Deutsche Politik

Wenn es nicht um Spiele und / oder den Podcast geht, dann stehen die Chancen gut, dass dein Thema hier richtig ist.
WARNUNG: Gerade bei Politik & Co. geht's gerne hoch her. Auch hier gelten die Benimmregeln. Behandelt andere Foren-User immer mit Respekt, selbst wenn ihr deren Meinung nicht respektieren könnt!
Forumsregeln
Datenschutzerklärung: https://www.gamespodcast.de/datenschutzerklaerung/
Impressum: https://www.gamespodcast.de/impressum/

Forenregeln und zukünftige Weltverfassung
ART 1: Behandle andere Nutzer mit Respekt.
ART 2: Do NOT piss off the Podcasters

Lies bitte weitere Hinweise hier: viewtopic.php?f=4&t=2789
Benutzeravatar
bluttrinker13
Beiträge: 6797
Registriert: 4. Jun 2016, 22:44

Re: Deutsche Politik

Beitrag von bluttrinker13 »

BärmitgutemGeschmack hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:34 Wie weiter oben schon geschrieben: Naziparteien sind keine Erfindung des Ostens. Aber dort haben sie regelmäßig wesentlich größere Erfolge als im Westen. Übrigens auch historisch - einfach mal nachschlagen, wo die NSDAP zum ersten Mal an einer Regierung beteiligt war. Kleiner Tipp: Das Land, das auch einen Höcke toll findet.
Sprich es doch aus: Thüringen. Und das war schon zu Zeiten der Weimarer Republik wirtschaftsschwach und krisengebeutelt.

Edit: Götz Aly hatte bei Tilo ja letztens schön beschrieben, wie die NSDAP es damals schaffte die Arbeiterschaft und Landbevölkerung für sich einzunehmen, und die SPD alt aussehen zu lassen. War quasi schon ein Lehrstück für heute, so wie das klang.
BärmitgutemGeschmack
Beiträge: 437
Registriert: 10. Dez 2025, 10:40

Re: Deutsche Politik

Beitrag von BärmitgutemGeschmack »

bluttrinker13 hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:36War quasi schon ein Lehrstück für heute, so wie das klang.
Das ist das, was mich derzeit am fassungslosesten macht - auch, wenn ich mir den aktuellen Zustand speziell der Union anschaue und das hilflose Geeiere von unserem Bundesfritz... Das erinnert mich alles so extrem an Dinge, die ich in Büchern gelesen habe. In Geschichtsbüchern. Über das Ende der Weimarer Republik.
Benutzeravatar
Crenshaw
Beiträge: 2090
Registriert: 28. Aug 2016, 10:07

Re: Deutsche Politik

Beitrag von Crenshaw »

BärmitgutemGeschmack hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:34
Crenshaw hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:09 erstmal gabs damals keine sozialen Medien im heutigen Ausmaß, was das ignorieren sehr viel einfacher gemacht hat, zweitens haben die Medien die AfD mit Aufmerksamkeit "überschüttet" und das schon vor Pegida und der Erfolgen in Ostdeutschland, da dem Osten die Schuld in die Schuhe zu schieben zu wollen ist eher kurzsichtig, zumal die AfD im Westen gegründet wurde, das Führungspersonal primär aus dem Westen kommt. Die AfD hat nur begriffen, dass man im Osten nicht so wie im Westen auftreten kann, sondern den Wahlkampf/Aktionen an passen muss, das haben die restlichen Parteien bis heute allenfalls in Teilen begriffen (Die Linke zumindest in Teilen), wir haben halt zu große Unterschiede zwischen West und Ost, gerade in Vermögensfragen und Zukunftsperspektiven (und ja mir ist bewusst, das es auch im Westen genug arme Regionen gibt)
und Merz sollte mehr auf sein Berater hören und sich nen Beispiel an Merkel nehmen, lieber erstmal bissel abwarten und nachdenken, bevor man den Mund aufmacht
Die AfD, die im Westen gegründet wurde, war allerdings auch eine sehr andere AfD als jene, die sie heute durch Höcke und Co. wurde. Und die Tatsache, dass das recht(sextrem)e Führungspersonal aus dem Westen kommt, aber im Osten erfolgreich wurde, untermauert eher meine These als sie zu widerlegen.

