Runde #241: Death Stranding - Das denkwürdigste AAA-Spiel dieser Generation - An die Wand gefahren

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Varus
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Varus »

Stimmt das war missverständlich formuliert und wollte ich euch auch gar nicht vorwerfen. Nochmal ganz dickes Lob von meiner Seite aus. Hoffentlich komme ich bei Zeiten noch dazu, die zweite Folge zu hören.
I'm Commander Shepard and this is my favorite singature on the Internet.

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Andre Peschke
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von Andre Peschke »

Peter hat geschrieben:
17. Nov 2019, 07:41
Also bei mir führt das nur dazu, dass ich mir das nicht anhören werde. Mir sind in vielen Fällen schon die 2h-Besprechungungen zu lang. Bei dem Spiel hätte ich mir das noch angehört, aber 4h? Nee, danke.
Absolut fair. Ich wollte experimentieren mit dem, was eine Spielebesprechung leisten kann, weil es mir sehr passend erschien. Aber mir war klar, dass das auch auf Ablehnung stoßen wird. Wer bei meinem Quatsch nicht mitspielen mag, hat mein Verständnis. Auf gewisse Weise, wird die gewählte Form dadurch nur noch passender. :D

Andre

lnhh
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von lnhh »

Finds perfekt. Ein Spiel mit diesem Ausmass, braucht auch einen grossen Podcast.
Fuck Tapatalk

Dennis Diel
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Dennis Diel »

Unglaublich gut! Wirklich. Das ist genau die Sorte Entertainment, die ich die letzten Monate bei The Pod vermisst habe, wegen der ich euch 2015 abonniert und - aufgrund des Vermissens - um Haaresbreite deabonniert hätte. Großes Kino. Ich bleib am
Ball.

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Andre Peschke
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Andre Peschke »

Dennis Diel hat geschrieben:
17. Nov 2019, 11:48
Unglaublich gut! Wirklich. Das ist genau die Sorte Entertainment, die ich die letzten Monate bei The Pod vermisst habe,
Dankeschön!
:happy-partydance: :obscene-drinkingcheers:
Andre

lolaldanee
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von lolaldanee »

Habs noch nicht gehört, aber ich muss sagen, dass ich die Idee eines doppel Reviews schon ziemlich geil finde. Leider zu einem maximal uninteressanten Spiel, aber hey, zumindest habt ihr mein Interesse jetzt genug geweckt dass ich mir das mal anhöre, ansonsten hätte ich das wohl komplett ignoriert

Dee'N'bee
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von Dee'N'bee »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Nov 2019, 11:20
Dee'N'bee hat geschrieben:
17. Nov 2019, 10:58
Hm...laut eurer Aussage bin ich ein "dummer Mensch" für den dieses schlaue Spiel gemacht wurde :lol:

Muss ich mich jetzt beleidigt fühlen? ;)
Nur wenn du mir sagst, dass du wirklich dreifach erklärt bekommen musstest, wer Cliff ist und warum er sauer ist. ^^

Und sonst sind wir eigentlich einer Meinung. ^^

Andre
Ne :lol: ...musste ich nicht. Wieso, weshalb, warum, war mir irgendwie von Anfang an klar.

Vieleicht dachte Kojima sich dass er es diesmal verständlicher gestalten muss wie noch mit Metal Gear. Da gabs auf der Ps3 sogar extra ein Kompendium zum runterladen. Mit Unmengen an Hintergrundinfos über die ganzen Zeitlinien und Personen. Schon schwer da durchzublicken.

Es gibt bestimmt auch genug Leute die Zwischensequenzen generell wegdrücken. Ich kenn da auch jemanden der macht das bei jedem Spiel. Da kann die Story und die Inszenierung noch so gut sein. Der will einfach spielen und intressiert sich null für alles andere was nicht Gameplay ist...furchtbar...macht mich immer grantig :lol:

Ach...und die Idee Zweigleisig zu fahren fand ich super. Death Stranding gibt das auch her.

Mal ne Frage...waren dass wirklich zwei separat aufgenommene Cast's?

Stellenweise kam es mir vor als wäre es einer, nur dass in dem einen die negativen Meinungen rausgeschnitten wurden. Vieleicht war ich nachts einfach schon zu müde um den Unterschied zu merken ;)
Zuletzt geändert von Dee'N'bee am 17. Nov 2019, 12:38, insgesamt 2-mal geändert.

ganga
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von ganga »

Coole Idee, aber zweimal fast zwei Stunden zu einem Spiel dass ich schon als für mich uninteressant eingeordnet habe ? Ne da bin ich raus. Eure Meinung hätte mich schon interessiert aber in der Zeit höre ich lieber 3-4 andere Podcasts.

