffe" ist so offensichtlich verkehrt, dass ich darüber keine Worte verlieren muss.

Du hast die rechtsextreme Rethorik voll drauf. Muss man dir lassen.

Und wie gesagt: Es geht nichts darum, ob Rechte was mit dem Problem "zu tun haben", sondern darum, wie glaubwürdig das Narrativ von ein paar Hetzern ist, deren Opferzahlen die derjenigen weit übersteigen, vor denen sie warnen. Aber du hast dich ja offensichtlich entschieden: Obwohl man berechtigterweise deutlich mehr Angst haben muss, hierzulande Opfer eines Rechtsextremisten zu werden, jammerst du über Muslime. Ergo ist es dir im Grunde egal, ob und wer hier Straftaten begeht. Das ist nur ein Vorwand. Du willst keine Muslime. Darum geht's. Der ganze Rest ist nur der fadenscheinige Versuch, deine Fremdenfeindlichkeit zu rationalisieren, weil "Ich hasse Ausländer" nun mal wenig überzeugend ist. Also erzählt man Schauermärchen.
Es geht nicht um Fremdenhass, sondern einfach nur im die Fakten, die selbst der ah so lustige Sumuncu sagt.
Es gibt keine Andeutung meiner Seits; ja von sexuellen übergriffen habe ich nicht einmal etwas geschrieben. Bitte zitiere es doch einfach. Mein Text, pardon, Manifest, ist nicht editiert, also beweise mir deine Unterstellung. Aber mehr als ein "ah komm, las gut sein" wird von dir nicht mehr kommen.
Vllt ist ja auch einfach nur deine Angst vor Nazis krankhaft. Wenn die Übergriffe von Glatzen wirklich wahrscheinliche sind, dann sollte ich aber lieber meinen Bart rasieren. NIcht wenige sagen mir nach, ich würde wie ein Taliban aussehen.
Es waren leider verschwendete Stunde. Aus einer erörterten Islamphobie wird mir ein Ausländerfeinlichkeit unterstellt. Und je mehr ich schreibe, ja mich rechtfertige und meine Thesen belegen möchte, um so mehr werd ich in die Rechte ecke gestellt. Ich könnte mich jetzt rechtfertigen, dass mein freundeskreis überwiegend aus Ausländern besteht, aber das glaubt einem dann sowieso keiner mehr.

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Vinter
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Vinter »

kagrra hat geschrieben: Zwei Anschläge schreiben, und den Begriff auch noch in Gänsefüsschen setzen ist eigentlich schon hart.
Daran ist überhaupt nichts hart. Ich weigere mich, der hysterischen Freude der Besorgten auch noch Rückenwind zu verleihen, indem ich suggeriere, hier bei uns wäre etwas passiert was auch nur annähernd mit Paris, Brüssel oder was weiß ich zu vergleichen wäre.
Ich muss mich eig wiederholen. Es geht letzendlich nicht um die AFD. Schon vor der AFD gab es ein Problem mit Leuten mit MIgrationshintergrund. Wer das leugnet, der leugnet auch den Holocaust.
Unsinn. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ik/seite-2" onclick="window.open(this.href);return false;
http://www.derwesten.de/politik/untersu ... 84193.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Dein Vergleich ist nicht nur ekelhaft, sondern erwiesenermaßen falsch.
Medien und Politik gehören auf den Müllhaufen der Geschichte.
Wow...
Das ist keine irrationale Angst.
Doch, ist es. Wer Tag für Tag Straßen überquert, sich in Autos setzt oder auch nur den Herd bedient, möglicherweise sogar raucht oder trinkt, sich aber vor Muslimen fürchtet, dessen Angst ist irrational. Denn er ignoriert sämtliche wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten. Das ist Irrationalität.
Die PiS Partei ist das beste, was Polen passieren konnt.
Das allerbeste.
Wirtschaft leidet.
Resolution gegen Polen
240.000 Demonstranten gegen PiS in Warschau
Homophobie in Polen
Verfassungsgericht entmachtet
Pressefreiheit eingeschränkt
Maßnahmen gegen Fremdenfeindlichkeit abgeschafft
Geschichtsschreibung nach politischem Willen statt nach Fakten
Ankündigungssaison 2021:

Alle Spiele
Alle Streams

kagrra

Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von kagrra »

goschi hat geschrieben:Ich greife mir dieses Zitat heraus, weil es exemplarisch ist, entsprechendes findet man in deinen Texten aber dutzendfach.
kagrra hat geschrieben:Tusk hat sein Land verraten und verkauft, als Dankeschön bekam er einen Posten im Eu Parlament und verdient nun 10k mehr als Merkel.
Genau das ist das Problem, du schilderst nur Schwarz-Weiss-Szenarien, ich lese en Masse solche Kampfbegriffe, die nur das Ziel haben ein Subjekt zu desavouieren, ich lese nur Extremdarstellungen, keine Differenzierung.
Ich lese absolute Urteile, Verallgemeinerungen die alles generalisieren.
Ich sehe Vorurteile und Stereotypisierungen.

Ergo ja, du hast ein Problem und ja du stellst dich selbst in eine Ecke und das ist keine vorteilhafte.

Ich habe doch am Ende geschrieben, es extra hingeschrieben, dass ich nach Bedarf meine Schwarz-Weiss Szenarien belegen könnte.
Wieso ignorierst du das?


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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von IpsilonZ »

kagrra hat geschrieben: Puh, ich musste die letzten zwei Jahre zu je drei Monate nach Dresden und Zwickau. Mir ging es richtig schlecht bei dem Gedanken, meinem Chef gesagt, habe ich das aber nicht. Warum? Ich hatte Angst, dass ich bei meinen abendlichen Ausgängen Stress mit den Rechten kriegen würde.
Nun ja, Glatzen gibt es überall, aber auffällig waren leider die Anderen.
Neulich war ich längere Zeit in Gelsenkirchen. Die angebliche Nazi Hochburg. Die einzigen Glatzen sah ich, als Schalke gespielt hat. Auffällig waren wieder die Anderen. Also ist deine Argumentation nichtig.

Sachsen ist ein Naziloch ja, aber du kannst auch sagen, dass die Sonne wärmt. Das ist nichts Neues.
In Sachen gibts zu viele Rechte, und jede andere Stadt ob groß oder klein, hat Straßen, wo man nachts lieber nicht hin sollte. In unserer Stadt ist es der Stadtteil Schinkel, wo das übelste Gesocks rum läuft. Und Schinkel gibt es überall, ich weiß es weil ichs gesehen habe. Aber Hauptsache, in Sachsen gibts Nazis.
Weil du zu den Zeiten als du in Sachsen warst keine Probleme mit Nazis hattest, ist das Argument, dass Sachsen ein Nazi-Problem hat nichtig? Das verstehe ich nicht. Ich habe 30 Jahre in Berlin-Kreuzberg gelebt (als ziemlich deutsch aussehender Mensch) und hab hier eigentlich immer sehr friedlich gelebt. Ach ja, angepöbelt wurde ich von Nazis. Ich hatte es halt gewagt zu der Zeit lange Haare zu haben.
Darf ich deine Argumentation jetzt auch als nichtig erklären?