Wie weiter oben schon geschrieben: Naziparteien sind keine Erfindung des Ostens. Aber dort haben sie regelmäßig wesentlich größere Erfolge als im Westen. Übrigens auch historisch - einfach mal nachschlagen, wo die NSDAP zum ersten Mal an einer Regierung beteiligt war. Kleiner Tipp: Das Land, das auch einen Höcke toll findet.
wie oben schon geschrieben, der Erfolg liegt auch an anderen Gegebenheiten (Soziale Medien, "etablierte" Partei, die übernommen wurde) und das die heutigen Rechten intelligenter sind bzw. sich intelligenter anstellen, als die alten Rechten
der Erfolg liegt halt zum Teil auch in der wirtschaftlichen Situation der Wähler, wenn ich ein "gutes" Leben habe und das mit meinen Äußerungen/Verhalten aufs Spiele setze bin ich natürlich gemäßigter, als wenn ich nichts zu verlieren habe oder es muss akzeptierter sein und das sieht man ja jetzt im "Westen", man kann heute erfolgreich sein und für die AfD sein, ohne gleich seine Existenz aufs Spiel zu setzen (etwas übertrieben dargestellt)
zumal man nicht vergessen darf, das es im Osten keine Tradition gibt bestimmte Parteien zu wählen, sondern man auch deutlich leichter wechselt als im Westen
Benutzeravatar
Crenshaw
Beiträge: 2090
Registriert: 28. Aug 2016, 10:07

Re: Deutsche Politik

Beitrag von Crenshaw »

bluttrinker13 hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:36
BärmitgutemGeschmack hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:34 Wie weiter oben schon geschrieben: Naziparteien sind keine Erfindung des Ostens. Aber dort haben sie regelmäßig wesentlich größere Erfolge als im Westen. Übrigens auch historisch - einfach mal nachschlagen, wo die NSDAP zum ersten Mal an einer Regierung beteiligt war. Kleiner Tipp: Das Land, das auch einen Höcke toll findet.
Sprich es doch aus: Thüringen. Und das war schon zu Zeiten der Weimarer Republik wirtschaftsschwach und krisengebeutelt.

Edit: Götz Aly hatte bei Tilo ja letztens schön beschrieben, wie die NSDAP es damals schaffte die Arbeiterschaft und Landbevölkerung für sich einzunehmen, und die SPD alt aussehen zu lassen. War quasi schon ein Lehrstück für heute, so wie das klang.
sein Buch ist auch empfehlenswert (also das von Aly), man müsste mal untersuchen, welche Errungenschaften unseres Sozialstaates auf Hitler/NSDAP zurück gehen, aber der SPD/Union/Linken/Grünen/FDP zugeschrieben werden, ich glaube das wäre ernüchternd
(so als Beispiele, Rentner sind in der GKV versichert (1940 oder 1941)(vorher sind sie mit BEginn der Rente aus der GKV gefallen), Arbeitsweg ist versichert (1940 oder 1941), Feiertagszuschläge sind steuerfrei war ein Geschenk Hitlers an die dt. Arbeiterschaft zum Sieg über Frankreich usw.)
Benutzeravatar
bluttrinker13
Beiträge: 6797
Registriert: 4. Jun 2016, 22:44

Re: Deutsche Politik

Beitrag von bluttrinker13 »

@Crenshaw Ja, er hatte da ein paar unangenehme Wahrheiten im Gepäck.
Tolles Interview, wen's interessiert: https://www.youtube.com/watch?v=86Ljg_-KeIo
ZiggyStardust
Beiträge: 1665
Registriert: 14. Nov 2018, 12:53

Re: Deutsche Politik

Beitrag von ZiggyStardust »

Crenshaw hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:09 zweitens haben die Medien die AfD mit Aufmerksamkeit "überschüttet" und das schon vor Pegida und der Erfolgen in Ostdeutschland
Das stimmt nicht. Die AfD war 2015 noch nicht mal im Bundestag vertreten. Natürlich wurde über die Partei berichtet, aber das war fast nie eine positive Berichterstattung.

