Anschlag in Christchurch

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Eprom
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Eprom » 6. Apr 2019, 01:52

Felidae hat geschrieben:
5. Apr 2019, 20:12

Also ich habe hier nicht das Gefühl, dass die Gefahr, die von der AfD ausgeht, erkannt wird:
Ich denke wir alle wissen das die AfD eine rechtsextreme Partei ist. Was gäbe es dazu noch zu sagen, was nicht schon längst bekannt wäre?
Die Angst besteht meiner Meinung nach bei Leuten wie Dir wohl eher darin, das sie fürchten die Mehrheit der Bevölkerung könnte sich abwenden von Demokratie, einer toleranten Gesellschaft bzw. der EU, aufgrund der Hetze von Rechtsextremen.
Damit wäre das Problem gar nicht die AfD sondern die leicht verführbaren Massen.

Auf einer Art gleichen sich damit meinem Befinden nach, rechte & linke Rhetorik vom Untergang der Gesellschaft. Damit möchte ich nicht sagen, das ich unpolitisch oder unideologisch wäre - nur ich verweigere mich plumpere Polarisierung, vor allem weil es das ist was der Attentäter angestrebt hat.

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Vinter
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Vinter » 6. Apr 2019, 02:21

Nur das Antifaschismus und der Kampf gegen Rechts nichts exklusiv Linkes ist, sondern eine Selbstverständlichkeit ist im gesamten demokratischen Spektrum. Das Grundgesetz ist explizit antifaschistisch. Damit muss jeder, der auf dem Boden des Grundgesetzes stehen möchte, antifaschistisch sein - das hat nichts mit "links" zu tun.

Das ist das gleiche false dilemma, wie die Rechtsextremismus-vs-Islamismus-Front vorhin. Diese Fronten existieren nicht. Sie werden nur gerne herbeigetredet, auch wieder von Rechtsextremisten, weil es ihnen nützt. Deswegen bauen sie ja Feindbilder auf: Um sagen zu können, wer nicht für uns ist, ist für Islamismus, oder Linksextremismus, oder Umvolkung, oder...

Wenn man sich auf dieses Narrativ einlässt, fällt man auf die herein.

Eprom
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Eprom » 6. Apr 2019, 02:37

Vinter hat geschrieben:
6. Apr 2019, 02:21
Das ist das gleiche false dilemma, wie die Rechtsextremismus-vs-Islamismus-Front vorhin. Diese Fronten existieren nicht. Sie werden nur gerne herbeigetredet, auch wieder von Rechtsextremisten, weil es ihnen nützt. Deswegen bauen sie ja Feindbilder auf: Um sagen zu können, wer nicht für uns ist, ist für Islamismus, oder Linksextremismus, oder Umvolkung, oder...

Wenn man sich auf dieses Narrativ einlässt, fällt man auf die herein.
Hab ich auch nicht. Bitte lesen was ich schreibe und auf reflexhafte Unterstellungen verzichten. Ich lasse mich nicht gern in die Nähe von Rechtsextremen schieben.
Eprom hat geschrieben:
18. Mär 2019, 14:01
Das Rechte & Islamisten eher zu Antisemitismus neigen sollte klar sein. Rechts könnte man beide Gruppen im politischen Spektrum ansiedeln, aufgrund ihrer reaktionären Ausrichtung.
Oder was meinst Du denn, wo ich ein falsches Dilemma aufmache?

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NobodyJPH
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von NobodyJPH » 6. Apr 2019, 08:29

Moderationshinweis: Bleibt bitte ab jetzt beim Thema "Anschlag von Christchurch" und spart euch die Nebenkriegsschauplätze inkl. Whataboutism und Relativierungsdiskussionen, sonst ist hier zu und ihr habt erstmal Sendepause. Zum Thema respektvoller Umgang in Diskussionen hat Jochen ja bereits einen Hinweis gegeben.

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Schlagerfreund
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Schlagerfreund » 6. Aug 2019, 15:14

Denke die off-topic Diskussion aus dem Tread zur Hakenkreuz Debatte ist hier doch besser aufgehoben.


Zum Punkt Waffen in den USA.

