Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

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molle
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Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von molle » 3. Mär 2019, 20:31

Hallo, ich überlege eigentlich immer mal wieder mir 'nen Barebone-PC zuzulegen.
Hat einer von euch Erfahrungen damit?
Mich würde vor allem interessieren, ob ihr ein Gehäuse empfehlen könnt oder was derzeit mit einer passiven Kühlung möglich ist.
Nutzen will ich das Teil vor allem für ältere Titel wie Ultrastar oder Rocksmith 2014, was eher unproblematisch sein sollte.
Mich würde allerdings auch interessieren, wie ein passiv gekühlter Barebone für aktuellere Spiele aussehen könnte.

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schneeland
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von schneeland » 3. Mär 2019, 20:36

Ich hatte vor Jahren mal einen (von Shuttle), war aber nur so halb zufrieden - die Wartung war aufwändiger als bei einem Standard-PC (man kam nicht so leicht an alle Teile ran), vor allem aber war die Kühlung schwierig, obwohl Grafikkarten damals noch nicht so viel geschluckt haben. Entsprechend war das Ding unter Last vergleichsweise laut (war allerdings auch aktiv gekühlt). Wenn ich heute nochmal was Kompaktes haben wollte, würde ich mir vermutlich eher ein ITX- oder mATX-System selber zusammenbauen und für genug Kühlung sorgen.
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molle
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von molle » 4. Mär 2019, 20:29

schneeland hat geschrieben:
3. Mär 2019, 20:36
... Entsprechend war das Ding unter Last vergleichsweise laut (war allerdings auch aktiv gekühlt).
Das hatte ich befürchtet, weshalb ich überlege, ob es eine passive Lösung gibt. Wobei das in einem kleinem Gehäuse sicherlich auch nicht einfach ist. Irgendwie muss die Abwärme aus dem Gehäuse raus :think: .
Bin auch am überlegen, ob eine Notebook-CPU ausreicht. Damit habe ich allerdings bisher gar keine Erfahrungen. Könnte aber aufgrund der geringeren Stromaufnahme (gehe ich mal von aus) leichter zu kühlen sein.
schneeland hat geschrieben:
3. Mär 2019, 20:36
...würde ich mir vermutlich eher ein ITX- oder mATX-System selber zusammenbauen und für genug Kühlung sorgen.
Über den Formfaktor habe ich mir bisher auch noch keine weiteren Gedanken gemacht, stehe noch ganz Anfang :oops: . Die Gehäuse, die ich mir bisher angeschaut habe sind in der Regel für mITX ausgelegt, etwas größer dürfte es aber prinzipiell sein.

Ich danke Dir auf jeden Fall für die Rückmeldung. Vielleicht kann ich mich ja mal aufraffen das Projekt diesen Monat etwas vorran zu treiben :)

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schneeland
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von schneeland » 4. Mär 2019, 21:40

molle hat geschrieben:
4. Mär 2019, 20:29
Das hatte ich befürchtet, weshalb ich überlege, ob es eine passive Lösung gibt. Wobei das in einem kleinem Gehäuse sicherlich auch nicht einfach ist. Irgendwie muss die Abwärme aus dem Gehäuse raus :think: .
Bin auch am überlegen, ob eine Notebook-CPU ausreicht. Damit habe ich allerdings bisher gar keine Erfahrungen. Könnte aber aufgrund der geringeren Stromaufnahme (gehe ich mal von aus) leichter zu kühlen sein.
Bei komplett passiver Kühlung wäre ich bei so einem kleinen Gehäuse skeptisch - semi-passiv könnte vielleicht bei Komponenten mit geringer Leistungsaufnahme noch funktionieren, aber gerade bei der GPU wäre ich mir nicht sicher, ob Du dann wirklich was ganz kleines einbauen willst (bzw. später Freude daran hast).

Das Kleinste, was ich bisher hatte, war ein Lian Li PC-V350 (mittlerweile gibt's den Nachfolger: PC V351) und schon der war nicht wirklich gut leise zu bekommen. Andererseits gibt es mittlerweile auch wirklich schicke Mini-ITX-Gehäuse (z.B. Fractal Design Nano), in die man eigentlich auch einen brauchbaren CPU-Kühler und zumindest eine halbwegs leistungsfähige Grafikkarte reinbekommen sollte.

