Fremden- und Ausländerhass

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Dr. Zoidberg [np]
Cronjob of Justice
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Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Folgende Beobachtung/folgendes Dilemma: Ich hatte heute (etwas unfreiwillig) eine etwas ausufernde Diskussion auf Twitter zu den Ereignissen der letzten Woche (wen das interessiert, hier gehts los), wo ich auf (im Nachhinein ermüdend) versucht haben, gegen den braunen Mob zu argumentieren. Im Laufe der Diskussion ist bei mir auch folgende Erkenntnis entstanden: Wie argumentiert und diskutiert man gegen Flüchtlingshetzer in Anbetracht der letzten Woche?

Hierzu vielleicht nochmal paar Fakten, damit klarer wird, worauf ich hinaus will:
  • Der Angreifer in Würzburg ist 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen und war offenbar IS-Sympathisant (siehe hier)
  • Der Attentäter aus Reutlingen ist ein syrischer Asylbewerber (siehe hier)
  • Der Attentäter von Ansbach war ein syrischer Flüchtling, der an sich gar nicht mehr hätte hier sein dürfen. Auch hier geht man radikal-islamistischen Hintergründen aus (siehe hier)
Rein objektiv betrachtet, ist genau das eingetreten, was AfD & co seit einer Weile behaupten. Ich stelle fest, dass ich mich gerade wahnsinnig schwer damit tue, gegen Flüchtlingshetzer zu argumentieren. Gleichzeitig beobachte ich eine gewisse Ratlosigkeit und Ermüdung bei Leuten, die gegen den Fremdenhass antreten (siehe dazu dieses Posting von Gunnar Lott). Geht euch das ähnlich? Was sind eure Gedanken und Beobachtungen dazu?

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christianneffe
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von christianneffe »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:Wie argumentiert und diskutiert man gegen Flüchtlingshetzer in Anbetracht der letzten Woche?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Leute überhaupt nicht für Argumente und Kritik offen sind. Wie Lott schon schreibt: da ist eine Menge Irrationalität und auch Emotionalität im Spiel. Und wenn ein Thema derart aufgeladen ist, bringt es auch nichts, an die Vernunft der Leute zu appellieren - die machen einfach dicht.
Im Internet funktioniert das schon mal gar nicht, am größten sind die "Überzeugungschancen" im persönlichen Gespräch, aber auch da sind sie quasi nicht vorhanden.

Meine Meinung zur Flüchtlingsdebatte hat sich auch nicht an den aktuellen Ereignissen nicht großartig verändert. Es war von Anfang an klar, dass es zu Problemen und Gewalttaten kommen wird, wenn so viele Menschen in ein fremdes Land kommen, dort mit einer fremden Kultur und anderen Werten konfrontiert werden, in kleinen Anlagen zusammengepfercht werden und nicht arbeiten dürfen. Das kann aber kein Argument dafür sein, diesen Leuten nicht zu helfen oder alle unter Generalverdacht zu stellen. Arschlöcher gibt es immer - wenn ein Dutzend besoffener Fußballfans im Zug Frauen belästigen, sehe ich auch nicht den Sport als Problem.

Um nochmal auf meine persönlichen Erfahrungen zurückzukommen: Ich arbeite aktuell beim Radio u.a. an der Hörerhotline. Und was dort in den letzten Monaten zum Teil für Mails reingekommen sind und was für Leute angerufen haben, ist schon der Hammer. Da versuche ich auch meist, zu argumentieren, aber wie gesagt gibt es kein Rankommen an die Leute. Die wollen einem ihre eigene Meinung geigen, wie scheiße doch alles ist, dass wir nur Lügen verbreiten würden - und wenn ich dann dagegen halte, kommt er mir mit Meinungsfreiheit und dass man sich seine eigene, freie Meinung bilden sollten. Diese Leute wollen nicht diskutieren, sie wollen nur ihren Frust ablassen und sich in ihrer Meinung bestätigt sehen.
Eine Situation, die mir im Gedächtnis geblieben ist, war, als in den Nachrichten darüber berichtet wurde, dass der Ramaden anfängt. Neben diversen Anrufern, die darin eine "Islamisierung unserer Kultur/Nachrichten" gesehen haben, fand ich eine Mail sehr "witzig", in der sinngemäß stand: "Na dann werden die Vergewaltigungen unserer muslimischen Mitbürger jetzt wohl hoffentlich weniger, da sie im Ramadan ja zur Enthaltsamkeit angehalten sind." Meine Antwort darauf war, dass wir das wohl erst in den nächsten Monaten feststellen werden können, dass die Vergewaltigungen durch "einheimische" Bürger wohl aber leider nicht zurückgehen werden.

