Nahost-Konflikt

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bluttrinker13
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von bluttrinker13 »

Neue Auswertungen des Max Planck Instituts führen zu dem Schluss dass in Gaza seit Beginn des Krieges über 100.000 (!!) Palästinenser umgekommen sind. Rund die Hälfte davon Frauen oder Kinder unter 15 Jahren. Das weist darauf hin dass die Zivilbevölkerung als Ganzes regelmäßig betroffen war, statt dass es sich um Gewaltexzesse an potentiellen Kombattantengruppen handelt, wie Israel oft propagierte.
Die Verteilungen ähneln laut Autoren auch eher bekannten Genoziden als regulären bewaffneten Konflikten.

MPIDR - Gaza: Study Reveals Unprecedented Losses of Life and Life Expectancy https://share.google/3J9VUKouUWhl8OnUE

(Das sind alles letztlich statistische Schlussfolgerungen aber von einem sehr renommierten Forschungsinstitut und durch Autor*innen denen es hier explizit auch um den Einbezug von Messfehlern und Unsicherheit ging)
Rince81
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Rince81 »

Die deutsche Presse kümmert sich gerade um sich selbst. Die ARD Korrespondentin Sophie von der Tann soll mit dem Hanns-Joachim-Friedrich-Preis ausgezeichnet werden. Die Pro-Israel Seite läuft dagegen Sturm.
Kurzer Abriss:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 96430.html
https://www.zeit.de/2025/52/sophie-von- ... e=19393369

Imho eine lesenswerte Einordnung:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 96431.html
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 40fa082bf9
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Rince81
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Rince81 »

Ich bin durchaus der Meinung, dass Israel vom ESC, der UEFA und diversen anderen Verbänden zumindest suspendiert werden sollte wegen dem, was in Gaza und im Westjordanland passiert.

Ich bin gleichzeitig der Meinung, dass es eine absolute Schande für die UN ist, dass jemand wie Francesca Albanese nach wie vor eine offizielle Funktion hat. https://x.com/FranceskAlbs/status/1997616666252054538

Für diejenigen, die nicht klicken wollen oder keinen Account haben. Sie postet eine Grafik, die den Eurovision mit Genozid und viel Blut verbindet.
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Elb356
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Elb356 »

Rince81 hat geschrieben: 7. Dez 2025, 23:21 Ich bin durchaus der Meinung, dass Israel vom ESC, der UEFA und diversen anderen Verbänden zumindest suspendiert werden sollte wegen dem, was in Gaza und im Westjordanland passiert.

Ich bin gleichzeitig der Meinung, dass es eine absolute Schande für die UN ist, dass jemand wie Francesca Albanese nach wie vor eine offizielle Funktion hat. https://x.com/FranceskAlbs/status/1997616666252054538

Für diejenigen, die nicht klicken wollen oder keinen Account haben. Sie postet eine Grafik, die den Eurovision mit Genozid und viel Blut verbindet.
Was genau stört dich an der Grafik?
Eine Funktion bei der UN zu haben bedeuten ja nicht gleichzeitig besonders "nett" oder zurückhaltend zu sein.
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Rince81 »

Ich finde die Grafik unsäglich. Und, den Punkt haben wir anderswo bereits besprochen, bin ich überzeugt, dass sie antisemitisch ist.

viewtopic.php?p=348159&hilit=Francesca+Albanese#p348159

Daher sehe ich diese Grafik mit dem Blut auch als antisemitisch motiviert.
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Elb356
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Elb356 »

Rince81 hat geschrieben: 8. Dez 2025, 20:57 Ich finde die Grafik unsäglich. Und, den Punkt haben wir anderswo bereits besprochen, bin ich überzeugt, dass sie antisemitisch ist.

viewtopic.php?p=348159&hilit=Francesca+Albanese#p348159

Daher sehe ich diese Grafik mit dem Blut auch als antisemitisch motiviert.
Okay, ist also nur ein Gefühl von dir.
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Rince81 »

Zwei Artikel aus der israelischen Presse:

