Vielleicht weil die schon mal 400.000 Euro aus der Bundesföderung zur Entwicklung bekommen haben? Das wäre der einzige Grund der mir spontan einfallen würde.https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen- ... DStadtfeld.
Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
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Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
- bluttrinker13
- Beiträge: 6675
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-
Mo von Wimate
- Beiträge: 392
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Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Ich weiß es nicht, aber vielleicht haben die Entwickler sich nicht beworben, also ihr Spiel nicht eingereicht?
Oder sie haben es eingereicht, aber es nicht in die Nominierung geschafft, waren ja eh immer nur 3 - 5 Spiele pro Kategorie. Ich hätte Drova zwar einen Preis gegönnt, fand die Nominierten aber trotzdem alle spannend.
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Vermutlich hätte Drova die Preise verdient gehabt. Enshrouded hat aber eine große Playerbase (und ich kann über dessen Qualität nicht urteilen).
Die Preise für Thronefall kann ich allerdings weniger nachvollziehen. Ja, sympathische Entwickler mit einem erfolgreichen ersten Spiel.
Aber hat das wer durchgespielt? Wir bewegen uns hier im super seichten Wasser. Gefühlt habe ich es 2 Tage später schon wieder vergessen gehabt. Keine besondere Originalität. Keine tiefen Mechaniken. Es ist gerade so gefällig, dass es nicht zu langweilig wird, aber auch nicht so fordernd, dass man abbricht. In meiner persönlichen Wertungsskala, die 0-10 ausreißt, wäre Thronefall eine 4.* In einem Spieletest vielleicht eine 60-65 - was ja gar nicht schlecht ist für den Scope des Spiels. Aber in Anbetracht von 83 mio Deutschen und der Größe des hiesigen Spielemarkts eigentlich doch zu wenig, um einen Preis abzuräumen.
Ich beziehe mich auf die EA Version des Spiels. Also berichtig mich, falls da noch Bahnbrechendes passiert sein sollte.
Die Preise für Thronefall kann ich allerdings weniger nachvollziehen. Ja, sympathische Entwickler mit einem erfolgreichen ersten Spiel.
Aber hat das wer durchgespielt? Wir bewegen uns hier im super seichten Wasser. Gefühlt habe ich es 2 Tage später schon wieder vergessen gehabt. Keine besondere Originalität. Keine tiefen Mechaniken. Es ist gerade so gefällig, dass es nicht zu langweilig wird, aber auch nicht so fordernd, dass man abbricht. In meiner persönlichen Wertungsskala, die 0-10 ausreißt, wäre Thronefall eine 4.* In einem Spieletest vielleicht eine 60-65 - was ja gar nicht schlecht ist für den Scope des Spiels. Aber in Anbetracht von 83 mio Deutschen und der Größe des hiesigen Spielemarkts eigentlich doch zu wenig, um einen Preis abzuräumen.
Ich beziehe mich auf die EA Version des Spiels. Also berichtig mich, falls da noch Bahnbrechendes passiert sein sollte.
https://steamcommunity.com/id/Jon-Zen/ | Unsere Biervorräte schwinden dahin, Sire!
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Das Spiel ist super gut bewertet auf Steam und selbst ich - der Tower Defense normalerweise als abschreckend empfindet - hatte Spaß damit. Das ist jetzt kein absolutes Highlight, wo ich andauernd wieder dran denken muss, aber das war Dorfromantik auch nicht. Einfach ein kleines und charmantes Spiel, das für mich und den Preis genau richtig war.
Und es ist ja jetzt nicht so, dass der deutsche Spielemarkt so stark aufgestellt ist, dass man aus vielen Titeln wählen könnte, die a) diese Qualität haben und b) so ein Publikum (auch international) erreichen konnten.
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Das Spiel ist super gut (96% positiv) auf Steam bewertet, weil es keinen Grund für eine negative Rezension gibt. Auf der anderen Seite unterstützen viele Userinnen und User kleine Spiele gerne mit einer positiven Bewertung. Das hat keine Aussagekraft darüber, wie gut das Spiel ist, sondern nur, dass es gefällig ist.
Drova hat übrigens auch 95% positive Bewertungen, ein Enshrouded mit deutlich größeren Ambitionen bekommt dagegen "nur" 86% positive Bewertungen (was genretypisch ist), genauso wie Doom: The Dark Ages, ein GTA V hat 67% positive Bewertungen (vermutlich ein verzerrender Shitstorm).
