Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

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Dr. Zoidberg [np]
Cronjob of Justice
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Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Dr. Zoidberg [np] »

Wie ja inzwischen bekannt ist, findet der DCP dieses Jahr - trotz Corona - trotzdem statt, wenn auch nur als sog. Digital-Gala. Heute wurden die Nominierungen verkündet:

Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 100.000 Euro für das Gewinnerspiel und jeweils 25.000 Euro für die weiteren Nominierten)
Anno 1800 (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
Sea of Solitude (Jo-Mei / Electronic Arts)
Through the Darkest of Times (Paintbucket Games / HandyGames)

Bestes Familienspiel (dotiert mit 75.000 Euro)
Lost Ember (Mooneye Studios)
Through the Darkest of Times (Paintbucket Games / HandyGames)
Tilt Pack (Navel / Super.com)

Nachwuchspreise – Bestes Debüt (dotiert mit 40.000 Euro)
Avorion (Boxelware)
Lonely Mountains: Downhill (Megagon Industries / Thunderful Publishing)
The Longing (Studio Seufz / Application Systems Heidelberg)

Nachwuchspreise – Bester Prototyp (dotiert mit 35.000 Euro für den besten Prototypen und jeweils 20.000 Euro für vier weitere Nominierte)
Couch Monsters (Laurin Grossmann, John Kees, Marie Maslofski, Dennis Oprisa, Luca Storz, Jaqueline Vintonjek - HTW Berlin)
Echoes of Etrya (Nik Douglas, Sylvia Exner, Lisa Günther, Robin Hentschel, Silvan Koch, Pia Krensel, Jacob Menz, Melina Stratmann, Soren Wagner - S4G School for Games)
Prim (Oskar Alvarado, Bryan Atkinson, Jonas Fisch, Florian Genal, Michael Kenny, Maria Pendolino, Sascha Schneider - CMMN CLRS)
Sonority (Franca Bittner, Marvin Clauß, Nadine Harter, Şahin Kablan, Madeline Reinaldo Mendoza, Lisa Nonnemacher, Clemens Sandner, Alice Schlotterbeck, Elisa Schorrig, Willi Schorrig, Vladyslav Trutniev)
Wild Woods (Nadja Clauberg, Moritz Heinemeyer, Johannes Kutsch, Eric Massenberg, Marcus Meiburg - HAW Hamburg)

Beste Innovation und Technologie (dotiert mit 30.000 Euro)
Blautopf VR (Pixelcloud, TELLUX Next / Südwestrundfunk SWR, TELLUX Next)
Lonely Mountains: Downhill (Megagon Industries / Thunderful Publishing)
Pingunauten Trainer (Lehrstuhl für Medieninformatik, Universität Duisburg-Essen)

Beste Spielewelt und Ästhetik (dotiert mit 30.000 Euro)
Lost Ember (Mooneye Studios)
Sea of Solitude (Jo-Mei / Electronic Arts)
The Longing (Studio Seufz / Application Systems Heidelberg)

Bestes Gamedesign (dotiert mit 30.000 Euro)
Anno 1800 (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
Spellforce 3: Soul Harvest (Grimlore Games / THQ Nordic)
The Surge 2 (Deck13 / Focus Home Interactive)

Bestes Serious Game (dotiert mit 30.000 Euro)
Kleine Löschmeister (Daedalic Entertainment Bavaria / Versicherungskammer Bayern)
Tapestories (Pop Rocket Labs / PETA Deutschland e.V.)
Through the Darkest of Times (Paintbucket Games / HandyGames)

Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 30.000 Euro)
Arbo (It Matters Games)
Song of Bloom (Kamibox)
Stranded Sails (Lemonbomb Entertainment / Rokaplay)

Bestes Expertenspiel (dotiert mit 30.000 Euro)
Anno 1800 (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
Avorion (Boxelware)
The Longing (Studio Seufz / Application Systems Heidelberg)