Du machst Dir Dein Leben allerdings vermutlich deutlich leichter, wenn Du einfach einen Midi-Tower kaufst und ein paar lange Kabel (so dass Du ihn in einer Ecke oder hinter einem Schrank verschwinden lassen kannst) - da kannst Du dann einfach einen dicken Kühler und ein paar große, langsam drehende Lüfter kaufen und schon hast Du ein praktisch unhörbares System, selbst mit Luftkühlung.

So oder so: viel Spaß beim Basteln!
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molle
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von molle » 5. Mär 2019, 15:13

schneeland hat geschrieben:
4. Mär 2019, 21:40
Du machst Dir Dein Leben allerdings vermutlich deutlich leichter, wenn Du einfach einen Midi-Tower kaufst und ein paar lange Kabel (so dass Du ihn in einer Ecke oder hinter einem Schrank verschwinden lassen kannst)...
Ja, da hast Du natürlich recht, aber ich habe den Plan noch nicht ganz aufgegeben.
Es gibt von Streacom ein Alu-Gehäuse was fast ausschließlich aus Kühlrippen besteht und im Prinzip den Kühler darstellt.
Die mitgelieferten Heatpipes für die CPU schaffen 65W TDP weg, was sogar für meinen i5 6600 reichen würde (schreibt zumindest Intel).
Es gäbe sogar die Möglichkeit den CPU-Kühler mit zusätzlichen Heatpipes auf 110W TDP zu bringen.
Das würde mir reichen.
Die Grafikkarte ist, wie Du auch schon geschrieben hast, das größere Problem.
Hier gibt zwar auch noch ein GPU-Kit, dass schafft aber nur maximal 75W weg (Empfohlen werden sogar nur 65W TDP).
Damit müsste man im Bereich einer GTX 1050 liegen, wenn ich das richtig gesehen habe.
Dazu kommt noch das Problem, dass auf Grund des kleinen Gehäuses nur die "Mini-Varianten" der 1050 rein passen (die dann nochmal weniger Grafikleistung haben dürften).
Ich hatte gehofft, noch einen Hersteller zu finden, der auch etwas größere Gehäuse mit diesem oder einem ähnlichem Kühlkonzept anbietet, konnte aber bisher nichts finden.
Mal sehen, ob sich noch was findet.

JonathanKelt
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von JonathanKelt » 6. Mär 2019, 12:48

Hello, ich habe bisher nur Erfahrung mit Intel NUCs gemacht.
Wir (Firma/Arbeitsplatz) haben hier diverse Modelle davon rumstehen, die wir für diverse Zwecke benutze. Monitoring, internen Kleinkram hosten, allerlei Sachen testen für die man eben doch ein "Blech" braucht.

Die Vorteile von den NUCS liegen auf der Hand:
- Sie sind wirklich klein
- Es gibt sie in vielen verschiedenen CPU Konfigurationen.
- Sie haben ausreichend IO
- Man kann nach eigenen Vorstellungen RAM und DAS einbauen

Die Nachteile sind:
- Sie sind "relativ teuer"
- Es gibt sie nur mit iGPU (abgesehen von Skull/Hades Canyon)
- Die Erweiterungsmöglichkeiten (DAS) sind natürlich begrenzt

Die ganze Diskussion scheint hier aber mehr in Richtung "Mini-PC" im Eigenbau zu gehen.

Liebe Grüße
Jo

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molle
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von molle » 9. Mär 2019, 19:52

Hallo, die NUCS hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.
Die Skull/Hades wären schon interessant. Die von Dir genannten Nachteile (teuer, kaum erweiterbar) überwiegen für mich leider die Vorteile.
Trotzdem danke für den Hinweis!

JonathanKelt
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von JonathanKelt » 11. Mär 2019, 00:20

Hallo Molle, die Frage ist: Brauchst/willst du überhaupt einen "Barebone", oder lieber einen "Mini-PC"?
Unterschiede, Vor- und Nachteile sind schnell zusammengefasst:

Barebone:
- Von einem bestimmten Hesteller
- Grundsystem breits vorkonfiguriert und zusammengebaut
- Grundsystem sehr oft mit proprietären Bauteilen (Mainboard, PSU, Lüftungs- und Kühlsystem)
- In der Regel muß nur noch RAM und Massenspeicher rein
- Herstellergarantie auf das Grundsystem mit "Erlaubnis" es zu öffnen und zu erweitern
- Sehr kleine Formfaktoren möglich. Je kleiner desto geringer die mögliche Leistung.
- Sehr hohe Leistung möglich - für entsprendes Geld.
- Je kleiner die Miniaturisierung desto höher die Kosten
- Abgesehen von RAM und Massenspeicher in der Regel nicht erweiterbar

