Donald Trump (und die US-Politik)

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vicsbier
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Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

derFuchsi hat geschrieben:
5. Feb 2020, 09:55
Interessante Sichtweise. Für Menschen ohne direkte Beziehung zu den USA (Also vermutlich die meisten Deutschen) ist Trumps Erfolg nämlich nicht so recht nachvollziehbar und die einzige Begründung die einem einfällt ist "alles Idioten" analog zu AFD-Wählern hierzulande.
Man muss vermutlich mehr in der dortigen Kultur verhaftet sein um das wirklich nachvollziehen zu können. Dein Beitrag ist da zumindest ein kleines Taschenlampenlicht der Orientierung ^^
Das kann man in Deutschland aber auch alles erfahren: Wenn 10% der Amerikaner arm sind, dann bedeutet das auch, dass viele nur knapp über der Armutsschwelle leben. Und wenn das nur 15% wären, wäre 1/4 der Amerikaner schon mal abgehängt. Clintons "Weiter so" ist da kein guter Slogan.

Wenn in den 80ern meine Verwandten nach Deutschland kamen, konnten die hier in den besten Hotels nächtigen. Heute suchen die ein Motel an den Autobahnen.
Eines der Kinder meiner Verwandten ist jetzt mit 40 direkt nach Deutschland zurückgewandert (ohne Deutschkenntnisse).
Ein weiteres Kind kann sich Californien nicht leisten und lebt in Mexiko und fährt jeden Tag in die USA zum Arbeiten.
Ein drittes Kind ist in der Army, um danach studieren zu können.
Das beste aber: Die Eltern sind Millionäre und sonst spendable Menschen: Eigene Firma, Frau war Colonel (Oberst!) und kriegt eine große Rente. Sie können ihr Haus (in den 60ern für 50.000$ gebaut) sogar für 2,5 Mio verkaufen - aber das zeigt auch, was selbst einfache Häuser dort kosten und das sie mit dem Geld nichts neues in der Region kaufen können.
Weitere Verwandte und Freunde habe ich in Hawaii, Vermont und Virginia die ebenfalls über große Probleme berichten.

Die USA stehen vor gewaltigen Problemen. Daher will Trump auch das Geld im Ausland einsparen, daher ist für die Amerikaner auch ein sozialistischer Sanders plötzlich eine Alternative - und das ist schon ein großer Umschwung im Bewusstsein.

Trump kommt mit einem festen Weltbild und als Macher. Die USA wollen einen neuen Reagan: Feste Weltbilder, starke Visionen, viel Kommunikation, klare Ansagen. In den USA feiern die das Feuern eines Ministers als Führungsstärke des Präsidenten - bei uns kann wohl jeder machen was er will (bspw versenkt der Scheuer 500 Mio und es passiert nichts...)

Don Mchawi
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Don Mchawi »

derFuchsi hat geschrieben:
5. Feb 2020, 09:55
Interessante Sichtweise. Für Menschen ohne direkte Beziehung zu den USA (Also vermutlich die meisten Deutschen) ist Trumps Erfolg nämlich nicht so recht nachvollziehbar und die einzige Begründung die einem einfällt ist "alles Idioten" analog zu AFD-Wählern hierzulande.
Man muss vermutlich mehr in der dortigen Kultur verhaftet sein um das wirklich nachvollziehen zu können. Dein Beitrag ist da zumindest ein kleines Taschenlampenlicht der Orientierung ^^
Das würde ich so erstmal nur über Deutschland bzw die SIcht vieler Deutscher auf Trump sagen. Ich glaube, international gibt es auch in vielen anderen Ländern Menschen ohne USA-Bezug, die Trump gut finden. Ich habe da damals schon lange Gespräche bspw in Tansania geführt, nachdem Trump gewählt wurde- auch Tansania hatte 2015 ein Präsidentenwechsel hin zu einem autokratischerem Typen. Da gibt es schon einige Befürworter, die mir bspw von den großen Leadern der Welt, die gut sind, erzählten: Trump, Magufuli (tansanischer Präsident) und Putin. Interessanterweise waren auch viele Muslime unter den Tansaniern mit dieser Sicht auf Trump - ironischerweise fällt jetzt Tansania unter den ausgeweiteten Einreisebann für Länder mit muslimischem Background (auch wenn es in Tansania mehr Christen als Muslime gibt).
Lange Rede kurzer Sinn - weltweit gibt es da sehr unterschiedliche Sichtweisen und die Ausstrahlung einer starken Führungspersönlichkeit, die nicht viel auf Kritiker gibt und ihr Ding macht, wirkt auf viele positiv.

