US-Politik

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vicsbier
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Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

@Rince81 ich habe genug Beispiele genannt, wo es gegen meine Person geht. Ich sehe zB die Verbindung mit rechten Narrativen nicht, aber du legst sogar meine Gegenbeweise einer rechten Lebensweise als Fox-News-Talkingpoints ab. Schlimmer geht es doch nun wirklich nicht mehr.

Den Begriff "Gaslighting" kannte ich bis eben gar nicht. @Rince81 du sagst, ich würde dieses als einzelner User machen? "Dabei bringt dich dein Gegenüber durch gezielte Äußerungen und Handlungen dazu, dass du anfängst an dir selbst zu zweifeln und zunehmend dein Selbstbewusstsein – oder sogar deine Identität – verlierst. " Das ist doch nun wirklich abstrus und surreal, dass meine Gegenmeinung dein Selbstbewusstsein und Identität zerstört. Dafür sind wir hier doch alle zu intelligent und ich nur eine verschwindende Minderheit.

Wir können uns eine Echokammer bauen oder eine kontroverse Diskussion führen - aber bitte immer mit Respekt den Personen gegenüber. Ich werde mich jedenfalls nicht dazu herablassen, andere zu beleidigen oder zu diffamieren. Jede Kritik an meinen Worten habe ich begründet beantwortet )allerdings nicht mit juristischer Genauigkeit) und ich habe auch durchblicken lassen, dass ich durch meine verwandschaftlichen und freundschaftlichen Verbindungen zu Amerika die Sache aus amerikanischer Perspektive ("Änderung und Besinnung" statt "Weiter so") betrachte.

Vielleicht finden wir jetzt wieder zurück zum Thema, wie ich in meinem letzten Beitrag schon versucht habe. Die Umfragen sehen Biden jetzt während der Proteste etwas vorn (zwischen 3-15%) und wir dürfen gespannt sein ob dies anhält. Ich denke die Entscheidung hängt an der Erholung des Arbeitsmarktes.

Trugschluss
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Trugschluss »

Rince81 hat geschrieben:
13. Jun 2020, 16:03
Dieser Thread hat mehr als zwei Seiten und diese Diskussionsmuster toben seit Monaten. Viele User haben es mittlerweile leider aufgegeben sich damit noch abzumühen.
Du bist doch Teil des Problems mit deinem Diskussionsmuster. :doh:
Rince81 hat geschrieben:
13. Jun 2020, 16:03
Was das für uns wider angeht. Ja, bei Meinungen und Ansichten - nicht bei den Fakten. Das ist etwas, was in den vergangenen Jahren in Diskussionen zunehmend falsch verstanden wird und es daher oft ein extremes Ungleichgewicht gibt. Wenn Dir Person A sagt es regnet draußen und Person B sagt es regnet nicht, dann gibt es da kein Für und Wider - sondern du schaust aus dem Fenster und entweder es regnet oder nicht. Warum weiter wert darauf legen, dass der andere ja irgendwo auch Recht haben könnte - alternative Fakten...
Wen interessieren reine Fakten in der Politik? Dann kann man es in einer Demokratie auch gleich bleiben lassen es einer Riege Wissenschaftler überlassen. :clap: Wie ich schon schrieb: Seid mal unvoreingenommen, wenn ihr jemanden außenstehenden überzeugen wollt, ich sehe nur Hassbrille gegenüber Trump und seinen Wählern.
Rince81 hat geschrieben:
13. Jun 2020, 16:03
Wo konkret?
Jede Unterstellung deinerseits mit dem "rechten Gedankengut" reicht doch schon. Auch der Beitrag von Vinter letzte Seite mit seinem "Klartext" und der Unterstellung der "Tatsachenverdrehung", obwohl vicsbier klar und deutlich verständlich war, wie es gemeint war.
Ansonsten fällt mir dieses noch negativ auf, wenn auch schon älter:
Rince81 hat geschrieben:
2. Jun 2020, 23:39
Wenn das wirklich ein Versuch sein soll des Teufels Advokaten zu spielen, dann ist das die schlechteste Interpretation die ich je gesehen habe - das muss man nämlich können. Wenn sich das Gegenüber schon beim Argument verarscht oder für doof verkauft vorkommt läuft dabei was falsch... :?
Rince81 hat geschrieben:
14. Apr 2020, 09:55
vicsbier hat geschrieben:
14. Apr 2020, 09:47
Ich sage immer "Drei Dinge braucht eine Partei": Einen Charakterkopf als Kandidat, eine emotionale Geschichte zu Mobilisierung und eine Vision.
Trump ist ein Charakterkopf, Trump hat die Geschichte des starken Amerikas, Trump hat die Vision eines neuen starken Amerikas.
Dinge die "Altlinker" niemals Sagen würde für 100€...

