Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

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Symm
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Symm » 14. Jan 2019, 13:59

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
14. Jan 2019, 13:54
Oh Gott ja. In irgendeinem Spiel (ich meine das wär ELEX gewesen) haben Monster irgendwelchen Metallschrott fallen lassen :ugly: Ähnlich bescheuert finde ich es, wenn ich Gegner erlege, die ne Waffe bei sich tragen, diese dann aber nicht aufsammeln kann
Sammle 10 Eberfelle. Warum muss ich für 10 Felle in manchen Spielen 25 Eber erledigen. Ich mein, das ist ja kein Nacktmull, ein eber hat IMMER Fell. Und so ein Fell fällt ja auch nicht mal ab beim tot und mal nicht.
Und das mit dem Waffen kenn ich auch.
Töte 10 Schwertkämpfer. Aber nur 2 davon haben am Ende im loot z.b. ein Schwert.
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Dr. Zoidberg [np]
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] » 14. Jan 2019, 14:41

Symm hat geschrieben:
14. Jan 2019, 13:59
Sammle 10 Eberfelle. Warum muss ich für 10 Felle in manchen Spielen 25 Eber erledigen. Ich mein, das ist ja kein Nacktmull, ein eber hat IMMER Fell. Und so ein Fell fällt ja auch nicht mal ab beim tot und mal nicht.
Und das mit dem Waffen kenn ich auch.
Töte 10 Schwertkämpfer. Aber nur 2 davon haben am Ende im loot z.b. ein Schwert.
Lieben wir nicht alle den RNG

Ich sag nur 65%
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:lol:

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Vinter
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Vinter » 14. Jan 2019, 14:59

Joaaaaaaaar, wobei man sich das mit den Eberfellen noch erklären kann in dem man annimmt, dass man halt beim Kampf das schöne Fell zu sehr in Mitleidenschaft gezogen hat. Wird zwar nirgendwo explizit erwähnt und ist eigentlich auch Quatsch, weil es eine reine Gameplay-Mechanik ist, aber wenn man auf Narration wert legt, kann man sich das so schönreden :D

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Heretic
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Heretic » 14. Jan 2019, 15:13

Die beiden Witcher 3-Addons sind wirklich eine Klasse für sich. Mir hat "Blood And Wine" einen Tick besser gefallen, obwohl mir Touissant anfangs etwas zu bunt erschien. Konnte ja nicht ahnen, dass es noch bunter werden würde
SpoilerShow
beim grandiosen Ausflug in Grimms etwas andere Märchenwelt.


Auch die Quest mit Plötze ist legendär. Der Gaul verfügt tatsächlich über ordentlich Selbstironie. :mrgreen:

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Sebastian Solidwork
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Sebastian Solidwork » 14. Jan 2019, 16:38

Was mir zur Folge einfällt:

- Todesanimationen: Das Kerngameplay hat sich seit Doom nicht verändert, es ist nur die Grafik. Irgendwie traurig, dass die wesentliche mechanische Spielerfahrung seit 20+ Jahren die gleiche ist (wenn man alla Whiteboxing mal die Grafik weg lässt) bzw. sich so lange hält. Meistens wurden nur, eher lose, fast künstlich anmutende, System dran gepappt. Naja, um hier wohl wesentliche Weiterentwicklungen zu bekommen, müsste man wohl vom Shooter weg gehen. WASD+Mouselook ist jetzt nicht der ausbaufähigste Gameplayloop.

- Schlecht erklärte Spielsystem: Hier glaube ich, dass die Spiele selbst besser, eleganter, designt sein sollten. Jemanden anzustellen, der besser Erklärhilfen implementiert ist nur ein Notpflaster, aber löst diese Wollknäule an Design...konstrukten nicht auf. Wo muss man bei Schach großartig mit Prozentchancen rumrechnen oder Schadenswerte berechnen? Und trotzdem ist es ein gleichzeitig zugängliches wie forderndes Spiel.