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Max
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Max »

Mittlerweile hat sich da auch eine Resignation bei den Leuten eingestellt. Die Argumente sind jetzt seit etlichen Monaten auf dem Tisch, ein gesellschaftlicher Konsens ist nie gefunden worden. Und weil es immer ermüdender wird, dieselben Diskussionen immer und immer wieder durchzukauen, macht sich kaum jemand noch diese Mühe. Mittlerweile bestehen die Debatten diesbezüglich ja hauptsächlich daraus, dass die eine Fraktion die anderen als "Nazis" beschimpft, und diese wiederum die anderen als "linksradikal". Sobald diese Kampfbegriffe im Spiel sind, ist eine wirkliche Diskussion doch schon unmöglich.

Und dann ist da natürlich auch die Sache mit der "Lügenpresse". Auf welcher Basis soll man mit Menschen diskutieren, die ohnehin niemandem etwas glauben, außer ihrem eigenen, selbstkreierten Weltbild? Menschen, die der Ansicht sind, sie seien die einzigen, die irgendeine verborgene Wahrheit erkannt hätten, während alle anderen naiv der Gehirnwäsche "linksversiffter" Medien unterlägen. Diese Leute sind ja wirklich aufrichtig der Meinung, sie seien diejenigen, die rational die Gesellschaft hinterfragen würden.
christianneffe hat geschrieben:Meine Meinung zur Flüchtlingsdebatte hat sich auch nicht an den aktuellen Ereignissen nicht großartig verändert. Es war von Anfang an klar, dass es zu Problemen und Gewalttaten kommen wird, wenn so viele Menschen in ein fremdes Land kommen, dort mit einer fremden Kultur und anderen Werten konfrontiert werden, in kleinen Anlagen zusammengepfercht werden und nicht arbeiten dürfen. Das kann aber kein Argument dafür sein, diesen Leuten nicht zu helfen oder alle unter Generalverdacht zu stellen. Arschlöcher gibt es immer - wenn ein Dutzend besoffener Fußballfans im Zug Frauen belästigen, sehe ich auch nicht den Sport als Problem.
Sehe ich ganz genauso. Der unfassbare Hass einer mittlerweile wirklich nicht mehr unerheblichen Zahl von deutschen Bürgern besorgt mich offen gestanden viel mehr als jeder Flüchtling, der ins Land kommt.

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christianneffe
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von christianneffe »

Max hat geschrieben:Und dann ist da natürlich auch die Sache mit der "Lügenpresse". Auf welcher Basis soll man mit Menschen diskutieren, die ohnehin niemandem etwas glauben, außer ihrem eigenen, selbstkreierten Weltbild? Menschen, die der Ansicht sind, sie seien die einzigen, die irgendeine verborgene Wahrheit erkannt hätten, während alle anderen naiv der Gehirnwäsche "linksversiffter" Medien unterlägen. Diese Leute sind ja wirklich aufrichtig der Meinung, sie seien diejenigen, die rational die Gesellschaft hinterfragen würden.
Das kuriose ist ja, dass diese Leute erst dem ö-r Rundfunk und Tageszeitungen vorwerfen, nur Sprachrohre unserer Regierung zu sein - aber dann fleißig Russia Today konsumieren, in der festen Überzeugung, dass die ja unabhängig wären. Nur eines von vielen Paradoxa in deren Weltbild...
Max hat geschrieben: Der unfassbare Hass einer mittlerweile wirklich nicht mehr unerheblichen Zahl von deutschen Bürgern besorgt mich offen gestanden viel mehr als jeder Flüchtling, der ins Land kommt.
+1

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Nachtfischer
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Nachtfischer »

Das Problem ist die tiefe Verwurzelung der Menschen in der herrschenden Gesellschaftsordnung samt Kapitalismus, Rechtfertigungsdemokratie und -moral, Nationalstaaten, zu allem Überfluss oft auch noch Religion und so weiter. Der emotional verstärkte Panzer der Selbstverständlichkeit, den unsere Grundordnung genießt, ist tatsächlich mit rationalen Argumenten oft kaum zu durchdringen.

Der im Eröffnungspost verlinkte Beitrag von Gunnar Lott trifft da schon ziemlich gut, worum es eigentlich gehen sollte: "unsere Haltung den Schwachen gegenüber, die Verzweiflung produziert, Angst und Gewalt". Nur ist es von links unheimlich schwer, in diese Richtung zu argumentieren, solange eine extreme, globale und von Grund auf durch Gewalt geprägte Konkurrenzorganisation als gegeben und sogar "bis auf ein paar irre und/oder korrumpierte Ausreißer" als vollkommen in Ordnung angesehen wird.

