Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

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Strohhalm
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Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Strohhalm » 4. Jul 2018, 10:22

Warum ich also das Tablet als Spielträger fürs Mobile-Gaming so genial finde:

-Fangen wir mir der Faulheit :oops: an: Ich sitze viele Stunden am Tag in der Arbeit oder bin als "Problemlöser" viel auf den Beinen. Mit dem Tablet kann ich mich im Feierabend hinlegen. Das erreicht sonst nur der große Fernseher mit einer Konsole. Und das wird ja von den Konsolenspielern oft als Vorteil genannt. Ein Tablet kostet viel weniger. Und ich kann leicht vom Sofa ins Bett ausweichen, wenn der Fernseher für was anderes genutzt wird. Es ist möglich zu zweit am Tablet auf dem Sofa spielen. Den direkten Körperkontakt zum Spielpartner zu haben, kann ein tolles Gemeinschaftsgefühl auslösen. Egal ob mit Partner/in oder Kind. Zusammenspielen und Rätsel lösen. Wie in „Monument Valley“. Das ist auch ein bisschen wie früher, wo sich alle vor dem Fernseher oder dem PC geknüngelt haben.

-Ich mag das Spielgefühl. Der Bildschirm befindet sich im 10 cm Abstand vor meiner Nase. Wie beim Buchlesen. Und ich finde die haptische Steuerung mit dem Finger genial. Zum Beispiel bei diesem Spiel „Mushroom 11“. Ich bin ein Pilzknäul in einer apokalyptischen Welt. Die echt ekelhafte Geschichten erzählt. Und ich brauch ein bisschen Köpfchen. Das Gefühl mit dem Finger „was zu bewegen“ ist irgendwie direkter als mit der Maus oder dem Controller. Diese Geschicklichkeitsübungen erinnern mich an die ersten Jump ’n‘ Runs, die ich als Kind am PC gespielt habe. Etwas mit dem Finger zu bewegen kann genauso herausfordernd sein, wie etwas mit dem Mauszeiger zu bewegen. Und es gibt ein paar Konzepte, wie „Another Lost Phone“. Die sind halt schon aufgrund der Spielidee fürs Tablet eher gemacht als für den PC oder den Fernsehschirm.

-Außerdem vermischt sich vieles. Die Spiele wie „Oxenfree“, „Thimbleweed Park“, „Gorogoa“ „The Lion’s Song“ uvm. sind vielleicht auf dem PC geboren. Aber in einem App-Store mittlerweile auch erhältlich. Und das ist oft billiger.

-Wenn die Schulzeit endlich hinter einem liegt und man selber Geld verdient und nebenher Sport macht, Studium, Haushalt schmeißt, oder die Familie pflegt, hat das, wie hier schon oft erwähnt wurde, Auswirkungen auf das Zeitkonto. Weniger Zeit für Spiele. Und Serien. Und Bücher. Und Comics. Und Kino. Und Theater. Und das alles wird immer genialer. Also: Um so richtig in einen AAA-Titel eintauchen zu können, muss entweder Urlaub genommen werden oder bei anderen Aktivitäten Abstriche gemacht werden. Ich will aber auf mein Gaming-Hobby unter der Woche nicht verzichten. Mein Tablet rettet mich, was mich zum nächsten Punkt bringt:

-Es gibt in den Stores viel Mist. Aber auch Perlen, die sind wie die „Spiele von früher“. Zum Beispiel „The Room“-Trilogie. Das ist wie "Myst". Sehr genial fand ich auch „Florence“. Ich habe noch kein Spiel erlebt, das so gut erklärt, was es heißt, durch eine Liebesbeziehung zu gehen. In vielleicht einer halben Stunde. Wenn das jemand anderes auch spielt, dann ist es bereits möglich, sich nach einer Stunde darüber auszutauschen.

-Ich glaube, dass der Gamer-Kreis durch die Stores erhöht wird. Oft sind die Games einsteigerfreundlich. Das wird total unterschätzt. Als jahrelanger Gamer, der quasi schon eine große „Computerspiel-Lesekompetenz“ aufgebaut hat, ist es sehr leicht sich ein neues Spiel anzueignen. (Symbole im Spiel, Steuerung etc.) Ich glaube, dass das für viele abschreckend ist. Die Hemmschwelle, am Tablet zum Gamer zu werden, ist da kleiner. Die eingesessenen Spieler sollten diese Gamer eher ermutigen als abwerten. Schließlich haben sie auch mal angefangen. Warum wird bei den großen Gamern „Tetris“ gelobt aber „Candy Crush“ verachtet? So ein großer Unterschied ist da nun auch nicht. Außerdem: Um einem anderen Menschen da draußen, der überhaupt keine Ahnung von Gaming hat, zu zeigen, welches Spiel mich gerade fasziniert und warum, dafür kann ich dieses Tablet super nutzen.