Rince81
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

vicsbier hat geschrieben:
5. Feb 2020, 09:46
Die Demokraten müssen sich jetzt fragen, was sie in den letzten vier Jahren erreicht haben. Die Liste könnte sehr umweltschonend sein, viel Tinte braucht es dafür jedenfalls nicht, vermultich kann sogar der Baum fürs Papier stehen bleiben.
Was sollen Sie in einer Präsidialdemokratie auch erreichen? Trump ist seit drei Jahren Präsident.
Ich habe vor der Wahl schon als einer der wenigen in diesem Lande gesagt, dass Trump gewinnen wird. Einfach weil ich Verwandte und Freunde in den USA habe, die die Probleme eindrucksvoll schildern. Die Wähler wollen kein "Weiter so" (Clinton), sie wollen einen "Change"( Obama) zum "Make America great again" (Trump). Die Städte verfallen, die Zahl der englischsprachigen sinkt, die Gutverdiener schotten sich ab und die Masse leidet.
Massiver Widerspruch. Ich habe Freunde und Bekannte in den USA ind bin jedes Jahr mehrere Wochen dort - primär im liberalen Kalifornien.
Ich denke, dass wir aus Deutschland aus die USA regelmäßig falsch beurteilen und falsch einschätzen - aber nicht so.
Die Wähler wollen eine Besinnung auf Amerika und seine Probleme.
Dann würden die Wähler anders wählen... ;)
derFuchsi hat geschrieben:
5. Feb 2020, 09:55
Interessante Sichtweise. Für Menschen ohne direkte Beziehung zu den USA (Also vermutlich die meisten Deutschen) ist Trumps Erfolg nämlich nicht so recht nachvollziehbar und die einzige Begründung die einem einfällt ist "alles Idioten" analog zu AFD-Wählern hierzulande.
Ja und nein. Ich hole mal den ganz breiten Pinsel raus und generalisiere kräftig. Das bitte immer im Hinterkopf haben.
Zum einen unterscheiden sich Amerikaner grundlegend in der Geisteshaltung von Europäern und damit auch uns Deutschen was ihr Verhältnis zum Staat, insbesondere den föderalen Teil in Washington DC angeht. Das ist historisch gewachsen. Zum einen durch den gesamten Unabhängigkeitskrieg, der gerade darum ging sich des großen Tyrannen in Form der englischen Krone zu entledigen und bereits die Gründungsväter der US-Verfassung hatten eine tiefe Skepsis gegenüber einem föderalen Staat und die Problematik der einzelnen Bundesstaaten vs. der föderalen Regierung ist immer wieder entscheidender Punkt für sehr heftige Streitigkeiten - die gesamte Waffenproblematik des 2. Verfassungszusatz steht in dem Punkt genauso wie die Einführung von Obamacare und der Bürgerkrieg zur Abschaffung der Sklaverei.
Hier ist es hilfreich sich vor Augen zu führen, dass die USA in der Gründung kein Bundesstaat waren, sondern historisch eher ein Staatenbund und sich dann erst zum Bundesstaat entwickelt hat.

Amerikaner verlassen sich wesentlich weniger auf den Staat als wir es in Europa tun. Die gesamte Selfmadementalität und der Traum vom Tellerwäscher zum Millionär leben - auch wenn sie zunehmend zur Illusion verkommen sind. Amerikaner sind generell sehr spendenfreudig und helfen sozial in ihrer Community und engagieren sich in ehrenamtlich, wesentlich mehr und offensiver als es z.B. Deutsche tun - völlig egal ob arm oder (super)reich. Wir haben eher die Mentalität, dass dies Aufgabe des Staates ist und wir dafür ja Steuern zahlen, in den USA ist es anders, da ist eher das Erheben von Steuern suspekt. US-Amerikaner leben mit der wirklich schrägen Situation, dass in den Läden nicht die Bruttopreise ausgeschrieben sind, sondern die Nettopreise vor der Sales Tax. Damit man auch direkt erkennen kann, welchen Teil der Staat kassiert - dafür sieht man nicht, was man an der Kasse bezahlen muss. Daher ist alles, was aus Washington angeordnet wird suspekt.

