Filmtipps

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meisterlampe1989

Filmtipps

Beitrag von meisterlampe1989 »

Es gibt ja die Serientipps; also warum keine Filmtipps?

Manchmal möchte man einen Film empfehlen, den man kennt und zu dem man keine komplette Rezension schreiben will.

Deswegen mal hier: Auf dem deutschen Netflix wurde heute Falling Down hochgeladen. Michael Douglas dreht nach einem harten Arbeitstag durch und läuft Amok und nimmt dabei u.A. ein McDonalds wegen eines nicht ganz frisch aussehenden Burgers auseinander. Dabei steigert sich der Film stetig in seiner Gewaltspirale und schafft dennoch einen gesellschaftskritischen bissig-satirischen Kommentar.

Der Film scheint mir heute ein bisschen zu unbekannt zu sein. Für mich ein Kultklassiker.

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Dicker
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Re: Filmtipps

Beitrag von Dicker »

Schöne Idee. Ich hab mich letztens wieder an einen Film erinnert, da ihn ein Kollege gesehen und begeistert davon berichtet hat.

Wag the Dog
Wunderbare Satire auf die (damals, in den 90ern) moderne Medienlandschaft und auf Propaganda. In dem Film wird viel und schnell geredet und er hat nichts von seiner Aktualität verloren. Leider kennen ihn nur wenige, aber jeder, der ihn gesehen hat, ist begeistert.

https://www.imdb.com/title/tt0120885/

Pommesbudenpate

Re: Filmtipps

Beitrag von Pommesbudenpate »

Falling Down ist super. Ich kann mich in William Foster an so manchen heißen Tagen gut hineinversetzen[emoji2][emoji48].

Ich würde dann mal etwas eher nischiges empfehlen. Und zwar High and Low von Akira Kurosawa. Kurosawa wird den meisten durch seine Samurai-Filme bekannt sein, aber er hat auch nicht grad wenige Filme außerhalb des Chanbara-Genres gedreht. Darunter einige sehr coole Gangsterfilme und dieses Meisterwerk.
High and Low lässt sich dem Film Noir zuordnen. Es beruht auf der Romanvorlage Kings Lösegeld von Ed McBain.
Die Handlung ist im 20. Jahrhundert angelegt, während des wiedererstarken der japanischen Wirtschaft.
Der Geschäftsmann Kingo Gondo, gespielt von Toshiro Mifune, muss sich darin auf ein Schachspiel auf Leben und Tod mit einem unsichtbaren Täter einlassen. Dieser hat nämlich scheinbar seinen Sohn entführt, doch es stellt sich relativ früh heraus, dass stattdessen der Sohn seines Chauffeurs gekidnappt wurde.
Es bleibt ihm nun keine andere Möglichkeit als all sein Erspartes aufs Spiel zu setzen. Das Problem dabei ist aber, dass das Geld für seine Firma vorgesehen war. Nun muss er sich entscheiden, ob er das Kind eines anderen Mannes rettet oder sich in den finanziellen Ruin zu stürzen und so sein Lebenswerk verliert. Wie es ausgeht müsst ihr selber sehen[emoji6].
Ich zumindest kann ihn bedenkenlos empfehlen. Der Film ist aus dem Jahre 1963, aber dennoch super gealtert. Man sieht hier auch in Punkto Schnitt und Kameraführung einen Meister beim Werke.
Es gibt Bilder die den Titel und Inhalt des Films so wunderbar zusammenfassen. Genauso wie die Handlung ein so menschliches Drama schildert und Fragen von Neid und Überheblichkeit aufwirft.

Der Trailer hat leider nicht die beste Qualität, aber ich verlinke ihn trotzdem mal.
https://youtu.be/Qj8bcIiW91M









Zuletzt geändert von Pommesbudenpate am 3. Mai 2018, 14:20, insgesamt 1-mal geändert.

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TechniKadger
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Re: Filmtipps

Beitrag von TechniKadger »

Dicker hat geschrieben:
2. Mai 2018, 18:44
Leider kennen ihn nur wenige, aber jeder, der ihn gesehen hat, ist begeistert.
Einspruch! Cooler Film, aber begeistert war ich nicht.

meisterlampe1989

Re: Filmtipps

Beitrag von meisterlampe1989 »

Die Kurosawa-Filme stehen noch komplett auf meiner Liste. Ich kenne bisher nur Ran.
Zuletzt geändert von meisterlampe1989 am 4. Mai 2018, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.