Auf jeweils 100 Personen bezogen, besitzen in den USA unverhältnismäßig viele Zivilisten (legale) Waffen.
Bild
Ebenfalls geht man davon aus das ca 46% aller (legalen) Waffen die von Zivilisten geführt werden in den USA geführt werden.
Ca 30% der Volljährigen in den USA besitzen eine Waffe.
Ca 40% der Bevölkerung lebt in einem Haushalt in dem es mindestens eine Waffe gibt.
Quelle: https://www.euronews.com/2019/08/05/whi ... most-guns-

Ansonsten wurde auch das Statement gemacht:
im Übrigen wird Gewalt gegen Schwarze in erster Linie durch Schwarze begangen.
Was in zweierlei Hinsicht Unsinn ist. A widerlegt es ja die Verschwörungstheorie es farbige würden einen Krieg gegen Weiße führen. B ist es ein klarer Fall von ich benutze eine Aussage die erstmal statistisch richtig ist, aber wenn man genauer hinguckt dann doch so nicht stimmt. Letztendlich ist es nämlich so (und sollte keine Überraschung sein) das Teile der Bevölkerung die in Armut leben, eher zu Kriminalität neigen als Teile die nicht in Armut leben. Solche Leute erwähnen dann auch sehr gerne nicht das z.B. ca 75% der "Hate Crimes" in den USA von Weißen begangen werden.

Das ist dann wieder das übliche Fake News Konstrukt aus der rechten Ecke und in den USA auch ein Problem des Selection Bias.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Schlagerfreund » 6. Aug 2019, 15:49

bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:45
Leonard Zelig hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:39
bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 14:21
Wir Europäer stehen den USA i. S. Gewalt im Nichts nach und es gibt auf diesem Planeten keinen Ort ohne Gewalt, das ist nichts speziell "Weißes". Das wir Menschen uns die Köpfe einschlagen gehört nunmal zu unserem Naturell....im Übrigen wird Gewalt gegen Schwarze in erster Linie durch Schwarze begangen.
Nun ja :ugly: :
https://twitter.com/keithedwards/status ... 2838742016

Das mit dem Köpfe einschlagen legt sich eigentlich nach der Kindheit. Konflikte werden in unserer Gesellschaft anders gelöst. Wenn Du dem Kollegen eine runterhaust, bist du ganz schnell Kunde bei der Arbeitsagentur.

Schwarze wurden in den USA seit Beginn an diskriminiert und ausgebeutet. Früher als Sklaven, heute als Gefängnisinsassen weil Sklaverei verboten ist. 25% aller Gefängnisinsassen auf der Welt sitzen in einem amerikanischen Gefängnis, obwohl nur 4% aller Menschen auf der Welt Amerikaner sind.
ach weißt du, wenn da schon einer bei Twitter sagt, dass man nur den Senat "blue flippen" muss damit alles besser wird.....am Ende wollen doch alle nur das Thema zu ihren Gunsten ausschlachten.
Gegen Massenmord gibt es keine sinnvolle neutrale Haltung. "Zu Gunsten" der Gesellschaft ist hier notwendig. Ich bin immer wieder erschreckt, wenn Leute so tun als wäre jegliche politische Haltung schlecht. Wenn wir das nicht hätten, dann würden wir uns wahrscheinlich noch in Höhlen leben und uns den Kopf mit Knüppeln einschlagen.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von bimbes1984 » 6. Aug 2019, 15:52

Schlagerfreund hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:49
bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:45
Leonard Zelig hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:39


Nun ja :ugly: :
https://twitter.com/keithedwards/status ... 2838742016

Das mit dem Köpfe einschlagen legt sich eigentlich nach der Kindheit. Konflikte werden in unserer Gesellschaft anders gelöst. Wenn Du dem Kollegen eine runterhaust, bist du ganz schnell Kunde bei der Arbeitsagentur.

