Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Alles, was nicht in ein anderes Forum gehört: Hier rein
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Benutzeravatar
Asphyx
Beiträge: 192
Registriert: 25. Jan 2018, 09:46

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Asphyx »

imanzuel hat geschrieben:
9. Mai 2020, 00:37
Finde es ja immer wieder witzig, wie Reddit-Posts bei der GameStar für "News" verwendet werden, die absolut keine Aussagekraft über irgendwas haben. Der zitierte Post hat ganze 20 Kommentare (okay, ist mittlerweile geschlossen, ändert aber nichts daran).
Na hör mal, 20 Kommentare unter einem Reddit-Post (von wann genau eigentlich?) reichen dir doch wohl als Beleg, dass das "Fans seit Jahren diskutieren", nicht? Nicht? :think:

Benutzeravatar
Axel
Beiträge: 2256
Registriert: 1. Jul 2018, 20:43

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Axel »

Weiß garnicht, was ihr habt! Das ist doch der heutige deutsche Qualitätsjournalismus? Immerhin schreiben die von Reddit ab. Große Tageszeitungen schreiben dagegen immer nur das ab, was auf Twitter steht - und halten das für repräsentativ für die Bevölkerung!
Der obige Beitrag stellt allein meine Meinung dar. Auch wenn ich es vielleicht nicht jedes einzelne Mal dazu schreibe, weil ich es vergesse: es ist dennoch nicht als Verallgemeinerung gemeint. Du sollst selbstverständlich eine andere Meinung haben. :)

Benutzeravatar
Dr. Zoidberg [np]
Cronjob of Justice
Beiträge: 3018
Registriert: 7. Jul 2016, 23:28
Kontaktdaten:

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Mal ein ernstgemeinter Vorschlag:

Ich nehme hier (mindestens) in den letzten Tagen vermehrt eine "Schaut mal, welche Clickbait-Headline die jetzt schon wieder rausgehauen haben! Qualitätsjournalismus trolololol"-Richtung in diesem Thread war. Die ist inzwischen weder sonderlich konstruktiv noch angenehm zu lesen. Was haltet ihr davon (und das ist wie gesagt ernstgemeint), wenn ihr einen Gamestarblog startet? Es gibt ja schon seit langer Zeit den Bildblog und auch den Spiegelblog, die Artikel und das Geschehen der jeweiligen Magazine und Online-Portale kritisch beleuchten und auch entsprechend argumentativ und mit Fakten aufarbeiten.

Ich fände das vor allem etwas durchaus lesenswertes, wenn da regelmäßig Beiträge entstehen, die die Gamestar kritisch beleuchten und sie an ihrem eigenen Gamestar-Kodex sowie dem Pressekodex messen. Ich fände das jedenfalls wesentlich angenehmer als hier den 500ten Rant zu lesen, der sich aktuell sehr im Kreis dreht.

imanzuel
Beiträge: 1117
Registriert: 8. Feb 2017, 22:58

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von imanzuel »

Naja, als größte deutsche Gaming-Seite wird man sich ja noch humorvoll darüber lustig machen dürfen ;) Und selbst wenn es hier konstruktive Tipps geben würde, ich bezweifle dass die irgendwas bezwecken. Die gab es schon im GameStar-Forum, trotz Kommentare ala "wir nehmen das zur Kenntnis" hat sich da über die Jahre nichts verbessert, eher verschlechtert (meiner Meinung nach).

Alternativ könnte man ja auch den Thread schließen? Ich hab meine Meinung zur GameStar gesagt, die Clickbait-News klicke ich nicht mehr, die Tests sind für mich untauglich weil die Tester mich nicht gerade davon überzeugen, Ahnung davon zu haben was die kritisieren (bzw. besser: nicht kritisieren) oder zumindest wird da sehr industrienah beurteilt, lieber zu nett als zu kritisch. Für meinen Empfinden brauche ich die GameStar und ihre (wesentlich schlimmeren!) Unterseiten (GamePro, Mein MMO) nicht, dementsprechend kann man denke ich die Diskussion hier auch beenden. Weil ja, irgendwie dreht sich das eh alles im Kreis. Und GameStar wird immer, direkt oder indirekt, alles mit Klickzahlen und Geld begründen. Sicherlich nachvollziehbar, das macht das "wie" in meinen Augen aber nicht besser.