- Crafting: Wer grafisch bessere Todesanimationen will, der braucht sich über Crafting nicht beschweren. Spektakuläre Animationen tragen mMn nichts zum besseren Verständnis irgendeines Systemes bei, sie sind nur Schauwerte. Es wird sich mMm so lange kaum daran ändern, wie wir nebulös über Immersion reden anstatt den Fokus entweder klar auf Mechanik oder Narration zu legen. Immersion, STFU! (Das in diesem Format wild durch Themen gesprungen wird, Fokus fehlt, gehört ja zum Konzept)

- Jochen weiß nicht warum jemand nicht auf die GOYT wartet: Wie wäre es auch mit marktschreierischer Spieleberichterstattung ? Und dem Blendwerk eine Marketingkampange? Ggf. auch noch sozial Gruppenzwang?

BITTE trampelt auf meinen Kindheitserinnerungen rum. Ich tu es schon selbst.
Nein, nicht weil ich Schmerzen mag. Sondern weil ich weiß warum es mir damals gefallen hat und das akzeptieren kann. Und jetzt andere Sachen mag.
Wieviele Modelleisenbahner nutzen noch Brio? Trotzdem halten sie die Erinnerungen daran in Ehren.

Edit: Präzisierung auf die lange Dauer im ersten Absatz nach den Klammern eingefügt.
Zuletzt geändert von Sebastian Solidwork am 14. Jan 2019, 22:57, insgesamt 1-mal geändert.
Umweltschutz beginnt im Geldsystem.
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Der Sinn des Lebens ist, dass Menschen voller Sinn das niemals wissen müssen. - Gunter Dueck in Omnisophie

Joschel
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Joschel » 14. Jan 2019, 17:17

Sebastian Solidwork hat geschrieben:
14. Jan 2019, 16:38

BITTE trampelt auf meinen Kindheitserinnerungen rum. Ich tu es schon selbst.
Nein, nicht weil ich Schmerzen mag. Sondern weil ich weiß warum es mir damals gefallen hat und das akzeptieren kann. Und jetzt andere Sachen mag.
Dem schließe ich mich an!

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Jan S.
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Jan S. » 14. Jan 2019, 19:32

Ihr habt definitiv den Boss aller Demos vergessen. Battlefield 1942 Wake Island.. Wir hatten damals als die raus kam zufällig eine LAN an dem Wochenende. Damals ein mal im Monat) niemand der 100 Teilnehmer hat was anderes gespielt dieses komplette Wochenende.
Lob bekommen..
- Die Entwickler, oft Einzelpersonen, die sich 1000ende Stunden an ihr Projekt setzen, alles opfern und in futzeliger Kleinarbeit ihr ganzes Herblut rein stecken ( Banished, Factorio, Minecraft und Co.)
- Die Designer und Autoren die bei manchem Spiel dafür sorgen das ich am Freitag Abend den PC an mache und am Samstag mittag das nächste Mal auf die Uhr schaue.
- Wenn jemand sich traut etwas zu machen das nicht unbedingt Spass macht aber zum denken anregt (Papers Please,This War of mine und Co.)
- Ein sonderlob an die Hello Games die nach dem monströsen Shitstorm, mit Geld und Herblut dran geblieben sind und das NMS eigentlich noch mal komplett neu gemacht haben und weiter machen. Manch anderer Entwickler hätte das Game einfach so gelassen wie es ist und was neues gemacht. Aber so wird es echt gut.
- ach ich liebe unser Hobby

Tadel:
- Early Access Das nie fertig wird (oder einfach eingestellt) . Ich habe damals Spacebase DS9 gekauft.
- Bethesda (zu genüge diskutiert)
- Lootboxen und Co. Am besten mit PTW gebündelt..
- Dass wir als Kunden ums für dumm verkaufen lassen.. Auch wenn es besser wird.

Unverständnis
- Dass bei dem Milliarden Geschäft die Milliardäre lieber zum Mond fliegen. Als zu investieren und einen Versuch starten ein neues GTA oder WoW (vom Erfolg und Ertrag her) zu machen.

