Feierabendbier: Print & Gewalt

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Blaight
Lord Moderator of the Isles, First of his name
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Blaight »

Ich finde übrigens sowohl zum Spielen als zum Bekämpfen Glasscannons cool. Ich hasse Bulletsponges, aber ein Gegner, der richtig austeilen kann aber dann seinerseits durch Headshots auch angemessen gut down geht, das mag ich. Und so spiele ich halt super viele Spiele...alles auf aggro, high risk high gain.

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Axel
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Axel »

Zum Thema Print aktuell:
Ich habe mir aufgrund der Diskussion mal einen Probeaccount bei Steadly geholt und auf meinem iPad verschiedene aktuelle Spielezeitschriften durchgeblättert. Was einem da geboten wird, spottet tatsächlich jeglicher Beschreibung. Nehmen wir als Beispiel die aktuelle N-Zone vom Computec Verlag. Die habe ich Anfang der 2000er sogar ganz gerne gelesen. Die hat nicht mal mehr richtig Fleisch.

Zum Aufbau:

- Umfang: Genau 100 Seiten. Und vor allem: Werbefrei. Es gibt keine einzige Werbeanzeige von einem Dritten, lediglich für andere Computec-Produkte. Wenn man das mal vergleicht wie vollgeballert die Zeitschriften früher mal waren...

- Das Heft startet mit Editorial und ein paar Newsseiten. Es wird die September-Direct zusammengefasst, gefolgt von Gerüchten a la „No Mans Sky bald für die Switch?“. Anschließend ein magerer zweiseitiger Bericht von der Gamescom.

- Es folgen knapp 20 Seiten Previews und Vorschauen! Ein Mario Kart Tour bekommt dabei geschlagene 4 Seiten! Ein F2P Mobile Spiel wohlgemerkt! Weitere 4 Seiten für Zelda. Es folgen Previews zu Kunai, Sayonara Wild Hearts, Circuit Superstars, Witcher 3 und Empire of Sin. Von Seite 15 bis Seite 33, nur Previews!

- Danach folgen die Spieletests. Dabei gibt es nur 10 Spiele, angeführt von Astral Chain. Schlechtestes Testergebnis: Daemon X Machina mit einer 6/10. Wobei mir hier auffällt, dass der Text zwischen den Zeilen sehr vernichtend ist und im Wertungskasten ganze 9 Negativpunkte gegenüber 5 mageren Positivpunkten a la „Hübsche Grafik“ und „Jede menge Freischaltbares“ stehen. Und dennoch eine 6/10, also überdurchschnittlich? Hä??? Textlich sind die die Tests auch nicht sonderlich gut. Und die Wertungen sind immer: 8/10!

- Von Seite 68 bis 75 gibt es dann jede Menge Bestenlisten für Switch und 3DS. Unterbrochen von einem kleinen Fenster, die besagt, dass es für die Switch kaum Adventures gibt. Was zwar nicht stimmt, aber lassen wir das mal.

- Zwischen Seite 75 und 100 kommen dann die Restrubriken: Retro, Leserbriefe, User-Levels für Super Mario Maker und die Vorschau. Ach ja, und noch ne Werbung für den Nintendo Podcast (der übrigens tatsächlich ganz nice ist!).


Ich bin geradezu fassungslos über dieses Heft! Wer kauft das, welche Zielgruppe soll damit bedient werden? Da steht nichts, was man nicht schon kostenlos auf zig tausend Nintendoseiten im Internet findet - oder im Nintendo eigenen Newskanal auf der Switch. Der Testteil ist ein schlechter Witz gemessen an dem, was so monatlich für die Switch erscheint. Viele Bilder, wenig Text. Und das Layout ist tatsächlich immer gleich!
Was mich aber am meisten beschäftigt: Wer liest sich knapp 20 Seiten Previews durch, wo eh Trailer und Pressetexte nochmal umformuliert werden? Den Platz könnte man ja, wie früher, sehr viel besser nutzen indem man Kurztests reinpackt. Oder man könnte eine nette Reportage bringen oder oder oder...

