COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

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Axel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Axel »

Bei uns ist auch alles noch voll! Konserven, Zwieback, Brot, Klopapier etwas weniger, aber auch nicht ausverkauft. Die scheinen hier allgemein sehr entspannt zu sein in Chemnitz.

@Exodus: Tut mir echt leid! Hast alles Recht der Welt dazu enttäuscht und traurig zu sein. Gerade wenn man lange für einen Lebenstraum spart und dann sowas dazwischen kommt! :(
„Kein Wunder also, dass wir uns den Debatten der Allgemeinheit anschließen und lieber darüber nachdenken, wer zu uns gehört und nicht, als gemeinsam über Lösungen zu streiten. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“
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Symm
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Symm »

Bei uns war heuter das Klopapier ausverkauft im Großmarkt und da ich angehalten wurde die nächten Tage Home Office zu machen, und mein Vorrat zur neige ging war ich gezwungen neues zu kaufen.

Jetzt hab die "Andre Müllermilch"- Variante hier.

Toilettenpapier mit Mandelmilch
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Rince81
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Rince81 »

eXodus hat geschrieben:
14. Mär 2020, 04:08
Stattdessen geht morgen zurück nach New York für 4 Nächte, von wo aus wir uns um eine sinnvolle Umbuchung für einen frühzeitigen Flug zurück nach Deutschland kümmern wollen. Auch in New York macht vieles dicht: NBA, NHL (wär ich gern hin), Broadway (wär ich gern hin), Comedy Clubs (wär ich gern hin), Metropolitan Museum of Arts (wär ich gern hin)...
Ich weiß das hilft auch nicht weiter aber versucht das beste draus zu machen. Geht im Central Park spazieren, nehmt einmal die Staaten Island Ferry (und gleich die nächste zurück), schaut euch Brooklyn Heights an, lauft über die Brooklyn Bridge, besucht die High Line.
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Andre Peschke
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andre Peschke »

eXodus hat geschrieben:
14. Mär 2020, 04:08
Alles sehr bitter. Leben lang auf diesen Urlaub gewartet und gespart. Und dann kommt der blöde Virus.
Will jetzt gar nicht hier so rumjammern.
Alle Maßnahmen sind völlig korrekt und angemessen. Und andere sind höheren Risiken ausgesetzt. Aber trotzdem fühlt sich das alles mies an.
Ich finde, ein bisschen Jammern hast du dir echt verdient. Das ist wirklich hart. Ja, diejenigen die richtig erkranken sind diejenigen, um die es geht. Aber du bist ja vernünftig und unterstützt die Vorbeugemaßnahmen. Solange wir alle an einem Strang ziehen, haben wir alle auf gegenseitige Empathie verdient für die kleinen und großen Opfer die wir dabei bringen müssen. Der Vorrat ist ja nicht begrenzt und ich nehme dem Klinikpersonal nix weg, dass viel mehr leistet, nur weil es mir um deinen Urlaub auch leid tut.

Schwachert Trost: Du bist bei einem Jahrhundertereignis am anderen Ende der Welt. Was du an Geschichten erzählst, kann keiner in einem Reisebüro jemals nachbuchen.

Andre

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Heretic
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Heretic »

Bei meinem gestrigen Einkauf waren Klopapier, Mehl, Spaghetti und Brotbackmischungen ratzekahl leergekauft. Zum Thema Hamsterkäufe sagte die Frau an der Kasse ganz trocken, sie würden gar keine Hamster anbieten. :D

Den schönsten Hamsterkauf hat aber ein Kollege vor mir in der sehr langen Kassenschlange getätigt. Drei Paletten Dosenbier. Man muss halt Prioritäten setzen...

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Andre Peschke
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Andre Peschke »

Bislang scheinbar noch verschont übrigens: Sebastian, der seinen Urlaub in Japan angetreten hat. Der ist nur ganz kurz in Tokyo und fährt danach sowieso raus auf's Land. Erste Rückmeldungen von dort klingen aber, als könnte er dort noch alles machen, was er vorhatte. Nur das Wetter scheint mies zu sei.