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Andre Peschke
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von Andre Peschke »

Dee'N'bee hat geschrieben:
17. Nov 2019, 12:33
Mal ne Frage...waren dass wirklich zwei separat aufgenommene Cast's?

Stellenweise kam es mir vor als wäre es einer, nur dass in dem einen die negativen Meinungen rausgeschnitten wurden. Vieleicht war ich nachts einfach schon zu müde um den Unterschied zu merken ;)
Ja. Der negative zuerst. Dann 30 min Pause. Dann der andere. So von 13 Uhr bis 18 Uhr in eins durch am Freitag. Musste auch direkt hintereinander, damit man gut im Kopf hat, was schon gesagt wurde und überall wo möglich andere Beispiele / Erwägungen rein konnten.

Andre

Ounk
Beiträge: 17
Registriert: 26. Jun 2016, 13:53

Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Ounk »

Ich bin entzückt!
Habe leicht irritiert beide Folgen im Podcatcher entdeckt, bin erst von einem Fehler ausgegangen, aber nach dem Lesen der Beschreibungen und Hören der Anfänge habe ich dann verstanden was hier los ist. Und ich bin begeistert. Großartige Idee!
Ich bin mir nur noch nicht sicher ob ich sie parallel hören werde und nach ein paar Minuten immer zum anderen wechseln werde. :D Aber ich freue mich auf jeden Fall aufs Hören!

imanzuel
Beiträge: 1345
Registriert: 8. Feb 2017, 22:58

Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von imanzuel »

Mit beiden Podcast durch, so ganz verstehe ich den Sinn dahinter nicht, außer das man sehr viel über das Spiel reden kann und man es halt auf 2 Podcast aufgeteilt hat und die Prämisse Gut und Schlecht als Aufteilung genommen hat.

Ich denke einen, langen Podcast wäre besser gewesen. Gerade weil im beiden so ein "sehr gutes Spiel, aber mit extremen Macken" bzw. "ein mieses Spiel mit absolut genialen Ideen"-Feeling rüberkommt. Da hätte meiner Meinung nach einer gereicht.

Ansonsten sehe ich es ähnlich. Ein großartiges Spiel das wenn man möchte in seine Einzelteilen zerstören kann, so viele komische Sachen macht es. Es liegt natürlich an jedem Spieler an sich, ob einem sowas gefällt oder man die ganze Zeit von gewissen Unzulänglichkeiten genervt wird. Ich glaube es ist das mit Abstand beste Spiel was ich absolut niemanden zu 100% empfehlen würde :D
Notiz für mich
Top-Spiele 2020: 1. HL: Alyx (10/10) 2. Ori 2 (9/10) 3. WL3 (9/10) 4. Doom Eternal (8/10) 5. RE3R (8/10) 6. Nioh 2 (8/10) 7. P5R (7/10) 8. SOR 4 (7/10) 9. TLoU 2 (7/10) 10. DBZ: Kakarot (6/10) 11. GoT (6/10) 12. FF VII Remake (5/10)

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Scurgo
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von Scurgo »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Nov 2019, 00:25
Bin sooooo gespannt, was ihr alle sagt. Ich fand die Idee super um die Zwiespältigkeit des Spiels abzubilden. Wo unsere Wahrheit liegt, sollte auch klar werden, hoffe ich, einfach so vom anhören.

Andre
Was wir darüber sagen? Einfach nur gut! Ihr seid die Kojimas der Podcastwelt!

Danke danke danke!