Und dann kostet das Ding auch noch 4,90€! Selbst das alte Nintendo Club Magazin aus den 90ern, als Nintendo eigenes Werbeblatt (sic!), hat mehr geboten und vor allem viel mehr Spiele vorgestellt als die N-Zone im Jahr 2019.
„Kein Wunder also, dass wir uns den Debatten der Allgemeinheit anschließen und lieber darüber nachdenken, wer zu uns gehört und nicht, als gemeinsam über Lösungen zu streiten. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“
(Serdar Somuncu)

Rick Wertz
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Rick Wertz »

rammmses hat geschrieben:
25. Sep 2019, 10:54
Zur CBS würde ich noch sagen, dass die inhaltlich damals vor allem Kinder und junge Jugendliche als Zielgruppe hatten. Schreibstil und Inhalt, der sehr leicht verständlich sein sollte und sich an sehr uninformierte Leser richtet, dazu in den ersten Jahren komplett auf Tests zu USK 18 Spielen verzichtet. Diese Zielgruppe ist heute überhaupt nicht mehr durch Print erreichbar und vor allem bei Influencern/Let's Playern nun zu Hause. Heute kann man mit Print nur noch ein kleines Enthusiasten-Fachpublikum erreichen und da ist die CBS in ihrer Konzeption völlig ungeeignet. Dazu die Sache mit den Vollversionen, die ihr ja ansprecht.
Wenn das so war, haben sie ihr Ziel zumindest bei mir damals komplett verfehlt (sowas wie die Bravo Screenfun hätte ich aber auch nie angefasst). Die Schreibe wirkte weniger "einfach" als einfach nur schlecht, und uniformiert hauptsächlich die Autoren. Von den ganzen eigenen Wortschöpfungen wie "Spielverbesserungsprogramm" für Patch ganz abgesehen.

Und der seltsame Wertungskästen, in dessen Gesamtnote auch die Hotline des Herstellers und das Handbuch eine wichtige Rolle spielten, waren für eine Generation, die mit dem Internet groß geworden ist auch nicht relevant.

Die Zielgruppe der CBS kann wohl nur eine dumme gewesen sein, welche auch nichts lernen wollte.

Ich persönlich habe nur eine einzige Ausgabe jemals gekauft, als ich mit meinen Eltern auf der Durchfahrt durch Deutschland war. An einer Tankstelle habe ich die CBS entdeckt und neugierig dieses günstige und relativ umfangreiche Spielemagazin gekauft - und sehr bald darauf bereut.

Decius
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Decius »

Axel hat geschrieben:
26. Sep 2019, 01:18
- Es folgen knapp 20 Seiten Previews und Vorschauen! Ein Mario Kart Tour bekommt dabei geschlagene 4 Seiten! Ein F2P Mobile Spiel wohlgemerkt! Weitere 4 Seiten für Zelda. Es folgen Previews zu Kunai, Sayonara Wild Hearts, Circuit Superstars, Witcher 3 und Empire of Sin. Von Seite 15 bis Seite 33, nur Previews!
Ist ja jetzt nix neues, oder? Spontan die Powerplay 10/94 hergenommen: 133 Seiten, davon ca. 30 Werbung (überraschend viel Zigarettenwerbung). 12 sind alleine für Previews (ohne geschaltete Werbung mitzuzählen natürlich). Ist jetzt kein so anderes Verhältnis. Die Spiele sind halt andere: Fantasy General, Masters of Magic. Geile Nostalgie :D

PC Player 10/97: 24 Seiten Preview (Lands of Lore! Wing Commander: Prophecy! Ultima Online!) + "Vor Ort" (also Previews wo man beim Entwickler war - bis auf AoE bei MS alles Gurkenspiele und -entwickler) bei 168 Seiten, davon 47 Seiten Werbung.

