Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

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Rince81
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Rince81 » 20. Mai 2019, 01:42

Schon seit einer Weile. Wir sollten das einfach respektieren.
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Desotho
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Desotho » 20. Mai 2019, 07:30

Ich finde, das ist schon durchaus ok so wie es ist. Natürlich könnte es geiler sein ^^
Die AAA-Titel sind halt Blockbuster Unterhaltung, für mich haben "kleinere" Titel aber oft mehr Charme.
Das ist aber doch auch eine sehr schöne Koexistenz.

Das ist jetzt kein Indie-Titel aber mit der Trails-Reihe von Falcom hatte ich weitaus mehr Spaß als mit einem Witcher 3 (welches sicher auch nicht schlecht ist).
Zeigt mir aber, dass ich auch mit mäßiger Grafik gut klar komme, wenn das Spiel klasse ist.

Ich hatte aber auch viel Spaß mit einem Assassin's Creed Odyssey. Klar, wenn Ubisoft mal Story und Charaktere könnte wäre das sicher besser ...
Nur danach war ich auch erstmal ein halbes Jahr gesättigt was diese Art von Spiel angeht.

Aktuell spiele ich Spider Man - wobei die Open World da weitaus weniger ausufernd ist.

Wann ich bereit bin mir z.B. ein Red Dead Redemption 2 anzutun weiß ich nicht ...


Aber ich finde wirklich schade, dass die großen Publisher sich nicht auch mehr "kleineren" Spielen widmen.
Eben sowas wie Child of Light oder A way out.

Und ich habe auch nie verstanden warum Valve einfach nur auf seinem Geldhaufen sitzt und nicht auch mal in paar kleinere Spieleprojekte investiert.
Aber sowas passiert wohl, wenn man an Spielen an sich gar kein Interesse mehr hat.
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Schlagerfreund
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Schlagerfreund » 20. Mai 2019, 09:22

sleepnt hat geschrieben:
19. Mai 2019, 23:02
Schlagerfreund hat geschrieben:
19. Mai 2019, 22:28
Wildlands fand ich ziemlich furchtbar [...]
Kann ich durchaus verstehen. Ich fand die zurecht verrufene Ubisoft-Formel aber durchaus gut angewandt. Für mich traf es halt einen Nerv... Ich spiele sonst wenig Ubi-Titel und habe mich vielleicht noch nicht 'satt' gespielt.
Schlagerfreund hat geschrieben:
19. Mai 2019, 22:28
Service Games müssen nicht schlecht sein, aber ich finde das sie in 90% der Fälle ihre Versprechen nicht einhalten und wie gesagt, ich glaube bei den meisten Spielen würde ein besseres Spiel rauskommen, wenn es kein Service Game ist. Große oder riesige Spielwelten interessieren mich nicht wenn sie keinerlei Tiefe haben. Das ist leider bei den meisten Service Games vom Konzept her schon der Regelfall.
Das stimmt leider. Das kann zwei primäre Gründe haben: Zum einen Spiele, denen nachträglich ein GaaS-Gerüst übergestüplt wird.
Zum anderen, wenn die Monetarisierung an erster Stelle und das Spiel an zweiter Stelle steht.
Divison hat keine zu starke Monetarisierung (unaufdringlich), kein Pay to Win, ein sehr gutes Gameplay und gleichzeitig viel zu tun. Aber diesen einen Punkt zu treffen scheint extrem schwer zu sein - vielleicht schwerer als manche Publisher es sich vorstellen.

Und es gibt noch viele andere Gründe... Aber diese beiden sind meiner Ansicht nach bereits von der Herangehensweise verkehrt. Ich unterstelle mal an dieser Stelle allen Entwicklern, dass sie initial nicht vorhaben, unfertige Spiele zu veröffentlichen.

Ja, zu Anthem kann ich halt nur lächeln und nicken :roll:
Division 2 "fand" ich gut, aber es hat dann leider quasi die identischen Probleme des Vorgängers in der Struktur. Dazu muss man sagen das ich knapp 80 Stunden Division 2 gespielt habe. Ich habe das Spiel auch mehr oder weniger umsonst bekommen (geschenkt bekommen und ein Spiel zurück geschenkt). Aber auch wenn ich dafür 40-50€ gezahlt hätte, dann wäre ich zum Großteil mit den 80 Stunden zufrieden gewesen.