Pommesbudenpate

Re: Filmtipps

Beitrag von Pommesbudenpate »

Von seinen bekannten Filmen würde ich Ran als einen der eher schwächeren ansehen. Nicht falsch verstehen, der ist immer noch super, nur wirkt der Film wie Die Rückkehr des Königs für die Herr der Ringe Filmreihe. Ran hat ja grad im Westen ordentlich was abgesahnt. Was aber meiner Meinung nach daran lag, dass man sein Lebenswerk rückblickend huldigen wollte.
Die Filme von Kurosawa sind gerade für Zuschauer mit eher westlichen Sehgewohnheiten optimal, da er eine doch für asiatische Verhältnisse sehr gut verständliche Bildsprache als auch Erzählweise hat.
Nicht umsonst war er ein großer Einfluss für viele große Filmmacher der New Hollywood-Ära, wie Scorsese oder später für einen George Lucas.
In Die sieben Samurai hat er auch einige Schnitttechniken eingeführt, die heute noch verwendet werden, z.B. sieht man wie ein Pfeil abgefeuert wird und darauffolgend einen Schnitt, der zeigt wie ein Reiter vom Pferd fällt. Vorher wurde noch explizit gezeigt wie der Pfeil jemanden getroffen hätte. Das sind viele kleine Details, die aber für einen besseren Sehfluss sorgen. Die glorreichen Sieben ist auch ein Remake von diesem Film.
Yojimbo könnte man auch von der Handlung her, als klassischen Western im Chanbara-Genre bezeichnen. Hier war auch eine Szene ein großer Einfluss für Lucas's Cantina-Szene in Star Wars.
Rashomon, mein wahrscheinlich liebster Film von ihm, erzählt eine fantastische Geschichte, die von Moral und Philosophie geprägt ist. Und noch heute super anzusehen ist und mit ihren Themen kein bisschen an Aktualität verloren hat.


Tut mir leid, wenn ich jetzt ein wenig am abnerden war[emoji28]. Das ist ein ziemliches Herzensthema bei mir.

Zuletzt geändert von Pommesbudenpate am 4. Mai 2018, 13:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Feamorn
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Re: Filmtipps

Beitrag von Feamorn »

Ran liegt bei mir auch noch im Regal, hoffe ich komme da bald endlich mal zu. Habe sonst leider auch noch keinen Kurosawa-Film gesehen, allerdings laufen die auch nicht gerade häufig und die Verfügbarkeit auf BluRay ist jetzt auch nicht so der Wahnsinn (Seven Samurai z.B. in Deutschland gar nicht auf BR, was, meiner Meinung nach, ein Armutszeugnis ist).

Pommesbudenpate

Re: Filmtipps

Beitrag von Pommesbudenpate »

Das ist leider ein Problem bei vielen asiatischen Klassikern. Insbesondere im japanischen Kino von den 50er bis 70er Jahren gibt es einige Perlen, die bis jetzt noch kein deutschen Release bekamen.
Wenn man des Englischen mächtig ist, kann ich bei Interesse die schön aufgelegten Versionen von BFI (British Film Institute) empfehlen. Die sind gut restauriert und zu den Filmen gibt es immer ein wirklich gut geschriebenes Essay.

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Feamorn
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Re: Filmtipps

Beitrag von Feamorn »

Pommesbudenpate hat geschrieben:
4. Mai 2018, 14:14
Das ist leider ein Problem bei vielen asiatischen Klassikern. Insbesondere im japanischen Kino von den 50er bis 70er Jahren gibt es einige Perlen, die bis jetzt noch kein deutschen Release bekamen.
Wenn man des Englischen mächtig ist, kann ich bei Interesse die schön aufgelegten Versionen von BFI (British Film Institute) empfehlen. Die sind gut restauriert und zu den Filmen gibt es immer ein wirklich gut geschriebenes Essay.
Ich hatte vor einiger Zeit schon mal recherchiert und dabei auch die UK-Importe in's Auge gefasst. Die werden es wohl irgendwann tatsächlich werden. Gut nochmal zu hören, dass die in der Tat was taugen. :)

Das ist übrigens nicht nur ein Problem bei asiatischen Klassikern, es gab ja vor einigen Jahren so ein paar populäre chinesische Filme wie Tiger & Dragon, House Of Flying Daggers und Hero, von denen ist, soweit ich weiß, nur Tiger & Dragon in ordentlicher Qualität als HD-Version zu haben... die Hero BluRay sehr grottig sein (zumindest sagen in den Amazon-Kommentaren viele, dass die DVD ein besseres Bild hat...), und gerade DEN hätte ich gerne mal in HD, für mich immer noch einer der hübschesten Filme aller Zeiten (und ein grandioser Soundtrack).