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LegendaryAndre
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von LegendaryAndre »

derFuchsi hat geschrieben:
25. Sep 2019, 14:28
Natürlich ist das nachvollziehbar und logisch. Trotzdem ist die Wahrheit irgendwie unschön. Früher war Print #1 und dann kam Web. Irgendwann hat
Früher war Print #1 und dann kam Web. Die M! Games stellt für mich allerdings eine zeitlose Ausnahme dar, bei der das keine Rolle all zu große Rolle zu spielen scheint. Hoffe ich täusche mich da nicht! (Zahlen)

Von allen Magazinen finde ich hat sich die M! Games im Laufe der Zeit meiner Meinung nach am besten entwickelt! Dort arbeiten sympathische und erfahrene Redakteure die seit Jahren gute und wirklich lesenswerte Artikel schreiben. Zudem ist die Qualität der Seiten und des Hochglanz-Covers sehr gut. Das Layout war früher nicht deren Stärke, ist heute aber top.

Für mich ist es fast schon das einzige Print-Produkt im Spielebereich bei dem sich der Kauf wirklich lohnt, da der Vorteil der Aktualität des Webs hier keine so große Rolle spielt, eben weil es keine aufgeblähten Artikel mit wenig Inhalt gibt wie bei manchen Konkurrenz-Blättern, sondern wirklich wohlüberlegte und gut recherchierte Themen, die Spieler ansprechen.

Erstaunlich auch, dass man sich auf den lautstarken Wettbewerb in all den Jahren gar nicht erst eingelassen hat, sondern still und kontinuierlich am eigenen Magazin gearbeitet und es verbessert hat. Die Leute dort haben einfach ein Gefühl dafür, worauf es ankommt! Die DVD wurde schon vor Jahren zugunsten einer besseren Heftqualität wieder entfernt, denn in Wirklichkeit braucht die heutzutage kaum noch jemand.

Ich lese auch noch die GameStar, die ich jetzt auch nicht unbedingt schlecht finde, aber es ist mehr die Routine als langjähriger Leser. Auf die M! Games freue ich mich aber nach wie vor, weil fast in jeder Ausgabe etwas enthalten ist, das mich anspricht und überrascht. Schön ist auch, dass das Magazin modernisiert wurde und dennoch noch die Stärken früherer Videospielzeitschriften aufrecht erhält und ein bisschen was vom damaligen Zeitgeist zu vermitteln vermag.

Joschel
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Joschel »

Das Format ist einfach prima! Zwei Themen und es wird ohne allzu große Vorbereitung einfach drauf los philosophiert. Das ist oldschool und gefällt mir einfach immer wieder am besten.

Rick Wertz
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Registriert: 13. Apr 2018, 10:40

Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Rick Wertz »

Ich bin tatsächlich auch einer der E-Paper-Nutzer: Früher hatte ich die Gamestar auf totem Holz abonniert, heute bin ich auf Plus & Magazinarchiv: So erhalte ich das Heft als monatliches Kompendium zum (virtuellen) Durchblättern hauptsächlich auf dem Handy.

Die meisten Artikel lese ich aber in der Plus-Version für die Website formatiert, da bleiben dann also nur noch Kleinigkeiten und jene Artikel über, die noch nicht als Plus-Inhalt publiziert wurden. In Summe für mich aber genug Mehrwert, den geringen Aufpreis zu bezahlen.

Stuttgarter
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Stuttgarter »

Axel hat geschrieben:
26. Sep 2019, 01:18
Wer kauft das, welche Zielgruppe soll damit bedient werden? Da steht nichts, was man nicht schon kostenlos auf zig tausend Nintendoseiten im Internet findet - oder im Nintendo eigenen Newskanal auf der Switch. [...]
Was mich aber am meisten beschäftigt: Wer liest sich knapp 20 Seiten Previews durch, wo eh Trailer und Pressetexte nochmal umformuliert werden?
Ganz spontane Vermutung - alle, die nicht derart viel Zeit in das Nintendo-Hobby stecken wie beispielsweise Du? Diejenigen, die tatsächlich halt ab und zu auf dem Nintendo rumdaddeln, aber im Jahr mit drei oder vier Spielen auskommen? Und deshalb schlicht auch gar kein Interesse daran haben, Zeit in Netzrecherche zu stecken, aber trotzdem eine "neutralere" Einordnung als durch Nintendos Werbe-Filmchen wollen? (Ob sie die dort tatsächlich kriegen - anderes Thema. Aber sie werden es annehmen.)

