Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

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Agrargorn
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Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Agrargorn »

So muss mal als Forum n00b meinen Senf zum Podcast abgeben:

Ich bin ein bisschen Überrascht, wie einfach von Paul auch abgetan wird, dass Änderungen im Produkt nicht viel bringen würden. Ich glaube es würde viel erreichen, wenn EA einfach mal offener, ehrlicher und langfristiger seine Produkte vermarkten würde und den Core Gamer nicht wie Trottel behandelt. Am Beispiel Battlefield wäre das zum Beispiel mal nicht in der Presse "wir machen jetzt auch in E-Sport" rauszuposauenen aber dann Konsequent die Spielerschaft zu spalten durch seperate Mappacks im Spiel. Das ist dumm und macht wiederum unglaubwürdig. Sollen sie eben Skins verkaufen oder sonst etwas. Aber man kann doch keinen Multiplayershooter splitten durch Map DLCs, den Blödsinn macht Activision mit COD auch. Dazu kommt, dass sie ewig gebraucht haben mal halbwegs den Netcode in den Griff zu bekommen.

Auch würde es sicher helfen, wenn sie endlich mal aufhören würden ihre alten Titel zu töten und so zu tun als hätte es die nie gegeben. BF2 un 2142 wurde einfach mit Ende von Gamespy der Stecker gezogen, es wurde eine Mitteilung rausgegeben, es gibt "unüberwindbare technische Hürden" und Schluss. Das i-Tüpfelchen ist dann das Bf Reivive Projekt von Fans, die es wieder möglich machen die beiden Titel wieder im Multiplayer zu spielen.
Ich persönlich bin nicht bereit jemanden Geld zu geben, der nach ein paar Jahren sagt:"so jetzt aber genug gespielt, Schluss jetzt! Kauf den neuen Titel der Alte ist jetzt raus!". Wie Produktpflege richtig geht macht zum Beispiel Blizzad vor. Gleiches ist auch mit der Battlefront Marke passiert. Man tut einfach so als hätte es Star Wars: Battlefront I/II nicht gegeben, klöppelt ein paar maue Mechaniken zusammen, lässt vieles weg was die alten Teile ausgemacht haben und tritt obendrein noch den Star Wars Fans auf die Füße indem man Sturmtruppenskins ohne Helm anbietet, Stichwort "die jungen Spieler werdens schon kaufen". So etwas macht man einfach nicht. Witzig ist auch, momentan rollt so langsam Mass Effect Andromeda an, die Leute wünschen sich anscheinend endlich mal eine Complete Edition der Trilogie, bestenfalls mit Remaster des Ersten Teils, oder aller drei Teile. Da kommt dann auf einmal ein Herr Moore daher und meint das ginge einfach nicht, die Zukunft die Zukunft bla bla bla. Man will einfach nur keine Produktpflege an den alten Titeln vornehmen.

Und ich kann ja vestehen, dass man versucht immer neue Wege zu finden seine Einnahmen zu steigern, aber bei EA hat es immer den Eindruck, als wenn sie bei jedem Launch der letzten Jahre, besonders bei den ganz großen Titeln besonders viel Einsatz dabei zeigen, den Kunden ans Bein zu pinkeln.
Battlefield 3 brachte Origin und Premium. Battlefield 4 diese bescheuerten Booster für Echtgeld. Dead Space 3 war natürlich der erste Vollpreistitel mit Ingame Store. Mass Effect 3 hatte einen besonders verdächtigen Pre-Order DLC, der natürlich die ganzen DLC Vorurteile befeuert hat. Sim City war Simulationstechnisch ein reine Lüge und musste natürlich auch noch mit Marketing DLCs aufwarten wie dieser Mitsubishi promotion oder was es damals war.

Würden sie einfach nur einmal die Hälfte von dem Unterlassen, was ich da so aufgezählt habe und auf die Fans eingehen und sie nicht wie Schachköpfe behandeln, ich glaube EA stünde schon längst in einem anderen Licht.
Witzigerweise fahren sie allerdings mit der guten alten Kanzler Kohl Taktik sehr gut. Die Gamestar hat ja mittlerweile auch berichtet, dass der Laden wieder fahrt aufnimmt, aber objektiv betrachtet ist mir kein Umdenken aufgefallen, auf Probleme wird nur nicht mehr wirklich eingegangen und dumme Statements werden nur konsequenter von der der PR Abteilung unterbunden. Also man hört einfach nur in weniger geringen Abständen negatives von EA mehr aber auch nicht, das mag eventuell daran liegen, dass zumindest die Spiele länger gepolished werden und denen nicht die absoluten Beta Releases entschwinden, aber die restliche Unternehmensphilosophie ist die gleiche wie vor 5 Jahren.

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Andre Peschke
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Andre Peschke »

Verschoben, weil kein Feedback zur Folge, sondern inhaltliche Diskussion. :)

akill0816
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von akill0816 »

Ich denke schon, dass EA sich seinen Ruf zum großen Teil verdient hat. Ich denke zwar auch, dass die Vorwürfe auf viele große Pubblisher übertragbar sind aber EA hat in vielen Punkten einfach eine Vorreiterrolle eingenommen.