Mini-PC:
- Von einem Hersteller oder im kopletten Eigenbau möglich
- Barbones ebenfalls erhältlich
- Stadardbauteile beim Eigenbau
- Von einem Hersteller oft Standardbauteile. Falls nicht, meistens trotzdem besser erweiterbar.
- Kleiner als mini-ITX wird es nicht. Wenn es noch kleiner sein soll, dann wird es exotisch oder proprietär.
- Alle Leistungsklassen möglich
- Sehr gut erweiterbar, falls im Eigenbau auf mini-ITX Basis
- Konstengünstiger möglich

Ich hab dir zum Spaß mal was für einen Mini-PC im Eigenbau zusammengerechnet.
Ich will hier keine Build-Diskussion vom Zaun brechen. Ist nur mal so zum Preisvorstellung entwickeln:

Ryzen 3 2200G 97,-
GSkill (3000) 8 GB RAM 42,-
(1 Modul: um später aufrüsten zu können. Hat aber gleich zwei Nachteile: Dir fehlt Double Channel sowohl für die allgemeine Performance wie auch für die Performance der integrierten GPU.)
Asrock board miniitx 110,-
Sharkoon Sharkoon QB ONE case 40 ,- (Breite: 225 mm x Höhe: 180 mm x Tiefe/Länge: 368 mm)
Seasonic SS-400ET 80+ Bronze PSU 40,-
Kingston 240 GB SSD 31,-
-----------------------------
==> 360,-

(Alles bei Alternate zusammengesucht und fast immer das billigste genommen. Allerdings nur Marken mit einem guten Ruf oder mit denen ich schon sehr gute Erfahrung gemacht habe.)

Man beachte die Abmessungen von dem Sharkoon Gehäuse.
Das ist ist natürlich dramatisch viel größer als ein kleines Barebone Gehäuse, aber es es ist trotzdem kein großer Kasten, den man niergendwo "verstecken" kann.

Es steht natürlich auch noch die Frage im Raum, wie weit du persönlich mit einer Vega 8 als iGPU kommst.
Die schlägt jede integrierte Intel Grafiklösung - aber das kannst nur du wissen.

Hoffe meine Stichpunkte helfen dir ein bisschen weiter.

Liebe Grüße
Jo

orkusweb
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von orkusweb » 16. Mär 2019, 06:18

Hi,

ich weiß auch nicht genau, was Du erreichen oder optimieren möchtest, aber ich gebe Jonathan grundsätzlich recht, habe kürzlich auch ein Ryzen 2200G System zusammen gestellt, die iGPU taugt durchaus und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar.
Wenn du aber nur einen schicken kleinen Kraftzwerg suchst, dann schau Dir mal gebrauchte Mac Minis an. Kann man auch Windows drauf installieren und die haben zusätzlich noch Kompaktversionen der NVIDIA oder AMD GPUs und dazu sehr schnelle Intel CPUs. Thermische Probleme haben sie aber garantiert nicht und sind unauffällig und flüsterleise.

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molle
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von molle » 16. Mär 2019, 17:24

Vielen Dank für die Rückmeldungen, ich bin nicht ganz so regelmäßig im Forum, daher kann es manchmal etwas dauern, bis ich antworte...
JonathanKelt hat geschrieben:
11. Mär 2019, 00:20
Hallo Molle, die Frage ist: Brauchst/willst du überhaupt einen "Barebone", oder lieber einen "Mini-PC"?
Also nach Deiner Definition suche ich tatsächlich einen Mini-PC. Ich hatte Barebone bisher generell als "kleiner, abgespeckter PC" definiert. Falls meine Begriffswahl falsch war, also Entschuldigung für die entstandene Verwirrung.

