Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

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Desotho
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Desotho » 20. Mai 2019, 18:44

Kann man natürlich diskutieren bei Ubi, aber für mich fallen Child of Light, Valiant Hearts und Grow Home in die Kategorie (mehr fallen mir grade nicht ein .. oh diese Assassin's Creed Sidescoller vielleicht noch).
Und dass sie sowas gemacht haben halte ich Ihnen auch zu Gute.
Oder einen EA eben a way home und Unravel 1&2. Square Enix hat da mit ihrem Collective auch was am laufen (wobei ich nicht ganz weiß wie ich das einschätzen muss) und denen halte ich es auch zu Gute dass sie einem NieR Automata grünes Licht gegeben haben obwohl die bisherigen Spiele von Yoko Taro offenbar nicht so die Verkaufshämmer waren.
Oder ein Life is Strange hatte damals auch keiner auf dem Plan.

Ich finde diese "kleineren" Projekte waren allesamt sympathisch und nicht verkehrt. Klar, wird sich das finanziell vermutlich meistens nicht so lohnen weil es kleine Fische sind.

Ich will den Publishern da auch keinen Vorwurf machen sondern sagen: Ich würde mich freuen gäbe es mehr davon.

Und gleichzeitig kann ich auch das dicke generische Open World Spiel ab und an richtig gern haben.
El Psy Kongroo

Phazonis
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Phazonis » 21. Mai 2019, 04:25

Andre Peschke hat geschrieben:
20. Mai 2019, 17:23

Ori ist nicht von Ubisoft, das kam via Microsoft. Und Steep ist ja nun nicht originell, außer dass es etwas antizyklisch entwickelt wurde. Aber es ist im Grunde wie "Amped" etc. Mario + Rabbits ...hmmmmnjaaa, vielleicht... der Markencrossover ist noch das originellste an dem Spiel...diese Art Titel gibt es sonst ja schon in der Art...aber vielleicht kann man das gelten lassen und Valiant Hearts auch.

Andre
Huch da lag ich bei Ori daneben. :ugly: Bei Mario+Rabbits finde ich neben dem Crossover halt auch das Genre interessant, weil das als Xcom light Spiel umzusetzen ist schon sehr ungewöhnlich.
Alles in allem kann man aber denke ich nur schwer dem AAA absoluten Mangel an Kreativität vorwerfen, wenn man halt genauer hinguckt, also wäre eigentlich der Satz: "AAA ist weniger innovativ als AA/indie." zum einen wahrer, aber auch weit weniger polemisch und auch nicht wirklich neu, denn wie der liebe Wolfgang schon schrieb: "Der Massenmarkt war noch keinem Kunsthandwerk ein Hort künstlerischer Innovation."

ulowbaer
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von ulowbaer » 21. Mai 2019, 10:03

Dann bin ich wohl der Erste, der der Argumentation innerhalb der Folge nicht folgen konnte und persönlich dieser auch nicht zustimme.
Im Wesentlichen wurde in der Folge ja über Service Games gesprochen zu denen sich augenscheinlich viele AAA-Titel hin entwickeln. Das man jetzt keine Serivce Games mag ist ja vollkommen legitim, ich finde nur nicht, dass man diese per se als schlechteres Game Design einstufen sollte.
Nehmen wir das Beispiel AC. Ich persönlich habe in der Serie nur den ersten Teil ausgiebig gespielt aber in Teil 3 Brotherhood und AC Origins ein paar Stunden reingeguckt. Ich persönlich finde hierbei, dass die Serie durchaus einen Schritt nach vorne gemacht hat.
• Das unmotivierende Kampfsystem wurde durch ein besseres abgelöst.
• Die Spieltiefe wurde durch das Ausrüstungen verschiedener Waffen etc. erhöht.
• Die Grafik hat sich zeitgemäß weiterentwickelt
• Die Inszenierung ist weiterhin auf einem hohen Niveau
• Der von vielen ungeliebte „echt Welt“ Anteil wurde fast vollständig optional
• Es wird nicht mehr jedes Jahr ein neues AC veröffentlicht
Natürlich gibt es auch weiterhin /neue negative Punkte, wie das sehr harte Level System und sich wiederholende Quest-Typen (die es meiner Meinung nach schon immer gab), jedoch finde ich alles in allem hat sich die Serie weiterentwickelt und ist zu besseren Spielen geworden.

Weiterhin konnte ich auch das Beispielszenario nicht nachvollziehen, indem man Mass Effect ohne Story oder Anthem/Division ohne Progression spielt. Natürlich spielt man die Spiele ohne diese wesentlichen Bestandteile dann nicht länger, da dies nur bei Spielen mit einem sehr starken Gameplay Fokus funktioniert (z.B. Tetris).

Im Anschluss wurde dann kritisiert, dass bei Division die Story egal ist. Ich frage mich hier nur lediglich, inwieweit dies nicht durch den Spieler geschieht. Was haben alte Spiele dort wirklich besser / anders gemacht oder hatten diese einfach nur das Glück, dass sie die ersten ihrer Art waren und die Spieler noch anders konditioniert waren?