kagrra hat geschrieben:
Axel hat geschrieben: Ich sag Dir mal was. Die Leute, die immer noch Asylbewerberhäuser anzünden (auch wenn es aus den großen Medien verschwunden ist, es passiert immer noch!), das sind dieselben Leute, die zu Pegida gehen.
Und Asylbewerber zünden ihre Heime selbst an, schmieren Hakenkreuze an die Wände um den Verdacht von sich zu nehmen. Wie du selbst siehst an deinen Beiträgen, gehört das Verallgemeinern wohl zum Menschsein dazu. Meine Behauptungen sind aber wahr, zumindest gibt es leicht ergooglebare Quellen.
Es gab bestimmt vereinzelt solche Fälle die du nennst. Aber die von Axel genannten gibt es in einer sehr hohen Zahl (leicht zu ergooglen). Willst du sagen, das ist kein Problem und dass der starke Anstieg von solchen Taten leicht auf eine überzogene Panikmache zurückzuführen sein könnte?
kagrra hat geschrieben:Und wer anderen Spaziergängern bei Dämmerung droht, dass man deren Territorium nicht zu betreten hat, weil es sonst Dresche gibt, gehört ebenfalls weggesperrt, aber bei sich zu Hause. Das ist diese typische Argumentation; gegen Rechte Gewalt sein, aber andere Gewalt tollerieren. Wenn du schon dein ganzes Leben lang in Sachsen wohnst, kannst du ausserdem gar nicht wissen wie es im übrigen Land ist. Oder weißt du bescheid? Weil wenn doch, dann verstehe ich nicht, wieso du dich so vehement dagegen wehrst du akzeptieren, dass die südländische Gewalt bei weitem Höher ist.
ersteres ist mir noch nie passiert und dass obwohl ich in einer Stadt (und Bezirk) gelebt habe wo Ausländergewalt immer ein besonders großes Thema war. Natürlich gibt es diese. Genauso wie es Gewalt von Deutschen aus gibt. Natürlich kann man auch nicht drumherumreden, dass es Gangs gibt etc. Aber dass ich irgendein Territorium nicht betreten durfte ist mir nie passiert.
Diese Gewalt darf man aber natürlich nicht tolerieren, genauso wie jede andere nicht. Man muss sie aber auch nicht größer machen als andere Straftaten. Und sie wird ja auch nicht toleriert oder akzeptiert.
kagrra hat geschrieben: Und viele Moslems die ich gesehen habe lassen die Alditüten von ihrer Frau hinter sich her schleppen und zwingen die im Hochsommer eine Nikab zu tragen.
Wie argumentierst du überhaupt? Ich kann das auch wie du siehst. Ja, sicher gibt es Asideutsche.
Außerdem kenne ich Türken, welche sogar Schweinefleisch essen und eine Verachtrung gegenüber Hilal Fleisch hegen. Das nenne ich mal integriert.
Man ist also integriert, wenn man Verarchtung gegen halal Fleisch hegt? Ich nenne das ehrlich gesagt.. öhm.. hasserfüllt? Ist das jetzt eine Voraussetzung für gute Integration?

(dass Frauen gezwungen werden im Hochsommer Nikab zu tragen ist übrigens reine Spekulation. Genauso wie dass Frauen im Herbst gezwungen werden Hotpants zu tragen)
kagrra hat geschrieben:Weißt du was die Länder spaltet? Der Verlust des christlichen Glaubens! Wie kriegt man sowas hin? Im Gegensatz zu den Christen, stehen die Moslems hinter ihrer Religion. Alles geht vom Glauben aus. Geht dieser hier verloren, und wird vom Islam übernommen, in deinen genannten 10 bis 20 Jahren, dann wirst du dich wundern, wie tolerant die Kolonialisten zu uns Ungläubigen sind. Vor einem neuen dritten Reich brauchst du keine Angst zu haben.

Gibt es denn Statistiken über die befriedende und verbindende Kraft des christlichen Glaubens oder ist das nur so n Bauchgefühl?
Mein Bauchgefühl sagt mir nämlich, dass eine größere Macht und Verbreitung des Christentums in der Vergangenheit nicht wirklich ein Garant für Frieden und Freundschaft war.

Und von welchen Kolonialisten redest du?
kagrra hat geschrieben:Wo kommt eig der Judenhass her? Habe da nie nachgeforscht. In Polen gibts so einen Spruch. Wenn einer einem etwas nicht gegeben möchte dann sagt man: " Sei mal kein Jude" Das soll den Geiz, die Gewieftheit (gibts das Wort?) der Juden verdeutlichen. Warum die aber millionenfach sterben mussten, weiß ich gar nicht. Hat man uns in der Schule nie beigebracht.

Hat man nicht? Das finde ich ziemlich erschreckend. Gerade, da es viele der damaligen Strömungen und Ideologien noch heute gibt.
kagrra hat geschrieben:Und wieso wird ein Schlagwort aus dem Zusammenhang gerissen. Ich spreche nicht einfach nur von Moslems. Es sind nicht "die Moslems". Es geht explizit um den Glauben, und dass dieser von den Moslems auch nun mal gelebt wird. Und das ist die Gefahr. Garantiert. Die Menschen selber sind ja nicht das Problem. Aber wenn man Kindern an Puppen das Enthaupten beibringt, dann muss ich schon etwas Schlucken. Aber wichtig ist doch, dass du über die NSDAP Schergen sprichst.