Von sich selbst auf andere schließen ist häufig nicht zielführend :) - es wird vermutlich eine verdammt große Menge Mensch geben, der diese Art oberflächliches Drüberhuschen völlig genügen dürfte.

ZiggyStardust
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von ZiggyStardust »

Axel hat geschrieben:
26. Sep 2019, 01:18
Ich bin geradezu fassungslos über dieses Heft! Wer kauft das, welche Zielgruppe soll damit bedient werden? Da steht nichts, was man nicht schon kostenlos auf zig tausend Nintendoseiten im Internet findet - oder im Nintendo eigenen Newskanal auf der Switch.
Vielleicht Kinder, die nicht ins WLAN dürfen. :ugly:

Meine letzte N-Zone war die zum 3DS-Launch und die war auch schon nicht sonderlich gut. Aber offenbar wird das Heft ja gekauft, sonst würden sie es nicht machen.
LegendaryAndre hat geschrieben:
26. Sep 2019, 10:11
Schön ist auch, dass das Magazin modernisiert wurde und dennoch noch die Stärken früherer Videospielzeitschriften aufrecht erhält und ein bisschen was vom damaligen Zeitgeist zu vermitteln vermag.
Das sehe ich auch so. Im Aktuell-Bereich finde ich immer genug News, die auf den Online-Seiten nicht thematisiert wurden. Auf der Website haben sie leider auch die typischen 08/15 Gerüchtenews, die es überall gibt, aber die schaffen es meist nicht ins Heft. Und sie testen noch Sachen, die online niemand testen würde, weil man die Klicks an zwei Händen abzählen könnte. Dadurch geben sie eine ganz gute Marktübersicht. Wenn man wissen will, wie der "Zeitgeist" in einem bestimmten Jahr war, dann ist es schwer das über Online-Recherche zu ermitteln. Da ist dann ein Jahrgang von einem Magazin wie der M!Games deutlich hilfreicher.
LegendaryAndre hat geschrieben:
26. Sep 2019, 10:11
Von allen Magazinen finde ich hat sich die M! Games im Laufe der Zeit meiner Meinung nach am besten entwickelt! Dort arbeiten sympathische und erfahrene Redakteure die seit Jahren gute und wirklich lesenswerte Artikel schreiben. Zudem ist die Qualität der Seiten und des Hochglanz-Covers sehr gut. Das Layout war früher nicht deren Stärke, ist heute aber top.
Ich fand das Layout bis Anfang 2007 auch nicht sonderlich gut, aber dann haben sie es deutlich verbessert. Leider wurde dieses Layout dann durch den M!Games Relaunch nach anderthalb Jahren schon wieder geändert, wobei ich das M!Games-Layout auch nicht schlechter fand.
LegendaryAndre hat geschrieben:
26. Sep 2019, 10:11
Früher war Print #1 und dann kam Web. Die M! Games stellt für mich allerdings eine zeitlose Ausnahme dar, bei der das keine Rolle all zu große Rolle zu spielen scheint. Hoffe ich täusche mich da nicht! (Zahlen)
Zumindest sehen die Zahlen des Verlags (haben nur zwei Magazine, die M!Games und die audiovison) im Bundesanzeiger nicht besorgniserregend aus.
Zuletzt geändert von ZiggyStardust am 26. Sep 2019, 12:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Schlagerfreund
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Schlagerfreund »

Auch mal mit der Folge durch.

Hach die CBS. Die war schon damals auf dem Schulhof verschrien und wurde auch nur heimlich von Leuten wegen der Vollversion gekauft. Ich muss aber sagen, dass zumindest in vielen Supermärkten die CBS hier länger im Regal stand als z.B. eine Gamestar, PC Games usw. Wirklich gelesen habe ich sie glaube ich nie. Die lag mal hier und da rum und da ging es mir dann wie Jochen. Warum sollte ich meine Zeit damit verschwenden, geschweige denn dafür Geld ausgeben?

