Empfehlungen für Spielelaptop?

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JonathanKelt
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von JonathanKelt » 17. Sep 2017, 16:24

Yano hat geschrieben:Hi Jo erstmal danke für die Tips :)

Der Laptop wäre eher nicht für aktuelle Spiele gedacht, neuer als 5 Jahre wird da nichts drauf landen.
Wie gesagt eher Adventures und über GOG Klassiker die auch ihre 15 Jahre auf dem Buckel haben.
Keine AAA Games.
Auch präferiere ich eher ein glänzendes Display statt matt.
Klar neu wäre mir in der Regel lieber aber das ist kein Muss.
Das Budget liegt bei um die 500€

Gruß
Yano

Hello Yano,

Klassiker mit 15 Jahren auf dem Buckel kannst du auf jedem Notebook spielen. Da empfehle ich dir einen gebrauchten Lenovo (refurbish). Sieh dir meine erste Antwort auf deinen Post an.

Bei einem Budget von 500 Euro mußt du dich bei Ebay und Ebay Kleinanzeigen auf die Suche begeben. Wenn es ein Gaming Notebook sein soll.
Schau nach dem Lenovo Y50-70 - das bekommt man zwischen 400 und 500 Euro.

Ich hab dir hier mal ein Medion von Notebooksbilliger.de rausgesucht:
https://www.notebooksbilliger.de/vorfue ... are+329586" onclick="window.open(this.href);return false;

Es sprengt dein Budget um fast 90 Euro (583,-) - bietet aber ein paar schöne Extras:
- Skylake CPU (relativ aktuell)
- SSD + HDD
- GTX 940MX
- Vertrauenswürdiger Anbieter
ABER: kein OS, und das Preis/Leistungsverhältnis ist im Vergleich zu diversen gebrauchten Gaming Notebooks nicht sehr gut.

Der hier ist auch nicht uninteressant - ist ein richtiger Gaming Laptop:
https://www.cyberport.de/hp-pavilion-17 ... _1688.html" onclick="window.open(this.href);return false;
- neu
- Skylake CPU
- GTX 960
- ABER kein OS
- 100 Euro über deinem Budget
- Hat vielleicht mehr Power als du brauchst.....

Darf ich dich folgende Sachen fragen?:
- Auf was für einem Gerät spielst du im Moment (CPU + Grafikkarte)?
- Ist dir das von der Leistung schnell genug?
- Was sind anspruchsvollsten Spiele die du spielst und spielen möchtest (am besten 5 - 10 konkrete Beispiele)?

Liebe Grüße
Jo

Yano
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von Yano » 17. Sep 2017, 21:25

Die verlinkten Geräte sind schonmal interessant, danke dafür (:

Momentan besitze ich weder Rechner noch Laptop, spiele ausschließlich auf Konsole.
Bevor mein letzter PC den Geist aufgegeben hat war ich bis auf die Lautstärke aber recht zufrieden mit ihm.
Es war ein Phenom II X4 mit 4 GB RAM und einer GTX 460.

Ich zocke am Rechner aber wirklich außschließlich Adventures sowie alte RPG's wie Planescape: Torment oder auch Wirtschaftsimulationen.
Da diese meine Leidenschaft darstellen suche ich nun wieder ein Gerät was für diese kleinen Ansprüche geeignet ist.

JonathanKelt
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von JonathanKelt » 18. Sep 2017, 20:23

Hello Yano,

OK.

Die beiden hier haben eine 940MX
https://geizhals.de/medion-akoya-p6669- ... ml?hloc=de" onclick="window.open(this.href);return false;
https://geizhals.de/acer-aspire-e15-e5- ... ml?hloc=de" onclick="window.open(this.href);return false;
(jeweils 499)

Ich würde eher zum Medion tendieren - der hat einen i5 anstatt einem i3.
Außerdem haben beide nur ein 1366x768 Display und keine SSD. Ob ein Windows dabei ist mußt schauen.

Ich würd aber eigentlich keinen davon empfehlen. Miese Displays, lahme Drives, billige Plastikgehäuse.

Ich tu mir ein bisschen schwer mit der Empfehlung.
Für das was du beschreibst reicht eigentlich jedes Notebook, das mit nem i3 oder besser ausgestattet ist.
Du brauchst keinen speziellen "Gaminglaptop".
Aber du möchtest das Gerät ja sicher 2 - 3 Jahre verwenden - vielleicht sogar länger.

Ich hoffe Skadi und Blaight schauen hier auch mal drüber.

Das hier ist ein schönes Deck:
https://www.amazon.de/dp/B072V26M6J?smi ... lspre03-21" onclick="window.open(this.href);return false;
729,-, deutlich über deinem Preislimit aber
- 1080p Display
- HDD + SSD!!!
- aktuellste CPU
- die GPU ist zumindest auf minimalster Ebene "zukunftssicher" - sodass du auch mal eine aktuelle Wirtschaftssimulation oder ein aktuelles Adventure spielen kannst
- Windows 10 dabei

Hier sind mal zwei Videos zu dem Gerät:
https://www.youtube.com/watch?v=al_5-BDDFPs" onclick="window.open(this.href);return false;
https://www.youtube.com/watch?v=R_8BsUZIHgc" onclick="window.open(this.href);return false;

Über das Preis/Leistungsverhältnis kann man wieder streiten - man bekommt immer etwas besseres für jeweils 150,- mehr.

Liebe Grüße
Jo

Yano
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von Yano » 18. Sep 2017, 21:57

Hio,

klar auch wenn ich mehr der Old School Gamer bin sträube ich mich nicht gegen eine aktuellere Maschine, wie du sagst kann es durchaus mal vorkommen das mich was neueres interessiert.

Würde auch mit dem Budget etwas über die 500 gehen wenn dabei was vernünftiges rauskommt.

