Bewertung von Spielen

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imanzuel
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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von imanzuel » 8. Feb 2019, 14:09

Early hat geschrieben:
8. Feb 2019, 13:42

Naja, es würde schon reichen, wenn man selbst mehr aushält. Mehr brauch ich gar nicht. Ansonsten kann man ja alles gleich lassen.
Ja aber die Möglichkeit hast du doch. Nennt sich Plattenrüstung, sehr hohe Vitalität und 100% Blockschild (-> ein Tank Build). Also wirklich, solange da keine Magie-Gegner kommen ist das Spiel sehr einfach, allerdings muss man halt auch defensiv spielen (= Schild sehr oft oben halten). Wie schon geschrieben: Möglichkeiten gibt das Spiel dir ja. Und wer es im Falle von DS 1 lieber offensiv einfacher haben möchte: Zauberei. Nur man muss sich damit natürlich auseinandersetzen. Wer bei Dark Souls erwartet, sofort alles zu verstehen bzw. dass das Spiel alles möglichst genau erklärt, ist da halt völlig falsch. Guides lesen, Tutorials anschauen, usw. Ist ja keine Schande. Und zu Not halt im Coop spielen.

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Early
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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von Early » 8. Feb 2019, 14:20

imanzuel hat geschrieben:
8. Feb 2019, 14:09
Guides lesen, Tutorials anschauen, usw. Ist ja keine Schande. Und zu Not halt im Coop spielen.
Um wieder zum Thema zurückzukommen: Wenn einem ein Spiel so etwas abverlangt, dann führt meiner Meinung nach an einer Abwertung kein Weg vorbei. ;)

Denn das ist dann einfach schlechtes Spieldesign. Hat mich übrigens auch bei Stellaris geärgert, dass ich da nebenbei immer nachgoogeln musste. Das sollte heutzutage echt nicht mehr notwendig sein.

Außerdem hat nicht jeder die Möglichkeit Coop zu spielen. Erstens fehlen mir im Freundeskreis echte Spieler, die so etwas spielen würden, zweitens ist es mit Kindern schwierig, ein gemeinsames Zeitfenster hinzubekommen. Das klappt vielleicht wenn man um die 20 ist, mit 40 schaut das anders aus. Das Schöne an Spielen ist ja, dass ich sie relativ unabhängig von Uhrzeiten zocken kann.

imanzuel
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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von imanzuel » 8. Feb 2019, 14:41

Man kann auch coop mit Randoms spielen, bzw. ausschließlich die Bosse mit denen machen. Funktioniert 1a, weil etliche Spieler die Bosse farmen für die Fraktionen

Und wenn man keine Guides lesen möchte, usw. dann muss man halt mehr Zeit aufbringen. Ist doch das selbe wie bei WoW Raids: Die ersten die an die Bosse sich versuchen haben keine Ahnung, wie die funktionieren, und müssen die Taktiken erst erarbeiten. Alle anderen können sich anhand diese dann schon vorher informieren. Ist hier einfach das Selbe. Wenn man es nicht selber herausfinden bzw. viel Zeit investieren möchte -> Guides lesen.

IceGrin

Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von IceGrin » 8. Feb 2019, 15:17

Man kann in dark souls und in Bloodborne von anfang an farmen. Sobald du in die Spielewelt gelassen wirst steht dir alles frei. Du musst nicht mal den vorgesehenen Pfad folgen den From Software für die Spieler vorsieht. Du kannst dich so extrem aufpumpen und deine Ausrüstung so weit verbessern das du den Taurus Demon mit zwei, drei Schlägen zu Grütze verarbeitest. In Bloodborne ist das Cleric Beast ist sogar rein optional, und wenn man es genau nimmt bringt es einem nicht mal was es zu bekämpfen. Es werden in diesen Spielen so viele verschiedene Wege offen gelegt. Im Endefekt kommt es darauf an wie Mutig bist du und wie Gierig.

Dass das tutorial der Soulsborne spiele leicht zu wünschen übrig lässt kann man echt nicht bestreiten aber wieder, das sind spiele die man sich erarbeiten muss. Nicht mal die ganze Story legt sich offen dar. Miyazaki erzählt die Geschichte so wie er Medien erlebt und lässt auch viel Platz für Spekulationen.