Abgesehen davon gibt es ja mit Medienbiene schon so eine Seite. Und nebenbei würde ich es gar nicht einsehen, für GameStar Fehler zu korrigieren :D
Notiz für mich
Top-Spiele 2020: 1. Half Life: Alyx (10/10) 2. Ori 2 (9/10) 3. Doom Eternal (8/10) 4. Resident Evil 3 (8/10) 5. Nioh 2 (8/10) 6. Persona 5 Royal (7/10) 7. SOR 4 (7/10) 8. TLoU 2 (7/10) 9. DBZ: Kakarot (6/10) 10. FF VII Remake (5/10)

Benutzeravatar
Asphyx
Beiträge: 192
Registriert: 25. Jan 2018, 09:46

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Asphyx »

Soll sein. So erfreulich es ist, dass ich mit meiner Wahrnehmung nicht allein dastehe, und so sehr sich jeden Tag die Beispiele aufdrängen - wie ich mit dem Bild zuletzt ja selber angedeutet habe: we are beating a dead horse.

Nichtsdestotrotz möchte ich schon festhalten, dass ich die vorgebrachten Beispiele in der überwiegenden Mehrheit durchaus als stichhaltig ansehe (und stichhaltige Kritik ist in meinen Augen durchaus konstruktiv, wenn auch vermutlich nutzlos), und dass der Dr. Zoidberg vermutlich als lustvoll erscheinende Unterton der Diskussion zumindest bei mir nicht als genüssliches Einschlagen auf die GS missverstanden werden sollte. Es ähnelt viel mehr dem hilflosen Lachen angesichts einer Häufung widersinniger Situationen, auf die man anders kaum mehr zu reagieren weiß.

Ich stimme aber zu, dass sich die Diskussion auch angesichts kaum vorhandener Gegenstimmen (von Gamestar-Redakteuren mal abgesehen) zusehends erschöpft.

Abschließend bleibt für mich persönlich in Bezug auf den Header dieses Threads "Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?" festzuhalten: er ist weder noch, sondern in leider zunehmenden Maße eine Vorspiegelung falscher Tatsachen.

Rick Wertz
Beiträge: 359
Registriert: 13. Apr 2018, 10:40

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Rick Wertz »

Trugschluss hat geschrieben:
8. Mai 2020, 17:02
AC2, AC Brotherhood und AC3 haben das definitiv. Da baut man seine Villa/Heimatdorf aus. Bei Revelations bin ich mir nicht sicher. Außerdem habe ich nur bis einschließlich Teil 3 gespielt, wie es danach aussieht, weiß ich nicht. Dennoch habe ich aktuell nur ein müdes Gähnen übrig für den Hype um den Dorfbau bei Valhalla.
Black Flag auch, dort baut man sein Piratennest aus.

vicsbier
Beiträge: 441
Registriert: 22. Okt 2016, 17:12

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von vicsbier »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
9. Mai 2020, 09:56
Mal ein ernstgemeinter Vorschlag:

Ich nehme hier (mindestens) in den letzten Tagen vermehrt eine "Schaut mal, welche Clickbait-Headline die jetzt schon wieder rausgehauen haben! Qualitätsjournalismus trolololol"-Richtung in diesem Thread war. Die ist inzwischen weder sonderlich konstruktiv noch angenehm zu lesen.
Es ist ein Spielethemen und ich habe durch die Beispiele viele interessante Analysen gelesen. Und wg Spielethemen sind wir doch hier?
imanzuel hat geschrieben:
9. Mai 2020, 10:09
Alternativ könnte man ja auch den Thread schließen? Ich hab meine Meinung zur GameStar gesagt
Du ja. Andere die erst noch darauf stoßen nicht. Ausserdem könnte es ja auch eine Änderung auf Seiten der GS geben, dann könnte man dies hier weiterdiskutieren.