Dafür ist das, was die Amerikaner unter dem Sozialstaat verstehen ist Hardcore. Du musst bereits wirklich arm sein um dich für staatliche Hilfe zu qualifizieren und dann gibt es häufig nur Lebensmittelmarken und auch an diese Programme wollen die Republikaner die Axt legen. Du hast in den USA echte Armut, die wir uns in Deutschland so kaum als existent vorstellen können. Ebenso eine bewusste soziale Härte bei der wir auf die Barrikaden gehen würden weil es Selbstverständlichkeiten wie Elternzeit oder Lohnfortzahlung nicht generell gibt. Die USA agieren da teilweise bewusst auf Dritte Welt Niveau.

Die USA sind wesentlich religöser als wir, trotz offizieller Trennung von Staat und Kirche. Auch das ist historisch bedingt, die Pilgerväter, die vor der religösen Verfolgung geflohen sind, waren letztlich religöse Fanatiker und das waren nicht die einzigen, die sich von Europa aus in die USA aufgemacht haben... Spätestens als die Südstaaten den Krieg verloren haben, hat man sich dort in die Religion gestürzt - bis hin zum Ku-Klux-Clan, der christliche Symbole verwendet. Als Ergebnis haben wir den heutigen Bible Belt. Ich bin letztes Jahr mit dem Zug unterwegs gewesen, in einigen Regionen war es wirklich der Wechsel zwischen Kirche, Schießstand, Schrottplatz, Kirche, Schrottplatz, Kirche...

Es gibt nicht die USA. Letztlich nimmt das Land die Fläche eines Kontinents ein und der Background ist jeweils ein völlig anderer. New York ist so grundverschieden von New Orleans oder San Francisco, dass man sich manchmal wundert, dass es sich wirklich um das selbe Land handelt - wenn man nun Wyoming mit Florida vergleicht - das wäre als wenn sich Finnen und Spanier in einem Land wiederfinden... :ugly:

Amerikaner sind überzeugt im Besten Land der Erde zu leben und eine Sonderstellung einzunehmen, "Shining City on the Hill". Zwar wird zunehmend Kritik am Exzeptionalismus laut - man riskiert dabei aber unmittelbare soziale Ächtung - siehe die Debatte um kniende NFL Spieler während der Nationalhymne.
https://de.wikipedia.org/wiki/Amerikani ... ionalismus

Und am Ende kommt Trump. Trump ist das Phänomen eines seit Jahren stattfindenden Kulturkriegs und meiner Meinung nach im Grunde keine Reaktion auf soziale Ungerechtigkeit sondern der Rückschlag, der auf die Wahl von Obama folgte.
Auch hier hilft ein Blick in die Historie, sei es der Genozid an der indigenen Bevölkerung, die Sklaverei, die Rassentrennung, systematischer Rassismus gegenüber Schwarzen und Latinos, etc., etc., etc. Die jüngere Geschichte der USA und die Entwicklung waren brutal und blutig. Im Kern kämpft die US Gesellschaft nach wie vor um die Definition dessen, was sie nun sind. Der Melting Pot mit Chancen für jeden oder eine primär europäisch weiße Gesellschaft. Dieser Kampf polarisiert die USA ins Extreme. Problem hierbei ist, dass die Republikaner hier durch das politische System im Vorteil sind und es momentan viel Skrupelloser Ausnutzen als es die Demokraten je getan haben mit dem primären Ziel alles Rückgängig zu machen was Obama erreicht hat und sicherstellen, dass sich sowas nicht wiederholt. Dieser kulturelle Riss geht quer durch die Familien - entweder blendet man Politik als Gesprächsthema aus oder redet überhaupt nicht mehr miteinander.
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Leonard Zelig
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Leonard Zelig »

vicsbier hat geschrieben:
5. Feb 2020, 09:46
Die Städte verfallen, die Zahl der englischsprachigen sinkt, die Gutverdiener schotten sich ab und die Masse leidet.
Aber die Politik von Trump verstärkt doch diesen negativen Trend.

Ich war 2008 und 2012 sehr zuversichtlich, dass Obama gewinnt. Von Anfang an. Bei Clinton konnte ich den Optimismus der Medien nie verstehen und hab mit einem knappen Sieg gerechnet. Aber dafür hat es dann doch nicht gereicht, auch wegen der geringeren Wahlbeteiligung.

2020 traue ich nur Bernie Sanders zu Trump zu schlagen. 70% der Amerikaner befürworten laut Umfragen "Medicare for all" und Sanders wird ebenfalls als Anti-Establishment-Kandidat und Feind der Mainstream-Medien wahrgenommen. Die Republikaner werden es mit einer "Rote-Socken-Kampagne" probieren, aber ich glaube die wird nicht verfangen. Gegen Biden könnte Trump wieder die "Die Politiker sind alle korrupt"-Schiene fahren.