Allerdings gibt es auch hier wieder so sehr stark gestreckten Content. Hast du die "Story" die gar keine Story ist durch, kannst du dich aktuell auf World Tier 5 grinden. Das geht dadurch das du die selben Missionen gegen eine andere Fraktion spielst. Gegner sind dann halt anders und die Missionsziele etwas abgewandelt. Allerdings nur wenn du dich aus dem ersten Tier raus bewegst. Danach spielst du dann immer wieder genau die selben Missionen und Aktivitäten. Da hat mich das Spiel letztendlich zum Teil verloren. Dazu kommen dann noch zweifelhafte Entscheidungen was Änderungen in Patches angeht und handfeste Lügen was z.B. das Matchmaking für Raids angeht. Da habe ich das Spiel dann auch von der eh nicht sehr großen SSD gelöscht.

Wie Division 2 mit dem in-game Store Geld machen will verstehe ich nicht. Es gibt dort nur sehr langweiligen Kram zu kaufen. Dazu schmeißt einem das Spiel auch ziemlich viele Cosmetics so in den Rachen. Ich denke da haben sie mehr auf den Year One Pass gesetzt, wobei der ja auch nicht so viel bringt. Paar cosmetics, mehr daily und weekly grinding quests und eine Woche Vorabzugang zu neuen Inhalten die für alle letztendlich umsonst sind.

BlackSun84
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von BlackSun84 » 20. Mai 2019, 10:27

Ich mag Triple A-Titel. An Odyssey spiele ich seit vier Monaten - hab wenig Zeit zum Zocken -, dazwischen kamen nur noch ab und an WoW, eine Runde Civ 6 und im Urlaub etwas Daddeln am New 2ds XL. Ich mag polierte Spiele und habe wenig Muße, mich mit Titeln unterhalb von Double-A herumzuschlagen.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Schlagerfreund » 20. Mai 2019, 10:50

Ich finde das der Begriff inzwischen auch verwässert ist, bzw. schwer zu definieren. Ein Assassins Creed Odyssey würde ich schon sehr stark am unterem Ende der Triple A Skala einordnen. Letztendlich definiert sich der Begriff ja in erster Linie aus den Ausgaben bei der Entwicklung und (was oft ein sehr großer Teil ist) dem Marketing. Gerade Ubi hat inzwischen Strukturen aufgebaut bei denen ich glaube das die Produktion eines Assassins Creed Odyssey vergleichsweise billig ist. Schließlich hat man mit Origins das Fundament gebaut.

Mal ein kleiner Themenwechsel. Es wurde ja auch die Wertung bzw. die Resonanz der Fachpresse angesprochen in der Folge. Da bin ich mir nicht sicher ob bei der Presse die großen Titel nicht doch noch nach wie vor immer eigentlich mindestens eine 80 +/- 2-3 pauschal bekommen. Was ich inzwischen gesehen habe ist das dann oft mit Abstand mal etwas mehr Kritik kommt. In der Regel wird dann aber an der Wertung nix mehr geändert. Das finde ich persönlich dann tendenziell ziemlich luschig. Hat dann den Eindruck das man erst dann mal seine eigentliche Meinung abgibt wenn die Gefahr vorbei ist das man da mit Publishern und Devs Probleme bekommen könnte.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Andre Peschke » 20. Mai 2019, 11:16

philipp_neu hat geschrieben:
20. Mai 2019, 01:39
Stuttgarter hat geschrieben: Nur ganz kurz OT, weil ich dadrüber heut gestolpert bin und das ein ganz guter Aufhänger ist: Hab ich das heut richtig gesehen, dass wir von Jochen (zumindest derzeit) im Forum keinerlei Antworten erwarten sollten..?
Joa.. User gelöscht. Hoffe alles ist ok.
Jo, macht gerade Forenpause. Sagen wir in der kommenden Weltherrschaft auch durch. Gibt keinen konkreten Anlass, sondern Jochen will sich einfach in Ruhe auf die Podcasts konzentrieren. Den User haben wir eigentlich nicht gelöscht, sondern nur stillgelegt, damit Leute eine entsprechende Rückmeldung vom System bekommen, wenn sie ihm PMs schreiben.

