Anschlag in Christchurch

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Freitag
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Freitag » 18. Mär 2019, 14:54

An dieser stelle möchte ich einfach nur einwerfen, wie bewundernswert ich die Reaktion des betroffenen Landes finde. Terroristen wollen Aufmerksamt erregen und Angst verbreiten. Da kann man jetzt drauf eingehen und das Spiel mitmachen,endlose Diskussionen über alles mögliche führen oder am Ende noch die konkrete Ideologie dieser Vollidioten abwägen. Oder man verhält sich wie Neuseeland und lässt sich nicht davon einschüchtern, steht zusammen und trauert. Man kann die Tat überhöhen und aufwerten oder als schreckliches Verbrechen wahrnehmen, von dem man sich aber nicht beeinflussen lässt. Gerade Neuseelands Premierministerin hat hier, finde ich, sehr menschlische Worte gefunden.

In dem Zusammenhang fand ich dann auch "News-Meldung" der Gamestar in ihrer Form abstoßend. Noch schön Pewdiepie in die Überschrift gepackt und sich im Forum an einer seidenen Erklärung versucht. War dann auch der letzte Tropfen, dort mein Plusabo zu kündigen. Über andere Anschläge oder den Jahrestag von Winnenden wurde dort auch nicht berichtet.

Man kann auf so einen Anschlag auf viele Arten reagieren, aber die Gewalt zu relativieren, weil es von anderen, ideologisch komplett verblendeten Individuen auch grausame Verbrechen gab und gibt, ist daneben und hilft der Gesellschaft nicht.

Numfuddle
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Numfuddle » 18. Mär 2019, 15:03

Als erstes würde ich die Frage stellen ob es denn wirklich eine „gemeinsame Basis“ geben muss? Ich kann mir durchaus auch Situationen vorstellen wo ich keine gemeinsame Basis brauche und ein Zusammenleben trotzdem funktioniert.

Dazu muss man auch erst einmal von der Annahme ausgehen, dass es diese „friedliche Eintracht“ im Moment nicht gibt und das die zugrundeliegenden Konflikte rein durch „ethnische“ Gruppen und die zugrundeliegenden kulturellen Differenzen zustande kommen.

Für beides sehe ich aber in Deutschland aktuell keine Belege.

Wir haben Konflikte, aber die Konfliktparteien definieren sich über Sozialstatus und nicht über Ethnie.

Das Leute berechtigt oder nicht Angst haben sie könnten zu einer Minderheit werden und aus Deutschland könnte ein islamischer Staat werden heißt noch nicht das es einen prinzipiellen Konflikt gibt der das „harmonische Zusamenleben“ stört.

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Vinter
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Vinter » 18. Mär 2019, 15:08

Zudem haben wir eine Basis, die genau dieses gemeinsame Zusammenleben als Grundkonsens der Gesellschaft verankert.

Numfuddle
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Numfuddle » 18. Mär 2019, 15:11

„Es muss eine gemeinsame Basis geben“ ist ja zunächst einmal eine Behauptung.

Es gibt jedenfalls in diesem Land genug Deutsche mt denen ich außer der Sprache wirklich keine Gemeinsamkeiten habe, weder politisch noch kulturell und mit denen ich trotzdem relativ konfliktfrei zusammenlebe.

Man kann die gemeinsame Basis natürlich auf „Sprache“ und „Religion“ reduzieren aber selbst das greift nicht sonst dürfte es ja zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Konflikte geben und auch keinen Streit zwischen Katoliken und Protestanten.

Numfuddle
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Numfuddle » 18. Mär 2019, 15:14

und die freiheitliche demokratische Grundordnung ist auch kein Identitätsstiftender Konsens, denn dann gäbe es die AfD nicht, die ja laut Parteiprogramm auch einige Dinge daran ändern möchte.