Bestes Internationales Spiel (undotiert)
Apex Legends (Electronic Arts)
Star Wars Jedi: Fallen Order (Electronic Arts)
The Outer Worlds (Obsidian Entertainment)

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert)
Apex Legends (Electronic Arts)
Dreams (Media Molecule / Sony Interactive Entertainment)
Unrailed! (Indoor Astronaut / Daedalic Entertainment)

Spielerin/Spieler des Jahres (undotiert)
Gob b (Fatih Dayik)
GameTube (Daniel Feith, Martin Le, Michael Obermeier und Christian Schneider)
MoAuba (Mohammed Harkous)

Bestes Studio (dotiert mit 30.000 Euro)
Deck 13 Interactive (Frankfurt am Main)
Mooneye Studios (Hamburg)
Yager Development (Berlin)

Siehe https://deutscher-computerspielpreis.de ... n-spiele-0


Immerhin wird das beste Spiel schon mal nicht so ein Totalreinfall wie letztes Jahr :lol:
Ansonsten finde ich es etwas skurill, dass die Kategorie "Spielerin/Spieler des Jahres" so gedehnt wird und mit GameTube eine Gruppe an Leuten nominiert wird

imanzuel
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von imanzuel »

Komische Nominierungen (sofern ich die Sachen kenne), aber was soll man auch großartig erwarten...

Was hat Yager veröffentlicht das es sich "Bestes Studio (Nominierung)" abgreifen darf? The Cycle interessiert keine Sau und soll auch nicht wirklich gut sein. Die Nominierungen für bestes internationales Spiel spricht auch Bände, man nominiert halt was man kennt. Das Sea of Solitude und Through... für bestes Spiel nominiert sind zeigt immer noch die Qualität der dt. Spielebranche, die irgendwo im Keller liegt.
Notiz für mich
Top-Spiele 2020: 1. Half Life: Alyx (10/10) 2. Ori 2 (9/10) 3. Doom Eternal (8/10) 4. DB: Kakarott (6/10)
Flop-Spiele 2020: -

Sanity Assassin
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Sanity Assassin »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
26. Mär 2020, 13:18
Ansonsten finde ich es etwas skuril, dass die Kategorie "Spielerin/Spieler des Jahres" so gedehnt wird und mit GameTube eine Gruppe an Leuten nominiert wird
Ist halt die Frage, was die sehr schwammige Kategorie abbilden soll. Wenn man aber wen aus dem GT-Team nehmen will, müssen es halt alle sein. Vermute mal, das steht im Zusammenhang mit dieser Spendenstream-Sache für den BR, in Sachen normale Let's Plays war bei GT auch schon mal mehr los als letztes Jahr.

"Through The Darkest Of Times" als bestes Familienspiel finde ich relativ kurios.

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Vinter
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Vinter »

Wow, The Surge 2 nicht mal für bestes Spiel nominiert, dafür aber zwei Titel, die spielerisch nicht das Gelbe vom Ei sind, dafür aber mit Kunst und Politik nen guten Eindruck machen. Nicht falsch verstehen, nichts gegen SoS und TTDOT, aber daran ist schon wieder so viel falsch und die Nominierungen so offensichtlich politisch gefärbt... Man muss die Fördergelder ja mit pädagogisch wertvollen Beiträgen legitimieren

Oder sind die Juroren beim DCP einfach nur nicht in der Lage, ein gutes Spiel zu erkennen?!

Und dann hat man extra eine Kategorie wie "bestes intermationales Spiel" und nutzt es dazu, EA und Take2 ein bißchen Promo zu geben, statt solchen Titeln wie Outer Wilds und Disco Elysium.

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Soulaire
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Soulaire »

befürchte dass "through the darkest of times" bestes deutsches Spiel wird. wird sich die Marketing-Strategie im Vorfeld wohl auszahlen. das Spiel fühlt sich unglaublich leer an und es hat auf gar keiner Ebene etwas interessantes zu sagen, nicht mal auf der Visuellen.
Sea of Solitude wäre aber auch nicht viel besser. Diese beiden Spiele scheitern mMn kolossal an ihren eigenen Ansprüchen.
Anno wäre ein relativer Standard -Gewinner, weswegen ich glaube dass die Jury einen anderen Weg in diesem Jahr gehen wird.