Alles in allem finde ich, dass den AAA-Spielen hier unrecht getan wird. Denn ich persönlich finde, dass alle Kritikpunkte mangelnder Innovation (welche für mich manchmal auch konstruiert wirkten) sich zu 99% auf den gesamten Spielemarkt anwenden lassen und somit nicht ein alleiniges Problem von AAA ist.
Das in Dragon Age Origins (nie gespielt) über 90% der Quest irgendwelche Töten- oder Sammelquests sind mag zwar stimmen, aber das ist meiner Meinung nach bei 99% aller Rollenspiele so, egal ob Indi oder nicht.
Auch fand ich bis auf wenige Ausnahmen (wie Minecraft), die genannten Indi-Beispiele nicht innovativ. Stardew Valley (ein Harvest Moon für den PC) ist jetzt rein rational betrachtet keine Innovation oder eine Kopie eines bestehenden Spiels.
Und auch Battle Royal ist irgendwie ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Natürlich ist Battle Royal eine Innovation gewesen, aber wir reden hier halt von einer Multiplayererfahrung. Da tut man auch stets das gleiche, es macht nur auf Grund der Mitspieler mehr Spaß. Und wer jetzt kommt und sagt, dass Loot wird ja zufällig verteilt und daher ist jeder Durchgang anders, der müsste das gleiche Argument auch bei generischen Zufallsevents in Openworld-Spielen zulassen.

Vielleicht liegt der Eindruck von AAA-Spielen daran, dass es einfach so viel weniger Spiele sind.
Denn nehmen wir beispielsweise 1000 zufällige Indispiele und gucken wie viele davon innovativ sind, würde ich wetten, dass die Zahl bei 1000 AAA-Titeln höher ist ;) (Ja das ist jetzt auch sehr konstruiert :? )

EggersMcBraiden
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von EggersMcBraiden » 21. Mai 2019, 10:35

Hallo zusammen,

das war eine interessantere Folge für mich. Das liegt nicht daran, dass die Themen sonst nicht so interessant wären, eher im Gegenteil, aber diesmal gab es mal mehrere Stellen, die mich etwas in Wallung gebracht haben, und das ist doch auch mal was schönes, anstatt sich immer in den gemeinsamen Elfenbeinturm eingebettet zu fühlen :)

Aber zum Thema:
Ich glaube eines der Kernprobleme ist, dass Progressionssysteme ganz natürlich inklusiver sind als Gameplay. Unter anderem geht es, wie im Podcast gesagt, darum, dass die AAA-Pubs verständlicherweise nach größeren Zielgruppen streben. Und Geschmacksverstärker schmecken nun mal immer gleich. Gameplay dagegen, wenn es die Motivation komplett allein tragen soll und/oder muss, ist viel exklusiver und gleichzeitig schwieriger zu erreichen.

Ein Beispiel bei mir selbst ist For Honor. Dessen Gameplay Loop trifft bei mir irgendwie ins Schwarze und es fesselt mich unheimlich, die Progressionssysteme sind mir vollkommen egal. Noch dazu spiele ich gerne gegen andere Menschen. Gleichzeitig ist For Honor gerade im Multiplayer ein sehr tiltendes Spiel für sehr viele Leute, die dann ganz menschlich ihre Niederlagen auf Lag und bei For Honor insbesondere schlechtes Balancing schieben, wenn sie frustriert sind. Das Balancing ist sicher nicht perfekt, aber in Realität spielen kaum Spieler auf einem Level, auf dem das den Kampf ultimativ entscheidet, beispielsweise weil For Honor wie ein Fighting Game auch viel über das antizipieren und Muster lesen funktioniert, das kennen der Moves jedes Charakters etc.
Ein Division 2, das ich zwischendurch auch gerne spiele, hat dagegen ein erstmal zugänglicheres Grundgameplay für das man erstmal weniger lernen muss, dass aber durch die Progression stark supportet wird. Vor den Charakterstatistiken sind alle gleich^^

EggersMcBraiden
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von EggersMcBraiden » 21. Mai 2019, 10:54

ulowbaer hat geschrieben:
21. Mai 2019, 10:03
Weiterhin konnte ich auch das Beispielszenario nicht nachvollziehen, indem man Mass Effect ohne Story oder Anthem/Division ohne Progression spielt. Natürlich spielt man die Spiele ohne diese wesentlichen Bestandteile dann nicht länger, da dies nur bei Spielen mit einem sehr starken Gameplay Fokus funktioniert (z.B. Tetris).

Alles in allem finde ich, dass den AAA-Spielen hier unrecht getan wird. Denn ich persönlich finde, dass alle Kritikpunkte mangelnder Innovation (welche für mich manchmal auch konstruiert wirkten) sich zu 99% auf den gesamten Spielemarkt anwenden lassen und somit nicht ein alleiniges Problem von AAA ist.
Sehe ich auch so. Es muss schon irgendwo das Gesamtpaket stimmen. Wenn ich das Gameplay von Mass Effect 2 wirklich unterirdisch finden würde, hätte ich es nur wegen dem Rest auch nicht 8 mal durchgespielt (oder zumindest mit cheats nachgeholfen).