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Leonard Zelig
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Registriert: 5. Jan 2016, 19:56

Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Leonard Zelig »

imanzuel hat geschrieben:
17. Nov 2019, 13:02
Ansonsten sehe ich es ähnlich. Ein großartiges Spiel das wenn man möchte in seine Einzelteilen zerstören kann, so viele komische Sachen macht es. Es liegt natürlich an jedem Spieler an sich, ob einem sowas gefällt oder man die ganze Zeit von gewissen Unzulänglichkeiten genervt wird. Ich glaube es ist das mit Abstand beste Spiel was ich absolut niemanden zu 100% empfehlen würde :D
Ich glaube ich höre mir die Podcasts erst an, wenn ich mit dem Spiel durch bin. Ansonsten stören mich auf einmal Sachen, die mich davor nicht gestört haben. :ugly:
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

www.gamersglobal.de

Nordhesse80
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Nordhesse80 »

Bin gleich durch und während Andre nebenbei noch die Tour bewirbt, muss ich mal sagen das war sehr geil. 😁

Ich habe mir die ersten Stunden von death stranding nur auf YouTube angesehen und beide Folgen stehen auch für das was ich dabei gedacht hatte. Ständig hin und her gerissen zwischen „das ist Mies“ und „wie geil ist das denn“

Wenn es mal billig zu haben ist werde ich es mir holen und bis dahin Feier ich eure Folgen 241.

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Andre Peschke
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Andre Peschke »

Ounk hat geschrieben:
17. Nov 2019, 12:52
Ich bin mir nur noch nicht sicher ob ich sie parallel hören werde und nach ein paar Minuten immer zum anderen wechseln werde. :D
Auf die (naheliegende) Idee bin ich gar nicht gekommen. :D Dürfte sogar grob funktionieren... Bin gespannt, falls du das machst. ^^
imanzuel hat geschrieben:
17. Nov 2019, 13:02
Ich denke einen, langen Podcast wäre besser gewesen. Gerade weil im beiden so ein "sehr gutes Spiel, aber mit extremen Macken" bzw. "ein mieses Spiel mit absolut genialen Ideen"-Feeling rüberkommt. Da hätte meiner Meinung nach einer gereicht.
Ich finde, es ist so was anderes. Wenn man beide hört und sieht, wo plötzlich lange Ausführungen des Erlebens hinzukommen, wo Frustration ersetzt wird durch eher beiläufige Erwähnung... Und beide male fühlte ich mich 100% authentisch bei der Aufnahme. Nur einmal war es persönlicher, weil es unterm Strich die meiner Meinung nach "richtige" Gewichtung war. Hätte man beides in einen Podcast gesteckt, wäre imo am Ende halt "meine Wahrheit" stehengeblieben. So gibt es aber noch die gleichrangige Gegenposition. Und die ist genauso korrekt, nur für mich und meinen aktuellen Blick auf Spiele und Spielekritik wiederum nicht korrekt. Es war also wahr, aber falsch. :D

Dieses Widersprüchliche spiegelt meine Position zu Death Stranding einfach gut wieder und ich finde es in dieser Darreichungsform super abgebildet.

Gilt für Seb hoffentlich genauso, will nur nicht für ihn sprechen und deswegen red ich immer von mir.
Ounk hat geschrieben:
17. Nov 2019, 12:52
Ich glaube es ist das mit Abstand beste Spiel was ich absolut niemanden zu 100% empfehlen würde :D
Das ist eigentlich perfekt beschrieben. Trotzdem würde ich es eigentlich jederzeit jedem dringend empfehlen. Nur würde ich nicht erwarten, dass derjenige wirklich glücklich wird damit. Aber besser so, als man verpasst die Chance es zu lieben. Fuck... Das hätte ich im Podcast sagen sollen, das wäre noch ein guter Satz gewesen. ;)

Andre

error42
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von error42 »

Super Idee, das mit der Doppelfolge :-) Hat bei mir sicher für einige Minuten für einen etwas dümmlichen WTF-Gesichtsausdruck geführt, heute morgen, bis ich es begriffen hatte, haha.

EDIT: insofern auch sehr passend zu diesem Spiel (meta meta ...)
Zuletzt geändert von error42 am 17. Nov 2019, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.

error42
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von error42 »

Zum Inhaltlichen (habe bisher nur die positive Folge komplett durch, von der anderen nur 10 Minuten):

Was mir in den meisten positiven Artikeln und Besprechungen (bis zu einem gewissen Grad auch bei Euch im Podcast) viel zu kurz kommt ist die Tatsache, daß es sich bei dem Kern-Game-Play (Gegenstände von A nach B bringen) um traditionelle Mechaniken und Inhalte von Sandbox-MMOs handelt. Das kann man eigentlich nur als "unkonventionell", "neuartig", "anders", "mutig" empfinden und bezeichnen, wenn man die letzten 20 Jahre der Entwicklung von Sandbox-MMOs nicht mitbekommen hat. Konkret:
- "Gamifizierung des Weges von A nach B" (wie Sebastian es sehr schön treffend ausgedrückt hat)
- feinstufige Progression bei den Fortbewegungsmöglichkeiten
- völlige Vermeidung von Kampf als ein möglicher Weg, das Spiel zu spielen
- jede Aktion in der Welt hinterläßt Spuren und führt zu einer indirekten Kooperation zwischen Spielern (über die in-game-Ökonomie)
- ...
Das sind alles traditionelle Standardelemente von Sandbox-MMOs. Zum Beispiel: EVE Online, Star Wars Galaxies, ArcheAge, Elite: Dangerous, ...