Beispiel Sportspiele:
EA war die erste Firma, die konsequent den Sammelkarten und Microtransaktionsirrsinn bei Sportspielen durchgesetzt hat. Das mag viele Spieler nicht stören. Mich stört es z.B. sehr stark. Ich habe mitlerweile bei Kauf eines beliebigen Sportspiels regelmäßig ein schlechtes Gewissen weil mir die damit unterstützte Geschäftspraxis einfach nicht zusagt. Microtransaktionen in solchen Umfängen wie sie dort angeboten werden, haben in einem Vollpreisspiel nichts verloren. Selbst wenn man die Microtransaktionen ignoriert, unterstützt man das Geschäftsgebahren und Ultimate Team war hierbei nunmal Vorreiter.
Außerdem setzt EA überall dort wo es geht auf Exklusivlizenzen, die sie sich teuer bezahlen lassen und die dazu führen, dass EA sich nicht mit anderen Mitbewerbern messen muss. Das gilt für Football und für Fussball und sorgt dafür, dass die Spielelandschaft in Bezug auf diese Sportarten immermehr verödet, da kaum ein Gegenspieler im Rahmen der Lizensierung mitbieten kann. Das ist wirtschaftlich sicher sinnvoll aber aus Spielersicht äußerst unschön.

Beispiel aufgekaufte Marken:
Zwar hat Andre aufgezeigt, dass EA sicher die Marken nicht bewusst zerstört. Die Mechanik ein Entwicklerteam aufzukaufen und von ihm dann zu erwarten ein Spiel mit weit höherer Zielgruppe zu entwickeln, ist aber aus Spielersicht problematisch, da dies dazu führt, dass Marken und Entwicklerstudios ihr Profil ändern. Ubisoft geht da z.B. mit ihrer Heroes of Might and Magic Marke anders um. Bei EA wird grundsätzlich groß gedacht und das schließt eine Weiterentwicklung bestimmter Spielemarken, die auf Respekt des Originals aufbauen, praktisch aus. Hinzu kommt, dass die großen Marken von EA praktisch alle auf Zukäufen von Marken und kompletten Entwicklerstudios beruhen. Activision hat CoD selbst großgezogen, Ubisoft hat Assansins Creed selbst entwickelt. EA hat eben etablierte Marken und Studios zugekauft. Das kombiniert mit der Tatsache, dass EA immer groß denkt, führt eben dazu, dass viele ehemals sehr positiv besetzte Marken ihr Image vollkommen geändert haben.
Zwar mag die Schuld im Einzelfall nicht vollständig bei EA liegen. Aber aus Spielersicht ist für mich der Zusammenhang schon gegeben, dass der Aufkauf einer Marke durch EA nicht positiv für die Spielereihe ist.
Allein dadurch dass EA eine sehr starke Tendenz zum Aufkauf erfolgreicher Studios hat, ist für den Spieler gegenüber anderen Publishern, die eher auf Eigenproduktionen setzen, nicht gut.
Aus Entwicklersicht ist es natürlich schön, plötztlich viel Geld zur Verfügung zu haben. Deshalb äußern sich die im damaligen Report genannten Entwickler auch nicht negativ. Aber aus Spielersicht muss man sich schon fragen, ob nicht die ein oder andere Marke sich in einem deutlich besseren Zustand befinden würde, wenn sie stattdessen organisch weiterentwickelt worden wäre und zwar anhand ihrer ursprünglichen Zielgruppe.

Die meiner Meinung nach effektivste Maßnahme zur Aufbesserung des EA-Rufs wäre es, wenn sich EA dazu durchringen würde, wenigstens ein Spiel pro Jahr mir mittlerem Budget zu entwickeln, welche von vorne herein nicht das Ziel verfolgt, möglichst hohe Gewinne zu erwirtschaften, sondern zu einem Spiel entwickelt zu werden, dass auf Kritiker und anspruchsvolle Spieler zugeschnitten ist. In der Filmindustrie ist es doch Standart, dass die großen Studios Filme drehen lassen, die eben gerade keinen Massenmarkt bedienen sondern für die kleine Gruppe der Filmfans entwickelt werden. Diese Filme räumen oft genug die Oscars ab und begeistern Filmfans ohne zu große Löcher in die Kassen der Studios zu reißen, wenn sie scheitern. Solche Möglichkeiten müssten im Spielebusiness auch genutzt werden und EA hat mehr als genug Marken auf die eine solche Strategie aufgesetzt werden könnte.
Der Ruf könnte durch solche Leuchtturmprojekte verbessert werden ohne dass EA an ihren kommerziell erfolgreichen Kernmarken etwas bedeutsames ändern müsste.