Die von dir vorgeschlagenen Notebooks, auch das letzte, sind wirklich interessant haben aber soweit ich sehe nur matte Displays.
Irgendwie machen mir die glänzenden mehr Freude :)

Greetings,
Yano

JonathanKelt
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von JonathanKelt » 21. Sep 2017, 19:43

Die Sache mit den Displays - matt oder spiegelnd - ist ein bisschen kniffelig.
Du wirst da wenig Auswahl haben. Ich glaube nicht, daß es Hersteller gibt, die ihre Geräte mit "matt" oder "glossy" anbieten.
Man muß jeweils damit leben was der Hersteller einbaut.

Greez
Jo

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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von WarMalGut » 25. Okt 2017, 11:29

Servus,
ich suche ebenfalls einen neuen Gaming Laptop. Mein "Büro" musste ich nachwuchsbedingt aufgeben, daher kommt ein Desktop-PC nicht mehr in Frage.
Derzeit habe ich wenig Zeit, es dräng also eigentlich nicht wirklich. Da ist dann natürlich immer die frage, ob ich nicht doch besser auf den nächsten Preisrutsch warten sollte. Aber das ist ja sowieso die ewige Frage und soll hier gar nicht das Thema sein.
Derzeit gehe ich davon aus, dass folgende Mindestvoraussetzungen erfüllt sein sollten: 17 Zoll (wobei da grds. auch 15,6 Zoll u.U. in Ordnung wären) , i7, gtx1060 6bg. Besonderen Wert lege ich aber auf eine ordentliche Verarbeitung. Ich hatte länger keinen Laptop mehr, aber in der Vergangenheit waren die Scharniere am Display irgendwie immer kacke. Gibt es gerade in diesem Bereich Empfehlungen oder Warnungen hinsichtlich der gängigen "Hersteller"? Habe mir Test verschiedener Laptops durchgelesen, aber Gerade was die Verarbeitung angeht, wirken die immer recht schwammig.

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toxic_garden
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von toxic_garden » 25. Okt 2017, 14:06

WarMalGut hat geschrieben:Besonderen Wert lege ich aber auf eine ordentliche Verarbeitung.
Das schreit schon förmlich nach Schenker! :D
Schau dich doch mal z.B. hier um. Die Barebones, die Schenker für seine Laptops benutzt, haben durch die Bank weg sehr gute Kritiken für ihre Stabilität und Verarbeitungsqualität bekommen.
Mein Name ist Guybrush und ich verkaufe diese feinen Lederjacken.

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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von JonathanKelt » 26. Okt 2017, 20:14

toxic_garden hat geschrieben:
WarMalGut hat geschrieben:Besonderen Wert lege ich aber auf eine ordentliche Verarbeitung.
Das schreit schon förmlich nach Schenker! :D
Schau dich doch mal z.B. hier um. Die Barebones, die Schenker für seine Laptops benutzt, haben durch die Bank weg sehr gute Kritiken für ihre Stabilität und Verarbeitungsqualität bekommen.

Sali WarMalGut,

dem oben zitierten würde ich auf jeden Fall schonmal zustimmen.
Ich hab bisher zwar nur ein Notebook von Schenker gehabt (XMG P304), das war von der Verarbeitung her aber völlig in Ordnung.
Da ich in der letzten Zeit selbst nach einem Gaming Notebook gesucht habe, habe ich viele Testberichte und Forenbeiträge gelesen.
Denen entnehme ich, daß man Schenker rundheraus empfehlen kann.
Eine Sache gibt es bei Schenker Notebooks (Clevo Barebones) zu bedenken: Sie haben in der Regel eine unruhige Lüftersteuerung und neigen dazu laute Lüfter zu haben. Das ist wohl in den letzten Jahren deutlich besser geworden - Leisetreter sind das aber alle nicht.
Der Vorteil der Clevo Barebones ist aber die vorbildliche Wartbarkeit (Lüfter reinigen, WLP erneuern) und die Erweiterbarkeit. Ohne Garantieverlust!

Von Lenovo Gamingnotebooks würde ich dir aufgrund der schlechten Displays abraten.
Von MSI bin ich auch kein Fan. Die verlangen für verkrüppelte Hardware (z.B. GTX 1060 3GB) mehr als andere Hersteller
für die standard Versionen. Aber: MSI verbaut sehr gute Displays und Steelseries Tastaturen.

ASUS kann man denke ich gut empfehlen. Die ROG G75xxxxxx Serie hat immer sehr gute Testberichte. Außerdem gehören die zu den leisesten und kühlsten Gaming Notebooks. Bei ASUS gilt aber: Je dünner die Decks desto größer die Probleme mit der Kühlung.

Der beste "Batsch-für-den-Gulden" ist zur Zeit vielleicht das Acer 300 Helios. Das ist in den letzten zwei Monaten aber im Preis gestiegen.
Es hat außerdem nicht das beste Display.

Ne warte:
http://www.dell.com/de-de/shop/cty/pdp/ ... Preview=On" onclick="window.open(this.href);return false;

Guck dir mal die neuen Inspirion von Dell an.
Die drei Vorgängergenerationen wurden für ihre Qualität und ihr Preisleistungsverhältnis immer in den höchsten Tönen gelobt.
https://www.youtube.com/channel/UCVYamH ... 1tHR1xbkfw" onclick="window.open(this.href);return false;
Auf dem Youtube Kanal findest du auch Tests zu denen.

Schau auch unbedingt öfter mal bei notebooksbilliger.de rein. unter Gerbaucht-Vorführware -> BWare-Rückläufer haben die regelmäßig echte Knaller.

Mein grundsätzlicher Rat aus den letzten Monaten ist:
Stell dir entweder ein definitives Preislimit und kaufe dann das Beste was du dafür bekommst.
Oder definiere exakt welche Komponenten du willst und kaufe dann das mit dem beste Preis/Testbericht Verhältnis.
Notebookcheck.com kann ich empfehlen.
Ansonsten läufst du vielleicht in die "Für nur 150€ mehr/weniger Falle."
Für 150€ mehr bekommst du nämlich immer was noch besseres.
Und wenn du 150€ sparst bekommst du auch etwas, was immer noch OK ist.