Ansonsten sehe ich das was Jochen sich so wünscht auch eigentlich echt nur im Bereich der Musik Magazine. Da kaufe ich mir dann dann und wann am Bahnhof auch mal was, weil es für mich relevante Inhalte gesammelt anbietet. Da muss man aber sagen das dieses Magazin nur alle zwei Monate erscheint, dafür aber auch neben Interviews auch dann halt auch Rezensionen von Alben aus 2-3 Monaten gesammelt anbietet. Ist allerdings auch eine Nische aus dem Bereich Punk/Hardcore/Metal. Hat aber so wie ich es gesehen habe noch eine Auflage von ca 12.000 Heften. Meine übrigens das Ox-Fanzine.

Was Gegner angeht, so mag in doppelter Hinsicht auch menschliche Gegner. Aber hier der Fokus auf Multiplayer. Da fühlt sich ein Sieg und öfters sogar eine knappe Niederlage besser an. Ansonsten mag ich mechanisch Gegner die auch durchaus mal mehr fordern als nur ein Schema 0815. Da bin ich ein Freund von Bossgegner die mehrere Phasen haben in denen dann auch unterschiedliche Fähigkeiten und Strategien gefordert bzw. abgefragt werden.

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Axel
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Axel »

Stuttgarter hat geschrieben:
26. Sep 2019, 10:53

Ganz spontane Vermutung - alle, die nicht derart viel Zeit in das Nintendo-Hobby stecken wie beispielsweise Du? Diejenigen, die tatsächlich halt ab und zu auf dem Nintendo rumdaddeln, aber im Jahr mit drei oder vier Spielen auskommen? Und deshalb schlicht auch gar kein Interesse daran haben, Zeit in Netzrecherche zu stecken, aber trotzdem eine "neutralere" Einordnung als durch Nintendos Werbe-Filmchen wollen?
Warum der Angriff?

Wie gesagt, inhaltlich gibt es das selbst im Newskanal auf der Switch. Auf der eigenen Konsole. Da braucht man nicht mal irgendeine Form von Netzrecherche. Da reicht es einfach nur aus, die Konsole einzuschalten und auf den unteren linken Menüpunkt zu klicken. So viel neutraler sind die Texte in der N-Zone auch nicht.
Aber offenbar wird das Heft ja gekauft, sonst würden sie es nicht machen.
Naja, würde das Heft sonderlich viel verkauft werden, gäbe es da drin auch irgendeine Form von Werbung. Wenn ein Magazin komplett werbefrei daherkommt, ist das eigentlich ein gutes Zeichen, dass es da nicht mehr soooo viele Leser geben wird.
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Axel
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Axel »

Habe in der Readly App gerade auch mal in den letzten beiden M!Games reingeschaut: Die ist tatsächlich sehr gut!
Das Layout gefällt mir extrem gut. Übersichtlich, nicht mit übergroßen Bildern gestreckt. Und gleichzeitig abwechslungsreich. Bei den Kurztests fällt das besonders schön auf: Hier wird ein ausdrucksstarkes Screenshot des Spiels gewählt, sodass man einen guten optischen Ersteindruck bekommt. Und es bleibt genug Platz um ein Spiel kurz und knapp mit positiven und negativen Eigenschaften zu besprechen. Und das tolle: Sie nutzen die Wertungsskala voll aus! Und: Ein Multikonsolen Heft schafft es, doppelt so viele Switch Spiele abzubilden als ein Nintendo-Only-Magazin! :ugly:
Die News sind nicht mit den üblichen Gerüchten gefüllt, sondern werden genutzt um eher nischige Neuheiten wie Retro-Konsolen, Bücher, Soundtracks und dergleichen vorzustellen. Sehr nice! Und auch das auf seitenlange Listings vergangener Wertungen verzichtet wird, ist richtig toll.

Könnte ich mir auch echt vorstellen als Heft zu kaufen. :)
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Stuttgarter
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Stuttgarter »

Axel hat geschrieben:
26. Sep 2019, 12:30

Warum der Angriff?