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Soulaire
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Soulaire »

Star Wars wurde bestimmt nur wegen den Foto-Motiven nominiert :D
SpoilerShow
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Andre Peschke
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Andre Peschke »

Soulaire hat geschrieben:
26. Mär 2020, 14:28
befürchte dass "through the darkest of times" bestes deutsches Spiel wird.
Wenn man sich die Kriterien des DCP anschaut: https://deutscher-computerspielpreis.de/kriterien

--> Wäre es geradezu inkonsequent, wenn TTDOT den Preis nicht gewinnt.

Andre

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Soulaire
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Soulaire »

Andre Peschke hat geschrieben:
26. Mär 2020, 17:52
Soulaire hat geschrieben:
26. Mär 2020, 14:28
befürchte dass "through the darkest of times" bestes deutsches Spiel wird.
Wenn man sich die Kriterien des DCP anschaut: https://deutscher-computerspielpreis.de/kriterien

--> Wäre es geradezu inkonsequent, wenn TTDOT den Preis nicht gewinnt.

Andre
sehe ich nicht so.
objektiv kann man sicherlich einen Haken hinter vielen Punkten machen. ändert aber meiner Meinung nichts an der Hülle ohne Inhalt.

bei den Kriterien muss ich mir sowieso an den Kopf fassen.
Beispiele: "und erlaubt regelmäßiges und häufiges Speichern des Spielfortschritts"
oder "besticht durch....und einen wendungsreichen Plot"
wie kann man den Entwicklern bitte vorschreiben wie ihr Speichersystem auszusehen hat oder dass der Plot wendungsreich sein soll?!
kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen und wirkt irgendwie weltfremd...

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Jon Zen
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Jon Zen »

Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
26. Mär 2020, 13:18
Spielerin/Spieler des Jahres (undotiert)
Gob b (Fatih Dayik)
GameTube (Daniel Feith, Martin Le, Michael Obermeier und Christian Schneider)
MoAuba (Mohammed Harkous)
Gob B --> Deutsche Counterstrike Legende beendete seine aktive Kariere und ist jetzt Coach https://liquipedia.net/counterstrike/Gob_b
MoAuba --> Fifa Weltmeister https://liquipedia.net/fifa/MoAuba
GameTube --> ???
Sanity Assassin hat geschrieben:
26. Mär 2020, 13:31
Vermute mal, das steht im Zusammenhang mit dieser Spendenstream-Sache für den BR, in Sachen normale Let's Plays war bei GT auch schon mal mehr los als letztes Jahr.

Wenn man ein Team oder eine einzelne Person für eine soziale Aktion auszeichnen möchte, kann man dafür nicht einen Ehrenpreis nutzen?
Aber alle 3 Nominierten sind schwer zu vergleichen:
Gob B wohl für seine Historie, MoAuba für seine Leistungen 2019 und GameTube dann aufgrund von sozialem Engagement laut Sanity Assassin.
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Soulaire
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Soulaire »

Jon Zen hat geschrieben:
26. Mär 2020, 19:34
Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
26. Mär 2020, 13:18
Spielerin/Spieler des Jahres (undotiert)
Gob b (Fatih Dayik)
GameTube (Daniel Feith, Martin Le, Michael Obermeier und Christian Schneider)
MoAuba (Mohammed Harkous)
Gob B --> Deutsche Counterstrike Legende beendete seine aktive Kariere und ist jetzt Coach https://liquipedia.net/counterstrike/Gob_b
MoAuba --> Fifa Weltmeister https://liquipedia.net/fifa/MoAuba
GameTube --> ???
Sanity Assassin hat geschrieben:
26. Mär 2020, 13:31
Vermute mal, das steht im Zusammenhang mit dieser Spendenstream-Sache für den BR, in Sachen normale Let's Plays war bei GT auch schon mal mehr los als letztes Jahr.