1. Die Haaretz berichtet über die Kampagne gegen die Auszeichnung Sophie von der Tann für ihre Nahostberichterstattung.
https://www.haaretz.com/world-news/euro ... bb8eb4b18b
Die Zeitung berichtet über eine "Atmosphäre der Einschüchterung"(!) angeführt durch die israelische Botschaft gegenüber deutschen Nahostjournalisten, von denen mehrere anonym mit der Haaretz geredet haben.
Sophie von der Tann, the German public broadcaster's correspondent in Tel Aviv, has been subjected to what colleagues and press freedom advocates say is a 'pattern' of pressure put on journalists covering Israel's war in Gaza – spearheaded by Israel's ambassador to Germany
German journalists and correspondents in Tel Aviv, who spoke to Haaretz on the condition of anonymity because they were discussing sensitive editorial processes and closed-door conversations, described the attacks on von der Tann as a watershed moment – noting that she is the first correspondent on the ground in Israel to be targeted by Israeli officials.
"We are under a lot of pressure," a correspondent in Tel Aviv said. "There is a pattern to these attacks – any new journalist who comes to Israel gets a blow at the beginning to make them careful and cautious." Journalists describe self-censorship and avoiding any likes on social media posts that could be seen as critical of Israel's policy over the past two years. "In Germany, it's enough only to be suspected of being biased to be canceled," one said.

"What we report is backed by evidence and the political realities on the ground," a journalist said, when critical of Israel's policies, which have been independently scrutinized by international bodies and are backed by international law for suspected war crimes in its offensive in Gaza. But she described "an atmosphere of intimidation" being fostered by Israel and its allies in Germany, where being cast as having an anti-Israel bias to discredit someone usually "falls on very fertile ground in Germany."
Ein wirklich lesenswerter Artikel.

2. Der Minister für Nationale Sicherheit Ben-Gvir hat eine neue Anstecknadel, die er in der Knesset getragen hat - einen Henkersknoten.
https://www.timesofisrael.com/far-right ... alty-bill/
Als Zeichen für seine Unterstützung der Todesstrafe für arabische Terroristen - oder was er dafür hält. Als ich das Bild das erste mal auf BluSky gesehen habe, bin ich fest von einem Fake ausgegangen. Aber nein, das ist echt. Rechtsextreme Fundamentalisten tun eben, was rechtsextreme Fundamentalisten tun - nur ist dieser Extremist weiterhin Minister.
Lawmakers from the far-right Otzma Yehudit party wore noose-shaped lapel pins during a Monday committee meeting on a controversial bill they are pushing to legislate the death penalty for terror convicts, drawing condemnation from opposition figures.

The golden-colored pins were reminiscent of the yellow ribbons worn by most Israeli politicians and officials outside the far-right to show solidarity with hostages taken by Hamas on October 7, 2023.

The nooses were meant to symbolize the lawmakers’ “commitment to the demand for the death penalty for terrorists” and send “a clear message that terrorists are deserving of death,” National Security Minister Itamar Ben Gvir’s office said in a statement.
During the meeting, Ben Gvir also expressed pride over increasingly dire conditions for Palestinian security prisoners on his watch, in light of surging deaths among the population.

“This morning, I saw that it was published that under Itamar Ben Gvir, 110 terrorists have died. They said there has never been anything like this since the state’s founding,” he said.

He shrugged off a recent audit from the Public Defender’s Office attesting to deteriorating conditions for security prisoners, including severe hunger, beatings by guards and scabies outbreaks that spread quickly throughout tiny, overcrowded cells.
Angesichts solcher Berichte ärgere ich mich über unsere Bundesregierung. Gerade die Aussage von Merz, dass es "im Grundsatz keinerlei Differenzen" mit Israel" gibt. Das sollten imho sehr grundsätzliche Diskussionen über den Umgang mit dieser Regierung geben.
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habla2k
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von habla2k »

Reporter ohne Grenzen haben über 60 getötet Journalist*innen, Fotograf*innen und Kameramänner und Frauen in diesem Jahr gezählt. Fast die Hälfte, 29, sind dabei im Gaza Konflikt getötet worden. Sie kritisieren die Israelische Armee dafür, rücksichtslose Angriffe durchgeführt zu haben.
Nahezu die Hälfte (43 Prozent) der in den vergangenen zwölf Monaten getöteten Journalist*innen kam in Gaza durch teils gezielte Angriffe der israelischen Streitkräfte ums Leben.
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/ar ... 00-in-haft
habla2k
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von habla2k »