DerSpieler
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von DerSpieler »

Bei uns hatte ich das Gefühl, dass nach ersten dem Run auf Nudeln, Klopapier und Seife diversifiziert wird und jetzt viel Reis gekauft wird. Ist wohl aber auch je nach Laden und Wohngegend unterschiedlich, ich war länger nicht mehr beim Discounter, weil ich keinen mehr um die Ecke habe, und da ist es laut Bekannten etwas schlimmer als im kleinen Rewe bei mir oder im Kaufland. Aber bis dato alles noch vergleichsweise entspannt.
Andre Peschke hat geschrieben:
13. Mär 2020, 22:43
Jon Zen hat geschrieben:
13. Mär 2020, 19:57
Wie sieht es eigentlich mit der deutschen Internetinfrastruktur aus?
Interessante frage... Aber das Netz hat die WM mit ihren Livestreams ausgehalten. Selbst wenn das halbe Land zuhause hockt, konzentriert sich das ja vermutlich weniger auf einen einzigen Punkt, als da? Evtl. erreicht da jemand nicht seinen optimalen Downstream, aber würde ich erstmal nix wildes erwarten.

Andre
Halte das auch in der Fläche für unproblematisch. Ich mein am Wochenende z.B. sind ja auch so schon viele Leute im Netz unterwegs, gucken teilweise Fernsehen übers Internet (IPTV oder Livestreams) und das klappt auch. Natürlich wird es noch mehr Last geben und evtl. wird man das als Endnutzer auch mal merken wenn die Datenraten des Gigabit-Kabelanschlusses in den Stoßzeiten zu wünschen übrig lassen (Stichwort: Shared Medium), aber Sorgen würde ich mir da nicht machen. Das würde sich auch mit anekdotischen Berichten decken, die ich aus Italien gehört habe, wobei es dort nichtmal Kabelanschlüsse gibt, also quasi alle Kunden, die noch keine Glasfaser haben, auf xDSL-Leitungen hängen.

Probleme gäbe es vielleicht bei den Server- bzw. CDN-Infrastrukturen, Sky z.B. hat da ja bei wichtigen Fußballspielen teilweise Probleme wenn viele Leute dann ein Tagesticket für das Spiel kaufen und es nicht gestreamt kriegen. Aber da Liveübertragungen vom Fußball ja auch nicht anstehen, hat sich das ja auch wieder erledigt. Und Spiele-Streaming läuft ja in der breiten Masse aus verschiedenen Gründen noch nicht.

Wo es sicherlich Druck geben wird ist bei Unternehmen, grade Klein- und Mittelständlern, die bisher Dinge wie Videokonferenzen und genereller Home Office noch wenig genutzt haben und da jetzt schnell eingerichtet werden müssen und am besten auch einen schnellen Internetanschluss (Glasfaser) benötigen. Da wird es zu Engpässen kommen, aber die hat man streng genommen ja schon jetzt, sie werden dann nur sichtbarer.

Interessant wird da mittelfristig zu sehen wie die Erfahrungen der Unternehmen mit dem vielen Home Office sein wird. Ich bin mal gespannt, wir müssen bei uns leider trotz Bürojob noch jeden Tag antanzen (ab einer gewissen Verweildauer im Unternehmen ist ein Tag Home Office in der Woche möglich), aber ich glaube, dass sich das in der kommenden Woche oder spätestens beim ersten positiven Test ändert.
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bluttrinker13
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von bluttrinker13 »

Heretic hat geschrieben:
14. Mär 2020, 12:01
Den schönsten Hamsterkauf hat aber ein Kollege vor mir in der sehr langen Kassenschlange getätigt. Drei Paletten Dosenbier. Man muss halt Prioritäten setzen...
:D
Finde ich vernünftig. War in Florida kurz vorm Hurricane auch immer so: Booze first!
Hab ich noch nie bereut...

Wir haben Montag nen Flug nach Teneriffa, eine Woche ganz mainstreamigen Urlaub gebucht. Bin gespannt ob der noch geht. :?

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Symm
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Symm »

Hab heute auch einen Kasten Bier und Wein sicher gestellt. Muss ja jetzt ins Home Office ;)
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Leonard Zelig
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Leonard Zelig »

So wirklich kann ich im Real Life noch keine Verhaltensänderungen beobachten, die Cafés sind alle gut gefüllt.

