Steam schadet der PC Community

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VForst
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Steam schadet der PC Community

Beitrag von VForst » 26. Mär 2019, 09:50

Siehe folgenden Beitrag unter dem Begriff Faktenfindet auf Tagesschau.de:

http://faktenfinder.tagesschau.de/ausla ... r-103.html

Zitat: Gaming und Rassismus
Die Huldigung von Tätern ist in Online-Communities weit verbreitet. Ein Beispiel ist die vom US-Softwareunternehmen Valve betriebene Gaming-Plattform Steam.

Was da grade stattfindet erinnert mich an die Killerspieldebatte. Ich dachte eben ich schau nicht richtig... Wie wird diese Berichterstattung bei Spieleschaffenden gesehen?

Pestilence
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Re: Steam schadet der PC Community

Beitrag von Pestilence » 27. Mär 2019, 10:09

Also ich sehe da keinen allzu großen Zusammenhang mit der Killerspieledebatte von damals, sondern das Problem einer zu wenig moderierten Social-Media-Plattform. Das es hierbei Steam trifft ist für deren Nutzer natürlich ärgerlich, dass Valve allerdings ein Problem mit der Moderation und Kuration seiner Plattform hat, dürfte hinlänglich bekannt sein.

Bei Xbox Live und im PSN wird jegliche Kommunikation, egal ob über Text- oder Sprachnachrichten, überwacht und bei Bedarf werden die Nutzer zeitweise bis hin zu dauerhaft gesperrt, wobei diese dann auch keinen Zugang mehr zu ihren Käufen haben. Wenn Valve so etwas nicht tun möchte, ist das ein Problem und es kann zu solchen Nachrichten kommen.

Rektor
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Re: Steam schadet der PC Community

Beitrag von Rektor » 4. Mai 2019, 06:41

Es ist ein Problem wenn Valve nicht die gesamte Kommunikation seiner nutzer überwachen möchte? Irgendwas muss ich da falsch verstanden haben ...

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Schlagerfreund
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Re: Steam schadet der PC Community

Beitrag von Schlagerfreund » 4. Mai 2019, 09:03

Es ist gewiss kein Problem das man nur auf Steam beziehen kann, aber richtig ist das Steam in der Hinsicht wenig bis nichts unternimmt und das schon quasi immer. Klar gibt es ähnliche Gruppen und Inhalte auch auf Reddit, Twitter, Facebook, Discord usw. Das darf aber keine Entschuldigung für Steam sein. Zumindest Discord versucht ja auch aktiv etwas dagegen zu unternehmen. Steam ignoriert das gekonnt, oder verweist darauf das man z.B. kein US-Recht bricht.

Das hat dann auch ziemlich wenig mit Überwachung zu tun. Denn der meiste Quatsch findet sehr oft und sehr bewusst komplett öffentlich statt. Schließlich soll es provozieren und die entsprechenden User wissen auch das sie von Steam nichts zu befürchten haben. Auch bedenken das Steam nach wie vor der größte Marktplatz ist und dementsprechend eigentlich auch eine gewisse Verantwortung hat. Diese Verantwortung sieht man bei Steam nur nicht. Besonders schlimm empfinde ich das wenn z.B. User Steam auf diese Sache ansprechen, der entsprechende Thread in Steam von Moderatoren dicht gemacht wird. Da findet man ziemlich viele Beispiele und wenn mal eine Antwort von einem Mod kommt, dann sieht die so aus:
Do not post any content on Steam containing the following:

Religious, political, and other “prone to huge arguments” threads
Das bei Threads wo die Ersteller übrigens keine Forderung gestellt haben, sondern gefragt haben warum solche Inhalte auf Steam verbreitet sind. Das sendet natürlich wirklich tolle Signale an die Community.

Von daher empfehle ich nicht direkt in einen Beißreflex den Medien gegenüber zu gehen auch wenn die These: Attentäter hatte einen Steam Account = Steam ist der Grund für Attentäter durchaus an die Killerspiel-Debatte erinnert und Quatsch ist weil Steam wie gesagt der Marktführer ist und quasi jeder der am PC spielt einen Account hat.