Pommesbudenpate

Re: Filmtipps

Beitrag von Pommesbudenpate »


Feamorn hat geschrieben: Ich hatte vor einiger Zeit schon mal recherchiert und dabei auch die UK-Importe in's Auge gefasst. Die werden es wohl irgendwann tatsächlich werden. Gut nochmal zu hören, dass die in der Tat was taugen. :)

Das ist übrigens nicht nur ein Problem bei asiatischen Klassikern, es gab ja vor einigen Jahren so ein paar populäre chinesische Filme wie Tiger & Dragon, House Of Flying Daggers und Hero, von denen ist, soweit ich weiß, nur Tiger & Dragon in ordentlicher Qualität als HD-Version zu haben... die Hero BluRay sehr grottig sein (zumindest sagen in den Amazon-Kommentaren viele, dass die DVD ein besseres Bild hat...), und gerade DEN hätte ich gerne mal in HD, für mich immer noch einer der hübschesten Filme aller Zeiten (und ein grandioser Soundtrack).
Da sprichst du was wahres an, dass ist schon zum Haare ausreißen was durch komische Lizenzrechte für Filme auf der Strecke bleiben. Es gibt aber auch einige neuere Filme aus Japan die wahrscheinlich nie in Deutschland erscheinen werden, was echt schade ist. Sowas wie See You Tomorrow,Everyone als auch Golden Slumber (wovon es ein koreanisches Remake gibt) von Yoshihiro Nakamura sind da traurige Beispiele.
Da hat das Subgenre Heroic Bloodshed des Hong Kong Kino's auch besonders gelitten. Viele frühe Filme von John Woo, Johnnie To oder Ringo Lam sind in Deutschland auch schwer zu bekommen. Der meiner Meinung nach beste Film von John Woo, The Killer, hat bis heute keinen vernünftigen Release bekommen. Das ist schon mehr als traurig. Besonders für alle, die jetzt vorwiegend nur auf Deutsch Medien konsumieren.
The Killer hab ich mir damals auch für 50 Cent auf einen Flohmarkt geschossen. Der Verkäufer hatte zum Glück keine Ahnung, was da für ein Schatz unter dem ganzen Schrott verborgen war[emoji2].
Durch die ganzen Streamingangebote hat sich mein Kaufverhalten auch drastisch geändert. So das ich mir größtenteils nur die Klassiker hole.
Die BluRay von der Samurai Collection von Kurosawa kannst du dir bedenkenlos holen. Die Crime oder Early Kurosawa Collection sind leider nur auf DVD, aber die Qualität ist wirklich gut. Hab alle genannten hier und war echt überrascht wie gut die Bildqualität bei der DVD ist.
Wobei man grundsätzlich sagen muss, das Format macht bei den älteren Produktionen jetzt nicht sooo viel aus.


Zuletzt geändert von Pommesbudenpate am 4. Mai 2018, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.

meisterlampe1989

Re: Filmtipps

Beitrag von meisterlampe1989 »

Pommesbudenpate hat geschrieben:
4. Mai 2018, 13:35
Von seinen bekannten Filmen würde ich Ran als einen der eher schwächeren ansehen. Nicht falsch verstehen, der ist immer noch super, nur wirkt der Film wie Die Rückkehr des Königs für die Herr der Ringe Filmreihe. Ran hat ja grad im Westen ordentlich was abgesahnt.
Ran basiert auf King Lear von Shakespeare. Den hatte ich damals zufällig zuerst gelesen und dann kam Ran damals im Fernsehen, ich glaube auf 3Sat oder Arte. Damals war ich noch nicht so der Filmfreak und fand den aber trotzdem ziemlich gut. Ich hatte allerdings auch wenig Referenzen aus dem asiatischen Raum.