Pegida hat es anders als Kögida, Dügida usw. geschafft auch die Zivilgesellschaft auf die Straße zu bringen und nicht nur stramme Neo-Nazis. Das müssen sich die Menschen in Dresden und Umgebung schon vorwerfen lassen.
habla2k
Beiträge: 2505
Registriert: 8. Jun 2024, 13:35

Re: Deutsche Politik

Beitrag von habla2k »

Gibt’s die Petry eigentlich noch? Wollte die nicht auch so ein „Bündnis Frauke Petry“ gründen?
MenschDer
Beiträge: 145
Registriert: 29. Sep 2024, 01:45

Re: Deutsche Politik

Beitrag von MenschDer »

BärmitgutemGeschmack hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:41 Das erinnert mich alles so extrem an Dinge, die ich in Büchern gelesen habe. In Geschichtsbüchern. Über das Ende der Weimarer Republik.
Ich denke mit schrägen und hysterischen Vergleichen hilft man wieder nur der AfD.

Die AfD ist nicht die NSDAP und die Bundesrepublik nicht Weimar.

Selbst wenn die AfD im Bund die absolute Mehrheit bekommt, also das WORST Worst Case Szenario, würde Deutschland nicht zur Nazidiktatur.

Die AfD würde versuchen Deutschland nach dem Vorbild von PiS in Polen oder Orban in Ungarn in eine illiberale Demokratie umzuformen. Das ist selbst in den genannten Ländern nur zeitweise gelungen und ist in Deutschland - mit viel stärkeren Sicherungssystemen für eine wehrhafte Demokratie - nochmal viel schwerer.

Eine AfD-Regentschaft wäre im höchsten Maße unappetitlich und schlimm - selbst in einem Bundesland. Mit Endzeitpanik erreicht man aber nix.
Benutzeravatar
Havermilch
Beiträge: 964
Registriert: 24. Jan 2025, 02:02

Re: Deutsche Politik

Beitrag von Havermilch »

MenschDer hat geschrieben: 8. Mai 2026, 00:30
BärmitgutemGeschmack hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:41 Das erinnert mich alles so extrem an Dinge, die ich in Büchern gelesen habe. In Geschichtsbüchern. Über das Ende der Weimarer Republik.
Ich denke mit schrägen und hysterischen Vergleichen hilft man wieder nur der AfD.

Die AfD ist nicht die NSDAP und die Bundesrepublik nicht Weimar.

Selbst wenn die AfD im Bund die absolute Mehrheit bekommt, also das WORST Worst Case Szenario, würde Deutschland nicht zur Nazidiktatur.

Die AfD würde versuchen Deutschland nach dem Vorbild von PiS in Polen oder Orban in Ungarn in eine illiberale Demokratie umzuformen. Das ist selbst in den genannten Ländern nur zeitweise gelungen und ist in Deutschland - mit viel stärkeren Sicherungssystemen für eine wehrhafte Demokratie - nochmal viel schwerer.