Junge Amerikaner können sich anders als ihre Elterngeneration dank des Internets jederzeit mit Gleichaltrigen in Europa austauschen und dann schnell feststellen, dass man dort nach dem Studium keinen riesigen Schuldenberg hat und eine Krebserkrankung nicht dazu führt, dass man sein Eigenheim verkaufen muss. Das muss eine ziemlich frustrierende Erfahrung sein und dann fühlt man sich zurecht benachteiligt.
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Zoiglbier
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Zoiglbier »

@Rince81 @vicsbier Mega spannende Einblicke! Meist kennt man die USA nur aus Film und Serien in einer oft romantisierten Darstellung (hab ich zumindest den Eindruck). Doch wie es wirklich (auch in den Köpfen der Menschen) aussieht und wie solche Wahlentscheidungen zustande kommen ist für viele unerklärt. Ich höre oft in meinem Umfeld nur die Analogie, dass das doch alles Hinterwäldler und wie AFD-Wähler sein müssen um einen wie Trump zu wählen... Ein aber wohl sehr eindimensionales Argument.

vicsbier
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Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

Senat spricht Trump in Impeachment-Verfahren von allen Vorwürfen frei.
So, das war dann das Ergebnis von vier Jahren Politik der Demokraten. Wie weiter?

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Vinter
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Vinter »

Ziemlich merkwürdige Sichtweise, angesichts eines Mitch McConnell, seines Zeichens Majority Leader der Republikaner im Senat, der sich selbst stolz Grim Reaper nennt, weil er sämtliche vom House beschlossene Gesetzentwürfe schlicht ignoriert und niemals zur Abstimmung freigibt.

Eine derart destruktive Politik den Demokraten in die Schuhe zu schieben, ist da doch ein wenig fehl am Platz. Ebenso, wie es fehl am Platz ist, den Demokraten das scheitern eines völlig angebrachten Impeachments in die Schuhe zu schieben: Die Vorwürfe sind durch zahlreiche Zeugenaussage und Dokumente eindeutig belegt. Mitch McConnell hat in völliger Ignoranz seiner demokratischen Pflichten das Verfahren zu einer Farce verkommen lassen, in der weder Zeugen gehört noch Beweise vorgelegt werden. Die Schamlosigkeit der Republikaner ist nicht das Scheitern der Demokraten.

Übrigens, zu deinen "4 Jahren demokratischer Politik": Bis zu den Midterms in 2018 waren die Republikaner sowohl im Senat als auch im Haus in der Mehrheit - und haben trotzdem niemand es verhindern kann, so gut wie keine Gesetze verabschiedet. Es sind entsprechend keine "4 Jahre demokratische Politik", sondern knapp über ein Jahr, in dem die Demokraten die Mehrheit im House haben, also in einer der zwei Kammern des Parlaments, wie du ja weißt.

Und was jetzt kommt ist auch klar: Das House muss die Untersuchungen fortführen und bei den Wahlen am Ende des Jahres muss der Teil der Wähler in den USA, die nicht in einer Autokratie enden wollen, die Republikaner im hohen Boden aus House, Senat und Oval Office schmeißen.

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Osker
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Osker »

Ich weiß ja nicht.
Dieser Trump hat ganz schön Erfolge vorzuweisen. Ich denke mal eher er wird wiedergewählt, oder?
Er ist ja nen seltsamer Typ, aber das reicht wohl nicht aus um ihn zu canceln.
Hier von der Seitenlinie aus bekomme ich mit wie seit Jahren versucht wird ihm irgendwas anzuhängen.
Scheint auch nicht zu klappen.
Ich denke mal, so lange er seinen Job gut macht, hat er gute Chancen weiterhin Präsident zu bleiben.

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Taro
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Taro »

Osker hat geschrieben:
6. Feb 2020, 17:10
Ich weiß ja nicht.
Dieser Trump hat ganz schön Erfolge vorzuweisen. Ich denke mal eher er wird wiedergewählt, oder?
Er ist ja nen seltsamer Typ, aber das reicht wohl nicht aus um ihn zu canceln.
Hier von der Seitenlinie aus bekomme ich mit wie seit Jahren versucht wird ihm irgendwas anzuhängen.
Scheint auch nicht zu klappen.
Ich denke mal, so lange er seinen Job gut macht, hat er gute Chancen weiterhin Präsident zu bleiben.
Das war ein satirischer Post, oder?