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Ironic Maiden
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Ironic Maiden » 18. Mär 2019, 15:15

Ich bin gerade ziemlich fassungslos, dass in einem Thread unter dieser Überschrift plötzlich darüber diskutiert werden soll, ob eine multikulturelle Gesellschaft möglich ist. Ich meine, hier wurden von einem Täter, der sich explizit auf rechtsextremes Gedankengut beruft, fünzig Menschen erschossen. Wer hat denn hier gemeinsame Werte und Ideen verraten? Wieso soll hier plötzlich die Existenz einer Gruppe, die brutal angegriffen wurde, innerhalb einer "westlichen" Gesellschaft gerechtfertigt werden müssen? (Abgesehen davon, dass Neuseeland als ehemaliger Kolonialstaat mit einer langen Geschichte der Unterdrückung der Maori nicht so ganz in diese Kiste passt.)
Wenn wir über den Kitt reden, der eine Gesellschaft zusammenhält, dann ist es im Fall von Christchurch ziemlich einfach festzustellen, wer hier die Werte der Gesellschaft ganz offensichtlich nicht teilt.

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Vinter
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Vinter » 18. Mär 2019, 15:17

@numfuddel

Andersherum wird ein Schuh drauß: Es sind ja gerade die Rechtsextremisten, die unser friedliches Zusammenleben und dieses moderne, weltgewandte Deutschland ablehnen.

Edit: Zu spät, Ironic Maiden hat alles gesagt.

Eprom
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Eprom » 18. Mär 2019, 15:20

Numfuddle hat geschrieben:
18. Mär 2019, 15:03
Als erstes würde ich die Frage stellen ob es denn wirklich eine „gemeinsame Basis“ geben muss?
Eine gemeinsam geteilte Basis oder Identität kann natürlich dazu beitragen, Konflikte zu minimieren. Der Konservativen Vorstellung nach ist die Familie die Basis, dort gibt es natürlich auch Streitereien, aber am Ende des Tages hält man trotzdem zusammen.
Es ist also gerade diese 'Basis' die friedliche Konfliktlösungen möglich macht.

Eprom
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Eprom » 18. Mär 2019, 15:27

Ironic Maiden hat geschrieben:
18. Mär 2019, 15:15
Ich bin gerade ziemlich fassungslos, dass in einem Thread unter dieser Überschrift plötzlich darüber diskutiert werden soll, ob eine multikulturelle Gesellschaft möglich ist. Ich meine, hier wurden von einem Täter, der sich explizit auf rechtsextremes Gedankengut beruft, fünzig Menschen erschossen. Wer hat denn hier gemeinsame Werte und Ideen verraten? Wieso soll hier plötzlich die Existenz einer Gruppe, die brutal angegriffen wurde, innerhalb einer "westlichen" Gesellschaft gerechtfertigt werden müssen?
Weil es offensichtlich Menschen gibt, die diese Rechtfertigungen in Frage stellen. Und weil es das Herz einer Demokratie ist, sich mit Kritik auseinderzusetzen und im Diskurs die eigenen Geltungsansprüche immer wieder zu erneueren bzw. klar darzulegen.

bimbes1984

Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von bimbes1984 » 18. Mär 2019, 15:28

Vinter hat geschrieben:
18. Mär 2019, 14:21
Und genau deswegen, Kinder, ist die Sichtbarkeit von Rechtsextremisten problematisch. Leute, die sich als "nicht rechts" begreifen, kommen in einen Thread über einen rechtsextremen Terroranschlag und spucken drei Beiträge lang Chiffren, Codes und Argumentstrukturen aus dem Handbuch für Rechtsextremisten aus. Dass der Täter durch sein Manifest belegt, dass er sich die Ideologie mit den Identitären und der AfD teilt, wird ignoriert, es zu erwähnen hingegen sei "gewettert" .

Antifa, Linksgrün, Kampf gegen Rechts als Bereicherung auf Steuerkosten, Mainstream-Medien, größte Oppositionspartei (als ob das FÜR Rechtsextremismus sprechen würde...): Nach dem Prinzip Shotgun einfach mal eine Ladung rechter Rhetorik abgefeuert, irgendwas wird schon treffen.