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derFuchsi
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von derFuchsi »

Ich spiele eigentlich keine Sportspiele wie FIFA, von daher war mir das neu. Ein Vollpreisspiel mit F2P Elementen zu verbinden ist ja eine geniales Konzept weil die Leute das anscheinend auch noch akzeptieren. Besser gehts ja fast nicht mehr aus finanztechnischer Sicht. Hut ab EA, wie sie Geld machen wissen sie schon...
Da kann einem der Ruf auch egal sein solange die Kohle stimmt.
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Dostoyesque
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Dostoyesque »

Ich versteh den ganzen Ärger mit den F2P Elementen in Vollpreisspielen oft nicht so ganz. Beispiel FIFA: Jahrelang hab ich mir FIFA Spiele zum Vollpreis gekauft mit den gängigen Spielmodi, die es eben so gab (Karriere, Turnier, Online). Jetzt verkauft EA nach wie vor dasselbe Spiel (sogar mit mehr Modi) zum Vollpreis *und* inkludiert eben noch ein F2P Spiel ins Hauptspiel. Ich betrachte dieses ganze FIFA Ultimate Kartendings als eigenes Spiel innerhalb vom Spiel und habs im Leben noch nicht angefasst. Für mich ist das nichts mehr als ein seperates F2P Spiel, das im Hauptspiel mit dabei ist, damit die Leute es auch ja bemerken. Konami hat z.B. seinen F2P Modus aus PES 2016 auch noch als eigenes Spiel auf Steam released. Mir persönlich fällts nciht schwer, das zu ignorieren. Kauf zwar auch schon länger nicht mehr *jedes* FIFA Spiel, bin eher der PES Spieler, aber so recht erschließen tut sich mir der Ärger einfach nicht.

Möcht EAs Geschäftspraktiken jetzt nicht alle schön reden (hab das Thema ja auch schon im Ubisoftthread diskutiert), aber mMn ist die Spielerschaft bzgl. EA auch sehr heuchlerisch. Einerseits wollens, dass EA sich was traut, belohnen das dann aber nicht mit Käufen, weil anscheinend nur noch 90er Wertungen Vollpreis wert sind. Ok, von mir aus, aber dann wirds halt schwer mit dem Decken der Entwicklungskosten solcher Projekte. Dann wollens z.B. jahrelang ein neues Mirror's Edge und nach Release heißts dann in den Kommentaren "Ich wart auf den Sale trololol". Ehrlich gesagt würde ich da an EAs Stelle auch den Stinkefinger zeigen und meine Hauptmarken pushen, wenn sich das finanziell eh so schön ausgeht. Bin da ganz bei Paul: Ich seh wenig Grund, warum EA irgendwas am Image tun sollte. Wenns 2-3 brauchbare Star Wars Spiele rausbringen erübrigt sich das mit dem schlechten Ruf ohnehin.
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Nachtfischer »

Dostoyesque hat geschrieben:Mir persönlich fällts nciht schwer, das zu ignorieren.
Nur weil man es ignorieren kann, heißt das ja nicht, dass es nicht zu kritisieren wäre. Gerade Ultimate Team ist halt genau eines dieser suchtinduzierenden Monstren, über die sich kürzlich Richard Garfield so erbost hat. Und als zusätzlichen Grillanzünder benutzen sie dann halt ihr Lizenzpaket. Das geht glaub ich schon vielen (dafür empfänglichen, wenn man so will "schwachen") Leuten sehr viel stärker an den Geldbeutel und ihre Lebenszeit als eigentlich gut für sie wäre - und zwar ganz bewusst und mit voller Absicht.

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Dostoyesque
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Dostoyesque »

Jo, in Sachen Suchtmechanismen ist da mMn aber auch keiner konsequent. In Diablo, Dota, MMOs (Blizzard/Valve) usw. ist es Spielprinzip, bei FIFA und EA regt sich die halbe Welt darüber auf. Mal ganz zu Schweigen davon, wie viel die Lebensmittelindustrie profitiert mit Hilfe dieser Methoden. Fehlt nur noch der ewige Vergleich zum Glücksspiel: Beim Lotto, Panini-/ Pokemon -/ und Magic the gathering Karten (und wie sie alle heißen) ist anscheinend alles in Ordnung, bei Videospielen ist die Aufregung dann auf einmal groß und es werden Kinder ausgebeutet. Der einzige echte Unterschied ist, dass es wahrscheinlich einfacher ist, etwas digital im FIFA Shop zu kaufen als irgendwo an der Kasse (wo man das entsprechende Bargeld braucht oder die Eltern es erlauben müssen). Aber auch da kann man die Eltern in die Verantwortung nehmen. Aufklärungsarbeit über etwaige Mechanismen ist auch Aufgabe der Eltern. Ich für meinen Teil hab durchaus um die Ohren bekommen, wenn meine Eltern erfahren haben, dass ich für Magic the Gathering Karten in der Schule nichts gegessen habe. Sie haben hier auch durchaus die Schuld bei mir gesucht und nicht nur bei den Konzernen, die diese Mechanismen ausnutzen. Auch als 10-jähriger trifft man gute und schlechte Entscheidungen. Das meiste Geld, das ich im Alter von 6-16 ausgegeben habe, hab ich verschwendet, so sind Kinder auch zu einem gewissen Grad nun Mal, sie wissens erst Mal nicht besser. Mit Hilfe meiner Eltern habe ich aus diesen Erfahrungen gelernt.

