Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

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Axel
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Axel »

JayTheKay hat geschrieben:
8. Nov 2019, 20:42
Ich hab dieses Projekt immer als etwas verstanden, das den Zuhörer für mündig hält und für den man sich nicht selbst beschränken muss um keine falschen Eindrücke zu erzeugen. Weil man als Zuhörer weiß, dass soetwas nicht eure Meinung ist sondern eben eine Perspektive eines Mitarbeiters der PCA auf einen Vorfall, nicht mehr und nicht weniger.
schneeland hat geschrieben:
9. Nov 2019, 00:01
Ich halte die Entfernung für Überzogen und bin umgekehrt sogar ein bisschen enttäuscht, dass so eine Folge nicht einfach als Ausweis einer anderen und weniger sensiblen Zeit stehen bleiben kann.
Beidem möchte ich mich unbedingt anschließen! Auch ich bin gerade sehr enttäuscht.
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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screamingblood
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Registriert: 6. Nov 2016, 01:42

Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von screamingblood »

Axel hat geschrieben:
9. Nov 2019, 01:31

Beidem möchte ich mich unbedingt anschließen! Auch ich bin gerade sehr enttäuscht.
Ich weiß ja nicht - der Grund, wieso ich The Pod höre, ist vor allem, weil die machen, was sie für richtig halten, und nicht das, was möglichst massentauglich oder werbekundenoptimiert ist. Wenn also André und Jochen davon überzeugt sind, dass diese Folge so eigentlich nicht zu ihrer journalistischen Linie als Projekt passt, finde ich es völlig legitim, auch dementsprechend zu handeln.

Zoiglbier
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Zoiglbier »

Ich halte es grundsätzlich auch für nachvollziehbar, warum ihr die Folge offline genommen. Das Kernproblem der Folge ist einfach deren Aufhänger: die Reaktion der Yerli-Brüder, die damals vielleicht unverhältnismäßig erschien, heute aber als durchaus nachvollziehbar erscheint. Vielleicht hätte man hier auf diesen Gegensatz noch etwas einordnend eingehen können.
Nichtsdestotrotz hatte ich eigentlich schon den Eindruck, dass einem bewusst wird, was der richtige Blickwinkel auf die Aktion ist.

Wie gesagt sehe ich also durchaus eine Rechtfertigung für deren Offline-Nehmen, hätte es jedoch auch für gut befunden wenn man das mit anderen (einordnenden) Mitteln angegangen wäre. Beispielsweise einem Nachfolgepodcast mit großer Gesprächsrunde, wie das denn nun zu bewerten sei. Auf Basis dessen könnte man als Hörer auch noch mit einer neuen Perspektive aus der Sache rausgehen.

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Desotho
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Desotho »

Meine Meinung: Man sollte die Kirche einfach mal im Dorf lassen. Die Entscheidung die Folge offline zu nehmen wurde nun getroffen. Ist halt so. Schade für alle die sie eventuell noch hören wollten.
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Gawain
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Gawain »

Zoiglbier hat geschrieben:
9. Nov 2019, 02:08
Nichtsdestotrotz hatte ich eigentlich schon den Eindruck, dass einem bewusst wird, was der richtige Blickwinkel auf die Aktion ist.
Naja, der abschließende Blickwinkel ist eigentlich ein "Das war nicht so schlimm, kleine Entschuldigung und dann hat es für die Yerlis auch gut zu sein, hier, noch ein Ehrenmord-Witz" - natürlich geäußert von Jürgen, nur unwidersprochen.
Zoiglbier hat geschrieben:
9. Nov 2019, 02:08
Wie gesagt sehe ich also durchaus eine Rechtfertigung für deren Offline-Nehmen, hätte es jedoch auch für gut befunden wenn man das mit anderen (einordnenden) Mitteln angegangen wäre. Beispielsweise einem Nachfolgepodcast mit großer Gesprächsrunde, wie das denn nun zu bewerten sei. Auf Basis dessen könnte man als Hörer auch noch mit einer neuen Perspektive aus der Sache rausgehen.
Andre meinte ja, eine Reaktion von Jochen und ihm würde es wohl geben. Die große Runde ist halt schnell das Problem, dass das Gespräch dann ausufert. Ich fände es persönlich auch gut, Sebastian dabei zu haben, weil auch ich natürlich nicht will, dass er jetzt der Bestrafte ist. Fehler können jedem passieren, und den Umgang mit Rassismus muss jeder erst lernen (auch ich, jeden Tag weiter, das hört nie auf..).
Ich fand aber auch, dass das Offline-Nehmen eine gute Reaktion war. Im Sinne von "Unwidersprochenen Rassismus laden wir nicht hoch, dafür stehen wir nicht ein, das machen wir nicht mit". Einordnen geht ja dennoch, und die meisten hier haben die Folge ja offenkundig schon gehört. In Zeiten der AfD ist sie jetzt auch nicht gerade ein singuläres Dokument der Zeitgeschichte, sondern halt klassischer Alltagsrassismus, weshalb ich es okay finde, wenn das nicht bis in alle Ewigkeiten archiviert würde..