Nicht jedes Spiel ist für jeden Spieler geeignet. Vielleicht oder besser anscheinend ist diese Serie einfach nichts für dich, aber den anderen Spielern ihren Spaß abzusprechen und deshalb die Spiele zu bestrafen ist auch nicht richtig. Ich hasse Mobas. Ich hasse die beschissene Grafik, die nervigen Charaktere, das struz dumme Gameplay und das alles nur auf einer Karte abläuft. Aber ich weiß dass das nur meine ansichten sind und dass es wahnsinnig viele Leute gibt die anderer ansichten sind. Ich spiele diese art von Spielen einfach nicht und damit hat es sich für mich auch wieder erledigt. Sollen sie von mir aus in den Himmel gelobt werden und mit game of the year preisen überschüttet werden. Ich jag mir inzwischen ein Blood Starved Beast. Vom design übrigens einer der besten bosse überhaupt, nach der Wildsau in Hellblade

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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von Early » 8. Feb 2019, 16:02

IceGrin hat geschrieben:
8. Feb 2019, 15:17
Nicht jedes Spiel ist für jeden Spieler geeignet. Vielleicht oder besser anscheinend ist diese Serie einfach nichts für dich, aber den anderen Spielern ihren Spaß abzusprechen und deshalb die Spiele zu bestrafen ist auch nicht richtig. Ich hasse Mobas. Ich hasse die beschissene Grafik, die nervigen Charaktere, das struz dumme Gameplay und das alles nur auf einer Karte abläuft. Aber ich weiß dass das nur meine ansichten sind und dass es wahnsinnig viele Leute gibt die anderer ansichten sind. Ich spiele diese art von Spielen einfach nicht und damit hat es sich für mich auch wieder erledigt. Sollen sie von mir aus in den Himmel gelobt werden und mit game of the year preisen überschüttet werden. Ich jag mir inzwischen ein Blood Starved Beast. Vom design übrigens einer der besten bosse überhaupt, nach der Wildsau in Hellblade
Ich spreche ja niemandem den Spaß ab. Der Thread beschäftigte sich halt mit dem Thema "Bewertung von Spielen" und da gibt's nun mal subjektive Ansichten. Für mich persönlich machen solche Spiele keinen Spaß und dementsprechend würde ich sie bewerten. Ich habe ja nicht geschrieben, dass das zwingend für jeden zutreffen muss und es keine anderen Meinungen geben darf.

Ich hab nur gesagt, dass es kein gutes Spieldesign ist, wenn man sich mit externen Mitteln behelfen muss, um weiterzukommen. Aber das hast du ja selbst auch geschrieben, dass das nicht optimal gelöst ist.

IceGrin

Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von IceGrin » 8. Feb 2019, 17:15

Das Problem ist aber das die Wertungen so dargestellt werden dass sie absolut und allgemein gültig sind

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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von Early » 8. Feb 2019, 18:25

IceGrin hat geschrieben:
8. Feb 2019, 17:15
Das Problem ist aber das die Wertungen so dargestellt werden dass sie absolut und allgemein gültig sind
Der Trend geht doch schon seit Jahren in die subjektive Richtung. Diese extreme Objektivitäts-Gläubigkeit hatte man eher in den 90er Jahren.

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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von Heretic » 8. Feb 2019, 18:47

IceGrin hat geschrieben:
8. Feb 2019, 17:15
Das Problem ist aber das die Wertungen so dargestellt werden dass sie absolut und allgemein gültig sind
Das hat nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Ich sehe eine Wertung nur als grobe Richtlinie, ob ein Spiel in seinem Genre was taugt oder eben nicht. Ein 70er-RPG interessiert mich mehr als ein Fußballspiel mit 90er-Wertung. Letzteres interessiert mich aufgrund der Thematik nicht; zu ersterem lese ich dann den Test, um die Gründe für die vergebene Wertung zu erfahren. Und danach wäge ich ab, ob diese Gründe für mich relevant sind. Ich behaupte mal, das macht jeder aktive Spieler so. Stur nach Wertung kauft vielleicht die Oma ein Spiel für den Enkel.

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DickHorner
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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von DickHorner » 8. Feb 2019, 19:26

Ist halt so ein bisschen die Frage was eine Bewertung, die über "gefällt mir, das spiel ich" und "mäh" hinausgeht für eine individuelle Bedeutung hat.
Klar ist es für eine Publikation relevant, eine objektivierbare (oder aufgrund anderer Kriterien einwandfrei einschätzbare) Bewertung abzugeben, aber für mich selbst brauch ich kein Ratingsystem.