Von mir aus kann man diese Diskussion durchaus führen, aber dann sollte man auch so konsequent sein und das auch an anderer Stelle bemängeln. Was Suchtmechanismen angeht ist ein FIFA Ultimate Team geradezu trivial, imho. Allein schon aus spielmechanischer Seite ist es denkbar ungünstig, dass man "nur" 11 Spieler gleichzeitig einsetzen kann. Die Limitationen des Regelwerks des Fußballs machens vergleichsweise schwierig, hier so richtig effizient auszubeuten. Desweiteren ist FUT faktisch als Spielmodus tatsächlich (und buchstäblich) vermeidbar, was man von Suchtmechanismen in andere Spielen nicht sagen kann.
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akill0816
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von akill0816 »

Die Sache ist, dass ich als Käufer eines Vollpreisspiels erwarte, dass ich alle Inhalte ohne zusätzliche Kosten nutzen kann und dabei eine faire Chance habe wenn ich kein zusätzliches Geld investiere. Bei allen Mainstream-Sportspielen ist es aber so, dass der persistente Multiplayer hinter eine Paywall versteckt ist. Das ist bei Vollpreisprodukten einfach unverschämt, läuft aber so gut, dass es derzeit keine Alternative gibt.
Konami hatte ja seine Meisterliga Online, die ähnlich funktioniert wie ein UT Modus, zu Beginn ohne Microtransaktionen integriert. Nachdem man gesehen hat, welchen Erfolg EA mit seiner Abzockmasche hat, hat man sich dort auch nicht lange bitten lassen.
Bei Sportspielen die jährlich zum Vollpreis verkauft werden, erwarte ich auch, dass ich alles was den Entwicklern als dem Spielspass förderliches Element eingefallen ist, fair nutzen kann. Das ist beim UT-Modus der Sportspiele nicht der Fall.
Wenn man schon solche Abzockmodi einbaut, sollte man das Spiel auch umsonst anbieten. Eine Vermischung von F2P und Vollpreis finde ich eigentlich inakzeptabel. Nun hat aber die Offensive von EA dafür gesorgt, dass ich keine Chance mehr habe, Sportspiele zu erwerben, die einen gut ausgebauten MP-Modus, der mehr ist als nur ein Spiel nach dem nächsten zu absolvieren, zu erwerben, da EA als Bannbrecher agiert hat und die wenige Konkurenz, die es noch gibt nachgezogen hat.

Der Unterschied zu Sammelkartenspielen ist relativ klar: Sammelkartenspiele kosten nichts. Ich spiele sie aufgrund ihrer dreisten Mechanik nicht aber zumindestens sind sie umsonst. MMOs setzen meist auch entweder auf Microtransaktionen oder auf Vollpreisverkauf + Abo. Das ändert natürlich nichts an den suchterregenden Mechaniken, ist aber trotzdem verständlicher als der Verkauf zum Vollpreis mit zusätzlichen Microtransaktionen. EA hatte hier mit seiner Entscheidung einen extrem negativen Einfluss auf ein ganzes Genre. Ich weiß nicht, ob Konami und Take2 sich diesen Schritt getraut hätten, wenn EA nicht den Vorreiter gespielt hätte. Konamis abrutschen zum immer weniger um seinen Ruf bedachten Unternehmen ist ja eine eher neue Entwicklung.

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Malvitus
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Malvitus »

Agrargorn hat geschrieben:So muss mal als Forum n00b meinen Senf zum Podcast abgeben:

Dazu kommt, dass sie ewig gebraucht haben mal halbwegs den Netcode in den Griff zu bekommen.
EA war nicht für den Netcode verantwortlich, DICE war für den Netcode verantwortlich.


Agrargorn hat geschrieben:Auch würde es sicher helfen, wenn sie endlich mal aufhören würden ihre alten Titel zu töten und so zu tun als hätte es die nie gegeben. BF2 un 2142 wurde einfach mit Ende von Gamespy der Stecker gezogen, es wurde eine Mitteilung rausgegeben, es gibt "unüberwindbare technische Hürden" und Schluss. Das i-Tüpfelchen ist dann das Bf Reivive Projekt von Fans, die es wieder möglich machen die beiden Titel wieder im Multiplayer zu spielen.


Technische Hürden waren sicherlich nicht der Grund. Es hat finanziell einfach kein Sinn mehr gemacht. Ich kann ihnen da ganz erhlich auch keinen Vorwurf machen. Immerhin hätten sie ein neues Backend aufsetzen müssen und die Server bezahlen und Entwickler arbeiten nicht umsonst. Wenn sie wirklich gewollt hätten, dass die alle zu Battlefield 4 wechseln, hätten sie im übrigen auch das Revive Projekt killen können. Machen sie aber nicht.

Gleiches ist auch mit der Battlefront Marke passiert. Man tut einfach so als hätte es Star Wars: Battlefront I/II nicht gegeben,klöppelt ein paar maue Mechaniken zusammen, lässt vieles weg was die alten Teile ausgemacht haben, [...]