Ich muss gestehen, dass mein letzter "AMD-PC" schon eine ganze Weile zurück liegt. Meine letzten PCs waren alle mit Intel-CPUs bestückt.
Von meinem flüchtigen überfliegen der Hardware-News war in letzter Zeit immer hängen geblieben, dass AMD bei vergleichbarer Leistung einen höheren Stromverbrauch hat (als Intel). Woraus ich wiederum geschlossen habe, dass die Kühlung komplizierter wird. Ich hatte ja geschrieben, dass ich mit einem passiv gekühltem System liebäugele.
Die von Dir vorgeschlagene CPU, würde sich allerdings mit dem von mir derzeit ins Auge gefasstem Gehäuse (siehe oben) passiv kühlen lassen.
Wenn dann die interne GPU ausreichen würde, wäre dies natürlich auch vorteilhaft.
Ich kann momentan noch nicht einschätzen, wie es da mit der Leistungsfähigkeit aussieht, da muss ich mir nochmal ein paar Benchmarks genauer anschauen.
orkusweb hat geschrieben:
16. Mär 2019, 06:18
...habe kürzlich auch ein Ryzen 2200G System zusammen gestellt, die iGPU taugt durchaus und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar.
Kannst Du ein/zwei Beispiele geben, was Du damit machst?
orkusweb hat geschrieben:
16. Mär 2019, 06:18
Wenn du aber nur einen schicken kleinen Kraftzwerg suchst, dann schau Dir mal gebrauchte Mac Minis an.
Nein, ich suche prinzipiell keinen Kraftzwerg. Ich habe noch einen anderen PC und das wird auch so bleiben. Ich suche nur nach einer Möglichkeit ein paar Spiele, die ich nicht über Steam-Link am Fernseher spielen kann, doch am Fernseher zu nutzen. Und längere Kabel sind da eher unpraktisch, da Fernseher und Gaming-PC zwei Stockwerke trennen.

Ich hatte allerdings allgemein gefragt, weil es mich dennoch interessieren würde, was an leistungsfähigen, passiv gekühlten Mini-PCs/Barebones möglich ist bzw. wie da die Erfahrungen von anderen Nutzern sind.
Also Entschuldigung, falls ich mich da blöd ausgedrückt habe.

Wie fasse ich das also möglichst gut zusammen...
Für mich suche ich einen kleinen, Wohnzimmertauglichen "Mini-Zweit-PC". Das Ganze sollte möglichst lautlos, am besten passiv sein.
Derzeit fasse ich den Formfaktor Mini-ITX ins Auge, kleiner muss es nicht sein.
Aufrüstbar/flexibel sollte es auch sein, da ich dann in Zukunft evtl, alte Komponenten aus meinem Gaming-PC wiederverwerten könnte oder zumindest günstig ältere Hardware erwerben könnte (die dennoch Leistungsfähiger ist, als die vom Mini-PC).
Die Wiederverwertung der ausrangierten Komponenten aus meinem Gaming-PC steht natürlich auf wackligen Beinen, ist mir klar.
Das Mainboard hat 'nen anderen Formfaktor, Intel wechselt die Sockel ständig und falls der Mini-PC mit AMD bestück wird, sieht's eh nochmal anderes aus...

Mich würde davon abgesehen auch interessieren, wie ein leiser "Kraftzwerg" aus normaler PC-Hardware aussehen könnte, auch wenn ich nicht plane mir sowas zuzulegen.

Nochmals danke für die Rückmeldungen, jetzt muss ich erstmal schauen, ob ein AMD Ryzen 3 etwas für mich sein könnte.

JonathanKelt
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von JonathanKelt » 17. Mär 2019, 16:35

Ich fürchte alle Deine Wünsche lassen sich nicht umsetzen.
Die Kombination leistungsfähig, passiv gekühlt und "Mini" ergibt ein Dreieck von dem immer nur zwei Spitzen erfüllt werden können.

Nehmen wir mal das Gehäuse von Streacom. Das alleine kostet schonmal 245,-.
Dazu kommt noch ein externes Netzteil, dürften nochmal 80,- bis 100,- sein.

Eine dedizierte Grafikkarte kannst du in diesem Gehäuse vergessen.
Entweder weil sie sowieso nicht reinpasst (20x11,6cm) das ist aber auch egal denn man kann sie in dem Gehäuse nicht kühlen. Du musst dich was die Grafikleistung angeht also auf die iGPU verlassen.
Soweit ich weiss ist die stärkste APU gerade ein Ryzen 5 2400G. Das Ding hat aber eine TDP von 65 Watt. Damit ist das Streacom bereits am Limit. Es gibt von Streacom eine erweiterte Kühllösung LH-6 oder so. Damit können bis 110 Watt abgeführt werden - ich will gar nicht wissen was die extra kostet.