Guter Artikel von Professor Kekule, nur der erste Abschnitt ist auf Englisch:
https://www.kekule.com/blog/coronavirus ... th-corona/
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

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Axel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Axel »

Was ich mich frage: Warum lassen die Läden diese Hamsterkäufe eigentlich zu? Gerade in Zeiten wie diesen sollten sie doch genau DAS verhindern, damit für alle was da ist. Also auf haushaltsübliche Mengen achten. Und es ist ja jetzt nicht so, als ob die Nahrungsmittel ausgehen würden. Wird ja vor allem regional produziert und nicht zentral. Was ich mir nur vorstellen könnte, sollte die Pandemie schlimmer werden, dass wir irgendwann keine Südfrüchte mehr haben. Das wäre dann ein schöner Nostalgietrip! :lol: Aber sonst mache ich mir wenig Gedanken.
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schneeland
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von schneeland »

Ich bin ja mal gespannt, wie viele Leute nach mehreren Wochen Homeoffice "Lagerkoller" bekommen. Ich arbeite jetzt bereits seit zwei Wochen komplett von Zuhause und auch wenn ich vorher schon 2-3 Tage Homeoffice gemacht habe, ist es echt ganz schön merkwürdig, wenn man seine Kollegen überhaupt nicht mehr sieht und nur noch am Telefon hängt (im Übrigen auch erstaunlich anstrengend, insbesondere wenn man den halben Tag Englisch spricht).
"Hello, my friend! Pay a while, and listen!" (BlizzCon 2018)
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Symm
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Symm »

Da bin ich echt mal gespannt. Hab nächste Woche in Summe ca. 10-12h Telefonkonferenzen. Mal sehen ob das gut funktioniert. Gerade weil das ein oder andere Meeting 15 Personen enthält und schon Face 2 Face anstrengend ist. Man bräuchte sowas wie den Redestab für sowas :D.
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LegendaryAndre
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von LegendaryAndre »

Axel hat geschrieben:
14. Mär 2020, 13:15
Was ich mich frage: Warum lassen die Läden diese Hamsterkäufe eigentlich zu? Gerade in Zeiten wie diesen sollten sie doch genau DAS verhindern, damit für alle was da ist. Also auf haushaltsübliche Mengen achten. Und es ist ja jetzt nicht so, als ob die Nahrungsmittel ausgehen würden. Wird ja vor
Ich glaube Menschen brauchen in dieser Zeit das Gefühl der Sicherheit und das würde man ihnen nehmen, wenn man ihnen genaue Vorschreibungen macht und ihnen das verbietet. Manche sind ohnehin sehr aufgebracht oder haben Angst vor den Folgen des Virus. Ich glaube wenn man zu viele Verbote ausschreibt, wo es sowieso genügend Einschränkungen gibt würde man sie nur unnötig aufbringen. Die Hamsterkäufe lassen ohnehin wieder nach. Der Platz ist in den Wohnungen / Häusern ist begrenzt und wenn die Leute erkennen dass es tatsächlich keine relevanten Lieferengpässe gibt beruhigt sich die Situation ohnehin wieder von selbst. Zumindest meine Einschätzung! Wenn das aber nicht der Fall ist UND Lieferengpässe eintreten, dann müsste man wohl mit Sicherheitskräften arbeiten und nur haushaltsübliche Mengen zulassen. Glaube ich persönlich aber nicht, dass das eintreten wird.

TheGameOli
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von TheGameOli »

LegendaryAndre hat geschrieben:
14. Mär 2020, 09:01
TheGameOli hat geschrieben:
13. Mär 2020, 16:14
Klar würde ich dann noch meine 10m³ Mutterboden wegbekommen aber ich denke das schaffe ich auch noch nach der Arbeit;) Und ja ihr Österreicher seit der Hammer was vorsichtig und bequem angeht, da sollten sich einige ein Beispiel nehmen.
Da passt es perfekt, von einem weiteren Hamsterkauf zu erzählen! ;) Inzwischen sieht es bei mir aus wie in einer Hobbit-Höhle, nachdem ich heute den zweiten Teil des Einkaufs getätigt habe! (in Wirklichkeit ist es nicht ganz so schlimm, aber ein paar haltbare Produkte mehr, kauft man halt für alle Fälle ein)