Alles weitere bitte in einen separaten Thread zur WH oder so, nicht diesen derailen.

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Alienloeffel
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Alienloeffel » 20. Mai 2019, 12:36

Die Folge hat mir gut gefallen.
Abseits vom Gaas thema: Wie soll man denn Stückelung von Spielen bewerten wie jetzt z.B. beim FFVII Remake?
Gerade jetzt beim Final Fantasy VII Remake wird ja lebhaft über das Episodenformat diskutiert. Ich habe jüngst bei der Gamestar gelesen, dass das Spiel angeblich in zwei Teilen komme zu je 60 Euro, also quasi doppelter Preis für alles (Der Split ist angeblich ziemlich genau in der Mitte. Leaks mit vorsicht genießen, schon klar). Nehmen wir mal an, das kommt auch so: Jetzt kann ich ja durchaus verstehen, dass man das erstmal nicht mag, denn FFVII erschien damals ja auch als EIN Spiel (ABZOCKE????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!). Gleichzeitig wird oft gesagt, Entwickler verdienen nicht genug, die Spielpreise wären vergleichsweise günstig und stabil während die Entwicklungskosten steigen (zumindest letzteres ist ja nicht wirklich umstritten). FFVII ist ziemlich lang und den gleichen Content in aktueller Optik zu liefern dürfte ungleich teurer sein, von daher erscheint es mir erstmal nicht so unfair, dass in mehrere Teile aufzuteilen, wenn das Ganze für 60 Euro nicht finanzierbar wäre.

Ich persönlich finde es gerade bei dem Beispiel auf den ersten Gedanken eigentlich gar nicht so schlimm.
Liege ich da einem Irrglauben auf und man holt einfach so viel Geld raus wie es geht? Oder ist das in diesem Falle vielleicht ok, weil der Aufwand den Preis wirklich nicht mehr rechtfertigt? Ich stelle das glaube mal im Mailbag auch.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Andre Peschke » 20. Mai 2019, 12:53

Alienloeffel hat geschrieben:
20. Mai 2019, 12:36
Oder ist das in diesem Falle vielleicht ok, weil der Aufwand den Preis wirklich nicht mehr rechtfertigt? Ich stelle das glaube mal im Mailbag auch.
Gute Mailbag-Frage. Der neue Thread wurde just eröffnet!

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oscarmayer
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von oscarmayer » 20. Mai 2019, 12:58

@Alienloeffel:

Also das hängt für mich stark vom Umfang ab. Wenn jede Episode 60 Stunden Spielzeit bietet, kaufe ich gerne 2 Episoden und zahle je 1 EUR pro Spielstunde. Gehe ich ins Kino zahle ich für 2 Stunden teilweise 15 EUR.
Oder bei God of War waren das dann 2€ pro Spielstunde bei 30 Stunden Spielzeit.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Schlagerfreund » 20. Mai 2019, 13:39

Wie gesagt ist Umfang nicht alles. Mir ist da gestern wieder klar geworden wie wichtig mir da (meine gefühlte) Tiefe ist die ein Spiel hat.

Gestern habe ich mir A Plague Tale: Innocence gekauft. Das kostet auf Steam aktuell 45€ und ist ein reines Singleplayer Spiel. Ich habe jetzt knapp 3 Stunden gespielt und ich bin mir sicher das dieses Spiel kein wirkliches Replay Value auf der Ebene Gameplay hat. Ich habe da auch einige Tage überlegt ob ich mir das kaufe oder nicht. Ich habe mich dann letztendlich dazu entschlossen es zu kaufen. Ich hatte einfach mal Bock auf eine solide und gut erzählte nette Geschichte. Das Spiel ist gewiss kein Meilenstein, erzählt aber bis jetzt seine Geschichte gut und schafft es auch so einen Sidekick dabei zu haben der mich nicht nur nicht nervt, sondern den man sogar sympathisch findet und der nachvollziehbar handelt. Dagegen gucke ich mir dann das angesprochene Division 2 an. Das habe ich ja quasi umsonst bekommen, aber wenn ich das jetzt mal vergleichen müsste. Dann sind mir wahrscheinlich die ca. 10 Stunden von A Plague Tale mehr Wert als die 80 Stunden die ich in Division 2 verbracht habe.