Wo tut man das denn? wenn du das so schreibst, könnte man meinen das gehöre zum normalen Programm.
Ist etwas irritierend, wenn du vom muslimischen Glauben sprichst und im nächsten Satz darüber wie erschreckend es ist, dass Kinder das Enthaupten an Puppen üben.
kagrra hat geschrieben:Warum? reicht es dir nicht langsam? Hoffe, dass du wenigstens die Linke wählst, denke aber eher die SPD. Und das lässt mich kopfschüttelnd die Augen verdrehen.
Was genau soll einem denn reichen? :)
kagrra hat geschrieben:Erst ist so, dass du genau so wie jeder andere auch nur Medien konsumierst. Das heißt, du bildest dir eine Meinung aus einem bunten Straus von Zeitungen zusammen. Guckst zudem noch Talkshows. Oder auch nicht. Jedenfalls, rechechierst du bestimmt nicht selbst, sondern konsumierst und lässt dir eine Überzeugung aufschwatzen. Wie die meisten.
Es geht auch nicht sofort um das Extrem. Es gibt zwischen Normalo und Terrorist auch noch Zwischenstufen.
Zwei Anschläge schreiben, und den Begriff auch noch in Gänsefüsschen setzen ist eigentlich schon hart.
Es ist noch ein Tabuthema, deshalb trennt man den Terror und den Islam. Aber selbst Wendehals Merkel rudert ja zurück. Man muss auf einfach die Zuwanderung ja doch kontrollieren. Aha?!

Was schlägst du denn als Alternative vor? Bzw. wie "recherchierst" du denn selbst?
Ansonsten hast du dich weiter oben darüber beschwert, dass ein "Schlagwort" aus dem Zusammenhang gerissen wird aber beschwerst dich hier über Anführungszeichen? Du sagst an anderer Stelle "Hauptsache du hast Angst vor den Nazis." aber beschwerst dich hier über Anführungszeichen?
Das passt für mich irgendwie nicht zusammen. Sicher sind es Anschläge, die man nicht in Anführungszeichen setzen muss (ich unterstelle mal, es wurde verharmlost, weil sie eben relativ gesehen "klein" waren) aber warum ist "Hauptsache du hast Angst vor den Nazis" okay und es so verwerflich wenn man das Wort "Anschläge" in Anführungszeichen setzt?
kagrra hat geschrieben:Ich muss mich eig wiederholen. Es geht letzendlich nicht um die AFD. Schon vor der AFD gab es ein Problem mit Leuten mit MIgrationshintergrund. Wer das leugnet, der leugnet auch den Holocaust. Und ich denke, hier im Forum finden sich eher Leute mit Schulabschluss. Es gibt nun mal diese Viertel, überall im westen Europas, die einfach in der Hand von Gästen sind. Schuld ist die Politik. Das hab ich schon im ersten Post geschrieben. UNd genau diese Ghettos werden wieder gebaut. Bei uns in Osnabrück gibt es schon drei Flüchtlingsheime, umzäunt! Wieso? Wieso gibt mand enen keine normale Wohnung? Wenn so viele Menschen auf einem Haufen wohnen, ist Stress vorprogrammiert. Das kriegen auch Deutsche nicht gewaltfrei hin.
Die Politik macht die selben Fehler, die sie einsieht, dieser aber wieder wiederholt. Top!

Ich vergesse erstmal den billigen Holocaust-Vergleich.... vergessen.
Ansonsten stimme ich dir hier teilweise zu. Viele Menschen, die sich nicht kennen und in einer (noch harmlos gesagt) Krisensituation zusammenzuferchen geht nie gut. Dass es Viertel überall in Europa gibt, die in der Hand von "Gästen" (hier wäre allerdings ne Definition ganz gut... du redest von Ghettos, wie in Frankreich?) sind halte ich allerdings für ein Gerücht.

Aber hey, wer behauptet, dass es in allen europäischen Ländern "No-Go-Areas" gibt, der schubst Kleinkinder auch die Treppe runter.
kagrra hat geschrieben:Du liest die falschen Gazetten
Und spätestens an diesem Punkt sehe ich, in welche Richtungen alle weiteren Diskussionen wohl führen werden.

Axel hat geschrieben:Leute, don't feed the troll. Das bringt den Thread nicht weiter. Ihr schadet unser OT-Forum, wenn ihr solchen Trollen auf dem Leim geht. Meldet es lieber dem Andre.