------
screamingblood hat geschrieben:
9. Nov 2019, 01:18
... ein Vorschlag zur Güte? Können wir einfach alle kurz durchatmen, uns einig sein, dass hier niemand The Pod und schon gar nicht Sebastian für rassistisch hält und es einfach nur unterschiedliche Wahrnehmungen darüber gab, wie schlimm die fehlende Reflexion in der Sendung war?
Selbstverständlich! Weder The Pod, noch Sebastian, noch sonst wer ist ein aktiver Rassist. Unbemerkt rassistische Äußerungen werden aber weiße Menschen immer äußern (ich auch), und das kann passieren, und dann hat man etwas rassistisches gesagt und muss halt damit umgehen..
screamingblood hat geschrieben:
9. Nov 2019, 01:18
aber es sollte halt alles furchtbar edgy-witzig sein, dass das keine Absicht war, sollte auch klar sein...
Natürlich war das Absicht von der PCA. Das war das ganze Konzept dahinter. Grenzverletzungen, Tabubrüche, bei Tabus, von denen sie wussten, dass sie bestanden, weil deren Bruch Menschen erniedrigte, verletzte, diskriminierte. Das war 75% vom Konzept der PCA, deren Nische.
Die Nische wird heute mit "das wird man ja wohl noch sagen dürfen" übertitelt und findet v.a. im AfD-Bereich statt.
screamingblood hat geschrieben:
9. Nov 2019, 01:18
Und jetzt bitte, bitte, Frieden, Leute, wir streiten hier doch nicht über "Rassismus" und "kein Rassismus", sondern nur über die Frage, wie verständlich es ist, dass man in so einem Format ggf. ad hoc nicht die richtigen kritischen Worte findet.
Die Äußerungen der 2007er PCA und von 2019er Jürgen waren klar rassistisch, und bei dem Moment, die Yerlis hätten kein Recht, nach der Entschuldigung noch irgendwie schlecht darüber zu denken, hätte ich kotzen können. Die Folge widerspricht ihm an keinem Punkt, und damit gehört sie auch in den Kontext "Rassismus", klar.
Man muss sich halt davon lösen, dass nur springerstiefeltragende hitlergrußzeigende NPD-Wähler Rassisten seien. Oder nur AfD-Wähler und -Politiker. Oder wie auch immer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen erwachsenen weißen Menschen gibt, der noch nie etwas rassistisches gesagt oder getan hat. Meist ungewollt, unbewusst, nicht aus böser Intention heraus (ich unterstelle auch Jürgen keine böse Intention!). Rassismus ist in unserer Sozialisation drin, genau wie Sexismus, und es ist halt ein lebenslanger Job, sich dem zu stellen und das Schritt für Schritt zu ändern. Mir ist klar, dass ich schon rassistisches gesagt habe. Dass man mir für diese Äußerungen auch Rassismus vorwerfen könnte. Obwohl ich nie rassistisch sein wollte, nie irgendwie rechts dachte. Das passiert einfach. Jedem.