Wenn du die Destablisierung des nahen Ostens durch ein Attentat von welchem ihm all seine höchsten Berater abgeraten haben und für dessen Notwendigkeit niemand einen Beleg liefern konnte als Erfolg oder "guten Job" wertest...
Oder den "Rückbau" von Obamacare,
oder alle verfügbaren Posten im obersten Gerichtshof mit seinen Ja-Sager-Kunpels zu besetzen,
oder eine Milliardärsfreundin zur Bildungsministerin zu ernennen die wahrscheinlich in ihrem ganzen Leben noch nicht eine Sekunde in einer öffentlichen Schule verbracht hat und bei mehreren Befragungen dazu wie sie das Bildungssystem voranbringen will nicht einen einzigen geraden Satz rausgebracht hat,
oder seine Hetze gegen sämtliche News Outlets die nicht Fox News heißen,
oder die Hetze gegen jeden der ihn öffentlich kritisiert.

Und was "die Versuche ihm irgendwas anzuhängen" angeht, hast du in den letzten 3 Wochen irgendwelche Nachrichten zu dem Thema verfolgt?
Der Impeachment-Prozess war, wie Vinter schon erwähnt hat, eine absolute Farce.

Die Leute Fragen immer, wer von den Demokraten den Job denn besser machen würde.
Die Antwort ist jeder.
Jeder würde einen besseren Job machen als dieser rassistsche, sexistische, korrupte Egomane an der Grenze zur geistigen Behinderung...

Würdest du jemanden als deinen Präsidenten haben wollen der seinen obersten Klima-Berater allen Ernstes fragt, ob man den sich gerade nähernden Hurricane stoppen kann, indem man eine Atombombe in sein Auge wirft?
Ja, das ist tatsächlich passiert.

Die einzige Möglichkeit wie Trump wiedergewählt werden kann ist, wenn die Wahlbeteiligung dieses Mal noch niedriger ist, als bei der letzten Wahl, was nicht passieren wird, oder wenn die Russen noch stärker in die Wahl eingreifen als beim letzten Mal und es diesmal schaffen es komplett zu vertuschen, was auch sehr unwahrscheinlich ist.

Rince81
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

Taro hat geschrieben:
6. Feb 2020, 17:53
oder alle verfügbaren Posten im obersten Gerichtshof mit seinen Ja-Sager-Kunpels zu besetzen,
oder eine Milliardärsfreundin zur Bildungsministerin zu ernennen die wahrscheinlich in ihrem ganzen Leben noch nicht eine Sekunde in einer öffentlichen Schule verbracht hat und bei mehreren Befragungen dazu wie sie das Bildungssystem voranbringen will nicht einen einzigen geraden Satz rausgebracht hat,
Du denkst falsch. :ugly:

Das füllen der Gerichte inklusive der Platzierung von zwei extrem Konservativen Richtern am Supreme Court ist ein riesiger Erfolg der Republikaner. Jeder dieser Richter ist auf Lebenszeit ernannt und kann praktisch nicht abberufen werden. Da zählt bei der Nominierung das junge Alter deutlich mehr als die Qualifikation. Das ist ein Erfolg, der die US-Gesellschaft auf Jahrzehnte prägen wird.

Ebenso DeVos. Die soll nicht das öffentliche Schulsystem der USA auf Vordermann bringen - die soll es beerdigen und das tut sie - zur Freude der Republikaner, die auch den Schulsektor privatisieren wollen.
Ich zitiere mal Trump aus der aktuellen State of the Union Rede:
“For too long, countless American children have been trapped in failing government schools.”
[...]
Now, I call on the Congress to give 1 million American children the same opportunity Janiyah has just received. Pass the Education Freedom Scholarships and Opportunity Act — because no parent should be forced to send their child to a failing government school.”
Die Republikaner wollen diese ersetzen durch Privatschulen, natürlich sehr gern auch religös und durch Charter Schools.
https://de.wikipedia.org/wiki/Charter_School

Das magst du furchtbar finden, ich tu es auch - aber aus Sicht der Republikaner sind das Erfolge.
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Taro
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Taro »

Rince81 hat geschrieben:
6. Feb 2020, 18:21
Das magst du furchtbar finden, ich tu es auch - aber aus Sicht der Republikaner sind das Erfolge.
Ja, klar ist das für die ein Erfolg, aber ich spreche ja nicht aus der Sicht der Republikaner sondern für die Leute die noch alle Tassen im Schrank haben. :D