flowseven
Beiträge: 76
Registriert: 1. Jun 2016, 11:13

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von flowseven »

Ich war Gamestar Plus Kunde since day one (schon bevor es Plus hieß) und hab jetzt gekündigt. Lustigerweise läuft die Kündigungsfrist jetzt bis März 2021 :D Sprich die wollen nochmal ein ganzes Jahr bezahlt, weil mein Zeitpunkt der Kündigung wohl genau mit der Verlängerung meines Abos zusammenfällt. Taktisch unklug, aber 10 Monate Frist ist trotzdem frech.

meieiro
Beiträge: 288
Registriert: 12. Jan 2018, 07:48
Wohnort: Niederbayern

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von meieiro »

flowseven hat geschrieben:
11. Mai 2020, 11:34
Ich war Gamestar Plus Kunde since day one (schon bevor es Plus hieß) und hab jetzt gekündigt. Lustigerweise läuft die Kündigungsfrist jetzt bis März 2021 :D Sprich die wollen nochmal ein ganzes Jahr bezahlt, weil mein Zeitpunkt der Kündigung wohl genau mit der Verlängerung meines Abos zusammenfällt. Taktisch unklug, aber 10 Monate Frist ist trotzdem frech.
Naja wahrscheinlich hast du ein Jahresabo. Und wenn das im März 2020 verlängert wurde, dann läufts halt bis März 2021. Egal ob du jetzt oder in 3 Monaten kündigst

Benutzeravatar
Lurtz
Beiträge: 1258
Registriert: 22. Feb 2016, 17:19

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Lurtz »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
9. Mai 2020, 09:56
Mal ein ernstgemeinter Vorschlag:

Ich nehme hier (mindestens) in den letzten Tagen vermehrt eine "Schaut mal, welche Clickbait-Headline die jetzt schon wieder rausgehauen haben! Qualitätsjournalismus trolololol"-Richtung in diesem Thread war. Die ist inzwischen weder sonderlich konstruktiv noch angenehm zu lesen. Was haltet ihr davon (und das ist wie gesagt ernstgemeint), wenn ihr einen Gamestarblog startet? Es gibt ja schon seit langer Zeit den Bildblog und auch den Spiegelblog, die Artikel und das Geschehen der jeweiligen Magazine und Online-Portale kritisch beleuchten und auch entsprechend argumentativ und mit Fakten aufarbeiten.
Ich stimme zu, dass der Thread nicht zu einem Circlejerk verkommen sollte, aber mit Trololol hat das nichts zu tun, auch nicht die vermehrten Beschwerden über den Stil der Inhalte. Es dreht sich auch nicht im Kreis, da da aktuell ja auch laut Aussage von Elena und Dimi sehr viel Bewegung bei Gamestar dahingehend ist.

Das ist valide Kritik, die sich auch leicht auf den Gesamtzustand des Journalismus übertragen lässt. Dazu empfehle ich die aktuelle Folge 40 des Corona-Virus-Update, wo sich Drosten zum wiederholten Male genau über diesen Qualitätsverlust auslässt, der entsteht wenn jeder mit seiner wirtschaftlichen Notwendigkeit und Daten zu Klickzahlen argumentiert.

Beim gewöhnlichen Gamestar-Redakteur fängt genau diese Arugmentationsschiene an und wirkt dann fort:
Aber wenn ein "Was ihr beachten müsst"-Artikel doppelt so oft gelesen wird, weil ich ne 5 in die Headline schreibe, warum es nicht tun? Offensichtlich gefällt es den Leuten besser, offensichtlich kommen sie mit der Struktur besser klar. Und am Ende des Tages schreibe ich fürs Publikum.
Aber die Daten zeigen eben eine klare Tendenz.
https://www.gamestar.de/xenforo/threads ... t-19323991

Das ist genau das, was Drosten hier bei einem noch viel ernsteren Thema beschreibt und wie solche Mechanismen wirken. Ja, warum nicht die Headline etwas anders schreiben, und wenn es im ersten Schritt nur eine "5" ist, damit die Klicks deutlich nach oben gehen? Wieso nicht den Inhalt verkürzen, zuspitzen und noch ein Fragezeichen dahinter knallen?
Und da man sich in einem Marktumfeld mit anderen befindet, die die gleichen Mittel anwendet, ist man in einer riesengroßen Abwärtsspirale.