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Und für alle, die es interessiert: Ich habe auch Sebastian nochmal persönlich geschrieben und mich für den überharten Ton persönlich entschuldigt.
In der Sache stehe ich zu jedem Wort, im Ton nicht, und das tut mir leid.

Voigt
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Voigt »

Eine Sache die mir jetzt paar mal aufviel, warum sprichst du immer explizit von "weißen" Menschen? Was hat da die Hauttönung irgendwas mit zu tun? Hat mich bloß gewundert.

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screamingblood
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von screamingblood »

Gawain, ernsthaft: Bist du dir sicher, dass du gerade auf dem richtigen Schlachtfeld den - richtigen und wichtigen - Kampf gegen Rassismus führst? Und dass du wirklich alles vollständig gelesen hast, bevor du z.B. mir erklärt hast, dass die Aussagen der PCA ja sehr wohl rassistisch seien - was ich im gleichen Satz, in dem du nach meinem Verständnis herausliest, dass ich das nicht so sähe, schreibe? Der Podcast war unglücklich, man hätte das Problem des diesen "Witzen" inhärenten Rassismus ruhig offen ansprechen können und sollen, Jochen und André sehen das genau so und haben die Folge offline genommen, und die Aussage beider war wohl auch unzweideutig, wie sie zu dem Thema stehen. Können wir das Fass nicht gaaaanz langsam wieder zumachen und uns in der Argumentation und verbalen Schärfe wieder auf einem Level bewegen, der dem Stand der Dinge angemessen ist?

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screamingblood
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von screamingblood »

Voigt hat geschrieben:
9. Nov 2019, 02:40
Eine Sache die mir jetzt paar mal aufviel, warum sprichst du immer explizit von "weißen" Menschen? Was hat da die Hauttönung irgendwas mit zu tun? Hat mich bloß gewundert.
Institutioneller Rassismus. Platt gesagt: Zumindest in Deutschland sind die gesellschaftlichen Strukturen noch immer so ausgeprägt, dass weiße Männer die privilegierteste Personengruppe sind. Da Rassismus sich aber auch und gerade in der Diskriminierung einer Minderheit ausdrückt, ist somit Rassismus eine ziemliche Einbahnstraße. Ja, meine Schwägerin könnte mich als Weißbrot bezeichnen oder blöde "Kartoffel"-Witze machen - aber nichts davon ist angetan, in meiner Gesellschaft verfestigte Vorurteile gegen eine Minderheit zu verfestigen.

Voigt
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Voigt »

Ist da weiß in Deutschland nicht viel zu weit gefasst, und damit vollkommen nichtaussagend? Denn auch Menschen aus Syrien, Türkei und unseren Nachbarländern ringsum sind alle weiß, ich würde aber vermuten dass auch du denkst dass es da dann durchaus Unterschiede im "priviligerten-status" gibt.

Außerdem wenn es über Alltagsrassismus allgemein geht, sowie dass jeder rassistische Witz problematisch sein kann, warum fängt man dann wieder auf Kategorien aufzumachen? Warum nicht einfach?: Menschen sind oft rassistisch, auch heute noch und das ist ein Problem.

Aber ich seh schon dass es langsam off-topic abgleitet, ist daher hoffentlich mein letzter fragender Post zu dem Thema, zumindest in diesem Thread.

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screamingblood
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von screamingblood »

Voigt hat geschrieben:
9. Nov 2019, 03:07
Ist da weiß in Deutschland nicht viel zu weit gefasst, und damit vollkommen nichtaussagend? Denn auch Menschen aus Syrien, Türkei und unseren Nachbarländern ringsum sind alle weiß, ich würde aber vermuten dass auch du denkst dass es da dann durchaus Unterschiede im "priviligerten-status" gibt.

Außerdem wenn es über Alltagsrassismus allgemein geht, sowie dass jeder rassistische Witz problematisch sein kann, warum fängt man dann wieder auf Kategorien aufzumachen? Warum nicht einfach?: Menschen sind oft rassistisch, auch heute noch und das ist ein Problem.