Wenn man ein Team oder eine einzelne Person für eine soziale Aktion auszeichnen möchte, kann man dafür nicht einen Ehrenpreis nutzen?
Aber alle 3 Nominierten sind schwer zu vergleichen:
Gob B wohl für seine Historie, MoAuba für seine Leistungen 2019 und GameTube dann aufgrund von sozialem Engagement laut Sanity Assassin.
diese Kategorie erinnert mich daran: https://www.gamepro.de/artikel/ninja-be ... 51978.html
:D

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Jon Zen
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Jon Zen »

Soulaire hat geschrieben:
26. Mär 2020, 20:20
Jon Zen hat geschrieben:
26. Mär 2020, 19:34
Dr. Zoidberg [np] hat geschrieben:
26. Mär 2020, 13:18
Spielerin/Spieler des Jahres (undotiert)
Gob b (Fatih Dayik)
GameTube (Daniel Feith, Martin Le, Michael Obermeier und Christian Schneider)
MoAuba (Mohammed Harkous)
Gob B --> Deutsche Counterstrike Legende beendete seine aktive Kariere und ist jetzt Coach https://liquipedia.net/counterstrike/Gob_b
MoAuba --> Fifa Weltmeister https://liquipedia.net/fifa/MoAuba
GameTube --> ???
Sanity Assassin hat geschrieben:
26. Mär 2020, 13:31
Vermute mal, das steht im Zusammenhang mit dieser Spendenstream-Sache für den BR, in Sachen normale Let's Plays war bei GT auch schon mal mehr los als letztes Jahr.

Wenn man ein Team oder eine einzelne Person für eine soziale Aktion auszeichnen möchte, kann man dafür nicht einen Ehrenpreis nutzen?
Aber alle 3 Nominierten sind schwer zu vergleichen:
Gob B wohl für seine Historie, MoAuba für seine Leistungen 2019 und GameTube dann aufgrund von sozialem Engagement laut Sanity Assassin.
diese Kategorie erinnert mich daran: https://www.gamepro.de/artikel/ninja-be ... 51978.html
:D
Aber Recht hat Ninja ja:
"Ich will als einer der besten Gamer aller Zeiten erinnert werden, wenn nicht der beste. Das wird aber vielleicht nie passieren, weil wir nicht wirklich wissen, was den Besten ausmacht. Kompetitiv, Gamer, Streamer, von wo wird der Beste kommen?"
Meine Meinung: Der "Beste" des Jahres muss an seinen spielerischen Leistungen innerhalb dieses Jahres germessen werden. Weil es aber viele verschiedene Spiele gibt, muss man - genauso wie im klassischen Sport - sich auf einen Konsens zwischen den einzelnen Spielen einigen, also zwischen besonders herausragenden Leistungen innerhalb dieses Spiels, gewichtet mit seiner Bedeutung im E-Sport und bei einem Mannschaftssport: gewichtet nach dem persönlichem Einfluss auf den Erfolg des Teams.

Aber man sieht, wenn man damit anfängt, benötigt man eigentlich noch Preise für das beste Team, für den besten/einflussreichsten Streamer/Youtuber, für besonderen Einfluss auf ein Spiel (hier z.B. gob b) und für soziales Engagement.