Hoffe das gibt dir ein paar Ideen.

Liebe Grüße
Jo

WarMalGut
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von WarMalGut » 27. Okt 2017, 09:28

Danke Euch beiden. Vor allem Dir Jonathan für die sehr ausführliche Antwort.

Notebookcheck habe ich natürlich schon bemüht. Aber gerade bei der Verarbeitung finde ich die Angaben dort halt nicht so aussagekräftig. Ist natürlich auch schwieriger als die Emissionen oder die Leistung wiederzugeben.

Dell hatte ich gar nicht so auf dem Schirm, weil ich die im Kopf immer als teurer als die Konkurrenz abgespeichert hatte.
Bei meinen jüngsten Recherchen hatte sich eigentlich ASUS als Favorit herauskristalisiert. Was die Temperatur angeht, wollte ich mir sowieso eine zusätzliche Kühlung zulegen. Egal, welche Marke es am Ende wird.

JonathanKelt
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von JonathanKelt » 9. Nov 2017, 15:51

Hallo zusammen,

es ist Zeit für einen neuen Gaming Notebook Erfahrungsbericht.

Diesmal ist es ein Alienware 15 R2.
Ich fange mit der Specs an:

• 15 Zoll, 1080p, IPS
• i5-6300HQ
• GTX 965M (2 GB)
• 8 GB RAM
• 1TB HDD (die ich natürlich durch eine SSD ersetzt habe)

Äußerlichkeiten und Verarbeitung:
Das Gehäuse des Notebooks ist größtenteils aus Plastik gefertigt.
Einige Teile, wie z. B. der Boden sind aber aus Metall.
Hin und wieder liest man in Testberichten, daß Gerät sei wie ein „Tank“ gebaut. Dem kann ich nur zustimmen.
Die Verarbeitungsqualität ist erste Sahne. Es ist robust, es gibt keine Spalten oder Überstände und alles macht einen hervorragenden und qualitativ äußerst hochwertigen Eindruck. Dies wird allerdings mit einem hohen Gewicht und einem dicken Gehäuse erkauft.
Über das Design hingegen läßt sich streiten.
Es ist eine Mischung aus durchaus gelungenem „Industriedesign“, daß jedoch mit futuristischen Gaming-Elementen kombiniert worden ist.
Die Farbsprache verwendet schwarz und silber.
Dabei wird auf riesige Kühlergrille verzichtet und auch ansonsten wird mit unnötigen Designelementen sparsam umgegangen.
Auf der anderen Seite ist das Notebook von seiner Formgebung eher ungewöhnlich.
Die hinteren Ecken sind abgekantet und der Deckel ist optisch durch drei Furchen geteilt und wirkt wie aus einer Mischung aus Kohlefaser und Titan gefertigt.
Hin wieder findet man auch geschrieben, daß das Gehäuse aus Kohlefaser gefertigt sei – ich glaub da aber nicht so recht dran.
Bei mir geistern die Begriffe „Tresor“, „Raumschiff“, „Luftschleuse“ durch den Kopf.
Leider fehlen mir die schreiberischen Fähigkeiten um das Ganze knackiger zu beschreiben – aber man findet ja Bilder dazu.
Die Beleuchtung des Geräts ist eine klare Ansage: Gaming!
Tastatur, die Seiten, der Deckel – und sogar das Touchpad können beleuchtet werden. In diversen Farben. Ein totales Gimmick, aber irgendwie auch cool.
Leider fehlt die Möglichkeit einfach weißes Licht auszuwählen. Das finde ich sehr schade.
Tastatur und Base sind übrigens vollständig mit Soft Touch beschichtet. Nicht ganz so schlimm wie Klavierlack – aber ich habe nicht wenig Lust Jochen Gebauer (mit Dachlatte) bei den Designern vorbei zu schicken.
Davon abgesehen ist die Tastatur aber von exzellenter Qualität. Druckpunkt, Hub, Layout – alles wunderbar. Das Einzige was ich mir wünschen würde, daß die Pfeiltasten nicht in das Layout integriert wären. Das würde zwar nicht so aufgeräumt wirken – wäre aber ergonomischer.
Die einzigen Notebooks, die ich kenne, die eine bessere Tastatur haben sind mein T520 und das XMG P304, das ich mal hatte. Aber das ist Kritik auf wirklich sehr hohem Niveau.
Das Gerät hat ein Touchpad – man kann es mit einer Tastenkombination deaktivieren.

Anschlüsse, Wartung und Erweiterung:
Bei den Anschlüssen findet man das Übliche und ein Highlight.
Es gibt 3 USB 3.0 Anschlüsse, Ethernet, HDMI, GrafikAmplifier, SD Card, 2 mal 3,5mm Klinke – und einen USB C Port. Mit Thunderbolt Unterstützung! Ich persönlich hab zwar nichts wofür ich den benutzen könnte – aber hey – schick!
Die Wartungsmöglichkeiten sind leider sehr eingeschränkt.
Das liegt daran, daß das Mainboard umgedreht eingebaut ist.
Ohne es jetzt zu kompliziert zu formulieren: Wenn man die Lüfter reinigen will, muß man die ganze Bodenplatte abnehmen. Wenn man die Wärmeleitpaste erneuern möchte, muß man das Notebook komplett demontieren. Eigentlich ein super Grund gleich wieder zur Dachlatte zu greifen.
Drives und RAM lassen sich hingegen sehr gut erweitern.
Es gibt eine große Wartungsklappe. Eine Schraube lösen und schon kommt man an alles leicht ran.
Es gibt zwei RAM Slots, zwei m.2 Slots (die unterstützen SATA und PCIe) und einen Platz für eine gewöhnliche 2,5 Zoll SATA Platte.