Ich weiß nicht, welcher Ideologie du, bimbes1984, anhängst. Wer bezeichnet sich schon selbst als rechts(extrem)? Tatsache ist aber, dass du zumindest die Codes der rechten Szene aufgesaugt hast und völlig unkritisch weiterverbreitest.

Und jetzt wieder die Frage: Welchen Unterschied macht es, ob jemand aus Berechnung oder nur Unkenntnis solche Dinge verbreitet und damit mithilft, sie zu etablieren? Gar keinen. Strategie der Rechtsextremisten ist nicht eine intellektuelle Debatte und Austausch der besten Argumente. Ziel ist die Etablierung von Talking Points, die nicht hinterfragt werden. Und es fruchtet: In der (eigentlich noch demokratischen) CSU ist man sich nicht zu blöd, von "Anti-Abschiebe-Industrie" zu sprechen und die Medien übernehmen seit Jahren völlig unkritisch das Wort "Flüchtlingskrise".
"codes der rechten Szene" ... hierzu kann ich nicht viel sagen, weil ich mich für mein empfinden nicht in dieser Szene aufhalte zumindest nicht wenn gilt rechts = Nazi; wenn hier der Anschlag thematisiert wird und man über Umwege bei der AfD landet, dann läuft hier was aus dem Ruder.

"Talking Points" finde ich interessant, ich frage mich was hier z.B. die Grünen zum Thema "Dieselskandal" und ähnlichen ökologischen Untergangsphantasien sagen.

Ich habe mir das Manifest im Übrigen nicht durchgelesen, ich gebe nicht viel auf das, was ein Psychopath sagt, ich würde aber wetten, dass die AfD in diesem Manifest genau kein einziges mal genannt wird....irgendwelche Ökofantasien aber schon, wieso werden die Grünen nicht auch in den Topf wie die AfD geschmissen?

naja, ich empfehle einfach mal:
https://dushanwegner.com/christchurch-a ... -manifest/

aber ist sicher auch wieder was aus der pösen rechten Szene

Numfuddle
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Numfuddle » 18. Mär 2019, 15:31

Vinter hat geschrieben:
18. Mär 2019, 15:17
@numfuddel

Andersherum wird ein Schuh drauß: Es sind ja gerade die Rechtsextremisten, die unser friedliches Zusammenleben und dieses moderne, weltgewandte Deutschland ablehnen.

Edit: Zu spät, Ironic Maiden hat alles gesagt.
Das habe ich doch auch nie bestritten.

Es ist doch gerade eine Idee der „Konservativen“ das es eine Leitkultur geben muss ohne die angeblich eine Gesellschaft nicht funktioniert.

Das ist aber zunächst einmal nur eine These die nichtvzwangsläufig warvswin muss und die es auch nicht ist.

Kräfte wie die AfD gibt es ja auch unter anderem deshalb, weil ihren Mitgliedern die aktuelle Ausprägung des „gesellschaftlichen Grundkonsens“ ja eben sowas von überhaupt nicht gefällt.

Numfuddle
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Numfuddle » 18. Mär 2019, 15:34

bimbes, ich möchte dich höflich an die Hinweise der Moderatoren zum Thema erinnern, die ausdrücklich darum bitten kein Material des Täters zu posten

Eprom
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Eprom » 18. Mär 2019, 15:48

Vinter hat geschrieben:
18. Mär 2019, 15:17
@numfuddel

Andersherum wird ein Schuh drauß: Es sind ja gerade die Rechtsextremisten, die unser friedliches Zusammenleben und dieses moderne, weltgewandte Deutschland ablehnen.

Edit: Zu spät, Ironic Maiden hat alles gesagt.
Sind es wirklich bloß die Rechtsextremen?

bimbes1984

Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von bimbes1984 » 18. Mär 2019, 15:50

Numfuddle hat geschrieben:
18. Mär 2019, 15:34
bimbes, ich möchte dich höflich an die Hinweise der Moderatoren zum Thema erinnern, die ausdrücklich darum bitten kein Material des Täters zu posten
habe ich nicht

Xyxyx
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Xyxyx » 18. Mär 2019, 15:53

Wir erleben hier die klassische Variante des Derailing, wie es in der rechten Szene eine Kommunikationsstrategie ist. Bei einem ganz offensichtlich rechtsextremen Anschlag erstmal auf Gewalt seitens „der Antifa“ und von „Linken/Grünen“ verweisen, das mit Verweis auf „Mainstream-Medien“ garnieren, dann „ich bin nicht..., aber“ und schließlich den Klimaschutz zum eigentlich Verantwortlichen machen.