Der DCP hat nun nur eine Kategorie dafür eingeführt, besser als nichts.
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Andre Peschke
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Andre Peschke »

Soulaire hat geschrieben:
26. Mär 2020, 18:17
sehe ich nicht so.
objektiv kann man sicherlich einen Haken hinter vielen Punkten machen. ändert aber meiner Meinung nichts an der Hülle ohne Inhalt.
Ich finde, der DCP hat über die Jahre klar gemacht, was er auszeichnen will. Es ist nicht "das beste Spiel", wie wir es verstehen. Insofern soll TTDOT gern den Pädagogik-Preis bekommen. Es ist ja ein Förderpreis und da ist das Geld bei Paintbucket Games jetzt nicht ins Klo gekippt. Besser, als es Anno zu geben, auch wenn das "korrekter" wäre, vermutlich. Ja, ich würde da auch Surge 2 sehen wollen. Das es nichtmal nominiert ist, ist mal wieder ein Witz. Aber inzwischen bin ich da abgestumpft.
Jon Zen hat geschrieben:
26. Mär 2020, 21:14
Der DCP hat nun nur eine Kategorie dafür eingeführt, besser als nichts.
Ich glaube, das ist eine Vermarktungskategorie. Man will Leute mit Reichweite nominieren, damit die über den Preis reden und junge Leute erreichen. Das ist der Sinn der Kategorie und jedes weitere Nachdenken über deren Definition vergeben Liebesmüh.

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Fährmann
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Fährmann »

Andre Peschke hat geschrieben:
27. Mär 2020, 09:19
Ich glaube, das ist eine Vermarktungskategorie. Man will Leute mit Reichweite nominieren, damit die über den Preis reden und junge Leute erreichen. Das ist der Sinn der Kategorie und jedes weitere Nachdenken über deren Definition vergeben Liebesmüh.
Ich verstehe das Argument. Dann hätte man in meinen Augen wirklich jemanden nominieren müssen, der bei Jugendlichen auch zieht. Oder etwa Gronkh, was im Sinne eines Lebenswerks mit Sicherheit angemessen wäre. Und dann ist es bemerkenswert, dass keine Frau nominiert ist.

Umgekehrt wirkt es schmierig, dass mit den sympathischen Leuten von Gametube eine Gruppe nominiert ist, die zur Gamestar gehören und dass gleichzeitig die Gamestar traditionell eng mit der DCP Jury verbandelt ist. In diesem Jahr sitzt Rae Grimm drin, die gerade aktiv für die Gamepro arbeitet, sowie Maxi Gräff und Pietsmiet, die das zumindest in der Vergangenheit getan haben. Außerdem Größen wie Björn Pankratz, Jan Theysen, usw. die bestimmt schon mehrfach von Michael Obermeier interviewt wurden.

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Andre Peschke
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Andre Peschke »

Fährmann hat geschrieben:
27. Mär 2020, 10:47
In diesem Jahr sitzt Rae Grimm drin, die gerade aktiv für die Gamepro arbeitet, sowie Maxi Gräff und Pietsmiet, die das zumindest in der Vergangenheit getan haben. Außerdem Größen wie Björn Pankratz, Jan Theysen, usw. die bestimmt schon mehrfach von Michael Obermeier interviewt wurden.
Aus der Perspektive ist die ganze Branche miteinander verbandelt. Ich kenne jeden Einzelnen der genannten persönlich, zB. Wenn man Leute vom Fach entscheiden lassen will, kommt man nicht drum herum darauf zu vertrauen, dass sie nach bestem Wissen und Gewissen unparteiisch entscheiden.

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Jon Zen
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Jon Zen »

Andre Peschke hat geschrieben:
27. Mär 2020, 09:19
Jon Zen hat geschrieben:
26. Mär 2020, 21:14
Der DCP hat nun nur eine Kategorie dafür eingeführt, besser als nichts.
Ich glaube, das ist eine Vermarktungskategorie. Man will Leute mit Reichweite nominieren, damit die über den Preis reden und junge Leute erreichen. Das ist der Sinn der Kategorie und jedes weitere Nachdenken über deren Definition vergeben Liebesmüh.

Andre
Das stimmt wohl leider. Indem sie zwei Pro Player nominiert haben, bekommen sie etwas Aufmerksamkeit aus der Fifa und CS Szene und mit der Nominierung von GameTube erhalten sie Presse von Gamestar/Gamepro.