Display:
Das Display ist OK für mich.
Es ist nicht sonderlich hell, wirkt etwas unterkühlt und bringt nicht den allerbesten Kontrast.
Ohne es zu wissen würde ich sehr sicher behaupten, daß es für „Content Creation“ nicht geeignet ist. Interessant ist vielleicht noch, daß das Display maximal 60 Hertz bringt.
Ich bin aber auf jeden Fall zufrieden damit. Es ist deutlich besser als z. B. die Displays vom Lenovo Y50-70 oder Y520.

Spieleleistung:
Die einzelnen Komponenten sind ja eigentlich bekannt und man findet leicht diverse Benchmarks zu der Hardware.
Ich hab mir trotzdem mal drei Spiele angeguckt:
Shadows of Mordor läuft mit konstant 60 FPS bei 1080p, VSync an und hohen Einstellungen.
Mit Metro 2033 kommt das Deck nicht so gut klar. 30 FPS bei 1080p und hohen Einstellungen. Bei mittleren Einstellungen sind vielleicht auch mal 45 FPS drin - in der Regel sind es aber eher 35. Das Spiel ist bekannt dafür allenfalls mittelmäßig mit der Hardware zu haushalten. Außerdem deuten Ruckler ohne den Einbruch der Framerate darauf hin, daß die 2 GB VRAM bei diesem Spiel ein Flaschenhals sind.
Mass Effect Andromeda ist immer noch das anspruchsvollste Spiel, das ich zum Testen habe:
1080p, Einstellungen mittel – 45 FPS.

Lautstärke und Temperatur:
Ahhh, mein Steckenpferd. Endlich habe ich mal nicht viel Negatives zu berichten.
Die Temperaturen von CPU und GPU sind sowohl im IDLE wie auch unter Last völlig im Rahmen.
Besonders erfreut bin ich allerdings über die Lautstärke der Lüfter.
Im IDLE und unter leichter Last (Video streamen, Office, Internet surfen) stehen die Lüfter still.
Unter Last legen die Lüfter dann natürlich los - bleiben allerdings für Gaming Notebook Verhältnisse unauffällig.

Synthetische Streßtests können diesen Eindruck bestätigen.
Bei einem CPU Test mit AIDA64 gehen die Temperaturen auf ca. 78 Grad. Dann starten die Lüfter - kühlen die CPU bei niedriger Drehzahl auf 68 Grad runter und gehen wieder aus.
Wenn ich auch noch FurMark starte, dann laufen die Lüfter dauerhaft bei deutlich höherer Drehzahl. Nach ca. 15 maximalem Streßtest von CPU und GPU liegen die Temperaturen bei ca. 76 Grad CPU bzw. 68 Grad GPU.
Die Lautstärke liegt bei gut hörbaren aber absolut akzeptablen 42 dB.
Fairerweise muß ich dazu sagen, daß ich den Test nur 15 Minuten laufen ließ und es hier im Zimmer nur etwa 16 Grad warm war. Ich denke die Werte gehen aber dennoch total in Ordnung.

Das einzige Gerät - das ich getestet habe - das mit diesen Werten mithalten kann ist das Lenovo Y520. Das ASUS G752VY (mein erster Erfahrungsbericht) steht vielleicht genauso gut oder sogar besser da. Ich hab aber die Temps und Lautstärke nicht getestet.
Alle anderen waren entweder in einem oder in beiden Punkten schlechter.
Legendär bleibt mein von hysterischen Fieberträumen geplagtes XMG P304.
Ich vermisse den kleinen Krawallbruder.

Ich denke, das Alienware hat den Vorteil von einem Gehäuse und einem Kühlsystem, daß auch in der Lage ist mit einem i7-6600HQ und einer GTX980M fertig zu werden.
Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es allerdings. Wenn die Lüfter beschleunigen und verzögern gibt es kleine Drehzahlbereiche in dem sie deutlich hörbar „wimmern“. Woran das liegt kann ich nicht sagen – schlussendlich wird es aber an den Lagern liegen.
Da die Lüfter aber nicht zum Pulsieren neigen und sie bei gleichmäßiger Drehzahl ruhig laufen kann ich aber über diese kleine Nicklichkeit hinwegsehen – solange es nicht schlimmer wird.

Es gibt außerdem noch einen interessanten Punkt was die Lüfter betrifft.
Wann immer diese anlaufen - also Stillstand und dann Start - erklingt ein metallisches Geräusch. Ein federndes Klicken. In den einschlägigen Foren konnte ich keine definitive Aussage zu diesem Phänomen finden. Also habe ich beim Dell Support angefragt - die zu erreichen war ein Abenteuer für sich.
Dort hat man mir aber eine klare Antwort gegeben:

"[...]vielen Dank für Ihre Supportanfrage zu Ihrem Alienware 15R2.
Dieses leicht wahrnehmbare Geräusch ist tatsächlich bei diesem gerät normal.
Hierbei handelt es sich um einen Feststellmechanismus innerhalb der Kühlung, welche bei ausgeschaltetem gerät dafür sorgt, dass die Lüfter nicht unnötig belasted bzw. ausgeschlagen werden können."
Neat.

Fazit:
Was bleibt also zu sagen?
Man bezahlt für Alienware Geräte zweifelsohne einen deutlichen Aufpreis.
Die Gesamtqualität ist aber tatsächlich ausgezeichnet.
Ich habe in den letzten paar Monaten zwar nur eine Handvoll Geräte getestet – von denen ist das Alienware 15 R2 aber das Beste (Das ASUS G752VY kann vielleicht mithalten, ich habe es aber nicht lange genug ausprobiert, weil das Display nicht in Ordnung war).
Nicht was die reine Leistung angeht. Dieser Vergleich wäre unfair, da ich ja teilweise Geräte mit aktuellerer und stärkerer Hardware ausprobiert habe.
Was die allgemeine Qualität angeht ist das Gerät jedoch absolute Spitze.

Gekauft habe ich das Notebook bei Ebay Kleinanzeigen für 580€.