Drova hat übrigens auch 95% positive Bewertungen, ein Enshrouded mit deutlich größeren Ambitionen bekommt dagegen "nur" 86% positive Bewertungen (was genretypisch ist), genauso wie Doom: The Dark Ages, ein GTA V hat 67% positive Bewertungen (vermutlich ein verzerrender Shitstorm).
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Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Da muss ich eine Lanze für das Spiel brechen. Mir hat und macht es auch immer noch sehr viel Spaß, hab jetzt 36 Stunden in dem Spiel und gerade wieder Lust auf eine Partie bekommen. Durch den Endlosmodus kann man es auch gar nicht wirklich durchspielen und gerade der mit seinen Rogue-like Elementen hat mich sehr gehookt. Aber auch vorher habe ich das Spiel sehr gerne im EA gezockt. Aus meiner Warte hat das Spiel die Preise voll verdient.
Damit will ich dir nicht deine Wertung absprechen, aber ich zumindest hätte das Spiel auch für sich gut bewertet.
- Leonard Zelig
- Beiträge: 5190
- Registriert: 5. Jan 2016, 19:56
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Schön, dass Harold Halibut von den Slow Bros. auch einen Preis gewonnen hat. Das hat mir letztes Jahr richtig gut gefallen.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."
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- deleted_user456
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Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Das ist halt deine Meinung. Meine ist, dass das Spiel außerordentlich ist und auch ersichtlich warum, wenn man sich interviews mit den Entwicklern anhört, da sind ziemlich fähige Leute am Werk. Sicherlich war auch Glück dabei, das ist ja mittlerweile in der Flut an Spielen fast unvermeidlich geworden. Für mich hat es die Preise und Bewertungen verdient.Jon Zen hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 01:00 Das Spiel ist super gut (96% positiv) auf Steam bewertet, weil es keinen Grund für eine negative Rezension gibt. Auf der anderen Seite unterstützen viele Userinnen und User kleine Spiele gerne mit einer positiven Bewertung. Das hat keine Aussagekraft darüber, wie gut das Spiel ist, sondern nur, dass es gefällig ist.
Drova hat übrigens auch 95% positive Bewertungen, ein Enshrouded mit deutlich größeren Ambitionen bekommt dagegen "nur" 86% positive Bewertungen (was genretypisch ist), genauso wie Doom: The Dark Ages, ein GTA V hat 67% positive Bewertungen (vermutlich ein verzerrender Shitstorm).
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JochenRedinger
- Beiträge: 88
- Registriert: 1. Aug 2024, 12:39
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Zu Thronefall: ICH hab das durchgespielt! Wenn man vom Gedanken an RTS weg und zu dem eines Rätselspiels hin geht, macht es sogar noch mehr Spaß, finde ich. Und der Look ist mMn auch echt schick. Hab mich sehr für die beiden gefreut 
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
wirkt auf mich alles bißchen so als wären es konzessionsentscheidungen: snow riders hat nicht goty bekommen, dafür wird der entwickler studio des jahres. thronefall bekommt als trostpreis bestes gamedesign. und weil harold halibut ansonsten komplett leer ausgehen würde, bekommt es halt zumindest den preis für bestes grafikdesign. damit sich jeder wenigstens ein bißchen freuen kann.Leonard Zelig hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 07:58Schön, dass Harold Halibut von den Slow Bros. auch einen Preis gewonnen hat. Das hat mir letztes Jahr richtig gut gefallen.
nicht falsch verstehen: ich gönne jedem (natürlich) die auzeichnung und ich halte sie auch nicht für unverdient, so weit ich das beurteilen kann. darum gehts nicht. und belege hab ich dafür sowieso nicht. es wirkt halt nur so.
die sache mit drova hätte ich aber trotzdem gerne geklärt. ich mein: so viel auszeichnungsfähiges gibt es ja nun nicht aus deutschland. und dann lässt man noch ein spiel weg, das wohl zweifelsfrei gute chancen auf einen preis gehabt hätte? könnt ihr podcast-verantwortlichen da vielleicht mal nachhören?
-
D13_Michael
- Beiträge: 86
- Registriert: 31. Jul 2018, 11:55
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Da kann ich auch direkt drauf antworten, da müssen die mich nicht extra anschreiben: Wir haben Drova eingereicht - für jede passende Kategorie. Wir wurden nicht nominiert. Gründe werden hierfür idr. nicht genannt. Es ist eine unabhängige Jury deren Entscheidung wir respektieren.bonkic hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 08:54 die sache mit drova hätte ich aber trotzdem gerne geklärt. ich mein: so viel auszeichnungsfähiges gibt es ja nun nicht aus deutschland. und dann lässt man noch ein spiel weg, das wohl zweifelsfrei gute chancen auf einen preis gehabt hätte? könnt ihr podcast-verantwortlichen da vielleicht mal nachhören?