Wie gesagt, inhaltlich gibt es das selbst im Newskanal auf der Switch. Auf der eigenen Konsole. Da braucht man nicht mal irgendeine Form von Netzrecherche. Da reicht es einfach nur aus, die Konsole einzuschalten und auf den unteren linken Menüpunkt zu klicken. So viel neutraler sind die Texte in der N-Zone auch nicht.

Was für ein Angriff? :o

Und ich hab seit nem Jahr nen 3DS. Und bin noch nicht EINmal auf die Idee gekommen, irgendeins der Nintendo-Filmchen anzuschauen. Okay, auf der Switch wird das vielleicht anders (in den nächsten Tagen kommt tatsächlich eine ins Haus!) - aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es Menschen gibt, die keine Lust auf "Nintendowerbesendung" haben. Und wie geschrieben: Ob die Texte in der N-Zone tatsächlich neutraler sind, könnte erstmal unerheblich sein - die positive Unterstellung dürfte darin bestehen, dass sie es schon sein werden, weil unabhängiger Journalismus und so.

Den allermeisten Menschen dürften Spiele und die Berichterstattung darüber schlichtweg nicht so sehr am Herzen liegen wie uns allen hier. Das sieht man doch auch regelmäßig an den Gamestar-Debatten - für eine große überwiegende Mehrheit scheint das, was die Gamestar macht, genau richtig zu sein. Auch wenn es hier den wenigsten gefällt.

ZiggyStardust
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von ZiggyStardust »

Axel hat geschrieben:
26. Sep 2019, 12:55
Habe in der Readly App gerade auch mal in den letzten beiden M!Games reingeschaut: Die ist tatsächlich sehr gut!
Das Layout gefällt mir extrem gut. Übersichtlich, nicht mit übergroßen Bildern gestreckt. Und gleichzeitig abwechslungsreich. Bei den Kurztests fällt das besonders schön auf: Hier wird ein ausdrucksstarkes Screenshot des Spiels gewählt, sodass man einen guten optischen Ersteindruck bekommt. Und es bleibt genug Platz um ein Spiel kurz und knapp mit positiven und negativen Eigenschaften zu besprechen. Und das tolle: Sie nutzen die Wertungsskala voll aus! Und: Ein Multikonsolen Heft schafft es, doppelt so viele Switch Spiele abzubilden als ein Nintendo-Only-Magazin! :ugly:
Die News sind nicht mit den üblichen Gerüchten gefüllt, sondern werden genutzt um eher nischige Neuheiten wie Retro-Konsolen, Bücher, Soundtracks und dergleichen vorzustellen. Sehr nice! Und auch das auf seitenlange Listings vergangener Wertungen verzichtet wird, ist richtig toll.

Könnte ich mir auch echt vorstellen als Heft zu kaufen. :)
Die letzte Ausgabe fand ich eher schwach, weil es viele Tests nicht ins Heft geschafft haben und das Special zu den besten PS4/One/Switch Spielen wie Füllmaterial im Sommerloch wirkte , aber die morgen erscheinende Ausgabe dürfte wieder richtig gut werden.

Aber eigentlich gelten die aufgezählten Stärken schon seit Ende 2008. Wie kann einem denn das entgangen sein? :ugly: Gibt doch nur noch drei Mulutiplattformhefte. Gamepro, Games Aktuell und M!Games.

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Axel
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von Axel »

ZiggyStardust hat geschrieben:
26. Sep 2019, 13:44
Aber eigentlich gelten die aufgezählten Stärken schon seit Ende 2008. Wie kann einem denn das entgangen sein? :ugly:
Die letzte Zeitschrift über Games hatte ich 2004 oder 2005 in der Hand! Danach kam Internet ins Haus... :ugly: Okay, die englische Retro Gamer habe ich noch im Abo (die deutsche Ausgabe ist mir leider zu sehr Werbeveranstaltung für Gamersglobal und bietet darüber hinaus für mich zu viele inhaltliche Fehler)...