Angesichts der Gebrauchtpreise für Alienware Hardware – und allgemein für gebrauchte Gaming Notebooks – war das ein Schnäppchen.
Aus meiner Erfahrung der letzten Monate kann ich sagen, daß Alienware Notebooks gebraucht zu kaufen ein echtes Geduldsspiel ist. Das liegt daran, daß die Geräte meistens überteuert angeboten werden. Nicht selten werden geradezu absurde Preise aufgerufen.

Liebe Grüße
Jo

JonathanKelt
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Registriert: 22. Jan 2017, 20:49

Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von JonathanKelt » 8. Dez 2017, 16:24

Hallo zusammen.

Vor ein paar Wochen kam mein Chef zu mir.

Chef: "Sach mal Jo. Was für ein Firmenotebook benutzt du eigentlich?"
Ich: "Ein Thinkpad. T520."
Chef: "Was? Du kannst doch nicht mit sonem abgehurten Teil rumlaufen. Was sollen denn die Kunden denken?"
Ich: "Die halten mich für nen übel krassen Hacker."
Chef: "Quatsch hier nich rum. Wir wissen beide, dass du ein mittelmäßiger Mausschubser bist. Du bekommst jetzt ein Surface, damit du wenigstens einen guten Eindruck machst... Und zieh dir gefälligst ne Hose an."

Also hab ich nicht nur nen neuen Client - sondern auch ein neues Spielzeug.
Zugegeben, kein Gaming Laptop, womit ich mich ja in letzter Zeit viel beschäftigt habe.
Aber vielleicht interessiert das Teil ja trotzdem den ein oder anderen.
Deshalb hier mein Erfahrungsbericht dazu.

Specs:
Surface Pro
i5-7300U
iGPU HD 620
8 GB RAM
240 GB SSD
12,3 Zoll, 2736 x 1824, 3:2

Äußerlichkeiten und Verarbeitung:
Das Surface ist ein Traum in Magnesium.
Ich hatte bisher noch kein Gerät in der Hand, dass ein genauso hochwertiges Gefühl vermittelt. Es gibt keine Spalten, keine Überstände, keine Ungenauigkeiten, kein Klappern oder Knarzen - nichts, was ein Wässerchen trüben könnte. Ich wage zu behaupten, dass es gleichwertige aber keine besseren Geräte gibt. Die Verarbeitung ist ein Traum. Sie ist perfekt. Punkt.
Will man aber ein "vollständiges" Gerät, dann wacht man aus dem Traum auf. Die Welt ist dann immer noch schön, sie hat aber Haken, Ösen und verlangt Nerven und einen prallen Geldbeutel.
Das beginnt mit der Tastatur - dem Typecover. Das muss man für rund 180,- dazukaufen. Das ist verdammt viel Geld für eine Tastatur, die zwar alles in allem sehr gut funktioniert - konstruktionsbedingt aber auf jeden Fall ein Kompromiss ist. Am besten lässt sich das Ding beschreiben wenn man sich Jochens und Andres Wasserkopf Begriff bedient. Für eine ansteckbare "Falt-Klapp-Tastatur" haben die Tasten einen sehr guten Hub und einen klaren Anschlag. Zehnfinger-Tippen ist kein Problem. Ausserdem können die Tasten weiss beleuchtet werden. Die Stoffoberfläche der Base fühlt sich dabei angenehm warm und heimlich an. Vergleicht man das Ding aber mit einer Laptoptastatur von Lenovo oder Dell, dann fällt das MS Typecover definitiv deutlich dahinter zurück. Im Vergleich zu einer stinknormalen OEM Tastatur von HP oder Dell oder Lenovo tun sich geradezu Abgründe auf. Das Ding ist klapprig, die Tastenwege zu kurz und das Touchpad hat keine dedizierten Maustasten. Ausserdem wurden auch hier die Cursortasten vermurkst.
Sie sind so angeordnet:
# = #
Sie sollten aber so angeordnet sein:
--#
# # #
Ich kann das nicht leiden.
Würde das Typecover 60,- kosten, dann wäre es echt ein super Teil. Für 180,- ist es aber grotesk überteuert. Davon abgesehen: Für die von mir benutzte Konfiguration verlangt Microsoft 1449,-. Das Typecover da nicht beizulegen ist absurd.
By the way. Der Stift liegt ebenfalls nicht bei - der kostet nochmal 110,- extra. Weiter kann ich zu dem Stift aber nichts sagen - ich hab keinen. Und da ich schon mit dem Malen von Strichmännchen überfordert bin isses mir wuscht. Für freihändiges Schreiben, z. B. Notizen wäre es vielleicht interessant - ausserdem soll das Ding echt gut sein. Aber ich weiss es eben nicht.

Anschlüsse, Wartung:
Die Anschlussmöglichkeiten des Surface Pro sind überschaubar.
USB A 3.1, Mini Displayport, 3,5 mm Klinke, SD Card Reader und ein proprietärer MS Port. Der ist dazu da um das Ding aufzuladen und an ein Dock anzuschliessen. Asserdem ist er magnetisch - wie der MagSafe Anschluss - cool.
Ich persönlich würde mir noch einen zweiten USB A Port wünschen - aber gut - besser einen als keinen. Allenthalben wird bemängelt, dass das Teil keinen USB C (mit Thunderbolt) Port hat. Das ist mit Sicherheit ein Kritikpunkt, insbesondere weil das Suface ja ein MS Vorzeigeprodukt ist. Mir persönlich ist das aber total wurscht, weil ich nichts habe, was ich an so einen Port anschliessen könnte.
Interessant ist vielleicht noch, dass der SD Karten Slot einen Micro SD Slot ist. Das finde ich etwas schade. Ein SD Slot wäre besser gewesen. Mann kann Karten mit einem Adapter vergrössern - aber nicht verkleinern. Da ich mit Fotografieren und Filmen aber nichts am Hut habe - egal.

Jegliche Form von Wartung oder Hardwareerweiterung könnt ihr vergessen. Das Ding ist ein solider Block. Vielleicht bekommen es die Leute von iFixit auseinandergebaut und dann auch wieder zusammen. Der normale Bastler hat keine Chance. Hart formuliert: Es ist ein Wegwerfprodukt. Echt schade.