Schwarze wurden in den USA seit Beginn an diskriminiert und ausgebeutet. Früher als Sklaven, heute als Gefängnisinsassen weil Sklaverei verboten ist. 25% aller Gefängnisinsassen auf der Welt sitzen in einem amerikanischen Gefängnis, obwohl nur 4% aller Menschen auf der Welt Amerikaner sind.
ach weißt du, wenn da schon einer bei Twitter sagt, dass man nur den Senat "blue flippen" muss damit alles besser wird.....am Ende wollen doch alle nur das Thema zu ihren Gunsten ausschlachten.
Gegen Massenmord gibt es keine sinnvolle neutrale Haltung. "Zu Gunsten" der Gesellschaft ist hier notwendig. Ich bin immer wieder erschreckt, wenn Leute so tun als wäre jegliche politische Haltung schlecht. Wenn wir das nicht hätten, dann würden wir uns wahrscheinlich noch in Höhlen leben und uns den Kopf mit Knüppeln einschlagen.
nun hatten die Deomkraten lange und häufig genug die Chance schärfere Waffengesetze zu fordern und passiert ist am Ende auch nichts...man macht es sich ein wenig zu einfach wenn man Rep = böse und Dem = gut sieht.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Schlagerfreund » 6. Aug 2019, 15:54

bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:52
Schlagerfreund hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:49
bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:45


ach weißt du, wenn da schon einer bei Twitter sagt, dass man nur den Senat "blue flippen" muss damit alles besser wird.....am Ende wollen doch alle nur das Thema zu ihren Gunsten ausschlachten.
Gegen Massenmord gibt es keine sinnvolle neutrale Haltung. "Zu Gunsten" der Gesellschaft ist hier notwendig. Ich bin immer wieder erschreckt, wenn Leute so tun als wäre jegliche politische Haltung schlecht. Wenn wir das nicht hätten, dann würden wir uns wahrscheinlich noch in Höhlen leben und uns den Kopf mit Knüppeln einschlagen.
nun hatten die Deomkraten lange und häufig genug die Chance schärfere Waffengesetze zu fordern und passiert ist am Ende auch nichts...man macht es sich ein wenig zu einfach wenn man Rep = böse und Dem = gut sieht.
So einfach ist es mit Sicherheit nicht. das darf aber kein Grund sein Bemühen zur Veränderungen die für die Gesellschaft gut wären zu verdammen. Besonders nicht wenn sie auf legale Weise geschehen und in ein demokratisches Grundgerüst eingebettet sind.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von bimbes1984 » 6. Aug 2019, 15:59

Schlagerfreund hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:54
bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:52
Schlagerfreund hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:49


Gegen Massenmord gibt es keine sinnvolle neutrale Haltung. "Zu Gunsten" der Gesellschaft ist hier notwendig. Ich bin immer wieder erschreckt, wenn Leute so tun als wäre jegliche politische Haltung schlecht. Wenn wir das nicht hätten, dann würden wir uns wahrscheinlich noch in Höhlen leben und uns den Kopf mit Knüppeln einschlagen.
nun hatten die Deomkraten lange und häufig genug die Chance schärfere Waffengesetze zu fordern und passiert ist am Ende auch nichts...man macht es sich ein wenig zu einfach wenn man Rep = böse und Dem = gut sieht.
So einfach ist es mit Sicherheit nicht. das darf aber kein Grund sein Bemühen zur Veränderungen die für die Gesellschaft gut wären zu verdammen. Besonders nicht wenn sie auf legale Weise geschehen und in ein demokratisches Grundgerüst eingebettet sind.
was aber "gut" und was "schlecht" ist, muss durch einen demokratischen Prozess definiert werden und diesen durchlaufen die USA gerade.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Schlagerfreund » 6. Aug 2019, 16:03

bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:59
Schlagerfreund hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:54
bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:52


nun hatten die Deomkraten lange und häufig genug die Chance schärfere Waffengesetze zu fordern und passiert ist am Ende auch nichts...man macht es sich ein wenig zu einfach wenn man Rep = böse und Dem = gut sieht.
So einfach ist es mit Sicherheit nicht. das darf aber kein Grund sein Bemühen zur Veränderungen die für die Gesellschaft gut wären zu verdammen. Besonders nicht wenn sie auf legale Weise geschehen und in ein demokratisches Grundgerüst eingebettet sind.
was aber "gut" und was "schlecht" ist, muss durch einen demokratischen Prozess definiert werden und diesen durchlaufen die USA gerade.
Das tut aber auch die Verfassung. Bei uns würde es das Grundgesetz tun. Es ist absolut legitim zu sagen das wer Gesetz X sehen will, der sollte Partei Y wählen. So funktioniert sehr vereinfacht Demokratie mit einem Parteien-System. Es ist auch richtig in der Aussage. Wer bessere Waffengesetze in den USA will, der sollte aktuell nicht die Republikaner wählen, sondern in dem Falle Demokraten. Frage mich wie gesagt warum hier Grundsätze der Demokratie als kritisch gesehen werden. Als ein Youtuber mit Blauen Haaren gesagt hat, dass man doch bitte nicht die CDU wählen sollte und er auch begründet hat warum. Da fanden das auch hier die meisten wohl eher gut.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von bimbes1984 » 6. Aug 2019, 16:14