Ich finde Innovationslosigkeit kann auch vollkommen okay oder gar gut sein, diese negative Konnotation ist nicht ganz gerechtfertigt finde ich. CoD ist da immer ein schönes Beispiel für mich. Ich spiele jedes CoD, jedes Jahr, so um die 100 Stunden im MP im laufe des Jahres. Denn mir macht das Konzept und das Gameplay immer noch Spaß (Advanced Warfare hatte bis heute das beste Movement System in einem Shooter ever IMO, das leider schwer erlernbar war + das Spiel war eine technische Katastrophe auf dem PC). So wie ich bis heute auch Counter Strike liebe und gerne spiele. Und es gibt nun mal keine richtigen alternativen zu Counter Strike und CoD. Selbst Titanfall, dass vom Gunplay her extrem CoD like war, hatte ein anderes Spielerlebnis unter dem Strich. Deswegen haben diese Spiele einen Platz würde ich sagen.

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Schlagerfreund
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Schlagerfreund » 21. Mai 2019, 10:56

@Ulowbaer.
In dem Zusammenhang ging es glaube nicht so sehr um production values, sondern eher darum das manche Spiele konservative Winkelzüge als Innovation verkaufen wollen.

Bei der Neuausrichtung von Assassins Creed stimme ich dir da größtenteils auch nicht zu.

Kampfsystem wurde ersetzt aber durch ein recht klassisches System mir ordentlich "Bullet Sponge" Gegnern die einfach nur ein zu hohes Level haben als das man sie sinnvoll bekämpfen könnte. Nicht weil sie mechanisch gut sind, du machst einfach zu wenig Schaden und sie teilen zu viel aus.

Spieltiefe sehe ich bei der Ausrüstung nicht. Es macht in den meisten Fällen keinen Unterschied ob meine Waffe jetzt 3% mehr Schaden macht. Der Gegner fällt im Optimalfall dann mit einem Schlag weniger um. Ansonsten wird man immer mir Ausrüstung versorgt die gut genug für die Gegner auf der angemessen Levelstufe sind. Den einzigen Pluspunkt sehe ich hier das ich bestimmen kann wie meine Rüstung aussehen kann.

Grafik sollte bei dem Budget nicht verwundern. Sie ist aber meiner Meinung nach nur angemessen und weit weg von irgendeiner neuen Qualität oder Innovation. Oft ist sie meiner Meinung nach sogar sehr zweckmäßig

Das es keine Echtwelt mehr gibt empfinde ich als kreativer Rückschritt. Hier wurden meiner Meinung nach einfach die Möglichkeiten die man hatte nur nie genutzt. Hier hat die Serie immer Potential verschenkt sowohl erzählerisch als auch spielerisch. Auch hier sehe ich das man eher konservativer geworden ist.

Das nicht mehr jedes Jahr kein neues AC kommt ist ja egal. Denn das AC macht ja nie Pause dank Service Konzept.

Gerade Odyssey hat für mich eigentlich ganz nett angefangen. Nach 4 Stunden hatte ich dann aber keinen Bock mehr, weil ich gesehen habe "da kommt" jetzt nix mehr, sondern nur noch eine Wiederholung von dem was ich schon getan habe und das ohne Variationen oder auch nur ansatzweise gut erzählte Geschichten. Dazu stört mich dann auch die Tatsache das wie gesagt Gegner nicht besiegen "darf". Nicht weil ich nicht kann, sondern weil das Spiel es einfach nicht will. Da soll ich nämlich schön Leveln, oder sogar noch Geld ausgeben um das schneller zu tun. Ich habe das Spiel bereits 2 mal neu installiert und es nach einer Stunde wieder von der Platte geworfen. Für mich ist das schon recht exemplarisch was mir an Service Games nicht passt.

monieu
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von monieu » 21. Mai 2019, 11:18

Könnte man aus irgendeiner Datenbank ein Qualität-Zeit-Diagramm (ab wann auch immer triple-A anfing) produzieren, in dem alle triple-A-Spiele aufgeführt werden? Das Qualitätsmaß ist hier natürlich der kritische Punkt, müsste ein bereinigter Score sein oder so.

Interessant wäre auch, wenn man beim quantitativen Ansatz in der Spielbewertung den Technikaspekt (insbesondere Grafik) völlig ausblenden könnte. Denn das unterliegt insgesamt einer Konvergenz, aber zum Beispiel auch innerhalb einer Konsolengeneration. Bei der gefühlten Innovativität eines Spiels kann man technische Innovation von anderen Bereichen wie game design oder storytelling möglicherweise nicht gut trennen.