Innerhalb dieses Systems, das Menschen zuallererst in Interessensgegensätze zueinander stellt, braucht es vieles, das von konservativer Seite gefordert wird, leider tatsächlich. Und auf die Ebene der fundamentalen Systemkritik lassen sich schon zu viele selbsternannte "Linke" nicht ein, geschweige denn die konservative Riege. Der Übergang dorthin müsste aber stattfinden, denn an dieser Stelle ergibt nur eine wirklich konsequente Ausrichtung Sinn. Ein paar "offene Arme" hier und dort sind vielleicht lobenswert, machen aber innerhalb eines derart verkorksten Kontexts notwendigerweise auch Probleme.
Zuletzt geändert von Nachtfischer am 26. Jul 2016, 16:15, insgesamt 1-mal geändert.

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derFuchsi
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von derFuchsi »

Wenn nur mehr Leute versuchen würden vernünftig zu argumentieren anstatt bloß zu hetzen. Das gilt insbesondere für die vermeintlich Guten die keine Mühe scheuen um die "rechten Idioten" lächerlich zu machen.
Das hilft doch niemanden und treibt bloß noch einen größeren Keil in die Gesellschaft.

In dem Zusammenhang vielleicht nicht uninteressant
http://www.heise.de/tp/artikel/48/48921/1.html

"...
Seitdem werden keine Kosten und Mühen gescheut, um diejenigen, die "Lügenpresse" rufen, als Lügenpublikum zu entlarven. Regelmäßig schwärmen Reporterteams aus, um auf Pegida-Demonstrationen oder AfD-Veranstaltungen möglichst kompromittierende O-Töne einzufangen. Die werden dann in Panorama-Beiträgen, in Einspielfilmen der Anne Will-Sendung oder Klamauk-Reportagen der "heute-show" zur Gaudi der Guten und Klugen versendet. Ist es wirklich verwunderlich, wenn sich die so Bloßgestellten verarscht fühlen und rabiat werden?
..." (Seite 3)

Wenn ich wieder mal ach so lustige Beiträge von Mario Barth, Oliver Kalkofe und anderen Komikern sehe/lese über die "Pegida-Idioten" dann bleibt mir regelmäßig das Lachen im Halse stecken. Immer schön mit dem Finger in die Wunde und noch ein bisschen bohren. So überzeugt man garantiert jeden...
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Heretic
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Heretic »

derFuchsi hat geschrieben:Wenn nur mehr Leute versuchen würden vernünftig zu argumentieren anstatt bloß zu hetzen. Das gilt insbesondere für die vermeintlich Guten die keine Mühe scheuen um die "rechten Idioten" lächerlich zu machen.
Wie es in den Wald hineinschallt...

Was man von Pegida/AfD-Anhängern so zu hören bekommt, ist in vielen Fällen schlicht nicht diskussionswürdig. Was natürlich auch daran liegen könnte, dass die lautesten Krakeeler meist nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind und dementsprechend fadenscheinige bis nichtige Argumente fallen lassen. Das ist überall so, bei den Rechten, bei den Linken oder sonstwem. Sowas gehört verarscht, sonst ist es überhaupt nicht mehr zu ertragen.

Bei vielen besorgten "Ich bin kein Nazi, aber..."-Mitbürgern fehlt mir aber ebenfalls das Verständnis, wie sie zu ihren Ansichten kommen bzw. wovor sie denn genau Angst haben. Da wird z. B. von Ghettoisierung gesprochen, aber im eigenen Wohnviertel möchte man bloß keinen einzigen Ausländer haben. Warum eigentlich nicht? Hat man Angst vor dunkelhäutigen Typen, denen in fünf Metern Abstand Frauen mit Kopftuch hinterherlaufen, oder doch eher vor einem etwaigen Wertverlust des Eigenheims aufgrund "heruntergekommener Verhältnisse"? Hat man Angst, sich im Rentenalter den Benz nicht mehr leisten zu können, weil sämtliches Geld in die Taschen von Ausländern fließt? Hat man Angst, dass Killerspiele Jugendliche zu Amokläufern machen? Oh, 'tschuldigung, falsche Diskussion. ;)

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derFuchsi
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von derFuchsi »