Und ja, die Verfügbarkeit ist immer ein bisschen schwer. Erschwerend kommt z.B. bei John Woo hinzu, dass fast alle seine Bloodshed-Filme in Deutschland indiziert sind. Man dürfte für deutsche Veröffentlichungen nicht werben und somit würde es bei der Nische niemand mitbekommen. Ich denke, wenn man die heute neu prüfen würde, kämen die "frei" vom Index, aber das bedeutet ja auch Aufwand und es ist und bleibt ja trotzdem eine Nische.

Pommesbudenpate

Re: Filmtipps

Beitrag von Pommesbudenpate »


meisterlampe1989 hat geschrieben: Ran basiert auf King Lear von Shakespeare. Den hatte ich damals zufällig zuerst gelesen und dann kam Ran damals im Fernsehen, ich glaube auf 3Sat oder Arte. Damals war ich noch nicht so der Filmfreak und fand den aber trotzdem ziemlich gut. Ich hatte allerdings auch wenig Referenzen aus dem asiatischen Raum.
Wenn dir Ran gefallen hat, dann ist Rashomon auf jeden Fall was für dich.
Der Film spielt sich eigentlich auf drei Ebenen ab. Er beginnt damit, dass ein Mönch, Holzfäller und ein Bürger Unterschlupf am Rashomon suchen bzw. in der Ruine. Dort tauschen sie die Erzählung von einem Gerichtsprozess und dem Vorfall der zu diesem führte aus. Ich möchte da nicht zu tief einsteigen, da es dem Film sonst zu viel nehmen würde.
So viel sei aber mal gesagt. Beim besagten Gerichtsprozess geht es um eine Vergewaltigung von einer Frau eines Samurais. Diese wurde von einem Banditen überfallen (auch hier gespielt von einem grandiosen Toshiro Mifune). Soweit hört sich das relativ unspektakulär an. Der Kniff an der ganzen Geschichte ist, dass es aus 4 unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Die der Frau, des Banditen, des Holzfällers als Zeugen und des Samurai (bzw. eines Mediums von dem er Besitz ergreift, da er bei dem Überfall um's Leben kam). Das interessante daran ist, dass jede Erzählung eine andere Version wiedergibt. Und jetzt kommt das bemerkenswerteste, nämlich das die erzählte Version den Erzähler belastet. Mehr möchte ich nicht sagen. Man kann es sich von der Struktur her ähnlich vorstellen wie bei Eine Nacht bei den McCool's.
Dazu kommt dann halt ein philosophischer Diskurs über die Existenz einer objektiven Wahrheit. Was halt auch viel mit einer Auseinandersetzung des Kriegstraums aus japanischer Sicht zu tun hat.
Man kann eigentlich feststellen, dass es keine Wahrheit gibt. Aber dennoch das Gute. Das ist einer der vielen Gründe, warum ich diesen Film so liebe.
Er setzt sich mit tiefgründig existenzialistischen Fragen auseinander und vermittelt dennoch eine so positive Botschaft. Rashomon ist zwar auch schon was älter, er ist aber wunderbar gealtert und wirklich spannend.

meisterlampe1989

Re: Filmtipps

Beitrag von meisterlampe1989 »

Kurosawa ist einer der Regisseure, von denen ich mir alles anschauen werde. Dazu zählen Kubrick, die Coens, Tarantino, Coppola, Sergio Leone, Scrorsese und Hitchcock.

Von Hitchcock habe ich mir just eine Blu-Ray Box mit 15 Filmen gekauft; für 50€. Der wird jetzt der Erste sein, den ich umfassend nachhole, weil ich nur Psycho, die Vögel und Cocktail für eine Leiche von ihm kenne und das nur auf Deutsch. Vertigo wurde ja vor kurzem von einem bedeutenden Filminstitut an die Spitze der besten Filme aller Zeiten gesetzt und hat dort Citizen Kane abgelöst.