Nochmal. EA hat Battlefront nicht entwickelt. DICE hat Battlefront entwickelt. Und soweit ich das mitbekommen habe, musste das a.) recht schnell gehen und b.) war technisch ziemlich aufwendig. Ich finde jedem hätte klar sein müssen, dass das erstmal eine Art Pilot Versuch war, der ausloten sollte, ob die Marke Battlefront zieht und man noch eine Shooter Marke ins Portfolio aufnehmen kann. Und ich finde jedes Studio hat auch das Recht selbst einer etablierten Marke seinen eigenen Spinn zu geben.
Agrargorn hat geschrieben:Witzig ist auch, momentan rollt so langsam Mass Effect Andromeda an, die Leute wünschen sich anscheinend endlich mal eine Complete Edition der Trilogie, bestenfalls mit Remaster des Ersten Teils, oder aller drei Teile. Da kommt dann auf einmal ein Herr Moore daher und meint das ginge einfach nicht, die Zukunft die Zukunft bla bla bla. Man will einfach nur keine Produktpflege an den alten Titeln vornehmen.
Wer hätte gedacht, dass irgendwann mal ein Hersteller dafür kritisiert wird, dass er KEIN Remake macht. Remakes sind keine Produktpflege. Remakes sind aufgewärmte Brötchen die man nochmal verkaufen kann. Dass soll nicht heißen, dass ich sie nicht mag, aber niemand sollte dafür kritisiert werden, dass er keine Remakes macht. Und im übrigen glaube ich, dass EA genausoviel Hate abbekommen würde, wenn sie ein Remake ankündigen würden ("Guck, sie melken jetzt auch Mass Effect").

Ich will um Gottes Willen EA nicht über Gebühr in Schutz nehmen. Es gibt genug Sachen die man kritisieren darf, wie die DLC Politik, Ingame Shops etc. Allerdings muss man das über Publisher Grenzen hinweg kritisieren und nicht nur EA.

Ich finde es auch geradezu schizophren, wie Misserfolge dem Publisher in die Schuhe geschoben werden, aber Hits dem Entwicklerstudio angerechnet werden. Beispiel: Dragon Age Origins wurde von Bioware gemacht, Teil 2 von EA versaut und Teil 3 wurde dann von Bioware wieder gerettet (nicht meine Meinung). Der Publisher blieb über die Jahre jedoch der selbe. Selbes Spiel bei Battlefield. Bad Company 2 und Battlefield 3 wurden von DICE gemacht, Battlefield 4 und Hardline von EA verbrochen. Ein letztes Beispiel. Mass Effect 1 und 2 werden in der Regel Bioware zugeschrieben. Teil 3 wurde dann vom bösen Publisher versaut. Das habe ich häufig gelesen. Klar hat EA einen Einfluss auf die Entwickler und ich will auch nicht bestreiten, dass teilweise schlechte Entscheidungen getroffen wurden (siehe Dead Space 3) oder unnötiger Druck auf die Entwickler ausgeübt wurde. Aber man sollte nüchtern bleiben. Andrew Wilson hat garantiert nicht die Simulationsengine von SimCity geschrieben oder das Ende von Mass Effect 3 diktiert.

Agrargorn
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Agrargorn »

Malvitus hat geschrieben:
Agrargorn hat geschrieben:So muss mal als Forum n00b meinen Senf zum Podcast abgeben:

Dazu kommt, dass sie ewig gebraucht haben mal halbwegs den Netcode in den Griff zu bekommen.
EA war nicht für den Netcode verantwortlich, DICE war für den Netcode verantwortlich.


Agrargorn hat geschrieben:Auch würde es sicher helfen, wenn sie endlich mal aufhören würden ihre alten Titel zu töten und so zu tun als hätte es die nie gegeben. BF2 un 2142 wurde einfach mit Ende von Gamespy der Stecker gezogen, es wurde eine Mitteilung rausgegeben, es gibt "unüberwindbare technische Hürden" und Schluss. Das i-Tüpfelchen ist dann das Bf Reivive Projekt von Fans, die es wieder möglich machen die beiden Titel wieder im Multiplayer zu spielen.


Technische Hürden waren sicherlich nicht der Grund. Es hat finanziell einfach kein Sinn mehr gemacht. Ich kann ihnen da ganz erhlich auch keinen Vorwurf machen. Immerhin hätten sie ein neues Backend aufsetzen müssen und die Server bezahlen und Entwickler arbeiten nicht umsonst. Wenn sie wirklich gewollt hätten, dass die alle zu Battlefield 4 wechseln, hätten sie im übrigen auch das Revive Projekt killen können. Machen sie aber nicht.

Gleiches ist auch mit der Battlefront Marke passiert. Man tut einfach so als hätte es Star Wars: Battlefront I/II nicht gegeben,klöppelt ein paar maue Mechaniken zusammen, lässt vieles weg was die alten Teile ausgemacht haben, [...]