Also eine Vision hatte man hier 33 in Deutschland auch, ebenso die emotionale Geschichte zur Mobilisierung und einen Charakterkopf...
Ähnliche Ad hominem-Angriffe habe ich von vicsbier euch gegenüber nicht gelesen. Passt für mich auch nicht zu den Forenregeln, wie er hier gerne mal angegangen wird, weil vics nicht im Echo des allgemeinen Trump-Hasses mitmacht. Als beinahe einzige Stimme, die auch mal Trump neutraler und aus Sicht seiner Anhänger beleuchtet, ist sein Bemühen sehr viel wert hier für die Diskussion.

Ist immer alles korrekt von ihm? Nein. Muss es aber auch nicht als "Alleinkämpfer", wird er doch sofort von 5 anderen "korrigiert in seinem rechten Narrativ". :roll: Dennoch finde ich einige Angriffe so nicht in Ordnung, auch wenn er wohl ein ziemlich dickes Fell hat.
Rince81 hat geschrieben:
13. Jun 2020, 16:03
Auch hier, der Thread geht über mehrere Seiten und ist eigentlich nur noch mit dem alten Witz des Autofahrers zu vergleichen, der sich wundert, dass ihm dutzende Geisterfahrer entgegen kommen...
Ich habe den gesamten Thread gelesen, aber bestimmt nicht jeden Link geklickt.

Rince81
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

Trugschluss hat geschrieben:
14. Jun 2020, 16:49
Wen interessieren reine Fakten in der Politik? Dann kann man es in einer Demokratie auch gleich bleiben lassen es einer Riege Wissenschaftler überlassen. :clap:
Du votierst für eine falsche Äquivalenz der Meinungen und die ist - wie der Name schon sagt - falsch. Basis von Diskussion und Austausch sind nun einmal die zugrundeliegenden Fakten - insbesondere, wenn diese Fakten eigentlich unstrittig sein.
Eine sinnvolle Diskussion und ergiebigen Meinungsaustausch kann es nur über die Interpretation oder richtige Reaktion auf diese Fakten geben. Das haben wir doch in den letzten Monaten eigentlich durch Corona alles gelernt. Die Wissenschaft liefert eine Faktenbasis mit der die Politik arbeitet und Entscheidungen trifft.
Jede Unterstellung deinerseits mit dem "rechten Gedankengut" reicht doch schon.
Ich unterstelle kein "rechtes Gedankengut", ich sage, dass er ein (in dem Fall hinreichend aus den rechten US-Medien bekanntes) rechtes Narrativ verbreitet. Das sind zwei unterschiedliche Dinge.
Du bist doch Teil des Problems mit deinem Diskussionsmuster. :doh:
Ja, die Alternative ist aber einem User mit unwahren Behauptungen des Feld zu überlassen - das Ende jeder Forendiskussion...
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kami
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Re: Präsident Trump

Beitrag von kami »

Eine kritische Sichtweise auf Trump und seine Anhänger ist kein "Trump-Hass". Und eine konsequente Verharmlosung von Trumps gefährlicher Politik ist keine neutrale Sicht. Sie ist eine völlig parteiische Position, die sich als neutrale Sicht tarnt. Also auch noch unehrlich.

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Vinter
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Vinter »

vicsbier hat geschrieben:
14. Jun 2020, 15:36
@Rince81 ich habe genug Beispiele genannt, wo es gegen meine Person geht. Ich sehe zB die Verbindung mit rechten Narrativen nicht, aber du legst sogar meine Gegenbeweise einer rechten Lebensweise als Fox-News-Talkingpoints ab. Schlimmer geht es doch nun wirklich nicht mehr.
Wenn man es schafft, immer wieder, konsequent, eins-zu-eins und über mittlerweile Jahre EXAKT die Talking Points, Spins, Argumente und Denkstrukturen wiederzugeben, die man sonst von FOX News, bestimmten Subreddits, auf einschlägigen Facebook- und Twitterprofilen und von QAnon so hört, dann hat der Gegenüber halt irgendwann einen entsprechenden Eindruck. Das ist übrigens auch kein Angriff auf deine Person. Dich stört schließlich nicht der Inhalt der Argumente, du gibst sie ja selbst nur allzu bereitwillig zu Protokoll. Dich stört lediglich die Einordnung.