Klar ist es mutig, solches Game Play auf eine kommerzielle Plattform mit mainstream- und single-player-Publikum zu übertragen, und ich glaube gerne daß Kojima da auch viele neue Detailaspekte eingebracht hat (zumindest das sehr unkonventionelle Setting), aber man sollte doch erwähnen, wo die Spielelemente ihre Wurzeln haben.

Sorry für den rant :character-oldtimer:

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Andre Peschke
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Andre Peschke »

error42 hat geschrieben:
17. Nov 2019, 14:06
Das sind alles Standardelemente von Sandbox-MMOs. Zum Beispiel: EVE Online, Star Wars Galaxies, ArcheAge, Elite: Dangerous, ...
Also, das kann gut sein, weil von MMOs hab ich keine Ahnung. Aber die Beschreibung erscheint mir, als wäre da die Abstraktionsebene eine Stufe zu hoch.

- Kampf vermeiden können vs Kampf wird vom Spiel erkennbar abgelehnt.

- Der Weg ist gamifiziert vs Die Fortbewegung an sich ist gamifiziert (der Vergleich mit einem Raumschiff oder Rennspiel, wo die Fortbewegung das Spiel ist, ist aber korrekt. Wird anhand der Fahrzeuge ja auch deutlich. Kann man bei Jump'n'Runs auch so sehen. Aber die konkrete Ausführung in einem Open World Spiel ist schon neu und vor allem gewagt unspektakulär auf dem Level). Da haben wir evtl wirklich nicht gut genug kommuniziert.

- Die indirekte Kooperation via Marktplatz vs über echte, nutzbare Elemente die in die Welt gesetzt werden - aber das mag es auch irgendwo geben.

Unterm Strich: Noch nie was gespielt, dass sich konkret so anfühlt, von der Gesamterfahrung her. Nicht annähernd mit MMO vergleichbar, soweit mir bekannt. Mutig nicht primär wegen "SO INNOVATIV", sondern weil teure Produktion und dann in eine Richtung gelaufen, die extrem schwer vermittelbare Stärken hat. Letzteres: QED. :D

Andre

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Donout
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Re: Death Stranding - Die Doppelfolgen

Beitrag von Donout »

Sehr kuhle Idee! Dachte erst mal ich bin betrunken als ich die zwei Folgen gesehen habe. Dabei gabs in der Kirche gar kein Alkohol. :ugly:

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gnadenlos
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Re: Death Stranding - Alle einsteigen in den Hype Train

Beitrag von gnadenlos »

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Nov 2019, 11:31
Es sei angemerkt, dass wir in keiner der Folgen geschauspielert haben. Wir haben nur die Schwerpunkte verschoben. Es sollte klar sein, was meine tatsächliche Meinung ist, wenn man beide Folgen hört. Aber jede für sich ist ein legitimes Review, IMO, und ich könnte mir vorstellen, dass je nach Zeitpunkt in meiner Karriere und den äußeren Bedingungen die eine oder die andere als einzige Folge erschienen wäre.
Nachdem ich jetzt beide Folgen gehört habe, würde ich schon sagen, dass das auf die negativen Variante nicht so ganz zutrifft. Klar war darin auch valide Kritik (die aber zu größeren Teilen schon in der positiven Folge angeklungen ist - was wohl auch Zielstellung in beiden Varianten war), aber gleichzeitig auch genügend überzeichnete Punkte, bei denen man auch an Wortlaut und Stimme bemerkt hat, dass das jetzt nicht Eure echte Meinung widerspiegelt.

Mag sein, dass ihr in der positiven Variante manche Kritikpunkte etwas weniger in den Mittelpunkt gestellt habt, aber das entspricht doch auch der Realität eines subjektiven Reviews, dass man sich in einem als außergewöhnlich empfundenen Spiel nicht an jeder Kleinigkeit aufhängt. Der Gesamteindruck eine Spiels berechnet sich ja nicht aus einer Positiv- und Negativliste die man einfach gegeneinander aufrechnet.