Phazonis
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Phazonis » 21. Mai 2019, 16:28

Schlagerfreund hat geschrieben:
21. Mai 2019, 10:56
@Ulowbaer.
In dem Zusammenhang ging es glaube nicht so sehr um production values, sondern eher darum das manche Spiele konservative Winkelzüge als Innovation verkaufen wollen.
ulowbaer hat geschrieben:
21. Mai 2019, 10:03
Alles in allem finde ich, dass den AAA-Spielen hier unrecht getan wird. Denn ich persönlich finde, dass alle Kritikpunkte mangelnder Innovation (welche für mich manchmal auch konstruiert wirkten) sich zu 99% auf den gesamten Spielemarkt anwenden lassen und somit nicht ein alleiniges Problem von AAA ist.
Das in Dragon Age Origins (nie gespielt) über 90% der Quest irgendwelche Töten- oder Sammelquests sind mag zwar stimmen, aber das ist meiner Meinung nach bei 99% aller Rollenspiele so, egal ob Indi oder nicht.
Auch fand ich bis auf wenige Ausnahmen (wie Minecraft), die genannten Indi-Beispiele nicht innovativ. Stardew Valley (ein Harvest Moon für den PC) ist jetzt rein rational betrachtet keine Innovation oder eine Kopie eines bestehenden Spiels.
Und welche Innovationen den Namen verdienen ist immer so ein leidiges Thema. Gut dann ist das halt nur eine Innovation für die AC-Reihe, aber wenn man dies nicht anerkennt, dann war auch Stardew Valley ein nicht besonders innovatives Spiel, Minecraft als Lego für den PC dann auch nicht und Battle Royale trägt die Inspirationsquelle ja schon im Namen, also auch nicht. Fast jede Innovation hat irgendwo ihre Vorbilder, wenn man die dann alle als nicht wirklich neu deklariert, dann siehts allgemein sehr mager aus auch für Indie/AA.
Schlagerfreund hat geschrieben:
21. Mai 2019, 10:56
Bei der Neuausrichtung von Assassins Creed stimme ich dir da größtenteils auch nicht zu.

Kampfsystem wurde ersetzt aber durch ein recht klassisches System mir ordentlich "Bullet Sponge" Gegnern die einfach nur ein zu hohes Level haben als das man sie sinnvoll bekämpfen könnte. Nicht weil sie mechanisch gut sind, du machst einfach zu wenig Schaden und sie teilen zu viel aus.

Spieltiefe sehe ich bei der Ausrüstung nicht. Es macht in den meisten Fällen keinen Unterschied ob meine Waffe jetzt 3% mehr Schaden macht. Der Gegner fällt im Optimalfall dann mit einem Schlag weniger um. Ansonsten wird man immer mir Ausrüstung versorgt die gut genug für die Gegner auf der angemessen Levelstufe sind. Den einzigen Pluspunkt sehe ich hier das ich bestimmen kann wie meine Rüstung aussehen kann.

Grafik sollte bei dem Budget nicht verwundern. Sie ist aber meiner Meinung nach nur angemessen und weit weg von irgendeiner neuen Qualität oder Innovation. Oft ist sie meiner Meinung nach sogar sehr zweckmäßig

Das es keine Echtwelt mehr gibt empfinde ich als kreativer Rückschritt. Hier wurden meiner Meinung nach einfach die Möglichkeiten die man hatte nur nie genutzt. Hier hat die Serie immer Potential verschenkt sowohl erzählerisch als auch spielerisch. Auch hier sehe ich das man eher konservativer geworden ist.

Das nicht mehr jedes Jahr kein neues AC kommt ist ja egal. Denn das AC macht ja nie Pause dank Service Konzept.

Gerade Odyssey hat für mich eigentlich ganz nett angefangen. Nach 4 Stunden hatte ich dann aber keinen Bock mehr, weil ich gesehen habe "da kommt" jetzt nix mehr, sondern nur noch eine Wiederholung von dem was ich schon getan habe und das ohne Variationen oder auch nur ansatzweise gut erzählte Geschichten. Dazu stört mich dann auch die Tatsache das wie gesagt Gegner nicht besiegen "darf". Nicht weil ich nicht kann, sondern weil das Spiel es einfach nicht will. Da soll ich nämlich schön Leveln, oder sogar noch Geld ausgeben um das schneller zu tun. Ich habe das Spiel bereits 2 mal neu installiert und es nach einer Stunde wieder von der Platte geworfen. Für mich ist das schon recht exemplarisch was mir an Service Games nicht passt.
Nun wir sollten da wohl mal weg davon kommen, ob wir die Veränderung gut finden oder nicht. Ich persönlich finde die Entwicklung von AC auch eher Mist, aber sie existiert halt. Man muss ja Innovationen nicht toll finden, aber anerkennen das sie passieren und damit man dem Spiel zumindest nicht mehr innovationslosigkeit vorwerfen kann.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von echtschlecht165 » 21. Mai 2019, 16:32

ist es wirklich Innovativ, wenn man ein Spiel dass in seier Mechanik davor recht einzigartig war (Assasinen und Attentäterspiele gab es nicht soviele IIRC), seltsame Rollenspielelemente und Levelsysteme einbaut, die so garnicht zum Rest passen.
Wieso kann ich den Lvl 15 Soldaten Onehitten, den Lvl 19 Soldat, der genau gleich aussieht , aber nicht?