Ein weiteres Beispiel wäre da für mich Elite Dangerous. Das war für mich eine herbe Enttäuschung. Da ist alles so unglaublich flach, wenn ich mal von der tollen Flugphysik und Steuerung absehe. Da sagen mir dann Leute in der Regel folgenden Kram:

Ja, aber du kannst doch so viele Dinge machen. Du kannst Händler, Pirat, Entdecker und was sonst noch sein.

Darauf kann ich dann nur antworten: Ja aber nach 5-6 Stunden habe ich in jedem Bereich alles gesehen und erlebt was dieser Bereich zu bieten hat.

Da hat dieses Spiel (wie so viele andere) dann einfach keine Tiefe. Ich denke das ein The Witcher 3 deshalb auch so ein Erfolg ist. Da gibt es auch so manch einen lahmen Nebenquest aber das Niveau vieler Nebenquests bzw. Nebenaufgaben ist da konsistent gut genug.

Rince81
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Rince81 » 20. Mai 2019, 14:01

Alienloeffel hat geschrieben:
20. Mai 2019, 12:36
Liege ich da einem Irrglauben auf und man holt einfach so viel Geld raus wie es geht? Oder ist das in diesem Falle vielleicht ok, weil der Aufwand den Preis wirklich nicht mehr rechtfertigt? Ich stelle das glaube mal im Mailbag auch.
Es gibt da ja auch die andere Option. Wenn man den Umfang immer weiter erhöht um dann festzustellen, dass 60€ eigentlich nicht reichen kann man natürlich den Titel weiter monetarisieren oder aber man macht einen kleinen Schritt zurück und reduziert zukünftig den Umfang wieder. Der ist doch effektiv eh meist aufgeblasen. Dann reichen 50-60 echte Stunden bei AC: Odyssey ja nicht mehr, das wird gestreckt und ausgedehnt, dass es 150-200 werden können - rein durch repetitive Spielmechaniken. Ist es das wirklich wert?
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Alienloeffel
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Alienloeffel » 20. Mai 2019, 14:19

Rince81 hat geschrieben:
20. Mai 2019, 14:01
Alienloeffel hat geschrieben:
20. Mai 2019, 12:36
Liege ich da einem Irrglauben auf und man holt einfach so viel Geld raus wie es geht? Oder ist das in diesem Falle vielleicht ok, weil der Aufwand den Preis wirklich nicht mehr rechtfertigt? Ich stelle das glaube mal im Mailbag auch.
Es gibt da ja auch die andere Option. Wenn man den Umfang immer weiter erhöht um dann festzustellen, dass 60€ eigentlich nicht reichen kann man natürlich den Titel weiter monetarisieren oder aber man macht einen kleinen Schritt zurück und reduziert zukünftig den Umfang wieder. Der ist doch effektiv eh meist aufgeblasen. Dann reichen 50-60 echte Stunden bei AC: Odyssey ja nicht mehr, das wird gestreckt und ausgedehnt, dass es 150-200 werden können - rein durch repetitive Spielmechaniken. Ist es das wirklich wert?
Ja, die AC: Odysse option gibt es, die ist aber ja in der Regel eher schlecht und wird genutzt um das eigene Spiel als richtig guten Deal zu preisen. Das gaukelt einem den Mehrwert ja nur vor. Das kennen wir ja auch zur Genüge.
Den konkreten Fall, dass man aber (vermutlich) so viel Spiel hat, dass es auch die Dauer einer Produktion sprengt erscheint mir neu. Das konkrete Beispiel taugt ja auch nur, weil man ja schon weiß wie lang die Handlung ist und wieviel Spieltiefe es zumindest auf dem papier werden müsste.
Ich fand das sehr ulkig, dass man (zb in der gamestar Kommentarspalte) von anderen usern liest, dass man solche Monetarisierungsmethoden nicht unterstützt und es wäre ja eine Frechheit jetzt das doppelte für das gleiche Spiel zu verlangen.