Aber ich seh schon dass es langsam off-topic abgleitet, ist daher hoffentlich mein letzter fragender Post zu dem Thema, zumindest in diesem Thread.
Sobald du versuchst, das ganz trennscharf zur eineindeutigen Regel zu erheben, bist du bei dem Thema sowieso immer verloren. :ugly: Man müsste das wohl noch durch "weiß, westlich" o.ä. ergänzen, so oder so war es auch eher als Erklärungsansatz des Konzepts des strukturellen, "weißen" Rassismus gedacht denn als hundertprozentige Wiedergabe meiner persönlichen Meinung, sorry, falls das falsch rüber kam. Und ja, ich denke auch, dass das Ganze eh langsam weit vom ursprünglichen Beitrag abweicht, guter Punkt. ;)

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toxic_garden
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von toxic_garden »

Axel hat geschrieben:
9. Nov 2019, 01:31
JayTheKay hat geschrieben:
8. Nov 2019, 20:42
Ich hab dieses Projekt immer als etwas verstanden, das den Zuhörer für mündig hält und für den man sich nicht selbst beschränken muss um keine falschen Eindrücke zu erzeugen. Weil man als Zuhörer weiß, dass soetwas nicht eure Meinung ist sondern eben eine Perspektive eines Mitarbeiters der PCA auf einen Vorfall, nicht mehr und nicht weniger.
schneeland hat geschrieben:
9. Nov 2019, 00:01
Ich halte die Entfernung für Überzogen und bin umgekehrt sogar ein bisschen enttäuscht, dass so eine Folge nicht einfach als Ausweis einer anderen und weniger sensiblen Zeit stehen bleiben kann.
Beidem möchte ich mich unbedingt anschließen! Auch ich bin gerade sehr enttäuscht.
ich schließe mich einfach mal an. Bedauerlich, dass es wohl doch nicht möglich zu sein scheint, den Hörern anno 2019 ein gewisses Maß an Differenziertheit und Eigenverantwortung abzufordern. Im Grunde hat die PCA damals nichts anderes gemacht als das, was heute ein Serdar Somuncu im Programm hat. Aber nungut. In Erwartung, dass zukünftige Folgen von Kontroversen dieser Art "befreit" werden, um bloß keine fehlgeleiteten Gemüter zu erhitzen, beschränke ich mich dann wohl doch wieder auf das sporadische hören des Sonntags-Casts.
Mein Name ist Guybrush und ich verkaufe diese feinen Lederjacken.

lolaldanee
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von lolaldanee »

toxic_garden hat geschrieben:
9. Nov 2019, 08:56
Axel hat geschrieben:
9. Nov 2019, 01:31
JayTheKay hat geschrieben:
8. Nov 2019, 20:42
Ich hab dieses Projekt immer als etwas verstanden, das den Zuhörer für mündig hält und für den man sich nicht selbst beschränken muss um keine falschen Eindrücke zu erzeugen. Weil man als Zuhörer weiß, dass soetwas nicht eure Meinung ist sondern eben eine Perspektive eines Mitarbeiters der PCA auf einen Vorfall, nicht mehr und nicht weniger.
schneeland hat geschrieben:
9. Nov 2019, 00:01
Ich halte die Entfernung für Überzogen und bin umgekehrt sogar ein bisschen enttäuscht, dass so eine Folge nicht einfach als Ausweis einer anderen und weniger sensiblen Zeit stehen bleiben kann.
Beidem möchte ich mich unbedingt anschließen! Auch ich bin gerade sehr enttäuscht.
ich schließe mich einfach mal an. Bedauerlich, dass es wohl doch nicht möglich zu sein scheint, den Hörern anno 2019 ein gewisses Maß an Differenziertheit und Eigenverantwortung abzufordern.
Sehe ich genauso, wobei ich den Herren Podcastweltherrschern durchaus zugestehe, dass sie die Folge offline nehmen, weil sie SELBST mit der Folge unglücklich sind. Es fühlt sich trozdem wie Bevormundung an.