Dabei ist Umweltschutz nicht mal ein rein „linkes“ Thema, sondern hat in der Tradition des „Heimatschutzes“ ein breites Echo im rechten Echoraum und genau so argumentiert auch der Täter, indem er den angeblichen „Bevölkerungsaustausch“ für den Klimawandel verantwortlich macht.

Angesichts der NSU-Morde, der permanenten Themensetzung von rechts in sog. „Mainstream-Medien“ von „K(r)ampf gegen rächst“ zu schwafeln und doch erstmal über die bösen Linken und den bösen Klimaschutz diskutieren zu wollen, ist eine Verharmlosung rechter Gewalt und angesichts der Tat in Neuseeland mehr als nur zynisch.

bimbes1984

Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von bimbes1984 » 18. Mär 2019, 15:58

Xyxyx hat geschrieben:
18. Mär 2019, 15:53
Wir erleben hier die klassische Variante des Derailing, wie es in der rechten Szene eine Kommunikationsstrategie ist. Bei einem ganz offensichtlich rechtsextremen Anschlag erstmal auf Gewalt seitens „der Antifa“ und von „Linken/Grünen“ verweisen, das mit Verweis auf „Mainstream-Medien“ garnieren, dann „ich bin nicht..., aber“ und schließlich den Klimaschutz zum eigentlich Verantwortlichen machen.

Dabei ist Umweltschutz nicht mal ein rein „linkes“ Thema, sondern hat in der Tradition des „Heimatschutzes“ ein breites Echo im rechten Echoraum und genau so argumentiert auch der Täter, indem er den angeblichen „Bevölkerungsaustausch“ für den Klimawandel verantwortlich macht.

Angesichts der NSU-Morde, der permanenten Themensetzung von rechts in sog. „Mainstream-Medien“ von „K(r)ampf gegen rächst“ zu schwafeln und doch erstmal über die bösen Linken und den bösen Klimaschutz diskutieren zu wollen, ist eine Verharmlosung rechter Gewalt und angesichts der Tat in Neuseeland mehr als nur zynisch.
komm mal kurz zusammen mit deinem "Derailing" auf den Teppich zurück, wer die AfD auch nur in die Nähe eines rechtsextremistischen Ökofaschisten (so beschreibt er sich ja selbst) bringt der hat den Knall noch nicht gehört...ich frage mich noch immer was man geraucht haben muss, um von diesem Psycho und seinen wirren Thesen irgendwie auf die AfD zu kommen?!

Was genau wird eigentlich jetzt so dem neuen Terror in Utrecht gesagt? sein Manifest dürfte wohl der Koran sein; ist der Islam jetzt wie die AfD rechts? oder was genau ist hier die Argumentation?

Xyxyx
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Xyxyx » 18. Mär 2019, 16:14

bimbes1984 hat geschrieben:
18. Mär 2019, 15:58
Xyxyx hat geschrieben:
18. Mär 2019, 15:53
Wir erleben hier die klassische Variante des Derailing, wie es in der rechten Szene eine Kommunikationsstrategie ist. Bei einem ganz offensichtlich rechtsextremen Anschlag erstmal auf Gewalt seitens „der Antifa“ und von „Linken/Grünen“ verweisen, das mit Verweis auf „Mainstream-Medien“ garnieren, dann „ich bin nicht..., aber“ und schließlich den Klimaschutz zum eigentlich Verantwortlichen machen.