Schlagerfreund hat geschrieben:
6. Aug 2019, 16:03
bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:59
Schlagerfreund hat geschrieben:
6. Aug 2019, 15:54


So einfach ist es mit Sicherheit nicht. das darf aber kein Grund sein Bemühen zur Veränderungen die für die Gesellschaft gut wären zu verdammen. Besonders nicht wenn sie auf legale Weise geschehen und in ein demokratisches Grundgerüst eingebettet sind.
was aber "gut" und was "schlecht" ist, muss durch einen demokratischen Prozess definiert werden und diesen durchlaufen die USA gerade.
Das tut aber auch die Verfassung. Bei uns würde es das Grundgesetz tun. Es ist absolut legitim zu sagen das wer Gesetz X sehen will, der sollte Partei Y wählen. So funktioniert sehr vereinfacht Demokratie mit einem Parteien-System. Es ist auch richtig in der Aussage. Wer bessere Waffengesetze in den USA will, der sollte aktuell nicht die Republikaner wählen, sondern in dem Falle Demokraten. Frage mich wie gesagt warum hier Grundsätze der Demokratie als kritisch gesehen werden. Als ein Youtuber mit Blauen Haaren gesagt hat, dass man doch bitte nicht die CDU wählen sollte und er auch begründet hat warum. Da fanden das auch hier die meisten wohl eher gut.
ich sehe nicht wo du herausliest, dass Grundsätze der Demokratie als kritisch angesehen werden....ganz im Gegenteil, das Thema Waffengesetze ist derzeit das Topthema in den USA (wie immer nach so einem Anschlag), man wird halt sehen, wie es sich auf die kommende Wahl 2020 auswirken wird...ich prophezeie mal, dass die Dems sich mit dem Thema keinen Gefallen tun werden ;) .... es mag für uns ja befemdlich sein, aber die Amerikaner wollen nunmal ihre Waffen im Haushalt haben.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Schlagerfreund » 6. Aug 2019, 16:25

Du hast dich darüber mokiert, dass ein Mitglied der New York City Council eine Liste auf Twitter veröffentlicht hat in der gelistet worden ist, in wie vielen Ländern es wie viele "Mass Shootings" gegeben hat. Das hast du dann mit folgendem Kommentar kritisiert:
ach weißt du, wenn da schon einer bei Twitter sagt, dass man nur den Senat "blue flippen" muss damit alles besser wird.....am Ende wollen doch alle nur das Thema zu ihren Gunsten ausschlachten.
Zunächst einmal ändert das am Wahrheitsgehalt dieser Liste nichts.
Du unterstellst ebenfalls das die Person hier unehrlich argumentiert und ja "das nur zu ihren" Gunsten ausschlachten würde.

Das halte ich für falsch. Ich halte es auch nicht sinnvoll über diesen Aspekt weiter zu reden, weil er vom eigentlichem Thema ablenkt. Das ist dann ob wissentlich oder unwissentlich wieder schön in die Richtung Whataboutism. Letztendlich reden wir dann nämlich nicht mehr über das eigentliche Problem, sondern über ganz andere Dinge. Das ist besonders schlecht, wenn es dann in un begründete Debatten geht wie "zu ihren Gunsten".

Eine friedlichere USA ist übrigens nicht nur für die USA gut, sondern auch für den Rest der Welt. Ansonsten kann man das auch unter den Aspekten sehen die auch für uns hier relevant sind. In anderen Bereichen wird ja ebenfalls gerne mal eine Nebelkerze gezündet um von eigener Verantwortung abzulenken.