Nein, das wurde im Beitrag der Tagesschau extra betont, es wurden nur professionelle und unabhängige Journalisten gezählt. Keine Hamas Sprecher.
Rince81
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Rince81 »

https://www.972mag.com/israeli-intellig ... militants/
Data from an internal Israeli intelligence database indicates that at least 83 percent of Palestinians killed in Israel’s onslaught on Gaza were civilians, an investigation by +972 Magazine, Local Call, and the Guardian can reveal.

Figures obtained from the classified database — which records the deaths of militants from Hamas and Palestinian Islamic Jihad (PIJ) — contradict by a huge margin the public statements of Israeli army and government officials throughout the war, which have generally claimed a 1:1 or 2:1 ratio of civilian to militant casualties. Instead, the classified data backs up the findings of several studies suggesting Israel’s bombardment of Gaza has killed civilians at a rate with few parallels in modern warfare.
Eine interne IDF Datenbank besagt, dass 83 Prozent der Opfer im Gazakrieg Zivilisten waren.
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Rince81
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Rince81 »

https://www.tagesschau.de/inland/region ... r-100.html
Das private Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Büttner ist Ziel eines mutmaßlichen Brandanschlags geworden. An einem Gebäude wurde ein Hamas-Symbol angebracht. Der Staatsschutz ermittelt.
[...]
Büttner schrieb am Sonntag auf X, dass er und seine Familie sich zum Zeitpunkt des Brandanschlags im Haus aufgehalten hätten und dieser eine massive Eskalation darstelle. "Er richtet sich gegen mich persönlich, gegen meine Familie und gegen mein Zuhause."
Es besteht wohl eine 50:50 Chance, dass es sich bei den Tätern um Islamisten oder Linksradikale handelt.
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flix
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von flix »

Rince81 hat geschrieben: 5. Jan 2026, 12:47 https://www.tagesschau.de/inland/region ... r-100.html
Das private Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Büttner ist Ziel eines mutmaßlichen Brandanschlags geworden. An einem Gebäude wurde ein Hamas-Symbol angebracht. Der Staatsschutz ermittelt.
[...]
Büttner schrieb am Sonntag auf X, dass er und seine Familie sich zum Zeitpunkt des Brandanschlags im Haus aufgehalten hätten und dieser eine massive Eskalation darstelle. "Er richtet sich gegen mich persönlich, gegen meine Familie und gegen mein Zuhause."
Es besteht wohl eine 50:50 Chance, dass es sich bei den Tätern um Islamisten oder Linksradikale handelt.
Beide Gruppen laufen Seite an Seite auf Demos.. imo verschwimmt das bei den Radikalen immer mehr. Der gemeinsame Feind verbindet und es gab schon immer einen Islam-Fetisch bei gewissen Teilen der Linken.

Büttner muss weiter um sein Leben fürchten:
Nach PNN-Informationen ist Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner erneut Ziel einer Bedrohung geworden. Im Brandenburger Landtag wurde am Montagmittag ein verdächtiger Brief entdeckt, aus dem ein unbekanntes Granulat rieselte, wie die Polizeidirektion West am Montagabend mitteilte.
https://www.tagesspiegel.de/potsdam/lan ... 8HP7m7NwLw

Ich habe es schon öfter gesagt, aber es ist nur eine Frage der Zeit bis die Pro Palästina Bewegung jemanden ermordet. Von der eigenen Parteispitze bislang kein Wort der Solidarität..
Rince81
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Rince81 »

Ich fände es gut, wenn wir hier im Forum Dinge wie eine "Pro Palästina Bewegung" weiterhin von sowas wie Hamas Fans unterscheiden können.

Es ist eines meiner "Learnings" seit dem 07. Oktober, wie verbreitet Antisemitismus links ist und wie schnell der sich dort radikal und extrem ausbreiten kann. Wie schnell dort Hamas Dreiecke und Übergriffe im Diskurs und bei Aktionen gefühlt akzeptabel waren finde ich erschreckend und habe ich so nicht für möglich gehalten.