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bluttrinker13
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Re: Präsident Trump

Beitrag von bluttrinker13 »

Taro hat geschrieben:
6. Feb 2020, 18:46
Ja, klar ist das für die ein Erfolg, aber ich spreche ja nicht aus der Sicht der Republikaner sondern für die Leute die noch alle Tassen im Schrank haben. :D
Ich stimme dir ja grundsätzlich zu, aber dann ist es eben so, dass eine Mehrheit der US-Amerikaner nicht alle Tassen im Schrank hat. Und inwiefern hilft uns das dann weiter, außer uns abzugrenzen? Ich denke, wir verstehen es einfach nicht, und können es auch nicht. Das Schlimme: die Demokraten und jene die sie wählen auch nicht. Und die sind ja diejenigen welche was ändern müssten, könnten, sollten.

Ich habe da nur 2 Jahre gelebt, aber finde meine Erfahrungen in dem was weiter oben so geschrieben wurde wieder. Mich hatte weder die Wahl von Trump überrascht (etliche meiner Kollegen dort schon), noch das der Typ sich eben nicht von allein erledigt, sondern fest im Sattel sitzen bleibt. Selbst jetzt scheinen viele noch zu denken, mit der nächsten Wahl hat's sich erledigt. Ich denke nicht, man wird sehr wahrscheinlich wieder schockiert sein, wie viele dann letztlich doch für ihn stimmen. Meines Erachtens bekommen die Amerikaner den Präsident den sie verdienen. Auch wenn das weder "rational" noch gut für die Umwelt oder unseren/deren Außenhandel ist. Der positive Effekt ist dass das meines Erachtens auch schon immer bestehende "america first" jetzt glockenhell auch von unserer Politik und Wirtschaft vernommen worden zu sein scheint, und damit gearbeitet wird.

Sry für die Einmischung. Just my two cents. Bottom line: Trump wie einen Zufallsfehler oder eine Naturkatastrophe zu behandeln ist meines Erachtens schon immer fragwürdig und unklug gewesen.

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Osker
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Osker »

Taro hat geschrieben:
6. Feb 2020, 17:53
Wenn du die Destablisierung des nahen Ostens durch ein Attentat von welchem ihm all seine höchsten Berater abgeraten haben und für dessen Notwendigkeit niemand einen Beleg liefern konnte als Erfolg oder "guten Job" wertest...
Ich sag es mal so, die Trump Regierung geht mit Gangster Regimen so um wie man mit Gangster Regimen eben umgeht. ;)
Taro hat geschrieben:
6. Feb 2020, 17:53
Oder den "Rückbau" von Obamacare,
Aus Gesundheitsökonomischer Sicht macht das sogar sehr viel Sinn.
Amerikanische Krankenversicherungen sind echte und ernstzunehmende Versicherungen. Man kriegt die Versicherungsleistungen für die man zahlt.
Für Leute, die keinen echten Arbeitgeber haben oder schlichtweg zu arm sind um sich eine Versicherung zu leisten gibt es staatliche Programme (MediCare und MediAid).

Völlig unabhängig davon werden selbstverständlich alle Leute behandelt, die eine Behandlung benötigen. Dass man als Arzt lieber Patienten behandelt die ihre Rechnungen bezahlen und leute ohne KV die Minimalbehandlung bekommen sollte einleuchten, die Miete und Arzthelfer wollen auch bezahlt werden.

Das Problem sind die Leute, die behandelt werden - man ist ja schießlich kein Barbar - aber keine Versicherung haben. Sie kriegen eine Rechnung über 500.000$, sind für den Rest ihres Lebens ruiniert, das Krankenhaus bleibt auf den Kosten sitzen, muss die Preise erhöhen, der State muss Steuern locker machen, keiner ist glücklich.

Jetzt hatte Obama die Versicherungen gezwungen eine staatlich beaufsichtigte und subventionierte Billiglösung für diese Leute (zu reich für MediAid/Care, zu arm für eine echte Versicherung - Selbständige, Niedrigqualifizierte, Unkaputtbare) anzubieten und die zwingt die Leute, sich da zu versichern.