Nochmal. EA hat Battlefront nicht entwickelt. DICE hat Battlefront entwickelt. Und soweit ich das mitbekommen habe, musste das a.) recht schnell gehen und b.) war technisch ziemlich aufwendig. Ich finde jedem hätte klar sein müssen, dass das erstmal eine Art Pilot Versuch war, der ausloten sollte, ob die Marke Battlefront zieht und man noch eine Shooter Marke ins Portfolio aufnehmen kann. Und ich finde jedes Studio hat auch das Recht selbst einer etablierten Marke seinen eigenen Spinn zu geben.
Agrargorn hat geschrieben:Witzig ist auch, momentan rollt so langsam Mass Effect Andromeda an, die Leute wünschen sich anscheinend endlich mal eine Complete Edition der Trilogie, bestenfalls mit Remaster des Ersten Teils, oder aller drei Teile. Da kommt dann auf einmal ein Herr Moore daher und meint das ginge einfach nicht, die Zukunft die Zukunft bla bla bla. Man will einfach nur keine Produktpflege an den alten Titeln vornehmen.
Wer hätte gedacht, dass irgendwann mal ein Hersteller dafür kritisiert wird, dass er KEIN Remake macht. Remakes sind keine Produktpflege. Remakes sind aufgewärmte Brötchen die man nochmal verkaufen kann. Dass soll nicht heißen, dass ich sie nicht mag, aber niemand sollte dafür kritisiert werden, dass er keine Remakes macht. Und im übrigen glaube ich, dass EA genausoviel Hate abbekommen würde, wenn sie ein Remake ankündigen würden ("Guck, sie melken jetzt auch Mass Effect").

Ich will um Gottes Willen EA nicht über Gebühr in Schutz nehmen. Es gibt genug Sachen die man kritisieren darf, wie die DLC Politik, Ingame Shops etc. Allerdings muss man das über Publisher Grenzen hinweg kritisieren und nicht nur EA.

Ich finde es auch geradezu schizophren, wie Misserfolge dem Publisher in die Schuhe geschoben werden, aber Hits dem Entwicklerstudio angerechnet werden. Beispiel: Dragon Age Origins wurde von Bioware gemacht, Teil 2 von EA versaut und Teil 3 wurde dann von Bioware wieder gerettet (nicht meine Meinung). Der Publisher blieb über die Jahre jedoch der selbe. Selbes Spiel bei Battlefield. Bad Company 2 und Battlefield 3 wurden von DICE gemacht, Battlefield 4 und Hardline von EA verbrochen. Ein letztes Beispiel. Mass Effect 1 und 2 werden in der Regel Bioware zugeschrieben. Teil 3 wurde dann vom bösen Publisher versaut. Das habe ich häufig gelesen. Klar hat EA einen Einfluss auf die Entwickler und ich will auch nicht bestreiten, dass teilweise schlechte Entscheidungen getroffen wurden (siehe Dead Space 3) oder unnötiger Druck auf die Entwickler ausgeübt wurde. Aber man sollte nüchtern bleiben. Andrew Wilson hat garantiert nicht die Simulationsengine von SimCity geschrieben oder das Ende von Mass Effect 3 diktiert.
DICE ist EA. Also ist das quatsch. Dragon Age 2 und 3 sind Bioware EA Titel. Teil 1 ist noch Bioware mir EA als Publisher. Dazu kommt das Teil 3 ebenso totaler Mist ist, zumindest meiner Meinung nach. Da war trotz der recycle Level DA 2 der bessere Ableger.
Der Grund warum EA keinen Remaster von Mass Effect macht ist der, dass sie nach wie vor hervoragend an den DLCs verdienen, die bis heute nicht einmal im Preis gesenkt wurden. EA würde einen Teufel tun und die in ein Paket packen. Man bietet nach wie vor jeden Teil, außer 1 der hat keinen richtigen DLC bis auf die Pinnacle Station an der haben sie noch nie verdient, als Schnäppchen und kommt dann mit "ach du willst das volle Erlebnis? Dann leg doch nochmal 15€ für 2h DLC Spielzeit drauf!". Was EA erolgreich etabliert hat ist eine Drogendealer Mentalität für die Games Industrie zu etablieren. Und zum Thema mit den alten BF Teilen. Das ist ja genau das was ich EA vorwerfe, es gibt keine Produktpflege. Das sind eben deren Blutbeutel, bis der Saft alle ist. Image kostet eben Geld, hat nie jemand etwas anderes behauptet. EA gibt eben nichts für Image aus. Das mit dem Versuchsballon SW Battlefront by DICE glaubst du doch nicht im ernst? EA hat genug Erfahrung, die müssen nicht erneut einen Shooter im SW Universum erproben. Warum das Revive Projekt noch nicht eingestampft ist, ist mir auch noch nicht klar. Eventuell wollen sie sich das i-Tüpfelchen dann doch nicht leisten. Eventuell haben sie auch nur nicht mitbekommen das es existiert. Das EA kein Interesse an Produktpflege hat sieht man im Übrigen auch am gecancelten Mod Support ab start der Frostbite. Das macht ja Blizzard mit Diablo 3 mittlerweile auch. Mod Support erschafft meistens eine aktive Community die sich ums jeweilige Produkt sorgt, das will man heute nicht mehr, die Leute sollen sich lieber Hardline kaufen und keine Räuber und Gendarme Mod für Bf4 laden.

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Malvitus
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Malvitus »

Nur weil ein Studio einem Publisher gehört, heißt das nicht dass der Publisher jede einzelne Entscheidung des Studios kontrolliert. André meinte ja auch schon im Podcast, das EA den Studios recht viel Freiheiten lies bzw. immernoch lässt. Sonst gäb es kein Battlefield 1 sondern ein Battlefield 2143.

