Warum ist Mario so ikonisch?

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Axel
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Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Axel » 9. Aug 2018, 22:47

Warum ist Mario eigentlich die ikonischste und bekannteste Spielefigur weltweit? Noch mehr: Mario steht ja quasi als eine Art Symbol für Videospiele.
Dabei ist das nur ein etwas dicklicher Klempner mit Schnauzbart mit rotem Overall und Mütze. Wie schafft es diese Figur, trotz aller gesellschaftlichen Schönheitsidealen und Trends hinweg so populär zu bleiben?
Was macht für Nintendo diese Figur so interessant, dass diese für alle Genres genutzt wird? Jump & Runs, Rollenspiele, Strategie, Sport, Rennspiel, Puzzle, Kampfspiel... Es gibt wohl kein klassisches Videospielgenre, zu dem es in den letzten 30 Jahren nicht irgendwann mal ein Mario Spiel gab.

Mal von den zugrunde liegenden Spiele abgesehen, was macht diese Figur für Nintendo aber vor allem auch für Spieler so interessant?

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jesobuild
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von jesobuild » 9. Aug 2018, 23:36

Die Verbreitung von Mario und auch den Mario-Spielen ist extrem hoch. Ich denke, dass hat vor allem historische Gründe. Die ersten, richtig verbreiteten Konsolen waren die Nintendo-Konsolen (NES, SNES, GameBoy) und auf denen waren die Super Mario-Spiele quasi das Zugpferd. Gerade in Sachen Technik, Innovationen und Polish waren das damals Meilensteine, wie auch häufig und in mehreren Podcasts vor allem von Andre angesprochen. Jeder, der auf einer Konsole spielte, kannte Mario. Als erfolgreichste Marke hat Nintendo Mario dann zu ihrem Maskottchen ausgebaut und zahlreiche Ableger geschaffen, z.B. Mario Party oder Mario Kart. Als einer der ganz wenigen verbliebenen Konsolenhersteller macht Nintendo Mario in der Spielerschaft omnipräsent, zumindest, was Charaktere angeht.

Außerdem ist auch das ganze Design von Mario ziemlich prägnant und hat sich über die Jahre nur wenig geändert. Klar, Sprung von 2D auf 3D und so, aber trotzdem ist der Wie­der­er­ken­nungs­wert erhalten geblieben. Abgesehen davon sind gesellschaftliche Schönheitswerte für einen ikonischen Charakter relativ irrelevant. Es ist hier ja auch nicht das Ziel, eine möglichst attraktive Figur zu erschaffen, sondern eine, die sich besonders von anderen abhebt und einen eigenen Stil hat. Gerade Mario, mit seinen charakteristischen Proportionen, großen Augen, die in das Kindchenschema fallen usw. lässt sich sehr schnell von anderen Figuren unterscheiden.

Dass Nintendo Mario als größte eigene Marke überall reinpackt, wo es nur geht, ist demnach klar. Mario steht von den Platformern her für Qualität und Polish und von der Vermarktung her für kindlichen, gewaltlosen und unbeschwerten Spaß.

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IpsilonZ
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von IpsilonZ » 10. Aug 2018, 00:11

Ja, ich denke das prägnante Design war vor allem in der Zeit ein wichtiger Aspekt. Man konnte bei Mario in wenigen Pixeln schon so viel Charakter einbauen. Der Schnurrbart, die Hosenträger, die Mütze. Das war alles schon von Anfang an eingebaut und sah auch ziemlich cool aus. Das war dann zum einen kein typisches Outfit (Kein Rambo-Verschnitt, kein 08/15 Elf, kein Roboter oder "Typ in Rüstung") und zum anderen doch simpel genug um einprägend zu sein.

Am Ende kam dann sicher auch noch die Qualität der Spiele, n bisschen Glück und Nintendos frühes "commitment" bei diesem Helden und seinem Aussehen zu bleiben. Mario ist optisch halt auch noch extrem konsistent geblieben über die Jahre und hat so auch niemanden abgeschreckt (*hust* Sonic *hust*).