-Natürlich ist das Gerät kleiner und handlicher als ein Laptop. Aber wenn ich ehrlich bin, dann Spiele ich an dem Ding hauptsächlich zuhause. Dass dieses Gerät überall hin mitgenommen werden kann, wird immer so hochgehalten. Aber diese Eigenschaft bringt mir am wenigsten. Natürlich könnte auch noch die Switch erwähnt werden und das ganze „Go“-Zeugs wie eben „Pokemon Go“ und dass die Spieler vermutlich mehr draußen unterwegs sind und Menschen „real“ vernetzt usw. Das ginge mit dem PC auf dem Rücken auch nicht. Und das scheint ja doch einige Menschen sehr viel Spaß zu machen.

Fazit: Zeitersparnis, Nostalgie, günstig, einsteigerfreundlich, neue haptische Steuerung, Flexibilität und neue Spielerfahrungen und es birgt das Potenzial den Gamerkreis zu erhöhen. Und wenn wir in Zukunft mehr Gamer haben, dann können auch AAA-Titel günstig bleiben und der „game“ kann ne bessere Spieleförderung herausschlagen... :roll:

Seht ihr das völlig anders? Bin ich damit allein auf der Welt? :shock:

Strohhalm
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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Strohhalm » 4. Jul 2018, 10:54

Ich hänge mal noch ein paar Links zu anderen Foreneinträge dazu:
viewtopic.php?f=2&t=851 "Mobile Gaming"
viewtopic.php?f=2&t=2139&p=40506&hilit=Mobile#p40506 "Sammelthread: Empfehlenswerte Mobile Games"
viewtopic.php?f=3&t=1026&p=18955&hilit=Mobile#p18955 "Ist euch spielen peinlich?"

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Leonard Zelig
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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Leonard Zelig » 4. Jul 2018, 12:23

Wäre dann nicht die Switch die perfekte Konsole für Dich? Die kannst Du sowohl am Fernseher verwenden als auch im Handheld-Modus, wenn dieser belegt ist. Und neben den bekannten Nintendo-Marken gibt es im eShop auch viele günstige und gelungene Indie-Games. Beispielsweise das erwähnte Thimbleweed Park oder auch Gorogoa.
Strohhalm hat geschrieben:
4. Jul 2018, 10:22
Warum wird bei den großen Gamern „Tetris“ gelobt aber „Candy Crush“ verachtet?
Ich schätze das liegt an der Pay2Win-Mechanik. Es gab ja auch schon vor Candy Crush Match-3-Spiele wie Puzzle Quest und Bejeweled, die bei Gamern einen guten Ruf genossen haben.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."

www.gamersglobal.de

Strohhalm
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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Strohhalm » 4. Jul 2018, 17:06

Ja. Ich liebäugel auch mit der Switch. Aber der Bildschirm ist kleiner. Und ich nutze das Tablet auch für Youtube und Newsfeeds. Und gelegentlich höre ich sogar nen Podcast darauf.

Oh, das mit dem Pay2Win hab ich nicht bedacht. Stelle mir gerade Tetris mit Microtransactions vor :? Dann kommt der Viereckwürfel
nur als Lootbox vor. Ich mag lieber kaufen als leasen.

Aber haltet ihr/du das für verwerflich diese Art von Spiel toll zu finden? Candy hab ich nicht gespielt, aber dieses 2048. Wo nur dämliche
Würfel aufeinander geschoben werden. Aber so etwas zu spielen ist so unglaublich entspannend, wenn einem der Alltagskopf raucht.
Etwas Konzentration, ohne Langeweile. Job frisst Hirn und dieses kleine Spiel hilft, wie bei nem Resetknopf. Ist das nicht
auch eine wertvolle Spieleigenschaft? Kann man nicht diese kleine Welt und die große Gamingwelt toll finden? :shifty:

Ich komme mir mit dieser Einstellung sehr einsam vor.

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Nachtfischer
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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Nachtfischer » 4. Jul 2018, 17:29

Tetris mit Microtransactions musst du dir gar nicht vorstellen, das gibt es längst: App Store

Die spielerisch gute (und durchaus tiefe und fordernde) Variante von 2048 heißt übrigens Threes. 2048 war der miese Abklatsch, der aber leider dank F2P-Quatsch wesentlich erfolgreicher war.

Ich spiele aktuell Six Ages sowohl auf Handy als auch Tablet, das sich nun wirklich in Sachen Tiefe und Umfang vor keinem PC- oder Konsolenspiel verstecken muss (und auch nicht mit In-App-Käufen nervt).

"Stolz" darauf bin ich aber nicht. Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht. ^^

Strohhalm
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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Strohhalm » 4. Jul 2018, 18:19

Danke für die Tipps.
Vllt hast du recht und "Stolz" ist das falsche Wort.
Aber "kann damit leben" trifft es nicht so ganz, weil ich anderen gerne
von den Apps erzähle, die ich nutze.
Und einige Menschen, die ich darauf anspreche, versuchen ihr Hobby zu verheimlichen,
oder nehmen das gar nicht als Gaming wahr oder ernst.
Dazu wollte ich nen Kontrast mit dem Wort setzen.

