Jon Zen hat geschrieben: ↑18. Feb 2024, 19:08
Hier ist das Prinzip und die Position als die "wahren Fans" zu gelten wichtiger als der Fußball. Aber warum sollte man demokratische Beschlüsse akzeptieren, wenn sie zum eigenen Nachteil sind?
Die Bauern haben ihre Traktoren, die Ultras nun ihre Tenissbälle. Ganz besonders nette "Fans" bringen sogar ein Fadenkreuz-Poster mit.
1) Die deutliche Mehrheit (mindestens 70%, je nach Verein auch höher - bei uns sind es 90%) stehen hinter den Protesten. Von einer Minderheit kann man da nicht schreiben.
2) Fadenkreuz-Poster als Morddrohung anzusehen ist uff, das ist einfach nur reine Provokation, mit Tätlichkeiten hat das im deutschen Fußball gar nichts zu tun. Sollte man eigentlich verstehen können.
3) Demokratisch war die Wahl schon mal nicht, eher ungültig weil ein Verein (Hannover) entgegen der 50+1 Regel votiert hat.
Jon Zen hat geschrieben: ↑18. Feb 2024, 23:55
Ich glaube, dass viele Fans gar nicht genau wissen,was der sogenannte Investorendeal beinhaltet:
- 8% der Medieneinnahmen für 20 Jahre
- kein Mitbestimmungsrecht für sportliche Belange (z.B. Spielansetzung, Auslandsspiele)
- ca. 1 Mrd. € Einnahme
- aufgeteilt in 600 Mio€ in Digitalisierungsausgaben, 300 Mio€ in Ausgleichszahlungen für die Medienrechte, 100 Mio€ zur Förderung für Auslandsreisen
Ich sehe dort nicht, wie dies den nationalen Fußball kaputtmachen soll. Alles "besonders Attraktive" für Investoren wurde schon gestrichen.
4) Ach ja, die Formel1, die wirklich mehr Geld macht aber ansonsten auf alles scheißt. Traditionelle Rennen in Europa? Ne lieber noch einen Stadtkurs in der Wüste, bringt einfach mehr Geld (will sagen: Formel 1 hier als Beispiel nehmen ist ein absolutes Negativbeispiel).
5) Der Wegfall aus deinem Link - das ist genau das Druckmittel womit die großen Vereinen diesen Investor durchdrücken müssen. Das was die machen ist pure Drohung, mehr nicht. Eigentlich wäre das auch ein guter Grund zu protestieren
6) Die internationale Vermarktung kann sich die Bundesliga eh abschminken, egal wie viel Geld die haben. England wird immer ein Vorteil haben weil Mutterland plus englische Sprache, Spanien wegen Teile von Nord- und natürlich auch Südamerika. Befasst man sich damit warum die Bundesliga nicht so viel Bekanntheit in den Ländern außerhalb Europa hat, dann sind das Gründe die man nicht reparieren kann - auch nicht mit Geld.
7) Die deutsche Liga sollte nur auf eine Sache Fokus legen: Und das ist das deutsche Publikum. Eine Touristenattraktion wie in England brauchen wir hier definitiv nicht. Zu glauben das der deutsche Fußball demokratisch sei ist auch irgendwie komisch. Wenn Aki Watzke oder der Rummenigge was sagt dann wird das in der Regel auch gemacht. Weil eben "Druck" von den großen Vereinen.
8) Zu Glauben das Investoren keinen Einfluss haben möchten ist sehr surreal.
9) Glaubs mir, wir "Fans" wissen ganz genau was für Inhalte der Deal hat. Gab bei jeden größeren Verein Mitgliederabende mit der Vereinsführung (bei uns auch), wo darüber geredet worden ist, eben mit den offiziellen DFL-Inhalten. Wie schon geschrieben, wurde bei uns mit über 90% abgelehnt.
10) Und finanziell ist das ein absolut mieser Deal. 1 Milliarde jetzt, dafür verkauft man auf Pump 8%, was je nach zukünftigen Mediendeal locker 3x soviel ausmacht. Wie man überhaupt auf die Idee kommt so einen Deal zu machen, für mich null nachvollziehbar.
Meine Meinung sollte ja ziemlich offensichtlich sein: Ich stehe zu 100% hinter den Protesten, wir werden die auch weiter durchziehen. Und der DFL sollte schnell reagieren, die Situation wird nicht besser je länger die warten. Und sollten die den Deal mit CVC doch durchdrücken, dann wirds lustig werden. DFL sollte da die Fangruppen nicht unterschätzen, einen "Schlachtplan" liegt dafür schon längst bereit.