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Soulaire
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Soulaire » 10. Aug 2018, 05:35

Das Game Design war halt revolutionär und prägt Jump and Runs heute noch. Außerdem ist der Charakter Mario nicht 0815, sondern sehr einprägsam.

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mrz
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von mrz » 10. Aug 2018, 06:37

Is halt wie Mickey Mouse. Heutzutage wäre das auch nichts mehr - aber hat halt Tradition.

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Desotho
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Desotho » 10. Aug 2018, 07:18

Damals war Super Mario Bros. schon so etwas wie eine Offenbarung. Das hat sich von anderen Spielen abgehoben.
Und offenbar haben sie diese Qualität mit den folgenden Spielen ja auch mehr oder minder gehalten.
Dadurch verbinden die Spieler mit dieser Figur emotional mittlerweile einiges.
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] » 10. Aug 2018, 07:41

mrz hat geschrieben:
10. Aug 2018, 06:37
Is halt wie Mickey Mouse. Heutzutage wäre das auch nichts mehr - aber hat halt Tradition.
Ich glaube da ist was dran. Das wird viel damit zu tun haben, was die Figur im historischen Kontext für eine Bedeutung hat und wie die Figur aber danach auch noch weiter in der Öffentlichkeit gehalten wurde. Dazu kommt der bereits genannte Wiedererkennungswert und vermutlich auch, dass Spiele mit Mario drin in den meisten Fällen von sehr guter Qualität sind.

Die Kombination aus diesen Dingen sorgt für die Ikonographie. Wenn heutzutage beispielsweise jemand mit Sonnenbrille und schwarzen Klamotten (davon ein langer schwarzer Mantel) herumläuft, werden das vermutlich nur noch wenige mit Matrix assoziieren.

Karsten
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Karsten » 10. Aug 2018, 08:57

Für mich persönlich gesprochen: Super Mario Bros war meine erste Videospiele-Liebe, Mario mein erster Videospieleheld.

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Taro
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Taro » 10. Aug 2018, 09:10

Mario ist sympathisch, absolut skandal/kontroversenfrei und seine Spiele, zumindest die der Haupt-Super Mario-Reihe stehen, was Gameplay, Gamedesign und Abwechslungsreichtum angeht, so gut wie immer für Top-Qualität.

Außerdem hat er sich halt ein Renommee aufgebaut welches kein anderer Videospiel-Charakter in der Art aufweisen kann.
Mario, damals noch als Jumpman, war in Donkey Kong der erste Charakter mit einer Perönlichkeit und einem Motiv.
Mario ist mit Super Mario Bros. der Hauptcharakter des wahrscheinlich einflussreichsten Videospiels aller Zeiten.
Seine Spiele haben Standards gesetzt und sowohl die Videosspiel-Industrie, als auch die Art wie wir Spiele spielen beeinflusst wie kein anderer.
Mario hat das Jump & Run-Genre wie wir es heute kennen begründet, in 2D und 3D.
Es gibt schlicht und einfach keinen anderen Spielecharakter der unser Hobby auch nur ansatzweise so geprägt hat wie Mario. ;)

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screamingblood
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von screamingblood » 10. Aug 2018, 09:22

Die Figur bedient darüber hinaus aber auch diverse Merkmale, die als Werbefigur extrem ansprechend sind. Es ist ein Antiheld - der Klempner von nebenan, der die Prinzessin rettet -, er ist klein, knubbelig, erfüllt fast ein wenig das Kindchenschema, man kann sich mit ihm deutlich eher identifizeren als etwa mit einem Masterchief in Halo... Gleichzeitig sind er und Luigi aber ikonisch genug, dass man sie jederzeit erkennt, für ein Mario-Cosplay reichen effektiv eine blaue Latzhose, roter Pulli und rote Mütze, fertig. Ich denke schon, dass er auch heute noch funktionieren würde, wenn man ihn neu einführen wollte.