Eine AfD-Regentschaft wäre im höchsten Maße unappetitlich und schlimm - selbst in einem Bundesland. Mit Endzeitpanik erreicht man aber nix.
Mit Kleinreden der Gefahr durch die AfD und betonen, dass sie ja gar nichts mit der NSDAP zu tun hätte, erreicht man aber auch nichts positives. Die genannten Sicherheitssysteme muss man für die Wehrhaftigkeit auch nutzen und das wird ja aktuell auch aktiv vermieden. Wieso sollte das bei einer absoluten Nazi-Mehrheit besser sein? Btw: Selbst unter den Nazi-Gesetzen waren einige der Naziverbrechen rechtlich Verbrechen, es hat nur niemanden gejuckt (und teilweise sind die Schuldigen in der BRD danach sogar noch freigesprochen worden, hätte ja niemand von ausgehen gehen können, dass die Ermordung von bestimmten Menschen NS-Gesetzen widerspräche).
Daneben gibt es ideell doch auch sehr viele sehr unangenehme Dinge, die von AfD-Menschen gesagt wurden, die sich kaum von Aussagen von NSDAP-Politikern unterscheiden lassen („so fürchte ich, nicht um eine Politik der ‚wohltemperierten Grausamkeit‘ herumkommen“) und wenn ich dann immer noch Aussagen lese, man müsste die AfD mal probieren lassen, damit sie sich selbst entzaubert oder da es ja auch nicht schlimmer als jetzt sein könne: Ganz klares Nein! Du nennst es ja unappetitlich, aber es bleibt ja nicht dabei, dass man einmal würgen muss und dann ist alles wieder wie vorher. Aussagen von diversem AfD-Personal lässt erahnen, dass sie massiven Schaden an der freiheitlichen Demokratie anrichten. Wieso sollte man darauf vertrauen, dass es "nur" so viel Schaden wie in Ungarn anrichtet (als ob das nicht schon schlimm genug wäre)? Trump zeigt auch sehr anschaulich, wie viel Schaden man in wenig Zeit anrichten kann, wenn man nur genug Gleichgesinnte an den richten Stellen hat. Es wird sehr viel länger wieder dauern, die Schäden zu reparieren, falls es überhaupt möglich sein sollte. Auch ohne dritten Weltkrieg (den sehe ich durch die AfD auch nicht direkt kommen) und ohne neuen Genozid können da Schäden entstehen, die man absolut verhindern wollen sollte. Bei einer AfD mit Abstand auf Platz 1 bei Umfragen zur hypothetischen sonntäglichen Bundestagswahl (begleitet von Aussagen wie oben genannt) wird mir da richtig übel. Die 1930er haben gezeigt, dass jene, die darauf vertraut haben, dass es schon nicht so schlimm wird, schlussendlich den kürzeren gezogen haben. Da kann ich auch echt nicht darauf vertrauen, dass es vielleicht nur wie unter Orban wird.
Capy aus Bara
Beiträge: 124
Registriert: 31. Mär 2026, 06:19

Re: Deutsche Politik

Beitrag von Capy aus Bara »

habla2k hat geschrieben: 7. Mai 2026, 22:19 Gibt’s die Petry eigentlich noch? Wollte die nicht auch so ein „Bündnis Frauke Petry“ gründen?
Gescheitert wie fast die alte AfD, weil nur eu-kritisch nicht reichte. Erst die Nazis radikalisierten, teils in Zusammenarbeit mit Pegida und versehen mit einer ostdeutschen Identität, die AfD und machten sie größer. Natürlich spielen auch rechte "Medien", die Alles schlecht machen bis offen hetzen, eine große Rolle.
GoodLord
Beiträge: 2318
Registriert: 11. Jan 2021, 17:10

Re: Deutsche Politik

Beitrag von GoodLord »

Andre Peschke hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:23
Alienloeffel hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:14 Es ist da auch wichtig zu erwaehnen, dass das mit der Neonazi Szene Anfangs der Neunziger nicht anders war. Da haben auch Westnazis sehr frueh die Chance ergriffen im Osten Wahlkampf zu machen, teils schon vor Oeffnung der Grenze. Es waren am Ende dann fast immer Wessis die im Osten die Neonaziszene angefuehrt haben - So wie jetzt auch.
Es scheint auch ja sonst so zu sein, dass die Länder, die unter autoritären Regime X gelitten haben, eher in die Gegenrichtung ausschlagen. Insofern wäre es auch logisch, wenn der Osten stärker Richtung Rechts ausschlägt, wie u.a. Polen auch. Das sie dann aber ausgerechnet die russlandfreundliche AFD in die Arme schließen, ist irgendwie inkongruent und... idunno. Vielleicht einfach wieder eine zu einfache Erklärung für ein zu komplexes Thema.
Wobei ch mich ja schon Frage, wie viel % der Wahlbevölkerung überhaupt noch regime X bewusst mitbekommen geschweige denn darunter gelitten haben. Die Wahlergebnisse jetzt (primär) mit dem Leid in der DDR in Verbindung zu bringen fällt mir schwer. Ich persönlich vermute z.B. die Haltung zu Russland interessiert die meisten AFD-Anhänger höchstens insofern, dass sie eine Entspannung und damit einen Konflikt weniger versprechen.
BärmitgutemGeschmack
Beiträge: 437
Registriert: 10. Dez 2025, 10:40

Re: Deutsche Politik

Beitrag von BärmitgutemGeschmack »

MenschDer hat geschrieben: 8. Mai 2026, 00:30
Die AfD ist nicht die NSDAP und die Bundesrepublik nicht Weimar.
Das lustige ist - ich habe auch weder noch geschrieben. Ich habe "nur" eine Ähnlichkeit der politischen Situation festgestellt.