Heute war ich bei einem anderen Lebensmittelmarkt und die Situation war auch dort sehr entspannt. Zwar kamen immer mehr Leute, aber ich hatte das Glück noch frühzeitig sehr schnell bei einer Kassa dranzukommen. Interessant war, dass man eine fröhliche Stimmung wahrnehmen konnte. Niemand war nervös oder hektisch, im Gegenteil haben mich manche Leute sehr freundlich in ein kurzes Gespräch verwickelt (Thema Coronavirus ;) ). Ich hatte wohl auch Glück, denn anderswo musste in einem Geschäft die Polizei eingreifen und der Markt kurzerhand abgesperrt werden wie meine Schwester mir erzählt hat die dort war. Das wird aber wohl eher die Ausnahme gewesen sein. Wichtig in dieser Situation ist Rücksichtnahme auf andere. Solange die Lebensmittel nicht knapp werden, muss niemand Panik haben. Obwohl mein Toastbrot habe ich nicht mehr bekommen, aber dafür habe ich ja jetzt einen Vorrat an Lembasbrot ... ähm ... Zwieback. ;)
Sehr schön das auch sowas mal geschrieben wird. Wir Menschen verfallen häufig in eine negative Stimmung. Ich bzw. wir haben und werde definitiv keine Hamsterkäufe tätigen. Das ist ja auch eine Art Panikmache und ich denke da sollten wir alle mithelfen das dies nicht passiert. Da ich heute mit meinem Mutterboden weiter gemacht habe und andere Nachbarn auch plötzlich im Garten waren kam man da natürlich auch ins Gespräch und es scheinen hier auch alle noch sehr ruhig und besonnen mit der Situation umzugehen.

Ich habe mich heut mittag trotzdem gefragt was es bringt alle Restaurants ab 15:00 Uhr zu schließen? Da hätte euer Kanzler ruhig ein wenig besonnen dran gehen können an diese Thematik. Ist eigentlich bekannt ob die Betriebe etc. irgendwelche Hilfen bekommen? Oder dürfen die gleich Pleite gehen?

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toxic_garden
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von toxic_garden »

schneeland hat geschrieben:
14. Mär 2020, 13:15
Ich bin ja mal gespannt, wie viele Leute nach mehreren Wochen Homeoffice "Lagerkoller" bekommen. Ich arbeite jetzt bereits seit zwei Wochen komplett von Zuhause und auch wenn ich vorher schon 2-3 Tage Homeoffice gemacht habe, ist es echt ganz schön merkwürdig, wenn man seine Kollegen überhaupt nicht mehr sieht und nur noch am Telefon hängt (im Übrigen auch erstaunlich anstrengend, insbesondere wenn man den halben Tag Englisch spricht).
ich glaube, das wird vor allem die Leute treffen, die außerhalb der Arbeit nur wenige, soziale Kontakte haben. Und davon scheint es mehr zu geben, als man so denkt. Bei mir könnte die Lagerkoller-Situation sicher auch irgendwann eintreten. Normalerweise hole ich mir meine soziale Interaktion außerhalb der Arbeit häufig im Sportverein. Das hat sich jetzt erledigt, nachdem der auch bis auf Weiteres geschlossen wurde und mein Arbeitgeber mich auch ins Homeoffice verbannt hat. Und am Wochenende Clubs oder Partys besuchen fällt ja auch flach. Da ich etwas außerhalb der Stadt wohne, wird es auch eher schwierig, sich "mal eben" mit Freunden zu treffen. Da fällt schon ne ganze Menge an sozialem Geschehen flach die nächste Zeit.
Mein Name ist Guybrush und ich verkaufe diese feinen Lederjacken.

TheGameOli
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von TheGameOli »

Axel hat geschrieben:
14. Mär 2020, 13:15
Was ich mich frage: Warum lassen die Läden diese Hamsterkäufe eigentlich zu? Gerade in Zeiten wie diesen sollten sie doch genau DAS verhindern, damit für alle was da ist. Also auf haushaltsübliche Mengen achten. Und es ist ja jetzt nicht so, als ob die Nahrungsmittel ausgehen würden. Wird ja vor allem regional produziert und nicht zentral. Was ich mir nur vorstellen könnte, sollte die Pandemie schlimmer werden, dass wir irgendwann keine Südfrüchte mehr haben. Das wäre dann ein schöner Nostalgietrip! :lol: Aber sonst mache ich mir wenig Gedanken.
Na du hast dir doch die Frage eben selbst beantwortet Axel;) Wenn uns die Nahrungsmittel nicht ausgehen, dann lass die Leute doch kaufen was sie wollen? Da verdient der Einzelhandel nur gut dran. Wenn ja eh immer Nachschub kommt musst du halt mal 1 Tag Später in den Supermarkt;)