Jetzt kann man natürlich wieder die Schiene fahren, dass es ja nur um Spiele und Unterhaltung geht, aber ich denke gerade The-Pod-Hörer sollten durch Wolfgangs Kolumnen wissen, dass es um so viel mehr geht.

Und einen kleinen Watchblog zu deutschen Spielemedien gibt es mit Medienbiene ja bereits. Jüngst, Gamestar kennzeichnet ihre Quellen nicht, auch wenn die Lizenz es erfodert:
https://medienbiene.com/2020/05/12/game ... ilderklau/

Das ist schon mehr als eine Lappalie, und da es um Wikis geht, auch nicht gerade nett für diese Communities, aber wo kein Kläger da kein Richter...

Asgon
Beiträge: 2
Registriert: 13. Mai 2020, 16:55

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Asgon »

Mal provokativ gefragt. Kann und darf man die Gamestar überhaupt noch als Journalismus bezeichnen? Mit dem ganzen Hintergrund der Youtube-Videos, Webedia und fragwürdigen Inhalten auf der Homepage, würde ich für mich persönlich eher den Schluss ziehen, dass die Gamestar den Influencern näher steht als dem klassischen Journalismis ala Times, Zeit usw..

Herrmann
Beiträge: 203
Registriert: 14. Apr 2016, 10:30

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Herrmann »

Für mich ist das dennoch kein Thema, dass in dieser Tiefe hier hin gehört. Entweder man gibt der GS Gelegenheit das zu lesen (nicht nur wenigen Redakteuren) und schreibt es dort ins Forum oder gründet einen extra Blog.

Dieses teilweise doch recht undifferenzierte "Raufgehaue" liest sich alles andere als schön, auch wenn es gelegentlich in komplizierte Sätze gepackt wird, so dass es nicht sofort auffällt.

Benutzeravatar
derFuchsi
Beiträge: 2735
Registriert: 11. Nov 2015, 10:00
Wohnort: Hessen

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von derFuchsi »

Ich kann die Ausgefragt Folge in dem Zusammenhang empfehlen. Eine der Fragen war in etwa wenn man euch unendlich Geld und ein Jahr Zeit zur Verfügung stellen würde wie würdet ihr den Games-Journalismus aus der Krise führen.
Die Antwort wird euch überraschen... :mrgreen:
https://www.stayforever.de/2020/04/ausgefragt-folge-4/

Nein im Ernst die Diskussion ob es überhaupt eine Krise gibt und was man alles zum Journalismus zählt war interessant. Ab 18:00
BildBild Bild
Gamer since ~1987 (C64 C)

Benutzeravatar
Lurtz
Beiträge: 1258
Registriert: 22. Feb 2016, 17:19

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Lurtz »

Herrmann hat geschrieben:
13. Mai 2020, 17:12
Für mich ist das dennoch kein Thema, dass in dieser Tiefe hier hin gehört. Entweder man gibt der GS Gelegenheit das zu lesen (nicht nur wenigen Redakteuren) und schreibt es dort ins Forum oder gründet einen extra Blog.

Dieses teilweise doch recht undifferenzierte "Raufgehaue" liest sich alles andere als schön, auch wenn es gelegentlich in komplizierte Sätze gepackt wird, so dass es nicht sofort auffällt.
Ich diskutiere das genauso oft und leidenschaftlich in deren Forum, insofern habe ich da kein schlechtes Gewissen. Da diskutieren durchschnittlich aber auch nicht mehr Mitarbeiter mit als hier.

Kann natürlich verstehen, wenn man das in der Breite hier nicht haben möchte, wobei das bei anderen Themen ja auch kein Problem ist, wenn eine Diskussionskultur gewahrt bleibt.