Display:
Was das Display angeht bin ich etwas zwiegespalten. Eines noch vornweg: Ich habe keine Ahnung von Bild- und Videobearbeitung. Deshalb hab ich mir erst gar nicht die Mühe gemacht hier irgendetwas zu recherchieren oder gar zu messen. Ich würde die Daten und Infos eh nicht verstehen.
Ich kann aber sagen, dass Display sieht im Grunde brilliant aus. Es ist super scharf, die Farben sind schön und der Kontrast ist knackig. Ausserdem hat es ein Seitenverhältnis von 3:2 - superschick. Ich persönlich finde das in jeder Hinsicht deutlich besser als 16:9.
Ich bin aber auch schon älter und habe die Sesamstrasse (mit Manfred Krug und Lilo) zum ersten mal auf einem 5:4 Röhrenfernseher gesehen. Grundig. In einem Gehäuse aus Holzimitat. Egal.
Leider wird das Panel nur mit 60 Herz befeuert. 120 Herz hätten sicher niemanden gestört. Aber das ist vielleicht ein Zugeständnis an die Akkulaufzeit.
Ich muss ausserdem feststellen, dass das Display fast rundherum unter Screenbleeding leidet. Es ist minimal - fällt überhaupt nicht auf, wenn man nicht danach sucht - aber im Vergleich zur perfekten Gehäuseverarbeitung ist das schon ein Dämpfer.
Ich hab das schon mehrmals geschrieben: Bis 500,- bin ich bereit beim Display Abstriche zu machen. Screenbleeding, Kontrast, Helligkeit... Okay okay.
Ab 1000,- muss eigentlich alles perfekt sein. Nicht Content Creation perfekt - das könnte ich nicht mal beurteilen. Aber es muss eben gut aussehen und ich will keine Flecken, Schatten oder sonstwas. Das Ding kostet fast 1500,-. Hach. Da tu ich mir mehr als schwer über so etwas hinweg zu sehen. Es sei wie es sei.
Die Touchbedienung funktioniert übrigens einwandfrei. Es gibt keine spürbaren Latenzen, alles fühlt sich präzise und flink an. Ich persönlich finde der Tablet Modus von Windows 10 funktioniert sehr gut.

Spieleleistung:
Wenn man in Foren Threads zu Grafikkarten liest findet man immer wieder Kommentare wie: "Gaming Grafikkarten fangen erst bei einer GTX 1060 an." Oder: "Unter 1080p, 60 FPS? Unspielbar." Oder: "Echte Gamer haben/benutzen mindestens X." Ich hatte hier im Forum selbst schon Diskussionen zum Thema: "System Drive unter 240 GB macht keinen Sinn."
Ich bin kein Freund von solchen Pauschalaussagen (ausser wenn ich sie selbst treffe) weil sie in der Regel absolut nichts mit der Realität zu tun haben.
Ist das Surface Pro ein Gaming Laptop. Na, definitiv nicht. Kann man mit dem Teil spielen? Ja klar, und zwar total gut. Es kommt eben darauf an was man in welcher Qualität spielen möchte.
Hier sind ein paar Spiele mit Zahlen und ohne weitere Kommentare:

Risen:
2048x1536 max 10-15 FPS
1920x1440 mittel 15-20 FPS
1440x900 mittel 25-30 FPS
1280x800 mittel 30-35 FPS

Risen 2:
1024x768 min 25-35 FPS
800x600 mittel 40-50 FPS

Sunless Sea:
2736x1824 max 25 FPS
2048x1152 max 88 FPS

Legend of Grimrock 2:
2736x1824 max 10 FPS
1680x1050 mittel 30 FPS

System Shock 2:
2736x1824 60 FPS

Torchlight:
2736x1824 max 30-45 FPS
1680x1050 max 60 FPS

Lautstärke und Temperatur:
Das Surface Pro wird bis zum i5 passiv gekühlt. Keine Lüfter. Keine Lautstärke. Neat.
Die Temperaturen sind in jeder Situation entspannt.
Stresst man die CPU mit AIDA64 werden 65-70 Grad erreicht - bei relativ konstanten 3 GHz.
Stresst man CPU und iGPU gleichzeitig, dann bleibt das Teil sogar kühler. 60-65 Grad. Die CPU Taktfrequenz rauscht dafür aber auch runter bis sie bei 1,5 GHz - halbiert und derangiert - liegen bleibt.
Schade. Aber seien wir ehrlich. Ein i5 mit zwei physikalischen Kernen und vier Threads; selbst wenn es nur ein "U" Modell mit 15W TDP im Mittel ist; passiv gekühlt. Ich denke mehr konnte man da nicht erwarten.

Fazit:
Das Surface pro ist ein Kompromiss. So wie alles was sich in der Realität beweisen muss.
Anfangen möchte ich mit den, meiner Meinung nach, echten Kritikpunkten - die aber teilweise auch in Realation zum Preis stehen.
1. Das Typecover ist im Preis nicht inbegriffen.
2. Die Docking Station ist sehr zu empfehlen, kostet aber 199,-.
3. Das Display ist sehr gut aber nicht makellos.
4. Kein USB C ( + Thunderbolt)
5. Micro SD anstatt SD Slot
6. Stift liegt nicht bei.

Alle weiteren Kritikpunkte sind relativ.
Für ein Tablet ist das Gerät relativ dick und schwer. Dafür ist es spätestens in der Maximalkonfiguration aber auch dramatisch leistungsfähiger als alles andere was man in dieser Grössenordnung kaufen kann. Ausserdem sollte man bedenken, dass man es hier mit einem Windows 10 pro als OS zu tun hat. Das Ding ist schlicht und ergreifend ein "echter PC" im Tablet Format.