Ebenso sind die Fakten halt unstrittig. Man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob Blumenkohl gut schmeckt, aber nicht darüber, wie die Machtverhältnisse im Kongress bis zu den Midterms aussahen oder weswegen und wann Trump impeached wurde.

Ich an deiner Stelle würde also mal überprüfen, ob nicht ein Nachbar nachts, wenn du schläfst, laut Fox News schaut. Auf der SPD Parteisitzung schnappt man diese Dinge nämlich nicht auf...

Und ehrlich gesagt ärgere ich mich schon wieder über mich selbst, auf diesen Bad Faith Quatsch auch noch zu antworten. Wir wissen es schließlich beide besser.
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Leonard Zelig
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Leonard Zelig »

Fragwürdige Ehren für Donald Trump: Israel will den geplanten Bau einer nach dem US-Präsidenten benannten Siedlung auf den annektierten Golanhöhen vorantreiben. Trumps Name soll sie tragen, weil der die Golanhöhen im März vergangenen Jahres formell als Staatsgebiet Israels anerkannt und damit eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik vollzogen hatte.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 16f861dafd

Wenn Biden Netanyahu genauso wenig leiden kann wie Obama, dann dürfte das Verhältnis zwischen den USA und Israel bald genauso zerrüttet sein wie das zwischen den USA und Russland.
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kami
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Re: Präsident Trump

Beitrag von kami »

Das kommt mir jetzt wie eine reichlich inhaltsleere Aussage vor. Wäre es besser, wenn Trump an der Macht bleibt und das Verhältnis so großartig bleibt wie jetzt?

Rince81
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

Leonard Zelig hat geschrieben:
14. Jun 2020, 18:41
Wenn Biden Netanyahu genauso wenig leiden kann wie Obama, dann dürfte das Verhältnis zwischen den USA und Israel bald genauso zerrüttet sein wie das zwischen den USA und Russland.
Das dürfte eher unwahrscheinlich sein - außer Netanjahu versucht jetzt noch schnell Nägel mit Köpfen zu machen. Israel hat dreieinhalb Jahre der Trump Administration gebraucht um kurz vor großflächigen Annexionen im Westjordanland zu stehen.

Was Israel in den Golanhöhen macht ist letztlich egal. Israel sieht es seit mehr als 30 Jahren als eigenes Staatsgebiet und hat es 1981 annektiert, die UN sieht es anders, die Trump Administration hat sich nun auf die Seite Israels geschlagen. Symbolisch für Bibi nicht zu verachten - faktisch ändert es aber nichts daran, dass Israel seit Jahrzehnten die Kontrolle über das Gebiet hat und nicht im Traum daran denkt das an Syrien zurückzugeben, was aus sicherheitspolitschen Erwägungen auch nachvollziehbar ist.
Da nun eine Trump Siedlung zu bauen wird das Verhältnis zu einer zukünftigen demokratischen Administration nicht verschlechtern.

Kritisch ist imho das Westjordanland. Da sind wir dreieinhalbjahre nach der Wahl von Trump kurz davor, dass Israel wirklich große Teile annektieren könnte - ermutigt durch das komplette Versagen der Trumpschen Nahostpolitik. Das sich seit den 90ern keine US-Administration und auch wir Europäer nicht mit Ruhm bekleckert haben ist das eine - den Karren derart weiter in den Dreck zu schieben wie es Jared Kushner aus Arroganz und Dummheit getan hat ist aber eine Leistung auf ganz eigener Liga und das hat das Potenzial für mächtig Streit mit zukünftigen US-Regierungen zu sorgen.
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Leonard Zelig
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Leonard Zelig »

Rince81 hat geschrieben:
14. Jun 2020, 19:30
Da nun eine Trump Siedlung zu bauen wird das Verhältnis zu einer zukünftigen demokratischen Administration nicht verschlechtern.
Wäre Trump nur ein normaler republikanischer Präsident würde ich Dir zustimmen, Bush Junior versteht sich ja mittlerweile ganz gut mit Clinton und Obama. Aber Trump kann man ja schon als Feind der Demokraten bezeichnen. Außerdem werden Bewegungen wie #BlackLivesMatter immer stärker und denen gefallen die Benachteiligungen der Palästinenser in Israel nicht, vorsichtig ausgedrückt. Es wird also auch viel Druck aus den eigenen Reihen geben und da er wahrscheinlich keine zweite Amtszeit anstrebt, wäre es für Biden die bequemere Lösung diesem nachzugeben.
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Rince81
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