Wenn du in das Raster für MedicAid/Care fällst übernimmt der Staat gewisse lebensnotwendige Behandlungen (Familieneinkommen 2 Erwachsene, 2 Kinder unter 30.000 Dollar, Alt, Schwangere, Behinderte).
Die Leute sind ja auch nicht die Zielgruppe für ObamaCare. Zielgruppe ObamaCare sind dann die Familien mit 35K$ Einkommen, die jetzt 5K$ für eine Versicherung zahlen dürfen, die erst ab 15K$ Arztkosten/Jahr anfängt zu zahlen.
Taro hat geschrieben:
6. Feb 2020, 17:53
Und was "die Versuche ihm irgendwas anzuhängen" angeht, hast du in den letzten 3 Wochen irgendwelche Nachrichten zu dem Thema verfolgt?
Der Impeachment-Prozess war, wie Vinter schon erwähnt hat, eine absolute Farce.
Habe tatsächlich keine News verfolgt, ich sehe immer nur wie was versucht wird und niemand schafft es - vielleicht ist er wirklich ein Fuchs.
Taro hat geschrieben:
6. Feb 2020, 17:53
Die Leute Fragen immer, wer von den Demokraten den Job denn besser machen würde.
Die Antwort ist jeder.
Jeder würde einen besseren Job machen als dieser rassistsche, sexistische, korrupte Egomane an der Grenze zur geistigen Behinderung...
:lol:
Taro hat geschrieben:
6. Feb 2020, 17:53
Würdest du jemanden als deinen Präsidenten haben wollen der seinen obersten Klima-Berater allen Ernstes fragt, ob man den sich gerade nähernden Hurricane stoppen kann, indem man eine Atombombe in sein Auge wirft?
Ja, das ist tatsächlich passiert.
Das Einzige was passiert ist ist eine News dazu, mehr nicht.
Habe eben mal gegoogelt, weil es mir zu dumm vorkam und siehe da - Onkel Trump sagte Fake News. Für mich sieht es auch so aus.
Irgendwer hat irgendwem erzählt, und dann noch anonym und ohne irgendwas.
Da könnte man auch behaupten, Trump wollte Hurrican stoppen indem er kleine mexikanische Mädchen hineinwirft.
Das ist doch alles Blödsinn. :lol:
Taro hat geschrieben:
6. Feb 2020, 17:53
Die einzige Möglichkeit wie Trump wiedergewählt werden kann ist, wenn die Wahlbeteiligung dieses Mal noch niedriger ist, als bei der letzten Wahl, was nicht passieren wird, oder wenn die Russen noch stärker in die Wahl eingreifen als beim letzten Mal und es diesmal schaffen es komplett zu vertuschen, was auch sehr unwahrscheinlich ist.
Kann schon sein.
Ich als ausgewiesener Nostradamus aber sage: Er wird wiedergewählt und haushoch Gewinnen.
Nicht weil ich ihn mag, sondern weil er abliefert.
Man hört es immer wieder, es geht den "Amis" gut. Die Wirtschaft floriert, die Leute stehen in Lohn und Brot und selbst den Afro Amerikanern geht es so gut wie seit Dekaden nicht mehr, denn viele haben Jobs und erwirtschaften sich Wohlstand.

Trump ist wirklich ein komischer Typ, keine Frage, aber hey - sind wir nicht alle ein bisschen Blu.... :ugly:

biaaas
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Re: Präsident Trump

Beitrag von biaaas »

Ich glaube nicht das Trump haushoch gewinnen wird, dafür ist das Land zu sehr gespalten. Wenn er gewinnt, was durchaus möglich ist, dann so "knapp" wie beim letzten mal.
Man darf nicht vergessen das Trump bei der letzten Wahl nicht wirklich mehr Stimmen bekommen hat als die republikanischen Kandidaten vor ihm. Er hatte ja nicht mal mehr Stimmen als Hillary.

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derFuchsi
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Re: Präsident Trump

Beitrag von derFuchsi »

Osker hat geschrieben:
7. Feb 2020, 10:04
Habe tatsächlich keine News verfolgt, ich sehe immer nur wie was versucht wird und niemand schafft es - vielleicht ist er wirklich ein Fuchs.
Ich möchte mit dieser Person nicht in Verbindung gebracht werden :naughty:
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Osker
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Osker »

derFuchsi hat geschrieben:
7. Feb 2020, 10:32
Osker hat geschrieben:
7. Feb 2020, 10:04
Habe tatsächlich keine News verfolgt, ich sehe immer nur wie was versucht wird und niemand schafft es - vielleicht ist er wirklich ein Fuchs.
Ich möchte mit dieser Person nicht in Verbindung gebracht werden :naughty:
Ahhh, sorry.
Wer will das schon :lol:

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Dicker
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Dicker »

Wie heißt es so schön: du bist ein Fuchs. Nicht so schlau, aber du riechst so :-P

vicsbier
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Re: Präsident Trump