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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von sleepnt » 8. Feb 2019, 21:31

Es geht auch weniger darum, wie bewertest man Spiele für sich selber als für das Medium an sich. Ob man Spiele super, okay oder mäh findet ist eine sehr intuitive und unreflektierte Reaktion, die jeder automatisch macht. Ich möchte gerne wissen, was für eine reflektierte Bewertung wichtig wäre.

Ich habe im Eingangspost z.B. gesagt, dass Red Dead Redemption als Spiel betrachtet starke schwächen hat - dennoch gefällt es mir subjektiv sehr gut. Aber etwas genauer darüber nachgedacht, tut es dies weniger durch das Medium Spiel als durch cineastische Narration. Daher würde ich mit etwas Distanz das Spiel als solche schlechter bewerten ('Objektiv' trau ich mich kaum in den Mund zu nehmen). Das Spiel macht mir dadurch spaß, ist aber kein gutes Spiel - denn es gaukelt mir Freiheit vor und erzählt sehr stringet eine bestimmte Erfahrung. Damit ist es näher am Film denn am Spiel.

Wenn man Inszenierung und Story in die Wertung mit reinnimmt, muss es sich auch mit Film und Buch vergleichen lassen. Dabei würden viele Spiele doch verhältnismäßig schwach abschneiden.

Edit: Und zudem empfinde ich daher Cutscenes in Übermaßen schnell nervig, da sie mir das Medium Spiel als das, was ich es genieße, vorenthalten.

IceGrin

Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von IceGrin » 9. Feb 2019, 12:36

Was den Spagat zwischen film und spiel meiner Meinung nach sehr gut hin bekommt ist metal gear solid 4. es hat zwar ewig lange zwischen Sequenzen, sogar mit speicherpunkten mittendrin, aber das gameplay selber macht irrsinnigen Spaß.

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sleepnt
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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von sleepnt » 9. Feb 2019, 15:46

IceGrin hat geschrieben:
9. Feb 2019, 12:36
Was den Spagat zwischen film und spiel meiner Meinung nach sehr gut hin bekommt ist metal gear solid 4. es hat zwar ewig lange zwischen Sequenzen, sogar mit speicherpunkten mittendrin, aber das gameplay selber macht irrsinnigen Spaß.
Mag sein - ich habe nur MGS V gespielt - das hinkt da eher. Aber dieses funktioniert als Spiel wiederum sehr gut. Da habe ich Cutscenes eher als Bremse wahrgenommen.

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Early
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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von Early » 9. Feb 2019, 22:33

IceGrin hat geschrieben:
9. Feb 2019, 12:36
Was den Spagat zwischen film und spiel meiner Meinung nach sehr gut hin bekommt ist metal gear solid 4. es hat zwar ewig lange zwischen Sequenzen, sogar mit speicherpunkten mittendrin, aber das gameplay selber macht irrsinnigen Spaß.
Ich fand das Gameplay schrecklich - dafür haben mir die Sequenzen sehr gut gefallen. Ich hätte immer viel lieber ein Actionspiel statt den Schleichpassagen gehabt. ;)

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tsch
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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von tsch » 9. Feb 2019, 23:49

Nur mal ohne Zusammenhang in die Runde geworfen, weil mir das speziell jetzt wieder stark auffällt:

Finde es sehr verwunderlich, wenn ich mir so die 2018er Top 10 Listen meiner präferierten Musikrichtungen anschaue, dass ich da bei 10 Listen fast 10 komplett unterschiedliche bekomme. Paar Alben stechen heraus, aber größtenteils doch sehr verschieden. Wenn ich mir die Top 10 Listen von Videospiele anschaue, bekomm ich fast 10 identische, wo sich dann nur einzelne Einträge unterscheiden.

Liegt das daran, dass Spiele viel mehr objektive Faktoren haben, die man vergleichen kann und Musik viel mehr auf Geschmack beruht und von der reinen Qualität sich eh kaum unterscheidet? Sicherlich hängt es auch damit zusammen, dass speziell Musikkritiker oft ihre nischigen Entdeckungen einbringen wollen, während Spieleseiten die "erwartete" Liste bringen, damit sie nicht von ihrer Community gelyncht werden. Auch ein interessanter Unterschied.

