The Last of Us 2

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Trugschluss
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Trugschluss »

mrz hat geschrieben:
27. Jun 2020, 09:36
Naja - die meisten Argumentationen sind recht einseitig.
Ähnlich einseitig wie "Masterpiece/10" oder "10/10", wie man hier auch schon lesen durfte. ;) Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo zwischen den beiden Polen, aber die muss man dann natürlich auch zulassen und lesen dürfen, wenn man an ein umfassendes Meinungsbild interessiert ist.

imanzuel
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von imanzuel »

mrz hat geschrieben:
27. Jun 2020, 11:00
Warum waren Tag 1-3 absolut gar nichts?
Abby oder Ellie? Oder beide?
SpoilerShow
Was ist denn da großartig passiert? (hab die Hälfte schon wieder vergessen, weil wie geschrieben, im Gegensatz zum ersten Teil ist da nahezu nichts hängengeblieben)

- Ellie und Dina reiten da durch Seattle, werden angegriffen, brechen aus, kämpfen sich durch. Sonst noch was passiert?
- Ellie zieht alleine los, das war der Tag mit Nora, oder? Joa, Nora geht drauf. War halt auch nichts :think: Todesszene von Nora hat mich nicht berührt, wie auch, die greift schließlich als erstes an.
- Tag 3 weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, außer das Ende im Aquarium, dass mich auch nicht gejuckt hat

Bei Abby spar ich mir es, war grundsätzlich interessanter, aber der gesamte WLF/Seraph-Teil war halt arg konstruiert und lief eh nur im Hintergrund. Ah ja Jeffrey Wright wurde mal übelst verwendet, das ist hängengeblieben. :ugly:
Ich habe bis jetzt noch keine Erklärung gefunden, warum der gesamte Seattle (2x3) Teil 20 Stunden in Anspruch nimmt. Die Hälfte hätte es auch getan.
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Rince81
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Rince81 »

Trugschluss hat geschrieben:
27. Jun 2020, 11:02
mrz hat geschrieben:
27. Jun 2020, 09:36
Naja - die meisten Argumentationen sind recht einseitig.
Ähnlich einseitig wie "Masterpiece/10" oder "10/10", wie man hier auch schon lesen durfte. ;) Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo zwischen den beiden Polen, aber die muss man dann natürlich auch zulassen und lesen dürfen, wenn man an ein umfassendes Meinungsbild interessiert ist.
Dafür sollten die Diskutierenden aber auf einem Level sein und das Spiel zumindest gespielt haben, oder?
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Rince81
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Rince81 »

imanzuel hat geschrieben:
27. Jun 2020, 11:07
Ich habe bis jetzt noch keine Erklärung gefunden, warum der gesamte Seattle (2x3) Teil 20 Stunden in Anspruch nimmt. Die Hälfte hätte es auch getan.
Leichte Locationspoiler vorran:
Ich glaube kaum jemand würde mit dir über die Pacingprobleme diskutieren - ja die hat das Spiel ganz offensichtlich. Ca. 5 Stunden weniger hätten es auch getan und ein paar der Random Gegnergruppen weniger. Auch das
SpoilerShow
Finale/Epilog
hätte gerne kürzer sein dürfen. Ich möchte die Zeit aber auch nicht missen - außer beim
SpoilerShow
Finale
- das hätte sehr viel gerne früher zum Punkt kommen können ohne Eindruck zu verlieren. Der "Open-World" Teil mit dem optionalen "freien" Erkunden hat gute Zeit geschluckt und da hätte das Spiel auch gerne mehr liefern können. Beispielsweise hätte man aber z.B. auf die Szene in der Synagoge gerne zugunsten eines strafferen Gameplays verzichten können - ich fand sie aber gelungen, da sie genutzt wurde um dem Charakter Dina näher zu kommen.