Ob es dem Thread schadet kann ich schwer beurteilen. Und natürlich haben solche Diskussionen die Gefahr, dass viel Energie in etwas gesteckt wird und am Ende alles mit nem Holocaust-Vergleich und einem "Du liest die falschen Gazetten" abgeschmettert wird. Trotzdem finde ich es wichtig sowas nicht einfach wegzuignorieren.

kagrra

Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von kagrra »

@IpsilonZ
Ich werde jetzt nicht alles durchzitieeren, für heute ist der Akku leer.
Jedenfalls, auch dir danke, dass du so ausführlich kommentiert hast.
Aber ganz kurz:
- Ich selber hatte noch nie Probleme mit Ausländern, nicht mal in Rauferein in der Grundschule war ich verwickelt

_ Andere in Kreuzberg haben stress, weil sie aussehen, als könnten sie sich nicht wehren. Kenne einige.

- Es darf keine Bezirke geben wo Ausländergewalt an der Tagesordnung ist. Sowas darf es einfach nicht geben. Doch tut es das überall in diesem Lande. Und die Politik möchte das nicht verhindern. Denn nur ein Volk das zusammen hält, kann der politischen Führung gefährlich werden.

- Es gibt nicht nur Gangs. Hast du gehört? Xatar ist in eine Schiesserei verwickelt. Ich Bin zufällig in Köln seit paar Wochen. Hab mir mal seine Shisha Bar Noon angeguckt. Abends. Job, genau was ich erwartet habe. Zu Fuß würde ich da ungerne lang laufen. Und sowas, darf es nicht geben. Selbst unser beschauliches Osnabrück hat diese fiesen Ecken. Und sowas möchte ich einfach nicht haben. Die Angst, dass mich ne Gruppe Nazis vermöbelt ist da wirklich nicht der Rede wert.

- Ich esse doch auch dieses geschächtete Fleisch. Zumindest noch. Du kannst da aber natürlich jetzt Hass meiner Seits reininterpretieren.
Spekulation? Öhm, das ist so. Hab ich nicht im Spiegel oder der Faz gelesen, das sehe ich, besonderns in den Ruhrpott Städen.

- Statistiken? Wo herrscht Frieden? Hier, oder im Nahost. Ja, wir werden alle geschröpft, die Politik saugt uns aus, aber Bürgerkriege haben wir hier nicht. Wo gibts immer einen drauf? In Entwicklungsländern! Und anstatt dort hin das Geld zu investieren, holt man alle hier her und hilft denen zero!

- Ne Wo der Judenhass her kommt wurde mir nicht erzählt.
Den gibts es übrigens heute immer noch.

- Der Glaube hängt mit dem Islam zusammen. Ich dachte, das ist bekannt.

- SPD > Mütterrente, Stinkefingerzeigender Chef, und zig andre Dinge :P

- Ich habe den Satz in Anfürungszeihen gesetzt weil er nicht zum übrigens Satz dazu gehört. ICh hätte auch Klammern nehmen können. oder Bindestriche, um ihn vom restlichen Satz abzukoppeln. Und Wenn man Anschläge in Gänsefüsschen setzt, dann schwächt es die BEdeutung des Wortes. Das weißt du aber selbst.

kagrra

Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von kagrra »

Axel hat geschrieben:Mal was zur "deutschen Leitkultur". Es wird ja immer gefordert, dass sich Ausländer hier integrieren sollen. Die von mir geliebte Anstalt hat das vor einigen Monaten mal perfekt auf den Punkt gebracht.

In diesem Sketch wollen ein Österreicher und eine Schweizerin sind einbürgern lassen. Natürlich nicht ohne den dazugehörigen "Test" machen zu müssen. Ich finde, dieser Sketch bringt diese ganze Diskussion rund um Leitkultur, Integration, etc. so dermaßen gut auf den Punkt:
https://www.youtube.com/watch?v=-RTLy66W-O0" onclick="window.open(this.href);return false;
Ja, war als Komödie erst einmal lustig. Merkel wird so parodiert wie sie halt ist.
Aber was VarouEx postet, trifft es auf den Punkt. Hätte das so nicht hinbekommen.

Gesperrt