Edit: OK, "vor kurzem" war 2012 https://www.zeit.de/news/2012-08/02/fil ... e-02125203

Pommesbudenpate

Re: Filmtipps

Beitrag von Pommesbudenpate »

Bei Coppola würde ich eher davon abraten, da die Qualität seiner Filme ab einem gewissen Zeitpunkt echt sinkt. Das ist ein Phänomen was wirklich sehr komisch ist. Man sieht es genauso bei John Carpenter, er hat irgendwie das gewisse Etwas verloren. Natürlich ist das nur meine Meinung, am besten findest du es selber heraus.
Ich hab anfangs auch noch die Listen von Filminstituten oder diese Top 50 Listen der besten Filme aller Zeiten als Hilfe genommen. So hab ich aber für mich relativ schnell festgestellt, dass mir da zu viele blinde Flecken sind. Und ob es einen besten Film gibt halte ich auch für fragwürdig. Mir ist schon bewusst, dass die Intention eine andere ist.
Letzten Endes ist alles eine Geschmackssache. Citizen Kane als auch Vertigo sind beide fantastisch. Vertigo wäre sogar mit mein liebster Film von Hitchcock, aber ich persönliche würde Im Zeichen des Bösen, Citizen Kane als meinen liebsten Orson Welles's Film klar vorziehen. Alleine wegen meiner Liebe zum Film Noir. Das Citizen Kane der wichtigere für die Entwicklung des Mediums Film ist und war, würde ich dennoch nie abstreiten.
Wenn ich noch ein paar Empfehlung von Regisseuren und ihrem gesamten Werken aussprechen darf, würde ich dir auf jeden Fall noch Melville, Buñuel als auch Godard ans Herz legen.


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Heretic
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Re: Filmtipps

Beitrag von Heretic »

Pommesbudenpate hat geschrieben:
5. Mai 2018, 07:17
Bei Coppola würde ich eher davon abraten, da die Qualität seiner Filme ab einem gewissen Zeitpunkt echt sinkt.
Stattdessen einfach die Filme von Sofia Coppola ansehen. Die beackern zwar völlig andere Themenfelder und sind allesamt etwas eigen, aber genau das macht ihren Reiz aus.

Pommesbudenpate

Re: Filmtipps

Beitrag von Pommesbudenpate »

Mit schwankender Qualität, aber würde es so sonst unterschreiben. The Beguiled, ihr neuster Film, hat mir ausgesprochen gut gefallen.

meisterlampe1989

Re: Filmtipps

Beitrag von meisterlampe1989 »

Pommesbudenpate hat geschrieben:
5. Mai 2018, 07:17
Bei Coppola würde ich eher davon abraten, da die Qualität seiner Filme ab einem gewissen Zeitpunkt echt sinkt. Das ist ein Phänomen was wirklich sehr komisch ist. Man sieht es genauso bei John Carpenter, er hat irgendwie das gewisse Etwas verloren. Natürlich ist das nur meine Meinung, am besten findest du es selber heraus.
Ja Coppola hat nicht nur Mesiterwerke abgeliefert. Ich denke da werde ich einige auslassen.
Einen "Spät-Carpenter" finde ich übrigens noch richtig gut: "Die Mächte des Wahnsinns". Total gefloppt, aber mein Liebling von ihm.

Bei meiner Auflistung hab ich noch Park Chan-Wook vergessen. Gerade ist Lady Vengeance mit der Post gekommen. Von ihm war bisher jeder Film, den ich gesehen habe (Oldboy, Sympathy for Mr. Vengeance und Die Taschendiebin) ein Knaller.

Mir fällt auf, dass es kaum neue Regisseure gibt, deren Filme ich blind IMMER sehen will. Mir fällt nur Dennis Villneuve ein. Der liefert einen Hammer nach dem andeten.
Zuletzt geändert von meisterlampe1989 am 5. Mai 2018, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Heretic
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Re: Filmtipps

Beitrag von Heretic »

Pommesbudenpate hat geschrieben:
5. Mai 2018, 10:33
Mit schwankender Qualität, aber würde es so sonst unterschreiben. The Beguiled, ihr neuster Film, hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Den muss ich noch nachholen. "Lost in Translation" ist bisher klar der Höhepunkt ihres Schaffens, aber ich konnte jedem ihrer Filme etwas abgewinnen. Man muss halt damit klarkommen, dass es thematisch irgendwie immer um Langeweile geht. :mrgreen:

Pommesbudenpate

Re: Filmtipps

Beitrag von Pommesbudenpate »


meisterlampe1989 hat geschrieben: Ja Coppola hat nicht nur Mesiterwerke abgeliefert. Ich denke da werde ich einige auslassen.
Einen "Spät-Carpenter" finde ich übrigens noch richtig gut: "Die Mächte des Wahnsinns". Total gefloppt, aber mein Liebling von ihm.