Wenn man das Gerät als Laptop betrachtet, dann ist es etwas wackelig und nur mit minimaler I/O bestückt. Um auf dem Teil richtig arbeiten zu können, muss man es auf einen Tisch stellen. In der Bahn oder im Flugzeug auf den Knien funktioniert nicht so richtig gut.
Mit einem klassischen Laptop wäre man hier besser bedient. Man würde aber eben auf alle Annehmlichkeiten eines Tablets verzichten müssen.

Für mich persönlich (eigenes Geld ausgeben) ergibt ein Surface keinen Sinn.
Das liegt daran, dass ich für Tablets im Grunde keine Verwendung habe.
Kurz gesagt: Für alles was ich nicht mit dem Smartphone machen kann oder will greife ich gleich zum Laptop oder Desktop. Ich hab Tablets ausprobiert - hat für mich persönlich bisher einfach nicht gepasst.

Für wen wäre ein Surface also interessant? Meiner Meinung nach für Leute, die für Tablet und Notebook gleichermassen Verwendung haben. Die müssen mit dem Surface zwar Kompromisse eingehen - dafür bekommen sie aber das mit Abstand leistungsfähigste und flexibelste Tablet und dazu ein wirklich sehr gutes Notebook in einem Gerät.

Liebe Grüße
Jo

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toxic_garden
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von toxic_garden » 8. Dez 2017, 19:24

besten Dank für den ausführlichen Bericht. (und für das tragen einer Hose)

Ich habe kurzzeitig ja auch mal mit einem Surface geflirtet, aber die vollkommen utopische Preispolitik und quasi nicht vorhandene Reparierbarkeit haben mich dann doch recht schnell wieder von dem Gedanken weg gebracht, eine engere Bindung einzugehen.

Viel mehr hat mich das Design und die Idee des Acer Aspire R13 gereizt. Durch die Halterung ist es möglich, den Screen in einem vernünftigen Winkel anzuordnen und trotzdem recht flexibel zu sein. Leider scheint es keine Variante mit vernünftigem Grafikchip zu geben, den ich leider nicht nur für Spiele brauchen würde. :\
Mein Name ist Guybrush und ich verkaufe diese feinen Lederjacken.

Yano
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von Yano » 3. Mär 2018, 19:19

Wie kommt es eigentlich das die meist empfohlenen Notebooks und auch die meisten in den Elektronikläden ein mattes statt ein glänzendes Display haben?

Klar bei direkten Lichteinfall und vor allem draußen sind sie sicher ungemein praktisch.
Aber Zuhause ist ein glänzendes Display doch so viel klarer und deutlicher fürs Auge, oder sehe das nur ich so?

JonathanKelt
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von JonathanKelt » 7. Mär 2018, 15:14

Achtung - nur Meinung - kein Wissen!

Ich glaube das mit dem Glossy vs. Matt ist so ein bisschen eine Modefrage.
Schon seit Jahren gibt es sehr gute entspiegelte Displays - siehe Apple.
Dennoch gelten matte Displays als qualitativ höherwertig - ich glaube (gefährliches Halbwissen) - sie sind in der Produktion auch etwas teurer.

Der Nachteil bei Glossy Displays ist halt nach wie vor: Wenn man _absolut_ keine Spiegelungen haben möchte, dann geht das nur in totaler Dunkelheit. Da beißt die Maus keinen Faden ab. In vielen Situationen merkt man das halt nicht, weil die Spiegelungen nur minimal sind, oder weil man sich seinen Arbeitsplatz so eingestellt hat, dass das Licht günstig fällt. Im Gegenzug hat man dann stärkeren Kontrast und kräftigere Farben.
Bei dirktem Lichteinfall machen übrigens auch matte Displays keinen Spaß mehr. Mein aktueller Arbeitsplatz ist direkt unter einem Oberlicht. Im Sommer, wenn da mittags die Sonne reinscheint dann seh ich auch nichts mehr und muss mir einen anderen Schreibtisch suchen - obwohl ich zwei hochwertige, matte HP Elite Displays benutze.

In einer perfekten Welt könnte man als Kunde immer aussuchen, ob man ein glossy oder ein mattes Dispay haben möchte.

Greez
Jo

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Alienloeffel
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von Alienloeffel » 2. Apr 2018, 22:31

Ich bräuchte mal ein bisschen kompetente Wegweisung:

Ich möchte ein neues Notebook kaufen (bis ca 1700 euro). In erster Linie möchte ich damit arbeiten, spielen ist natürlich willkommen, aber ich vermute bei den von mir gewollten specs geht das ohnehin.
Neben üblichen office anwendungen will ich damit kleinere Datensätze bearbeiten (Bioinformatik). Daher hätte ich schon gerne 16GB Arbeitsspeicher und etwas in der Richtung eines neueren i7 Prozessors. Wenn man schonmal dabei ist, wäre eine Geforce ab 1050 auch nett. Ich werde wohl recht viel drauf gucken deswegen habe ich überlege ich nach einem 4k Bildschirm zu sehen. Rechtfertigt das den Aufpreis?
Es soll ein Notebook sein, damit ich mobil bin. Gibt es da Empfehlungen?
Ich hatte an einen Dell gedacht, genauer gesagt den hier:


Inspiron 15 7000 Gaming

Intel® Core™ i7-7700HQ Prozessor der siebten Generation (4 Kerne, 6 MB Cache, bis zu 3,8 GHz)

Betriebssystem
Windows 10 Home (64 Bit) - Deutsch

Wählen Sie Ihre Farbe
UHD-LCD-Abdeckung: Schwarz (kein Touchscreen)

Arbeitsspeicher
16 GB, DDR4, 2400MHz

Festplatte
2 Laufwerke mit PCIe-NVMe-M.2-SSD mit 512 GB + Festplatte mit 1 TB und 5.400 1/min

Grafikkarte
NVIDIA® GeForce® GTX 1060 mit 6GB GDDR5

Bildschirm
IPS-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung, 15,6'', Ultra HD (3.840 x 2.160), reflexionsarm

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toxic_garden
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von toxic_garden » 3. Apr 2018, 07:58

Alienloeffel hat geschrieben:Daher hätte ich schon gerne [...]etwas in der Richtung eines neueren i7 Prozessors.
neeee, mach das nicht. Die mobilen i7 sind rausgeworfenes Geld. In vielen Fällen drosseln sie sogar schneller runter als ein mobiler i5. Je nachdem, welche TDP der Hersteller gesetzt hat. Mehr als 2-3 Minuten i7-Performance unter Volllast am Stück wirst du also nicht bekommen. Da sind die i5er wesentlich effizienter. Und das gesparte Geld kannst du dann gleich in ne zweite SSD anstatt der 1TB HDD stecken, dann hält der Akku auch entscheidend länger. ;)
Mein Name ist Guybrush und ich verkaufe diese feinen Lederjacken.