Und falls es daran liegt, wieso rechnet man diesen objektiven Faktoren bei Videospielen so viel zu und geht nicht auch viel stärker auf die geschmackliche Richtung? Im Podcast wurde ja eh schon mal erwähnt, dass man sich gerade bei Konsolen oft seinen Kauf emotional verteidigen will und deswegen rationale Argumente sucht. Hängt es also vielleicht damit zusammen, dass gerade Videospieler öfter versuchen Dinge zu objektiveren? Musik ist schließlich größtenteils frei - oder mit wenig Kosten - verfügbar und Spiele sind immer noch teure Anschaffungen.

Ich tue mich jedenfalls sehr schwer damit, wie ich jetzt ein Super Mario (wenig Einarbeitungszeit, auf reines Gameplay ausgelegt) z.B. mit Zelda BotW (komplexere Mechaniken, viel größere Welt mit mehr Downtime zwischendurch) vergleichen oder bewerten sollte. Wie würde ich einen Song, der mich sofort catcht, mit einem vergleichen, der sich mir erst nach ein paar Mal hören erschließt, aber danach umso mehr Tiefe hergibt.

Fand diese Ansichtsweise nur mal interessant durchzudenken, weil man oft dann zum Film schaut. Ich spiele allerdings wenige narrative Spiele und wie sich "Gameplay" anfühlt lässt sich viel schwieriger beschreiben und bewerten. Deswegen der Vergleich zur Musik, die sich auch schwer greifen lässt.

Würde mir wünschen, dass mit Geschmack offener in der Spielebewertung umgegangen wird und Wertungskästen- und kategorien endlich verschwinden. Mehr Mut zur Subjektivität und ausreißenden Meinung.

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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von sleepnt » 10. Feb 2019, 02:55

Wenn du eine Top 10 machst und nicht deiner Community mach dem Mund redest wirst du von ihr abgestraft: "Boah, wenn Titel XY nicht auf Platz 1 ist, dann..." Dieser Mangel an Diskussionskultur führt dazu, dass Top 10-Listen sich oft ähneln. Wenige Conten Creator tun sich dagegen auf - David Hain kann dass etwa machen und hat auch eine, zu weiten Teilen, reflektierte Community, die da nicht sofort Steil geht.

Aber dieses Phänomen trifft man auch in der regulären Berichterstattung zu Spielen. Keiner stellt sich öffentlich gegen die als allgemeingültig herauskristallisierte Meinung kurz nach release - teils schon vor Release.

Keiner der Anthem einfach durchweg gut finden wird, wird dass schreiben, einfach weil bereits eine kritische Erwartungshaltung besteht. Keiner hat sich über mangelnde Verzahnung von Gameplay und ein eher maues Kern-Gameplay bei Red Dead Redemption 2 aufgeregt, einfach weile eine einseitig positive Erwartungshaltung vorherrschte.

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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von gnadenlos » 11. Feb 2019, 13:48

sleepnt hat geschrieben:
10. Feb 2019, 02:55
Wenn du eine Top 10 machst und nicht deiner Community mach dem Mund redest wirst du von ihr abgestraft: "Boah, wenn Titel XY nicht auf Platz 1 ist, dann..." Dieser Mangel an Diskussionskultur führt dazu, dass Top 10-Listen sich oft ähneln. Wenige Conten Creator tun sich dagegen auf - David Hain kann dass etwa machen und hat auch eine, zu weiten Teilen, reflektierte Community, die da nicht sofort Steil geht.
Ist ja grundsätzlich auch richtig, dass man Spiele so einordnet, wie sie von der Zielgruppe wahrgenommen werden. Wenn man stattdessen unbekanntere Titel empfehlen will, macht man halt keine "Top 10", sondern "10 Geheimtipps" oder "Persönliche Top 10" der einzelnen Redakteure. Das wird dann auch akzeptiert - aber verständlicherweise nicht, wenn die Liste als "objektiv" angesehen werden muss, weil keinerlei Hinweise auf eine andere Vorgehensweise enthalten sind.
Keiner hat sich über mangelnde Verzahnung von Gameplay und ein eher maues Kern-Gameplay bei Red Dead Redemption 2 aufgeregt, einfach weile eine einseitig positive Erwartungshaltung vorherrschte.
So lange die Zielgruppe es dann auch so sieht, passt IMO alles. Bei RDR2 war/ist das Problem aber, dass das Spiel auch bei der Zielgruppe nicht durchgehend so positiv gesehen wird - somit sind objektive 97% eine Fehlbewertung, die zumindest ich auch den entsprechenden Websites negativ anrechne und sie daher auch bei anderen Spielen nicht mehr ernst nehme.