Dragon Age 2 und 3 sind Bioware EA Titel. Teil 1 ist noch Bioware mir EA als Publisher.
Du bestätigst genau das was ich vorhin meinte. Die guten zum Studio, die schlechten zu EA. Bioware wurde von EA 2008 übernommen. 2009 erschien Dragon Age Origins, also ist das ebenfalls ein Bioware EA Titel. Genauso wie Bad Company 1&2, und Mirrors Edge DICE EA Titel sind. Nur beschwert sich da komischerweise keiner.
Der Grund warum EA keinen Remaster von Mass Effect macht ist der, dass sie nach wie vor hervoragend an den DLCs verdienen, die bis heute nicht einmal im Preis gesenkt wurden
Quelle?
Das mit dem Versuchsballon SW Battlefront by DICE glaubst du doch nicht im ernst? EA hat genug Erfahrung, die müssen nicht erneut einen Shooter im SW Universum erproben
Es ging um einen weiteren Shooter im Portfolio. Also ob neben Battlefield und Titanfall und der ganzen Konkurrenz noch ein Star Wars Shooter funktioniert. Ich glaube auch das DICE absichtlich kein Battlefront 3 entwickelt hat, weil sie ihre eigene Richtung gehen wollten, mehr hin zu cineastischen Schlachten, die jeder spielen kann. Man hätte es auch anders nennen können, nur hätten es dann weniger Leute gekauft.
Warum das Revive Projekt noch nicht eingestampft ist, ist mir auch noch nicht klar.
Weil es ihnen schlichtweg egal ist. Warum sollte ich einer Community ohne Grund ans Bein pinkeln, die ein 10 Jahre altes Spiel spielt.
Das EA kein Interesse an Produktpflege hat sieht man im Übrigen auch am gecancelten Mod Support ab start der Frostbite. Das macht ja Blizzard mit Diablo 3 mittlerweile auch. Mod Support erschafft meistens eine aktive Community die sich ums jeweilige Produkt sorgt, das will man heute nicht mehr, die Leute sollen sich lieber Hardline kaufen und keine Räuber und Gendarme Mod für Bf4 laden.
Das macht Blizzard seit Diablo 1. Diablo hatte nie einen offiziellen Mod Support, Starcraft II übrigens schon. Der wurde sogar noch ausgebaut und man kann alle Mods spielen ohne Starcraft II überhaupt zu kaufen.

Mod Support ist kein verbrieftes Recht. Es ist sogar recht aufwendig, rechtlich (3rd Party Libaries) wie technisch. Ich kenn mich mit der Frostbite nicht aus, aber wenn selbst DICE Probleme hat die in den Griff zu bekommen, viel Spaß an alle Mod Entwickler.

Hinzu kommt die Mär vom bösen Publisher, der nur keine Mods erlaubt weil er die Ideen selbst verkaufen will. Das ist einfach ausgemachter Blödsinn. Wenn EA wollte, könnte sie aus jeder Mod Idee von Battlefield 2 ein Battlefield machen und es würde sich trotzdem verkaufen wie doof. Nur weil es eine Mod gibt, heißt das nicht, dass eine kommerzialisierte Version des Produkts nicht erfolgreich wäre, siehe DOTA 2, Black Mesa etc.

Ich spiele hier natürlich etwas des Teufels Advokaten, wenn ich EA so vehement verteidige. Ich kritisiere EA auch oft genug und es gibt genügend Beispiele wo man das finde ich zurecht auch machen kann. Allerdings finde ich auch das EA über Gebühr angegriffen wird. Das finde ich auch nicht okay. Man sollte stets fair bleiben in seiner Kritik und das sehe ich hier nicht mehr gegeben. EA hat eine Drogendealer Mentalität etabliert? Ernsthaft? EA saugt die Spiele/Spieler aus bis der Saft alle ist? Das lächerlichste ist ja sowieso die Wahl zum schlechtesten Unternehmen Amerikas. Die Spieler haben im Bezug auf EA vollkommen jeden Bezug zur Realität verloren.

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qwrtzp
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von qwrtzp »

akill0816 hat geschrieben: Der Unterschied zu Sammelkartenspielen ist relativ klar: Sammelkartenspiele kosten nichts. Ich spiele sie aufgrund ihrer dreisten Mechanik nicht aber zumindestens sind sie umsonst.
Ist das wirklich was du sagen wolltest? Sammelkartenspiele kosten auch was und zwar reichlich. Meinst du das sie unabhängig von den eigentlichen Karten keine Anschaffungskosten haben? Stimm zwar aber es ist ja auch nicht so als ob ich bei FIFA jetzt gar keinen Gegenwert für die Erstanschaffung kriege.

Agrargorn
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Agrargorn »

Malvitus hat geschrieben:Nur weil ein Studio einem Publisher gehört, heißt das nicht dass der Publisher jede einzelne Entscheidung des Studios kontrolliert. André meinte ja auch schon im Podcast, das EA den Studios recht viel Freiheiten lies bzw. immernoch lässt. Sonst gäb es kein Battlefield 1 sondern ein Battlefield 2143.
Die Freiheit besteht jedoch darin ab und an mal ein anderes Setting zu wählen mit den selben Mechaniken, ob das als Freiheit zu werten ist, ist wohl Auslegungssache. Battlefield 1 könnte auch genausogut als WW2 Shooter durchgehen.