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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von Mr. Trombone » 4. Apr 2018, 20:14

Das würde ich nicht so pauschal sagen, toxic_garden. Gerade jetzt, wenn die ersten Modelle mit Coffee-Lake-H (Intels 8. Generation von iX-CPU) auf den Markt kommen, würde ich zumindest abwarten, bis sich entsprechende Berichte dazu finden lassen. Also warte lieber noch eine Woche, Alienloeffel, wenn es nicht super eilig ist.

Heineken
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von Heineken » 4. Apr 2018, 21:50

Heineken hat geschrieben: ..und nach langem hin und her und einem guten Angebot jetzt doch wieder beim Asus G752VM (-GC034D) gelandet (https://www.cyberport.de/asus-rog-g752v ... 11354.html" onclick="window.open(this.href);return false;), aber nicht von Cyberport, sondern Alternate für 1200,-.
Dieses Asus ist im Grunde ein komplett abgespecktes 17-Zoll ROG Gerät mit einer 1060 ohne SSD und ohne Windows - daher der Preis..
Hallo zusammen, hallo Jonathan,

Stelle gerade mit Freude fest, dass der Thread noch existiert! Es haben sich ja sehr viele interessante Infos und Erfahrungsberichte gesammelt.

Daher wollte ich zumindest noch einen Nachtrag zu dem Beitrag oben von mir liefern bzgl. des Lüftersteuerung des Asus G752VM:
- 17 Zoll FHD
- i7-6700HQ
- GTX 1060 (6 GB)
- 8 GB RAM (da will ich irgendwann noch mal ran und auf 16 oder 32 gehen)
- 250er SSD & 1TB HD

Ich spiele ausschließlich in Full-HD und habe bis heute noch kein Spiel gefunden, bei welchem ich die Grafik-Settings reduzieren mußte. Wobei ich bei den Grafik lastigen Titeln nicht ganz up-to-date bin. Das erste Wolfenstein hole ich schon etwas länger nach (fast durch) und hatte dort keine Probleme.
WoW lief auch, wobei ich dort nicht auf den höchsten Detailgrad (10?) gespielt habe, ich meine, der war eher als experimentell anzusehen? Aus dem Thema bin ich allerdings schon seit Monaten wieder raus und kenne die letzten Anpassungen nicht - Erfahrung also schon älter!

Zusammenfassend muß ich sagen, Lüftersteuerung und Lüfter-Design entspricht meinen Erwartung. Unter Last angenehm leise (für mich keine Kopfhörer nötig, sonst könnte ich mich ja auch nicht nebenbei unterhalten) und mir sind auch bei langen Sessions keine Einbrüche der Leistung oder Merkwürdigkeiten bzgl. Lüftung ausgefallen.

Was definitiv ein Plus ist: Bei meinem alten Asus habe ich nach einer langen Session definitiv länger warten müssen, bis die Lüfter wieder in den Norm-Bereich (ohne Game) gepegelt sind. Bei diesem Asus geht dies innerhalb einer Minute und lässt sich dann nicht von einem kalten Gerät unterscheiden (bzgl. Lüftung). Macht also einen guten Eindruck und ich schalte das Teil dann beruhigt aus, ohne den Gedanken, dass CPU und GPU jetzt noch vor sich hinschmoren..

Grüße!

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Alienloeffel
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von Alienloeffel » 4. Apr 2018, 23:47

Mr. Trombone hat geschrieben:Das würde ich nicht so pauschal sagen, toxic_garden. Gerade jetzt, wenn die ersten Modelle mit Coffee-Lake-H (Intels 8. Generation von iX-CPU) auf den Markt kommen, würde ich zumindest abwarten, bis sich entsprechende Berichte dazu finden lassen. Also warte lieber noch eine Woche, Alienloeffel, wenn es nicht super eilig ist.
Genau, die kommenden XPS Modelle haben auch den coffee lake, angeblich werden die auch nicht wirklich teurer als die jetzt noch aktuelle Reihe, das klingt lohnenswert. Das werde ich mir mal anschauen, denn die Reihe kommt schon im Mai. Das XPS passt eigentlich ziemlich genau zu meinen Vorstellungen.

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toxic_garden
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Re: Empfehlungen für Spielelaptop?

Beitrag von toxic_garden » 5. Apr 2018, 12:51

Mr. Trombone hat geschrieben:Das würde ich nicht so pauschal sagen, toxic_garden. Gerade jetzt, wenn die ersten Modelle mit Coffee-Lake-H (Intels 8. Generation von iX-CPU) auf den Markt kommen, würde ich zumindest abwarten, bis sich entsprechende Berichte dazu finden lassen. Also warte lieber noch eine Woche, Alienloeffel, wenn es nicht super eilig ist.
das ist soweit natürlich richtig. Ich bezog mich da auf die Aussage weiter oben:
Intel® Core™ i7-7700HQ Prozessor der siebten Generation (4 Kerne, 6 MB Cache, bis zu 3,8 GHz)
und einen 7700 würde ich in einem Mobilgerät tatsächlich nicht empfehlen. Für die achte Generation kann man da natürlich noch nichts sagen.
Mein Name ist Guybrush und ich verkaufe diese feinen Lederjacken.

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