Ich fand z.B. die Tour über die
SpoilerShow
Wolkenbrücke großartig, gerade da dort viel Charakterentwicklung stattfand und es gab auch ein paar coole Kämpfe, es war aber am Ende nach dem Absturz beim Abstieg durchs Haus zu lang.
Dafür hätte ich
SpoilerShow
auf der Insel
nicht auf eine Szene verzichten wollen.


SpoilerShow
Nora greift nicht zuerst an, Ellie hat sich durch ein ganzes Krankenhaus gekämpft um zu ihr zu kommen. ;)
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mrz
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von mrz »

Trugschluss hat geschrieben:
27. Jun 2020, 11:02
mrz hat geschrieben:
27. Jun 2020, 09:36
Naja - die meisten Argumentationen sind recht einseitig.
Ähnlich einseitig wie "Masterpiece/10" oder "10/10", wie man hier auch schon lesen durfte. ;) Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo zwischen den beiden Polen, aber die muss man dann natürlich auch zulassen und lesen dürfen, wenn man an ein umfassendes Meinungsbild interessiert ist.
Naja, nicht wirklich. Habe ja schon angeführt, dass die Empfindung nur so sind, weil sie Ellie und Joel gespielt haben, nicht weil Ellie und Joel in der Story als Good Guys etabliert werden. Und diverse Szenen als Gegensbeispiele angeführt.
Es wird aber immer als Argument gesagt: Ellie + Joel = good. Abby = böse.

Es wird immer nur von "beloved characters we spent so much time with" geredet, aber nie davon wer diese Charaktere tatsächlich innerhalb der Handlung/Welt sind.

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kami
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von kami »

Trugschluss hat geschrieben:
27. Jun 2020, 11:02
Ähnlich einseitig wie "Masterpiece/10" oder "10/10", wie man hier auch schon lesen durfte. ;) Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo zwischen den beiden Polen, aber die muss man dann natürlich auch zulassen und lesen dürfen, wenn man an ein umfassendes Meinungsbild interessiert ist.
Und wer hindert dich z.B. daran, diese Meinungen zu lesen?

imanzuel
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von imanzuel »

mrz hat geschrieben:
27. Jun 2020, 11:29
Es wird aber immer als Argument gesagt: Ellie + Joel = good. Abby = böse.

Es wird immer nur von "beloved characters we spent so much time with" geredet, aber nie davon wer diese Charaktere tatsächlich innerhalb der Handlung/Welt sind.
? Ich keine einzige, eher negative Review wo ich gelesen habe wird das behauptet. Das hab ich sogar ich nicht behauptet (das Abby ich nicht sympathisch finde hat ja nichts mit "böse" zu tun, und selbst Ellie wird über die gesamte Spieldauer extrem unsympathisch).
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Guthwulf
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Guthwulf »

kami hat geschrieben:
27. Jun 2020, 10:20
Was halt schlecht ankommt, sind Leute, die denen, die das Spiel nun mögen, unbedingt beweisen wollen, dass sie falsch liegen und das Spiel schlecht ist.
Oder umgekehrt ;) So oder so ist es immer besser, wenn man respektiert, dass jemand eine andere Meinung haben kann.
imanzuel hat geschrieben:
27. Jun 2020, 10:33
kami hat geschrieben:
27. Jun 2020, 10:20
aber generell wäre die Diskussion vermutlich viel konstruktiver, wenn die "Kritiker" einfach zugeben könnten, dass ihr Geschmack nicht getroffen wurde und sie sich was anderes erhofft hatten.
Ja, da aber ist es schon wieder: "Geschmack wurde nicht getroffen". Ich bleibe dabei, sowohl Ellies als auch Abbys Tag 1-3 Seattle Teil war storymäßig absolut gar nichts, und zieht sich wie Kaugummi. Einzige Ausnahme ist die Szene von Lev und Yara, der Kampf am Ende vor dem Epilog, und das wars.
Damit beweißt du grad nur, dass kami recht hat. Statt anzuerkennen, dass man das auch anders sehen kann, reklamierst du damit für dich, dass du die objektive Wahrheit vertrittst und jeder der das anders sieht einfach falsch liegt. Wir beide haben weiter oben im Thread ja auch schonmal drüber diskutiert, warum Joels Verhalten für mich absolut Sinn macht (für dich jedoch nicht) oder ob die Trailer irreführend waren (für mich nicht, für dich schon). Keiner von uns beiden hat den anderen überzeugt. Das ist ok. Es gibt nunmal unterschiedliche Erwartungen und Sichtweisen. Aber zu reklamieren, dass du derjenige mit der Wahrheit bist und jeder, der anders empfindet, falsch liegt, finde ich problematisch.