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Axel
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von Axel »

TheGameOli hat geschrieben:
14. Mär 2020, 14:41
Wenn ja eh immer Nachschub kommt musst du halt mal 1 Tag Später in den Supermarkt;)
Supermärkte bekommen ja nicht jeden Tag Lieferung (außer Obst), sondern in den Regel 2x die Woche. Könnte vielleicht auch nur 1x werden, je nachdem wie stark die Lieferungen etwa durch Ausfall von Fahrern eingeschränkt werden könnte.

Wenn nun also Montag die nächste Lieferung kommt und dann kaufen wenige vieles wieder weg, dann bleibt nichts für die anderen. Die müssen dann Donnerstag wieder ihr Glück versuchen. Das kann es ja auch nicht sein. Und: SONST wird ja vom Einzelhandel auch drauf geachtet, dass die nur haushaltsübliche Mengen abgeben!
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echtschlecht165
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von echtschlecht165 »

die Quarantäne kann kommen, Hamsterkauf erledigt'
Bild


es sind interessante Zeiten, ich war insgesamt schon mal in besserer Laune, halte diese Krise aber noch für keine Katastrophe. Es ist für jeden einzelnen von uns eine neue Situation, die sicher ernst genommen werden sollte.
aber ich glaube, dass diese Pandemie auch sowas wie ein deutlicher Warnschuss an die Menschheit sein sollte, und auch die total überhitzte Wirtschaft sich selbst überdenken sollte (und wird).
Ich denke mittelfristig wird diese Krise gut für die Realwirtschaft in den Industriestaaten sein, da ich glaube, dass man, um solche Krisen besser bewältigen zu können, nicht auf die Basiswirtschaft im eigenen Raum verzichten kann. Sei es wegen Beschäftigung der Leute, oder eben auch um in globalen Krisen lokal funktionstüchtig zu bleiben.
Viel weiter will ich diese Krise auch garnicht zum Politisieren nutzen und ich wünsche allen hier Gesundheit und Ausdauer.
In Stein gemeißelt

TheGameOli
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Re: COVID-19 - Anatomie einer Pandemie

Beitrag von TheGameOli »

Axel hat geschrieben:
14. Mär 2020, 14:54
TheGameOli hat geschrieben:
14. Mär 2020, 14:41
Wenn ja eh immer Nachschub kommt musst du halt mal 1 Tag Später in den Supermarkt;)
Supermärkte bekommen ja nicht jeden Tag Lieferung (außer Obst), sondern in den Regel 2x die Woche. Könnte vielleicht auch nur 1x werden, je nachdem wie stark die Lieferungen etwa durch Ausfall von Fahrern eingeschränkt werden könnte.

Wenn nun also Montag die nächste Lieferung kommt und dann kaufen wenige vieles wieder weg, dann bleibt nichts für die anderen. Die müssen dann Donnerstag wieder ihr Glück versuchen. Das kann es ja auch nicht sein. Und: SONST wird ja vom Einzelhandel auch drauf geachtet, dass die nur haushaltsübliche Mengen abgeben!
Also sorry aber es sind sehr viele könnte könnte in deinem Satz. Es KÖNNTE sein das Fahrer ausfallen. Es KÖNNTE sein das nur 1x die Woche geliefert wird. Wenn ich alles darauf berufen will was passieren KÖNNTE dann muss ich gleich auch los nen Hamster kaufen denn es KÖNNTE ja sein das es morgen nichts mehr zu essen gibt oder es KÖNNTE sein das wir alle in Quarantäne sind ab Montag.

Es werden ja (auch durch Hamsterkäufe) nicht ALLE Supermärkte zur gleichen Zeit leer werden.

Und was den Einzelhandel angeht, wo achtet er denn sonst darauf das nur Haushaltsübliche Mengen verkauft werden? Das kenne ich an sich NUR bei Angebote, das man nicht plötzlich mit 200 Flaschen Wein nach Hause geht, das hab ich auch schon einmal erlebt.

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