Rektor
Beiträge: 89
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Re: Steam schadet der PC Community

Beitrag von Rektor » 4. Mai 2019, 09:11

ich meine da auch eher
Pestilence hat geschrieben:
27. Mär 2019, 10:09
Bei Xbox Live und im PSN wird jegliche Kommunikation, egal ob über Text- oder Sprachnachrichten, überwacht und bei Bedarf werden die Nutzer zeitweise bis hin zu dauerhaft gesperrt, wobei diese dann auch keinen Zugang mehr zu ihren Käufen haben. Wenn Valve so etwas nicht tun möchte, ist das ein Problem und es kann zu solchen Nachrichten kommen.
das Moderieren öffentlicher Foren ect. ist sinnvoll und wichtig, aber weder halte ich es für zielführend Menschen ihre bezahlten Produkte vorzuenthalten (statt sie einfach von den Kommunikationskanälen auszuschließen), noch ist es akzeptabel die komplette Kommunikation der eigenen Nutzer zu überwachen und nach eigenen Maßstäben zu sanktionieren. Das ist alles noch ganz toll solange die angelegten Filter dem eigenen Wertesystem entsprechen, aber Filter lassen sich verdammt einfach austauschen ...

philipp_neu
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Re: Steam schadet der PC Community

Beitrag von philipp_neu » 16. Mai 2019, 18:38

Der Titel sollte lauten: Die Community schadet Steam :)

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Guthwulf
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Re: Steam schadet der PC Community

Beitrag von Guthwulf » 19. Mai 2019, 01:41

VForst hat geschrieben:
26. Mär 2019, 09:50
Die Huldigung von Tätern ist in Online-Communities weit verbreitet. Ein Beispiel ist die vom US-Softwareunternehmen Valve betriebene Gaming-Plattform Steam.
Yeah... die is soooo weit verbreitet, das die beiden einzigen Screenshots, die der Artikel als "Beweise" auftreiben konnte, ein leeres, inaktives Trollprofil ist, in das sich seit 787 Tagen niemand eingeloggt hat und eine Steam Gruppe mit ganzen 4 Mitgliedern, die übrigens auch alle offline sind. Meine Güte, wie soll man diese Schwemme überhaupt in den Griff kriegen? :o :doh:

Kann es sein, dass da die suggerierte Textbotschaft und das Bildmaterial nicht ganz zusammen passen? :naughty:

Wenn ich so ein ärmlich recherchiertes tendenziös formuliertes Stück "Qualitätsjournalismus" sehe, dann frage ich mich immer, wie ist das eigentlich mit all den wichtigen gesellschaftlichen Themen, in denen ich mich nicht gut auskenne? Wie viel "Vertrauen" verdient der professionelle Journalismus da eigentlich noch und ist er als Informationsquelle überhaupt besser als ein beliebiges subreddit?

Klar nutzen rechtsradikale Idioten, alle ihnen zur Verfügung stehenden Kommunikationsplattformen. Da beliebig Steam als die größte Gamerplattform rauszupicken riecht - vorsichtig formuliert - nach Vorurteilen. Steam ist ein "Social Network" unter vielen. Und ja, als Betreiber einer solchen Plattform sollte ich eine gewisse Verantwortung dafür haben, was auf meiner Plattform passiert und das dabei zumindest nicht Gesetze gebrochen werden oder ich zumindest meinen Sorgfaltspflichten hierzu nachkomme. Alles darüber hinaus wird aber nicht funktionieren und es wird definitiv nicht verhindern, das solche Idioten nicht auch zukünftig Kommunikationswege haben. Siehe den endlosen Kampf von Youtube und allen anderen sozialen Netzwerken. Im realen Leben gibt es auch einen Platz, wo solche Idioten ihren Fanatismus zur Schau stellen (z.B. auf genehmigten Demonstrationen). Warum sollte das bei Onlineplattformen anders sein? Ja, online kann man sich leichter zueinander finden. Das gilt aber für alle Themen, auch solche von denen die Gesellschaft enorm profitiert oder die es underdrückten Minderheiten erlaubt eine eigene Stimme zu finden. Ich hab bei all diesen Banndiskussionen immer die Befürchtung, dass da dann schnell Grenzen überschritten werden, die wir eigentlich nicht zulassen sollten. Deshalb sollte immer maßgeblich sein, was gesetzlich geregelt ist. Und mit dem Rest müssen wir als Gesellschaft anders umgehen zu lernen, ohne gleich den Bann- oder Zensurhammer zu schwingen. Damit wird bestenfalls nur ein Symptom verdrängt aber nicht die Ursache bekämpft.
guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Switch: SW-7403-8257-5609)