Sorry fürs abschweifen 😄
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Pan Sartre
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Pan Sartre » 15. Jan 2019, 11:34

Ich höre gerade den Podcast und bin an der Stelle, wo Jochen behauptet, man müsste in Fallout 4 Gegenstände einzeln zerlegen. Das stimmt insofern nicht, da es nicht notwendig ist. Alle Schrottobbjekte, die in der Werkbank liegen, werden automatisch zerlegt, wenn man etwas bauen möchte, das aus Teilen besteht, die in einem Schrottgegenstand zu finden sind.
Bei Fallout 76 funktioniert das genauso so, nur verbraucht unzerlegter Schrott in der Regel mehr Lagerplatz, weswegen man die Schrottobjekte vorher zerlegen sollte, bevor man ihn einlagert. In Fallout 4 gab es wiederum keine Lagerbegrenzung.

Zum Crafting-Thema: Muss man nicht mögen und kann man in den meisten größeren Titeln, meiner Meinung, ohnehin problemlos ignorieren (wie in Fallout 4 zum Beispiel). Warum es deswegen schlechtes Game-Design sein soll, weil es meist unnötig sei und einfache Impulse bei Spielern anspricht, versteh ich nicht. Das wäre für mich das Gleiche, als würde ich sagen, Magie sei schlechtes Gamedesign, wenn sie nicht zwingend Spielrelevant ist (TES), da ich sie scheiße finde und mir nicht einleuchtet, warum es Spaß macht, Blitze oder lila Leuchtkugeln zu verschießen. Ich hasse Magie in den meisten Spielen und vermeide sie, außer ich bin zum Vorankommen darauf angewiesen. Selbst wenn sie spielerische Vorteile bietet.

Außerdem mag ich Inventarmanagement und Gewichtsbegrenzungen! Eines der Gründe, warum die Piranha Bytes Spiele nie so gut waren wie die der Konkurrenz. BÄM! Pro Gewicht und #TeamInventarManagement ! :mrgreen:

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Jochen
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Jochen » 15. Jan 2019, 11:45

Pan Sartre hat geschrieben:
15. Jan 2019, 11:34
Ich höre gerade den Podcast und bin an der Stelle, wo Jochen behauptet, man müsste in Fallout 4 Gegenstände einzeln zerlegen. Das stimmt insofern nicht ...
Deshalb habe ich das so auch gar nicht behauptet. Dass die Gegenstände in der Werkbank automatisch zerlegt werden, weiß ich selbst. Aber will man sie grundsätzlich zerlegen - und zur besseren Übersicht die Komponenten und nicht die Gegenstände in der Werkbank haben - dann muss man das im Gegensatz zu Fallout 76 mühsam manuell tun, weil es keine "Alles zerlegen"-Funktion gibt. Es gibt ja einen (guten) Grund, warum das in Fallout 76 integriert wurde ;)

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Pan Sartre
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Pan Sartre » 15. Jan 2019, 11:58

Was die Übersicht betrifft, ist Falloäh... sind ja alle Bethesda Spiele keine Meisterleistung. Also im Werkbankinventar sieht man die Grundstoffe tatsächlich nicht, wenn der Schrott nicht zerlegt wurde, ABER im Bau-/Craftingmenü werden die verfügbaren Grundstoffe (also auch aus dem unzerlegten Schrott) immer beim Gegenstand/Objekt, das gebaut/gecraftet/gemoddet werden soll, angezeigt. Alles sehr komforäh... also doch irgendwie drin :mrgreen:

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Heretic
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Heretic » 15. Jan 2019, 12:03

Pan Sartre hat geschrieben:
15. Jan 2019, 11:34
Außerdem mag ich Inventarmanagement und Gewichtsbegrenzungen! Eines der Gründe, warum die Piranha Bytes Spiele nie so gut waren wie die der Konkurrenz. BÄM! Pro Gewicht und #TeamInventarManagement ! :mrgreen:
Buuuuh! Das grenzenlose Inventar ist ein riesiger Pluspunkt der PB-Spiele. So! :mrgreen:

Für mich sind begrenztes Inventar und Gewichtsbeschränkung einfach nur Spielspaßkiller. Denn eigentlich dienen sie nur der Spielzeitstreckung - man ist ständig auf dem Weg zu Händlern, um den überschüssigen Mist loszuwerden. Und nein, den kann man nicht einfach liegenlassen. Weil er Geld bringt, das man meistens nicht braucht, weil man schon nach kurzer Zeit drin schwimmt. Verdammter Teufelskreis!