Und wie gelassen man einer möglichen AfD-Herrschaft entgegen blickt - das hängt vermutlich maßgeblich davon ab, wie hellhäutig, heterosexuell und cis Mann man ist.
Nephtis
Beiträge: 432
Registriert: 10. Jan 2018, 15:46

Re: Deutsche Politik

Beitrag von Nephtis »

Das Problem ist meiner Meinung nach das die etablierte Politik die Menschen verloren hat. Vor den Wahlen wird A versprochen. Kommt die Partei dann in die Regierung gibt es B oder C. Zudem können viele das ständige Politikergeschwafel nicht mehr hören. Bärbel Bas behauptete noch vor kurzem "Niemand würde in die Sozialsysteme einwandern". Das ist schlicht gelogen. Wieso sonst sollten Flüchtende 5,6,7 Landesgrenzen überqueren um dann in Deutschland anzukommen? Weil es hier "am meisten gibt". Das ist wieder ein Elfmeter für die AfD. Die SPD verweigert es seit Jahren Probleme zu benennen und wundert sich dann über schlechte Ergebnisse.

Deswegen ist Trump so stark. Der redet nicht wie ein Politiker sondern wie der Texas Redneck von nebenan.

Zudem gibt es mittlerweile Stadtteile in NRW (Duisburg, Essen, ...) in der man denkt man sei in einem muslimischen Land. Mir ist sowas völlig egal, ich bin da weltoffen und gehe dann auch gerne in neue Restaurants oder komme einfach mit den Menschen ins Gespräch. Ein Großteil der Leute ist nett, egal welcher Herkunft. Dann gibt es aber ganz viel Rückwärts Gewandte, die das "alte Deutschland" zurück haben wollen. Da gab es ein paar türkische Gastarbeiter, aber sonst hat man von "dem Islam" nichts gesehen. Durch den hohen Anteil an Muslimen in Deutschland haben diese Menschen Angst vor einer Islamisierung und einem Aussterben des "deutschen Volkes". Davon redet die AfD Anhänger STÄNDIG.

Ich glaube das diese Menschen in dem Sumpf verloren sind. Nicht umsonst findet man die ganzen Hardliner bei der AfD: Islamfeinde, Corona Skeptiker, Impffeinde, Xavier Naidoo Freunde, "GEZ Abschaffer", "Staatsmedien blabla", ...
Mit solchen Menschen kann man auf einer sachlichen oder wissenschaftlichen Ebene NICHT mehr diskutieren. Alles wird als Fake abgetan.
Voigt
Beiträge: 8083
Registriert: 14. Jun 2016, 14:43
Wohnort: Jena

Re: Deutsche Politik

Beitrag von Voigt »

Ganz klar liegt es an den Sozialsystem, dass Flüchtlinge bis nach Deutschland reisen, andere Gründe können es nich sein.
Keine Frage: Für Flüchtlinge gibt es gute Gründe, hierherzukommen. Deutschland hat eine gefestigte Demokratie und eine starke Wirtschaft, politische und religiöse Freiheiten. 2016 nannten im Rahmen einer Studie u.a. des Institus für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 73 % von 4.500 befragten Flüchtlingen als wichtigsten Grund für ihre Zielwahl die »Achtung der Menschenrechte«.