Fährmann hat geschrieben:
27. Mär 2020, 10:47
Ich verstehe das Argument. Dann hätte man in meinen Augen wirklich jemanden nominieren müssen, der bei Jugendlichen auch zieht. Oder etwa Gronkh, was im Sinne eines Lebenswerks mit Sicherheit angemessen wäre. Und dann ist es bemerkenswert, dass keine Frau nominiert ist.
Es wäre vielmehr bemerkenswert, wenn eine Frau nominiert worden wäre. Oder kennst du eine deutsche Progamerin, die in einem der Esport Toptitel eine anerkannte Größe ist, deren Erfolge und Einfluss vergleichbar mit MoAuba und gob b sind? Eine Streamerin wäre auch immer unbekannter als besagter Gronkh. Natürlich ist das Schade.
Das hätte dann zur Folge gehabt, dass es einen Shitstorm gegeben hätte, weil sie im Verhältnis zu ihren männlichen Mitnominierten unbekannt wäre. Dann wäre die Frau in der äußerst misslichen Lage gewesen, sich verteidigen zu müssen.
Das wäre eine Lose-Lose-Situation für die Nominierte und für den Preis.

Man mag von der Gametube Nominierung halten was man möchte, aber gegen gob b und MoAuba können selbst Hater wenig sagen.
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Fährmann
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Fährmann »

Jon Zen hat geschrieben:
27. Mär 2020, 19:50
Man mag von der Gametube Nominierung halten was man möchte, aber gegen gob b und MoAuba können selbst Hater wenig sagen.
Ich stimme prinzipiell zu, finde aber gleichzeitig: Wenn ich die Wahl zwischen zwei anerkannten E-Sportlern + Frau und zwei anerkannten E-Sportlern + Gametube (die mit der halben Jury verbandelt sind) habe, würde ich immer zu ersterem tendieren. Natürlich bekommst du nen Shitstorm, wenn du ne Frau nominierst. Das ist einfach der derzeitige Stand der Gamerszene, in dem wir uns befinden. Aber das heißt nicht, dass du keine Frau nominieren solltest. Ich glaube, jemand wie Honeyball Games oder Thrashtazmani haben in den letzten Jahren deutlich mehr neue Zielgruppe in den Markt reingebracht, als jeder beliebige deutsche E-Sportler. (... was nicht heißen soll, dass deren individuelle Leistungen dadurch geschmälert werden)

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Andre Peschke
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Andre Peschke »

Fährmann hat geschrieben:
27. Mär 2020, 22:29
Ich stimme prinzipiell zu, finde aber gleichzeitig: Wenn ich die Wahl zwischen zwei anerkannten E-Sportlern + Frau und zwei anerkannten E-Sportlern + Gametube (die mit der halben Jury verbandelt sind) habe, würde ich immer zu ersterem tendieren.
Man müsste da mal schauen, wie der Nominierungsprozess überhaupt abläuft. Ich würde vermuten, da ist keine Jury losgezogen und hat sich die Kandidaten ausgesucht, sondern die wurden vom Publikum vorgeschlagen (vllt sogar ausgewählt oder die Menge der Vorschläge zu den Einzelnen wurde mit in die Auswahl einbezogen).

Wenn also einfach keine Frau vorgeschlagen wurde, stand sie auch nicht zur Wahl.

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Rigolax
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Rigolax »

Through the Darkest of Times als "Serious Game" finde ich auch etwas schräg. Ich bezeichnete das Spiel zwar vor Veröffentlichung ohne viel Nachzudenken auch schon mal so, bin mir aber nicht sicher, wie "objektiv" die Zuschreibung ist.

Nach der Kategorienerklärung auf der Website des DCP könnte man das aber wohl mit dem Ziel der "Verhaltungsänderung" [was für ein Wort, ich kenne eher nur "Verhaltensänderung"] oder des gesellschaftlich relevanten Themas begründen. https://deutscher-computerspielpreis.de ... rious-game Orwell hat den Preis schließlich auch mal gewonnen.