Zudem ist ein begrenztes Inventar meist genauso unrealistisch wie ein unbegrenztes. Warum kann Geralt zwölf Schwerter und fünf Rüstungen problemlos schleppen? Wo bitte hat er denn das ganze Zeug? Und wieso zwingt ihn das dreizehnte Schwert plötzlich in die Knie? Warum wiegen viele Kräuter und Zutaten überhaupt nichts? Ist doch ein wenig inkonsequent.

Nee, wenn schon, dann bitte eine "logische" Erklärung für ein unbegrenztes Inventar mitliefern. Wie Truhe in den Scheibenwelt-Adventures. Oder aber wie in "Torchlight" ein Pet einbauen, dass den überflüssigen Ramsch zum Händler schafft und verkauft.

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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Rince81 » 15. Jan 2019, 12:08

Pan Sartre hat geschrieben:
15. Jan 2019, 11:34

Zum Crafting-Thema: Muss man nicht mögen und kann man in den meisten größeren Titeln, meiner Meinung, ohnehin problemlos ignorieren (wie in Fallout 4 zum Beispiel). Warum es deswegen schlechtes Game-Design sein soll, weil es meist unnötig sei und einfache Impulse bei Spielern anspricht, versteh ich nicht.
Bei Fallout Spielen ist meine erste Installation eine Mod, mit der man sich den gesamten Craftingkram wirklich sparen kann - indem man sich den Kram ins Inventar cheaten kann. Ich habe kein grundsätzliches Problem mit Crafting - bei Fallout nervt es aber einfach nur. In Skyrim würde ich hingegen nicht auf die Idee kommen, dabei ist das im Prinzip nichts anderes.
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Pan Sartre
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Pan Sartre » 15. Jan 2019, 12:27

Heretic hat geschrieben:
15. Jan 2019, 12:03
Pan Sartre hat geschrieben:
15. Jan 2019, 11:34
Außerdem mag ich Inventarmanagement und Gewichtsbegrenzungen! Eines der Gründe, warum die Piranha Bytes Spiele nie so gut waren wie die der Konkurrenz. BÄM! Pro Gewicht und #TeamInventarManagement ! :mrgreen:
Buuuuh! Das grenzenlose Inventar ist ein riesiger Pluspunkt der PB-Spiele. So! :mrgreen:

Für mich sind begrenztes Inventar und Gewichtsbeschränkung einfach nur Spielspaßkiller. Denn eigentlich dienen sie nur der Spielzeitstreckung - man ist ständig auf dem Weg zu Händlern, um den überschüssigen Mist loszuwerden. Und nein, den kann man nicht einfach liegenlassen. Weil er Geld bringt, das man meistens nicht braucht, weil man schon nach kurzer Zeit drin schwimmt. Verdammter Teufelskreis!

Zudem ist ein begrenztes Inventar meist genauso unrealistisch wie ein unbegrenztes. Warum kann Geralt zwölf Schwerter und fünf Rüstungen problemlos schleppen? Wo bitte hat er denn das ganze Zeug? Und wieso zwingt ihn das dreizehnte Schwert plötzlich in die Knie? Warum wiegen viele Kräuter und Zutaten überhaupt nichts? Ist doch ein wenig inkonsequent.