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Andre Peschke
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Andre Peschke » 10. Aug 2018, 09:36

jesobuild hat geschrieben:
9. Aug 2018, 23:36
Die Verbreitung von Mario und auch den Mario-Spielen ist extrem hoch. Ich denke, dass hat vor allem historische Gründe. Die ersten, richtig verbreiteten Konsolen waren die Nintendo-Konsolen (NES, SNES, GameBoy) und auf denen waren die Super Mario-Spiele quasi das Zugpferd.
Auch wenn es impliziert ist, nochmal hervorgehoben: Mario lag auch vielen Versionen des NES direkt bei, was enorm zu seiner Verbreitung beigetragen hat. Genauso beim SNES und SMW.

Erst beim N64 gab es das Spiel nicht mehr "umsonst" dazu (und selbst da war Mario 64 wieder DER Launchtitel). Damit gehörte Mario quasi über ein Jahrzehnt zur Basisausstattung des Nintendo-Spielers, was wiederum mit deutlichem Abstand die Mehrheit der Konsolenspieler bedeutet.
screamingblood hat geschrieben:
10. Aug 2018, 09:22
Es ist ein Antiheld - der Klempner von nebenan
IMO ist ein Antiheld was anderes (hatten wir nicht ne Folge dazu?). Mario ist der "Everyman Hero", der im Grunde ein einfaches Leben lebt und dann durch Schicksal oder Vorsehung zum Superhelden wird. Wie Luke Skywalker, der ja im Grunde auch Wüstengurkenzüchter ist oder was auch immer und dann die Prinzessin rettet.

Antiheld würde ich halt eher bei Hitman & Co. anwenden.

Andre

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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Decius » 10. Aug 2018, 09:43

Also, dass es nur von historischen Gründen kommt, würde ich mal nicht sagen. Meine Nichte ist 9, hat mit NES, SNES & Co nix am Hut und findet Mario, Yoshi & Co trotzdem toll, aufgrund der aktuellen Spiele und nicht der alten Sachen für Großeltern. Nintendo pflegt ihre Maskottchen eben über Jahrzehnte, und das hilft auch neue Generationen vom Kleinkindalter an zu erschließen. Mario, Pokemon und Zelda kann ich einem Kindergartenkind zeigen und spielen und zusehen lassen. Lara Croft, Doom Guy, Master Chief, Kratos ist dann eher was für ein Jahrzehnt später - und da wirkt die Bindung einfach nicht mehr so, als wenn man mit denen von klein auf aufwächst.

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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Heretic » 10. Aug 2018, 10:47

Als C64-Kind fand und finde ich ja die Giana Sisters wesentlich sympathischer... :mrgreen:

Mit Mario und seinen seltsamen Kollegen konnte ich nie viel anfangen. Kommt wohl daher, dass ich mit Konsolen nie etwas am Hut hatte. Mal abgesehen von einer kurzen Zeit mit dem Sega Master System. Das hat mich aber nicht gerade umgehauen.
Andre Peschke hat geschrieben:
10. Aug 2018, 09:36
Antiheld würde ich halt eher bei Hitman & Co. anwenden.
Hat der Hitman genug Charakter, dass es für einen Antihelden reicht? Der kommt mir eher wie eine zweckdienliche leere Hülle für den Spieler vor. Als Antihelden würde ich eher einen Sadwick oder Larry Laffer bezeichnen - und natürlich Rufus. :D

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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Soulaire » 10. Aug 2018, 10:56

Also meine These ist ja, dass Zelda mit einer einprägsameren Spielfigur noch erfolgreicher gewesen wäre.
Nichts gegen Link, aber außer dass man zuerst nicht weiß ob Link nun männlich oder weiblich ist, fehlt mir irgendwie das Besondere/Einprägsame. :D

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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Desotho » 10. Aug 2018, 10:58