Übrigens sind 60-70% der Amerikaner (Die Mehrheit) für striktere Regelungen was den Besitz von Waffen angeht. Von daher ist die Aussage das "die Amerikaner" ihre Waffen im Haushalt haben wollten sachlich falsch. Richtig ist das 30-40% das tun. Geht man da weiter in die Statistiken dann ist der Großteil der Befürworter, weiß, männlich und zwischen 18-29 Jahren und lebt eher auf dem Land.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von bimbes1984 » 6. Aug 2019, 16:32

Schlagerfreund hat geschrieben:
6. Aug 2019, 16:25
Du hast dich darüber mokiert, dass ein Mitglied der New York City Council eine Liste auf Twitter veröffentlicht hat in der gelistet worden ist, in wie vielen Ländern es wie viele "Mass Shootings" gegeben hat. Das hast du dann mit folgendem Kommentar kritisiert:
ach weißt du, wenn da schon einer bei Twitter sagt, dass man nur den Senat "blue flippen" muss damit alles besser wird.....am Ende wollen doch alle nur das Thema zu ihren Gunsten ausschlachten.
Zunächst einmal ändert das am Wahrheitsgehalt dieser Liste nichts.
Du unterstellst ebenfalls das die Person hier unehrlich argumentiert und ja "das nur zu ihren" Gunsten ausschlachten würde.

Das halte ich für falsch. Ich halte es auch nicht sinnvoll über diesen Aspekt weiter zu reden, weil er vom eigentlichem Thema ablenkt. Das ist dann ob wissentlich oder unwissentlich wieder schön in die Richtung Whataboutism. Letztendlich reden wir dann nämlich nicht mehr über das eigentliche Problem, sondern über ganz andere Dinge. Das ist besonders schlecht, wenn es dann in un begründete Debatten geht wie "zu ihren Gunsten".

Eine friedlichere USA ist übrigens nicht nur für die USA gut, sondern auch für den Rest der Welt. Ansonsten kann man das auch unter den Aspekten sehen die auch für uns hier relevant sind. In anderen Bereichen wird ja ebenfalls gerne mal eine Nebelkerze gezündet um von eigener Verantwortung abzulenken.

Übrigens sind 60-70% der Amerikaner (Die Mehrheit) für striktere Regelungen was den Besitz von Waffen angeht. Von daher ist die Aussage das "die Amerikaner" ihre Waffen im Haushalt haben wollten sachlich falsch. Richtig ist das 30-40% das tun. Geht man da weiter in die Statistiken dann ist der Großteil der Befürworter, weiß, männlich und zwischen 18-29 Jahren und lebt eher auf dem Land.
wenn 60-70% der Amis striktere Waffengesetze will, dann werden die Dems ja 2020 einen erdrutschartigen Sieg einfahren und das Thema sollte sich ja spätestens dann erledigt haben.

Es ist auch nicht verwerflich gegen schärfere Waffengesetze zu sein, selbst als böser weißer Mann auf dem Land.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Schlagerfreund » 6. Aug 2019, 16:34

So funktioniert leider die Politik in den USA nicht. Aber ich werde dieses Argument auch nicht weiter verfolgen, weil hier nicht sinnvoll.

Halten wir nach wie vor Fest das es in den USA ein Problem mit Waffen gibt und dies ist empirisch belegt.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Stuttgarter » 6. Aug 2019, 17:04

A) sollte man sich vielleicht mal gründlich mit dem US-amerikanischen Wahlsystem vertraut machen, bevor man so naive Aussagen loswird - Trump ist immerhin schon der zweite Präsident innerhalb von 20 Jahren, der gewählt wurde, obwohl er weniger Wählerstimmen bekommen hat als der/die jeweilige Gegenkandidat/in.