Dabei ist Umweltschutz nicht mal ein rein „linkes“ Thema, sondern hat in der Tradition des „Heimatschutzes“ ein breites Echo im rechten Echoraum und genau so argumentiert auch der Täter, indem er den angeblichen „Bevölkerungsaustausch“ für den Klimawandel verantwortlich macht.

Angesichts der NSU-Morde, der permanenten Themensetzung von rechts in sog. „Mainstream-Medien“ von „K(r)ampf gegen rächst“ zu schwafeln und doch erstmal über die bösen Linken und den bösen Klimaschutz diskutieren zu wollen, ist eine Verharmlosung rechter Gewalt und angesichts der Tat in Neuseeland mehr als nur zynisch.
komm mal kurz zusammen mit deinem "Derailing" auf den Teppich zurück, wer die AfD auch nur in die Nähe eines rechtsextremistischen Ökofaschisten (so beschreibt er sich ja selbst) bringt der hat den Knall noch nicht gehört...ich frage mich noch immer was man geraucht haben muss, um von diesem Psycho und seinen wirren Thesen irgendwie auf die AfD zu kommen?!

Was genau wird eigentlich jetzt so dem neuen Terror in Utrecht gesagt? sein Manifest dürfte wohl der Koran sein; ist der Islam jetzt wie die AfD rechts? oder was genau ist hier die Argumentation?
Die Argumentation ist, und das hast du „Konservativer“ ganz genau verstanden, dass der Täter von Bevölkerungsaustauschs und Umvolkung schwafelt, was auch führende AFD-Kader tun, was eine durchgängige Ideologie der Rechten ist. Den Täter als „Ökofaschisten“ zu bezeichnen, ohne die Begründung zu sehen, geht schlicht und ergreifend fehl.

Und ja, der politische Islam ist durch und durch rechts, er verachtet Juden, Frauen, Homosexuelle, sehnt sich nach einer Führerfigur und ethnischer Reinheit.

Was aber immer noch nicht erklärt, warum du bei einem rechtsextremen Anschlag erstmal Grüne/Linke/„die Antifa“ (wer soll das überhaupt sein, „Profa“ ist hoffentlich niemand) verantwortlich machst und mit dem Terminus „K(r)ampf gegen rächts“ tatsächliche Gewalt verharmlost?

bimbes1984

Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von bimbes1984 » 18. Mär 2019, 16:38

Xyxyx hat geschrieben:
18. Mär 2019, 16:14
bimbes1984 hat geschrieben:
18. Mär 2019, 15:58
Xyxyx hat geschrieben:
18. Mär 2019, 15:53
Wir erleben hier die klassische Variante des Derailing, wie es in der rechten Szene eine Kommunikationsstrategie ist. Bei einem ganz offensichtlich rechtsextremen Anschlag erstmal auf Gewalt seitens „der Antifa“ und von „Linken/Grünen“ verweisen, das mit Verweis auf „Mainstream-Medien“ garnieren, dann „ich bin nicht..., aber“ und schließlich den Klimaschutz zum eigentlich Verantwortlichen machen.

Dabei ist Umweltschutz nicht mal ein rein „linkes“ Thema, sondern hat in der Tradition des „Heimatschutzes“ ein breites Echo im rechten Echoraum und genau so argumentiert auch der Täter, indem er den angeblichen „Bevölkerungsaustausch“ für den Klimawandel verantwortlich macht.

Angesichts der NSU-Morde, der permanenten Themensetzung von rechts in sog. „Mainstream-Medien“ von „K(r)ampf gegen rächst“ zu schwafeln und doch erstmal über die bösen Linken und den bösen Klimaschutz diskutieren zu wollen, ist eine Verharmlosung rechter Gewalt und angesichts der Tat in Neuseeland mehr als nur zynisch.
komm mal kurz zusammen mit deinem "Derailing" auf den Teppich zurück, wer die AfD auch nur in die Nähe eines rechtsextremistischen Ökofaschisten (so beschreibt er sich ja selbst) bringt der hat den Knall noch nicht gehört...ich frage mich noch immer was man geraucht haben muss, um von diesem Psycho und seinen wirren Thesen irgendwie auf die AfD zu kommen?!