Zitat:
"Die haben doch den Arsch offen.
Ich zahle doch nicht 2 mal den Vollpreis.
Das ist doch reine Abzocke^^"


Wäre FFVII vielleicht eine Möglichkeit, größere Produktion mit einem größeren Preis zu etablieren? Da kann man natürlich die Gefahr des Ausschlachtens sehen und am Ende bekommt man hohle Features die aber einen Aufpreis rechtfertigen sollen. Dann kommt man wieder zur leidlichen Frage ob Spiele nicht generell zu billig sind (obwohl die Diskussion echt müßig ist). Fragen über Fragen. Ich sollte Arbeiten.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Stuttgarter » 20. Mai 2019, 14:20

Andre Peschke hat geschrieben:
20. Mai 2019, 11:16
philipp_neu hat geschrieben:
20. Mai 2019, 01:39
Stuttgarter hat geschrieben: Nur ganz kurz OT, weil ich dadrüber heut gestolpert bin und das ein ganz guter Aufhänger ist: Hab ich das heut richtig gesehen, dass wir von Jochen (zumindest derzeit) im Forum keinerlei Antworten erwarten sollten..?
Joa.. User gelöscht. Hoffe alles ist ok.
Jo, macht gerade Forenpause. Sagen wir in der kommenden Weltherrschaft auch durch. Gibt keinen konkreten Anlass, sondern Jochen will sich einfach in Ruhe auf die Podcasts konzentrieren. Den User haben wir eigentlich nicht gelöscht, sondern nur stillgelegt, damit Leute eine entsprechende Rückmeldung vom System bekommen, wenn sie ihm PMs schreiben.

Alles weitere bitte in einen separaten Thread zur WH oder so, nicht diesen derailen.

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Vinter
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Vinter » 20. Mai 2019, 14:40

Jochen spricht irgendwann davon, dass AAAs sich spielerisch kaum weiterentwickeln.

Ich frage mich, ob sie das müssen. Ich persönlich kann mich ganz generell über mangelnde Abwechslung am Spielemarkt nämlich nicht beschweren, dafür darf man das Feld aber nicht auf AAAs eingrenzen.

Mit AAA, AA und Indie haben wir imho drei recht unterscheidbare Kategorien von Spieltypen, die jeweils eigene Vor- und Nachteile mitbringen. Gerade den Aa-Markt mit seinen zahlreichen Experimenten, bei gleichzeitiger technischer und künstlerischer Kompetenz finde ich extrem interessant als Gegengewicht zum AAA Markt (Indies sind natürlich auch Spitze, funktionieren aber noch mal deutlich anders als AAA und AA als "Gegensatz").

Bei AA findet man höchstinteressante Nischentitel wie Vampyr, A plague tale, The Surge oder auch Styx - und natürlich die Souls-Serie. Ich glaube daher, wir haben heutzutage erheblich mehr Auswahl und auch Diversität bei den Spielen, als noch in den 2000ern.

(Ich möchte noch betonen, dass ich keineswegs AAA-Verachter bin, im Gegenteil.)

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Schlagerfreund » 20. Mai 2019, 16:32

Ich glaube man darf hier nicht so sehr zwei Dinge verwechseln. Den Anspruch den man AAA Spiele hat bzw. was sie versprechen und das was sie eigentlich liefern. Ein Problem das ich sehe ist das viele AAA Spiele inzwischen ihre Versprechen nicht mehr einlösen. Man gucke da auf Spiele wie ein Anthem oder ein Mass Effect: Andromeda.

Bei einem AAA Spiel erwarte ich nicht nur das es gut aussieht, sondern ich erwarte auch ein technisch gutes Grundgerüst. Man erinnere sich hier an ein Mass Effect Andromeda's "my face is tired" oder an den technisch nicht gerade einwandfreien Launch eines Battlefield 5.

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Alienloeffel
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Alienloeffel » 20. Mai 2019, 16:36

Vinter hat geschrieben:
20. Mai 2019, 14:40
Jochen spricht irgendwann davon, dass AAAs sich spielerisch kaum weiterentwickeln.