Heretic hat geschrieben:
derFuchsi hat geschrieben:Wenn nur mehr Leute versuchen würden vernünftig zu argumentieren anstatt bloß zu hetzen. Das gilt insbesondere für die vermeintlich Guten die keine Mühe scheuen um die "rechten Idioten" lächerlich zu machen.
Wie es in den Wald hineinschallt...
Auge um Auge? Leben wir noch immer im Altertum?
Heretic hat geschrieben: Was man von Pegida/AfD-Anhängern so zu hören bekommt, ist in vielen Fällen schlicht nicht diskussionswürdig. Was natürlich auch daran liegen könnte, dass die lautesten Krakeeler meist nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind und dementsprechend fadenscheinige bis nichtige Argumente fallen lassen. Das ist überall so, bei den Rechten, bei den Linken oder sonstwem.
Ich zitiere nochmal aus dem Telepolis Artikel:
""Nicht verzweifeln daran, dass sich jemand, der sich vorher vielleicht nicht artikuliert hat, sich jetzt dumm artikuliert" - mit dieser Devise versuchte FAZ-Mann Kaube seinen Kollegen Mut zu machen."
Heretic hat geschrieben: Sowas gehört verarscht, sonst ist es überhaupt nicht mehr zu ertragen.
Nein gehört es nicht weil es alles nur noch schlimmer macht.

Nazis wie Untermenschen behandeln? Eher so mittelklug
"Viele Menschen schreiben im Netz gegen die platten Parolen von Flüchtlingsgegnern an. Das ist gut. Leider schießen sie dabei immer häufiger übers Ziel hinaus. Voller Leidenschaft wirft man selbst mit kaum geistreicheren Parolen um sich, pöbelt rum, beleidigt Mitmenschen. Das kann verheerende Folgen haben. Denn wenn wir alle zu Flüchtlingsdebatten-Mario-Barths werden (“Nazis! Kennze, kennze! Glatzen und Rechtschreibfehler! Brahaha!”), dann hatten wir vielleicht kurz Spaß, aber langfristig erheblich mehr Schaden angerichtet, als geholfen."

Ich möchte hier übrigens nichts dem TE unterstellen, ist mehr so allgemein gemeint.
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Dober
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Dober »

Heretic hat geschrieben: Bei vielen besorgten "Ich bin kein Nazi, aber..."-Mitbürgern fehlt mir aber ebenfalls das Verständnis, wie sie zu ihren Ansichten kommen bzw. wovor sie denn genau Angst haben. Da wird z. B. von Ghettoisierung gesprochen, aber im eigenen Wohnviertel möchte man bloß keinen einzigen Ausländer haben. Warum eigentlich nicht? Hat man Angst vor dunkelhäutigen Typen, denen in fünf Metern Abstand Frauen mit Kopftuch hinterherlaufen, oder doch eher vor einem etwaigen Wertverlust des Eigenheims aufgrund "heruntergekommener Verhältnisse"? Hat man Angst, sich im Rentenalter den Benz nicht mehr leisten zu können, weil sämtliches Geld in die Taschen von Ausländern fließt?
Vielleicht hat man ja Angst davor, dass die Tochter nicht mehr zum Schwimmen gehen kann ohne sexuell belästigt zu werden? Vielleicht hat man Angst davor auf offener Straße abgestochen zu werden? Vielleicht möchte man kein tragischer Einzelfall werden.
Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben: Rein objektiv betrachtet, ist genau das eingetreten, was AfD & co seit einer Weile behaupten. Ich stelle fest, dass ich mich gerade wahnsinnig schwer damit tue, gegen Flüchtlingshetzer zu argumentieren.
Wenn die das objektiv so vorhergesagt haben, dann ist Regenbogen- und Blümchenpolitik ja vielleicht doch nicht so toll und man muss politisch von links-liberal doch ein bisschen mehr in die Mitte rücken.

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Vinter
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Vinter »

Damit liegst du aber falsch. Und ich werde dir auch begründen weshalb:
Das ist kein Problem mit Flüchtlingen, sondern eines mit Wahrnehmung. Flüchtlinge sind nicht ungewöhnlich kriminell oder gewalttätig. Das belegen alle Statistiken. Das die AfD was anderes behauptet, indem sie Statistiken verzerrt, lediglich Ausschnitte zeigt oder den Kontext ignoriert, wie sie es nachweislich tun, ändert daran nichts. Nichtsdestotrotz sind selbstverständlich - und niemand hat jemals etwas anderes behauptet - unter Flüchtlingen Menschen, die kriminelle Taten begehen. Das ist auch nicht verwunderlich oder gar skandalös, sondern, schlicht und ergreifend, normal.