Nee, wenn schon, dann bitte eine "logische" Erklärung für ein unbegrenztes Inventar mitliefern. Wie Truhe in den Scheibenwelt-Adventures. Oder aber wie in "Torchlight" ein Pet einbauen, dass den überflüssigen Ramsch zum Händler schafft und verkauft.
Ein für mich relevanter Punkt ist der, dass man durch ein begrenztes Inventar genötigt ist, nicht jeden Scheiß mitzunehmen. Gerade das Händler-Argument dreht sich beim unbegrenzten Inventar um: Ich nehm einfach jeden Müll mit, schau gar nicht erst, was ich einsammel, wird beim nächsten Händler alles verkauft und dabei aussortiert. Dem kann man natürlich auch wieder entgegen wirken (Händler hat wenig Geld/ kauft nicht alles etc.).
Mit begrenztem Inventar entscheide ich dann wären des Erkundens, was nehme ich überhaupt mit. Wie weit gehe ich, bevor ich vielleicht umkehren sollte, um alle "Schätze" erstmal in die "persönliche Kiste"/ ins Lager zu bringen. Außerdem muss ich vor jedem Abenteuer entscheiden, was nehme ich mit. Was könnte ich für meine Reise brauchen. Wieviel Platz kann ich lassen, um möglichst viele Objekte unterwegs einsammeln zukönnen.
Wenn alles gut umgesetzt ist, finde ich das eine Bereicherung. Man stelle sich ein Rainbow Six vor, das einem für die Einsätze ein unbegrenztes Invetar bereitstellen würde -> ein Mann = eine Armee. Absurd! :ugly:
Hinzukommen weiter Möglichkeiten, durch das Inventar Spielmechaniken einzubauen. Laufgeschwindigkeit in Abhängigkeit des Gewichts, Stamina höher oder Überladen etc.
Bei Gothic quoll mein Inventar immer an, mit Zeug, dass ich nicht brauche, aber teilweise nicht verkaufen kann und mangels zentraler Lagermöglichkeit oder der fehlenden Wegwerffunktion. Es wurde immer unübersichtlich und in Verbindung mit der Steuerungbedienung, schwer zu managen.

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Pan Sartre
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Pan Sartre » 15. Jan 2019, 12:35

Rince81 hat geschrieben:
15. Jan 2019, 12:08
Pan Sartre hat geschrieben:
15. Jan 2019, 11:34

Zum Crafting-Thema: Muss man nicht mögen und kann man in den meisten größeren Titeln, meiner Meinung, ohnehin problemlos ignorieren (wie in Fallout 4 zum Beispiel). Warum es deswegen schlechtes Game-Design sein soll, weil es meist unnötig sei und einfache Impulse bei Spielern anspricht, versteh ich nicht.
Bei Fallout Spielen ist meine erste Installation eine Mod, mit der man sich den gesamten Craftingkram wirklich sparen kann - indem man sich den Kram ins Inventar cheaten kann. Ich habe kein grundsätzliches Problem mit Crafting - bei Fallout nervt es aber einfach nur. In Skyrim würde ich hingegen nicht auf die Idee kommen, dabei ist das im Prinzip nichts anderes.
Aber warum nervt es? Wird es irgendwo aufgezwungen? Ich habs leider zu exzessiv genutzt um objektiv sagen zu können, dass man nicht darauf angewiesen ist. Für mich war das Crafting in Fallout 4 sogar eine Bereicherung, weil es den ganzen dynamischen Objekten, die inF3/NV überall rumlagen und eingesammelt werden konnte, auch endlich einen spielerischen Nutzen (einen Sinn!) gab.
Es passt auch inhaltlich zur Postapokalypse. Ich muss das nutzen, was mir die Welt bietet um zu Überleben und kann nicht alles einfach bei einem Händler kaufen. :D

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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Rince81 » 15. Jan 2019, 13:06

Pan Sartre hat geschrieben:
15. Jan 2019, 12:35
Aber warum nervt es? Wird es irgendwo aufgezwungen? Ich habs leider zu exzessiv genutzt um objektiv sagen zu können, dass man nicht darauf angewiesen ist. Für mich war das Crafting in Fallout 4 sogar eine Bereicherung, weil es den ganzen dynamischen Objekten, die inF3/NV überall rumlagen und eingesammelt werden konnte, auch endlich einen spielerischen Nutzen (einen Sinn!) gab.
Es passt auch inhaltlich zur Postapokalypse. Ich muss das nutzen, was mir die Welt bietet um zu Überleben und kann nicht alles einfach bei einem Händler kaufen. :D
Keine Ahnung. Ich habe z.B. in Skyrim viele Stunden in das Herdfeuer DLC Dings gesteckt. Bin von Händler zu Händler spaziert für Glas und ähnliches um ein schickes Heim zu bauen. War toll, hat Spaß gemacht und ich habe es genossen. Ebenso das bauen von irgendwelchen Trophäen dafür, es war logisch, was ich dafür brauche und dann bekomme und hinstellen kann. Das hat mir Spaß gemacht.