Asyl- und sozialrechtliche Regelungen sind dagegen nach Forschungserkenntnissen nicht generell entscheidend. Eine wichtige Rolle spielt, wo Verwandte oder Communities sind, etwa im Falle Syriens: Bereits vor Ausbruch des Krieges lebten hier dem Ausländerzentralregister zufolge über 30.000 syrische Staatsangehörige und zudem Deutsche syrischer Herkunft.
Klar hilft es auch, dass auch wenn man keinen Job findet, dass man durch die Sozialsysteme nich auf die Straße geworfen wird, wie eher so in Türkei. Man braucht aber auch nich die Sozialsysteme so hochjazzen, dass nur deswegen die Leute bis nach Deutschland kommen.
OlliF
Beiträge: 810
Registriert: 11. Jun 2024, 07:54

Re: Deutsche Politik

Beitrag von OlliF »

Ich hoffe das Thema nervt euch nicht zu sehr. Auf Bluesky gibt es aber gerade einen Thread dazu, wie aus dem Rauswurf eines rechten Buchverlages aus einem staatlichen Buchkatalog - mal wieder - ein rechter Shitstorm wurde. Das ganze wird als "digitale Bücherverbrennung geframed". Spoiler: der Verlag hat den Rauswurf selbst provoziert, weil er durch Manipulationen am Katalog gegen die Nutzungsbedingungen verstieß. Trotzdem übernehmen auch vermeintlich seriöse Medien das narrativ und sehen mal wieder die Meinungsfreiheit beschädigt. Lesenswert und bedauerlich.

https://bsky.app/profile/christian-fuch ... dcnvbhus2i
MenschDer
Beiträge: 145
Registriert: 29. Sep 2024, 01:45

Re: Deutsche Politik

Beitrag von MenschDer »

Havermilch hat geschrieben: 8. Mai 2026, 03:44
MenschDer hat geschrieben: 8. Mai 2026, 00:30
BärmitgutemGeschmack hat geschrieben: 7. Mai 2026, 18:41 Das erinnert mich alles so extrem an Dinge, die ich in Büchern gelesen habe. In Geschichtsbüchern. Über das Ende der Weimarer Republik.
Ich denke mit schrägen und hysterischen Vergleichen hilft man wieder nur der AfD.

Die AfD ist nicht die NSDAP und die Bundesrepublik nicht Weimar.

Selbst wenn die AfD im Bund die absolute Mehrheit bekommt, also das WORST Worst Case Szenario, würde Deutschland nicht zur Nazidiktatur.

Die AfD würde versuchen Deutschland nach dem Vorbild von PiS in Polen oder Orban in Ungarn in eine illiberale Demokratie umzuformen. Das ist selbst in den genannten Ländern nur zeitweise gelungen und ist in Deutschland - mit viel stärkeren Sicherungssystemen für eine wehrhafte Demokratie - nochmal viel schwerer.

Eine AfD-Regentschaft wäre im höchsten Maße unappetitlich und schlimm - selbst in einem Bundesland. Mit Endzeitpanik erreicht man aber nix.
Mit Kleinreden der Gefahr durch die AfD und betonen, dass sie ja gar nichts mit der NSDAP zu tun hätte, erreicht man aber auch nichts positives.
Was hat uns denn das Labeln, Empörung und die Nazikeule bisher gebracht?

Um die AfD zu bekämpfen braucht man auch Ehrlichkeit, was das Parteispektrum anbelangt. Es gibt in der AfD immer noch alte enttäuschte konservative CDUker, den großen Kern um die Parteispitze die nationalkonservativ ist und völkisch-national geprägte Ostverbände, die - natürlich - auch Neonazi-Elemente haben und keine kleinen.

Deswegen ist die Partei als Ganzes nicht zu verbieten und jeder der das fordert ein Wahlförderer der AfD, weil die Leute das einfach durchschauen.

Damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Ich verabscheue die AfD und habe keine Lust, dass die auch nur in irgendeine Form in eine Regierung eines Landes oder des Bundes kommen. Ich sehe nur das bisherige Strategien wie pauschale Nazikeulen, Verbotsforderungen oder sonstige Verteufelungen nur die AfD gefördert haben.
BärmitgutemGeschmack
Beiträge: 437
Registriert: 10. Dez 2025, 10:40

Re: Deutsche Politik

Beitrag von BärmitgutemGeschmack »

MenschDer hat geschrieben: 8. Mai 2026, 12:19 Ich sehe nur das bisherige Strategien wie pauschale Nazikeulen, Verbotsforderungen oder sonstige Verteufelungen nur die AfD gefördert haben.
Gibt es irgendwelche Belege dafür, dass da ein ursächlicher Zusammenhang besteht?