- Leonard Zelig
- Beiträge: 5190
- Registriert: 5. Jan 2016, 19:56
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Ich habe die anderen Titel nicht gespielt, aber zumindest bei Harold Halibut passt der Preis. Die haben die Kulissen erst im echten Leben gebaut und dann virtualisiert. Das sieht schon sehr hübsch aus. Das entschleunigte Gameplay ist wie schon bei Death Stranding Geschmackssache, bei mir hat es gepasst.bonkic hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 08:54wirkt auf mich alles bißchen so als wären es konzessionsentscheidungen: snow riders hat nicht goty bekommen, dafür wird der entwickler studio des jahres. thronefall bekommt als trostpreis bestes gamedesign. und weil harold halibut ansonsten komplett leer ausgehen würde, bekommt es halt zumindest den preis für bestes grafikdesign. damit sich jeder wenigstens ein bißchen freuen kann.Leonard Zelig hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 07:58Schön, dass Harold Halibut von den Slow Bros. auch einen Preis gewonnen hat. Das hat mir letztes Jahr richtig gut gefallen.![]()
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Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
ok. danke.D13_Michael hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 09:55Da kann ich auch direkt drauf antworten, da müssen die mich nicht extra anschreiben: Wir haben Drova eingereicht - für jede passende Kategorie. Wir wurden nicht nominiert. Gründe werden hierfür idr. nicht genannt. Es ist eine unabhängige Jury deren Entscheidung wir respektieren.bonkic hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 08:54 die sache mit drova hätte ich aber trotzdem gerne geklärt. ich mein: so viel auszeichnungsfähiges gibt es ja nun nicht aus deutschland. und dann lässt man noch ein spiel weg, das wohl zweifelsfrei gute chancen auf einen preis gehabt hätte? könnt ihr podcast-verantwortlichen da vielleicht mal nachhören?
interessant und....durchaus erstaunlich. finde ich jedenfalls.
- Dom Schott
- Beiträge: 833
- Registriert: 7. Mai 2018, 13:18
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Da möchte ich am Rande drauf hinweisen, dass das ein Wahrnehmungs- und kein Angebotsproblem ist. Und daran trägt mitunter die Presse, Kolleg:Innen aus Deutschland, eine große Schuld, die noch vor Jahren naserümpfend auf die deutsche Spielebranche blickten und bis heute eher in Ausnahmefällen in hiesige Spielregale hineinschauen.bonkic hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 08:54die sache mit drova hätte ich aber trotzdem gerne geklärt. ich mein: so viel auszeichnungsfähiges gibt es ja nun nicht aus deutschland. und dann lässt man noch ein spiel weg, das wohl zweifelsfrei gute chancen auf einen preis gehabt hätte? könnt ihr podcast-verantwortlichen da vielleicht mal nachhören?Leonard Zelig hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 07:58Schön, dass Harold Halibut von den Slow Bros. auch einen Preis gewonnen hat. Das hat mir letztes Jahr richtig gut gefallen.
Katzen sind super, Zitronenlimo auch und Archäologie ebenfalls.
https://okcool.space/
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Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
das stimmt zweifelsfrei. snow riders und auch thronebreaker wurden ja hierzulande auch weitestgehend ignoriert, ebenso wie traditionell alles von shin'en (aktuell: fast fusion für switch 2). aber dennoch: so sehr viel war da doch trotzdem nicht aus deutschen landen, oder?Dom Schott hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 15:15Da möchte ich am Rande drauf hinweisen, dass das ein Wahrnehmungs- und kein Angebotsproblem ist. Und daran trägt mitunter die Presse, Kolleg:Innen aus Deutschland, eine große Schuld, die noch vor Jahren naserümpfend auf die deutsche Spielebranche blickten und bis heute eher in Ausnahmefällen in hiesige Spielregale hineinschauen.