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Re: Steam schadet der PC Community

Beitrag von Schlagerfreund » 19. Mai 2019, 10:57

Guthwulf hat geschrieben:
19. Mai 2019, 01:41
VForst hat geschrieben:
26. Mär 2019, 09:50
Die Huldigung von Tätern ist in Online-Communities weit verbreitet. Ein Beispiel ist die vom US-Softwareunternehmen Valve betriebene Gaming-Plattform Steam.
Yeah... die is soooo weit verbreitet, das die beiden einzigen Screenshots, die der Artikel als "Beweise" auftreiben konnte, ein leeres, inaktives Trollprofil ist, in das sich seit 787 Tagen niemand eingeloggt hat und eine Steam Gruppe mit ganzen 4 Mitgliedern, die übrigens auch alle offline sind. Meine Güte, wie soll man diese Schwemme überhaupt in den Griff kriegen? :o :doh:

Kann es sein, dass da die suggerierte Textbotschaft und das Bildmaterial nicht ganz zusammen passen? :naughty:

Wenn ich so ein ärmlich recherchiertes tendenziös formuliertes Stück "Qualitätsjournalismus" sehe, dann frage ich mich immer, wie ist das eigentlich mit all den wichtigen gesellschaftlichen Themen, in denen ich mich nicht gut auskenne? Wie viel "Vertrauen" verdient der professionelle Journalismus da eigentlich noch und ist er als Informationsquelle überhaupt besser als ein beliebiges subreddit?

Klar nutzen rechtsradikale Idioten, alle ihnen zur Verfügung stehenden Kommunikationsplattformen. Da beliebig Steam als die größte Gamerplattform rauszupicken riecht - vorsichtig formuliert - nach Vorurteilen. Steam ist ein "Social Network" unter vielen. Und ja, als Betreiber einer solchen Plattform sollte ich eine gewisse Verantwortung dafür haben, was auf meiner Plattform passiert und das dabei zumindest nicht Gesetze gebrochen werden oder ich zumindest meinen Sorgfaltspflichten hierzu nachkomme. Alles darüber hinaus wird aber nicht funktionieren und es wird definitiv nicht verhindern, das solche Idioten nicht auch zukünftig Kommunikationswege haben. Siehe den endlosen Kampf von Youtube und allen anderen sozialen Netzwerken. Im realen Leben gibt es auch einen Platz, wo solche Idioten ihren Fanatismus zur Schau stellen (z.B. auf genehmigten Demonstrationen). Warum sollte das bei Onlineplattformen anders sein? Ja, online kann man sich leichter zueinander finden. Das gilt aber für alle Themen, auch solche von denen die Gesellschaft enorm profitiert oder die es underdrückten Minderheiten erlaubt eine eigene Stimme zu finden. Ich hab bei all diesen Banndiskussionen immer die Befürchtung, dass da dann schnell Grenzen überschritten werden, die wir eigentlich nicht zulassen sollten. Deshalb sollte immer maßgeblich sein, was gesetzlich geregelt ist. Und mit dem Rest müssen wir als Gesellschaft anders umgehen zu lernen, ohne gleich den Bann- oder Zensurhammer zu schwingen. Damit wird bestenfalls nur ein Symptom verdrängt aber nicht die Ursache bekämpft.
Da wurde in dem Fall einfach nur ein nicht so optimales Beispiel gewählt. Ändert aber an der Realität nix. Da reicht ein kurzer Blick auf Steam und das kann jeder selber machen. Wie bereits gesagt gibt es so Gruppen in Masse und das seit Jahren.

Ansonsten klingt der Post mir zu sehr nach dem Gamer Beißreflex und bewegt sich kurz vor dem Vorwurf der Lügenpresse und verallgemeinert dann auch sehr stark. Du darfst auf einer Demonstration z.B. keine strafrechtlich relevante Symbole zeigen oder den Holocaust leugnen. Auf Steam darf man das seit Jahren tun.

Gebannt bzw. "zensiert" wurde schon immer. Mord ist z.B. "gebannt" und andere Verhaltensweisen auch. Vor nicht so langer Zeit war es auch "okay" Frauen in der Ehe zu vergewaltigen. Gesellschaften sind im Wandel und definieren was für sie "erträglich" ist und was nicht. Ich möchte persönlich in einer Gesellschaft leben in der es (auch online) nicht "okay" Rassismus zu verbreiten.

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