Ich frage mich, ob sie das müssen. Ich persönlich kann mich ganz generell über mangelnde Abwechslung am Spielemarkt nämlich nicht beschweren, dafür darf man das Feld aber nicht auf AAAs eingrenzen.
...
Erwähnt er nicht auch, dass es vlt wie beim Öltanker ist bei dem das nur länger dauert wenn sich was ändern soll? Ansonsten brauchen Veränderungem ja ej eine Weile bis sie überalll greifen.
Ich denke schon, dass sie das tun. Schon alleine mit den sich ändernden technischen Möglichkeiten und der sich verändernden Zielgruppe. Demon's Souls/Dark souls wäre vor 15 Jahren bestimmt nicht als das superhartbockschwereultraprogamer Spiel wahgenommen worden, weil es deutlich normaler war klare Grenzen beim Scheitern zu haben. Muss sich das weiter entwickeln? Vielleicht niccht, aber manche Veränderungen sind ja auch gut.

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sleepnt
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von sleepnt » 20. Mai 2019, 16:46

Schlagerfreund hat geschrieben:
20. Mai 2019, 16:32
Bei einem AAA Spiel erwarte ich nicht nur das es gut aussieht, sondern ich erwarte auch ein technisch gutes Grundgerüst. Man erinnere sich hier an ein Mass Effect Andromeda's "my face is tired" oder an den technisch nicht gerade einwandfreien Launch eines Battlefield 5.
Das stimmt leider! Da gibt es viele Beispiele, die Regel ist es zum Glück nicht.

Das ist tatsächlich eine gerechtfertigter Anspruch, der für alle Produkte gelten sollte - aber bei kleinen und/oder günstigeren Titel verzeiht man es eher.

Und ich muss auch mal Sebastians Erwartung an AAA-Titel unterstreichen: Zugänglichkeit. Ein Arma wird es halt nicht auf AAA bekommen. Einige Publisher/Entwickler verwechseln nur Zugänglichkeit mit (zu) niedriger Herausforderung.
Daher kann man viele AAA-Titel, die grob in das eigene Schema passen, und Spaß damit haben. Je kleiner der Titel, desto kleiner dir Zielgruppe bzw. nötige Erwartungshaltung - aktuelles Beispiel: Islanders, das Dom wertgeschätzt hat.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Stuttgarter » 20. Mai 2019, 16:55

Alienloeffel hat geschrieben:
20. Mai 2019, 16:36
Vinter hat geschrieben:
20. Mai 2019, 14:40
Jochen spricht irgendwann davon, dass AAAs sich spielerisch kaum weiterentwickeln.

Ich frage mich, ob sie das müssen. Ich persönlich kann mich ganz generell über mangelnde Abwechslung am Spielemarkt nämlich nicht beschweren, dafür darf man das Feld aber nicht auf AAAs eingrenzen.
...
Erwähnt er nicht auch, dass es vlt wie beim Öltanker ist bei dem das nur länger dauert wenn sich was ändern soll? Ansonsten brauchen Veränderungem ja ej eine Weile bis sie überalll greifen.
Ich denke schon, dass sie das tun. Schon alleine mit den sich ändernden technischen Möglichkeiten und der sich verändernden Zielgruppe. Demon's Souls/Dark souls wäre vor 15 Jahren bestimmt nicht als das superhartbockschwereultraprogamer Spiel wahgenommen worden, weil es deutlich normaler war klare Grenzen beim Scheitern zu haben. Muss sich das weiter entwickeln? Vielleicht niccht, aber manche Veränderungen sind ja auch gut.
Ich hatte ihn so verstanden, dass man von AAA keine Innovationen (also Weiterentwicklungen des Mediums als ganzes) erwarten dürfe, weil zu viel Geld auf dem Spiel steht, um irgendwas zu riskieren - aber wenn kleinere bis winzige Produktionen etwas Neues erfolgreich etabliert haben, wird auch AAA das natürlich aufgreifen.

Phazonis
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Phazonis » 20. Mai 2019, 17:07

Desotho hat geschrieben:
20. Mai 2019, 07:30
Aber ich finde wirklich schade, dass die großen Publisher sich nicht auch mehr "kleineren" Spielen widmen.
Eben sowas wie Child of Light oder A way out.