Wenn also ein Syrer in Reutlingen eine Beziehungstat mit einem Dönermesser begeht (Ja richtig, er ist nicht geplant mit einer Machete auf die Frau losgegangen, sondern hat sich im Affekt ein Werkzeug genommen, was an seinem und ihrem Arbeitsplatz lag), dann geifert das Netz #Einzelfall #Merkelmussweg.

Wenn aber in der gleichen Woche eine Deutsche zu 14 Jahren Haft verurteilt wird, weil sie ihre 8 Babys erstickt hat, juckt es niemanden. Ich sehe auch keine Besorgten, die "Neonazis gehören nicht zu Deutschland!" fordern, weil der NSU hier mit Hilfe des Verfassungsschutzes jahrelang unerkannt Menschen ermorden konnte. Die Besorgten haben sich auch nicht selbst ausgewiesen, als Leute aus ihrem Spektrum anfingen, angefeuert von einem "Wir sind das Volk", dass sie glauben ließ, sie wären die Mehrheit, Flüchtlingsunterkünfte anzuzünden. Nein, dass wurde in den Kommentarspalten der AfD als "mutig" und "Notwehr" gefeiert. Keiner schreibt, dass jetzt endlich mal alle Deutschen raus müssten aus Deutschland.
Aber wenn ein Flüchtling nach 2 gescheiterten Selbstmordversuchen und in der Panik vor er Abschiebung nach Syrien einen erweiterten Selbstmord begeht, dann heulen die selben Leute, die vor dem brennenden Asylbewerberheim klatschen plötzlich ganz laut. Und wenn man mal Twitter beobachtet, wenn noch nichts genaues feststeht, dann kann man eine ziemlich deutliche, hysterische Vorfreude unter den Besorgten verspüren. Ist er das jetzt endlich, der große Anschlag, auf den wir so lange gewartet haben?

Und die Medien, ja so gerne als Lügenpresse verschriehen, tuen ihren Teil dazu, indem sie nämlich Effekthascherich berichten - 2015 gab es 296 Morde in Deutschland. Hast du an den 8 von 10 Tagen im Jahr, an dem ein Mord passierte, auf Twitter darüber geklagt? Ich jedenfalls nicht. Und die Zeitungen auch nicht. Aber wenn von über einer Millionen Flüchtlinge eine Hand voll ausrasten, dann steht das plötzlich ganz oben auf allen Titelseiten. Und noch mehr Statistik: Seit der Wiedervereinigung gehen auf das Konto von Rechtsextremen in Deutschland mehr als 180 Todesopfer. Vor der Wiedervereinigung hatten wir so lustige Ereignisse wie das Bombenattentat auf das Münchener Oktoberfest mit 13 Toten. Du machst dir also Sorgen um deine Haut? Dann würde ich dir dringend raten, dich von Pegida und AfD fernzuhalten, der Bodycount dieser Gesellen ist nämlich erheblich höher hierzulande als der von Islamisten. Mir fällt auf die schnelle kein Fall ein, in dem in Deutschland ein Islamist erfolgreich einen Menschen getötet hat, von sich selbst mal ausgenommen.

Du sprichst auch von einer "objektiven Vorhersage" durch die Besorgten. Ich nenne das solange schreien, bis tatsächlich mal der Ernstfall eintritt. Und dann für sich in Anspruch nehmen, man habe das ja schon immer gesagt. Ja bravo. Das war ja eine Meisterleistung.
Was soll denn jetzt die überraschende Erkenntnis sein? Dass auch unter Menschen anderen Glaubens und Hautfarbe Arschlöcher sind? No Shit, Sherlock? Dafür brauche ich keine AfD und keine Besorgten. Wenn es danach ginge, dann bin ich ebenfalls Wahrsager, denn ich prognostiziere Regen. Und ich sage nicht wann und wo, aber ich behaupte, irgendwann wird er kommen. Ganz sicher. Und jeder von euch könnte nass werden!

Du willst kein Einzelfall werden? Dann halte dich von Menschen fern.
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derFuchsi
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von derFuchsi »

Vinter hat geschrieben: Mir fällt auf die schnelle kein Fall ein, in dem in Deutschland ein Islamist erfolgreich einen Menschen getötet hat, von sich selbst mal ausgenommen.
:?:
Und was war das in den letzten Tagen?

Wir können jetzt natürlich anfangen gegenzurechnen wer hier mehr Tote zu verantworten hat. Die "Allahu Akbar" Rufer oder die "Heil Hitler" Rufer. Wem das was nützen soll weiß ich nicht so recht. Noch ein paar Anschläge und die 180 Toten die auf das rechte Konto gehen sind ausgeglichen. Ein LKW zur richtigen Zeit schafft schonmal 80 Leute wie wir jetzt wissen.