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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von derFuchsi » 11. Feb 2019, 14:15

Ich finde die Idee mit dem Blick über den Tellerand wie hier mit Blick auf Musik gerade sehr interessant. Ich interessiere mich nicht für solche Listen bei Musik aber das scheint schon zu stimmen. Die "Musik Top 10 (oder 50 whatever) der Redaktion" scheint sehr viel bunter zu sein als das Gegenstück bei Spielen wo man meist nur die "Pop-Charts" der Spiele zu sehen bekommt habe ich das Gefühl.
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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von Andre Peschke » 11. Feb 2019, 14:50

tsch hat geschrieben:
9. Feb 2019, 23:49
Finde es sehr verwunderlich, wenn ich mir so die 2018er Top 10 Listen meiner präferierten Musikrichtungen anschaue, dass ich da bei 10 Listen fast 10 komplett unterschiedliche bekomme. Paar Alben stechen heraus, aber größtenteils doch sehr verschieden. Wenn ich mir die Top 10 Listen von Videospiele anschaue, bekomm ich fast 10 identische, wo sich dann nur einzelne Einträge unterscheiden.
Meinst du dabei denn jetzt auch 10 verschiedene Listen zum gleichen Musik-Genre? Weil...die Strategie-Top-10 der Spiele unterscheidet sich ja auch erheblich von der Shooter-Top-10.

Sind Genre-übergreifende Musik-Toplisten wirklich derart unterschiedlich? Existieren sie überhaupt?

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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von Voigt » 11. Feb 2019, 14:57

Es gibt ja zumindest die Charts, aber das sind ja glaube mehr Verkaufserfolge, keine Nutzer Top10 Listen. Würde mich da auch interessiern, ob es da groß Genre übergreifende Listen gibt, und wie übergreifend das ist. Sind dann da Neue Klassik, Metal, Rock, Popsongs, J und K Pop alles nebeneinander?
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Desotho
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Re: Bewertung von Spielen

Beitrag von Desotho » 13. Feb 2019, 20:50

http://www.pcgames.de/PC-Games-Brands-1 ... s-1275355/

Computec stellt auf ein System mit 10er Schritten + speziellen Awards um.
10 Punkte - Diese Meilensteine sind das Beste vom Besten und setzen neue Maßstäbe oder bieten ein absolut unvergleichliches Spielerlebnis mit nur sehr vereinzelten Schwächen. Hier vergeben wir zudem einen 10/10-Hit-Award.

9 Punkte - Hervorragende Spiele, die zu den besten des Jahres gehören und die man als Genre-Liebhaber auf jeden Fall auf der Liste haben sollte. Aber auch Genre-fremde Spieler können dank sehr hoher Qualität zugreifen. Titel mit dieser Wertung erhalten einen 9/10-Hit-Award.

8 Punkte - In dieser Wertungsregion tummeln sich sehr gute Spiele, die jedoch ein paar Mankos aufweisen, die den Spielspaß ein wenig trüben. Wer gerne Titel dieser Art spielt, wird hiermit aber sehr sicher glücklich.

7 Punkte - In diesen guten Spielen überwiegen die Stärken, jedoch sind einige klare Schwächen in einzelnen Disziplinen zu spüren oder das Potenzial wird nicht gut genug ausgeschöpft.

6 Punkte - Bei diesen passablen Spielen halten sich die Vor- und Nachteile in etwa die Waage. Wenn euch die Thematik interessiert, ihr große Fans der Reihe seid oder ihr zum Schnäppchenpreis zuschlagen könnt, kommen solche Titel trotz spürbarer Schwächen womöglich noch für euch infrage.

5 Punkte - Nur eine akute Flaute an besseren Alternativen würde es rechtfertigen, sich diese mangelhaften Spiele mit starken Schnitzern anzutun. Ihr könnt garantiert etwas Besseres mit eurer Zeit und eurem Geld anfangen.

1 bis 4 Punkte - Bei diesen grottigen Gute-Laune-Zerstörern liegt so viel im Argen, dass ihr nicht mal geschenkt eure Zeit investieren solltet. Lasst hier bloß die Finger davon!
El Psy Kongroo

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