Beitrag von vicsbier »

Osker hat geschrieben:
7. Feb 2020, 10:37
derFuchsi hat geschrieben:
7. Feb 2020, 10:32
Osker hat geschrieben:
7. Feb 2020, 10:04
Habe tatsächlich keine News verfolgt, ich sehe immer nur wie was versucht wird und niemand schafft es - vielleicht ist er wirklich ein Fuchs.
Ich möchte mit dieser Person nicht in Verbindung gebracht werden :naughty:
Ahhh, sorry.
Wer will das schon :lol:
*meld*
Trump ist ein Macher, der erfrischend wenig auf die Konventionen des Politikbetriebes gibt. Das ist vielleicht auch mal nötig. Wenn ich mir gerade Thüringen ansehe und diese ganze Verlogenheit in der Debatte... Glaubt wer, dass Ramelow die Wahl nicht angenommen hätte, hätte die AfD ihn gewählt? Das glaube selbst ich als Altlinker nicht, aber bei einem gewählten FDPler ist das natürlich sofort unanständig. Ich glaube, der einzige Weg aus diesem Desaster der Blockbildung ist die Wahl eines liberalen Kandidaten, und dafür ist nur die kleinste und liberalste Partei als Vermittler denkbar, die nicht die Begriffe "Nazis" für eine Partei aus 90% CDUlern mit 23% Wählerzustimmung verwendet. Aber der FDP-MP bekam sofort Morddrohungen aus dem linken Spektrum, seine Familie (sechs Kinder!) muss nun mit Personenschutz geschützt werden und daraufhin er verliert gerade die Lust auf den Job. Das gab es doch bislang nur aus Weimar. Dazu kommt dann der Druck aus Berlin: Alle Parteien hauen auf einen gewählten MP ein, der in freier und geheimer Wahl gewählt wurde. Wo gab es das bislang? Merkel will den Fehler korrigiert sehen, Söder spricht von einem großen Missgeschick: Die beiden sprechen von freien und geheimen Wahlen als Fehler und Missgeschick?? Ein wahrlich schwarzer Tag für die Demokratie.

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Taro
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Taro »

Osker hat geschrieben:
7. Feb 2020, 10:04
Ich sag es mal so, die Trump Regierung geht mit Gangster Regimen so um wie man mit Gangster Regimen eben umgeht. ;)

Das Problem sind die Leute, die behandelt werden......Sie kriegen eine Rechnung über 500.000$, sind für den Rest ihres Lebens ruiniert, das Krankenhaus bleibt auf den Kosten sitzen, muss die Preise erhöhen, der State muss Steuern locker machen, keiner ist glücklich.

ich sehe immer nur wie was versucht wird und niemand schafft es

siehe da - Onkel Trump sagte Fake News.
Ich als ausgewiesener Nostradamus aber sage: Er wird wiedergewählt und haushoch Gewinnen.
Nicht weil ich ihn mag, sondern weil er abliefert.
OK, da kann ich mich ja genau so gut mit einem Flacherdler unterhalten.

Rince81
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Re: Präsident Trump

Beitrag von Rince81 »

vicsbier hat geschrieben:
7. Feb 2020, 13:13
Glaubt wer, dass Ramelow die Wahl nicht angenommen hätte, hätte die AfD ihn gewählt? Das glaube selbst ich als Altlinker nicht, aber bei einem gewählten FDPler ist das natürlich sofort unanständig.
Altlinke müssen irgendwie oft aufpassen, da sie gedanklich gelegentlich bei den Neurechten landen.

Das Argument kommt aus den "konservativen" Kreisen gerade gebetsmühlenartig, ist aber Quatsch. Wenn die AfD im Dritten Wahlgang geschlossen für Ramelow gestimmt hätte wäre das egal gewesen. Ramelow hätte nämlich die Stimmen der AfD nicht gebraucht, weil Linkspartei, Grüne und SPD auch so auf mehr Stimmen als FDP und CDU gehabt hätte. Das ist der entscheidende Unterschied. Kemmerich konnte NUR durch die AfD Stimmen gewählt werden.
Keine Zusammenarbeit mit AfD bzw. früher NPD in den Parlamenten bedeutet nicht, Gesetzesvorhaben nicht einzubringen, wenn AfD oder NPD schon vorab signalisieren mit Ja zu stimmen, sondern keine Gesetzvorhaben einzubringen, die zwingend die Stimmen von AfD oder NPD benötigen.
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