Wenn es wirklich nur ums Bashing ginge könnte man leicht den Youtube Kanal heranziehen, der gleicht mittlerweile in vielen Dingen typischen Influencerkanälen ohne redaktionellen Hintergrund wie Linus Tech Tips etc. Dagegen sind die Inhalte auf der Hauptseite noch deutlich redaktioneller angehaucht.

Edit: Und um das auch nochmal klar zu stellen, dass Gamestar so oft kritisiert wird liegt ja auch daran, dass sie schlichtweg die einzigen mit einer entsprechenden Relevanz sind. Die anderen bekannten Angebote auf dem deutschen Markt sind noch weit darunter anzusiedeln, vielleicht abgesehen von 4players. Insofern konsumiere ich nur Gamestar überhaupt regelmäßig.
Zuletzt geändert von Lurtz am 13. Mai 2020, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Soulaire
Beiträge: 1276
Registriert: 28. Mär 2016, 06:44

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Soulaire »

Herrmann hat geschrieben:
13. Mai 2020, 17:12
Für mich ist das dennoch kein Thema, dass in dieser Tiefe hier hin gehört. Entweder man gibt der GS Gelegenheit das zu lesen (nicht nur wenigen Redakteuren) und schreibt es dort ins Forum oder gründet einen extra Blog.

wieso? Kritik an Journalismus, Politik oder anderen gesellschaftichen Themen sollte überall stattfinden können. Und die Gamestar steht für viele eben stellvertretend für die aktuelle Krise des Gaming-Journalismus.

Benutzeravatar
Wudan
Beiträge: 789
Registriert: 26. Dez 2015, 21:16
Kontaktdaten:

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Wudan »

Passt vielleicht hier ganz gut rein, auch wenn es nicht (nur) die GS betrifft.

Was mich aktuell bisschen aufregt ist die "News" die gerade die Runde macht das noch dieses (Fiskal)Jahr ein HD Remaster der Mass Effect Trilogie kommen soll. Dabei gibt es zu dieser News nicht den Hauch einer Quellenangabe. Das hat ein einziger Journalist in einem Nebensatz eines Artikels einfach so behauptet, ohne jegliche Quelle, und alle Magazine schreiben es fröhlich voneinander ab, ebenfalls ohne Quellen, ohne vll. mal bei EA nachzufragen oder es sonstwie zu verifizieren. GameTwo hat es sogar in der Sendung gehabt letzten Freitag. Versteh ich nicht wie man sowas absolut unbestätigtes so groß raushauen kann.

Auch der GS Artikel trägt, entgegen der Aussage der Headline, rein gar nichts an Fakten zusammen, zumindest ein Remaster betreffend.
https://www.gamestar.de/artikel/mass-ef ... 57499.html

Benutzeravatar
Lurtz
Beiträge: 1258
Registriert: 22. Feb 2016, 17:19

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Lurtz »

Das ist ja schon seit langem ein Unding. Gibt ja sogar Leute, die bei Reddit absichtlich Leaks gefaket und das dann aufgedeckt haben und dennoch hat sich nichts am Verhalten der Magazine geändert.

Benutzeravatar
Jon Zen
Beiträge: 1020
Registriert: 10. Jul 2017, 02:51
Wohnort: Hessen

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Jon Zen »

Wudan hat geschrieben:
13. Mai 2020, 20:26
Passt vielleicht hier ganz gut rein, auch wenn es nicht (nur) die GS betrifft.

Was mich aktuell bisschen aufregt ist die "News" die gerade die Runde macht das noch dieses (Fiskal)Jahr ein HD Remaster der Mass Effect Trilogie kommen soll. Dabei gibt es zu dieser News nicht den Hauch einer Quellenangabe. Das hat ein einziger Journalist in einem Nebensatz eines Artikels einfach so behauptet, ohne jegliche Quelle, und alle Magazine schreiben es fröhlich voneinander ab, ebenfalls ohne Quellen, ohne vll. mal bei EA nachzufragen oder es sonstwie zu verifizieren. GameTwo hat es sogar in der Sendung gehabt letzten Freitag. Versteh ich nicht wie man sowas absolut unbestätigtes so groß raushauen kann.
Zynisch gesagt: Klicks. Die halbe Gamerwelt zählt ja zu den Mass Effect Fans. Und sollte man noch eine Richtigstellungsnews zu ME machen müssen, kassiert man sogar doppelt Klicks.