Für die sind einfach andere Spiele der Einstieg, ist ja nicht so dass die Mario Spiele nach Super Mario Bros. Müll waren.
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Axel
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Axel » 10. Aug 2018, 14:11

Dennoch kann man ja mal die Frage stellen, warum man bei Nintendo nie auch nur der Versuchung unterlag den ganzen Mario-Kosmos zu rebooten. Also dazu zählen dann auch Donkey Kong (Mario hat ja auch etliche Spiele mit dem Affen gemeinsam, Stichwort Mario vs. Donkey Kong Reihe), Wario, Koopa und seine Koopalinge, Yoshi, die Toads usw. Die haben sich in den Jahrzehnten nie ein Stück weit entwickelt und sehen heute eigentlich genauso aus wie zu ihrer jeweiligen Einführung. Sonst wird ja immer jede Serie fröhlich rebootet. Das kann mal besser gehen (wie bei Mega Man zur Mega Man X Serie) aber auch in die Hose gehen wie bei Sonic. Selbst Zelda wird ja quasi mit jeden Hauptteil rebootet und Link sieht immer wieder anders aus. Auch die Metroidreihe hat man immer mal wieder komplett umgeworfen und neu aufgebaut.

Ist vielleicht dieser Konservatismus auch eine Zutat für den langanhaltenden Erfolg?

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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von jesobuild » 10. Aug 2018, 14:28

Nintendo hätte überhaupt keinen Grund dazu. Serien werden ja nicht einfach so aus Jux und Tollerei rebooted, sondern weil man sich durch eine Neuauslegung der Marke bessere Verkaufszahlen erhofft. Das kann mal gut und mal schlecht ausgehen. Man geht also immer ein Risiko mit dem Reboot einer Serie ein. Dies hat Nintendo aber überhaupt nicht nötig, ganz im Gegenteil: Es wäre meiner Einschätzung nach ziemlich dämlich, bei einer derart erfolgreichen und traditionsbehafteten Serie wie Super Mario (die nehm ich jetzt einfach als Beispiel, denn ein ganzes Universum zu rebooten ist ziemlich unmöglich und sinnlos, dann kann mans auch gleich neu machen) jetzt alles anders machen zu wollen. Abgesehen davon, dass das ja auch zwei unterschiedliche Fragen sind. Denn die Ikonographie von Mario ist ja nicht speziell an eine Serie gebunden, sondern steht mittlerweile für sich selbst. Wenn Nintendo dann mal Lust hat, etwas Neues im Mario-Universum zu versuchen, erschaffen sie eine neue Serie, z.B. Mario Kart. Es kommt ja auch keiner auf die Idee, einfach mal so James Bond zu "rebooten".
MitSchmackes! hat geschrieben:
10. Aug 2018, 14:11
Die haben sich in den Jahrzehnten nie ein Stück weit entwickelt und sehen heute eigentlich genauso aus wie zu ihrer jeweiligen Einführung.
Ich finde schon, dass sich ein Super Mario Bros. ganz erheblich von einem Super Mario 64, Super Mario Galaxy oder Super Mario Odysee unterscheidet. Und auch die Donkey Kong Spiele haben sich erheblich weiterentwickelt. Fehlende Innovation kann man Nintendo in der Hinsicht nun wirklich nicht vorwerfen!

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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von IpsilonZ » 10. Aug 2018, 14:34

MitSchmackes! hat geschrieben:
10. Aug 2018, 14:11
Dennoch kann man ja mal die Frage stellen, warum man bei Nintendo nie auch nur der Versuchung unterlag den ganzen Mario-Kosmos zu rebooten. Also dazu zählen dann auch Donkey Kong (Mario hat ja auch etliche Spiele mit dem Affen gemeinsam, Stichwort Mario vs. Donkey Kong Reihe), Wario, Koopa und seine Koopalinge, Yoshi, die Toads usw. Die haben sich in den Jahrzehnten nie ein Stück weit entwickelt und sehen heute eigentlich genauso aus wie zu ihrer jeweiligen Einführung. Sonst wird ja immer jede Serie fröhlich rebootet. Das kann mal besser gehen (wie bei Mega Man zur Mega Man X Serie) aber auch in die Hose gehen wie bei Sonic. Selbst Zelda wird ja quasi mit jeden Hauptteil rebootet und Link sieht immer wieder anders aus. Auch die Metroidreihe hat man immer mal wieder komplett umgeworfen und neu aufgebaut.