Zum Pacing: Ich bin grad noch bei diesen ersten Tagen in Seatlle und empfinde die bisher großartig. Das mag sich später noch ändern. Pacingprobleme würden mich nicht überraschen. Die gabs meiner Meinung nach nämlich schon mehr als genug bei Last Of Us 1 (und fast jedem Uncharted). Bei Last Of Us haben die Stärken des Spiels für mich die Probleme (wie Pacing) derart überwogen, dass ich es trotzdem als "Meisterwerk" empfunden habe, aber das bedeutet natürlich nicht, das es perfekt war.
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Rince81
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Rince81 »

https://www.4players.de/4players.php/tv ... tiven.html

Vier Videospielredakteure unterhalten sich über eine Stunde über die Charaktere, Emotionen und die Wahrnehmung einer Spielhandlung. Bei welchem anderen Spiel sollte das sonst gehen.

Ich hoffe das ist ok, hier mal einen Forennutzer aus einem andren Forum zu zitieren der das Spiel scheiße fand und abgebrochen hat:
SpoilerShow
Ein Punkt ist, dass ich mich überhaupt nicht mit den Charakteren identifizieren kann, was für mich in einem Videospiel sehr wichtig ist. Das sind so beiläufige Punkte, wie z.B. die Höhenangst von Abby. Die kann da kaum über so nen Steg laufen, schwitzt und keucht da rum - ich selbst habe überhaupt keine Höhenangst, aber in diesem Spiel *muss* ich das haben. Anderes Beispiel: Ellie schlägt Nora brutal mit ner Rohrstange halb tot. Was kann ich als Spieler machen? 3 mal Quadrat drücken. Keine Alternative. Sowas würde ich niemals tun und hab mir auch da schon überlegt, abzubrechen. Das bin nicht ich.
Und gerade das ist ein Punkt, den ich an dem Spiel so beeindruckend und auch "neu" finde. Dieser meiner Sicht gelungene Versuch
SpoilerShow
die Identifikation des Spielers zu seiner Spielfigur zu brechen.
Ich kann seinen Ansatz völlig verstehen und nachvollziehen, für mich ist aber gerade das eins der Errungenschaften dieses Spiels.
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Guthwulf
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Guthwulf »

Rince81 hat geschrieben:
27. Jun 2020, 12:55
Dieser meiner Sicht gelungene Versuch
SpoilerShow
die Identifikation des Spielers zu seiner Spielfigur zu brechen.
Ich kann seinen Ansatz völlig verstehen und nachvollziehen, für mich ist aber gerade das eins der Errungenschaften dieses Spiels.
Das war ja schon bei Teil 1 ein wichtiger Teil des Erfolgs. Was gab es damals zum Ende alles für Diskussionen, dass man hätte dem Spieler in dieser einen kritischen Szene (die ja jetzt auch in Teil 2 aufgegriffen wird) eine Entscheidungsmöglichkeit geben müssen. Aber das hätte halt nicht zu Joel als Character gepasst. Hier musste der Spieler also "hilflos" ausagieren, wie Joel seine eigene Entscheidung trifft und handelt, wie er es für absolut notwendig hält (auch wenn der Spieler da vielleicht anderer Ansicht wäre). Das hatte für mich großen Anteil daran, warum das Ende so gut funktionierte und Joel am Ende so ambivalent wirkte.
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imanzuel
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von imanzuel »

Guthwulf hat geschrieben:
27. Jun 2020, 12:02
Damit beweißt du grad nur, dass kami recht hat. Statt anzuerkennen, dass man das auch anders sehen kann, reklamierst du damit für dich, dass du die objektive Wahrheit vertrittst und jeder der das anders sieht einfach falsch liegt.
a) Beweißt das absolut gar nichts
b) Habe ich nie behauptet, dass ich die objektive Wahrheit vertrete.

