Nachgeforscht: Körperbilder

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Raptor 2101
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Re: Nachgeforscht: Körperbilder

Beitrag von Raptor 2101 » 17. Apr 2019, 20:53

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Apr 2019, 20:38
RogueMike hat geschrieben:
17. Apr 2019, 19:32
Dennoch würde ich mir im Allgemeinen wünschen, dass etwas genauer darauf eingegangen wird, zu welchen Ergebnissen die Studien genau gekommen sind. D.h. bei einem Ranking wäre erwähnenswert wie groß die Unterschiede zwischen den Rängen genau sind und im Allgemeinen würde ich mir mehr Zahlen wünschen, d.h. wenn ein Unterschied festgestellt wurde, wie groß ist dieser bzw. was ist genau ist die statistische Aussage, welches Signifikanzniveau wurde verwendet bzw. wie groß ist der p-value?
Wir wollen mal eine Folge dazu machen, wie man Studien lesen und verstehen kann. Aber das ganze wird nicht so tief einsteigen können, wie du es hier beschreibst. Dann wird es unverständlich (IMO) und es wäre auch vom Aufwand her für Helge nicht machbar jede Studie zusätzlich noch auf diesem Detailgrad so aufzubereiten, dass er sie für den Hörer nachvollziehbar wiedergeben kann.
Zumal dann Helge erst mal einen Grundkurs in Statistik geben müsste :D

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Gonas
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Re: Nachgeforscht: Körperbilder

Beitrag von Gonas » 17. Apr 2019, 21:23

Bisher habe ich Nachgeforscht immer mit mildem Interesse nebenbei gehört da ich die Theorien durch mein SozialeArbeit Studium eigentlich alle kannte. Bei dieser Folge war das anders. Noch nie habe ich bei einem Podcast so oft dazwischengehen wollen. Unter anderem lag das an der Überraschung über die Auswirkung von Spielen die ich zwar aus der ganz persönlichen Perspektive verstehen, aus einer objektiveren Ebene aber befremdlich fand.
Sakesleg hat geschrieben:
17. Apr 2019, 13:54
Ich glaube nicht dass Spiele-Charaktere dazu führen dass man mit seinem Aussehen unzufrieden ist - dafür sind diese in den aller meisten Fällen noch zu weit davon entfernt wie echte Menschen auszusehen und dem Spieler ist jederzeit klar dass das eine künstliche, virtuelle Figur ist. Fotos von echten Menschen, die dann für den Laien unsichtbar krass überarbeitet werden, verzerren das Bild davon wie echte Menschen aussehen viel schlimmer.
Würde dir stark wiedersprechen, aber dir gleichzeitig Recht geben. Vermutlich wird sich kaum ein Mensch denken, dieser Shepard sieht schon verdammt gut und muskulös aus, so sollte ich auch aussehen. Das ist jetzt mein Idealbild. Auf einer sehr bewussten Ebene wird das Spiel wenig Auswirkungen haben.

Aber wir werden alle von unserer Umgebung sozialisiert, auch von den uns umgebenden Medien. Computerspiele gehören da natürlich dazu. In den meisten Beispielen dürfte man sich durch den Abstraktionsgrad nicht direkt mit einer Figur vergleichen, was das Medium aber durchaus tut ist bestimmte Sichtweisen der Gesellschaft zu reproduzieren und nach außen zu kommunizieren.
Natürlich wird eine LaraCroft oder ein Shepard (Standart) so designet, dass er dem momentanen Schönheitsideal entspricht. Das wird mindestens unterbewusst auch an den Spieler weitergegeben. "Sieh, so sehen die Charaktere in unserem Computerspiel aus. So stellen wir uns eine 'perfekte' (Idealbild) oder normale Welt vor."
Das wird kaum dazu führen, dass wir uns plötzlich an den fiktiven Figuren messen, aber es festigt unser Bild von einer Gesellschaft in der eine Norm gilt, genauso wie diese durch Werbung etc. kommuniziert wird. Mit dieser kann man sich dann durchaus auch bewusst vergleichen und eine negative Selbstsicht ziehen.

Ich wundere mich auch nicht, dass die meisten Menschen schöne Charaktere erstellen, schließlich spielen sie meist in einer Welt aus überwiegend schönen NPCs. Der Hauptcharakter soll ja kein hässlicher Außenseiter sein der nicht in die Welt passt. ;)
Das würde dem kommunizieren Idealbild und somit der Immission widersprechen.

Natürlich gilt das nicht für alle Spiele, aber sicherlich für viele.

RogueMike
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Re: Nachgeforscht: Körperbilder

Beitrag von RogueMike » 18. Apr 2019, 00:11

Andre Peschke hat geschrieben:
17. Apr 2019, 20:38
Es geht in der Diskussion ja nicht um die Extreme, sondern darum dass viele Menschen unglücklich einem Ideal hinterherlaufen, obwohl sie gesundheitlich noch völlig im Rahmen sind (und die mit ihrem Körpertypus vielleicht nichtmal realistisch erreichbar sind). Ich verstehe dein Anliegen zu sagen "Übergewicht ist auch ein Problem und evtl. das erheblich dringlichere". Aber hier ging es nunmal um das andere Ende des Spektrums, da Übergewicht nicht medial zelebriert wird und Übergewichtige Avatare in Spielen gibt es fast nicht. Ergo war dies nicht Bestandteil unserer Betrachtung. Wir sind ja kein Gesundheitspodcast.
Gesundheitspodcast klingt nach einer Marktlücke. I would subscribe. :D Quasi das "Anti-AufEinBier" ;) Wobei ich immer noch auf euer Format "Einen im Tee" warte - quasi als Starkbier-Variante des Sonntagspodcasts. :lol:

Aber ernsthaft: Hier bewegen wir uns natürlich im Bereich der subjektiven Empfindung. Als langjähriger Fitnessstudio-Besucher habe ich das Gefühl, dass es in den letzten Jahren vermehrt einen (leichten) Trend weg von einem definierten Körper als Idealvorstellung gibt, d.h. salopp gesagt "Hauptsache Masse", was dann oftmals in erster Näherung Fettaufbau und nicht Muskelaufbau gleichkommt. Meiner Meinung nach nicht der ideale Ansatz und summa summarum habe ich nicht den Eindruck, dass eine unrealistische Körper-Idealvorstellung vorherrscht. Es ist aber sehr wohl suboptimal, wenn sich die Leute zu sehr den Kopf darüber zerbrechen, nicht exakt dem Ideal - was auch immer das ist - zu entsprechen. Man sollte tendenziell versuchen, weniger binär zu denken oder mit anderen Worten: Eine "7 /10" ist (in der Regel) doch bereits deutlich über dem Schnitt.
Andre Peschke hat geschrieben:
17. Apr 2019, 20:38
Wir wollen mal eine Folge dazu machen, wie man Studien lesen und verstehen kann. Aber das ganze wird nicht so tief einsteigen können, wie du es hier beschreibst. Dann wird es unverständlich (IMO) und es wäre auch vom Aufwand her für Helge nicht machbar jede Studie zusätzlich noch auf diesem Detailgrad so aufzubereiten, dass er sie für den Hörer nachvollziehbar wiedergeben kann.
Das würde ich als sinnvoll erachten und vielleicht wäre es einen Versuch wert, auch einigermaßen komplizierte Sachverhalte in nachvollziehbaren Worten wiederzugeben. Allerdings stimmt es schon: Das Feld der Statistik (und alles was daran angrenzt) ist vielleicht ein Paradebeispiel eines Fachgebiets, in welchem man umso "verwirrter" wird, je mehr man darüber weiß. In der Schule und auch in meinen ersten beiden Statistik-Kursen in universitärem Umfeld dachte ich noch "das ist ja eigentlich ganz easy". Zur Zeit vollziehe ich eine Transformation zum allgemeinen Data Scientist (Schwerpunkt ist im Wesentlichen das weite Feld des maschinellen Lernens und ich komme ursprünglich aus der Meteorologie bzw. Atmosphärenphysik) und Statistik (genauer: "statistical inference") ist definitiv ein Bereich, in dem ich mich noch unsicher fühle bzw. ich merke immer mehr, wie schwierig es ist, die exakte Wahrheit hinter Daten zu ermitteln.
Andre Peschke hat geschrieben:
17. Apr 2019, 20:38
Letzteres ist sicher machbar und können wir gern tun - soweit machbar (so manche Studie ist ja nicht frei zugänglich).

Andre
Das wäre sehr nett - und dürfte eigentlich recht wenig Aufwand bedeuten!? (Ich vermute, dass ihr für eure Recherche ohnehin eine entsprechende Liste erstellt) Auch Links, die nicht für alle zugänglich sind, können vielleicht nicht schaden, denn manch hat vielleicht dennoch irgendwie Zugriff.

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Sakesleg
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Re: Nachgeforscht: Körperbilder

Beitrag von Sakesleg » 18. Apr 2019, 08:32

RogueMike hat geschrieben:
18. Apr 2019, 00:11
Das wäre sehr nett - und dürfte eigentlich recht wenig Aufwand bedeuten!? (Ich vermute, dass ihr für eure Recherche ohnehin eine entsprechende Liste erstellt) Auch Links, die nicht für alle zugänglich sind, können vielleicht nicht schaden, denn manch hat vielleicht dennoch irgendwie Zugriff.
*hust* sci-hub *hust* ;)

meieiro
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Re: Nachgeforscht: Körperbilder

Beitrag von meieiro » 18. Apr 2019, 14:10

Nur ne kurze Anmerkung zum BMI. Ich halte nichts vom BMI als Maßstab für Übergewicht. Jeder größer man ist, desto mehr verschiebt sich der Wert Richtung übergewicht. Und das sage ich nicht nur weil ich über 190 groß bin und einen BMI deutlich im Übergewichtbereich habe.

ZiggyStardust
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Re: Nachgeforscht: Körperbilder

Beitrag von ZiggyStardust » 18. Apr 2019, 15:27

Nichts finde ich unästhetischer als Übergewicht. Früher galt dieses ja angeblich mal als Zeichen von Wohlstand und war positiver konnotiert.
Ich denke schon, dass die Medien darauf einen Einfluss haben. Kann mich nicht daran erinnern mal eine/einen tagesschau-SprecherIn gesehen zu haben, der mehr als 100 kg wiegt. Wenn erfolgreiche Menschen in den Medien vorgestellt werden, sind die in der Regel nicht stark übergewichtig. Videospielcharaktere spiegeln das Bild der Medien wieder. Bis auf Super Mario fällt mir keine Videospielikone ein, die nicht schlank ist.

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