Bei anderen Gehäusen bei denen passiv gekühlt wird, wirst du auf die gleichen Probleme stoßen.

Die Sache dreht sich im Kreis: Leistungsstark, passiv gekühlt und klein bekommst du nur proprietär und für sehr viel Geld. Es gibt ein Video bei Linus Tech Tips wo eine mega Workstation passiv gekühlt wird. Sieh dir das an.

Dann steht noch die Frage im Raum ob und wie du vielleicht alte Komponenten weiterverwenden kannst. Da musst du ganz genau wissen was du hast. Die drei kniffeligen Dinge sind:
RAM - DDR3 oder DDR4
CPU - Sockel und Generation
GPU - Größe und benötigte Pin stecker

Folgende Geräteklassen erscheine mir am sinnvollsten für Deine Ansprüche:
1.
Intel NUC oder etwas vergleichbares, passiv gekühlt. Die iGPU ist dann eben wie sie ist. Man wird damit aber viele alte Spiele und viele Spiele in geringer Auflösung und auf niedrigen Einstellungen spielen können. Ist ne Frage Deiner spezifischen Ansprüche. Davon abgesehen ist das Ding klein, leicht, lautlos, schick und kann für alle "Multimedianwendungen" im Wohnzimmer verwendet werden.
2.
MiniITX von einem Hersteller oder im Eigenbau. Eigenbau wäre in Deinem Fall vielleicht die bessere Variante. Du kannst ein Mainboard, ein Gehäuse und ein Netzteil aussuchen, was es dir ermöglicht den PC in Zukunft noch zu erweitern oder aufzurüsten. Du kannst außerdem leichter hochwertige CPU und Gehäuselüfter einbauen. Versteif dich nicht zu sehr auf den passiv Aspekt. Mit passiv hast du dir meiner Meinung nach selbst eine Falle gestellt aus der du gerade alleine nicht rauskommst.
Mit sorgsam ausgesuchten (und teureren) Lüfterkomponenten (Noctua, BeQuiet) kannst du die Kiste praktisch lautlos machen - auch unter Last.
Vergiss dabei außerdem das Netzteil nicht. In meinem PC ist das Netzteil die lauteste Komponente.

Zusammenfassug:
- Sag Good Bye zu passiv, wenn das Ding mehr können soll als "Filme, Musik, Internet, Office".
- Mach dir ganz genau klar was für Spiele wie laufen sollen und welche Teile wann durch welche ausgetauscht/erweitert werden sollen.
- Es ist noch eine dritte Variante denkbar. Nimm ein "normales" PC Gehäuse baue drei besser vier große und leise Gehäuselüfter ein. Dazu kühlst du die CPU mit dem größten Kühler den du finden kannst passiv. Dann hast du zwar keinen Mini-PC aber einen unhörbar leisen Computer - falls das ästhetisch in dein Wohnzimmer integrierbar ist.

Liebe Grüße
Jo

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molle
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Re: Erfahrungen mit Barebone-PCs ?

Beitrag von molle » 22. Mär 2019, 09:14

JonathanKelt hat geschrieben:
17. Mär 2019, 16:35
...
Nehmen wir mal das Gehäuse von Streacom. Das alleine kostet schonmal 245,-.
Dazu kommt noch ein externes Netzteil, dürften nochmal 80,- bis 100,- sein.
Es gibt von Streacom eine erweiterte Kühllösung LH-6 oder so. Damit können bis 110 Watt abgeführt werden - ich will gar nicht wissen was die extra kostet.
...
Ja, ist mir auch zu teuer bzw. für den Preis wiederum nicht flexibel/zukunftssicher genug.
Ich hatte gehofft noch ein anderes Gehäuse mit passiven Kühlmöglichkeit für CPU und GPU zu finden, dass auch große Grafikkarten aufnehmen kann, aber leider habe ich da nichts gefunden.

Insofern werde ich zu einer aktiven Kühlung übergehen (müssen).
Ich werde wohl bei Mini-ITX bleiben, da gibt's 'ne Reihe hübscher Gehäuse.
Als CPU wird's vmtl. doch was von AMD werden, die interne GPU scheint schon deutlich Leistungsfähiger zu sein, als bei Intel. Ich will den Mini-PC erstmal ohne separate Grafikkarte betreiben und erst bei Bedarf nachrüsten.

Nochmals danke an alle.

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