Ach, und da währe dann noch der Streisand Effekt, durch das offline nehmen habt ihr wahrscheinlich sicher gestellt, dass JEDER der das hier liest und irgendwie kann sich die Folge anhören wird. ;) :dance:

Ansonsten gilt mal wieder:
Darf er das???? *panik in den Augen*
https://www.youtube.com/watch?v=nwAL06N3XX4

Leute, lacht mehr, auch über die schlechten Witze... der Satz "Humor ist wenn man trotzdem lacht" wurde nicht zum Spaß (haha) erfunden

ZiggyStardust
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von ZiggyStardust »

Off-Topic-Anteile von Moderation gelöscht

Bei der PC Action hat mich vor allem der Sexismus gestört, der war wirklich in jeder Ausgabe präsent. So offensichtlicher Rassismus wie in der Crysis-Ausgabe war hoffentlich die Ausnahme. Aber passt zum Unternehmen Computec, das von Anstand und Ethik schon immer so weit entfernt war wie der 1. FC Köln aktuell vom Gewinn der Meisterschaft. Von daher gut, dass die Folge offline genommen wurde.

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Andre Peschke
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Andre Peschke »

Voigt hat geschrieben:
9. Nov 2019, 03:07
Ist da weiß in Deutschland nicht viel zu weit gefasst, und damit vollkommen nichtaussagend? Denn auch Menschen aus Syrien, Türkei und unseren Nachbarländern ringsum sind alle weiß, ich würde aber vermuten dass auch du denkst dass es da dann durchaus Unterschiede im "priviligerten-status" gibt.
Bitte nicht die Xte Diskussion über weiße Privilegien & Co. Lasst uns bitte beim konkreten Thema bleiben.
toxic_garden hat geschrieben:
9. Nov 2019, 08:56
ich schließe mich einfach mal an. Bedauerlich, dass es wohl doch nicht möglich zu sein scheint, den Hörern anno 2019 ein gewisses Maß an Differenziertheit und Eigenverantwortung abzufordern. Im Grunde hat die PCA damals nichts anderes gemacht als das, was heute ein Serdar Somuncu im Programm hat. Aber nungut. In Erwartung, dass zukünftige Folgen von Kontroversen dieser Art "befreit" werden, um bloß keine fehlgeleiteten Gemüter zu erhitzen, beschränke ich mich dann wohl doch wieder auf das sporadische hören des Sonntags-Casts.
Ich sehe nicht, wo unsere Entscheidung etwas damit zu tun hat, dass Gemüter erhitzt wurden. Die Folge lässt einfach in der Form uns alle schlecht aussehen: The Pod, Seb und den Gast. Das war ja auch von Anfang an unsere Position. Was wir neu bewertet haben war im Grunde ja nur, wie schlecht und wie wahrscheinlich dieser falsche Eindruck entsteht. Und die Passage ist in der Hinsicht einfach zu heikel. Ich kann's da keinem verdenken, wenn der Eindruck ensteht "die finden das eigentlich immer noch witzig". Das ist nicht, was da passiert - das Seb da kichert, ist eher Entsetzen. Aber das ist kein Fall mehr, wo ich erwarten kann, dass der mündige Hörer das verstehen muss.

Ich bin voll dafür Ansprüche an die Hörerschaft zu stellen. Aber hier sind an der Stelle einfach nicht ausreichend Informationen vorhanden. Es kommt stattdessen allein auf den guten Willen des Hörers an, dass er eigentlich entgegen dessen, was er hört, aufgrund dessen was er über uns vielleicht weiß zu entscheiden: "Okay, das klingt zwar nach A, aber es ist vermutlich B". Was ich zum Beispiel ja von jemandem, der neu hinzugekommen ist, gar nicht erwarten kann. Daher die Nachkorrektur.