Bei meiner Auflistung hab ich noch Park Chan-Wook vergessen. Gerade ist Lady Vengeance mit der Post gekommen. Von ihm war bisher jeder Film, den ich gesehen habe (Oldboy, Sympathy for Mr. Vengeance und Die Taschendiebin) ein Knaller.

Mir fällt auf, dass es kaum neue Regisseure gibt, deren Filme ich blind IMMER sehen will. Mir fällt nur Dennis Villneuve ein. Der liefert einen Hammer nach dem andeten.
Wie man vielleicht an meinem Avatar erkennen kann bin ich auch ein großer Fan von Carpenter[emoji2].
Ich mag Die Mächte des Wahnsinns auch sehr. Nur ist halt alles nach dem eher meh.
Die Fürsten der Dunkelheit ist auch noch gut, aber er hat seinen Touch merklich verloren. Einzig der Soundtrack in seinen neueren Werken blieb gleich bleibend gut. Kein Wunder bei dem musikalischen Hintergrund.

Park ist für mich auch einer der Meister dieses Jahrhunderts. Mit der (spirituellen) Vengeance-Trilogie kann man auch nicht falsch machen.
Die Taschendiebin war einer meiner Lieblingsfilme der letzten Jahre und ich mochte auch sein Amerika-Debüt Stoker mit Abstrichen. Er ist einfach ein Meister der Schnitte und Bildkompositionen.
Hast du auch JSA (Joint Security Area) auf deiner Liste? Wenn nicht unbedingt drauf packen. Der ist aktuell wie nie und auch sehr spannend. Dazu ist er auch etwas anders als seine restliche Filmographie.

Denis Villeneuve ist super. Mit Blade Runner 2049 hat er sich endgültig in meinen Olymp der besten Regisseure katapultiert. Ich bin auch gespannt wie ein Flitzebogen auf Dune. Was der für einen qualitativen Output hatte die letzten Jahre lässt sich nur mit einem Wort zusammenfassen Wahnsinn. Da kommt vielleicht nur The Pod ran[emoji6].
Einzig mit Sicario hatte ich ein wenig Probleme. Die geniale erste Hälfte wird mit der zweiten etwas heruntergezogen, meiner Meinung nach.

Da gibt es in der Tat nicht viele, aber ein paar Regiedebüts der letzten Jahre sollte man im Auge behalten. Wie Robert Eggers, der mit The Witch, einen der interessantesten Genrefilme der letzten Jahre gemacht hat.
Aus Japan muss man auf jeden Fall Hirokazu Kore-Eda im Auge haben, der mit Filmen wie Nobody Knows, Air Doll oder Like Father,Like Son bewiesen hat ein Meister des menschlichen Dramas zu sein.
Seine Filme bewegen mich ähnlich wie die von Ozu. Was mit das größte Kompliment ist, dass ich einem Filmemacher machen kann.

Auch wenn Eigenwerbung stinkt, verlinke ich mal hier mein Letterboxd Profil.
Hab da jetzt nicht grad viele Rezensionen, aber will mich da mal die nächste Zeit mehr hinterklemmen[emoji2][emoji28].
Bei Interesse könnt ihr ja mal einen Blick reinwerfen.
https://letterboxd.com/pommesbudenpate/



Zuletzt geändert von Pommesbudenpate am 5. Mai 2018, 11:53, insgesamt 4-mal geändert.

Pommesbudenpate

Re: Filmtipps

Beitrag von Pommesbudenpate »


Heretic hat geschrieben: Den muss ich noch nachholen. "Lost in Translation" ist bisher klar der Höhepunkt ihres Schaffens, aber ich konnte jedem ihrer Filme etwas abgewinnen. Man muss halt damit klarkommen, dass es thematisch irgendwie immer um Langeweile geht. :mrgreen:
Allein wegen Lost in Translation hat sie ein dicken Stein im Brett bei mir. The Bling Ring fand ich äußerst langweilig. Ich schätze aber ihre stoische Art Themen, die sie interessieren zu verfolgen.

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