Meiner Meinung nach ist nicht jede Veränderung auch Innovation
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Schlagerfreund » 21. Mai 2019, 16:33

Es ist halt in meinen Augen keine Innovation. Genau genommen hat sich Ubi einfach nur bei diversen Spielen bedient und das auf die Franchise geklatscht. Innovation sieht für mich anders aus.

Phazonis
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Phazonis » 21. Mai 2019, 16:55

echtschlecht165 hat geschrieben:
21. Mai 2019, 16:32
ist es wirklich Innovativ, wenn man ein Spiel dass in seier Mechanik davor recht einzigartig war (Assasinen und Attentäterspiele gab es nicht soviele IIRC), seltsame Rollenspielelemente und Levelsysteme einbaut, die so garnicht zum Rest passen.
Wieso kann ich den Lvl 15 Soldaten Onehitten, den Lvl 19 Soldat, der genau gleich aussieht , aber nicht?

Meiner Meinung nach ist nicht jede Veränderung auch Innovation
Auch hier Definitionssache, aber wenn man den AAA kreativen Stillstand attestieren will, würde ich auch solche Veränderungen gelten lassen, als Indiz, dass er sich eben doch entwickelt, auch wenn nicht in absolut nie dagewesenen Bahnen, aber dazu komme ich gleich:
Schlagerfreund hat geschrieben:
21. Mai 2019, 16:33
Es ist halt in meinen Augen keine Innovation. Genau genommen hat sich Ubi einfach nur bei diversen Spielen bedient und das auf die Franchise geklatscht. Innovation sieht für mich anders aus.
Wie ich schon schrieb kann man ja gerne der Meinung sein, nur wenn es nicht als Innovation zählt, wenn man sich bei anderen bedient, dann ist für dich der gesamte Gamesmarkt sehr innovationslos und dass inkludiert dann AAA, AA und weite Teile des Indiemarkts. Beispiele wie Stardew Valley habe ich schon genannt, aber auch Frost Punk, This War of Mine,... Alles keine innovativen Spiele, da sie sich ja zum Großteil bei vorherigen Spielen bedienen.

Deshalb sagte ich, dass dieses ab wann zählt es als Innovation meist nirgendwo hin führt, weil wenn man jedes Argument in dieser Richtung dann mal rational durchexerziert und zu seinem logischen Ende führt, man dabei rauskommt, dass fast der ganze Markt komplett unkreativ und innovationslos ist.

ulowbaer
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von ulowbaer » 22. Mai 2019, 13:50

@Schlagerfreund
Ich persönlich wollte das mit AC jetzt nicht alles als positiv werten. Beispielsweise das Levelsystem fand ich auch nicht besonders gut, da man die steigende Schwierigkeit (bei höher levligen Gegnern) nicht durch Können kompensieren kann. Du hast natürlich völlig recht, dass das neue Kampfsystem nicht perfekt ist, aber ich finde es zumindest besser als das Alte, welches meiner Meinung nach ja nur das Drücken der Kontertaste war.
echtschlecht165 hat geschrieben:
21. Mai 2019, 16:32
ist es wirklich Innovativ, wenn man ein Spiel dass in seier Mechanik davor recht einzigartig war (Assasinen und Attentäterspiele gab es nicht soviele IIRC), seltsame Rollenspielelemente und Levelsysteme einbaut, die so garnicht zum Rest passen.
...
Das mag natürlich stimmen, aber gilt meiner Meinung nach nur für den 1. oder 2. Teil. Danach ist das was in AC an Spielkonzept und Gameplay drin war viel zu wenig für weitere Teile, was eine Veränderung zwingend erforderlich gemacht hat.

Die Folge erweckt für mich einfach den Eindruck, dass man Anti ist und daher AAA Scheiße findet (wie zu Beginn selber gesagt). So zeigt in meinen Augen die Folge keine Alternativen auf, wie denn ein gutes AAA-Spiel sein sollte oder was man sich für ein solches wünscht, außer dass es anders sein soll.

Ich nehme hier nochmal das Beispiel Stardew Valley, in dem Wissen, dass Beispiele nicht alles abdecken können.
So wurde ja Stardew Valley als positives und innovatives Spiel gesehen. Den Innovationsbegriff will ich hier gar nicht mehr besprechen, der wurde meiner Meinung nach sehr gut von allen Seiten beleuchtet. Daher gilt für das folgende Beispiel die Annahme, dass es ein innovatives Spiel ist.

Wenn ein Stardew Valley nun ein mögliches Ziel (Idealspiel für AAA) wäre, sehe ich hier ehrlicherweise keine Möglichkeit dies als AAA umzusetzen.
Hätte nun beispielsweise EA das Spiel entwickelt und veröffentlicht, hätten EA ein gutes Spiel gemacht, was aber per Definition ja trotzdem kein AAA. Ich sehe hier auch nicht, wie man in dieses Spiel sinnvoll noch 50 Millione reinpumpen gekonnt hätte.
Denn AAA zeichnet sich meiner Meinug nach eben durch die sehr hohe Qualität sowie Produktivwert aus. In der Folge müssen solche Spiele auch zum Vollpreis verkauft werden und das muss sich auch rechtfertigen lassen. Wäre Stardew Valley für 60€ verkauft worden, hätten sich alle (meiner Meinung zu Recht) über das Preisleistungsverhältnis beschwert und auch das ersetzen der Optik durch 3D-Modelle oder ähnliches hätte dort nicht viel dran geändert.