Ist vielleicht dieser Konservatismus auch eine Zutat für den langanhaltenden Erfolg?
Absolut. Hatte es ja auch in meinem Beitrag schon angemerkt, dass er einfach immer bis auf wenige Anpassungen immer gleich aussah. In erster Linie haben sich die Farben und wenige Details etwas geändert und das wars.
Wobei ich sagen muss, dass z.B. Lara Croft sich ja grad von den Klamotten oft optisch verändert hat aber bis zum 2013er Reboot immer doch "ikonisch" war.

Jetzt hab ich fast Lust nen Thread aufzumachen warum Lara Croft so ikonisch ist.. :D

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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von Axel » 10. Aug 2018, 14:42

jesobuild hat geschrieben:
10. Aug 2018, 14:28
Nintendo hätte überhaupt keinen Grund dazu. Serien werden ja nicht einfach so aus Jux und Tollerei rebooted, sondern weil man sich durch eine Neuauslegung der Marke bessere Verkaufszahlen erhofft. Das kann mal gut und mal schlecht ausgehen. Man geht also immer ein Risiko mit dem Reboot einer Serie ein. Dies hat Nintendo aber überhaupt nicht nötig, g

Ich finde schon, dass sich ein Super Mario Bros. ganz erheblich von einem Super Mario 64, Super Mario Galaxy oder Super Mario Odysee unterscheidet. Und auch die Donkey Kong Spiele haben sich erheblich weiterentwickelt. Fehlende Innovation kann man Nintendo in der Hinsicht nun wirklich nicht vorwerfen!
Ist das wirklich so? Da ist Nintendo auch nicht vor gefeit. Siehe Metroid Other M. Oder wenn man Zelda mal wieder im Cel Shading Look präsentiert. Oder wenn man mit der Star Fox Crew alle möglichen Experimente vollführt, nur keinen klassischen Weltraumshooter. Also rebootet wird eben auch bei Nintendo.

Ich rede auch nicht vom Gameplay. Sondern eher von Design, Vermarktung, usw. Im Serienbereich will ein jeder klar machen "Dass Star Trek heute so gewaltgeil und inhaltsleer sein muss", weil es nunmal "der Zeitgeist" ist. Auch im Spielebereich gibt es immer wieder irgendwelche Trends, wie aktuell Batlle Royale.

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EchnaTron
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Re: Warum ist Mario so ikonisch?

Beitrag von EchnaTron » 10. Aug 2018, 14:51

Zunächst muss ich natürlich kurz den Sprachnazi raushängen lassen und betonen, dass das Wort "ikonisch" im Deutschen eine andere Konnotation hat als das englische "iconic", aber das nur ganz am Rande ;-).

Was Mario meiner Ansicht nach so universell maskottchenfähig macht ist wahrscheinlich eine Kombination aus seiner Liebenswürdigkeit und der Tatsache, dass er zwar ein sichtbares und immer präsentes Äußeres, aber keinerlei Persönlichkeit besitzt. Dadurch wird er zum universell akzeptierten Charakter, an dem sich niemand stoßen kann, weil er keine Ecken und Kanten hat.

Als Figur macht ihn das zwar langweilig, da er aber andauernd in spannende Welten transportiert wird und dementsprechend interessante Spiele um ihn herum gebaut sind, assoziiert man ihn nicht mit Langeweile sondern im Gegenteil mit Abwechslung und Kreativität.

Nur ne Vermutung.

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