B) finde ich dieses "die Mehrheit, die Mehrheit, die Mehrheit" furchtbar. Es stimmt, dass in einer (parlamentarischen) Demokratie die Mehrheit der Wählenden in der Regel entscheidet, wer regiert (nicht mal DAS ist in Stein gemeiselt, Stichwort Minderheitenregierung). Aber es ist ein absoluter Irrglaube, dass die Mehrheit automatisch recht hat - bzw. gemacht werden soll, was eine Mehrheit will. In der Demokratie gibt es ganz ausdrücklich sowas wie "Minderheitenschutz" - allein dadurch sollte klar werden, dass eben nicht immer die Mehrheit ihren Willen bekommt. Es entscheiden eben nicht drei Wölfe und ein Schaf über den Speiseplan. Die "Mehrheit" kann aber auch bei anderen Fragen ganz einfach falsch liegen. Und es ist die gottverdammte Pflicht der Politik(er*innen), das richtige und vernünftige zu tun. Nicht das, was die Mehrheit will. Dieses ständige Schielen nach der Mehrheit führt nämlich letztlich zu sowas wie mittlweile 14 Jahre Stillstand durch Merkel. Weil sich niemand (die SPD ja genausowenig) traut, die wirklichen Probleme anzugehen, weil dabei ja unpopuläre Maßnahmen getroffen werden müssten.

bimbes1984

Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von bimbes1984 » 6. Aug 2019, 17:17

Stuttgarter hat geschrieben:
6. Aug 2019, 17:04
A) sollte man sich vielleicht mal gründlich mit dem US-amerikanischen Wahlsystem vertraut machen, bevor man so naive Aussagen loswird - Trump ist immerhin schon der zweite Präsident innerhalb von 20 Jahren, der gewählt wurde, obwohl er weniger Wählerstimmen bekommen hat als der/die jeweilige Gegenkandidat/in.

B) finde ich dieses "die Mehrheit, die Mehrheit, die Mehrheit" furchtbar. Es stimmt, dass in einer (parlamentarischen) Demokratie die Mehrheit der Wählenden in der Regel entscheidet, wer regiert (nicht mal DAS ist in Stein gemeiselt, Stichwort Minderheitenregierung). Aber es ist ein absoluter Irrglaube, dass die Mehrheit automatisch recht hat - bzw. gemacht werden soll, was eine Mehrheit will. In der Demokratie gibt es ganz ausdrücklich sowas wie "Minderheitenschutz" - allein dadurch sollte klar werden, dass eben nicht immer die Mehrheit ihren Willen bekommt. Es entscheiden eben nicht drei Wölfe und ein Schaf über den Speiseplan. Die "Mehrheit" kann aber auch bei anderen Fragen ganz einfach falsch liegen. Und es ist die gottverdammte Pflicht der Politik(er*innen), das richtige und vernünftige zu tun. Nicht das, was die Mehrheit will. Dieses ständige Schielen nach der Mehrheit führt nämlich letztlich zu sowas wie mittlweile 14 Jahre Stillstand durch Merkel. Weil sich niemand (die SPD ja genausowenig) traut, die wirklichen Probleme anzugehen, weil dabei ja unpopuläre Maßnahmen getroffen werden müssten.
1. bevor du mich naiv nennst empfehle ich dir dich mal mit der Geschichte der USA auseinanderzusetzen, dann verstehst du auch wieso es zu diesem Wahlsystem kam...kleiner Tipp: hat mit dem US vor dem A was zu tun.

2. das ist Demokratie und das ist auch gut so, die Mehrheit entscheidet.

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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Stuttgarter » 6. Aug 2019, 17:19

bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 17:17

1. bevor du mich naiv nennst empfehle ich dir dich mal mit der Geschichte der USA auseinanderzusetzen, dann verstehst du auch wieso es zu diesem Wahlsystem kam...kleiner Tipp: hat mit dem US vor dem A was zu tun.

2. das ist Demokratie und das ist auch gut so, die Mehrheit entscheidet.
1.) Die Ursachen sind bekannt - tun aber nix zur Sache.

2.) Eben nicht. Das hab ich grad versucht, Dir zu erklären.

bimbes1984

Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von bimbes1984 » 6. Aug 2019, 17:23

Stuttgarter hat geschrieben:
6. Aug 2019, 17:19
bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 17:17

1. bevor du mich naiv nennst empfehle ich dir dich mal mit der Geschichte der USA auseinanderzusetzen, dann verstehst du auch wieso es zu diesem Wahlsystem kam...kleiner Tipp: hat mit dem US vor dem A was zu tun.

2. das ist Demokratie und das ist auch gut so, die Mehrheit entscheidet.
1.) Die Ursachen sind bekannt - tun aber nix zur Sache.