- Jochen Gebauer
- Beiträge: 2021
- Registriert: 1. Nov 2020, 17:41
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Es ist der DCP. Solche Preise sind im Allgemeinen ein schlechter Gradmesser für tatsächliche Qualität (man schaue sich bloß viele Oscars der 90er an ...), weil sie Trends oft überbewerten, sich dem Zeitgeist verpflichtet fühlen und die Jury zu einem nicht unerheblichen Teil aus Menschen besteht, die gar nicht alle nominierten Titel ausreichend kennen, von den nicht nominierten ganz zu schweigen. Beim DCP kommt noch dazu, dass dort die linke Hand seit jeher nicht zu wissen scheint, was die rechte tut, oder warum. Und dass ein Bundesministerium beteiligt ist, was quasi von Hause aus zur vollständigen Intransparenz verpflichtet.
Kurz: Du wirst nichts geklärt bekommen, weil es nichts zu klären gibt. Deine Erwartungen an den Preis sind einfach falsch. Der ist nicht dafür da, die besten deutschen Spiele des Jahres zu küren. Das behauptet er bloß, um seinen eigentlichen Zweck zu legitimieren: um Fördergelder abzugreifen und Menschen sich wichtig fühlen zu lassen. Dass die besten Spiele des Jahres gewinnen, ist vielleicht ein netter Bonuseffekt und sicherlich gibt es in den Jurys engagierte Leute. Aber das ist nicht der Zweck der Veranstaltung, und je eher man versteht, dass das eine Subventions- und PR-Veranstaltung und keine renommierte Preisverleihung ist, desto weniger ärgert man sich
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
War da nicht eh was von wegen die meisten Spiele hat die Jury gar nicht gespielt?
- Jochen Gebauer
- Beiträge: 2021
- Registriert: 1. Nov 2020, 17:41
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Erstmal muss das Spiel eingereicht werden. Dann gibt es 12 Fachjurys, die daraus nominieren. Die Hauptjury (die auch aus Mitgliedern der Fachjurys besteht, aber nicht nur) entscheidet dann über die Preisträger. Mit ein paar Ausnahmen. Wie zum Beispiel, dass z.B. das beste deutsche Spiel nicht von einer Fachjury vorausgewählt, sondern alleine von der Hauptjury entschieden wird.
Wer in welcher Jury sitzt, ist seit jeher intransparent. Auf der offiziellen Seite werden einige Jurymitglieder gelistet, aber nicht alle. Auch in welcher Fachjury sie konkret sitzen, ist meines Wissens nicht öffentlich, und es wurde zumindest in der Vergangenheit auch nicht gerne gesehen, dass ein Jurymitglied das öffentlich macht.
Nun gibt es sicherlich - gerade in den Fachjurys - engagierte Kolleginnen und Kollegen, die die eingereichten Spiele entweder schon intensiv kennen oder zur Vorbereitung ausführlich spielen. Ich habe aber immer wieder mit Jurymitgliedern gesprochen, die erzählten, dass das nicht die Regel sei. Reingespielt (und manchmal nicht mal das) träfe es in der Mehrheit eher. Ein wenig gesunder Menschenverstand reicht an dieser Stelle eigentlich schon. Woher soll ein ehrenamtliches Jurymitglied, das noch einem Hauptjob und einem Privatleben nachgeht, die Zeit finden (und finden wollen!), etliche Spiele für 10 oder gar 20 Stunden zu spielen? Selbst Spielejournalisten spielen für ihre Arbeit heute oft (deutlich) weniger als ein Spiel monatlich, und das sind - wie Dom richtig anmerkte - meist keine deutschen Spiele.
Und letztlich entscheidet eh die Hauptjury. Wo außer den 24 Vertretern der Fachjurys noch 16 Leute sitzen, die gar nicht in den Fachjurys und am Nominierungsprozess beteiligt waren. Ob die irgendwas gespielt haben? Who knows. Auch hier würde ich wohlwollend davon ausgehen, dass der aufrichtige Versuch unternommen wird, sich im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten ein möglichst gutes Bild zu machen. Aber man muss kein Zyniker sein, um zu ahnen, dass das kein so vollständiges Bild ist, wie notwendig wäre, um tatsächlich die besten Spiele zu prämieren. Und dann kommt noch die ganze Politik dazu.
Schon bei Filmpreisen sieht man ja immer wieder, wie labil für Zeitgeist, Trends, Herdenverhalten solche Jurys sind. Dass sich diese Problematik bei Spielen, die im Schnitt fünfmal, zehnmal so lang und oft viel unzugänglicher sind, exponentiell potenziert, liegt auf der Hand. Dazu muss niemand faul, böse, desinteressiert sein. Strukturen schaffen Ergebnisse, und diese Struktur muss zwangsläufig Ergebnisse produzieren, die weniger Qualität und mehr weiche, politische, schneller konsensfähige Faktoren in den Mittelpunkt stellen.