Ich habe nur folgendes kritisiert: Kritik wird gleichgesetzt mit "Geschmack nicht getroffen". Das sind zwei völlig unterschiedliche Punkte. Wenn ich mir Fifa kaufe, ich dann kritisiere "das es mir nicht realistisch genug ist, ich hätte eine (Fußball-)Simulation erwartet", dann ist das nicht den Geschmack nicht getroffen. Weil Fifa nie eine Fußballsimulation sein möchte, im Simulations-Sinne.

Wenn ein Spiel versucht, mich emotional davon zu überzeugen, dass der Mörder von X doch eigentlich total sympathisch und nett ist, und dabei scheitert, dann ist das Kritik für mich. Nicht Geschmack getroffen ist das eher so nicht. Übrigens habe ich bei den vielen "Meisterwerk/10" Wertungen hier nie die Mühe gemacht oder den Sinn darin gesehen, da irgendwas zu kritisieren. So viel zu "meine Wahrheit ist die einzig Richtige".

Aber ja, lassen wir es dabei. Ich denke ich werde mich vorerst aus dem Thread raushalten, macht imo eh keinen Sinn.
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mrz
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von mrz »

Rince81 hat geschrieben:
27. Jun 2020, 12:55
https://www.4players.de/4players.php/tv ... tiven.html

Vier Videospielredakteure unterhalten sich über eine Stunde über die Charaktere, Emotionen und die Wahrnehmung einer Spielhandlung. Bei welchem anderen Spiel sollte das sonst gehen.

Ich hoffe das ist ok, hier mal einen Forennutzer aus einem andren Forum zu zitieren der das Spiel scheiße fand und abgebrochen hat:
SpoilerShow
Ein Punkt ist, dass ich mich überhaupt nicht mit den Charakteren identifizieren kann, was für mich in einem Videospiel sehr wichtig ist. Das sind so beiläufige Punkte, wie z.B. die Höhenangst von Abby. Die kann da kaum über so nen Steg laufen, schwitzt und keucht da rum - ich selbst habe überhaupt keine Höhenangst, aber in diesem Spiel *muss* ich das haben. Anderes Beispiel: Ellie schlägt Nora brutal mit ner Rohrstange halb tot. Was kann ich als Spieler machen? 3 mal Quadrat drücken. Keine Alternative. Sowas würde ich niemals tun und hab mir auch da schon überlegt, abzubrechen. Das bin nicht ich.
Und gerade das ist ein Punkt, den ich an dem Spiel so beeindruckend und auch "neu" finde. Dieser meiner Sicht gelungene Versuch
SpoilerShow
die Identifikation des Spielers zu seiner Spielfigur zu brechen.
Ich kann seinen Ansatz völlig verstehen und nachvollziehen, für mich ist aber gerade das eins der Errungenschaften dieses Spiels.
Dieses "das bin nicht ich" is halt das dümmste Argument ever.
Als wäre ich Tony Montana, der vollgekokst Polizisten abknallt. Das bin einfach nicht ich.

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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Rince81 »

mrz hat geschrieben:
27. Jun 2020, 13:31
Dieses "das bin nicht ich" is halt das dümmste Argument ever.
Als wäre ich Tony Montana, der vollgekokst Polizisten abknallt. Das bin einfach nicht ich.
Es ist aber für das Medium Spiel noch sehr untypisch. Da ist man normalerweise der Held mit dem man sich identifiziert. Das Nathan Drake eigentlich ein Massenmörder ist, egal. Das ist vermutlich kaum ein Spieler - aber es stört eben nicht...
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von mrz »

Ja, aber wie gesagt. Habe noch nie verstanden wieso einige sich für den Protagonisten halten.