Und zur "Nazikeule": Wenn in AfD-Wahlprogrammen Passagen 1 : 1 aus dem NSDAP-Programm übernommen werden (was schon paarmal belegt wurde), wenn (auch hochrangige) AfD-Mitglieder regelmäßig dadurch auffallen, rein zufällig exakt die Formulierungen zu verwenden, die auch schon Nazis genutzt haben (und die zum Teil aus genau dem Grund bei uns verboten sind), wenn es den meisten Menschen schwer fällt, bei Zitaten zweifelsfrei zu entscheiden, ob das jetzt ein Höcke- oder ein Goebbels-Zitat ist, wenn AfD-Funktionäre in Chatnachrichten davon fabulieren, dass es mal wieder Zeit für einen Holocaust sei und und und - dann ist das keine "Nazikeule". Sondern schlicht eine faktenbasierte Feststellung.
BärmitgutemGeschmack
Beiträge: 437
Registriert: 10. Dez 2025, 10:40

Re: Deutsche Politik

Beitrag von BärmitgutemGeschmack »

Der Anwalt von Höcke hat der heute-show übrigens mal mit einer Klage gedroht, wenn sie nicht aufhören würden, seinen Mandanten (Höcke) als Hitler darzustellen. Die Anwälte der heute-show haben geantwortet, jener Mandant (Höcke) solle doch einfach aufhören, sich wie Hitler zu verhalten. Daraufhin war wohl Ruhe.
OlliF
Beiträge: 810
Registriert: 11. Jun 2024, 07:54

Re: Deutsche Politik

Beitrag von OlliF »

BärmitgutemGeschmack hat geschrieben: 8. Mai 2026, 12:35
MenschDer hat geschrieben: 8. Mai 2026, 12:19 Ich sehe nur das bisherige Strategien wie pauschale Nazikeulen, Verbotsforderungen oder sonstige Verteufelungen nur die AfD gefördert haben.
Gibt es irgendwelche Belege dafür, dass da ein ursächlicher Zusammenhang besteht?

Und zur "Nazikeule": Wenn in AfD-Wahlprogrammen Passagen 1 : 1 aus dem NSDAP-Programm übernommen werden (was schon paarmal belegt wurde), wenn (auch hochrangige) AfD-Mitglieder regelmäßig dadurch auffallen, rein zufällig exakt die Formulierungen zu verwenden, die auch schon Nazis genutzt haben (und die zum Teil aus genau dem Grund bei uns verboten sind), wenn es den meisten Menschen schwer fällt, bei Zitaten zweifelsfrei zu entscheiden, ob das jetzt ein Höcke- oder ein Goebbels-Zitat ist, wenn AfD-Funktionäre in Chatnachrichten davon fabulieren, dass es mal wieder Zeit für einen Holocaust sei und und und - dann ist das keine "Nazikeule". Sondern schlicht eine faktenbasierte Feststellung.
Wenn man vor Gericht klagt, weil man als Faschist bezeichnet wird und dann verliert sagt das ja auch eine Menge über eine Person aus. Wenn die Person dann nicht nur irgendein Statist, sondern Landesvorsitzender einer Partei ist sagt das ebenfalls eine Menge über die Partei aus.
habla2k
Beiträge: 2505
Registriert: 8. Jun 2024, 13:35

Re: Deutsche Politik

Beitrag von habla2k »

Havermilch hat geschrieben: 8. Mai 2026, 03:44, man müsste die AfD mal probieren lassen, damit sie sich selbst entzaubert
Eben, man sieht ja wie sich Trump entzaubert.
Da kann ich auch echt nicht darauf vertrauen, dass es vielleicht nur wie unter Orban wird.
Da würde ich das „nur“ in große Gänsefüßchen setzen. Frag mal die queere Szene in Ungarn.
Antworten