Was du nicht bedenkst ist die Tragweite der Taten. Ein Versuch das Ganze sachlich zu betrachten:
Das Feindbild der radikalen Neonazis sind vorwiegend Menschen eindeutig fremder Kulturkreise (Ich sage absichtlich nicht Ausländer weil hier der Pass egal ist).
Der Islamist dagegen meint uns ausnahmslos alle.
Vor wem hat man als Deutscher also naturgemäß mehr Angst?
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Vinter
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Vinter »

Wie gesagt: Wer ist denn in den letzten Tagen bei einem islamischen Terroranschlag in Deutsch gestorben? Wenn man die Lesart hat, dass es sich in Ansbach um einen tief entschlossen Islamisten handelt (was ich Aufgrund der Vorgeschichte bezweifeln), dann hat der es lediglich geschafft, sich selbst aus dem Leben zu befördern.

Du missversteht mich da auch: Ich will hier keine Toten gegenrechnen. Ich finde lediglich das Narrativ der Rechten so unfassbar verlogen: Ausrechnet die, die tatsächlich aus ideologischen Gründen ständig Mord, Totschlag, Körperverletzung, Brandstiftung und Co begehen, inszenieren sich als friedlebende Bürger in Sorge um ihre Gesundheit und warnen vor Mord und Totschlag durch andere. Wenn es danach ginge, dann haben Salafisten auf einer Anti-Rechts Demo die erheblich besseren Argumente. Bock zum Gärtner.

Und dein letzter Absatz ist echt zynisch. Wenn das Problem aus der Welt ist, weil ich davon nicht mehr betroffen bin, dann Heil Hitler, oder wie? Zumal, ironischerweise, auch hier die Rechten wieder die größere Gefahr darstellen, siehe Oktoberfestattentat. Du musst also nicht nur fürs richtige Hautfarbe haben, sondern auch die richtige Ideologie. Sonst bist du für die genau so viel wert wie jemand fremder Herkunft. Dann bist du nämlich Volksverräter und gehörst genau so an die Wand.
Zuletzt geändert von Vinter am 26. Jul 2016, 17:36, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Nachtfischer »

Vinter hat geschrieben:Dann bist du nämlich Volksverräter und gehörst genau so an die Wand.
Das sieht man mir aber nicht direkt an und ich kann im Zweifel auch problemlos vorgeben, ihre Ideologie zu teilen. Das ist eben der unmittelbare Unterschied. Von daher ist Fuchsis letzter Absatz nicht zynisch, sondern trifft glaube ich schon etwas. Genau von dieser dort erwähnten Angst leben ja die rechten Parteien.

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Heretic
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Heretic »

derFuchsi hat geschrieben:Auge um Auge? Leben wir noch immer im Altertum?
Von Augen und Zähnen war nicht die Rede. Aber wer sich gegenüber anderen Leuten unhöflich oder gar aggressiv benimmt, der sollte damit rechnen, dass ihn die Gegenseite ebenfalls nicht freundlich behandelt. Sagen wir es halt so: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu. Besser?
derFuchsi hat geschrieben:Nein gehört es nicht weil es alles nur noch schlimmer macht.
Und wie es verarscht gehört. Genauso wie Islamismus. Und ja, auch Religion im allgemeinen. Denn immer, wenn irgendwo etwas im Argen liegt, muss Satire das anprangern dürfen - dafür ist sie da. Ob Mario Barthscher Flachwitz oder hintergründig-intellektueller Spott - beide treffen ihre anvisierten Ziele. Wenn Satire in Mord und Totschlag endet, liegt sie dann nicht genau richtig mit ihrer Anschuldigung? Würden sich die Macher freiwillig in Todesgefahr begeben, wenn sie nicht von der Bedeutung ihrer Arbeit überzeugt wären? Würden Islamisten oder Neonazis ihre Ziele nicht weiter verfolgen, wenn sie nicht mehr veralbert würden? Wohl kaum.
derFuchsi hat geschrieben:Das Feindbild der radikalen Neonazis sind vorwiegend Menschen eindeutig fremder Kulturkreise (Ich sage absichtlich nicht Ausländer weil hier der Pass egal ist).
Oder auch Deutsche mit anderen Ansichten. Oder Punks und Langhaarige. Manchmal auch Behinderte. Alles schon mitbekommen. Auch wenn ich selbst bisher nur wegen eines "Stop Fascism"-T-Shirts angepöbelt wurde: Sowas muss ich nicht haben. Neonazis und Islamisten kämpfen mit denselben Mitteln: Ausgrenzung, Unterdrückung, dem Schüren von Hass und der Ausübung von Gewalt. Und nur, weil sie nicht verstehen, dass ihr eigenes verqueres Weltbild keine Allgemeingültigkeit hat. Eigentlich traurig.