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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Guthwulf »

mrz hat geschrieben:
27. Jun 2020, 13:49
Ja, aber wie gesagt. Habe noch nie verstanden wieso einige sich für den Protagonisten halten.
Für mich sind fast alle Games Rollenspiele. Ich schlüpfe halt in die Rolle des Protagonisten. Manchmal hat der mehr mit mir gemeinsam, manchmal weniger, manchmal hab ich mehr Einfluss auf seine Entscheidungen und manchmal weniger. Ich bin in jedem Fall der Protagonist bzw. in der Rolle des Protagonisten (des Spiels, nicht notwendiger Weise der Geschichte). Das bedeutet aber nicht, dass ich in der Realität die gleiche Persönlichkeit habe (oder das brauche, um mich identifizieren zu können). Es ist halt Rollenspiel :D Und ja, dass Spiele mit der Illusion brechen, dass ICH in Kontrolle des Protagonisten bin, ist eher selten.
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Gonas »

Guthwulf hat geschrieben:
27. Jun 2020, 14:03
Und ja, dass Spiele mit der Illusion brechen, dass ICH in Kontrolle des Protagonisten bin, ist eher selten.
Und das finde ich sehr schade, denn wenn ein Spiel einen festen Charakter mit eigener Persönlichkeit hat dann müsste es diese Immersion eigentlich viel häufiger brechen. Sonst ist es quasi unglaubwürdig, schließlich bin das ja nicht ich und daher wird er auch nicht die gleichen Entscheidungen treffen. Ich kann einen Charakter doch eigentlich nur ernst nehmen wenn dieser auch einen eigenen hat und danach entscheidet.

Ich habe TLoU2 noch nicht durch (schaue ein LetsPlay), aber ich bin froh, dass ein Spiel so etwas einmal versucht und somit die Möglichkeiten des Mediums ein wenig stärker ausreizt. Nichts gegen Rollenspiele in denen wir diese Rolle definieren können, das ist super und macht sicherlich auch den meisten mehr Spaß, aber das hatten wir schon deutlich häufiger. :D

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Re: The Last of Us 2

Beitrag von mrz »

Macht mir zB gar keinen Spaß.
Spiele sowas wie Mass Effect nicht, wie ich spielen würde, sondern wie ich glaube, das Spiel am meisten belohnt. Es gibt nämlich immer ein "richtig" lt. Spieldesigner.

Und die Entscheidung nimmt einem ein Naughty Dog ab und lässt gar nichts anderes zu. So ist man auf jeden Fall immer sicher die "Canon"-Story erlebt zu haben

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kami
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Re: The Last of Us 2

Beitrag von kami »

Dass man sich jetzt an Abbys Höhenangst stört, weil man selbst keine hat, finde ich ein äußerst seltsames und fast schon unglaubwürdiges Argument, immerhin humanisiert diese Schwäche diese ansonsten doch sehr starke Figur. Dass man mit den Gewalttaten ein Problem hat, erscheint mir schon nachvollziehbarer.

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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Andre Peschke »

mrz hat geschrieben:
27. Jun 2020, 13:31
Dieses "das bin nicht ich" is halt das dümmste Argument ever.

Kinners... Tonfall! Ist es so schwer zu schreiben "Das Argument kann ich wirklich nicht nachvollziehen" oder ähnliches? Das überfordert hier doch niemanden. Also: Bitte!

Andre

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Re: The Last of Us 2

Beitrag von Andre Peschke »

kami hat geschrieben:
27. Jun 2020, 18:30
immerhin humanisiert diese Schwäche diese ansonsten doch sehr starke Figur.
Eben. Das mit der Höhenangst war super. Wenn mich da was stört, dann das sie das trotz Höhenangst geschafft hat. Ich hab vor dem Fernseher schon gedacht: "nope!" :D

Andre

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