Malvitus hat geschrieben:Du bestätigst genau das was ich vorhin meinte. Die guten zum Studio, die schlechten zu EA. Bioware wurde von EA 2008 übernommen. 2009 erschien Dragon Age Origins, also ist das ebenfalls ein Bioware EA Titel. Genauso wie Bad Company 1&2, und Mirrors Edge DICE EA Titel sind. Nur beschwert sich da komischerweise keiner.
Noch vor Übernahme durch EA war Dragon Age 1 schon in Entwicklung in dem einen Jahr wird EA auch nicht so viel Zeit gehabt haben dazwischen zu Funken. Im besten Fall war Bioware da in der Endphase mit Übergang zum polishing. Deshalb Dragon Age 1 gerade kein EA Titel. Bad Company 1 habe ich keine Meinung ging an mir vorbei und Bad Company 2 hatte am PC dinge nicht die Jeder andere Battlefield Titel am PC hatte. Angefangen dabei dass man sich nur hinknien konnte aufgehört beim unglaublich schlechten Netcode. Auch das Kimme und Korn zielen, was Battlefield 2 noch sauber abbilden konnte ist bei Bad Company 2 sonderbar weil das Korn so breit ist, dass man mit dem Hipfire Fadenkreuz meistens genauer zielen konnte.
Mirrors Edge ist abseits der Spielmechanik auch nur im besten Fall mittelmaß.
Malvitus hat geschrieben: Quelle?
Habe leider keine. Beobachte nur mittlerweile seit erscheinen aller DLCs die Preise. Und die sind sogar mal gestiegen. 1200 Punkte hatten mal 12 € gekostet mittlerweile sind es 15 €. Ich denke ja nicht, dass der Punktespeicher nur begrenzt ist und der Preis deshalb angezogen wurde. Also verkauft man so teuer weil es sich auszahlt. Bestünde keine Nachfrage würde der Preis fallen.


Malvitus hat geschrieben: Weil es ihnen schlichtweg egal ist. Warum sollte ich einer Community ohne Grund ans Bein pinkeln, die ein 10 Jahre altes Spiel spielt.
Naja EA hat im allgemeinen eigentlich kein Problem damit seiner Community hin und wieder ans Bein zu pinkeln. Oft genug auch Grundlos, sonst wäre EA nicht da wo es heute ist in seiner Beliebtheitsskala.

Agrargorn
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Agrargorn »

goschi hat geschrieben:
Agrargorn hat geschrieben: Naja EA hat im allgemeinen eigentlich kein Problem damit seiner Community hin und wieder ans Bein zu pinkeln. Oft genug auch Grundlos, sonst wäre EA nicht da wo es heute ist in seiner Beliebtheitsskala.
Das ist aber ein Zirkelschluss.
EA muss Scheisse bauen, weil sonst wäre ihr Ruf nicht so schlecht?

Hast du denn wenigstens auch konkrete Beispiele dazu?
Habe ich nicht schon genügend Beispiele aufgezählt?
Aber gut: Dungeon Keeper Mobile; Syndicate Reboot; Modsupport in der Battlefield Reihe eingestellt, da die Modder angeblich zu dämlich seien; Serverabschaltungen die Spiele faktisch tot machen; Sim City 2013 erst behaupten man müsse permanent online sein für die Berechnungen, nach zwei Wochen stellt sich heraus es gibt keine Berechnungen und statt endlich Probleme es Spiels anzugehen bringt man einen fragwürdigen DLC nach dem anderen raus. Das sind mal so ein paar Beispiele

Agrargorn
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Agrargorn »

Naja nur weil andere es auch so machen, ist es nicht weniger verwerflich was EA macht, vor allem eben wenn man schon einen nicht allzu guten Ruf hat. Das mit den Erwartungen der alten Spieler ist trotzdem defacto ein ans Bein pinkeln. Entweder man kommuniziert das besser, sofern man die alte Spielerschaft nicht vorkopf schlagen möchte oder man macht es halt wie EA und tut so als wäre nichts gewesen. BF 2142 wäre wertlos weil tot, wenn die community nicht jetzt sich selbst darum kümmern würde. Das mit Games for Windows ist ja auch sein ein Meisterwerk weshalb Microsoft mittlerweile am PC Segment auch steht wo es gerade steht und ich kann für mich sagen, dass mit Ausnahme von Halo 2 jedes GfW spiel mittlerweile auf Steam ist oder auch so funktionierte, ist natürlich nur mein Blickwinkel, aber würde glatt behaupten, dass jeder Titel von Belang "gerettet" wurde.


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derFuchsi
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von derFuchsi »

Nur mal so zur Ergänzung Andres Gamestar-Report zu EA
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Rince81
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Re: Diskussion: "Besserwisser - Wir retten den Ruf von Electronic Arts"

Beitrag von Rince81 »

Mal meinen ganz persönlichen und subjektiven Teil - Ich mag EA!
Primär, weil sie ihre Spiele relativ sauber auf den Markt bringen und der einzige Major sind, der einen funktionierenden schnellen Support hat und sie kümmern sich aktiv um ihren Backkatalog. Alles was man vom immer wieder hochgelobten Ubisoft nicht behaupten kann.
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