In Fallout 4 fand ich den Ausbaukrams grundsätzlich auch ganz nett, wenn auch optisch Scheiße - in der Masse hat es mich aber einfach nur unglaublich genervt, dass ich dafür wie ein Irrer irgendwelchen Schrott dafür sammeln sollte. Das habe ich daher einfach "übersprungen".

War für mich irgendwas in der Richtung mehr von irgendwas ist nicht unbedingt besser.
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Nachtfischer » 15. Jan 2019, 13:11

Pan Sartre hat geschrieben:
15. Jan 2019, 12:35
Aber warum nervt es? Wird es irgendwo aufgezwungen?
Das ist meines Erachtens ein klassischer Fall der "Burden of Optimal Play".

Das Argument "Es zwingt dich ja keiner!" zieht da nur sehr bedingt, denn das Spiel trifft ja hier eine klare Aussage. Den Crafting-Grind mitzunehmen, ist in aller Regel eine optimale Strategie. Der Spieler bekommt beständig Vorteile, ohne dafür (in-game) Ressourcen investieren zu müssen, sondern "nur" Zeit. Du musst also die Betrachtungsebene wechseln. Du musst feststellen, dass die aufgewendete Ressource hier "Lebenszeit" ist und die dann mit den Spiel-Ressourcen vergleichen (da du ja auf Echtwelt-Ebene auch wenig zurück bekommst in Sachen "interessantem, bereicherndem Gameplay" o.ä.). Und das fühlt sich einfach nicht gut an - mit Recht.

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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Pan Sartre » 15. Jan 2019, 14:03

Nachtfischer hat geschrieben:
15. Jan 2019, 13:11
Pan Sartre hat geschrieben:
15. Jan 2019, 12:35
Aber warum nervt es? Wird es irgendwo aufgezwungen?
Das ist meines Erachtens ein klassischer Fall der "Burden of Optimal Play".

Das Argument "Es zwingt dich ja keiner!" zieht da nur sehr bedingt, denn das Spiel trifft ja hier eine klare Aussage. Den Crafting-Grind mitzunehmen, ist in aller Regel eine optimale Strategie. Der Spieler bekommt beständig Vorteile, ohne dafür (in-game) Ressourcen investieren zu müssen, sondern "nur" Zeit. Du musst also die Betrachtungsebene wechseln. Du musst feststellen, dass die aufgewendete Ressource hier "Lebenszeit" ist und die dann mit den Spiel-Ressourcen vergleichen (da du ja auf Echtwelt-Ebene auch wenig zurück bekommst in Sachen "interessantem, bereicherndem Gameplay" o.ä.). Und das fühlt sich einfach nicht gut an - mit Recht.
Aber du sagst es doch selbst: "fühlt" sich nicht gut an. Aber meiner Meinung nach eben NICHT zu "Recht". Recht versucht möglichst einen allgemeingültigen Konsens abzubilden. Über was wir diskutieren, sind für mich Geschmacksfragen. Wenn es jemandem Spaß macht, Kastanien zusammeln, um hinterher seine Kastanientierchen zu bauen, dann fühlt es sich eben für ihn gut an. Wenn jemand keinen Bock dazu hat, kauft er sich die Kastanientierchen einfach, wenn er sie trotzdem haben will. Und mit was? Mit Geld! Woher hat er das Geld? Entweder gefunden, geerbt, erarbeitet oder erspielt. Meist hast du also schon irgendwo Ressourcen(ob nun Zeit oder ähnliches) investiert. Ähnliches versuchen doch auch einige Spiele abzubilden. Solange man nicht zum Grind gezwungen ist, sehe ich da nichts objektiv negatives.