Meinem Eindruck nach weiß das in der Branche auch jeder. Man arrangiert sich halt damit, weil die Kohle stimmt. Und weil man sich darauf verlassen kann (oder das zumindest denkt), dass man auch irgendwann "dran" ist.
Re: Dom beim DCP 2025 als Spieler des Jahres nominiert (mit Abstimmung)
Okay, jetzt wird's ein wenig Off-Topic.JochenRedinger hat geschrieben: ↑16. Mai 2025, 08:35 Zu Thronefall: ICH hab das durchgespielt! Wenn man vom Gedanken an RTS weg und zu dem eines Rätselspiels hin geht, macht es sogar noch mehr Spaß, finde ich. Und der Look ist mMn auch echt schick. Hab mich sehr für die beiden gefreut![]()
Das Spannende am Tower Defense Genre:
Ein TD Spiel ein Optimierungsproblem.
Ein Optimierungsproblem kann unendlich viele Lösungen haben, oder auch nur eine. Klassischerweise hat ein TD Spiel eine sehr hohe, unbekannte Anzahl von Lösungen, die zum Ziel führen.
Im Solomodus stellt der Leveldesigner die Spieler vor Herausforderungen. Im Multiplayer muss man besser optimieren als der Gegenspieler (bzw. besser eine Herausforderung lösen; kurzes Shoutout an Legion TD 2
Ein Optimierungsproblem heruntergebrochen auf wenige Lösungen, oder auf eine klar beste Lösung, verstehen wir unter "Rätsel".
Wenn ein Tower Defense Spiel seine Lösungsmöglichkeiten soweit herunterbricht, dass es zum Rätselspiel wird, nimmt es einiges vom Reiz und Potential des Genres weg: Kreativität, Risikoabwägungen, Raum für Fehler.
Wenn es etwas nimmt, dann sollte so ein Spiel auch etwas geben?
Ich finde die Lösung von Orcs Must Die!3 im höchsten Schwierigkeitsgrad Risslord ziemlich gut: Wenn man in den Missionen dort die Level perfekt spielen möchte ("5 Schädel"), werden die Möglichkeiten reduziert, es wird quasi zum Rätselspiel. Weil es ein Koop-Spiel ist, überlegt man mit seinem/seinen Freund/Freunden, wie man diese scheinbar unlösbare Aufgabe lösen kann, vielleicht wie in einem Escape Room.
Das Coole hieran: Man hat i.d.R. das Spiel bereits vorher auf einem niedrigeren Schwierigkeitsgrad durchgespielt, durfte Fehler begehen und Spielmechaniken verstehen. Das gesammelte Wissen kann jetzt - in der Königsdisziplin des Spiels - angewendet werden.
Thronebreaker: The Witcher Tales oder auch Solomissionen von Hearthstone haben das dynamische Spielsystem "geopfert", um für mehr Vielfalt zu sorgen. Spielerinnen und Spieler konnten ihr angesammeltes Kartenwissen und Verständnis anwenden, um damit Rätsel zu lösen.
Beginnt aber ein Rätselspiel - unter dem Deckmantel eines TD-Spiels - bereits als solches, ist es ein Rätselspiel. Und hier geraten wir schnell zu den Casual Games, an dessen Grenze sich Thronefall, aber auch das schöne Vorgängerspiel Islanders, oder Dorfromantik befinden.
Das Ziel dieser Spiele ist nicht, Dinge zu erreichen, die "wir" Hardcore Gamer unter höchster Qualität verstehen. Ich glaube, wir alle würden einem Angry Birds keine 90 geben oder wären verwundert, wenn es einen Spielepreis innerhalb einer klassischen Nicht-Casual-Kategorie, bekäme. Trotzdem ist es ein handwerklich sehr gut gemachtes Spiel, was vielen Menschen gefällt (ich spiele auch gerade wieder am Handy Earn to Die 2
Vielleicht bezieht sich meine Verwunderung* auf die Vermischung des DCPs zwischen Casual und weniger gefälligen "Hardcore" Spielen. Je nach Besetzung der Juroren, gerade wenn sie keine Spieler sind, führt zu einem systematischen Nachteil der klassischen Spiele, worunter die Nichtberücksichtigung von Drova das Resultat ist.
Aus Sicht der Wirtschaftsförderung ist das natürlich egal...
*Eigentlich sollte nichts verwundern beim DCP
Edit: Während ich das schreibe, habt ihr schon meinen Punkt aufgegriffen.^^
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