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Vinter
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Vinter »

@Nachtfischer
Na mit der Argumentation können wir auch alle kollektiv zum Islam übertreten, dann müssen wir uns über islamistischen Terror zumindest keine Sorgen mehr machen.

Oder doch, denn die meisten Opfer islamistischen Terrors sind nach wie vor Muslime. Schade.
Und die Neonazis werden dann wohl auch nicht ruhig halten....
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Nachtfischer »

@Vinter: Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass es an dieser Stelle um korrekte Argumentationen oder gar Lösungsansätze ginge. Fuchsi hat lediglich infolge der jüngsten Ereignisse möglicherweise in der Bevölkerung entstehende Ängste angesprochen.

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Vinter
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Vinter »

Schon klar, aber an der Stelle schlägt die Argumentation eben fehl. Weil es keine Alternative ist, den Nazis das Feld zu überlassen. Weil es keine Alternative ist, Angst zu schüren vor vermeintlichen Islamisten. Weil es den Bock zum Gärtner macht. Weil die, die hier vor Terror warnen selbst Terroristen sind. Und guck dir an, was in Polen passiert. Deren AfD ist an der Macht. Und in der Türkei ebenfalls - das ist nämlich exakt die selbe Geisteshaltung. Zwischen Islamisten und Nazis besteht kein Unterschied. Ob nun Gott oder Rasse den Grund liefert: Das ist nur die Geschmacksrichtig. Vanille oder Schoko. Im Kern ist es das selbe. Und wenn wir hier die AfD an die Macht gebracht haben und "endlich alle Moslems los sind" wird ein anderer Sündenbock gebraucht. Vermutlich schon vorher. Homosexuelle, Linke, Akademiker...

Und wenn ich mich in meinem Freundeskreis so umschaue, dann ist der einzige Lichtblick für uns im vierten Reich, dass wir möglicherweise alle gemeinsam im selben KZ landen.

Witcher 3 (ja wirklich!) hat es auf den Punkt gebracht: Bei Hexenjagten geht es nie um Hexen.
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Dober
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Dober »

@Vinter
Du bedienst dich bei deinen Aussagen aber auch der einfachsten Verallgemeinerung und verharmlost Dinge, in dem du dir einfach eine Gegenpartei aussuchst, die für dich schlimmer ist, obwohl die gar nichts mit dem Problem zu tun haben.
Vinter hat geschrieben: Weil die, die hier vor Terror warnen selbst Terroristen sind.
Ich bitte dich.

Angst und Probleme kommen nicht nur durch Mord und Selbstmordattentäter. An Silvester ist niemand gestorben, aber erzähl mir wie viele ekelhafte sexuelle Übergriffe wir in diesem Ausmaß vor der Flüchtlingswelle hatten. Erzähl mir, warum wir keine Benimmschilder in Schwimmbädern vor der Flüchtlingswelle brauchten. Laut Statistik hat sich doch nichts geändert.

Das Problem liegt viel tiefer begraben. Diese Leute bringen ihre Kultur mit und die wollen in diesem Land genau so leben wie in ihrem alten Land. Deutschland sieht sich vor Probleme gestellt. Wir müssen uns nun mit Fällen beschäftigen, in denen Männer auf ihre Ehefrauen einstechen, weil es in ihrer Kultur erlaubt ist. Deutsche Gerichte müssen sich mit Kinderehen beschäftigen, weil 35jährige Männer mit 15jährigen Ehefrauen hier her kommen. Nicht-Muslime werden in Asylunterkünften bedroht. Frauen aus westlichen Kulturkreisen sind für diese Menschen nichts wert und sie werden auch dementsprechend behandelt.