Ändert nichts an dem Punkt, dass ich nach wie vor Glaube, dass das Thema von einigen, wie dem israelischen Botschafter bewusst massiv überhöht wird, um davon abzulenken, dass man mit den rechten Antisemiten wie Musk, AfD und diversen MAGA Anhängern überhaupt kein Problem hat, solange man im Ethnonationalismus vereint ist...

Aber auch das ändert nichts an dem Punkt, dass ich einen derartig offenen Antisemitismus von Links in Deutschland nicht für möglich gehalten habe.
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von flix »

Rince81 hat geschrieben: 7. Jan 2026, 16:02 Ich fände es gut, wenn wir hier im Forum Dinge wie eine "Pro Palästina Bewegung" weiterhin von sowas wie Hamas Fans unterscheiden können.

Es ist eines meiner "Learnings" seit dem 07. Oktober, wie verbreitet Antisemitismus links ist und wie schnell der sich dort radikal und extrem ausbreiten kann. Wie schnell dort Hamas Dreiecke und Übergriffe im Diskurs und bei Aktionen gefühlt akzeptabel waren finde ich erschreckend und habe ich so nicht für möglich gehalten.

Ändert nichts an dem Punkt, dass ich nach wie vor Glaube, dass das Thema von einigen, wie dem israelischen Botschafter bewusst massiv überhöht wird, um davon abzulenken, dass man mit den rechten Antisemiten wie Musk, AfD und diversen MAGA Anhängern überhaupt kein Problem hat, solange man im Ethnonationalismus vereint ist...

Aber auch das ändert nichts an dem Punkt, dass ich einen derartig offenen Antisemitismus von Links in Deutschland nicht für möglich gehalten habe.
Fairer Punkt. Mir fällt es nur besonders in Berlin schwer da noch zu unterscheiden, weil die Grenzen hier imo verschwimmen. Die Hamas Dreiecke sind hier allgegenwärtig und bekommen medial große Aufmerksamkeit. Als Person, die Berlin meidet bekomme ich auch quasi nur etwas von diesen Demos mit. Sollte es auch friedliche Proteste geben, die in erster Linie auf das Leid, der in Gaza lebenden Menschen aufmerksam machen, gelangt das offenbar kaum in die Medien (denen ich folge).
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bluttrinker13
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von bluttrinker13 »

flix hat geschrieben: 8. Jan 2026, 12:44 Mir fällt es nur besonders in Berlin schwer da noch zu unterscheiden, weil die Grenzen hier imo verschwimmen. Die Hamas Dreiecke sind hier allgegenwärtig und bekommen medial große Aufmerksamkeit.
Ich frage mich, von welchem Teilen Berlins du genau sprichst, weil "allgegenwärtig" ist für mich, der hier lebt, nicht der Fall. Dann lese ich...
flix hat geschrieben: 8. Jan 2026, 12:44 Als Person, die Berlin meidet bekomme ich auch quasi nur etwas von diesen Demos mit. Sollte es auch friedliche Proteste geben, die in erster Linie auf das Leid, der in Gaza lebenden Menschen aufmerksam machen, gelangt das offenbar kaum in die Medien (denen ich folge).
OK, dann doch etwas widersprüchlich. Bzw offenbar eine sehr durch Medien gefilterte Sichtweise. Warum dann aber von "hier" und "allgegenwärtig" schreiben, was einfach übertrieben ist?

Ich will nicht sagen, dass das hier in Berlin kein Problem sei. Vor allem Neukölln war und ist Palästinensergebiet und auch das Aufmarschgebiet von Radikalen, zumindest seit in Gaza großflächig das Töten losging (vorher auch schon, aber in viel kleinerem Maßstab).