Leonard Zelig hat geschrieben:
14. Jun 2020, 20:31
Außerdem werden Bewegungen wie #BlackLivesMatter immer stärker und denen gefallen die Benachteiligungen der Palästinenser in Israel nicht, vorsichtig ausgedrückt. Es wird also auch viel Druck aus den eigenen Reihen geben und da er wahrscheinlich keine zweite Amtszeit anstrebt, wäre es für Biden die bequemere Lösung diesem nachzugeben.
Denke ich in der Form nicht. Diese konkrete Siedlung ohnehin nicht - die ist auf den Golanhöhen und nicht in der Westbank.

Und auch generell nicht. Hauptfokus von BLM ist die USA und sobald da genug Leute auf einmal Israel als Betätigungsfeld für sich entdecken kommen da auch die "üblichen" Verdächtigen wie BDS und Co. ins Spiel. Vor denen werden die Demokraten und Biden auf keinen Fall nachgeben.
Es wird eher wieder so werden wie zu Zeit der Obama Administration. Man meint es gut und Netanjahu tanzt ihnen auf der Nase rum weil es am Ende keine Konsequenzen gibt. Da ist es nicht hilfreich, dass es die liberalen amerikanischen Juden versäumt haben sich entsprechend zu organisieren und Bibi und die Republikaner dafür sowohl AIPAC als auch die Evangelikalen Christen sicher hinter sich wissen - wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gründen...
https://www.deutschlandfunk.de/evangeli ... _id=436470

Wie das zukünftige Verhältnis wird, entscheidet sich meiner Meinung nach entscheidend in den nächsten Monaten und hängt davon ab in welchem Umfang Netanjahu und Co. das grüne Licht aus Washington für Annektionen nutzen werden...
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

https://www.youtube.com/watch?v=g5Xpwyd ... e=youtu.be

Besser auf den Punkt dürfte man eine Wahlwerbung nicht bringen können - vor allem wenn die Einschätzung von jemandem kommt, der mittlerweile fest im Trump Lager angekommen ist...
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Vinter
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Vinter »

Dazu zwei Sachen:

1) Das dürften, wenn mich nicht alles täuscht, Dinge sein, die er vor Trumps Nominierung 2016 gesagt hat. Mittlerweile hat sich dieser Ton erheblich gewandelt. Der Grund dafür ist unbekannt, allerdings gibt es Gerüchte über eine angebliche Homosexualität von Lindsay Graham und die Vermutung, dass er entsprechend zur Kooperation von Trumps Verbündeten "ermuntert" wird. (Graham ist lebenslang alleinstehend und wollte bei einer Präsidentschaftkampagne seine Schwester(!) zur potentiellen First Lady machen. Neulich haben männliche Sexarbeiter aus Washington DC behauptet, Graham sei regelmäßiger Kunde bei ihnen). Insofern dürften solch alte Zitate nicht sonderlich überzeugend sein, weil jederzeit behauptet werden kann, er habe seine Meinung geändert, auch von Graham selbst.

2) Wenn das hier eine Frage von Fakten und Realitäten wäre, stellte sich das Problem ja gar nicht erst. Dann wäre Trump nie nominiert, sondern von der Bühne gelacht worden. Leider jedoch haben Trumps Wähler die wundersame Gabe des Doppeldenks mittlerweile perfektioniert. Ein erzkonservativer Verbündeter wie Graham (der immer für die härtesten Anti-LGBT-Gesetze lobbyiert hat!) kann morgen schon ein liberaler Verräter sein, engagiert vom Deep Staat, den Trump nie getroffen haben will, nie leiden konnte und der niemals irgendwas wichtiges getan hat, sollte dieser Verbündete etwas unliebsames über Trump sagen.

Insofern: Ich bezweifle, dass das wirklich etwas hilft. Es ist ja nicht so, als müssten den Leuten die Augen geöffnet werden. Wer den Zustand von Trumps Amerika sehen möchte, der kann das auch ohne eine subversive Werbung mit Graham als Kronzeugen gegen Trump tun.
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Rince81
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

Vinter hat geschrieben:
14. Jun 2020, 22:52

1) Das dürften, wenn mich nicht alles täuscht, Dinge sein, die er vor Trumps Nominierung 2016 gesagt hat.
Definitiv ja. Das ist alles "alt" aber trotzdem wunderbar passend.
Ich erinnere mich noch gut an diesen Auftritt bei Noah:
https://www.youtube.com/watch?v=tPOOXp3S2UI
https://www.youtube.com/watch?v=_PtoJ6kKl1E

Das ist jetzt wirklich eine Verschwörungstheorie - aber irgendwas muss Trump gegen ihn in der Hand haben, so übel kann man sich ja in vier Jahren nicht drehen...
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Rince81
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

Mal eine kleine Exkursion darüber wie politische Diskussionen in den USA gerade stattfinden und wie dort falsche Faktenbehauptungen als Diskussionsbasis genutzt werden.