Ich habe jedenfalls die längere Podcast-Folge mit Friedrich, also einem der Entwickler, zwar gehört, aber weiß grad gar nicht mehr, ob sie allgemein etwas zu der Zuschreibung als Serious Game gesagt haben (oder anderswo). -- Beim Googeln eben fand ich einen Spiegel-Artikel, in welchem ein videospielaffiner Historiker zumindest auch als eher ablehnend gegenüber der Zuschreibung dargestellt wird: https://www.spiegel.de/netzwelt/games/t ... 92ba39b251

Es ist eben ja imho nur insoweit "serious", dass es eine klare Botschaft/Message hat; lehrreich im engeren Sinne wie ein Attentat 1942 in Bezug auf historische Ereignisse ist es ja eher nicht. Ansonsten könnte man noch sehr viele andere Titel als Serious Game einordnen, was imho uferlos werden könnte (Sea of Solitude wäre dann wohl auch ein potentieller Kandidat gewesen, nehme ich an). Fraglich ohnehin für mich, was die Nominierung bei dieser Art von Spiel bezwecken soll, da ja schon aus den verlinkten zentralen Kriterien des DCP klar wird, dass sie in gewisser Weise generell (vor allem) "wertvolle" Spiele auszeichnen wollen; die Überschneidungen zu "seriousness" im Sinne des DCP wird da schon recht deutlich.

---

The Longing als "Expertenspiel" find ich auch etwas merkwürdig erstmal, da ich das Spiel nicht als sehr komplex bzw. für "Experten" wahrnehme, sondern eher halt mit einem gewissen Gimmick daherkommt. Vermutlich reicht da das "ungewöhnliche Spielkonzept": https://deutscher-computerspielpreis.de ... ertenspiel Aber gut, ist auch das erste Mal, dass die Kategorie vergeben wird.

---

Na ja, ich hoffe auf Preise für Lonely Mountains: Downhill. Das hat mir sehr gefallen. Übrigens im Xbox Game Pass for PC enthalten (unbezahlte Werbung).

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Pan Sartre
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Pan Sartre »

Rigolax hat geschrieben:
28. Mär 2020, 01:37
---

The Longing als "Expertenspiel" find ich auch etwas merkwürdig erstmal, da ich das Spiel nicht als sehr komplex bzw. für "Experten" wahrnehme, sondern eher halt mit einem gewissen Gimmick daherkommt. Vermutlich reicht da das "ungewöhnliche Spielkonzept": https://deutscher-computerspielpreis.de ... ertenspiel Aber gut, ist auch das erste Mal, dass die Kategorie vergeben wird.

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Ich finde die Kategorie "Expertenspiel" ansich etwas merkwürdig und ich konnte mir gar nichts drunter vorstellen. Ein Spiel für Experten? Ein Spiel von Experten? Was sind Experten?
Aber auch wenn ich mir die Definition anschauen, bin ich mir unschlüssig, was damit erreicht werden soll? Damit auch der Rest, der sonst nichts kriegen würden, nochmal eine Chance hat? :D
Aber andererseits sehe ich dann doch gerade so etwas wie "The Longing" in der Kategorie, wenn man die Prämissen nimmt. Wie du selbst sagst "ungewöhnliches Spielkonzept". Außerdem richtet es sich an eine schwer zu beschreibende Zielgruppe. Unter anderem mich. Tendenziell Leute, für die ein Spiel nicht immer unbedingt "Unterhaltung" oder Realitätsflucht bieten muss. :think:
Also ich würde es ihm in jeder Kategorie gönnen :mrgreen:

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Heretic
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Re: Deutscher Computerspielepreis (DCP) 2020

Beitrag von Heretic »

Pan Sartre hat geschrieben:
30. Mär 2020, 11:26
Ich finde die Kategorie "Expertenspiel" ansich etwas merkwürdig und ich konnte mir gar nichts drunter vorstellen.
Ich finde die Bezeichnung ebenfalls unglücklich. Aber "Nischenspiel" klingt halt auch nicht so doll. :D

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