Und ich habe auch nie verstanden warum Valve einfach nur auf seinem Geldhaufen sitzt und nicht auch mal in paar kleinere Spieleprojekte investiert.
Aber sowas passiert wohl, wenn man an Spielen an sich gar kein Interesse mehr hat.
Naja Ubisoft macht da ja durchaus was von Ori (1&2) und Valiant Hearts, aber auch sowas wie Steep oder Mario & Rabbits. Da gibt es ja immer mal wieder kleinere Projekte, nur sollten die anderen Publisher sowas vielleicht auch mal versuchen.

Und Valve hat sich dafür Entschieden Geld mit dem Verkaufen von Spielen anderer Entwickler zu machen. Das Letzte Spiel mit Artifact kam noch dazu nicht so gut an, also ja da muss man glaube nix mehr erwarten.
BlackSun84 hat geschrieben:
20. Mai 2019, 10:27
Ich mag Triple A-Titel. An Odyssey spiele ich seit vier Monaten - hab wenig Zeit zum Zocken -, dazwischen kamen nur noch ab und an WoW, eine Runde Civ 6 und im Urlaub etwas Daddeln am New 2ds XL. Ich mag polierte Spiele und habe wenig Muße, mich mit Titeln unterhalb von Double-A herumzuschlagen.
Ich glaube hier werden ein paar Dinge verwechselt. Indiespiele sind meist technisch nicht so weit entwickelt wie AAA, das stimmt, aber "poliert" sind sie. Was heißen soll sie laufen einwandfrei runterladen starten und losspielen. Da könnte man sogar sagen sie sind polierter als AAA-Spiele, denn bei dennen sollte man meistens wenn sie neu sind auch nochmal den Graka-Treiber aktualisieren und sie sind natürlich weniger Hardwarehungrig. Also vorsichtig mit sowas, da ich bei den bekannteren Indies jetzt kein Probleme in der RIchtung gemerkt habe.
Schlagerfreund hat geschrieben:
20. Mai 2019, 10:50
Mal ein kleiner Themenwechsel. Es wurde ja auch die Wertung bzw. die Resonanz der Fachpresse angesprochen in der Folge. Da bin ich mir nicht sicher ob bei der Presse die großen Titel nicht doch noch nach wie vor immer eigentlich mindestens eine 80 +/- 2-3 pauschal bekommen. Was ich inzwischen gesehen habe ist das dann oft mit Abstand mal etwas mehr Kritik kommt. In der Regel wird dann aber an der Wertung nix mehr geändert. Das finde ich persönlich dann tendenziell ziemlich luschig. Hat dann den Eindruck das man erst dann mal seine eigentliche Meinung abgibt wenn die Gefahr vorbei ist das man da mit Publishern und Devs Probleme bekommen könnte.
Das ist der alte Stiftung Warentestgedanke kombiniert mit der allgemeinen Wertungsinflation. Die Spielemagazine trauen sich halt nicht wirklich mal zu sagen: Wir testen für Spieler, also nicht für Leute die mit dem Hobby anfangen. Denn dann könnte man ja auch mal AC eine 60 oder 70 geben. Eine Wertung die wie ich denke besser passt, da sie immer noch gute Spiele sind, aber eben alles alte Kamellen, aber das wird nicht gemacht, weil es "objektiv" ja ein gutes Spiel ist. Leider hat es sich ja auch etabliert,dass alles unter 60 spätestens nicht spielenswert ist ( bei manchen schon unter 70) und damit wird es wohl dabei blieben.

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Andre Peschke
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Andre Peschke » 20. Mai 2019, 17:23

Phazonis hat geschrieben:
20. Mai 2019, 17:07
Naja Ubisoft macht da ja durchaus was von Ori (1&2) und Valiant Hearts, aber auch sowas wie Steep oder Mario & Rabbits. Da gibt es ja immer mal wieder kleinere Projekte, nur sollten die anderen Publisher sowas vielleicht auch mal versuchen.
Ori ist nicht von Ubisoft, das kam via Microsoft. Und Steep ist ja nun nicht originell, außer dass es etwas antizyklisch entwickelt wurde. Aber es ist im Grunde wie "Amped" etc. Mario + Rabbits ...hmmmmnjaaa, vielleicht... der Markencrossover ist noch das originellste an dem Spiel...diese Art Titel gibt es sonst ja schon in der Art...aber vielleicht kann man das gelten lassen und Valiant Hearts auch.

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