So kann ich natürlich verstehen, wenn Jochen sagt, er hätte lieber eine kurze knackige Geschichte und ist nach 5 Stunden durch. Und das ist ja auch vollkommen legitim so etwas zu bevorzugen.
Jedoch finde ich es unrealistisch dies von AAA Spielen zu fordern. Wenn man kleine Indie-Spiele mag ist das ok, nur ich finde nicht, dass man AAA Spielen vorwerfen sollte, dass sie nicht klein und Indie sind... (wahrscheinlich leicht überspitzt und auch nicht nur auf Jochen, sondern auf die gesamte Diskussion bezogen).
Zuletzt geändert von ulowbaer am 22. Mai 2019, 13:54, insgesamt 1-mal geändert.

oscarmayer
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von oscarmayer » 22. Mai 2019, 13:53

So kann ich natürlich verstehen, wenn Jochen sagt, er hätte lieber eine kurze knackige Geschichte und ist nach 5 Stunden durch. Und das ist ja auch vollkommen legitim so etwas zu bevorzugen.
Da bin ich selbst leider immer wieder der hinterletzte Idiot:
Kommt ein Spiel wie Hellblade denke ich "Mensch, das ist aber kurz" und kaufe es meistens nicht. :(
Kommt ein riesen Open World Ding bin ich "zufrieden", kaufe es und sehe NIE das Ende.
Skyrim, AC:Origins, AC:Odysse, RDR2 etc. etc. etc. ich habe nie das Ende gesehen! (Days Gone und Horizon sind die Ausnahme).

EggersMcBraiden
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von EggersMcBraiden » 22. Mai 2019, 14:30

oscarmayer hat geschrieben:
22. Mai 2019, 13:53
Da bin ich selbst leider immer wieder der hinterletzte Idiot:
Kommt ein Spiel wie Hellblade denke ich "Mensch, das ist aber kurz" und kaufe es meistens nicht. :(
Kommt ein riesen Open World Ding bin ich "zufrieden", kaufe es und sehe NIE das Ende.
Skyrim, AC:Origins, AC:Odysse, RDR2 etc. etc. etc. ich habe nie das Ende gesehen! (Days Gone und Horizon sind die Ausnahme).
Kann ich vollkommen nachvollziehen, geht mir genau so. Und es tut mir ebenso leid, aber offensichtlich ist mein Einkommen als Praktikant nicht hoch genug, um mir ein Hellblade für Vollpreis zu kaufen.
Bei mir ist aber noch der Aspekt Multiplayer besonders wichtig. Co-op lässt mich immer mehr Geld ausgeben für kürzere Spiele, wenn ich es mit Freunden spielen kann.
PvP Multiplayer schlägt für mich jedes SP Spiel unter ca. 10 Stunden. Dazu kommt, dass ich durchschnittliche Durchspielzeiten in aller Regel stark unterbiete, das hilft nicht gerade :D

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von oscarmayer » 22. Mai 2019, 14:45

Naja Hellblade war immer etwas günstiger (40 statt 60 EUR?).
Aber der Preis tut für mich eher weniger zur Sache. Es ist eher so ein "ich will mir nicht in 2 Tagen das nächste Spiel suchen müssen" Ding.^^
Wenn ich mir überlege, dass ich neulich mutwillig 60 EUR für Rage 2 ausgegeben habe.
Der Content wird wiederholt sich nach nicht mal 30 Minuten Spielzeit. Mal sehen wie weit ich da komme... :D

EggersMcBraiden
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von EggersMcBraiden » 22. Mai 2019, 14:59

oscarmayer hat geschrieben:
22. Mai 2019, 14:45
Naja Hellblade war immer etwas günstiger (40 statt 60 EUR?).
Aber der Preis tut für mich eher weniger zur Sache. Es ist eher so ein "ich will mir nicht in 2 Tagen das nächste Spiel suchen müssen" Ding.^^
Wenn ich mir überlege, dass ich neulich mutwillig 60 EUR für Rage 2 ausgegeben habe.
Der Content wird wiederholt sich nach nicht mal 30 Minuten Spielzeit. Mal sehen wie weit ich da komme... :D
Das stimmt, aber gerade auf schwer hat es bisher richtig befriedigendes Gameplay für mich (hab so 6 Stunden gespielt). Viele abilities, die sich gut kombinieren und verketten lassen, verschiedene Waffen mit sinnvollen Unterschieden und ein richtig zufriedenstellendes Trefferfeedback. Noch dazu finde ich, dass sich die Gegner bisher, dafür das alle Humanoid waren, erstaunlich unterschiedlich anfühlen. Gerade die Mutanten, haben ganz interessante Laufmuster irgendwie. Nur das Autofahren kann etwas langweilen.^^

Perfekt ist es auf keinen Fall. Aber ein Autounfall ist es bei weitem nicht.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Schlagerfreund » 22. Mai 2019, 15:10

Der Unterschied ist das ich ein Hellblade vielleicht in 2 Tagen durchspiele, das Spiel aber wesentlich länger im Gedächtnis bleibt (positiv). Das ist auch ein Spiel das noch wesentlich weiter nachwirkt als das Gameplay lang ist. Ich glaube da ist dann auch der Punkt erreicht wo für mich ein Spiel keine reine Unterhaltungsware ist sondern Kulturgut.