Vorgeschichte: CNN hat eine nationale Umfrage erstellen lassen und im Ergebnis kam dort raus, dass Biden dort 14 Prozentpunkte vor Trump liegt. Das sorgte im Trump Lager für derartigen Ärger, dass man von CNN schriftlich eine Rücknahme der Umfrage und eine Entschuldigung des Senders fordert und sonst rechtliche Schritte androht. Eine Forderung, die der Sender rundweg ablehnt und darauf hinweist, dass man sowas eigentlich nur von Regierungen wie der von Venezuela bekommt.
https://www.rnd.de/politik/trump-verlan ... 25PUA.html

Vorhang auf für das "Gespräch" zwischen Brian Stelter von CNN und Jenna Ellis, der Anwältin von Trump und Senior Legal Adviser der Trump Kampagne über diese Umfrage. Von ihr stammt auch die schriftliche Forderung an CNN die Umfrage zurückzuziehen und sich zu entschuldigen.
https://edition.cnn.com/videos/business ... -ellis.cnn

Abgesehen davon, dass das Niveau der Diskussion ohnehin unter aller Sau ist ist da etwas extrem interessantes und bezeichnendes drin.
Sie wirft CNN vor, dass sich die Umfrage nicht an Standards hält und daher wertlos ist, sie Verwendet die Worte "Fake News" und "Junk Science" und wirft Stelter vor kein Journalist sondern ein Aktivist zu sein und das CNN die Umfrage nicht veröffentlicht hätte, wenn sie Biden so weit hinten gezeigt hätte.
Ihr tatsächlicher Hauptvorwurf dafür ist, dass CNN für diese Umfrage unter der generellen Bevölkerung gemacht hat "Adults" hat, während man wahrscheinliche Wähler "likely Voters" bzw. "registered voters" hätte befragen müssen. Hintergrund dafür ist, dass man sich in den USA als Wähler registrieren lassen muss. Um eine aussagekräftige Umfrage zu erhalten, muss man die Leute befragen, die wahrscheinlich zur Wahl gehen werden, sich also haben registrieren lassen.
Stelter verteidigt die Umfragemethode und sagt, dass das völlig üblich sei die generelle Bevölkerung zu fragen und sich die Leute ja zwischen jetzt und November noch registrieren lassen können.
Beide haben eine Meinung und diskutieren heftig wenn man für so eine Umfrage befragen sollte und ich finde sie hat dabei imho sogar einen validen Punkt wenn es darum geht wen man in so einer Umfrage befragen sollte.

Dabei gibt es aber zwei massive Probleme. Sie lügt und er ist unvorbereitet, lässt sich daher auf ihr Narrativ ein und hält einfach gegen.
CNN hat für diese Umfrage nämlich sehr wohl die von ihr geforderten und tatsächlich Üblichen "registered voters" befragen lassen.
The CNN poll conducted by SSRS and released on Monday shows Trump trailing the former vice president by 14 points, 55%-41%, among registered voters.
Die Daten gibt es hier:
http://cdn.cnn.com/cnn/2020/images/06/0 ... d.2020.pdf

Die ganze "Diskussion" und der Meinungsaustausch sind daher für die Katz. Nun kann mir keiner Erzählen, dass sie das nicht wusste und es nicht im Kern darum ging, weiter die Fake News Anschuldigungen zu verbreiten und Stelter ist ihr einfach auf den Leim gegangen.

Auf Twitter hat sie dann nochmal nachgelegt um Stelter zu zeigen wie sehr die Umfrage von CNN von der Realität abweicht.
https://theweek.com/speedreads/919998/t ... uit-threat
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kami
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Re: Präsident Trump

Beitrag von kami »

Eine ehrliche Diskussion mit dem Trump-Lager ist ohnehin schwer möglich, da die entsprechenden Vertreter entweder wirklich maßlos uninformiert oder falsch informiert sind und sich auch nicht informieren wollen oder aber sich der Lügen und Falschinformationen sehr wohl bewusst sind, das aber für ihre politischen Ziele einsetzen. Man wird von einer Trump-Anwältin oder Pressesekretärin keine ehrliche Auskunft bekommen, selbst wenn man alle Beweise der Welt hätte.