Wir sind nun echt nicht bekannt dafür, dass wir bei Kritik super schnell einknicken. Mancher würde skandalöser Weise eher das Gegenteil behaupten. Aber man muss eben auch mal sagen können: Das war jetzt einfach nix. Insofern finde ich obige Haltung leicht überdramatisiert. ^^

Umgekehrt auch Danke an alle, die die Kirche im Dorf lassen und verstehen, dass das halt einfach blöd gelaufen ist. Am Ende kann man da IMO nüchtern draufschauen, wie auf einen Fehler in der Tonspur: Kann man drin lassen, viele werden sofort wissen, dass das keine Absicht war, aber es fiept dann doch so unangenehm, dass wir das Ding lieber runternehmen, bevor einigen das Trommelfell weh tut und sie sich fragen, ob das hier der Qualitätsstandard ist. ^^

Andre

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Axel
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Axel »

Andre Peschke hat geschrieben:
9. Nov 2019, 11:10
Und die Passage ist in der Hinsicht einfach zu heikel. Ich kann's da keinem verdenken, wenn der Eindruck ensteht "die finden das eigentlich immer noch witzig".
Das verstehe ich ganz aufrichtig nicht. Denn: Der Gast hat ja mehrmals, mindestens 2-3 mal, ganz deutlich gesagt, dass er das heute nicht mehr witzig findet und es heute auch nicht mehr so machen würde. Da frage ich mich, wie sehr man sich denn noch davon distanzieren soll?

Zudem man ja durchaus auch den Zuhörer zutrauen kann, dass damals noch ein anderes Humorverständnis herrschte. Wenn ich denke was für Zoten damals die Comedians so gerissen hatten, von Stefan Raab über Ingo Appelt bis hin zu Harald Schmidt. Das war damals das gesellschaftliche Humorverständnis. Die Durchschnittshörer sind doch garantiert über 25 und werden das alles noch im Ohr haben. Und wenn dann der Gast erzählt, wie er damals als kleiner Angestellter bis spät Nachts um 3 da saß um schlechte Gags sich für die Bildunterschriften aus den Fingern zu ziehen, dann ist das doch, zusammen mit der obigen mehrfachen Distanzierung, Kontext genug.

Ich kann ja den Wunsch verstehen, diese Zeit kritisch zu betrachten. Aber dann war das auch der falsche Gast dafür. Da hätte man mindestens mit dem damaligen Chefredakteur sprechen müssen.

Im Grunde finde ich die Folge als Einblick in eine andere Zeit aus der Sicht eines einfachen PCA Redakteur sehr gut!
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

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Andre Peschke
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Andre Peschke »

Axel hat geschrieben:
9. Nov 2019, 11:28
Das verstehe ich ganz aufrichtig nicht. Denn: Der Gast hat ja mehrmals, mindestens 2-3 mal, ganz deutlich gesagt, dass er das heute nicht mehr witzig findet und es heute auch nicht mehr so machen würde. Da frage ich mich, wie sehr man sich denn noch davon distanzieren soll?
In meiner Erinnerung sagte er nur einmalig, dass man das "heute so nicht mehr machen würde" - was eine sehr schwammige Distanzierung ist.

Letztlich wird es immer auch darauf hinauslaufen: WIR müssen die Folge verantworten. Daher müssen auch wir uns damit wohlfühlen. Es ehrt euch, wenn ihr sagt: "Ich weiß, wer ihr seid. Ich käme nie auf die falsche Idee". Danke dafür. Aber das ändert ja nichts daran, dass wir mit dem Beitrag, den wir verantworten in der Form nicht glücklich sind. Siehe obiges Beispiel mit dem Tonfehler.

Andre

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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von zackzackab »

Pod-Admin hat geschrieben:
8. Nov 2019, 21:58
Jochen hier. [...]
Meinen Dank an Jochen für die klaren Worte. Das kann ich sofort so unterschreiben. Aus meiner Sicht ist es die richtige Entscheidung, die Folge offline zu nehmen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass sie so erst gar nicht veröffentlicht worden wäre.
Andre Peschke hat geschrieben:
9. Nov 2019, 11:10
Die Folge lässt einfach in der Form uns alle schlecht aussehen: The Pod, Seb und den Gast. Das war ja auch von Anfang an unsere Position.
Jochen hat das Thema Qualitätskontrolle im Zusammenhang mit der redaktionellen Arbeit der PC Action aufgegriffen. Und ich wüsste gerne von euch, André und Jochen, ob ihr für die Zukunft plant, bei euch ein Konzept für Qualitätskontrolle zu entwickeln. Vielleicht habt ihr das ja bereits. Ich hätte mir allerdings - in diesem Fall ganz besonders im Interesse von Sebastian - gewünscht, dass es hier gegriffen hätte und die Folge jedenfalls so nicht veröffentlicht worden wäre. Es ist ja nicht schlimm, wenn gelegentlich etwas nicht verwertbar ist; das kommt sicher auch heute schon vor. Und wenn ich das richtig interpretiere, habt ihr - Jochen und André - die Folge erst nach der Veröffentlichung gehört.