Aber ich finde dennoch du übertreibst. Es gab hier ne Riesendemo die friedlich war, im September, darüber haben ich und andere auch berichtet. Zugegeben, sowas findet sich aktuell nicht, obwohl es weiterhin an der Zeit wäre so wie es in Gaza und Westbank gerade läuft. Und damit die Radikalen das Feld nicht allein bespielen.
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von flix »

bluttrinker13 hat geschrieben: 8. Jan 2026, 17:42
flix hat geschrieben: 8. Jan 2026, 12:44 Mir fällt es nur besonders in Berlin schwer da noch zu unterscheiden, weil die Grenzen hier imo verschwimmen. Die Hamas Dreiecke sind hier allgegenwärtig und bekommen medial große Aufmerksamkeit.
Ich frage mich, von welchem Teilen Berlins du genau sprichst, weil "allgegenwärtig" ist für mich, der hier lebt, nicht der Fall. Dann lese ich...
flix hat geschrieben: 8. Jan 2026, 12:44 Als Person, die Berlin meidet bekomme ich auch quasi nur etwas von diesen Demos mit. Sollte es auch friedliche Proteste geben, die in erster Linie auf das Leid, der in Gaza lebenden Menschen aufmerksam machen, gelangt das offenbar kaum in die Medien (denen ich folge).
OK, dann doch etwas widersprüchlich. Bzw offenbar eine sehr durch Medien gefilterte Sichtweise. Warum dann aber von "hier" und "allgegenwärtig" schreiben, was einfach übertrieben ist?

Ich will nicht sagen, dass das hier in Berlin kein Problem sei. Vor allem Neukölln war und ist Palästinensergebiet und auch das Aufmarschgebiet von Radikalen, zumindest seit in Gaza großflächig das Töten losging (vorher auch schon, aber in viel kleinerem Maßstab).

Aber ich finde dennoch du übertreibst. Es gab hier ne Riesendemo die friedlich war, im September, darüber haben ich und andere auch berichtet. Zugegeben, sowas findet sich aktuell nicht, obwohl es weiterhin an der Zeit wäre so wie es in Gaza und Westbank gerade läuft. Und damit die Radikalen das Feld nicht allein bespielen.
Wie ich schon sagte, bekomme ich das mit was die Medien mir servieren. Ich habe hier als Quelle primär den Tagesspiegel, die positiv über die von dir angesprochene Demo berichten. Dem gegenüber stehen aber zahlreiche Artikel in denen antisemitische Vorfälle dokumentiert wurden.

Du hast da aber sicher mehr Einblick als Berliner. Neukölln fällt immer wieder auf als Hotspot in den Medien. Du sagst ja selbst momentan gibt es keine vernünftigen Demos gibt. Die von den Hamas-Fans gibt es aber weiterhin (wie z.B. am 3.1.) oder sind die so klein, dass sie nicht berichtenswert sind? Interessiert mich wirklich, weil als Außenstehender bekomme ich tatsächlich nur diese Art Protest mit (+ die zahlreichen Uni Besetzungen, Angriffe auf Jüdinnen und Juden, Angriffe auf Cafés etc.). Wirklich friedliche Berichte gibt es leider selten.
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Rince81 »

Können wir hier Iran diskutieren oder lieber einen neuen Thread?
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Leonard Zelig
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Leonard Zelig »

Hier in Berlin Tegel gibt es nur jeden Montag eine Demo von Querdenkern, ansonsten habe ich noch keine Demo mitbekommen. Hamas-Dreiecke sehe ich hier auch nirgendwo. Ist wahrscheinlich regional sehr unterschiedlich.
Rince81 hat geschrieben: 11. Jan 2026, 09:19 Können wir hier Iran diskutieren oder lieber einen neuen Thread?
Wenn Trump seine Drohungen wahrmacht, dann passt es wohl am Besten in den Thread "US-Politik".
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von habla2k »

Gehört Iran nicht auch zum Nahen Osten? Dann dürfte es ja passen?

@Leonard Zelig Es gibt echt noch bzw. wieder Montagsdemos? In Tempelhof ist quasi gar nichts los was Demos angeht, zumindest bekomme ich keine mit. Außer halt die für ganz Berlin.
Voigt
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Re: Nahost-Konflikt

Beitrag von Voigt »

Iran gehört überlicherweise zum Mittleren Osten, nicht zum Nahen Osten. Ist aber bissel Übergang, weil Mittlerer Osten ist primär Indien, Pakistan, Burma und so. Iran ist da so der Übergang von Nahem zum Mittleren Osten.

Im englischen isses einfach, da isses "greater middle east region", da isses alles zusammen.
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