Mir fällt auch die M!Games so positiv auf, weil ich jetzt letzte Nacht die N-Zone drübergelesen habe. Und dieser direkte Vergleich ist schon sehr frappierend. Schön finde ich vor allem, wie es die M!Games schafft, tatsächlich Spieletrends einzufangen.
„Kein Wunder also, dass wir uns den Debatten der Allgemeinheit anschließen und lieber darüber nachdenken, wer zu uns gehört und nicht, als gemeinsam über Lösungen zu streiten. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von LegendaryAndre »

ZiggyStardust hat geschrieben:
26. Sep 2019, 13:44
Aber eigentlich gelten die aufgezählten Stärken schon seit Ende 2008. Wie kann einem denn das entgangen sein? :ugly: Gibt doch nur noch drei
Da gab es die Umstellung auf die M! Games mit dem Sackboy auf dem Cover ... radikale Änderungen: keine DVD mehr, bessere Papierqualität, inhaltliche Änderungen und neues Layout und nicht zu vergessen die gewagte Umbenennung der Zeitschrift selbst! Das alles waren große Risiken, aber man hat rechtzeitig verstanden wohin sich der Zeitschriftenhandel entwickelt und was dabei wichtig ist. Ich war damals total verblüfft und dachte mir dass ist entweder verrückt oder ziemlich genial und ahnte bereits dass es Letzteres sein wird!

Die Gamepro die ich früher gerne gelesen habe, hat ihren Status hingegen verspielt und ist im Laufe der Zeit mittelmäßig geworden.

Es mag manchmal durchaus auch mal vergleichsweise etwas schlechtere Ausgaben der M! Games geben, aber im Schnitt zahlt sich der Kauf wirklich aus.
Der einzige Nachteil der M! Games ist die Webseite die trotz Überarbeitung nicht mit der "großen" Konkurrenz mithalten kann. Das liegt daran dass es keine selbstgemachten Videos zu Spielen gibt. Man hat sich dafür entschieden sich auf qualitativ hochwertigen Journalismus im Printbereich zu konzentrieren und genau deshalb ist das Magazin einzigartig. Die Artikel sind sprachlich fast immer herausragend, während die Qualität bei der GameStar trotz vieler freier namhafter Autoren sehr schwankt - vielleicht auch um ein breiteres Publikum anzusprechen. Die M! Games fährt dahingehend aber eine gerade Linie und das ist gut so.

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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von LegendaryAndre »

ZiggyStardust hat geschrieben:
26. Sep 2019, 12:04
Zumindest sehen die Zahlen des Verlags (haben nur zwei Magazine, die M!Games und die audiovison) im Bundesanzeiger nicht besorgniserregend aus.
Früher gab es vom Cyber Media Verlag ja auch noch die Mobile Gamer (im Stil vor Ende 2008), die unregelmäßig erschienen ist, sich aber offenbar irgendwann nicht mehr rentiert haben dürfte.

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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von LegendaryAndre »

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ZiggyStardust
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von ZiggyStardust »

LegendaryAndre hat geschrieben:
26. Sep 2019, 14:31
ZiggyStardust hat geschrieben:
26. Sep 2019, 12:04
Zumindest sehen die Zahlen des Verlags (haben nur zwei Magazine, die M!Games und die audiovison) im Bundesanzeiger nicht besorgniserregend aus.
Früher gab es vom Cyber Media Verlag ja auch noch die Mobile Gamer (im Stil vor Ende 2008), die unregelmäßig erschienen ist, sich aber offenbar irgendwann nicht mehr rentiert haben dürfte.
Von der hab ich alle Ausgaben. Die zum Launch der PS Vita im Februar 2012 war die letzte Ausgabe. Gab einfach nicht genug Anzeigekunden mehr für ein Handheld-Only Heft.

Es gab vom Verlag mit players auch mal ein PlayStation-2-Magazin, das aber nach gut zwei Jahren wieder eingestellt wurde.

tdiver
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Re: Feierabendbier: Print & Gewalt

Beitrag von tdiver »

Epaper sind für mich das Beste, was mir passieren konnte. Endlich liegt kein Papier mehr herum. Ich lese meine Tageszeitungen und Zeitschriften zu 99,9% auf dem Tablett oder PC. Dank Readly ist das auch eine irre Menge an epapern.

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