Dober
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Dober »

Rince81 hat geschrieben:
15. Jun 2020, 09:04

Die ganze "Diskussion" und der Meinungsaustausch sind daher für die Katz. Nun kann mir keiner Erzählen, dass sie das nicht wusste und es nicht im Kern darum ging, weiter die Fake News Anschuldigungen zu verbreiten und Stelter ist ihr einfach auf den Leim gegangen.
Wäre reichlich dumm von ihr, wenn sie eigentlich davon ausgehen muss, dass bekannt ist, dass die Umfrage doch unter "registered voters" gemacht wurde. Das wäre doch darauf gepokert gewesen, dass ihr Gesprächspartner unvorbereitet und unwissend ins Gespräch geht. Halte ich für dämlich.

Auf der anderen Seite: Warum war gewisser Brian Stelter denn unvorbereitet und unwissend über die Umfrage, die der Sender durchgeführt hat? :think:

ZiggyStardust
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Re: Präsident Trump

Beitrag von ZiggyStardust »

Ich ertrage CNN schon lange nicht mehr. Alleine wie unfair sie in den TV-Debatten mit Bernie Sanders umgegangen sind. Das zeigt ganz klar, dass sie einen Bias haben. Sie erwecken den Eindruck, dass im Fernsehen politische Inhalte verhandelt werden, dabei ist das nur Unterhaltung. Sender wie CNN haben in den den letzten 20 Jahren ganz entschieden zur Polarisierung des Landes beigetragen und den Wahlsieg Trumps erst ermöglicht. 15% der Amerikaner sind arbeitslos und wissen nicht wie sie über die Runden kommen und die streiten darüber ob irgendwelche Umfragen zu einer Wahl, die erst in einem halben Jahr stattfindet, akkurat sind oder nicht? Ich glaube viele Amerikaner haben gerade andere Sorgen.

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kami
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Re: Präsident Trump

Beitrag von kami »

Das Schlimme an CNN und anderen Mainstream-Medien ist, dass sie die Faktenlage, sprich, die Realität nur als eine von zwei Seiten einer Medaille präsentieren und deswegen, um ihre Neutralität zu beweisen, die Lügen und Fantastereien von Rechts als gleichberechtigte zweite Option anbieten. Es ist halt eine feige und opportunistische Art, News zu verbreiten.

Rince81
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

Dober hat geschrieben:
15. Jun 2020, 10:14
Wäre reichlich dumm von ihr, wenn sie eigentlich davon ausgehen muss, dass bekannt ist, dass die Umfrage doch unter "registered voters" gemacht wurde. Das wäre doch darauf gepokert gewesen, dass ihr Gesprächspartner unvorbereitet und unwissend ins Gespräch geht. Halte ich für dämlich.

Auf der anderen Seite: Warum war gewisser Brian Stelter denn unvorbereitet und unwissend über die Umfrage, die der Sender durchgeführt hat? :think:
Ich glaube das ist dem Trump Lager vollkommen egal - es geht ja nicht um Fakten, sondern um das Narrativ - ob das am Ende mit der Realität übereinstimmt ist vollkommen egal. Sie haben ihr Narrativ damit unter der Volk gebracht - das reicht offensichtlich. Das Stelter da so unvorbereitet rein ist, ist maximalst ärgerlich.
kami hat geschrieben:
15. Jun 2020, 10:22
Das Schlimme an CNN und anderen Mainstream-Medien ist, dass sie die Faktenlage, sprich, die Realität nur als eine von zwei Seiten einer Medaille präsentieren und deswegen, um ihre Neutralität zu beweisen, die Lügen und Fantastereien von Rechts als gleichberechtigte zweite Option anbieten. Es ist halt eine feige und opportunistische Art, News zu verbreiten.
100% Zustimmung. Das ist leider etwas, was insbesondere die amerikanischen Medien immer noch nicht völlig verstanden haben. Wobei bei CNN zumindest die Kommentatoren wie Cooper, Lemon und Co. mittlerweile kein Blatt mehr vor den Mund nehmen.

https://www.youtube.com/watch?v=5tGjm9ONRqc
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

https://www.washingtonpost.com/politics ... story.html

Die Washington Post hat ein Exemplar des kommenden Buchs von John Bolton und wow....
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