Wieder mein Lieblingsbeispiel Gothic1/2: Weil die Haupt- und Nebenquests zu wenig XP abwerfen, bin ich gezwungen durch die Welt zu streifen und mir Gegner zu suchen, die ich besiegen kann, um XP zu grinden. Warum? Weil offene Haupt-/Nebenquest noch nicht gelöst werden können, da dort oft höherlevelige Gegner auf mich warten, die ich aufgrund des Kampfsystems kaum besiegen kann. Ich muss mich also dem "bereicherndem" Gameplay bedienen (plus Zeit), um im "bereicherndem" Gameplay voran zu kommen. Macht mir wenig Spaß.

Wenn ich jetzt wiederum F4 nehme: Die meisten Haupt-/Nebenquests sind ohne Crafting (optionale Gameplaymechanik) schaffbar. ABER ich kann einige Missionen vielleicht besser meistern mit einem sneaky Schalldämpfer. Meine Optionen sind nun: einen kaufen, einen craften, einen finden und einfach einen bekommen.
Kaufen = ich brauche Geld! Wie kriege ich Geld? Finden, arbeiten (andere Quests), klauen, verkaufen (vielleicht Schrott? ;) ) etc. Es braucht ebenfalls Zeit, die nicht zwangsweise mit "bereicherndem" Gameplay gefüllt wird, aber je nach weiten Möglichkeiten der Geldbeschaffung, gefüllt sein kann.
Craften = braucht nur Zeit und eventl. entsprechende Perks! Wie mach ich das? Ich nehme mir Zeit, gehe Schrott suchen, finde Schrott, aber auch Geld (!), töte Gegner (bekomme XP) und mit viel Glück finde ich sogar gleich die Waffen-Mod.
Finden = braucht Zeit und sehr viel Glück (außer ich weiß, wo einer zu finden ist => siehe Bekommen )!
Bekommen = das Wissen wo und Zeit! Vielleicht muss ich eine Quest machen, die gut sein kann oder auch nicht (also doch wieder hauptsächlich Ressource Zeit).

Also vielleicht versteh ich dich falsch, aber ich sehe erst ein Problem, wenn mir ein Spiel nur einen Weg bietet und dieser mir nur bedingt Freude bereitet (Gothic 1/2). Dann lieber mehrere Wege, wovon mir zumindest einer Befriedigung verschafft oder ich den Weg sogar gänzlich weglassen kann, weil er nicht notwendig ist (F4). ;)

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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Sakesleg » 15. Jan 2019, 14:18

Meine absolute Lieblingsdemo war die von Crysis 1, die den ersten Level beinhaltete. Diese habe ich unzählige Male durchgespielt. Mal mit Schleichen und Schalldämpfer, mal wild um mich ballernd. Mal mit dem Schiff vom Wasser aus die Gegner unter Beschuss genommen, mal mit den Jeep durchgerast. Leider war das erste Level für mich aber auch das beste an Crysis und alles was danach kam wurde immer schwächer :D

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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Nachtfischer » 15. Jan 2019, 14:39

Pan Sartre hat geschrieben:
15. Jan 2019, 14:03
Also vielleicht versteh ich dich falsch, aber ich sehe erst ein Problem, wenn mir ein Spiel nur einen Weg bietet und dieser mir nur bedingt Freude bereitet
Das ist kein "Problem", sondern eine zwangsläufige Folge von fokussiertem Design (nicht dass irgendeins der Gothics das gehabt hätte). Spiele müssen nicht für Jedermann sein, außer es handelt sich um AAA-Massenmarktprodukte. Das sind dann die Socken in Universalgröße. Passen jedem irgendwie, aber den wenigsten wirklich gut. Mir ist jedes Spiel, hinter dem eine gewisse Ambition steht und bei dem ich eine klare Linie erkennen kann, was die Macher damit (künstlerisch) versuchen, das mir persönlich aber überhaupt nicht gefällt, zigfach lieber als dieser generische "Hier-ist-für-jeden-was-dabei"-Einheitsbrei.

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Axel
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Re: Runde #197: Lob, Tadel und Unverständnis

Beitrag von Axel » 15. Jan 2019, 15:11

Pan Sartre hat geschrieben:
15. Jan 2019, 12:27
Mit begrenztem Inventar entscheide ich dann wären des Erkundens, was nehme ich überhaupt mit.
Bis Du später auf einen Questgeber stößt, der genau den Kram haben will, den Du liegen gelassen hast.

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