Meine Absicht hier zu schreiben, war ja auch nicht der,
etwas Weltbewegendes los zu werden,
sondern eine Spielererfahrung zu teilen.

Warum spielst du Six Ages denn gerne?
Würdest du das lieber auf dem PC spielen, wenn du könntest?

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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Desotho » 4. Jul 2018, 18:20

Jeder wie er mag. Ich persönlich bevorzuge Switch/3DS/Vita.
Bei den Spielen die ich mag ist die Steuerung einfach besser und angenehmer mit einem Controller.
Was ich in der Vergangenhgeit auch mal gerne hatte (gerade bei etwas umfangreicheren Spielen): Man spielt, ist kurz in whatsapp, email, whatever, kommt zurück, der kram lädt neu weil die Anwendung im Hintergrund schon ausm Speicher geräumt wurde oder whatever. Ist vielleicht heute sogar anders.
Und dann das FInanzierungsmodell. Ich mag die Tales of Spiele. Habe mir dann mal Tales of the Raysruntergeladen. Bei diesem undurchsichtigen Microtransactionsmodell sofort wieder die Lust verloren.
Ich habe mir auch schon Smartphone Spiele auf Switch oder PC gekauft, einfach weil ich da zahle und den Kram dann habe.

Sicher wird es Perlen geben, aber ich habe derzeit keine Lust in Scheiße zu tauchen um irgendwann mal eine zu finden. Da fühle ich mich derzeit bei einem "echten" Handheld besser aufgehoben.
Wenn mal Handies mit Controller kommen würde ich vermutlich nur mit Emulatoren Sachen zocken ^^

Letztendlich hat jeder nen anderen Geschmack, zu jedem Argument findet sich ein Gegenargument. Jeder muss es so halten wie es für ihn am besten passt.
El Psy Kongroo

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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Nachtfischer » 4. Jul 2018, 19:38

Strohhalm hat geschrieben:
4. Jul 2018, 18:19
Warum spielst du Six Ages denn gerne?
Der Vorgänger King of Dragon Pass ist meines Erachtens bis heute die beste Umsetzung von Ken Levines Idee der "Narrative Legos". Sprich eine Story, die sich basierend auf systemischen Parametern immer wieder neu ergibt, was aber am Ende trotzdem in einer guten, dramatisch nacherzählbaren Geschichte resultiert und nicht bloß in einer Aneinanderreihung isolierter Events.

Und Six Ages übernimmt eben alle Stärken seines Vorgängers, verpackt diese aber deutlich zugänglicher und in einer von vornherein auf Mobile zugeschnittenen Bedienung.
Würdest du das lieber auf dem PC spielen, wenn du könntest?
Nein, es ist schon eindeutig für Mobile designt. Es funktioniert perfekt unterwegs auf dem Handy oder auf der Couch am Tablet.

Strohhalm
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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Strohhalm » 5. Jul 2018, 09:12

Desotho hat geschrieben:
4. Jul 2018, 18:20
Letztendlich hat jeder nen anderen Geschmack, zu jedem Argument findet sich ein Gegenargument. Jeder muss es so halten wie es für ihn am besten passt.
Jeder wie er will.
Vielen Dank für euer Feedback und für das Gedankenteilen. :animals-cat:

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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von philoponus » 5. Jul 2018, 09:26

Ich habe zu allen Gaming Themen, die mich interessieren, inzwischen sehr gute Infoquellen. Nur für gute Mobile Games nicht. Irgendwelche Empfehlungen, woher man regelmäßig gute Infos bekommen kann?

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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Nachtfischer » 5. Jul 2018, 09:51

philoponus hat geschrieben:
5. Jul 2018, 09:26
Ich habe zu allen Gaming Themen, die mich interessieren, inzwischen sehr gute Infoquellen. Nur für gute Mobile Games nicht. Irgendwelche Empfehlungen, woher man regelmäßig gute Infos bekommen kann?
Pocket Tactics, iOS Board Games, Mike Lazer-Walker

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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von philoponus » 5. Jul 2018, 15:11

Nachtfischer hat geschrieben:
5. Jul 2018, 09:51
Pocket Tactics, iOS Board Games, Mike Lazer-Walker
Vielen Dank. Pocket Tactics sieht ideal für mich aus. In Feedly ergänzt. Hatte nicht erwähnt, dass ich ein hartnäckiger Apple-Verweigerer bin. Bleibt also nur Android übrig.

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Re: Warum ich am Tablet Mobile-Games spiele und Stolz darauf bin…

Beitrag von Nachtfischer » 5. Jul 2018, 17:27

Games sind der einzige Grund, warum ich mit iOS unterwegs bin. ;)

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