Ich weiß, ihr seid ein kleines Team, so dass es auch nicht im Interesse der Hörer wäre, wenn alle alles Gegenhören würde und dadurch viel Arbeitszeit in Anspruch genommen würde(n). Aber vielleicht wäre es ein gangbarer Weg, wenn ihr Leuten, denen ihr ein gutes Gespür zutraut (zB eurem Moderatorenteam), zumindest bei Folgen, wo ihr euch bezüglich der Qualität unsicher seid, vorab die Folgen zum Hören gäbt. Und wenn die Moderatoren -was nicht unwahrscheinlich ist - ehrenamtlich schon genug zu tun haben, vielleicht fallen euch ja andere Vertrauenspersonen (zB aus der Branche) ein, die sogar Spaß daran hätten, Folgen vorab zu hören.

Was haltet ihr von der Idee?

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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Axel hat geschrieben:
9. Nov 2019, 11:28
Ich kann ja den Wunsch verstehen, diese Zeit kritisch zu betrachten. Aber dann war das auch der falsche Gast dafür.
Vor allem aber war das, glaube ich, das falsche Format dafür. Auseinandersetzung damit: Ja, bitte. Aber in den Anekdoten, wo es ja irgendwie um lustige und skurille Begebenheiten gehen soll, ist das meinr Meinung nach falsch aufgehoben.

eXodus
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von eXodus »

Großer Respekt an Jochen, Andre und natürlich auch Sebastian.
Dank an Sebastian, dass er sich hier nochmal geäußert hat und Dank an Jochen und Andre, dass sie sich die Folge noch einmal angehört haben.

Die Entscheidung, sie offline zu nehmen, finde ich gut. Vor allem scheint mir euer Erklärmodell dazu sehr plausibel. Ich sehe es auch als Stärke von The Pod, dass wir als Zuhörer hier fair miteienander diskutieren können und ihr euch darauf selbst einlässt.

Weiter so :)

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Heretic
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Re: Die Crysis-Krise (ft. Jürgen Krauß)

Beitrag von Heretic »

toxic_garden hat geschrieben:
9. Nov 2019, 08:56
Im Grunde hat die PCA damals nichts anderes gemacht als das, was heute ein Serdar Somuncu im Programm hat.
Ich bezweifle stark, dass die PCA das auf Somuncus Niveau hingekriegt hat. Ich kenne nur einige wenige Ausgaben, und da waren die Witze allesamt auf Schenkelklopfer-Niveau und ohne wirkliche Aussage dahinter. Und auch einen Serdar Somuncu verstehen viele Leute falsch (oder sie wollen ihn falsch verstehen). Das war früher schon nicht anders, man denke an Alfred Tetzlaff oder Heinz Becker. Das sind Kunstfiguren, die gewissen Leuten den Spiegel vorgehalten haben, keine realen Personen. Eine PCA war da doch etwas anders gelagert.

Für mich war die PCA irgendwie immer eine PC Games mit dem goldenen "Ficken"-Schild in der Hand (um mal bei Ingo Appelt zu bleiben). Ich mag derben und bösen, politisch unkorrekten Humor sehr gerne und halte ihn auch für wichtig in Bezug auf das Anprangern von Missständen. Wenn er aber nur als billige Provokation dient (oder wie bei der PCA auch als Alleinstellungsmerkmal im Zeitschriftendschungel der damaligen Zeit) und ein gewisses Niveau unterschreitet, kann ich gerne darauf verzichten.

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