Aus journalistischer Sicht, gibt es dagegen keinen Grund darüber zu berichten.
Als gutes Beispiel, wie über "News" und "Gerüchte" berichtet werden, kann man bei den Fußballmedien sehen:

Bild/Sportbild: boulevard, fast inhaltslose Artikel, Gerüchte werden gerne & schnell verbreitet
transfermarkt.de: z.T. sehr gute Artikel, aber auch viele News über Gerüchte, die von boulevardmedien verbreitet wurden
kicker: kurze Artikel (oft auch mit wenig/schlechtem Inhalt/z.T. boulevardeske Stimmungsmache), Gerüchte werden aber nur publiziert, wenn es glaubhafte Quellen gibt
Rasenfunk: Der Fußball wird ausführlich analysiert, auf Gerüchte/Klatsch wird nur in seltensten Fällen eingegangen.

Gamestar.de würde ich am ehesten mit transfermarkt.de vergleichen, hat aber dagegen noch den Anspruch des Kodex. Der Kicker zeigt, dass man auch heute noch bestehen kann, ohne dass man auf "News" setzt, sondern eigene Quellen nutzt. Die daraus entsthenden Artikel sind zwar meistens nicht hochwertig (viel kurze Artikel, oft belanglose Interviews, kein tieferer Blick auf die Taktik der Mannschaften), aber fallen nicht unter Clickbait. Bildergalerien gibt es zwar auch (diese kann man sich bei transfermarkt.de auf einen Klick anzeigen lassen), aber das macht bei ihrer Handyapp Sinn.
Der Kicker macht genau das, was er machen will und unter diesen Aspekten macht er es gut.
https://steamcommunity.com/id/Jon-Zen/ | Unsere Biervorräte schwinden dahin, Sire!

Benutzeravatar
Asphyx
Beiträge: 192
Registriert: 25. Jan 2018, 09:46

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von Asphyx »

https://www.gamestar.de/artikel/star-ci ... 57738.html

Echt jetzt? Ist schon wieder 1.April? Ich weiß grad ehrlich gesagt nicht, ob ich es bescheuerter finde, dass CIG sowas ins Spiel einbaut (während das Spiel selbst sich seit Jahren im Kriechtempo entwickelt), oder dass GS sowas eine Newsmeldung wert ist (in der das noch als Errungenschaft verkauft wird).

Unterdessen: weitere Toplisten ("Top Survival-Games 2020 - Das sind die besten Überlebens-Spiele am PC", "10 Jahre Marvel-Filme - Wer ist der beste Bösewicht?") und weiter mindestens zwei AC Valhalla-Artikel pro Tag, weiteres Herumspekulieren samt irreführender Headlines ("Bioshock 4 wird ein Loot-Shooter?! Was wir jetzt schon wissen" - Spoiler: bis auf ein paar Stellengesuche in Wahrheit nichts).
Peter Bathge entwickelt sich rasant zum Spezialisten für letztgenannte Artikel und schreibt dabei noch selbst: "Darauf zu diesem Zeitpunkt Antworten finden zu wollen, mag im ersten Moment wie Kaffeesatzlesen wirken. Tatsächlich liefert eine sorgfältige Analyse des Projekts aber bereits erste konkrete Hinweise, in welche Richtung sich Bioshock 4 entwickeln könnte." Mit Betonung auf KÖNNTE, nicht auf KONKRET. Ist das nun listige Selbstironie oder bloß komplette Betriebsblindheit?

vicsbier
Beiträge: 441
Registriert: 22. Okt 2016, 17:12

Re: Der Gamestar-Kodex: Überfällige Selbsteinschätzung oder überflüssige PR-Maßnahme?

Beitrag von vicsbier »

Bei all der Kritik darf man nicht vergessen, dass die GameStar überwiegend für ein jüngeres, unerfahreneres Publikum schreibt.

Gesperrt