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Sebastian Solidwork » 22. Mai 2019, 15:47

Ich meine, dass einiges an Kritik an AAA aus genau dem kommt was in Walkthrough: Tetris & Storytelling (Thread, Folge) besprochen wurde.
Die Spiele haben weder eine klare narrative noch mechanische Fokussierung. Und sind zusätzlich überladen mit mehrere interaktiven Systemen die auch im Streit stehen.
Dem entsprechend kommt es zu Widersprüchen an denen sich verschiedene Leute reiben. Was mir die hier immer wieder aufwallenden Diskussionen zeigen. Zu RDR2 kamen hier doch einige kritische Kommentare von Spielern.
Wolfgang und Fabian, zwei Gamedesigner, sehen eine Fokussierung als sehr hilfreich und die künstlerische Weiterentwicklung des Mediums.

Everbodys Darling mag am Ende kaum einer so wirklich. :cry:

Das ich die bisherige Entwicklung bei AAA sowohl als ökonomisch Risiko wie auch menschliche Trägodie sehe, habe ich hier schon mal ausgedrückt.
Umweltschutz beginnt im Geldsystem.
Fix the system!

Der Sinn des Lebens ist, dass Menschen voller Sinn das niemals wissen müssen. - Gunter Dueck in Omnisophie

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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von Phazonis » 25. Mai 2019, 15:45

ulowbaer hat geschrieben:
22. Mai 2019, 13:50
Ich nehme hier nochmal das Beispiel Stardew Valley, in dem Wissen, dass Beispiele nicht alles abdecken können.
So wurde ja Stardew Valley als positives und innovatives Spiel gesehen. Den Innovationsbegriff will ich hier gar nicht mehr besprechen, der wurde meiner Meinung nach sehr gut von allen Seiten beleuchtet. Daher gilt für das folgende Beispiel die Annahme, dass es ein innovatives Spiel ist.

Wenn ein Stardew Valley nun ein mögliches Ziel (Idealspiel für AAA) wäre, sehe ich hier ehrlicherweise keine Möglichkeit dies als AAA umzusetzen.
Hätte nun beispielsweise EA das Spiel entwickelt und veröffentlicht, hätten EA ein gutes Spiel gemacht, was aber per Definition ja trotzdem kein AAA. Ich sehe hier auch nicht, wie man in dieses Spiel sinnvoll noch 50 Millione reinpumpen gekonnt hätte.
Denn AAA zeichnet sich meiner Meinug nach eben durch die sehr hohe Qualität sowie Produktivwert aus. In der Folge müssen solche Spiele auch zum Vollpreis verkauft werden und das muss sich auch rechtfertigen lassen. Wäre Stardew Valley für 60€ verkauft worden, hätten sich alle (meiner Meinung zu Recht) über das Preisleistungsverhältnis beschwert und auch das ersetzen der Optik durch 3D-Modelle oder ähnliches hätte dort nicht viel dran geändert.

So kann ich natürlich verstehen, wenn Jochen sagt, er hätte lieber eine kurze knackige Geschichte und ist nach 5 Stunden durch. Und das ist ja auch vollkommen legitim so etwas zu bevorzugen.
Jedoch finde ich es unrealistisch dies von AAA Spielen zu fordern. Wenn man kleine Indie-Spiele mag ist das ok, nur ich finde nicht, dass man AAA Spielen vorwerfen sollte, dass sie nicht klein und Indie sind... (wahrscheinlich leicht überspitzt und auch nicht nur auf Jochen, sondern auf die gesamte Diskussion bezogen).
Was hier sehr durcheinander geworden wird sind AAA-Spiele und AAA als Businesmodell. Wie schön beschrieben ich habe wenig gegen AAA-Spiele. Sie sind halt Teil des wachsenden Mediums Computerspiel, was jetzt auch seine Leuchtturmtitel bekommt, wo man nur selten etwas nie da gewesenes sieht.