2.) Eben nicht. Das hab ich grad versucht, Dir zu erklären.
zu 1) schön das du es dir hier so einfach machst, ändert aber nichts an der Tatsache, dass das System mit Bedacht gewählt wurde.
zu 2) das regelt das Grundgesetz.

edit:
ich sehe gerade erst in welchem Fred ich poste und habe hier eigentlich eine Sperre....bin dann mal raus.

Stuttgarter
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Stuttgarter » 6. Aug 2019, 17:28

bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 17:23
zu 1) schön das du es dir hier so einfach machst, ändert aber nichts an der Tatsache, dass das System mit Bedacht gewählt wurde.
zu 2) das regelt das Grundgesetz.
1.) Junge, das war 1776 vielleicht mal vernünftig - aufgrund der Riesenentfernungen. Aber mittlerweile ist es einfach nur noch ein schlechter Witz. Und letztlich absolut antidemokratisch - da es jegliches Erstarken einer potentiellen dritten politischen Kraft von vornherein massiv torpediert. Nicht umsonst wird bei uns der Bundestag (als Gegenbeispiel) mit zwei Stimmen gewählt. "The winner takes it all" ist nunmal absolut undemokratisch.

2.) Das ist korrekt. Und das Grundgesetz denkt zum Glück ausdrücklich nicht in Kategorien wie "die Mehrheit hat recht".

Mrs
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Mrs » 6. Aug 2019, 19:20

Stuttgarter hat geschrieben:
6. Aug 2019, 17:28
bimbes1984 hat geschrieben:
6. Aug 2019, 17:23
zu 1) schön das du es dir hier so einfach machst, ändert aber nichts an der Tatsache, dass das System mit Bedacht gewählt wurde.
zu 2) das regelt das Grundgesetz.
1.) Junge, das war 1776 vielleicht mal vernünftig - aufgrund der Riesenentfernungen. Aber mittlerweile ist es einfach nur noch ein schlechter Witz. Und letztlich absolut antidemokratisch - da es jegliches Erstarken einer potentiellen dritten politischen Kraft von vornherein massiv torpediert. Nicht umsonst wird bei uns der Bundestag (als Gegenbeispiel) mit zwei Stimmen gewählt. "The winner takes it all" ist nunmal absolut undemokratisch.
Das Bundesverfassungsgericht ist anderer Meinung:

"Der Gesetzgeber kann den ihm von der Verfassung erteilten Auftrag zur Schaffung eines Wahlsystems, das diesen teils gegenläufigen Zielen genügt, nur erfüllen, wenn ihm ein weiter Gestaltungsspielraum zukommt. Dementsprechend steht es ihm grundsätzlich offen, ob er in Ausführung des Regelungsauftrags nach Art. 38 Abs. 3 GG das Verfahren der Wahl zum Deutschen Bundestag als Mehrheits- oder als Verhältniswahl ausgestaltet; unter dem Gesichtspunkt der repräsentativen Demokratie (Art. 20 Abs. 2 Satz 2, Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG) kommt keinem der beiden Wahlsysteme ein Vorrang zu (vgl. BVerfGE 95, 335 <352 f.>). Er kann auch beide Gestaltungen miteinander verbinden (vgl. BVerfGE 6, 84 <90>; 6, 104 <111>; 95, 335 <349 f.>; 120, 82 <103>; 121, 266 <296>), indem er einen Teil der Mitglieder des Deutschen Bundestages nach dem Mehrheits- und den anderen nach dem Verhältniswahlprinzip wählen lässt (Grabensystem), eine Erstreckung des Verhältniswahlprinzips auf die gesamte Sitzverteilung unter Vorbehalt angemessener Gewichtung der Direktmandate gestattet oder sich für eine andere Kombination entscheidet." (Urteil vom 25. Juli 201, Az. 2 BvF 3/11; 2 BvR 2670/11; 2 BvE 9/11, Rn. 56)

Aber was wissen die schon von Demokratie... ;)
Stuttgarter hat geschrieben:
6. Aug 2019, 17:28
2.) Das ist korrekt. Und das Grundgesetz denkt zum Glück ausdrücklich nicht in Kategorien wie "die Mehrheit hat recht".
Weil eine Kategorie wie "recht haben" bei politischen Fragen ohnehin unsinnig ist. Richtig ist: Die Mehrheit entscheidet. "Recht haben" ist schlicht keine demokratische Kategorie.

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