Was genau wird eigentlich jetzt so dem neuen Terror in Utrecht gesagt? sein Manifest dürfte wohl der Koran sein; ist der Islam jetzt wie die AfD rechts? oder was genau ist hier die Argumentation?
Die Argumentation ist, und das hast du „Konservativer“ ganz genau verstanden, dass der Täter von Bevölkerungsaustauschs und Umvolkung schwafelt, was auch führende AFD-Kader tun, was eine durchgängige Ideologie der Rechten ist. Den Täter als „Ökofaschisten“ zu bezeichnen, ohne die Begründung zu sehen, geht schlicht und ergreifend fehl.

Und ja, der politische Islam ist durch und durch rechts, er verachtet Juden, Frauen, Homosexuelle, sehnt sich nach einer Führerfigur und ethnischer Reinheit.

Was aber immer noch nicht erklärt, warum du bei einem rechtsextremen Anschlag erstmal Grüne/Linke/„die Antifa“ (wer soll das überhaupt sein, „Profa“ ist hoffentlich niemand) verantwortlich machst und mit dem Terminus „K(r)ampf gegen rächts“ tatsächliche Gewalt verharmlost?
nun, du und viele andere unterstellst die AfD würde dem Täter und somit der Tat nahestehen und das ist völliger Quatsch und dürfte sogar im Interesse des Täters sein. Ich gebe weder den Grünen/Linken oder der Antifa die Schuld an der Tat.

Es interessiert mich auch nicht, was irgendwelche AfD-Politiker führend oder letzte Bank über "Umvolkung" oder sonstigen Kappes sagen, wenn man in einer Diskussion um ein völlig krankes Attentat bzw. eines Akt des Terros die AfD irgendwie mit ins Boot holen will, kann gemäß dem Manifest des Psychopaten genauso die Grünen ins Boot holen.

ich zitiere mich selbst:
"Ich sehe eher Linke/Grüne und die Antifa, die Gewalt anwenden, als irgendwelche AfDler.....der K(r)ampf gegen Rächts mit all seinen institutionellen Einrichtungen und ja, dazu zählen mittlerweile auch die Mainstrem-Medien haben hier eine Atmosphere geschaffen, die nur noch Schwarz und Weiß kennt, Gut gegen Böse....an so etwas kann eine Gesellschaft zerbrechen."

und verweise erneut auf meinen geposteten Link.

Xyxyx
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Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Xyxyx » 18. Mär 2019, 16:51

Nein, kann man nicht. Die Grünen sprechen nicht von Umvolkung und auch nicht davon, das Überleben der weißen Rasse zu verteidigen. Die AfD tut das, der Attentäter tut das.

Wenn dich nicht interessiert, was die AfD sagt, du aber trotzdem diskutieren willst, dann machst du was falsch. Du kannst nicht einerseits die AfD verteidigen und andererseits ihre Inhalte ignorieren.

Abgesehen davon bleibt deine Verharmlosung rechter Gewalt, dein „eigentlich sind die Linken schuld“, dein (hihi) „K(r)ampf gegen rächts“, dein „Statistik-Propaganda“, dein „Mainstream-Medien“ (gegen alle Fakten) halt Realität. Wenn man sich bewusst in die rechte Ecke stellt, rechte Buzzwords verwendet, rechte Gewalt verharmlost, dann ist man rechts, so einfach ist das.

Jochen

Re: Anschlag in Christchurch

Beitrag von Jochen » 18. Mär 2019, 16:57

komm mal kurz zusammen mit deinem "Derailing" auf den Teppich zurück
Dieses Zitat einmal stellvertretend als Warnung an alle Diskutanten: Wenn hier nicht sofort sachlich und ohne Aggression und mit der ehrlichen Bemühung, die Position des anderen zu verstehen, diskutiert wird, setzt es Sperren. Wir sind hier nicht bei Facebook, Twitter und Co. und wir behandeln uns gegenseitig mit Respekt - auch wenn wir die jeweils andere Position vielleicht nicht respektieren.

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