AAA als Business ist sehe ich durchaus kritischer. Du zäumst den Karren auch ganz falsch auf. Klar wird es keinen Sinn machen in Stardew Valley 50 Mio. zu investieren, nur die viel wichtigere Frage ist diese: Warum muss denn jedes Spiel von AAA ein so großes und teures sein? Warum werden nicht mehr Spiele mit auch kleineren Budgets entwickelt? Wie viele Spiele Ubisoft machen könnte, wenn nicht 5+ Studios allein AC entwickeln. Der Sommer ist in jedem Jahr sowieso etwas unterbesetzt mit Release warum nicht für diesen Zeitraum ein paar kleinere Projekte entwickeln und rausbringen. Dort müssen sie nicht mit den großen um Aufmerksamkeit kämpfen und bekommen so auch ihr Spotlight. Dass alles was AAA macht entweder das 50 Mio. Mega Spiel sein muss oder es gar nicht gemacht wird ist mMn sehr Kritikwürdig.

ulowbaer
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Re: Runde #215 - sind AAA-Spiele immer noch scheiße?

Beitrag von ulowbaer » 30. Jul 2019, 14:01

Auch wenn es schon eine Ewigkeit her ist, habe ich erst gerade die Rückmeldung gesehen und wollte trotzdem noch darauf antworten.
Phazonis hat geschrieben:
25. Mai 2019, 15:45
ulowbaer hat geschrieben:
22. Mai 2019, 13:50
...
Wenn ein Stardew Valley nun ein mögliches Ziel (Idealspiel für AAA) wäre, sehe ich hier ehrlicherweise keine Möglichkeit dies als AAA umzusetzen.
Hätte nun beispielsweise EA das Spiel entwickelt und veröffentlicht, hätten EA ein gutes Spiel gemacht, was aber per Definition ja trotzdem kein AAA. Ich sehe hier auch nicht, wie man in dieses Spiel sinnvoll noch 50 Millione reinpumpen gekonnt hätte.
Denn AAA zeichnet sich meiner Meinug nach eben durch die sehr hohe Qualität sowie Produktivwert aus. In der Folge müssen solche Spiele auch zum Vollpreis verkauft werden und das muss sich auch rechtfertigen lassen. Wäre Stardew Valley für 60€ verkauft worden, hätten sich alle (meiner Meinung zu Recht) über das Preisleistungsverhältnis beschwert und auch das ersetzen der Optik durch 3D-Modelle oder ähnliches hätte dort nicht viel dran geändert.
...
Was hier sehr durcheinander geworden wird sind AAA-Spiele und AAA als Businesmodell. Wie schön beschrieben ich habe wenig gegen AAA-Spiele. Sie sind halt Teil des wachsenden Mediums Computerspiel, was jetzt auch seine Leuchtturmtitel bekommt, wo man nur selten etwas nie da gewesenes sieht.

AAA als Business ist sehe ich durchaus kritischer. Du zäumst den Karren auch ganz falsch auf. Klar wird es keinen Sinn machen in Stardew Valley 50 Mio. zu investieren, nur die viel wichtigere Frage ist diese: Warum muss denn jedes Spiel von AAA ein so großes und teures sein?
Ich muss gestehen dass ich diesen Einwand nicht verstehe. Meiner Meinung müssten so hohe Beträge eben deshalb verwendet werden, weil es sonst kein AAA ist. AAA definiert sich ja nicht dadurch, welcher Publisher/Entwickler das Spiel umsetzt.
Das es keinen Sinn ergibt 50 Mio in Stardew Valley zu investieren, habe ich in meinem Beitrag ja auch geschrieben. Für mich ist eben dies auch ein Argument dafür, dass AAA eben gewisse Dinge nicht leisten kann, zu denen kleinere Spiele in der Lage sind (und umgekehrt).
Phazonis hat geschrieben:
25. Mai 2019, 15:45
Warum werden nicht mehr Spiele mit auch kleineren Budgets entwickelt? Wie viele Spiele Ubisoft machen könnte, wenn nicht 5+ Studios allein AC entwickeln. Der Sommer ist in jedem Jahr sowieso etwas unterbesetzt mit Release warum nicht für diesen Zeitraum ein paar kleinere Projekte entwickeln und rausbringen. Dort müssen sie nicht mit den großen um Aufmerksamkeit kämpfen und bekommen so auch ihr Spotlight.
Das mag durchaus sein, ist in meinen Augen aber eine ganz andere Diskussion, nämlich die Diskussion über die Strategie des Publishers. Diese kann oder besser sogar sollte meiner Meinung nach unabhängig von der Diskussion um AAA und Indi/Kleine Spiele geführt werden.
Phazonis hat geschrieben:
25. Mai 2019, 15:45
Dass alles was AAA macht entweder das 50 Mio. Mega Spiel sein muss oder es gar nicht gemacht wird ist mMn sehr Kritikwürdig.
Das habe ich so meiner Meinung nach nirgends gefordert und wollte es auch nicht fordern. Aber wie bereits zuvor beschrieben definiert sich AAA meiner Meinung nach durch ein hohes Budget und einen hohen Produktwert. Daher ist dies meiner Meinung zwingend erforderlich, damit ein Spiel AAA ist.
Natürlich gebe ich dir recht, dass dies einen großen Publisher nicht davon abhält kleinere Spiele zu machen. Diese können dann durchaus gut sein, sind aber eben in meinem Verständnis kein AAA (was aber ja nicht schlimm ist).

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