Die "Lügenpresse" schreibt auch nur das, was sie offensichtlich schreiben muss. Nach Köln hat die Politik ja alles unternommen die Übergriffe so klein wie möglich zu halten. Wäre das Thema in den sozialen Medien nicht so groß geworden, wäre die Polizei mit ihrem "weitgehend ruhig" ja durchgekommen. Das Urteil im Fall der syrischen Gruppenvergewaltiger von zwei 14 und 15jährigen Mädchen kam ja auch nur durch die Lokalpresse und nicht durch die großen Medien. Wir hätten sonst wieder einen Aufschrei erlebt, weil die Täter aufgrund von "Unreife" mit einem Freispruch zweiter Klasse (Bewährung) davon kommen. Zwei Leben zerstört und dieser menschliche Abschaum wird nicht abgeschoben, sondern von uns weiter mitfinanziert.
Vinter hat geschrieben: Aber wenn ein Flüchtling nach 2 gescheiterten Selbstmordversuchen und in der Panik vor er Abschiebung nach Syrien einen erweiterten Selbstmord begeht, dann heulen die selben Leute, die vor dem brennenden Asylbewerberheim klatschen plötzlich ganz laut. Und wenn man mal Twitter beobachtet, wenn noch nichts genaues feststeht, dann kann man eine ziemlich deutliche, hysterische Vorfreude unter den Besorgten verspüren. Ist er das jetzt endlich, der große Anschlag, auf den wir so lange gewartet haben?
Der Typ sollte nach Bulgarien abgeschoben werden, ob er Panik hatte kannst du auch nur mutmaßen. Den Leuten wäre es scheißegal gewesen, wenn sich der Typ umgebracht hätte, aber dann soll er keine anderen mit in den Tod reißen.
Vinter hat geschrieben: Du missversteht mich da auch: Ich will hier keine Toten gegenrechnen. Ich finde lediglich das Narrativ der Rechten so unfassbar verlogen: Ausrechnet die, die tatsächlich aus ideologischen Gründen ständig Mord, Totschlag, Körperverletzung, Brandstiftung und Co begehen, inszenieren sich als friedlebende Bürger in Sorge um ihre Gesundheit und warnen vor Mord und Totschlag durch andere. Wenn es danach ginge, dann haben Salafisten auf einer Anti-Rechts Demo die erheblich besseren Argumente. Bock zum Gärtner.
Wieviele Asylanten haben die denn 2016 bisher ermordet, totgeschlagen und angezündet? Die letzte Flüchtlingsunterkunft ist abgefackelt, weil der Syrer keinen Pudding bekommen hat.

Wie sieht denn die von der AfD manipulierte Statistik aus? 120+ verletzte Polizeibeamte als der linke Terrormob durch Berlin gezogen ist, Autos angezündet hat und Sprengkörper gezündet hat. Aber rechts ist ja so gefährlich ...

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Vinter
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Vinter »

Bravo. Da haste ja wundervoll die gesamte Melange an gefühlten Wahrheiten aufgezählt, die aus dem rechten Lager so kommen. Ein paar Einzelfälle ohne statistische Koinzidenz zum Regelfall aufgebauscht, ein paar Suggestivfragen gestellt, wilde Andeutungen und Geraune abgesondert.

Leider disqualifizierst du dich schon ganz zu Anfang, indem du behauptest, in islamischen Ländern wäre es legal, seine Ehefrau zu erstechen. Und in diesem Licht ist dann auch der ganze Rest deines Manifests. Allein auch die Andeutung, hier gäbe es ohne Muslime keine "ekelhaften sexuellen Übergriffe" ist so offensichtlich verkehrt, dass ich darüber keine Worte verlieren muss.

Du hast die rechtsextreme Rethorik voll drauf. Muss man dir lassen.

Und wie gesagt: Es geht nichts darum, ob Rechte was mit dem Problem "zu tun haben", sondern darum, wie glaubwürdig das Narrativ von ein paar Hetzern ist, deren Opferzahlen die derjenigen weit übersteigen, vor denen sie warnen. Aber du hast dich ja offensichtlich entschieden: Obwohl man berechtigterweise deutlich mehr Angst haben muss, hierzulande Opfer eines Rechtsextremisten zu werden, jammerst du über Muslime. Ergo ist es dir im Grunde egal, ob und wer hier Straftaten begeht. Das ist nur ein Vorwand. Du willst keine Muslime. Darum geht's. Der ganze Rest ist nur der fadenscheinige Versuch, deine Fremdenfeindlichkeit zu rationalisieren, weil "Ich hasse Ausländer" nun mal wenig überzeugend ist. Also erzählt man Schauermärchen.
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Dober
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Re: Fremden- und Ausländerhass

Beitrag von Dober »

Du interpretierst gern Dinge in anderer Leute Worte hinein, was?
Allein deine Argumentation darauf aufzubauen, was du gerne aus meinem Text herausgelesen hast - im Gegenzug zu dem was ich tatsächlich geschrieben habe - spricht für sich.

Aber da du mich ja sogar im letzten Absatz persönlich beleidigst, ist das Thema für mich hier beendet.

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