Die negative Variante wirkt hingegen deutlich erzwungener und bei den Kritikpunkten gestreckter und wiederholter, um auch hier auf die gleiche Länge und eine halbwegs glaubhafte Kritik zu kommen. Ist vermutlich aus dem Stegreif auch nicht so einfach das 100%ig schlüssig und glaubwürdig hinzubekommen, wenn man das selbst nicht auch im Gesamteindruck so empfunden hat - würde vermutlich mit vorgeschriebenen Texten besser funktionieren, an denen man so lange feilen kann, bis sie sich 100%ig stimmig anhören.

Wie Du ja auch selbst im Vorfeld angekündigt hast, merkt man eben schon was ihr wirklich über das Spiel denkt - und das kommt nach meiner Einschätzung nicht nur daher, dass ich selbst klar im positiven Lager bin, sondern auch daher, dass die negative Variante abseits der Kritik an Product Placement, unnötig unkompliziertem und häufigem Überspringen von Standard-Sequenzen und Holzhammer bei der Vermittlung der Story eben nicht Eurem echten Gesamteindruck entspricht und es Euch daher schwer gefallen ist diese Position durchgehend 100%ig glaubwürdig einzunehmen.

Was ich aber gut verstehen kann ist, dass es Zeiten in Deiner Karriere gegeben hat, in denen Du eher im negative Lager gelandet wärst. Dieses Kritik an der Review-Branche hatte ich ja auch schon geäußert, dass diese eigentlich nicht die richtigen Rahmenbedingungen für den Open World Bereich bietet und daher nur Reviews für einen eingeschränkten Kreis an Interessenten schreiben kann, der auch diesen Zeitdruck beim Spielen und die Überladenheit mit neuen Releases, die schon nach Spielabschluss warten, verspürt.

Die Idee mit den unterschiedlichen Gewichtungen und Standpunkten finde ich schon interessant, wäre aber wohl glaubwürdiger ausgefallen, wenn man einen echten "Hater" an Board gehabt hätte, der sich dann bei der positiven Variante hätte zwingen müssen das Spiel positiv darzustellen und bei der negativen Variante voll vom Leder ziehen hätte können - mit Kritikpunkten die auch in der Gewichtung näher an der Realität eines solchen Spielertyps gewesen wären.

Zu Sebastians in beiden Varianten angebrachten Vergleich mit RDR2 noch eine Anmerkung:

Death Stranding hat nicht im Ansatz eine so überladene Steuerung, da hier die Belegung nicht in vergleichbarer Form vom Kontext abhängt und man nicht je nach Spielsituation z.B. die Waffe mit unterschiedlichen Tasten zieht. Auch steuert sich Death Stranding wie ein normales Videospiel und hat nicht diese träge Eingabe, die sich ein wenig wie Input Lag anfühlt.

Außerdem zieht Death Stranding seine Motivation aus einer funktionierenden und herausragend gelungenen Progression, während dieses Element bei RDR2 nur oberflächlich und qualitativ weit unter Genre-Standard eingebaut wurde und dadurch fast so wirkt als wäre Zeit oder Geld ausgegangen - nahezu alles was es an RPG-Elementen in RDR2 gibt ist deutlich zu gestreckt um dann nach dem Freispielen keinen spürbaren Unterschied zu machen.

Klar sollte man für beide Titel ein Spielertyp sein, der sich die Zeit nehmen will für die Spielwelt (daher etwas schade, dass Sebastian das auf Grund des Termindrucks auch bei Death Stranding nicht im vollen Umfang mache konnte), aber das war es dann IMO auch schon mit den Überschneidungen, da die Spiele vollkommen gegensätzliche Stärken haben. Bei RDR2 ist es die detaillierte Spielwelt, bei Death Stranding das Gameplay und die Progression.

Daher würde ich die persönliche Erfahrungen mit RDR2 auf keinen Fall als Indikator dafür heranziehen, ob einem Death Stranding liegt - wenn dann nur den Aspekt der nicht so zielgerichteten Spielweise - hier gäbe es aber im Open World Bereich deutlich bessere Vergleiche, die auch vom restlichen Spielgefühl näher dran sind.

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